Uhu

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  1. Die Idee dort zu arbeiten ist sicherlich naheliegend nur dort hast du auch das Problem, dass du ohne Promotion (bzw. ohne deine Promotion dort zu absolvieren) auch nur "Hilfsarbeiten" bzw. halt normale Entwicklertätigkeiten machst. Du bist dort dann nicht unmittelbar näher am Geschehen bzw. an den Kerntätigkeiten der Unternehmen dran wie wenn du in der freien Wirtschaft als Informatiker z. B. in einem Chemiekonzern arbeitest. Forschen tust du selbst dann nicht. Bei vielen Forschungsinstituten hast du auch das Problem, dass die nur auf Zuruf der freien Wirtschaft arbeiten mal Sachverhalt XY zu untersuchen. Das ist ja dann Arbeit für die Schublade denn die konzepte stellst du dann lediglich den Unternehmen vor, was die damit machen, erfährst du dann in der Regel gar nicht mehr. Und das ist ja eigentlich genau das, was er nicht will. Er hat ja oben geschrieben, dass ihm an seiner Arbeit stört, dass er keinen "Impact" seiner Arbeit sieht ("...Ich sehe keinen Impact, ich sehe nicht, wie das, was ich tue, Menschen irgendetwas in der Realität bringt."). Gewonnen hat er also dann immer noch nichts und gerade da, wo es überwiegend nur um theorehtische Konzepte geht, siehst du den Impact auf die Realität so gut wie nie. Wenn er dort als Entwickler arbeitet, wäre abgesehen vom Kontext seine Arbeit nicht groß anders. Den Drang "Dingen auf den Grund" zu gehen und "zu knobeln", wird er damit wohl nicht wirklich befriedigen können. Als normaler Entwickler schon gar nicht und auch auf einer Doktorandenstelle hat er halt seine Auftraggeber, die in Zeit X, gerne eine Aussage zum Thema Y hätten und ein standardisiertes bürokratisches Vorgehen erwarten. Ob ihn dass dann mehr interessiert? Ich weiß es nicht. Ich halte die pauschale Empfehlung einer Promotion und in die Forschung zu wechseln für relativ verfrüht. Er sollte erstmal definieren, was er von solch einer Stelle erwarten würde und diesen Erwartungen dann mal einen Realitätscheck unterziehen. Wie gesagt, er müsste da sicherlich noch 7-9 Jahre investieren und da sollte man schon schauen, ob es dann auch das ist ... Mein Arbeitgeber arbeitet selbst in Kooperation mit einer Universität und dem Frauenhofer Institut zusammen und untersucht bestimmte potentielle Technologien für das Kernfeld, in dem wir Tätig sind. Ganz ehrlich: Laaaaaaangweilig^^ ... Das ist halt wirklich nicht Big Bang Theory wo ein Haufen hipper Leute vor einer Tafel stehen, sich die Formeln um die Ohren hauhen und Abends dann heimlich Rover auf dem Mars steuern. Die Realität ist ganz anders.
  2. Dort darf er dann Klausuren von Studenten korrigieren, Übungsgruppen des Profs. halten und Recherche Arbeit übernehmen ... Also quasi von einem Trott in den nächsten. Dazu noch befristet und mit einem lächerlichen Gehalt. Wenn er dann fertig ist mit der Promotion ist, kann er gehen und Ausschau nach einer Professur halten die ggf. nie kommt. Wahrscheinlich wirds dann wenn überhaupt eine Professur an einer Fachhochschule, wo dann > 80% seiner Arbeit aus der Vermittlung der Lehre besteht. Sprich Vorlesungen halten. Die restlichen 20% ist dann "Anwendungsorientierte Forschung" was in der Regel dann in der Betreeuung von Master Arbeiten und Softwareprojekten von Studenten endet ... Also im Grundegenommen mehr oder weniger Projektmanagement mit koordinatorischen Aufgaben. Er sollte aufjedenfall einmal abklären was die Arbeit an einem Lehrstuhl bedeutet und ob das von den Tätigkeiten das ist, was er machen möchte. Hier haben manche eine völlig romantische Vorstellung vom "forschen". Dieser sollte man in jedem Fall einen Realitätscheck unterziehen. Ich glaube nicht dass er als wiss. MA glücklich ist. Das wird ihn wahrscheinlich eher noch mehr ankotzen als seine jetzige Arbeit als Entwickler. An der Uni macht man größtenteils eh nur Grundlagenforschung. "Coole Sachen" zum "anfassen" gibt es eher in den F&E Abteilungen von großen Firmem wie IBM, HP, Google, Apple, Microsoft und die sitzen in der Regel in den USA. Und da muss man dann mit 40 erstmal Fuß fassen ...
  3. Ich würde gucken wie viel Überstunden ich pro Monat mache und dies dann in Relation zum Gehalt setzen und das gleiche nochmal drauf schlagen. Sprich: Wenn du 5 Überstunden pro Woche machst, sprich 20 Stunden pro Monat, würde ich bei der Umrechnung in Mehrgehalt ca. 40 Stunden einkalkulieren. Macht dann bei der Rechnung 25% Gehaltsaufschlag. Wenn du mehr Überstunden machst, dann entsprechend mehr (z. B. 10 Stunden pro Woche = 50% Gehaltsaufschlag). Grund: Abfeiern ist vom Kostennutzen Faktor am besten, da du darauf keine Steuern zahlen musst. Wenn man dir stattdessen Geld geben will, dann bitte auch so, dass du nicht schlechter gestellt wirst. Am Ende will der AG sowas nur, um Geld zu sparen. Daher lass dich nicht übers Ohr hauhen. Er könnte ja auch stattdessen die Überstunden deckeln und mehr Vollzeitstellen schaffen, wenn die Arbeit mit der Personenzahl nicht zu schaffen ist. Gruß Uhu
  4. Wenn ich mal ein Fazit ziehe dann bist du genervt, weil dein Job nur noch Routine ist und du das Gefühl hast, nicht mehr weiter zu kommen. Das Weiterkommen beziehst du hingegen rein auf das Erlernen neuer Dinge, nicht darum, ein echtes Ziel zu erreichen. Ein Ziel gibt es bei dir nicht wirklich. Vielleicht liegt hier genau das eigentliche Problem. Du bist an dem Punkt angekommen, wo man sein ursprüngliches Hobby auf professioneller Ebene beherrscht und wo die Tätigkeiten an sich nur noch Alltag sind. Der Reiz ist nicht mehr da. Ein Phänomen, das bei jedem irgendwann mal auftritt. Leider würde auch eine Promotion oder eine generelle berufliche Veränderung daran nicht viel ändern, wie deine Ausflüge ins Freelancing und der Projektleitung zeigen. Auch wenn man sich beruflich verändert, tritt irgendwann der gleiche "Boreout"-Effekt auf. Das was Medien & co. gerne suggerieren, dass jeder voll in seinem Job aufgeht und dort seine "Bestimmung" findet und dann dort bis zum Tod am Ball bleibt und nichts anderes macht gibt es einfach nicht in der Realität (eventuell bis auf ein paar traurige Ausnahmen). Eine Bekannte von mir arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen und selbst die sagt, dass der Job reine Routine ist (auch wenn er vielen Zugute kommt). Es ändert einfach nichts. Du hast das Gefühl stehen zu bleiben, deshalb machst du nun ein Studium. Allerdings tust du auch das ohne echtes Ziel. Du hast ja nach dem Studium keine große Veränderung zu erwarten. Logisch, dass dann der Elan nachlässt, überhaupt zu lernen. Dadurch hast du weniger Freizeit, was einen Depressiv macht. Du arbeitest als Entwickler, studierst nebenberuflich Informatik und in deiner restlichen so gut wie nicht vorhanden Freizeit schreibst du OpenGL Anwendung in C++ und beschäftigst dich mit "Rocket Science" im Informatik-Umfeld. Wenn dich Private Projekte glücklicher machen, dann lass das Studium sein. Allerdings studierst du ja, weil du meinst auf der Stelle zu stehen. Ein Ziel hast du aber nicht. Du investiert so viel Zeit und Energie in die Informatik und die Tätigkeiten deines Jobs, dass du dich ernsthaft fragen solltest, ob du dein persönliches Glück überhaupt noch hier finden kannst. Mehr Aufmerksamkeit und Zeit kann man hier schließlich nicht mehr rein investieren und Glücker scheint dich das dennoch nicht zu machen. Vielleicht solltest du darüber nachdenken, ob das Leben generell nicht mehr zu bieten hat als Informatik, den Job und die Weiterbildung für eben diesen. Vielleicht solltest du den Job einfach mal Job sein lassen und deine "Komfortzone" verlassen. Es gibt so viel, was man mit seinem Leben machen kann neben seinen Beruf. Reisen, Sport, Kunst, eine neue Sprache lernen, mit Freunden eine schöne Zeit verbringen, eine Familie gründen. Einfach mal das Leben entdecken und an diesem teilnehmen. Bits und Bytes können die Seele nicht nähren und der Mensch ist einfach nicht dafür gemacht, sein Leben lang alleine im Keller zu verbringen. Viele Menschen (und ich zähle mich selber dazu) verbringen so viel Zeit vor dem Rechner, dass sie sich irgendwann gerne selber einreden sie wären introvertierte hobby-Misanthropen die ein "normales"-Leben zum Glücklich sein nicht brauchen. Ein Schritt raus aus der erarbeiteten Komfortzone kann man aber nur jedem dringenst empfehlen, der erste Anzeichen für eine Depression aufzeigt.
  5. Du musst anfangen zu lernen. Kontinuierlich und nicht erst zwei Tage vor der Klassenarbeit. Wenn sich eine Klassenarbeit ankündigt, solltest du unmittelbar mit deiner Klausurvorbereitung beginnen. Stoff zusammenfassen, jeden Tag lernen (2-3 Stunden). Bis es richtig sitzt. Keine Computerspiele, kein Whatsapp, keine Serien, keine Freunde. Sondern Sofe, ein Stück Schokolade und eine Tasse Tee und Ruhe einkehren lassen und lernen. "Blackout", "Rumüberlegen" sind typische Anzeichen dafür, dass du den Stoff gar nicht oder zu wenig gelernt hast. Der muss aus dir raussprudeln ohne das du da überhaupt drüber nachdenken musst und das geht nun wenn man vorher richtig und intensiv gelernt hat. Inhalte behält sich so gut wie Niemand nur durch Anwesenheit und Teilnahme am Unterricht. Und Nervös ist so gut wie jeder bei einer Klassenarbeit. Dein Blackout kommt aber nicht davon das du Nervös bist, sondern daher das du nichts gelernt hast. Denn wo nichts ist, kann man auch nichts abrufen in einer Prüfungssituation. Wenn man dann realisiert das man den Stoff nicht drauf hat wird man natürlich noch nervöser. Wenn du z. B. Aufgabentypen in Wirtschaft und Geschäftsprozesse ein dutzend mal Zuhause gerechnet hast, dann kannst du die Sachen gar nicht verhauhen. Und lass das mit den "Aufgaben nach Punkten"sortieren sein. Du machst jede Aufgabe auf dem Blatt dann kannst du auch vorne anfangen und es durchziehen. Wenn man richtig gelernt hat reicht die Zeit immer für alle Aufgabn und sogar noch für eine anschließende Nachkontrolle. Das es ab der 8. Klasse bergab ging ist übrigens bezeichnend dafür. Da geht es nämlich los, dass Grundlagen als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Wenn du die aber nie richtig gelernt und verinnerlicht hast und dann immer mehr Stoff dazu kommt, den du auch nicht gelernt hast, dann kann es nur bergab gehen. Deshalb mein Tipp: Lerne zu lernen. Beschäftige dich mit den Stoff. Schaff dir ein System an mit den du dich selbst überprüfen kannst. Wenn du weißt dass du in 10 Tagen eine Klassenarbeit schreibst, könnte das z. B. so aussehen: Tag 1: Stoff zusammenfassen per Hand auf DIN4 Seiten. Dort seperarierst du Fakten-Wissen (Also Textaufgaben etc.) von Praxisaufgaben z. B. Rechnungen oder Programmieraufgaben. Tag2: Faktenwissen auf Karteikarten schreiben. Vorne ein Begriff oder ein Themenfeld, hinten das Wissen dazu was du zu dem Thema an Wissen parat haben musst. Ab Tag3 bis zur Klausur: Jeden Tag die Karteikarten durchgehen und jede verdammte Praxisaufgabe rechnen die du an Tag 1 aufgeschrieben hast. Ja.. jeden Tag! und am besten mehrmals. Bis es dir richtig auf den Keks geht die gleichen Aufgabe zum 20x zu rechnen. Dann schreibst du auch keine 5en mehr sondern bewegst dich im 1-2er Bereich.
  6. Möglicherweise unterscheidet sich die Qualität und Anerkennung der Assistentenausbildung von Bundesland zu Bundesland. In NRW ist die Assistentenausbildung in der Wirtschaft als berufsqualifizierender Abschluss nicht sehr anerkannt und wird hauptsächlich nur von Leuten gemacht, die keine betriebliche Ausbildung bekommen haben und/oder auch kein (Fach-)Abitur haben, um zu studieren. Die meisten staatlichen geprüfen Assistenten in NRW machen daher im Anschluss eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder gehen noch mal studieren. Nur wenige versuchen damit wirklich auf dem Berufsmarkt Fuß zu fasen. Mag sein dass deine Schule wirklich sehr gut war und du sehr viel mitgenommen hast, im Kontext so wie hier in NRW die Assistentenausbildung gesehen wird, würdest du für den Versuch, die Assistenten Ausbildung als höherwertige und bessere Alternative zur betrieblichen Ausbildung herauszuarbeiten, jedenfalls nur auf Unverständnis stoßen. Das wirkt ein bisschen so als würdest du sagen, die Ausbildung zum Beikoch sei besser als die zum Koch ... Aber das nur zu Info, damit eventuell klar wird, warum wir hier alle ggf. unterschiedliche Eindrücke und Meinungen zu dem Thema haben.
  7. Programmierkentnisse sind wichtig um wiederholende Tätigkeiten zu automatisieren (z. B. das anlegen von Benutzern, die Installation von Software etc...). Von daher findest du bei vielen Stellen die Anforderung, dass man Kentnisse in einer Skriptsprache wie Bash, Powershell, Python, Ruby oder Perl mitbringen sollte. Ich würde mich hier auch nicht zu verrückt machen. Wenn du mit Linux Server experementierst, kannst du mal einen Blick in Bash werfen. Zwischen was über die Kommandozeile installieren und das gleiche in ein Bash Skript packen und ausführen, sind es nicht viele Schritte... Wenn du dir ein Buch über Linux Server besorgen solltest, dann gibt es dort meistens auch eine Einführung ins Bash Skripting. Da ist man als interessierter Leser ohne professionellen Hintergrund in jedem Fall schon gut bedient ! Den Rest lernst du dann auf der Arbeit, in der Berufsschule, wenn man es gerade braucht usw...
  8. Ich meinte damit nicht die Versteifung auf die Berufswahl, sondern auf den Arbeitgeber. Wie gesagt die ESL ist nur ein Produkt von Turtle Entertainment, deine Arbeit ist da aber halt der Aufbau und die Betreeung von (Netzwerk-)Infrastruktur und das kannst du halt prinzipiell auch bei vielen anderen Arbeitgebern tun. Du wirst da ja keine Computerspiele spielen. Von daher ist das Produkt was dein Arbeitgeber verkauft aus Ausbildungssicht eher nebensache. Du könntest genauso gut eine Ausbildung bei Siemens, Amazon oder einem kleinen Unternehmen absolvieren. Das wollte ich damit sagen ! Das da oben ist ja auch eine Ausbildung. Es geht mehr darum, dein Interesse zu demonstrieren und dass du weißt worum es bei der Ausbildung geht. Es würde mich jetzt nicht wundern wenn viele sich da nur bewerben weil sie gerne PC Spiele spielen und gar keine Ahnung haben was eine Ausbildung zum Fachinformatiker bedeutet. Wahrscheinlich hat man deshalb die Stellenausschreibung schon auf Englisch verfasst um die ganzen 16 jährigen Kids aus der Realschule abzuschrecken die nur auf die Stelle gekommen sind weil sie gerne CS oder LoL spielen.
  9. Eigentlich woltte ich genau das damit ausdrücken ... Vielleicht hätte ich es einfach direkt formulieren sollen ...
  10. Änder das "kann" in "sollte" ... Unabhängig davon ob die ESL ein guter Arbeitgeber ist oder nicht, werden sich da denke ich recht viele bewerben weil das halt bei den Kids "bekannt" ist. Aus IT Sicht denke ich kann man da bestimmt einiges im Bereich Netzwerktechnik und Administration lernen. Auch wenn das Produkt von TurtleEntertainment und die Branche dich privat anspricht, ist aber natürlich jeder andere Arbeitgeber in vergleichbarer Größe ähnlich attraktiv. Also versteif dich da nicht so drauf. Was mir vorteilhaft erscheint wären eventuell ein paar Grundkentnisse im Bereich Netzwerke und ggf. Linux. Wenn du in deiner Ausbildung vielleicht bei Privatkunden schon mal ein Netzwerk o.ä verlegt hast - manche Elektrobuden bieten das ja an - würde ich das in der Bewerbung positiv hervorheben. Desweiteren solltest du die Bewerbung vollständig auf Englisch schreiben, um deine flüssigen Englischkentnisse zu demonstrieren. Viel Glück.
  11. Das ist wirklich bitter und sehr traurig. Ich sag mal so, du wärst ja nicht der erste Azubi, wo ein Projekt innerbetrieblich nie genutzt wird. Ist zwar schade, das kann dir aber erstmal egal sein. Du musst nur die Prüfung bestehen. Und dafür ist es halt wichtig, dass du ein Projekt einreichst, was sich zumindest sinnvoll liest. Whiz-zarD und ich haben uns ja nur kurz mit deinen Gedankengängen beschäftigt und die Ungereimtheiten fallen halten sofort ins Auge und ich denke bei den Prüfern wäre das erst recht nicht anders. So ganz schwarz sehe ich die Thematik jetzt nicht, allerdings legst du meiner Meinung nach den Fokus nicht auf die Lösung des eigentlichen Problems...Dass sich bestimmte Kombination von den Daten in eurer Logistiksoftware nicht abbilden lassen (die aber gebraucht werden - von allen Mitarbeitern, nicht nur jene, die SQL können) ist ja durchaus ein reelles Problem. Du müsstest das allerdings mit deinen Chef dann auch Zuende Denken, Anforderungen ableiten, wie sollen die Daten im Browser präsentiert werden? Sollen die Ergebnisse exportiert werden?... Vielleicht könnte daraus ein echtes Projekt werden, aber ohne deinen Chef, der da fachlich drin steckt, funktioniert es natürlich nicht. Du musst ja erstmal die genauen Anforderungen kennen. Du musst dich aufjedenfall noch mal mit deinen Chef zusammen setzen. Wenn der Kunde nicht weiß was er braucht und warum er es braucht, dann kann man den Kunden leider nicht helfen ... Ob das firmeninterne Kunden sind (Chef, Mitarbeiter, etc.) oder von außerhalb spielt dabei keine Rolle.
  12. Ich bin kein Prüfer aber mal unter uns: Bist du nicht auch der Meinung, dass man auf die Weise jedes Projekt rechtfertigen könnte und das es allein deshalb etwas zu einfach gedacht ist? Wenn Querys auf die DB ein Problem sind, dann müsste sich das logisch verargumentieren lassen z. B. Anhand der Performance. Wenn die Daten aber nur von einer Person 1x im Monat abgerufen werden, könnte das schwer werden. Hier kommt es also darauf an. Gibt es hier objektive Gründe oder hat dein Ausbilduner bloß ein "schlechtes Gefühl" dabei? ... 1. Fast alle Datenbanken bieten heutzutage einen ODBC Treiber an. Ob du per PHP eine MySQL oder Oracle Datenbank ansprichst, macht vom Code dank standardisierter Schnittstellen (fast) keinen Unterschied. 2. Du würdest die Oracle Datenbank doch sowieso per PHP ansprechen um die Daten in die MySQL Datenbank zu schreiben. Wo soll da der Unterschied sein? Der Einarbeitungsaufwand ist doch identisch da du doch die gleichen Daten ansprichst. Der Einzige Unterschied ist, du sparst dir die Kopie auf die MySQL Datenbank und lieferst die Ergebnisse direkt aufbereitet im Browser. Querys auf die Oracle DB absetzen musst du auch mit deinem Vorhaben. Von daher ist die Logik nicht ganz inhärent hinter deiner Begründung. Hätte, würde, könnte ... es geht hier doch um den Ist und Soll Zustand - nicht um das, was mal sein könnte. Zudem wechselt man nicht das Produkt (mit all seinen fachlichen Abhängigkeiten) nur weil jemand lieber SQL Querys auf einer MySQL DB absetzt. So funktioniert IT nicht. Davon ab ist das was du da tust keine Migration. Der Begriff der Migration würde beinhalten, dass dein Produkt auf MySQL umgestellt wird und du daher den Datenbestand auf das andere System migrierst. Das tust du hier nicht. Bei einer Migration geht es also, um es mal allgemein zu formulieren, um eine Prozessumstellung auf ein anderes System. Du solltest wirklich noch mal über das Projekt mit deinem Chef sprechen. Entweder dein Chef hat sich gar keine Gedanken gemacht oder diese kamen nicht bei dir an. Frag ihn doch einfach mal, warum denn kein Read-Only Benutzer auf der Oracle DB ausreicht und ob die Performance durch die zu erwartende User-Abfragen tatsächlich beeinträchtigt würde und wie man das Messen bzw. Objektiv beurteilen kann. Wenn es darauf sinnvolle Antworten gibt, dann könnte das Projekt eventuell sinnvoll sein ... ansonsten halt nicht. Sorry ich will dir echt nichts schlecht reden, aber es wirkt ein bischen so, als suchst du förmlich nach einem Sinn, irgendwas mit MySQL machen zu können. Man zäumt das Pferd aber nicht von hinten auf. Du hast ein Problem, das du lösen willst. Dein Fokus sollte ersteinmal die Lösung des Problems sein ... Technologien kommen ganz am Ende. Bei dir ist das gerade ein bisschen so: Du hast ein Problem und du hast eine MySQL Datenbank. Jetzt suchst nach einer Begründung warum du zur Lösung des Problems eine MySQL Datenbank brauchst ...
  13. Ich denke so wie Whiz-zarD - du wirst wohl keine sinnvolle Begründung für die Migration in eine MySQL Datenbank finden können. Für den Zugrifsschutz gibt es wie ebenfalls schon dargelegt Read-Only Benutzer zumal du ja für eine "Spiegelung" bzw. laufende Synchronisation auch lesend auf die Datensätze in der Oracle Datenbank zugreifen müsstest. Ich denke das ist keine echte Option weil die Fragezeichen garantiert auch beim lesen Antrages bei den Prüfern kommen werden. Sowas zu bauen nur weil man Oracle Datenbanken noch nicht kennt, ist nicht wirtschaftlich. Und sinnvoll auch nicht. Ob das fachlich dann noch den Ansprüchen genügt, hängt vor allem davon ab, was da im Browser ausgegeben werden soll. Wenn das nur eine Texttabelle bestehend aus 2-3 Datensätzen ist, dann wahrscheinlich nicht. Wenn das hingegen sehr viele und komplexe Daten sind und du daraus ein kleines Dashboard baust dass die Daten unterschiedlich visualisiert, dann ist das eventuell ein Projekt, dass man vom Umfang und der Funktionalität her beliebig skalieren kann. Das hängt aber halt davon ab was das für Daten sind und was genau "optimiert" (wie du oben schreibst) dargestellt werden soll. Das können wir natürlich nicht beurteilen.
  14. Die meisten Azubis die direkt nach der Schule eine Ausbildung annehmen, wohnen in der Regel noch Zuhause oder haben generell die Möglichkeit dazu. Die Eltern sind ja auch Unterhaltspflichtig und können nicht darauf bestehen, dass die Kinder mit Antritt einer Ausbildung ausziehen. Während du als Student z. B. nur 1-2 Universitäten in der näheren Umgebung hast zu denen du pendeln könntest (oft kriegen die Studenten aber nur irgendwo in Deutschland einen Studienplatz z. B. weil sie Medizin o.ä studieren), können potentielle Auszubildene sich im Regelfall auf mehrere dutzend erreichbare Ausbildungsstellen bewerben. Es gibt natürlich auch die Azubis, die von Berlin extra nach Düsseldorf ziehen um eine Ausbildung bei Siemens oder SAP zu machen, die verdienen dann aber auch über 1000 Brutto und können sich eine Wohnung sofort leisten. Überhaupt können Auszubildene sich sehr oft eine Wohnung vom Ausbildungsgehalt leisten sofern wir nicht gerade vom Herzen Münchens reden. Ausbildungsgehalt + Kindergeld reicht dazu in der Regel und wenn die Eltern mal 50-100 noch dazu stecken - ja geschenkt. Alle die dann noch arbeiten müssen, sind wahrscheinlich Leute die eine zweite Ausbildung machen und schon mal im Berufsleben standen und auf einen gewissen Komfort nicht mehr verzichten wollen den sie sich vorher schon erarbeitet hatten. Das sind aber ganz sicher die absoluten Ausnahmen.
  15. Was ist denn daran abwertend? Das Auszubildene in der Regel nicht einem ähnlichem Existenziellen Heckmeck ausgeliefert sind ist doch was positives! Ich würde mir wünschen, dass es bei Studenten auch so wäre. Ich sehe den Dauerstress im Studium nicht als etwas positives an durch den sich Studenten von den Ausuzubildenen abheben. Ja die Tochter des Onkels meines Freundes ... Ich habe Vollzeit neben der Ausbildung studiert (Sprich 40h Woche im Betrieb + Abends Studium) und hatte meinen ersten Bachelor 3 Monate nach der FISI Abschlussprüfung. Welchen Schluss soll ich daraus jetzt ziehen? Das alle Faul und "Low-Performer" sind die nicht beides machen? Wie ich schon sagte, Ausnahmen gibt es überall. Das Informatik Studenten im Schnitt 8-10 Semester brauchen, dass 50% aller Studenten sich dem Dauerstress ausgeliefert fühlen und 20% unter Depressionen und Angststörungen wegen des Studiums leiden, sind nun mal Fakten. Es geht hier nicht darum zu behaupten, dass eine Ausbildung nicht anstrengend sei. Natürlich ist eine 40h Stundenwoche im Büro oder beim Kunden anstrengend. Die Auszubildenen könenn sich aber eben oft auch nur auf eben das konzentrieren und müssen nicht noch 3 Andere Baustellen bearbeiten und haben eben ihr Wochenende. Wie gesagt. Im Regelfall. Was meinst du was viele machen, die mit den Studienstress im Studium nicht klar kommen? Die wechseln in die Ausbildung. Und das machen die sicherlich nicht, weil die Ausbildung allgemein bekannt schwerer oder stressiger wäre sondern das ist für die wie ein Befreiungsschlag weil sie da soetwas wie ein geregeltes Leben einfacher möglich ist als im Studium ohne Stütze durch ein reiches Elternhaus. Das ist nicht pauschalisierend, es spiegelt einfach nur den Regelfall wieder. Um einen Überblick über die Gesamtsituation zu kommen bringt es halt nichts sich an Einzelfallbeispielen aufzuhängen. Dafür kann ein Studium zu unterschiedlich organisiert und angegangen werden. Wie gesagt, es geht hier nicht darum die Leistung von Auszubildenen abzuwerten. Ich will lediglich darauf aufmerksam machen, dass die Bedingungen für ein Studium oft ganz andere sind als jene in der Ausbildung. Ich plädiere daher seit Jahren für ein bedingungsloses Elternunabhängiges Bafög so dass sich Studenten, egal wo sie studieren und woher sie kommen zumindest 3 Jahre primär auf ihr Studium konzentrieren können. Genauso wie sich Auszubildene auf ihre Ausbildung konzentrieren können.