Siehe Zäher Streit über Rangliste für Berufsabschlüsse beigelegt - Freie Presse
Zitat:
Edit:Schavan betonte, die hochschulische Bildung und die berufliche Bildung seien gleichwertig. Die Entscheidung, Meister und Techniker dem gleichen Niveau zuzuordnen wie den Bachelor, werde die größte Wirkung haben. "Denn damit wird deutlich: In Deutschland hat jeder die Chance zum Aufstieg - über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung."Quelle.Niveau 6 (u.a. Bachelor, Fachschule, Fachwirt, Meister)
Nachdem nun Meister und Techniker dem Bachelor gleichgestellt werden ist natürlich die Frage, ob dazu auch der Operativen Professionals der IHK (welche ja als "IT Meister" gilt) dazu gehört. Ich vermute ja. Daher wird es wohl zukünfitg einfacher für die OPs den Abschluss und die Wertigkeit im Lebenslauf/Personalgespräch entsprechend darzustellen und aufzutreten.
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Meister und Techniker werden mit Bachelor gleichgestellt
Diskussion über Meister und Techniker werden mit Bachelor gleichgestellt in IT-Weiterbildung der Kategorie Ausbildung/Job; Siehe Zäher Streit über Rangliste für Berufsabschlüsse beigelegt - Freie Presse Zitat: Schavan betonte, die hochschulische Bildung und die berufliche ...
- 31.01.2012 20:21 #1
Moderator
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Meister und Techniker werden mit Bachelor gleichgestellt
Geändert von bigvic (31.01.2012 um 20:38 Uhr)
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- 31.01.2012 23:03 #2
Wäre ja schön - die Frage ist wie schnell sich diese Gleichstellung in der Wirtschaft auch wirklich durchsetzt ...
- 01.02.2012 00:30 #3Reg.-Benutzer
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Eine klare Fehlentscheidung, aber gut unsere Frau Schavan ist euch nicht bekannt für gute und richtige Entscheidungen*. Es geht gar nicht um eine Wertung beider Abschlüsse, aber das eine ist doch ganz klar eine akademische Erstausbildung das andere eine berufliche Weiterbildung.
Die logische Bedeutung kann ja eigentlich nur sein mögliches Lohndumping durchzuführen, auf beiden Seiten.
Sowohl können jetzt Jungakademiker mit hohen Gehaltswünschen abgeschmettert werden (ihr seid doch auf der gleichen Stufe wie unsere erfahrenen Operativen Professionals... die bekommen x Euro), aber auch der fachlich Weitergebildete kann jetzt keine Gehaltssprünge sich erhoffen über dem des berufseinsteigenden Bachelors.
Auch führt dies natürlich jetzt zu erheblich mehr Fehlentscheidungen der Personalabteilungen. Es gibt einfach Aufgaben, gerade im Bereich Informatik wo das Programm des Operativen Professionals* nicht ausreichend fachlich vorbereitet, auf der anderen Seite werden junge Akademiker auch nicht das notwendige Wissen im Projektmanagement haben was in den Operativen Professionals wohl beigebracht werden. Wenn dann in einer Ausschreibung steht: Suchen Informatiker Level 6... was heißt das, suchen sie Pragmatiker die das Wissen haben um Teams zu leiten, alternativ können Sie auch jemanden suchen der in der Lage ist Komplexitätsprobleme zu zerlegen, Berechenbarkeitsgrenzen aufzuzeigen.
Ja alle Menschen sollten die gleiche Chancen haben, aber gleiche Chancen heißt nicht Gleichmacherei, wir müssen doch deswegen nicht alle Schuhgröße 40 tragen. Es sollten sowohl die Universitäten auch gerade im Bereich Fern- und Abendstudium ausgebaut werden, wie auch die PR Trommel gerührt werden sollte für die Operativen Professionals.
Wird dies auch noch weitere Auswirkungen haben gibt es ab sofort Masterstudiengänge für Operativen Professionals***, wird es ermöglicht als Bachelor Weiterbildungen der IHK in Anspruch zu nehmen? Ist das sinnvoll? Operativen Professionals und Jungakademiker sollten nicht um die gleichen Berufe konkurrieren müssen.
Effektiv bleibt nur zu hoffen das die Wirtschaft diese von oben herunter diktierte Gleichmacherei ignoriert wird und es immer noch bei Personal- und Gehaltsentscheidungen nur auf den Arbeitsplatz und den Fähigkeiten und beruflichen Qualifikationen des jeweiligen Bewerbers ankommt.
Eine persönliche, provokante Meinung davon ab:
IHK töte deine Operativen Professionals, sie wurden von der Wirtschaft nicht angenommen und die Hoffnungen das da noch was passiert wird wohl eher enttäuscht.
Für Weiterbildungswillige sollte der Weg zu Hochschulen transparenter gemacht werden, die entsprechenden Kurse angepasst werden und auch ergänzende Kurse angeboten werden. Gerade in der Informatik braucht man für bestimmte Aufgaben einfach mehr Hintergrundwissen, mehr Theorie auch in der Führungsebene, was in der Ausbildung selber gar nicht angesprochen wird, werden kann, was gut ist. Aber das sollte dann nachgeholt werden zusammen mit Projektleitungsmethodik.
* Studentenproteste, systematischer Abbau des Bafögs um Eliten zu fördern..
** Habe die entsprechenden Lehrpläne vor Jahren mal gesehen.
*** Habe gerade gesehen... es gibt einen Master of SCIENCE der abgeschlossen werden kann. Bisher gibt es wohl nur eine "dubiose" Uni die das anbietet, wobei wohl auch verschiedene Bundesländer ihre Gesetze angepasst haben um das zu erlauben. Ich würde jedem davon abraten und kann mir auch gerade nicht vorstellen wie jemand in Veranstaltungen wie: "Theorie der Programmierung, Komplexität, Betriebssystem, Compilerbau" in jeweils der weiterführenden Gestalt durchkommen soll ohne den ersten Teil gehört zu haben.
Falls sich jemand das dennoch zutraut und schafft, Hut ab. Damit aktiv zu werben halte ich aber für irreführend.Geändert von Wodar Hospur (01.02.2012 um 00:40 Uhr) Grund: Ergänzungen
- 01.02.2012 08:08 #4
Moderator
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Das war die Kultusministerkonferenz (= Bildungsminister ALLER Bundesländer und somit jeder Partei), nicht Frau Schavan. Es ist somit politscher Konsens in Deutschland.
Es ist doch heute schon so, dass IT-Ausbildungsberufe, OPs, Techniker, Bachelor/Master (aller Informatikrichtungen), etc um die gleichen Jobs konkurrieren, da es in der IT keine klare Abstufung gibt, wer was macht. Und es behauptet niemand, dass alles "gleich" ist, sondern nur "gleichwertig". Ein Bachelor bleibt ein Bachelor und ein OP ein OP - aber keiner ist höherwertiger als der andere.
Ich finds gut und denke es hat eher den Effekt, dass nun die Meister/Techniker ihren Abschluss nutzen können um an besser dotierte Jobs zu kommen (door opener). Beweisen muss man sich oder so im Beruf - egal was für einen Abschluss man hat. Ich würde das sogar ab sofort ohne Scheu offensiv in den Lebenslauf reinschreiben, z.B. staatlich geprüften Informatiker (dem Bachelor of Science gleichgesteller Abschluss). So zeigt man gleich Flagge.Geändert von bigvic (01.02.2012 um 08:19 Uhr)
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- 01.02.2012 08:27 #5Reg.-Benutzer
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Und was heißt das jetzt? Das man mit dem Techniker/Meister auch ein Master-Studium beginnen kann? Na meinetwegen. Es sollte jeder selbst sehen, ob er den Anforderungen gewachsen ist. Ob das auch eine Gleichstellung in der Wirtschaft bedeutet, ist wieder eine ganze andere Frage. Wenn die Wirtschaft zwei formal gleichwertige Abschlüsse (wie z.B. bei ITA und FIAE/FISI) weiterhin anders behandelt, ist es ziemlich egal, was die Politik will. Der staatlich geprüfte Informatiker ist für mich z.B. überhaupt nicht vergleichbar mit einem Bachelor, sondern eher leicht oberhalb einer FI-Ausbildung zu platzieren.
- 01.02.2012 08:34 #6Reg.-Benutzer
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so einen Quatsch kann natürlich nur wieder Deutschland einfallen.
D.h. ein Studium (Bachelor) wird gleich gestellt mit einem Meister/Techniker.
Also wenn ich mir die Inhalte meines Kollegen beim Techniker anschaue und die von meinem Bachelor-Studium......
Beim Techniker werden die ersten 3 Jahre erstmal schön Deutsch, Englisch, Politik, Sozialkunde gelehrt. Das ist Allgemeinbildung. Sowas hat man bereits in der Schule.
Wie soll das denn gleiches Niveau sein?
Dann verstehe ich auch die Debatte um die Hochschulzugangsberechtigung nicht. Jetzt darf ein Techniker und Meister zum Bachelor-Studium zugelassen werden. Aber dieser darf bei 0 (NULL) anfangen. Wie jmd. mit Abitur/Fachabitur.
Fakt ist doch, Bachelor = Diplom FH, Master = Diplom Uni.
D.h. ein Techniker/Meister = Diplom FH
Wieso dann überhaupt noch studieren? Unsere Regierung sagt einerseits, mehr Leute sollen schneller studieren (Bachelor). Aber jetzt wird studieren doch komplett überflüssig.
Ich bin der Meinung, Firmen wissen ein Studium zu schätzen und interessieren sich eh nicht, was die Leute aus der Regierung da für einen Quatsch beschliessen.
Nachtrag:
@Gimbo
die "richtigen" Unis/FHs werden einen Teufel tun, Meister/Techniker zum Masterstudium zuzulassen.
wie wäre es eigentlich, wenn wir den Meister gleich zum Dr. ernennen?Geändert von DarkMaster (01.02.2012 um 08:47 Uhr)
- 01.02.2012 08:47 #7Reg.-Benutzer
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Was sind denn richtige Unis/FHs? Wenn die Abschlüsse formal gleichwertig sind, wird eine (staatliche) Hochschule wohl kaum darum herum kommen, auch alle Bewerber mit diesen Abschlüssen gleich zu behandeln. Alles andere wäre Diskriminierung.
Ich hätte damit auch nicht so das Problem. Wer Steuern zahlt und damit das Bildungssystem finanziert, sollte auch das Recht haben seine Möglichkeiten zu nutzen. Alles andere würde ich als ungerecht empfinden. Am fairsten wäre es, wenn jeder selbst für sich die Erfahrung machen darf, dass ihm ein Studium liegt oder nicht. Die Tore für alle aufzumachen ist für mich eher ein Problem der Praktabilität und der Kosten.Geändert von gimbo (01.02.2012 um 08:49 Uhr)
- 01.02.2012 08:49 #8
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Nein, es heisst nur das die Abschlüsse gleichwertig sind. Ein Master-Studium ist ein weiterer Schritt in der akademisch Laufbahn, ebenso wie der Doktor und Professor. Wer den Master will, der sollte den Weg der akademischen Laufbahn wählen und nicht den der beruflichen (und praktischen) Bildung wählen. Man kann meist nicht lustig hin und her hüpfen, da ja die Schwerpunkte ganz andere sind.
Edit: Wobei es wohl auf den Master (Stichwort: nicht-konsekutiv) ankommt, denn ...
(wiki)Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung neuer Wissensgebiete dienenGeändert von bigvic (01.02.2012 um 08:57 Uhr)
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- 01.02.2012 08:53 #9Reg.-Benutzer
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Geändert von DarkMaster (01.02.2012 um 08:56 Uhr)
- 01.02.2012 08:56 #10
Also ich habe ein Fernstudium zum Elektrotechniker neben der beruflichen Tätigkeit durchgeführt.
http://www.daa-technikum.de/lehrgaenge/index.php3
Ich konnte also theoretische Kenntnisse direkt praxisorientiert umsetzen.
Ich würde meine Ausbildung eigentlich höher ansiedeln als den Bachelor.Was wahr ist, ist weder gut noch böse, sondern einfach wahr !
Rabindranath Tagore, bengalischer "Alleskünstler" (1861 - 1941), Nobelpreis für Literatur 1913
- 01.02.2012 08:57 #11Reg.-Benutzer
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LOL. Siehe mein Post von oben. Mein Kollege macht auch gerade am DAA-Technikum seinen E-Techniker...... die Inhalte sind ja ein Witz. Deutsch/Englisch/Politik.....
warum sollte dein Techniker höherwertiger sein als ein Bachelor? Bist du damit Akademiker?
Nachtrag:
ich mache auch gerade ein Fernstudium zum Bachelor und kann die Kenntnisse auch praxisorientiert umsetzen. Also würde ich meine Ausbildung eigentlich höher ansiedeln wie ein Master...... Dr. wäre eigentlich auch nicht schlecht.Geändert von DarkMaster (01.02.2012 um 09:04 Uhr)
- 01.02.2012 09:06 #12
Was wahr ist, ist weder gut noch böse, sondern einfach wahr !
Rabindranath Tagore, bengalischer "Alleskünstler" (1861 - 1941), Nobelpreis für Literatur 1913
- 01.02.2012 09:14 #13Reg.-Benutzer
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- 01.02.2012 09:16 #14
Waren das FH oder Uni Bakkalaureus?Ich habe schon viele Akademiker bei uns kommen und auch wieder gehen sehen.
Ich habe auch nicht feststellen können, dass bei denen mehr theoretische Kenntnisse vorhanden sind.
Eher das Gegenteil war der Fall.be the hammer, not the nail!
- 01.02.2012 09:54 #15
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