Warum solche Unterschiede zu Studenten?

39 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

Ich empfinde es als unfair, dass Studenten, die ihren Bachelor gemacht haben, oftmals mehr Gehalt bekommen, als wir ausgebildeten Fachinformatiker.
Natürlich unter der Voraussetzung, dass von beiden die gleiche Arbeit in der gleichen Leistung erbracht wird.
Wenn man die Regelstudienzeit zugrunde legt, investiert ein Bachelor Student dieselbe Zeit in sein Studium wie ein Azubi in seine Ausbildung.
Ich habe mittlerweile in mehreren Unternehmen erlebt, dass dort mehr oder weniger deutliche Unterschiede zwischen den Abschlüssen gemacht werden.

Ist mein Empfinden dahingehend so falsch?

LG, CSSNinja

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Hättest Du mir diese Frage vor 5 Jahren gestellt, hätte ich sie verneint. Ich hätte es ebenfalls als unfair empfunden, dass Studierte im Schnitt mehr verdienen, obwohl sie vergleichbare Arbeit leisten. Heute hingegen, wo ich beide Seiten kenne, bejahe ich Deine Frage.

Warum? Vor der Uni konnte ich mir nicht vorstellen, was ein Studierter alles mehr leisten, können und lernen muss wie ein Gelernter. Für mich waren Uni und Ausbildung pi mal Daumen vergleichbar. Sind sie aber nicht. Das Studium ist deutlich anspruchsvoller als die Ausbildung. Sowohl was quantitative, wie auch qualitative Aspekte angeht.

Da hat sich meine Meinung gewandelt. Vor allem seit ich das Studium meiner Frau betrachten durfte (Informatik an der FH Dortmund). Was die dort lernen mussten ist weder mit meinem Studium (Wirtschaftsinformatik an der FH Dortmund) und erst recht nicht mit meiner Ausbildung zu vergleichen.

Hinzu kommt, dass das Niveau bei Ausbildungen um einiges deutlicher schwankt, als bei einem Studium. Das fängt bei der Quote an, welche ausgesiebt werden und endet bei den vermittelten Inhalten.

sylenz gefällt das

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Das Studium ist um einiges schwerer und umfangreicher als die Ausbildung und die meisten studieren deutlich länger als 3 Jahre. Die Inhalte der 3 Berufsschuljahre sind da im ersten Semester innerhalb der ersten Wochen in der Regel abgefrühstückt. Das was ich als FISI gelernt habe zum Thema Netzwerktechnik in der Ausbildung, waren im Studium gerade mal eine handvoll Vorlesungen eines Modules. Das soll natürlich trotzdem kein Grund darstellen, dass gleiche Arbeit nicht gleich vergütet werden soll. Allerdings ist das mit "gleicher Arbeit bei gleicher Qualifikation" so eine Sache, das gibt es nämlich in der Regel nicht. Von einem Akademiker erwartet man, dass er sich neue Sachverhalte schneller aneignen und komplexe Probleme schneller lösen kann, einfach weil man dazu im Studium mehr oder minder genötigt wird (z. B. in den Mathematik Modulen). Wenn man natürlich einen Akademiker auf eine Stelle setzt, wo er seine Potentiale und Wissen nicht nutzen kann, ist das ein Management Fehler.

Unfair ist ein hartes Wort. Zum Glück ist unser System so fair, dass du mit Berufserfahrung ohne Abitur eine Universität besuchen kannst. Wenn du meinst das sei einfach, just do it.

bearbeitet von Uhu
PVoss gefällt das

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Wenn man so argumentiert wie ihr, stimmt es.

Aber ich sehe so oft Studenten im Freundeskreis, die sich auch manchmal auf die Faule Haut gelegt haben, frei nach dem Motto "das mache ich nächstes Semester, da hab ich jetzt keinen Bock drauf" (Zitat), die dann eben 10 Semester für den Bachelor brauchen deswegen, aber trotzdem einen deutlich besser bezahlten Job bei letztlich derselben Tätigkeit bekommen haben.

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Was bringts, sich anzusehen was andere machen und verdienen^^' Vielleicht hätte man selbst den gleichen Verdienst wenn man in der gleichen Firma arbeiten würde. Vielleicht haben die sich einfach besser verkauft.

Kann Uhu nur zustimmen. Bin erst seit einem Semester im Fernstudium aktiv, das ist schon ziemlich fordernd. Kann also verstehen, dass die Erwartungshaltung an Absolventen höher ist.

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Normalerweise läuft das doch immer andersrum und Studenten beschweren sich, warum man gleichviel oder mehr als Sie verdient. Langweilige Diskussion.

Kali gefällt das

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vor 42 Minuten schrieb CSSNinja:

Wenn man so argumentiert wie ihr, stimmt es.

Aber ich sehe so oft Studenten im Freundeskreis, die sich auch manchmal auf die Faule Haut gelegt haben, frei nach dem Motto "das mache ich nächstes Semester, da hab ich jetzt keinen Bock drauf" (Zitat), die dann eben 10 Semester für den Bachelor brauchen deswegen, aber trotzdem einen deutlich besser bezahlten Job bei letztlich derselben Tätigkeit bekommen haben.

Wer sich im Studium auf die faule Haut legt, bezahlt das halt mit Jahresgehältern. In deinem Beispiel schnell mal mit 80.000€+. Und am Ende ist halt entscheidend, dass man es geschafft hat.

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vor 24 Minuten schrieb CSSNinja:

Aber ich sehe so oft Studenten im Freundeskreis, die sich auch manchmal auf die Faule Haut gelegt haben, frei nach dem Motto "das mache ich nächstes Semester, da hab ich jetzt keinen Bock drauf" (Zitat), die dann eben 10 Semester für den Bachelor brauchen deswegen, aber trotzdem einen deutlich besser bezahlten Job bei letztlich derselben Tätigkeit bekommen haben.

Natürlich ist es nicht so, dass Studenten 10 Semester Spaß haben und dafür den Bachelor bekommen. Student sein ist genau so ein Fulltimejob: Hier ein Projekt, dort eine Prüfungsvorleistung, dort noch irgendwas. Vor allem gegen Prüfungsphase wird es schnell sehr viel mehr, als eine 40-Stunden-Woche. Ein großer Unterschied ist die Eigenverantwortung: man bekommt nicht gesagt, dass man hier oder da das zu lernen hat (wie in der Berufsschule), sondern man muss sich selbst disziplinieren und organisieren. Das Leben als Student ist aber generell ein ganz anderes, als als Schüler oder Azubi. Und wenn man das mag, ist ein Studium gar nicht so verkehrt (aus diesem Grund habe ich mich auch für ein Vollzeitstudium entschieden).

Der nächste Unterschied ist, wie bereits gesagt, das fachliche. Ich (studiere Medieninformatik) hatte zB in Softwareentwicklung1 mehr Stoff innerhalb des ersten halben Semsetsers, als in der gesamten Berufsschule. Das selbige gilt für Netzwerktechnik, Datenbanken, BWL usw. Dann gibt es Module, die in der Berufsschule gar nicht behandelt wurden, wie zB IT-Recht, Mensch-Computer-Interaktion, Medienpsychologie, usw. Zusätzlich kann man sich je nach Wahl(pflicht)-Modulen noch weiter in bestimmte Richtungen spezialisieren.

Ich war anfangs, in den ersten zwei Semestern, auch viel am zweifeln, ob ein Studium überhaupt das Richtige für mich ist, vor allem da ich bisher eigentlich immer eher der Praktiker als der Theoretiker war und zwar meine Datenbankabfragen zusammenbasteln konnte und anfangs nicht verstanden hatte, warum man das mathematisch oder wissenschaftlich hier und da ausdrücken können muss. Mittlerweile merke ich aber, wie ich an Problemlösungen (und nichts anderes ist IT im allgemeinen) bewusster herangehe. Habe ich früher zB einen Algorithmus einfach so programmiert, weil ich es mir im Kopf so ausgemalt habe, sehe ich nun die (mathematischen) Strukturen dahinter und kann das ganz anders ausdrücken/kommunzieren/implementieren.

Ich möchte eigentlich gar nicht über das Geld reden, denn das war für mich nie eine Motivation.

Whiz-zarD und PVoss gefällt das

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Diese Diskussion ist wirklich müssig und endet, wie bereits ersichtlich, im schwadronieren von Klischees (Student top organisiert und selbstständig, Azubi nicht). Gibt unzählige Beispiele, bei dem der Ex-Azubi mehr verdient als der Ex-Studi und umgekehrt. Denn die fachliche Weiterbildung geht nach der Ausbildung/Studium weiter, nur nicht für alle - die dann meinen sich ausruhen zu können. Weiterbildung + Chancen wahrnehmen + etwas Glück etc. sorgen dann für entsprechende Bezahlung

bearbeitet von UnknownX

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Hat der Azubi eine Position inne, die die gleichen Anforderungen stellt, wie an einen Studierten, sehe ich absolut keinen Grund, bei der Bezahlung eine Differenzierung vorzunehmen. 

Ein Azubi hat schlichtweg einen anderen, meist eher pragmatischen Ansatz, das Problem oder die Störung zu lösen. Der Studierte nimmt eher den wissenschaftlichen Weg. Die Wege können sich dabei sehr unterscheiden, müssen es aber nicht. Hängt von zu vielen Faktoren ab. Einen "falschen Weg" gibt es dabei für mich eher nicht. Oftmals wird dem Azubi jedoch gar nicht erst die Chance gegeben, sich eigenständig in eine Thematik einzuarbeiten. Und genau da sollte jeder Betrieb ansetzen. 

Bestes Beispiel ist für mich dabei der öffentliche Dienst, der viel zu starr ausschließlich aufs Studium schaut. In den meisten privaten Unternehmen wird mehr nach dem Können geschaut.

Die FIs landen im öD im mittleren Dienst und dürfen bestimmte Dinge einfach nicht entscheiden, obwohl sie dazu größtenteils fähig wären. Dem Bachelor-Absolvent wird soetwas aber direkt im gehobenen Dienst übertragen, obwohl ich mittlerweile genug Flachzangen kennengelernt habe, die nicht einmal im Ansatz dazu fähig sind, da total unselbständig.

Es gibt selbstständige Menschen und unselbstständige Menschen.

Daran ändert im Kern ein Studium nicht viel.

Man bekommt im Studium eher Methoden beigebracht oder zum erarbeiten, die dem Azubi meist komplett fehlen.

Das ist für mich aber eher Kosmetik und ändert das Wesen der Person nicht wirklich. 

Einem Handwerker fehlt der Hammer: der Selbständige bastelt oder beschafft sich einen Hammer, der Unselbständige sagt nur ich hab keinen Hammer oder wartet darauf, dass ihm jemand hilft. 

Das Ganze nenne ich Pragmatismus. Wer pragmatisch ist, kann sich mMn. immer in komplexe Themen einarbeiten, auch wenn er/sie womöglich nicht alles verstanden hat.

Ist in den meisten Fällen auch nicht notwendig.

Zu viele Informationen verlängern eine Entscheidung eher, ist die Information aber zu komplex, wird dies bei der Entscheidung womöglich nicht korrekt überblickt.

Das gesunde Mittelmaß ist dann zu finden. 

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vor 5 Stunden schrieb tTt:

Das Ganze nenne ich Pragmatismus. Wer pragmatisch ist, kann sich mMn. immer in komplexe Themen einarbeiten, auch wenn er/sie womöglich nicht alles verstanden hat.

Ist in den meisten Fällen auch nicht notwendig.

Zu viele Informationen verlängern eine Entscheidung eher, ist die Information aber zu komplex, wird dies bei der Entscheidung womöglich nicht korrekt überblickt.

Das gesunde Mittelmaß ist dann zu finden. 

Bevor dem einen oder anderen jetzt die Nackenhaare zu Berge stehen - ich ziehe am Ende ein positives Fazit :D :

Das was du schreibst ist alles völlig richitg. Der Vorteil beim Studium aus Sicht eines Personalers ist halt, dass im Studium bereits eine harte Auslese betrieben wird und das Studium halt auch standardisiert ist(was eine betriebliche Ausbildung mangels Kontrollinstanzen nun mal nicht ist). Studieren kann jeder. Ein Informatik Studium in max. 8-9 Semestern abschließen hingegen nicht. Dazu gehört schon ein starker Wille und Motivation, ein Ziel langfristig verfolgen zu können und dafür auch kontinuierlich etwas zutun. Die Ausbildung kann man auch schaffen, in dem man sich mitschleifen lässt und am Ende der Prüfung dann mal 3 Monate Gas gibt. Das funktioniert im Studium nicht "by design". Die Prüfer bei der IHK lassen ja (zum Glück!) auch Niemanden aus Unmenschlichkeit durchfallen und drücken auch mal zwei Augen zu. Den Professoren bist du scheiss egal (ich bin ein Kritiker dieser Auslese, ändert aber nichts an der Wahrheit). Bitte jetzt keine falschen Schlüsse ziehen: Damit meine ich nicht, dass es sich jeder in der Ausbildung einfach macht. Viel mehr will ich damit sagen, dass es für Personaler sehr schwer ist Leute unmittelbar nach der Ausbildung zu beurteilen, wenn die Tätigkeiten sich mit vielen anderen Auszubildenen in etwa ähneln. Ansonsten gibt es halt nicht viel über das sich ein guter Auszubildener vom Rest abheben kann. Was sagt es über dich und deine Person aus, ob du jetzt eine passable befriedigend, eine gute zwei oder eine sehr gut in der IHK Abschlussprüfung hast? Die Prüfung kann Tagesabhängig sein oder du hast mal schlechte Aufgaben erwischt. Das weiß jeder. Wenn du im Studium 36 Prüfungen + Diverse Nebenleistungen und Praktika absolvierst, die dir allesamt gute Noten bescheinigen, hat das eine ganz andere Gewichtung. Andersrum wird auch ein Schuh draus: Wenn du nur schlechte Leistungen ablieferst und länger studierst als alle anderen, dann ist das kein Zufall mehr oder auf einen schlechten Tag zu schieben! Daraus folgt: Wenn du nicht gerade eine Ausbildung bei SAP oder in sehr modernen und gefragten Technologien gemacht hast, wird es sehr schwer, eine ordentliche Differenzierung direkt nach der Ausbildung geltend zu machen. Das ist halt das Problem das viele Auszubildene nach der Ausbildung haben. Der Personaler muss seine Entscheidungen objektiv rechtfertigen können, "ich gib dem jungen mal eine Chance" ist nicht sehr akademisch und könnte ihn bei einer Fehleinschätzung den Ruf innerhalb der Firma kosten. Am Ende wollen sich alle die Hände in Unschuld waschen. Deshalb werden Milliarden in Pseudo Sicherheitslösungen investiert, damit man am Ende vor dem Vorstand sagen kann "hey, also dass unsere Kundendatenbanken gestohlen wurden da konnten wir nichts für, wir haben alles erdenkliche getan". Ist das fair? Nein. Aber halt Realität.

Um aber mal etwas positives zu sagen:

Ich kenne Niemanden! mit einer Ausbildung, der trotz dessen dass er gut ist und sein Handwerk beherrscht, Potential, Pragmatismus und die Fähigkeit besitzt, komplexe Sachverhalte schnell zu analysieren und sich in neue Problemfelder einzuarbeiten, keine ordentliche Stelle innehat und Gehälter bezieht, die einem Akademiker im nichts nachstehen. Ich kenne genug Teamleiter mit Ausbildung der ein Team beschäftigt, in dem viele Akademiker sitzen. Am Ende interessiert das keinen mehr.

Das heißt aber auch: Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied. Wer nichts kann, der braucht nicht den Neidhammel spielen und das auf versagte Chancen Aufgrund des Ausbildungsstandes schieben. Auch ihm hätte ja frei gestanden zu studieren, wenn er meint, dass sich seine Probleme dann in Luft auflösen.

In dem Sinne: Alles wird gut :) !

 

 

 

 

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vor 18 Stunden schrieb CSSNinja:

Wenn man so argumentiert wie ihr, stimmt es.

Aber ich sehe so oft Studenten im Freundeskreis, die sich auch manchmal auf die Faule Haut gelegt haben, frei nach dem Motto "das mache ich nächstes Semester, da hab ich jetzt keinen Bock drauf" (Zitat), die dann eben 10 Semester für den Bachelor brauchen deswegen, aber trotzdem einen deutlich besser bezahlten Job bei letztlich derselben Tätigkeit bekommen haben.

10 Semester sind ja 5 Jahre. Ist halt die Frage was man bis dahin mit der Ausbildung + 2 Jahre Berufserfahrung erreicht hast.

Bei mir sieht es so aus:
3 Jahre Ausbildung + 6 Monate Berufserfahrung 38.000€
Demnächst wird mein Gehalt auf 40.000€ angepasst. Nach einem Jahr sind wieder Gehaltverhandlungen und Gespräche an der Reihe und ich werde dann wohl die 42.000-43.000€ bekommen.

Das macht als Summe: 3 Jahre Ausbildung + 1-2 Jahre im Beruf = 40.000-43.000€

Die Bachelor steigen ja auch mit ca. 40-45k ein. Somit ist es okay. Nach 5 Jahren interessiert sich eh keiner dafür und du musst mich dem Fachlichen punkten und mit Zertifikaten.
 

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Um mit dem Thema des Threaderstellers zu Beginnen: Ich halte die pauschale Aussage, Studierende verdienen i.d.R. mehr für i.d.R. zutreffend. Ein großer Teil der Azubis verdient nach der Ausbildung eben zwischen 24 - 36K mit 0 Jahren Berufserfahrung. Studiert beginnt man häufig ab 36K und mehr. 

Ich würde es dennoch nicht als ungerecht bezeichnen, wenn ein Student zum Zeitpunkt X mehr Geld bekommt. - Wir reden hier immer noch von einem Vergleich zwischen Student und Azubi - beide ohne weitere Berufserfahrung.  

Man kennt ja die pauschalen Argumente:

  • Ein Studium ist insbesondere im Bereich der Informatik, aber auch in anderen Fachschaften, schlicht fachlich meist umfangreicher als die Ausbildung und man kann auf breitere Kenntnisse bauen.
  • Wie schon von den Vorrednern erwähnt bleibt es meist auch nicht bei der reinen Regelstudienzeit. 
  • Zusätzlich fallen im Vollzeitstudium auch ohne Semestergebühren auf die Jahre hochgerechnet mehrere tausend Euro Gebühren an, die man in der Ausbildung eben nicht hat. Daher der allgemeine finanzielle Invest ist größer. Da man ja als Azubi auch direkt verdient (duale Studenten mal ausgenommen)

Meiner Meinung nach liegt vielmehr der Grund darin, dass es den Ausbildungsberuf an sich einzig und allein erschaffen wurde, weil der Bedarf nach (günstigen) Arbeitskräften da war - weit nachdem der erste Studiengang Informatik eingeführt wurde. Eben so wie in allen Berufen. - Das ist Teil der freien Marktwirtschaft.

= An diesem Punkt könnte ich es mir einfach machen und mit Polemik auf die Wirtschaft, die Unversität usw. schimpfen. - Die Frage ist, hilft mir das oder bringt mich das selbst weiter? Ich habe für mich persönlich diese Frage verneint.

Es ist meiner Erfahrung nach anfangs mit viel Arbeit verbunden ein gleichwertiges oder besseres Gehalt zu erzielen. Aber es ist möglich.

 

Um mit dem Thema des Threaderstellers zu Beginnen: Ich halte die pauschale Aussage, Studierende verdienen i.d.R. mehr für i.d.R. zutreffend. Ein großer Teil der Azubis verdient nach der Ausbildung eben zwischen 24 - 36K mit 0 Jahren Berufserfahrung. Studiert beginnt man häufig ab 36K und mehr. 

Ich würde es dennoch nicht als ungerecht bezeichnen, wenn ein Student zum Zeitpunkt X mehr Geld bekommt. - Wir reden hier immer noch von einem Vergleich zwischen Student und Azubi - beide ohne weitere Berufserfahrung.  

Man kennt ja die pauschalen Argumente:

  • Ein Studium ist insbesondere im Bereich der Informatik, aber auch in anderen Fachschaften, schlicht fachlich meist umfangreicher als die Ausbildung und man kann auf breitere Kenntnisse bauen.
  • Wie schon von den Vorrednern erwähnt bleibt es meist auch nicht bei der reinen Regelstudienzeit. 
  • Zusätzlich fallen im Vollzeitstudium auch ohne Semestergebühren auf die Jahre hochgerechnet mehrere tausend Euro Gebühren an, die man in der Ausbildung eben nicht hat. Daher der allgemeine finanzielle Invest ist größer. Da man ja als Azubi auch direkt verdient (duale Studenten mal ausgenommen)

Meiner Meinung nach liegt vielmehr der Grund darin, dass es den Ausbildungsberuf an sich einzig und allein erschaffen wurde, weil der Bedarf nach (günstigen) Arbeitskräften da war - weit nachdem der erste Studiengang Informatik eingeführt wurde. Eben so wie in allen Berufen, es gibt ja schon einen Grund, warum es Gewerkschaften usw. gibt. - Das ist halt alles Teil der Marktwirtschaft.

= An diesem Punkt könnte ich es mir einfach machen und mit Polemik auf die Wirtschaft, die Universität usw. schimpfen. - Die Frage ist, hilft mir das oder bringt mich das selbst weiter? Ich habe für mich persönlich diese Frage verneint.

Meiner Erfahrung ist es mit den Jahren möglich mit guter Arbeit ein ebenfalls gutes Gehalt zu erzielen. 

 

 

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vor 9 Minuten schrieb kylt:

Meiner Meinung nach liegt vielmehr der Grund darin, dass es den Ausbildungsberuf an sich einzig und allein erschaffen wurde, weil der Bedarf nach (günstigen) Arbeitskräften da war

Das "günstig" solltest du streichen, das ist eine Wertung die so nicht zutreffen muss. Zu der Zeit durften weniger Leute studieren als heute, deshalb gab es ohne die Ausbildungsgänge eben Absolventen eines Studiums und "Quereinsteiger". Wenn es nur um den Bedarf nach günstigen Arbeitskräften ging, waren die Quereinsteiger ohne formelle Ausbildung doch eine viel bessere Möglichkeit die Lohnkosten niedrig zu halten.

Die Ausbildungsberufe wurden geschaffen weil die Kammern ihr Angebot in diesen Bereich ausweiten wollten. Und den Unternehmen gefiel wohl die Vorstellung einer nicht-akademischen reglementierten Ausbildung, die jetzt auch in der Informatik Fachkräfte liefert.

vor 17 Minuten schrieb kylt:

Zusätzlich fallen im Vollzeitstudium auch ohne Semestergebühren auf die Jahre hochgerechnet mehrere tausend Euro Gebühren an, die man in der Ausbildung eben nicht hat. Daher der allgemeine finanzielle Invest ist größer. Da man ja als Azubi auch direkt verdient (duale Studenten mal ausgenommen)

Das ist kein Grund für ein höheres Einstiegsgehalt.

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Zitat
  • Ein Studium ist insbesondere im Bereich der Informatik, aber auch in anderen Fachschaften, schlicht fachlich meist umfangreicher als die Ausbildung und man kann auf breitere Kenntnisse bauen.
  • Wie schon von den Vorrednern erwähnt bleibt es meist auch nicht bei der reinen Regelstudienzeit. 
  • Zusätzlich fallen im Vollzeitstudium auch ohne Semestergebühren auf die Jahre hochgerechnet mehrere tausend Euro Gebühren an, die man in der Ausbildung eben nicht hat. Daher der allgemeine finanzielle Invest ist größer. Da man ja als Azubi auch direkt verdient (duale Studenten mal ausgenommen)
  • Wenn derjenige trotzdem dieselbe Arbeit verrichtet ist das höhere Wissen nicht von Belang
  • Das ist, wenn du mich fragst, eher ein Negativpunkt: Die Regelstudienzeit ist die Zeit, in der es prinzipiell zu schaffen ist. Ich kann mir für die Ausbildung nicht 5 statt 3 Jahre Zeit lassen
  • In welcher Form fallen bitte so hohe Gebühren an? Außerdem verdienen Studenten meist ziemlich gut (für einen Nebenjob) in vielen Studentenjobs an der Uni. Dazu kommt noch viele Vergünstigungen und ein Fahrticket für öffentliche Verkehrsmittel meist im kompletten Bundesland!
    Ich habe während der Ausbildung noch monatlich knapp 80€ gezahlt um in meiner Heimatstadt und meiner Zielstadt (Sitz der Firma) mobil zu sein

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vor 6 Minuten schrieb CSSNinja:

Außerdem verdienen Studenten meist ziemlich gut (für einen Nebenjob) in vielen Studentenjobs an der Uni.

Viele Studenten müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten, weil die Unterstützung durch Eltern und BaföG einfach nicht zum Leben reicht. Das führt dann wieder dazu, dass sich die Studienzeit verlängert. So toll sind Studentenjobs nämlich nicht bezahlt.

Du gehst in meinen Augen sehr blauäugig an die Diskussion ran.

Uhu gefällt das

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vor 25 Minuten schrieb CSSNinja:
  • Das ist, wenn du mich fragst, eher ein Negativpunkt: Die Regelstudienzeit ist die Zeit, in der es prinzipiell zu schaffen ist. Ich kann mir für die Ausbildung nicht 5 statt 3 Jahre Zeit lassen

Dein Problem ist das du nicht weißt, was Regelstudienzeit bedeutet. Die Regelstudienzeit ist ein Rechtsanspruch für Studenten der sicherstellt, dass Module nicht kurz nach dem du anfängst mit dem Studium aus dem Moduplan geworfen werden und du dann nicht mehr in der Lage bist, den Studiengang nach der für dich gültigen Prüfungsordnung abzuschließen. Die Regelstudienzeit sagt nicht aus, dass das Studium in der Regel in 6 Semestern zu schaffen ist. In wirklichkeit schließen die meisten erst nach 8-10 Semestern ihr Informatik Studium ab. Das ist die Regel!

Ein Studium ist nicht wie eine Ausbildung, wo es einen festgelegten Zeitplan gibt. Es kommt auf den Studenten an, wie viele Leistungen er pro Semester absolvieren kann. Ein Studium ist ein Vollzeitjob, wenn du nebenbei noch arbeitest, verlängert sich eben das Studium.

 

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vor 3 Stunden schrieb PVoss:

Das "günstig" solltest du streichen, das ist eine Wertung die so nicht zutreffen muss. Zu der Zeit durften weniger Leute studieren als heute, deshalb gab es ohne die Ausbildungsgänge eben Absolventen eines Studiums und "Quereinsteiger". Wenn es nur um den Bedarf nach günstigen Arbeitskräften ging, waren die Quereinsteiger ohne formelle Ausbildung doch eine viel bessere Möglichkeit die Lohnkosten niedrig zu halten.

Ich spreche nicht für alle Firmen, da es viele schwarze Schafe und vorbildliche AG gibt. Aber grundsätzlich gibt es eben diese Berufe, da aus der Wirtschaft Bedarf bestand der über Quereinsteiger hinaus ging. Natürlich ist das im Laufe von zwei Jahrzehnten professioneller geworden und Quereinsteiger sind nun "Umschulungen". Ich möchte nicht missverstanden werden, gemessen an der Qualität der Ausbildung sind viele FIAE, FISI usw. bestens für Ihren jeweiligen Job ausgebildet und werden für die geleistete Arbeit sehr geschätzt. 

vor 2 Stunden schrieb CSSNinja:
  • Wenn derjenige trotzdem dieselbe Arbeit verrichtet ist das höhere Wissen nicht von Belang

Richtig, wenn jemand am Band Dosen kontrolliert, ist die Aussage 100% war. Wenn du als First Level Telefonsupport arbeitest, oder schlicht ein einfacher Disponent bist, gilt das aber auch schon nicht mehr ganz - und so weiter und sofort. 

Man unterstellt jemanden mit Studium eben ein breiteres wissen und einen schnelleren Zugang zu schwierigen Themen mit 0 Jahren Berufserfahrung.  - Und ich als nicht studierter, gebe denen auch recht.

Meiner Meinung nach machst du den Fehler, das du Anfang und Ende des Studiums vergleichst und der Vergleich hingt eben etwas. 

Beispiel:

Max und Moritz waren im Selben Abschlussjahr 2010

Max macht eine Ausbildung bis 2013

Moritz studiert von 2010 bis 2015 (beispielhaft).

Max hat also schon zwei Jahre voll gearbeitet ~ 60-80K verdient. Selbst wenn Moritz also sagen wir 6 K mehr am Anfang bekommt, würde es bei gleichem gehalt schon einige Jahre dauern, bis sich das Studium amotisiert hat. 

Aber beide arbeiten und machen Erfahrungen. So kann es sein, dass du bei sehr guten Leistungen, etwas Glück und wenn du dich gut verkaufst, im Jahr 2020 gleich gut oder sogar besser verdienen, da du immerhin zwei Jahre mehr Erfahrung hast. 

[...]

Zusätzlich fallen im Vollzeitstudium auch ohne Semestergebühren auf die Jahre hochgerechnet mehrere tausend Euro Gebühren an, die man in der Ausbildung eben nicht hat. Daher der allgemeine finanzielle Invest ist größer. Da man ja als Azubi auch direkt verdient (duale Studenten mal ausgenommen)

[...]

vor 3 Stunden schrieb PVoss:

Das ist kein Grund für ein höheres Einstiegsgehalt.

Es war kein Grund für ein hohes Einstiegsgehalt, sondern eine häufige Begründung für niedrige Löhne nach der Ausbildung. Es gibt leider immer noch Branchen und Vorgesetzte, die mit dem Argument "ich kann dir nicht mehr geben, weil du nicht studiert hast" einfach nicht mehr bezahlen (wollen). - Eine mehrfache eigene Erfahrung. Das ich dann gegangen bin, war die logische Konsequenz.

 

vor 2 Stunden schrieb CSSNinja:
  • In welcher Form fallen bitte so hohe Gebühren an? Außerdem verdienen Studenten meist ziemlich gut (für einen Nebenjob) in vielen Studentenjobs an der Uni. Dazu kommt noch viele Vergünstigungen und ein Fahrticket für öffentliche Verkehrsmittel meist im kompletten Bundesland!
  • Ich habe während der Ausbildung noch monatlich knapp 80€ gezahlt um in meiner Heimatstadt und meiner Zielstadt (Sitz der Firma) mobil zu sein

Z.B. verlangen diverse Universitäten eigene Semesterbeiträge, das kann schon alleine bei 300-500 € liegen (nagel mich bitte nicht auf exakte Beträge fest, dann verstricken wir uns zu sehr in der Tiefe). Equipment, z.B. dein privates Notebook oder Rechner, Festplatten zur Sicherung usw. , da sind Softwarelizenzen und private Lektüre noch nicht mal mit eingerechnet und die Sache mit dem Fahrticket ist auch bei jeder Uni wieder anders und gilt manchmal gerade so für den Stadtbezirk.

 

 

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Ich wollte nur noch einmal einwerfen, dass der (deutsche) Bachelor mit 3 Jahren Regelstudienzeit noch gar nicht so alt ist. Vorher gab es den Diplom, der 4 Jahre Regelstudienzeit beinhaltete. Du glaubst nicht wirklich, dass der Lernstoff daran angepasst wurde? 

Wenn du es so unfair findest, dass Studierte angeblich so betüddelt werden, warum studierst du dann nicht selbst? Ist ja angeblich der gleiche Zeitaufwand wie ein Studium ;)

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Den Eindruck teile ich. Da ich als Mensch 30+ die Möglichkeit hatte/habe, Studenten beider Zeiten kennen lernen zu dürfen und deren Geschichten. Freizeit- und Finanzpläne miteinander vergleichen zu können.

Die Erfahrungen bestätigen die Aussage, dass der Larry-Faktor seit Bachelor und Master abgenommen hat. Das Diplom war meines Wissens nach weniger straff, hatte nicht so harte Hürden und ging grundsätzlich länger. Auch das Phänomen der "ewigen Studenten" war früher Gang und Gäbe und ist heute seltener zu finden. Hinzu kommt, dass Bafög und Co. vor 10+ Jahren deutlich angemessener waren, was die Lebensrealitäten der Menschen anging. Der Satz ist absolut kaum gestiegen, dafür aber Mieten, Strompreise, usw. teilweise enorm. 

Somit hat der durchschnittliche Bachelor-Student heute in mehrfacher Hinsicht eine Mehrbelastung verglichen mit dem durchschnittlichen Diplomanden von vor 10+ Jahren.

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Um mal wieder die ursprüngliche Fragestellung aufzugreifen:

Ich denke es ist unstrittig, dass sowohl Qualität, als auch Quantität des vermittelten Wissens eines Studiums erheblich höher als das einer regulären Ausbildung ist. Dazu kommt dann noch das notwendige Selbst- und Zeitmanagement, welches man sich aneignen muss um die "Freiheiten" des selbstständigen Arbeitens zu organisieren.

Summa summarum geht man bei einem graduierten Absolventen einfach davon aus, dass dieser in der Lage ist sich selbstständig schnell in neue Themenbereich einzuarbeiten und ein hohes und tiefgehendes Grundlagenwissen besitzt.

Das spiegelt sich dann entsprechend im Gehalt auch wider - bzw. suchen einige Firmen ja ausschließlich Hochschulabsolventen.

Den Leitsatz "Gleiche Arbeit, gleiches Geld" finde ich gut und richtig, allerdings ist selbst bei Programmiertätigkeiten imho eine Quantifizierung schwierig.

Im Laufe des Berufslebens und bei entsprechender Spezialisierung auf ein Themengebiet sollte das Gehaltsgefälle dann wieder rückläufig sein, beim Berufsstart sehe ich allerdings schon gute Gründe für ein höheres Gehalt von Studierten.

bearbeitet von sylenz
...

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Noch einmal zu einer genaueren Betrachtung. Die Diplomstudiengänge hatten an den Universitäten idR weitaus längere Regelstudienzeiten als die oben erwähnten 4 Jahre. Da gjng es eher ab 10 Semestern los.

Es musste in den meisten Studienfächern auch ein Vordiplom absolviert werden, ab dem man dann,soweit bestanden, erst in das Haupstudium einsteigen konnte. Am den stand dann das Diplom.

Der weitaus grössere Vorteil des Diplomstudiums vor Bologna war letztlich die Möglichkeit, sich ein weitaus breiteres Wissensspektrum anzueignen, da einfach mehr Zeit zum Überdentellerrandschauen vorhanden war. Die Kehrseite der Medaille bestand allerdings in einer wesentlich größeren Anforderung an Selbstdisziplin und -organisation, da es eben keinen so verschulten Studienablauf mit Hausaufgaben u.ä. , wie es durch Bologna eingeführt wurde.

Den Nachteil, dass die meisten Hochschulen ihre Lehrpläne bzw. Lehrinhalte nicht entsprechend angepasst/gekürzt haben, bekommen dann die Bachelorstudenten umso härter zu spüren.

 

bearbeitet von WYSIFISI

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Kann ich so nicht bestätigen. 

Mein Bruder hat nach einem Hauptschulabschluss den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung gemacht und ist mittlerweile Manager bei einem großen Unternehmen (inkl. IT-Leiter) und verdient mit großen Abstand mehr als alle, die dort sind und Studiert haben.

Es kommt halt darauf an, was man macht und kann. Und eben auch, wie stark man sich einsetzt usw...

Das Studenten nicht gut verdienen, will ich nicht behaupten, aber Azubis haben es sicher schlechter. Mini Gehalt für normale Arbeit, Bahntickets zu normalpreisen, keine Rabatte oder nur niedrige sonst wo usw... Wenn ich dann sehe, was Studenten Teilweise für Rabatte bekommen, dann wird einem schlecht.

bearbeitet von ilaroz

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Am 4.1.2017 um 14:12 schrieb WYSIFISI:

Noch einmal zu einer genaueren Betrachtung. Die Diplomstudiengänge hatten an den Universitäten idR weitaus längere Regelstudienzeiten als die oben erwähnten 4 Jahre. Da gjng es eher ab 10 Semestern los.

Man sollte auch nicht den Bachelor, sondern den Master mit dem Diplom vergleichen. Hier hat man idR 6 oder 7 Semester für den Bachelor und dann 3 oder 4 Semester für den Master (je nachdem, ob man das Praxissemester im Bachelor oder Master hat). Das sind dann genauso 10 Semester (5 Jahre) Regelstudienzeit.

Am 4.1.2017 um 14:12 schrieb WYSIFISI:

Es musste in den meisten Studienfächern auch ein Vordiplom absolviert werden, ab dem man dann,soweit bestanden, erst in das Haupstudium einsteigen konnte. Am den stand dann das Diplom.

Ich kenne viele Studengänge, die auch im Bechelor 2 Semester ein Grundstudium haben. Der Unterschied zum Diplom ist dabei, dass es nicht nur bestanden/nicht bestanden gibt, sondern alles von vornherein benotet wird und somit sich die Leistungen im Bachelorzeugnis wiederspiegeln.

Am 4.1.2017 um 14:12 schrieb WYSIFISI:

Der weitaus grössere Vorteil des Diplomstudiums vor Bologna war letztlich die Möglichkeit, sich ein weitaus breiteres Wissensspektrum anzueignen, da einfach mehr Zeit zum Überdentellerrandschauen vorhanden war. Die Kehrseite der Medaille bestand allerdings in einer wesentlich größeren Anforderung an Selbstdisziplin und -organisation, da es eben keinen so verschulten Studienablauf mit Hausaufgaben u.ä. , wie es durch Bologna eingeführt wurde.

Ich kann natürlich nur direkt mit meinem Studiengang (Medieninformatik) vergleichen. Wir haben keine "Hausaufgaben". Wir haben Projekte, Tutorien und ab und an mal Hausarbeiten und solange es keine Prüfungsvorleistung ist, ist es einem selbst überlassen, ob man das machen möchte. Ansonsten kommt es auch immer auf die Anzahl der Studenten und den Dozenten an, wie "verschult" die Vorlesung gehalten wird. Wenn man jetzt mit 3 Kommilitonen in einer Vorlesung sitzt, kann der Dozent natürlcih schon mal fragen, ob man was nicht verstanden hat. Wenn man aber mit 120-200 Kommilitonen ein Modul hat, geht das natürlich weniger.

Am 4.1.2017 um 14:12 schrieb WYSIFISI:

Den Nachteil, dass die meisten Hochschulen ihre Lehrpläne bzw. Lehrinhalte nicht entsprechend angepasst/gekürzt haben, bekommen dann die Bachelorstudenten umso härter zu spüren.

Das ist nicht mehr so schlimm wie zu der Zeit, während der Umstellung, als die Bachelorstudiengänge komplett neu waren. Zum Teil hat dort jeder Semesterjahrgang eine neue SPO, bis sich das dann mal eingependelt hat. Im Grunde ist es so, dass man schauen kann, ca. seine 30 ECTS pro Semester zu machen und darauf sind auch die SWS und die Regelstudienzeit ausgelegt.

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