Mehr Geld oder Interessantere Aufgaben - wofür würdet Ihr euch entscheiden?

15 Beiträge in diesem Thema

Ich habe vor kurzem einen Bewerbungsprozess erfolgreich abgeschlossen und werden den AG wechseln. 

Nun bin ich im SAP Bereich tätig, in mehreren Bereichen Versiert. Nennen wir Sie mal Tätigkeitsfeld A und B. Beide sind sehr interessant, aber ich habe mich auf A für die nächsten Jahre als Schwerpunkt festgelegt.

Zukünftig bin ich also im Tätigkeitsfeld A. Nun habe ich -nach der Zusage- ein pauschales Angebot eines anderen AG bekommen, dass ich nicht weiter verfolgen werde. Hier würde ich aber zu dem schon guten Gehalten nochmal einen sehr hohen Aufschlag im zweistelligen Prozent Bereich erhalten - wäre aber im Tätigkeitsfeld B. 

Ich bin mir bei meiner Entscheidung - trotz des finanziell schlechteren Angebot - sicher die für mich bessere Richtung einzuschlagen. Perspektivisch kann sich das natürlich irgendwann wieder ausgleichen.

Mich würde aber mal interessieren, wie viele von euch schon mal in einer ähnlichen Situation waren und wie Ihr Euch entschieden habt?

 

bearbeitet von kylt

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Im Prinzip war es bei mir ähnlich. Nur habe ich mich schon 2-3 Monate nach Ausbildungsende vom Ausbildungsbetrieb wegbeworben (private Sachen, Firma war okay, aber die Kollegen waren top).
Firma A ist in der Pharmaindustrie und die Tätigkeiten sind 1st Level Support, Turnschuhadmin, Mädchen für alles eben. Das Gehalt ist besser, Aufstiegsmöglichkeiten (Richtung Projektleiter) wurden recht offen im Gespräch kommuniziert, aber halt 1st Level Aufgaben die ersten 2-3 Jahre.
Firma B ist im Baugewerbe (IG BAU) und die Tätigkeiten sind 2nd und 3rd Level Support, Serveradmin und eher ein spezielleres Aufgabengebiet. Gehalt ist etwas geringer, Aufstiegsmöglichkeiten wurden eher nicht so kummuniziert, dafür interessantere Aufgaben und das Arbeitsumfeld/ -kollegen sind auch sehr gut (bei Firma A kenne ich die Kollegen nicht, aber die Firma hat auch einen sehr guten Ruf in der Region).

Das Ende vom Lied war, dass ich mich für Firma B, die interessanteren Aufgaben und eben das geringere Gehalt entschieden habe.
Bei einem Wechsel (Abteilung oder Firma) in den nächsten 1-2 oder 3 Jahren erhoffe ich mir dadurch mehr Gehalt, als wenn ich die Tätigkeiten als 1st Level Admin gemacht hätte - vllt ist dann auch eine Stelle bei Firma A wieder frei. :)

Ich bereue meinen Schritt keinesfalls. Ich bin nun seit ca. 8 Monaten hier und habe schon so viel gelernt und für mich dazu gewonnen, das mMn das höhere Gehalt nicht ausgleichen könnte.

 

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Definitiiv für die interessanteren Aufgaben. Ich finde, dass der Job den man ausübt einen innerlich erfüllen muss. Und Geld kann so etwas meiner Meinung nach nur bedingt kompensieren. Wenn du mit dem Gehalt leben kannst, würde ich mich definitiv gegen das andere Angebot entscheiden.

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Ich würde mich auch immer für das interessantere Aufgabengebiet entscheiden. Wenn du deine Arbeit mit Freude machst, dann fällt sie dir leicht und du bist vermutlich auch gut darin, weil sie dich eben wirklich interessiert. Langfristig merkt man dies dann auch am Gehalt, denn gute Leute werden normalerweise gut bezahlt. ;)

Leider kenne ich zu viele IT'ler, die ihr Aufgabengebiet ohne Freude machen und ihren Job als 9to5-Job sehen. Dies kann gerade aufgrund der schnellen Entwicklung in der IT ein böses Ende nehmen, da der Zug mit neuen Technologien einfach an ihnen vorbeifährt. Deshalb halte ich privates Interesse an einem Aufgabengebiet erst mal für wichtiger als das Geld. ;)

bearbeitet von neikei

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Ich würde mal behaupten, dass du, wenn du im SAP Bereich arbeitest, so oder so nicht am Hungertuch nagen wirst.

Also würde ich mich für das entscheidne, was mehr Spaß macht. Man verbringt so viel Zeit in der Arbeit. Da wäre es meiner Meinung nach dumm was zu machen auf das man keine Lust hat. Nur wegen ein paar Kröten mehr...

pr0gg3r gefällt das

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Ebenfalls das Aufgabengebiet.
Das Finanzielle sollte ein gewisses Mindestmaß erreicht haben und alles was darüber hinaus geht ist Luxus.
Wo diese Grenze liegt, muss jeder für sich aushandeln.

Schlussendlich macht es nich wesentlich glücklicher, wenn Du nun 5k mehr im Jahr verdienst, dafür aber einen Job hast, wo Du jeden Tag zur Arbeit marschierst und Dich über die vertane Zeit ärgerst.
Von daher schließe ich mich der Mehrheit an: Aufgaben/Spaß > Bezahlung.

Zumindest in unserer Branche, denn Mindestlohnjobs gibt es bei uns zum Glück eher selten bis gar nicht.
Wenn ich mit einem Friseur oder Handwerker reden würde, würde mein Fazit schon etwas anders ausfallen. :)

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Da im genannten Beispiele beide Aufgabengebiete sehr interessant sind wird die Entscheidung für mich schon knapper.

Bei einem Unterschied von so 400€ Netto würde ich mich, in meiner aktuellen Gehaltssituation, wohl für den weniger interessanten - aber trotzdem noch sehr interessanten - Job entscheiden. (die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten, mögliches Ansehen usw unbeachtet)

Aber wie neinal schon meinte, wenn man eh schon viel verdient...

bearbeitet von PVoss

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Am Ende muss das jeder für sich entscheiden.

Ein bekannter hat im Juni einen Job angefangen, bei dem ihm von Anfang an klar war, dass er nicht glücklich wird damit. Aber Hauptsache er bekommt "viel" Geld. 

Jetzt jammert er schon, dass es das nicht wert ist. Davon abgesehen, dass er jetzt auch mit dem Gehalt nicht reich wird...

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Ja gut, wenn wir von 400 Euro Netto und vergleichbaren Aufgaben reden, dann stellt sich die Frage für mich nicht.
Ich hatte das so interpretiert, dass wir von völlig unterschiedlichen Qualitäten bezogen auf die Arbeitsaufgaben reden.
Denn sollte dem so sein, sind auch 400 Euro netto nun nich die Welt. Da gewöhnt man sich sehr schnell dran.
An 8h täglich langweilige Arbeit hingegen eher schwieriger. :)

neinal gefällt das

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Am 12/15/2016 um 18:06 schrieb kylt:

Mich würde aber mal interessieren, wie viele von euch schon mal in einer ähnlichen Situation waren und wie Ihr Euch entschieden habt?

 

Ich hatte eine ähnliche Situation und hatte mich fürs Geld entschieden (war aber auch fast das doppelte mehr und es gab noch andere Faktoren die dafür gesprochen - aber das Geld war der Hauptgrund ). Die ersten Monate habe ich stark mit der Entscheidung gehadert und der verpassten anderen Chance nachgetrauert. Aber dann war es auch okay und es ergibt sich ja wieder was Neues - hab nach 2 Jahren wieder gewechselt.

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vor einer Stunde schrieb bigvic:

Ich hatte eine ähnliche Situation und hatte mich fürs Geld entschieden...

Ich hab auch schon wegen des Geldes gewechselt, hab es bereut und wieder korrigiert. Auch der aktuellen Stelle lag eine Entscheidung zwischen zwei Angebote zugrunde. Aber für mich ist Geld nur noch ein Baustein in einem Gesamtgefüge. Da zählen neben der fachlichen Seite, Weiterbildungsangebote und Aufstiegsmöglichkeiten aber auch Arbeitszeitmodell, Urlaubstage, Fahrzeiten,... dazu

Mir ist ein 9to5 als Gleitzeit incl. Überstundenausgleich hier um die Ecke deutlich mehr wert, als Vertrauensarbeitszeit mit abgegoltenen Überstunden und dazu noch eine längere Anfahrt incl. Berufsverkehr. Da können mich selbst 1000€ netto und eine noch so spanende Aufgabe nicht locken.

MfG

Bockreiter

 

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vor 6 Stunden schrieb bigvic:

Ich hatte eine ähnliche Situation und hatte mich fürs Geld entschieden (war aber auch fast das doppelte mehr 

In meinem Fall wäre die Gehaltssteigerung ähnlich hoch gewesen. Ich meine, wer würde für einen zusätzlichen hohen vierstelligen Netto Betrag nicht nochmal überlegen umzusatteln? Wie auch beschrieben wäre es ja auch im anderen Gebiet sicher irgendwie interessant geworden. Aber ich musste mich jetzt eben entschieden.

Dennoch hat dann wie eingangs erwähnt auch das Gesamtpaket über mehr Geld den Ausschlag gegeben.

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Ihr dürft nicht vergessen, dass es einen Unterschied gibt, von wem hier die Rede ist. Wenn der Protagonist sich auf der obersten Stufe der Maslow-Pyramide befindet, würde er 20 Km weniger Anfahrtsweg oder 9to5 einer 10%igen Gehaltserhöhung wahrscheinlich vorziehen. Er kann es sich erlauben zu Gunsten von mehr Freizeit etwas Gehalt aufzugeben. Wenn man sich die Pyramide ansieht, macht das sogar Sinn: er steckt in der Selbstverwirklichung. Sogar auf der Sozialebene würde das ähnlich aussehen.

Wenn Du aber jemanden hast, der gerade noch seine Sicherheitsbedürfnisse befriedigen muss, dem machen vielleicht 10% mehr Geld gerade genau das Quäntchen Wohlbefinden aus, um sich um die nächste Bedürfnis-Stufe kümmern zu können. Bis dahin ist er damit beschäftigt von der Hand in den Mund zu leben und würde sich höchstwahrscheinlich anders entscheiden. 

Graustein, Uhu, Enno und 1 anderem gefällt das

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Ich würde immer versuchen den Mittelweg zu gehen.

Wenn ich mich aber entscheiden müsste, würde ich mich wohl für mehr Geld entscheiden und mich durchbeißen, oder lernen das Gebiet zu lieben :)

Es heißt ja nicht, dass man für immer an diesen Job gefesselt ist.

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Ich denke, bei dem Geld, was du mehr bekommst, hätte ich Tätigkeit B genommen.

Allerdings natürlich nur, wenn man sich auch etwas damit anfreunden kann. Wenn es wirklich überhaupt nicht geht und einem das gar nicht passt und sonst was, dann natürlich nicht. Aber nur wenn man sagt "och ne blöd", dann würde ich mich trotzdem für das Geld reinfuchsen.

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