Jump to content

Alle Aktivitäten

Dieser Verlauf aktualisiert sich automatisch     

  1. Heute
  2. Hab nur den Vergleich von zwei hidden Champions. 500 MA Deutscher Mittelständler (Software Firma) gegenüber 4000 Mitarbeiter IG Metall Weltkonzern. Beide nicht an der Börse und Familiengeführt. Gehalt Beim Konzern deutlich besser als beim Mittelständler. Ich habe beim Mittelständler ein solides Gehalt für den Einstieg erhalten. Der Wechsel nach einem Jahr brachte dennoch 60% Gehaltssteigerung bei weniger Wochenstunden. Da man mich nicht versucht hat runterzuhandeln gehe ich davon aus, dass noch mehr drin gewesen wäre. Urlaubsgeld gab es bei beiden ein 13. Gehalt. Urlaubsgeld war hingegen beim Mittelständler fix, beim Konzern ist es prozentual, heißt es steigt mit jeder Gehaltserhöhung automatisch mit. Dazu kommen die Gehaltserhöhungen beim Konzern ungefragt durch den Tarif. Beim Mittelständler haben nur die gute Gehaltserhöhungen erhalten, die das ganze Jahr über fleißig beim Chef getrommelt haben. Das hat das Betriebsklima runtergezogen, da die Gehälter meistens nach 1-2 Jahren nicht mehr Marktgerecht waren und die Leute gezwungen wurden zu wechseln. Betriebsklima Fand ich bei beiden sehr gut. Es ist aber auch einfach stark davon abhängig, in welchem Bereich und in welchem Team man arbeitet. Sprich eher Glückssache. Beim Konzern gab es die Möglichkeit dass Team im zweiten Vorstellungsgespräch ohne Teilnahme der Vorgesetzten kennenzulernen. Beim Mittelständer war das nicht vorgesehen. Im Konzern besteht darüber hinaus 3/4 des Teams aus Externen. Beim Mittelständler war das Verhältnis eher 1/50. In beiden Fällen wurden die Externen aber sehr gut ins Team integriert und auf Augenhöhe behandelt. Austattung Bei beiden sehr gut, aber im Konzern bei mir deutlich besser. Arbeitsausstattung bei Mittelständler waren bei mir Desktop PC, zwei Bildschrime, Maus und Tastatur nach Wahl. ca. 2200€ pro Person an Arbeitsmitteln. Dazu ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Beim Konzern waren es ein Notebook mit Xeon CPU, 4 Bildschirme, 2 Docking Stations, zwei Mäuse, zwei Tastaturen, Iphone, Noise Cancelling Headset von Plantronics. Doppelte Ausstattung für 1-2 Homeoffice pro Woche. ca. 6000-7000€ pro Person an Arbeitsmitteln. Weiterbildungen Gabs beim Mittelständler gar nicht. Mit ganz viel Bitte Bitte gabs mal 1-2 tägige Schulungen. Eher nach dem Motto "dann dauert es halt länger". Beim Konzern waren mehrere Schulungen pro Jahr, teilweise 3-5 Tage pro Schulung, für 3000-5000€ pro Schulung pro Person ganz normal. Vorgesetzte Beim Mittelständler ausschließlich politisch getrieben. Der Klüngel war unter sich. Inkompetenz durften die Mitarbeiter ausbaden. Teilweise wurden ganze Bereiche erschaffen, nur weil sich zwei Teamleiter um einen frei gewordenen Bereichsleiter Posten gefetzt und mit Kündigung gedroht haben. Beim Konzern stand der Fortschritt im Vordergrund. Vorgesetzte wurden auch schon mal von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt. Im Regefall dann aber mit Lohnfortzahlung für 6 Monate + Einigung mit juristischen Beistand bzgl. einer Abfindung. Nur wenn einer schon 20 Jahre im Betrieb ist und die Abfindung daher zu teuer wäre, hat man die Leute irgendwo geparkt bis zur Rente. Abteilungen, Arbeitsinhalt und Daily Doing Beim Mittelständler wurden viele Technologien eingesetzt, aber nicht ausgeschöpft. Viele "Mädchen für alles"-Mitarbeiter. Vorteil: Man konnte ziemlich viel selber machen, war recht unabhängig und hatte nicht sehr viele Abhängkeiten um seine Sachen umzusetzen. Nachteil: Wenn man ein spezielles Problem hatte, dann hat sich niemand verantwortlich gefühlt zu helfen. Beispiel: Problem bei Netzwerkverbindungen: Man musste dann praktisch die Lösung und die Ursache des Problems direkt mitbringen, ansonsten hat da keienr was gemacht. Beim Konzern waren viele Technologien "zu ende optimiert". Zum einen wegen den Schulungen und dem entsprechenden Knowhow, zum anderen weil es feste Zuständigkeiten gab und spezalisiertere Abteilungen und Teams. Vorteil: Wenn man ein Problem hat, konnte man "Kunde" spielen, ein Ticket eröffnen und notfalls eskalieren. Nachteil: Vieles hat ewig gedauert in der Umsetzung. Man musste auch immer aufpassen wie man einen Task bewertet, weil sonst daraus schnell ein genehmigungspflichtiges Projekt wurde. Ergo: Die Teams deren Vorgesetzten am besten im tricksen waren, hatten die beste Infrastruktur, die neusten Technologien etc., weil sie viel agiler waren und sich die Bürokratie vom Leibe gehalten haben. Alle anderen hinkten teilweise extrem hinterher. Home Office Beim Konzern kein Problem. Entsprechende moderne Software war vorhanden und wurde immer genutzt, z. B. für Besprechungen, und nicht nur wenn "einer gerade mal nicht da ist". Daher war man völlig flexibel und Teams konnten auch auch aus Leuten bestehen, die in verschiedenen Standorten arbeiten. Beim Mittelständler hingegen gab es Homeoffice nur für "den Klüngel" an Vorgesetzten und ausgewählten Mitarbeitern. Völlig willkürlich und intransparent. Generell hatte man die Auffassung: Mitarbeiter die nicht vor Ort sind, arbeiten bestimmt auch nicht. Naja... Fazit Unterm Strich finde ich das arbeiten im Konzern angenehmer. Beim Mittelständler war allerdings auch einiges sehr gut.
  3. Meine Erfahrungen: In kleinen Unternehmen ist es meist persönlicher und Familiärer. Man hat meistens ein breiteres Tätigkeitsfeld abzudecken, hat auch tendenziell mehr Verantwortung. Man kann selber mehr bewegen. Allerdings hat man i.d.R. dadurch mehr Schwierigkeiten sich zu Spezialisieren und auch das Budget für aktuellerer Technik ist tendenziell geringer. Das Gehalt und die sonstigen Gehaltsbestandteile müssen selbst verhandelt werden, sind nicht oder nur schlecht geregelt. Ohne Studium ist ein Aufstieg tendenziell leichter, die formellen Hürden niedriger. In größeren Unternehmen läuft vieles strukturierter ab, man kann und darf sich in seinen Fachbereich spezialisieren. Es gibt tendenziell mehr Schulungen und höheres Budget. Man ist allerdings auch ein kleineres Rädchen und es kann, abhängig vom Team auch schon sehr unpersönlich sein. Die Organisation achtet auf Austauschbarkeit, sprich keiner bleibt für das Unternehmen unersetzbar. Dafür ist das Gehalt meistens deutlich höher und geregelter. Arbeitszeiten, Urlaub, Überstunden, sind i.d.R. festgelegt. Für den Aufstieg sind formelle Anforderungen strenger und weniger durchlässig. Es hat beides Vor- und Nachteile. Du solltest das wählen, was du für dich lieber magst. So manch einer konnte durch geschicktes Wechseln Formelle Hürden durchbrechen oder eben in kleineren Unternehmen sein Unternehmergeist ausleben.
  4. ComputaCenter ist ein großer Laden, bietet dadurch viele Möglichkeiten und bildet gut aus, was ich so mitbekommen habe. Wir haben als Kunde schon mehrere CC-Azubis erfolgreich durch die Prüfung gebracht. Als IT-Dienstleister bist du eben viel beim Kunden.
  5. Danke nochmal en euch. So ich habe mir mal überlegt. Wenn ich zeitnah einen Ausbildungsplatz finde mit Beginn vor der Hauptsaison, also bis Februar/März, und entsprechender maximaler Verkürzung wie bei meiner vorheringen Ausbildung, dann werde ich eine Ausbildung zum FiSi machen. Werde mich mal schlau machen was ich da so finde. Der Favorit Computacenter (kA ob jemand das Unternehmen kennt) ist ca. 200m Luftlinie von mir entfernt, bei welchem ich 4 Praktika absolviert habe. Studium würde ich tatsächlich erstmal als 2. Option ansehen. Das schöne an der Ausbildung ist, dass man eigentlich keine Arbeit nach hause nimmt. Zumindest in meiner Elektroniker Ausbildung war das so, alle Inhalte kannte ich aus dem Studium, und ich musste nie irgendwas Zuhause lernen. Beim Studium war das natürlich extrem.
  6. Alles klar. Ich wünsche dir viel Erfolg und alles gute 🙂
  7. Nach dem neuen da ich 2018 um 1 Jahr verlängert hab.
  8. Danke für die Ergänzung. Wirst du nach neuen oder alten BFD Recht betrachtet?
  9. Du erwartest also dass dein Personalvermittler einfach so deine Bewerbungsunterlagen an beliebige Unternehmen weiterleitet, ohne Rücksprache mit dir? Weil: bei Rücksprache hättest du ja noch ne Bremse? Bist sicher, dass nur deine Unterlagen weitergeleitet werden? Oder nicht ein paar Dutzend? und das an ein paar Dutzend Unternehmen? Die Kommunikation von 4scotty klingt für mich sehr nach "Du musst" und "entweder - oder", das kann man "Angebot" nennen, muss man aber nicht. Fängt beim Pflichtfeld "Gehalt" an, mit dem "Hinweis": "bleib realistisch", OHNE Möglichkeit eine Spanne anzugeben und und und.
  10. Ich hab ab dem 01.Sep dieses Jahres eine Ausbildung als FiSi angefangen und war davor 9 Jahren bei der Bundeswehr. Mir stehen 3,5 Jahre BFD zu. Da ich während meiner Ausbildung Vergütung bekomme sind es kein 100% die man von BFD bekommt sondern 75%. Denk dran während der Ausbildung: Vergütung = 75% keine Vergütung = 100%. Und vergiss nicht die Lernmittelpauschale in höhe von 200€ alle 6 Monaten zu beantragen, 400€ pro jahr was dir zu steht, viel erfolg 😉
  11. Der Vollständigkeit halber: Es ist richtig, dass - zwar Punkte vergeben werden, diese aber weder im Zeugnis auftauchen noch in die Abschlussnote mit reinzählen - man nicht durch die Zwischenprüfung fallen kann. ABER in Bezug auf eine evtl. Verkürzung kann das sehr wohl eine Rolle spielen - dort spielen mehrere Faktoren bzw. Stimmen eine Rolle (letztlich der Betrieb und die Schule zusammen), und ich bin mir recht sicher (), dass hier das Ergebnis der Zwischenprüfung eine Rolle spielen könnte.
  12. @_radeberg Ich würde dir raten, dich direkt bei einer (Bundes-)Behörde in Berlin auf eine der jährlichen Fachinformatiker Ausbildungsstellen mittels Z-Schein zu bewerben und dann sich verbeamten zu lassen. Das dürfte das klügste in deiner Situation sein. Hast du ein Abi, empfehle ich ein Studium mit den Bundeswehrgeldern durchzuziehen. Der Bund bietet dort schon als Beamtenanwärter das Verwaltungsinformatik Studium an = Verbeamtung im gehobenen Dienst nach Abschluss.
  13. Ich hab das mal für dich korrigiert.
  14. @tTt Entschuldige, meine Fehler. Nicht 3,5k Netto, sondern Brutto. Ich habe aktuell so 2,8k Netto raus. Das ist A7 Stufe 4 plus Zulagen. Ich weiß, dass es fast unmöglich ist, selbst 2 Jahre nach der Ausbildung 2,8k Netto raus zu haben. In der Steuerklasse 4 würde es mir schon reichen, wenn ich wenigstens 2,2k Netto erreiche.
  15. @_radeberg mir ist schleierhaft, wie du aktuell auf ~3500-4000€ brutto kommst, denn A8 Stufe 8 sind „nur“ 3440€ pro Monat. Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass du bereits Stufe 8 als SaZ12 erreicht hast. Entweder du hast ordentliche (Gefahren-/Schicht-)Zuschläge oder du bist verheiratet und hast zusätzlich bereits ein paar Kinder, für die es dadurch auch entsprechende (Familien-)Zuschläge gibt. Wahrscheinlich bist du auch in Steuerklasse 3. Als Soldat/Beamter werden keine Sozialabgaben fällig, als Soldat ist zudem keine Krankenversicherung notwendig durch die ärztliche Truppenversorgung. Da reichen für 3,5k€ netto erheblich weniger brutto, ich würde schätzen ca. 4K€ brutto pro Monat. 3,5k€ netto pro Monat in Steuerklasse 1 als normalsterblicher bedeuten bereits >65k€ brutto, sprich monatlich >5k€ brutto. Als normaler Angestellter fallen 21-22% Sozialabgaben an, die ein Soldat/Beamter nicht hat. Der Beamte muss sich selbst noch privat krankenversichern (ca. 250-500€ monatlich). Als frisch ausgelernter FISI, dazu im Großraum Berlin halte ich 3,5k€ netto für nahezu ausgeschlossen. In Berlin sind zum Start 2,8k€-3,2k€ brutto üblich und der Schnitt. Das sind 1500-1700€ netto. Ich beziehe mich dabei auf Steuerklasse 1.
  16. Danke für deinen Beitrag. Starke Spezialisierung sollte doch schon überdurchschnittlich sein, oder? Das man es nicht ohne Fleiß erreicht ist mir schon bewusst.
  17. In deinem Fazit sind irgendwie nur die Standards drin, die für den durchschnittlichen Arbeitnehmer auch zutreffen. Aber warum durchschnittlich sein? Ich denke die 3,5k/mntl. sind auch zu erreichen, wenn du einfach heraustischst und dich aktiv um deine Karriere kümmerst.
  18. Danke für die zahlreichen Antworten und Anregungen. War nur der mittlere Dienst, Studium möchte ich irgendwie erstmal nicht in Betracht ziehen. Gar nicht, erst 2 Jahre danach will ich konkurrieren, aber dann mich mit Zertifikaten spezialisiert und wertvoller gemacht. Ja, geplant ist innerbetrieblich. Noch nichts Gutes über außerbetriebliche Ausbildung gehört bis jetzt. Die Realschule. Ja du hast recht, aber mir reicht auch für den Anfang erstmal wieder auf 2,2k Netto zu kommen. Damit kann ich erstmal leben. Ich hatte nicht studiert, war im mittleren Dienst. Studium möchte ich erst einmal vermeiden, traue ich mir irgendwie nicht mehr zu. Umziehen möchte ich auch ungern, fürs Erste jedenfalls. Erkläre mir doch mal warum ehemalige Soldaten zu nichts mehr zu gebrauchen zu sein scheinen. Ich bin Topfit, habe keine körperlichen Beeinträchtigungen und bin hoch motiviert einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Fazit bis hierhin: Ziel von 3,5k Netto, 2 Jahre nach der Ausbildung eher unwahrscheinlich bzw. sehr stark regional(West?) abhängig. Oder: Studieren Mehrere Jahre Berufserfahrung (ab 5 Jahren) Starke Spezialisierung Haufenweise Glück Zurück in den Öffentlichen Dienst (Bund)
  19. Das sind doch mal echt gute Feedbacks. Danke! Ich für meinen Teil kann mir sehr gut vorstellen in einem kleinen lokalen Betrieb bis zur Rente zu arbeiten sofern die Bezahlung nicht total mies ist. Ich habe bisher auch in einem kleinerem Unternehmen (ca. 25 Mitarbeiter) gearbeitet. Die Zusammenarbeit ist auch sehr menschlich. Man hat mehr Einfluss auf Prozesse und kann sich einbringen. Der Chef sieht auch mehr was man leistet. Was Schulungen angeht ist man mitunter mehr auf sich selbst gestellt. Das hast du ja auch quasi angemerkt. Darum muss man sich dann eben selbst kümmern wenn der Betrieb da nicht unterstützt. Meine Projektarbeit nächstes Jahr für meinen FISI Abschluss mache ich in einem solchen kleinen Betrieb. Fühlt sich für mich auch richtig an. So richtig große Strukturen finde ich zwar mal interessant zu sehen aber auf Dauer wäre es psychisch ungesund für mich. Das ist so wie mit Dorfmenschen, die sich aufm Land wohl fühlen und dann staunen wenn sie mal in eine große Stadt kommen. Genauso geht es mir.
  20. Ich pers. habe folgende größen mitgemacht... Ausbildung: 130, Systemhaus: 15, Mittelstand: 250 Konzern (13000 weltweit)... ich pers. bin am liebsten aktuell im Konzern, erbringe gute Ergebnisse und es wird (auch finanziell) belohnt.
  21. Hallo Zusammen, ich wollte mich mal kurz umhören ob jemandem dasselbe Problem widerfahren ist : Windows 10 VPN-Aufbau - Keinerlei Anmeldefenster mehr, also das Fenster für die User-credentials plobt nichtmehr auf. Wenn allerdings die "alte Methode" mit der "rasphone.exe" genutzt wird, funktioniert der VPN-Aufbau einwandfrei !? Ist ein Lenovo Notebook mit durchgepatchtem Windows 10 Pro. Falls jemand etwas weiß oder vielleicht eine Idee hat, wie ich dem Außendienstler diesmal helfen kann (außer halt die rasphone.exe zu verwenden - stand jetzt). Liebe Grüße und Danke im vorraus !
  22. Es wäre natürlich vorteilhaft, wenn man die Möglichkeit hat in unterschiedliche Strukturen einmal rein zu schnuppern. Dann kann man einfacher für sich selbst die Entscheidung treffen, ob man sich vorstellen kann in der einen oder anderen Umgebung zu arbeiten. Natürlich ersetzt ein Kurzeinblick auch keinen Einblick, den man im vollen Arbeitsverhältnis hätte. Aber möglicherweise erkennt man hier schon Tendenzen, die einem später überhaupt nicht zusagen. (s. Beispiel Drucker Admin in Spanien) Vielleicht vor der Entscheidung zu dem festen Arbeitsplatz einfach mal fragen, ob ein Kurzeinblick möglich wäre.
  23. Benotet schon bzw. es werden Punkte vergeben aber diese haben keine Relevanz und diese fließen auch nicht in das Zeugnis der Berufsschule ein. Sie sollen dir nur deinen aktuellen Wissensstand wiederspiegeln. Wenn du beispielsweise schlecht abschneidest, dann bedeutet das für dich und deinem Unternehmen, dass Handlungsbedarf für die restliche Ausbildungszeit besteht, damit du am Ende die Abschlussprüfung erfolgreich bestehst. Das ist Quatsch. Man wird nicht als Fachkraft geboren. Die einzigsten Vorkenntnisse sollten die schulischen Kenntnisse aus der Sekundarstufe 1 sein. Aber die fachlichen Themen muss dir der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule vermitteln. Aber wenn solche Kommentare von einem Unternehmen kommen, dann bedeutet das meistens nichts gutes. Häufig dienen die Azubis dann als billige Arbeitskraft und es wird generell in der Ausbildung gespart wo man nur kann.
  24. Ich habe in einem kleinen Systemhaus (10 Mitarbeiter) meine Ausbildung gemacht. Während dem Studium habe ich in einem mittelständischen Systemhaus gearbeitet. Nach dem Studium habe ich zunächst als Berater gearbeitet und Unternehmen verschiedener Größen kennen gelernt. Das letzte Projekt vor meinem Weggang ging über 1 Jahr bei einem Weltkonzern mit 80.000 Mitarbeitern. Mittlerweile arbeite ich bei einem anderen Konzern mit über 100.000 Mitarbeitern. Im Grunde sind hier schon viele richtige Aussagen getroffen worden. Wenn ich meine persönlichen Erfahrungen in eine Pro / Contra Liste aufteilen müsste, würde das in etwa so aussehen: Kleine Unternehmen (<50 Mitarbeiter) Pro Flache Hierarchie / Kurzer Dienstweg zum Chef Flexibel / Keine starren Vorgaben oder Prozesse Möglichkeit viel zu Lernen, da überall mit angepackt werden muss Möglichkeit schnell viel Verantwortung zu übernehmen / Dinge zu bewegen Sichtbarkeit beim Chef direkt gegeben Contra Schlechte Bezahlung Keine Aufstiegsmöglichkeiten Schlechte Weiterbildungsmöglichkeiten / Entwicklungsmöglichkeiten generell Erwartungshaltung unbezahlte Überstunden zu leisten Weniger interessante Technologien Kein Betriebsrat "Hemdsärmeliges Vorgehen" / keine geregelten Prozesse Große Unternehmen (> 10.000 Mitarbeiter) Pro Gute Bezahlung / Benefits (z.B. Dienstwagen etc.) Interessante Technologien Möglichkeit innerhalb des Unternehmens die Abteilung zu wechseln Gute Weiterbildungsmöglichkeiten Geregeltes Überstundenmodell Gute Wechselmöglichkeiten wenn großer Name im Lebenslauf Geregelte Prozesse für Reisetätigkeiten und HR Betriebsrat Contra Großer Anteil an "Konzernsoldaten" (vergleichbar mit Beamtenmentalität) Verkrustete Strukturen / Eingefahrene Prozesse Sehr spezialisierte Aufgabengebiete -> Gefahr sich zu sehr auf ein Kerngebiet zu fokussieren Aufstieg innerhalb des Unternehmens oft abhängig vom Nasenfaktor / Vitamin B Wahrgenommene Leistung ist Vorgesetzten häufig mehr wert als tatsächliche Leistung HR Abteilung zu entkoppelt von der Fachabteilung Man ist nur ein Zahnrädchen im Getriebe Den Mittelstand habe ich hier bewusst ausgeklammert. Die Anzahl der Punkte bei Kleinbetriebe und Großunternehmen hält sich in etwa die Waage. Prinzipiell fühle ich mich in großen Unternehmen allerdings wohler. Die Bezahlung ist deutlich besser, die Work / Life Balance ist deutlich angenehmer. Außerdem habe ich die Möglichkeit über Schulungen in meine eigene Zukunft zu investieren und von einem großen Unternehmen bewirbt es sich leichter weg als von einem kleinen Unternehmen. Ich würde nur noch im äußersten Notfall, sprich wenn ich sonst nichts finde, in einem kleinen Unternehmen arbeiten.
  1. Ältere Aktivitäten anzeigen

  • Aktuelle Themen (zuletzt aktualisiert)

  • Tag Cloud

  • Aktuelle Beiträge

    • Hab nur den Vergleich von zwei hidden Champions. 500 MA Deutscher Mittelständler (Software Firma) gegenüber 4000 Mitarbeiter IG Metall Weltkonzern. Beide nicht an der Börse und Familiengeführt. Gehalt Beim Konzern deutlich besser als beim Mittelständler. Ich habe beim Mittelständler ein solides Gehalt für den Einstieg erhalten. Der Wechsel nach einem Jahr brachte dennoch 60% Gehaltssteigerung bei weniger Wochenstunden. Da man mich nicht versucht hat runterzuhandeln gehe ich davon aus, dass noch mehr drin gewesen wäre. Urlaubsgeld gab es bei beiden ein 13. Gehalt. Urlaubsgeld war hingegen beim Mittelständler fix, beim Konzern ist es prozentual, heißt es steigt mit jeder Gehaltserhöhung automatisch mit. Dazu kommen die Gehaltserhöhungen beim Konzern ungefragt durch den Tarif. Beim Mittelständler haben nur die gute Gehaltserhöhungen erhalten, die das ganze Jahr über fleißig beim Chef getrommelt haben. Das hat das Betriebsklima runtergezogen, da die Gehälter meistens nach 1-2 Jahren nicht mehr Marktgerecht waren und die Leute gezwungen wurden zu wechseln. Betriebsklima Fand ich bei beiden sehr gut. Es ist aber auch einfach stark davon abhängig, in welchem Bereich und in welchem Team man arbeitet. Sprich eher Glückssache. Beim Konzern gab es die Möglichkeit dass Team im zweiten Vorstellungsgespräch ohne Teilnahme der Vorgesetzten kennenzulernen. Beim Mittelständer war das nicht vorgesehen. Im Konzern besteht darüber hinaus 3/4 des Teams aus Externen. Beim Mittelständler war das Verhältnis eher 1/50. In beiden Fällen wurden die Externen aber sehr gut ins Team integriert und auf Augenhöhe behandelt. Austattung Bei beiden sehr gut, aber im Konzern bei mir deutlich besser. Arbeitsausstattung bei Mittelständler waren bei mir Desktop PC, zwei Bildschrime, Maus und Tastatur nach Wahl. ca. 2200€ pro Person an Arbeitsmitteln. Dazu ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Beim Konzern waren es ein Notebook mit Xeon CPU, 4 Bildschirme, 2 Docking Stations, zwei Mäuse, zwei Tastaturen, Iphone, Noise Cancelling Headset von Plantronics. Doppelte Ausstattung für 1-2 Homeoffice pro Woche. ca. 6000-7000€ pro Person an Arbeitsmitteln. Weiterbildungen Gabs beim Mittelständler gar nicht. Mit ganz viel Bitte Bitte gabs mal 1-2 tägige Schulungen. Eher nach dem Motto "dann dauert es halt länger". Beim Konzern waren mehrere Schulungen pro Jahr, teilweise 3-5 Tage pro Schulung, für 3000-5000€ pro Schulung pro Person ganz normal. Vorgesetzte Beim Mittelständler ausschließlich politisch getrieben. Der Klüngel war unter sich. Inkompetenz durften die Mitarbeiter ausbaden. Teilweise wurden ganze Bereiche erschaffen, nur weil sich zwei Teamleiter um einen frei gewordenen Bereichsleiter Posten gefetzt und mit Kündigung gedroht haben. Beim Konzern stand der Fortschritt im Vordergrund. Vorgesetzte wurden auch schon mal von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt. Im Regefall dann aber mit Lohnfortzahlung für 6 Monate + Einigung mit juristischen Beistand bzgl. einer Abfindung. Nur wenn einer schon 20 Jahre im Betrieb ist und die Abfindung daher zu teuer wäre, hat man die Leute irgendwo geparkt bis zur Rente. Abteilungen, Arbeitsinhalt und Daily Doing Beim Mittelständler wurden viele Technologien eingesetzt, aber nicht ausgeschöpft. Viele "Mädchen für alles"-Mitarbeiter. Vorteil: Man konnte ziemlich viel selber machen, war recht unabhängig und hatte nicht sehr viele Abhängkeiten um seine Sachen umzusetzen. Nachteil: Wenn man ein spezielles Problem hatte, dann hat sich niemand verantwortlich gefühlt zu helfen. Beispiel: Problem bei Netzwerkverbindungen: Man musste dann praktisch die Lösung und die Ursache des Problems direkt mitbringen, ansonsten hat da keienr was gemacht. Beim Konzern waren viele Technologien "zu ende optimiert". Zum einen wegen den Schulungen und dem entsprechenden Knowhow, zum anderen weil es feste Zuständigkeiten gab und spezalisiertere Abteilungen und Teams. Vorteil: Wenn man ein Problem hat, konnte man "Kunde" spielen, ein Ticket eröffnen und notfalls eskalieren. Nachteil: Vieles hat ewig gedauert in der Umsetzung. Man musste auch immer aufpassen wie man einen Task bewertet, weil sonst daraus schnell ein genehmigungspflichtiges Projekt wurde. Ergo: Die Teams deren Vorgesetzten am besten im tricksen waren, hatten die beste Infrastruktur, die neusten Technologien etc., weil sie viel agiler waren und sich die Bürokratie vom Leibe gehalten haben. Alle anderen hinkten teilweise extrem hinterher. Home Office Beim Konzern kein Problem. Entsprechende moderne Software war vorhanden und wurde immer genutzt, z. B. für Besprechungen, und nicht nur wenn "einer gerade mal nicht da ist". Daher war man völlig flexibel und Teams konnten auch auch aus Leuten bestehen, die in verschiedenen Standorten arbeiten. Beim Mittelständler hingegen gab es Homeoffice nur für "den Klüngel" an Vorgesetzten und ausgewählten Mitarbeitern. Völlig willkürlich und intransparent. Generell hatte man die Auffassung: Mitarbeiter die nicht vor Ort sind, arbeiten bestimmt auch nicht. Naja...   Fazit Unterm Strich finde ich das arbeiten im Konzern angenehmer. Beim Mittelständler war allerdings auch einiges sehr gut.
    • Meine Erfahrungen: In kleinen Unternehmen ist es meist persönlicher und Familiärer. Man hat meistens ein breiteres Tätigkeitsfeld abzudecken, hat auch tendenziell mehr Verantwortung. Man kann selber mehr bewegen. Allerdings hat man i.d.R. dadurch mehr Schwierigkeiten sich zu Spezialisieren und auch das Budget für aktuellerer Technik ist tendenziell geringer. Das Gehalt und die sonstigen Gehaltsbestandteile müssen selbst verhandelt werden, sind nicht oder nur schlecht geregelt.  Ohne Studium ist ein Aufstieg tendenziell leichter, die formellen Hürden niedriger. In größeren Unternehmen läuft vieles strukturierter ab, man kann und darf sich in seinen Fachbereich spezialisieren. Es gibt tendenziell mehr Schulungen und höheres Budget. Man ist allerdings auch ein kleineres Rädchen und es kann, abhängig vom Team auch schon sehr unpersönlich sein. Die Organisation achtet auf Austauschbarkeit, sprich keiner bleibt für das Unternehmen unersetzbar. Dafür ist das Gehalt meistens deutlich höher und geregelter. Arbeitszeiten, Urlaub, Überstunden, sind i.d.R. festgelegt.  Für den Aufstieg sind formelle Anforderungen strenger und weniger durchlässig. Es hat beides Vor- und Nachteile. Du solltest das wählen, was du für dich lieber magst. So manch einer konnte durch geschicktes Wechseln Formelle Hürden durchbrechen oder eben in kleineren Unternehmen sein Unternehmergeist ausleben.

Fachinformatiker.de, 2019 SE Internet Services

fidelogo_small.png

if_icon-6-mail-envelope-closed_314900.pnSchicken Sie uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App


Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder senden Sie eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Fachinformatiker.de verwendet Cookies. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung