Der erste Teil dieser kleinen Serie behandelte die Möglichkeit, nach der Ausbildung weiterhin im Lehrbetrieb zu arbeiten. Natürlich steht diese Option zu. Dies kann vielerlei Gründe haben, wie beispielsweise die wirtschaftliche Situation des Unternehmens oder auch die Entscheidung des Auszubildenden, nicht weiter da arbeiten zu wollen.Ein logischer Schritt wäre dann, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen, was keine einfache Angelegenheit ist. Darum bietet Fachinformatiker hier einige Tipps.
Was kann ich?
Als Informatiker sollte Ist-Analyse kein Fremdwort sein. Nun gilt es eine Ist-Analyse seiner Fähigkeiten durchzuführen. In erster Linie sollte man sich natürlich überlegen, wo sein Schwerpunkt liegt. Ist man eher der Programmierer oder liegt einem das Verfassen von Konzepten mehr? Vielleicht erkennt man aber auch seine eigenen Qualitäten in Schulung oder Beratung?
Danach sollte man sich Gedanken machen, in welchem Bereich man arbeiten will. Hat man also gute Kenntnisse in einer speziellen Programmiersprache oder einer Technologie? Mitarbeiter mit speziellem Wissen sind natürlich immer gern gesehen.
Was will ich machen?
Nach der Analyse der eigenen Fähigkeiten, sollte man nun überlegen, was mach überhaupt machen möchte. Nur weil man gut in der Konzeptionierung ist, muss das noch lange nicht heißen, dass man nicht lieber als Programmierer arbeiten möchte oder umgekehrt. Vielleicht will man sich auch komplett weiterentwickeln und strebt eine ganz andere Position an.
Jobs finden
Mit einem guten Abschluss, sollte sich auch eine Arbeit finden lassen, auch wenn man im Einzelfall Abstriche machen muss. Zu allererst lohnt es sich diverse Online-Jobbörse zu durchstöbern. Hier findet man eventuell schon das eine oder andere passende Angebot. Ab und an lohnt sich auch ein Blick in IT- oder Branchenfachmagazine. Auch hier gibt es oftmals Stellenanzeigen.
Die nächste Möglichkeit wären spezielle Firmen, die Mitarbeiter an Unternehmen vermitteln. Dies können private Arbeitsvermittler sein, welche allerdings entweder einen Vermittlungsgutschein von der Arbeitsagentur verlagen. Jedoch gibt es auch einige Firmen, die sich speziell auf die Vergabe gut bezahlter Stellen verschrieben habe - so genannte "Head Hunter". Kontakt knüpft man schnell über soziale Business-Netzwerke, wenn man sein Profil entsprechend gepflegt hat und natürlich auch die gewünschten Fähigkeiten besitzt.
Eine weitere und nicht zu verachtende Möglichkeit um eine Arbeitsstelle zu finden, sind Bekannte und Verwandte. Vielleicht erzählt der Onkel auf der Familienfeier, dass bei ihm auf Arbeit gesucht wird? Oder ein Mitglied des Tisch-Tennis-Teams hat ein interessantes Angebot auf Lager? Hier gibt es ein relativ großes Potential.
Angebote auswählen
Wer an Karriere denkt und langfristig plant, weiß dass nicht jede Arbeit gut sein muss. Es sollte nicht das Ziel sein irgendeinen Job zu finden, sondern es muss bedacht werden, dass die gewählte Arbeitsstelle für einige Zeit das Leben bestimmen wird. Dies können große örtliche Veränderungen sein, wie der Umzug in eine andere Stadt, ein anderes Bundesland oder gar ins Ausland. Oder würde ein Teil der Aufgaben vielleicht Dinge sein, die mir schon während der Ausbildung nicht gefallen haben?
Bewerben
Wenn man nun eine Auswahl getroffen hat, müssen Bewerbungen geschrieben werden. Oftmals steht bereits in den Stellenanzeigen welche Informationen der Arbeitgeber wünscht. Auch die Form der Bewerbung muss unbedingt beachtet werden. Nichts ärgert einen Personalchef mehr, als hunderte Bewerbungsmappen, obwohl er ausschließlich Onlinebewerbungen gewünscht hat.
Auch die Qualität der Unterlagen ist wichtig. Das Anschreiben sollte kein Serienbrief sein, sondern speziell auf Firma und Stelle zugeschnitten. Auch Formulierungen oder ganze Texte aus dem Internet zu übernehmen, ist selten gut. Wichtig ist auch das Foto. Lieber ein ordentliches Bewerbungsfoto vom Fotografen als ein billiges Automatenfoto oder ein Ausschnitt von eines Familienfotos.
Abschließend ist zu sagen, dass man sich wirklich Gedanken machen sollte. Schnellschüsse nützen selten etwas und bringen langfristig nichts. Nur wer alles bedenkt und sich bemüht, wird beruflich glücklich.
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