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Sonderurlaub bei Todesfall in Familie?


WebJumper

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Hallo zusammen,

da ich einen Todefall in der Familie hatte und nun auf meine Zeiterfassung im Geschäft geschaut hatte fand ich das schon ganz schön frech, mir für die Woche die ich nicht Anwesend gewesen bin einfach Urlaub einzutragen...

Nun die Frage:

Bekommt man Sonderurlaub für einen Todesfall in der Familie (Vater)?

Wie schaut das für den Tag der Beerdigung aus?

Darf der Arbeitgeber einfach Urlaub eintragen ohne mir das mitzuteilen?

Und noch eine erweiternde Frage:

Muss ich jeden Tag den ich krank bin mit einem "Atest" vom Arzt bescheinigen oder kann ich mich auch selber 1 oder 2 Tage Krankmelden ohne gleich zum Arzt rennen zu müssen?

Falls hier keiner eine Antwort kennt: Es gibt doch sicher Foren die sich mit dem Thema "Arbeitsrecht" beschäftigen -> hat jemand einen guten Link?

Danke, Stefan

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Ob dir Sonderurlaub zusteht hängt von deinem Arbeitstarif ab. Zum Beispiel im BAT ist für deinen Fall Sonderurlaub vorgesehen, wieviel weiß ich nicht genau, ich hab nur einen Tag benötigt. Am besten sprichst du mal mit deiner Personalabteilung. Ansonsten bleibt dir nichts anderes übrig als deinen Erholungsurlaub dafür zu verwenden, was dein Personalbearbeiter wohl schon getan hat.

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Hallo zusammen,

Und noch eine erweiternde Frage:

Muss ich jeden Tag den ich krank bin mit einem "Atest" vom Arzt bescheinigen oder kann ich mich auch selber 1 oder 2 Tage Krankmelden ohne gleich zum Arzt rennen zu müssen?

Danke, Stefan

Hi,

auch die zweite Frage ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich.

Aber wegen 1 Tag muss/braucht man normal kein Attest, wäre meiner Meinung nach auch total unsinnig.

Bei uns braucht man ab den 3. Tag ein Attest. 2 Tage darf man lieber ausschlafen und gesund werden und am 3. muss man sich halt dann ein paar Stunden zum Arzt setzen ;)

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moin,

meines Wissens spielt neben der tariflichen Gestaltung, also der grundsätzlichen Entscheidung Sonderurlaub bei Todesfällen ja oder nein, auch noch der Verwandschaftsgrad eine große Rolle. So gibt es bei direkter Verwandschaftslinie (Eltern, Geschwister und Kinder) andere Konditionen als bei indirekten Verwandten (Tante/Onkel etc). Frag die Personalabteilung, die müssen es wissen.

Was die Krankheitstage angeht, so steht das in Deinem Arbeitsvertrag - jedenfalls normalerweise. Es ist keineswegs so, dass es "normal" ist, erst am dritten Werktag zum Arzt zu müssen, das ist eine individuelle Lösung und entscheidend ist das, was vertraglich vereinbart wurde.

gruß T.

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Hallo zusammen,

sind ja schon 'ne Menge Antworten...

Was bedeutet denn BAT?

Und: Wenn im Vertrag nix steht werde ich wohl auch keinen Sonderurlaub bekommen, oder? Nach welchem Tarifvertrag werden denn Fachinformatiker bezahlt (falls überhaupt?). Gibts den irgendwo zum doenloaden / lesen?

Danke!

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Nach welchem Tarifvertrag werden denn Fachinformatiker bezahlt (falls überhaupt?). Gibts den irgendwo zum doenloaden / lesen?

Danke!

Den Fachinformatiker-Tarifvertrag gibts nicht. Ich gehöre z.B. zur IG Metall, weil mein Betrieb zur IG Metall gehört.

Ist eine Firma bei verdi, dann bist du auch verdi.

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Was bedeutet denn BAT?

Das ist der Bundesangestellten-Tarifvertrag (http://www.uni-tuebingen.de/uni/qqp/BAT-Uebersicht.htm), nach dem wirst Du z.B. bezahlt, wenn Du im ö.D. tätig bist. Mein Beileid wegen Deinem Vater!

Frag am Besten mal bei Deinem Chef/Personalabteilung nach. Ist der Sonderurlaub im Vertrag nicht geregelt, sieht es leider mau aus. Und die Attestpflicht im Krankheitsfall musst Du in dem Fall auch einzeln klären.

Edit: Mift[tm]! Tombazane war schneller.

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Hallo zusammen,

da ich einen Todefall in der Familie hatte und nun auf meine Zeiterfassung im Geschäft geschaut hatte fand ich das schon ganz schön frech, mir für die Woche die ich nicht Anwesend gewesen bin einfach Urlaub einzutragen...

Nun die Frage:

Bekommt man Sonderurlaub für einen Todesfall in der Familie (Vater)?

Wie schaut das für den Tag der Beerdigung aus?

Darf der Arbeitgeber einfach Urlaub eintragen ohne mir das mitzuteilen?

Und noch eine erweiternde Frage:

Muss ich jeden Tag den ich krank bin mit einem "Atest" vom Arzt bescheinigen oder kann ich mich auch selber 1 oder 2 Tage Krankmelden ohne gleich zum Arzt rennen zu müssen?

Falls hier keiner eine Antwort kennt: Es gibt doch sicher Foren die sich mit dem Thema "Arbeitsrecht" beschäftigen -> hat jemand einen guten Link?

Danke, Stefan

Erstmal ein guter Link zum Thema Arbeitsrecht : http://www.arbeitsrecht.de/

Auch mit Forum…

Ansonsten zum Thema Todesfall: Ein gesetzliches Recht auf Urlaub gibt es nicht!

Somit ist es eine Tarifliche oder betriebliche Vereinbarung.

Sinnvoll währe natürlich gewesen das vor dem Freinehmen zu Regeln…

Normal ist das man bei naher Verwandtschaft (Eltern Geschwister) schon 1 manchmal 2 tage frei bekommt (aber keine Woche!) bei Tanten usw. gar nicht…

Es kann aber auch Firmen geben wo man Grundsätzlich nicht frei bekommt… liegt im Ermessen der Firma…

Zum Thema Krankenschein:

Auch da gelten Betrieblich Vereinbahrungen Es gibt durchaus Firmen die ab dem 1. Tag eine Bescheinigung sehen wollen. Dementsprechend musst du IMMER zum Arzt gehen auch wenn du nur einen oder zwei Tage krank bist… bei anderen ist es so das man erst ab dem 3. Tag eine Bescheinigung vorlegen muss vom Arzt…

Im übrigen musst du dich ob mit oder ohne Attest immer am 1 Tag deiner Krankheit Krankmelden damit deine Firma bescheid weiß… (Meldepflicht des Arbeitnehmers)

Auch hier sollte man sich rechtzeitig erkundigen wie es in DEINER Firma gehandhabt wird…

Man kann viel ärger und Frust aus dem Weg gehen wenn man sich allgemein mal schlau macht über Rechte und Pflichten innerhalb eines Betriebes.. ein Betriebsrat (wenn vorhanden) steht einem da auch mit Rat und Tat zur Seite … aber auch das nette Fräulein aus der Personalabteilung hilft einem da ganz sicher weiter…

Grüße

Nadine

PS:

Vor alle dingen sollte man sich grundsätzlich informieren bevor man nachher eine Abmahnung bekommt wegen Fehlverhalten …. Das geht schneller als man denkt ..

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...

Sinnvoll währe natürlich gewesen das vor dem Freinehmen zu Regeln…

.......

PS:

Vor alle dingen sollte man sich grundsätzlich informieren bevor man nachher eine Abmahnung bekommt wegen Fehlverhalten …. Das geht schneller als man denkt ..

@WebJumper

Mein herzliches Beileid.

@Soulmate

Ich weiß ja nicht, wie es passiert und ob es voraussehbar war, aber wenn es ohne Vorwahnung, zum Beispiel durch einen Unfall geschehen ist, dann kann man ihm/ihr deswegen wohl kaum einen Vorwurf machen. Ich glaube, die wenigsten machen sich da vorher schlau. Schließlich rechnet man damit ja wohl nicht. Und ich meine man hofft es ja auch nicht. Du hast sicherlich Recht, aber bedenke bitte die Umstände.

Gruß soccer1981

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Ich weiß ja nicht, wie es passiert und ob es voraussehbar war, aber wenn es ohne Vorwahnung, zum Beispiel durch einen Unfall geschehen ist, dann kann man ihm/ihr deswegen wohl kaum einen Vorwurf machen. Ich glaube, die wenigsten machen sich da vorher schlau. Schließlich rechnet man damit ja wohl nicht. Und ich meine man hofft es ja auch nicht. Du hast sicherlich Recht, aber bedenke bitte die Umstände.

Ja bei Todesfall kann man das natürlich nicht immer im voraus einplanen (außer es ist aufgrund einer Krankheit absehbar...)

Aber das mit eigenem Krankheitsfall hat schon den ein oder anderen unbedachten zu einer Abmahnung gebracht die man sich bei vorheriger Information hätte ersparen können...

Aber auch im Todesfall eines Verwandten muss man weiter im Leben stehen bleiben und dann halt sofort Anrufen und seinen Arbeitgeber informieren und Nachfragen...

Das soll nicht hart klingen aber das Leben geht ja für die Hinterbliebenen weiter... (Und dem Arbeitgeber ist es im schlimmsten Fall Egal)

Und man muss so Lebenseinschnitte nun mal auch Sachlich betrachten da es um einen Arbeitsvertrag geht und um ein Arbeitsverhältnis... und damit verbundene Pflichten...

Und das heißt eben – Leider – auch das man ggf. Urlaub nehmen muss... den ein Arbeitgeber ist eben "nur" ein Vertragspartner und kein Freund oder Bekannter der für so was Verständnis haben muss..

So ist das halt...

nicht alles im Leben ist menschlich nachvollziehbar...

Liebe Grüße

Nadine

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Ja bei Todesfall kann man das natürlich nicht immer im voraus einplanen (außer es ist aufgrund einer Krankheit absehbar...)

Aber das mit eigenem Krankheitsfall hat schon den ein oder anderen unbedachten zu einer Abmahnung gebracht die man sich bei vorheriger Information hätte ersparen können...

Aber auch im Todesfall eines Verwandten muss man weiter im Leben stehen bleiben und dann halt sofort Anrufen und seinen Arbeitgeber informieren und Nachfragen...

Das soll nicht hart klingen aber das Leben geht ja für die Hinterbliebenen weiter... (Und dem Arbeitgeber ist es im schlimmsten Fall Egal)

Und man muss so Lebenseinschnitte nun mal auch Sachlich betrachten da es um einen Arbeitsvertrag geht und um ein Arbeitsverhältnis... und damit verbundene Pflichten...

Und das heißt eben – Leider – auch das man ggf. Urlaub nehmen muss... den ein Arbeitgeber ist eben "nur" ein Vertragspartner und kein Freund oder Bekannter der für so was Verständnis haben muss..

So ist das halt...

nicht alles im Leben ist menschlich nachvollziehbar...

Liebe Grüße

Nadine

Also du magst ja recht haben, dass das Leben weiter geht. Trotzdem muss man so etwas auch erst Mal verarbeiten. Ich denke wer dem Moment so cool bleibt, wie du das gerade beschreibst, der brauch sow as nicht, weil der dann trotzdem weiter zur Arbeit geht, um das mal ganz hart zu sagen. Also ich finde es ziemlich menschlich in solchen Momenten sich nicht darüber Gedanken zu machen. Ich hätte in dem Moment andere Probleme, ehrlich! Ich weiß nicht, ob du da wirklich so cool sein kannst. Ich könnte es nicht.

Mir wär wahrscheinlich das selbe passiert wie webjumper, aber egal. Jetzt ist es eh zu spät. Wir sollten uns lieber Gedanken darüber machen, wie man ihm helfen kann. Denn seine Situation ist so schon schlimm genug, finde ich.

gruß soccer1981

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Hm... wenn dass nun gesetzeswidrig ist, bitte sofort löschen oder so...

Aber ich denke mal, wenn man bei einem Todesfall außerstande ist arbeiten zu gehen. Z.B weil es einen enorm psychisch belastet, schreibt ein Arzt einen dafür auch krank.

Es hat ja kein Sinn, wenn man beispielsweise Menschenleben auf's Spiel setzt (Je nach Beruf :-) Arzt, Busfahrer,...), weil man sich nicht auf die Arbeit konzentrieren kann.

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