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Showing content with the highest reputation since 18.01.2018 in allen Bereichen

  1. 11 points

    Neue Anstellung und Wechselkriterium

    Wie immer, bei diesen Anfragen von Arbeitgeber-Seite: Pullermann auf den Tisch. Was Ihr verlangt, hast Du geschrieben. Was seid Ihr bereit zu zahlen? Eine Bis-Angabe reicht. Ohne das wird es heute nix mehr. Der Markt ist, zumindest an guten Leuten, weitgehend leer gefegt und ob es Dir passt oder nicht, in München konkurrierst Du immer auch mit BMW, Google, Microsoft und Co.. Da kannst Du argumentieren, was Du willst. Eure Kosten und ob ihr damit über die Runden kommt jucken den Arbeitnehmer genauso wie Euch dessen Miete, nämlich gar nicht. Ihr sucht einen Netzwerker mit Erfahrung in München. Was seid Ihr bereit zu zahlen? 30k, 50k, 70k, 100k? Wie sieht es mit Dienstwagen, Firmenhandy, Altersvorsorge und Co. aus? Dann vergleichst Du das mit anderen Angeboten und weißt, ob das noch mal was wird oder nicht. Und falls Ihr nicht so viel zahlen könnt wie BMW und Co., lasst Euch wahlweise etwas einfallen (Home-Office-Arbeitsplätze für Ostdeutsche z. B.) oder gesteht Euch ein, dass Ihr schlicht nicht konkurrenzfähig seid. ... Ganz davon ab: Du bist in einem Fachforum und hier laufen eine Menge potenzieller Kandidaten rum. Auch einige aus der Region Bayern/München. Warum verplemperst Du Deine Beiträge darauf, darüber zu lamentieren, dass Euch die Leute weglaufen, anstelle konstruktiv dran zu gehen und Werbung zu machen? Schlussendlich redest Du Euren Laden mit derartigen Beiträgen eher schlecht als dass Du proaktive Werbung machst und jemanden begeistert, bei Euch eine Werbung einzureichen. Was bei mir als Arbeitnehmer ankommt ist: Uns rennen die Leute weg, wir müssen deshalb Neue haben, machen 08/15 Support-Tätigkeiten und können/wollen nicht marktgerecht bezahlen. Ist das der Eindruck, mit welchem Du Leute motivieren willst?
  2. 9 points

    Vorläufige Ergebnisse Sommer 2018

    Du musst in der URL das "Willkommen.aspx" durch Login.aspx ersetzen .... aber ppsssttttt
  3. 8 points

    Von Bremsern und Machern

    Hi, nach ca. 20 Jahren Berufserfahrung in der IT ist mir vor allem eine Sache besonders aufgefallen und mich würde mal interessieren wie es anderen ergeht. Ich arbeite zurzeit als DBA, davor als System Engineer bzw. Systemadministrator. Dabei bin ich immer bestrebt, soviel wie möglich zu wissen was sowohl meinen Bereich angeht als auch den Bereich drumherum. Als DBA z.B. reicht es nicht die DB zu kennen, sondern man muss eben auch grundlegende Kenntnisse von Betriebssystemen, Storages und Programmierung haben (meiner Meinung nach), weil man sonst nicht effektiv arbeiten kann. Wenn irgendwo ein Fehler auftritt, will ich GENAU wissen warum das passiert, damit das in Zukunft nicht mehr auftritt und anschließend dieses Problem sowie die Lösung irgendwo dokumentiert wird. Unabhängig von der pragmatischen Seite ist es ja auch genau das was mir an dem Job Spaß macht: Fehler finden, Verbesserungen erarbeiten, diese implementieren etc. Aber oft steht der folgende Satz dem entgegen: "Das ist historisch gewachsen" Das löst bei mir immer direkt einen Brechreiz aus. Wie oft man irgendwelche Krücken findet, oder schlecht gepflegte Skripte etc. Dokumentationen sind unvollständig oder gar nicht vorhanden. I.d.R. lege ich Wert bei meiner Arbeit auf Dokumentation, damit das auch andere übernehmen können, ich versuche viel zu erklären, weil ich weiss wie schwer es ist sich in eine Umgebung reinzufinden, gerade wenn "Informationhiding" betrieben wird. Ich versuche ständig auf dem Laufenden zu bleiben, Buzzwords zu analysieren und neue Trends zu erkennen und prüfe dabei immer wieder, ob man irgendwas davon einsetzen kann, um den IT-Alltag einfacher, besser, schneller zu gestalten. Das ist auch das, was mich an der IT grundsätzlich reizt. Natürlich muss man auf aufpassen, dass man nicht jeden Trend mitmacht und ständig alles erneuert, aber das soll gar nicht das Thema hier sein. Aber ständig gibt es Bremser, die überhaupt gar kein Interesse daran haben, die gefühlt nur ihre seit etlichen Jahren ausgeübte Tätigkeit unverändert fortzuführen wollen, selber überhaupt nichts erklären und jegliche Informationen wie Staatsgeheimnisse hüten. Oder Fehler gar nicht analysieren (wollen): Läuft wieder, Thema erledigt. Wenn man nachfragt, bekommt man Infos auch nur Bitweise, was extrem nervig ist. Kommunikation ist oft auch ein großes Problem, entweder hat man 200 Meetings in der Woche die zu gar nichts führen, oder man quatscht nur das Nötigste. Ein effektives Besprechen von Problemen, oder gar mal eine strategische Planung habe ich bisher ganz selten erlebt. Zudem werden häufig keine Entscheidungen getroffen, in manchen Firmen gibts offenbar "Ja" oder "Nein" gar nicht, da heisst es immer wieder mal "Vielleicht", "Lass uns mal ein Meeting machen" etc. Kommt mir das nur so vor, oder hat die Masse der ITler wirklich keinen Bock auf Veränderungen? Und scheinbar wollen auch viele gar nicht mehr Wissen als notwendig. Gerade das Zusammenspiel Admin/Entwickler ist ja oft ein sehr zermürbendes, da fehlt oft Verständnis für die andere Seite. Wie gesagt, es geht nicht darum irgendwas anders zu machen nur um der Veränderung willen, aber ab und zu mal die eigene Tätigkeit/Infrastruktur überdenken, prüfen ob hier und da ein bisschen was anpassen, schauen ob Tool X,Y oder Z nützlich sein können, ob man Fehler A,B,C nicht durch bessere Planung oder Kommunikation vermeiden könnte, etc. Ich selber würde auch gerne wissen, ob ich das evtl. zu eng sehe und würde auch meine eigenen Gedankengänge überprüfen, daher hoffe ich auf einen interessanten Meinungsaustausch.
  4. 8 points
    Mein Lebenslauf ist auch nicht gerade. Ich glaube das sind Lebensläufe seltener als man vielleicht denkt. Aber solange man das Ganze begründen kann, haben die meisten Leute Verständnis. Jeder kennt Situationen oder Lebensabschnitte die nicht so laufen, wie man es gern hätte...
  5. 8 points

    Von Bremsern und Machern

    Mahlzeit in die Runde! Spoiler: Dieses Posting kann Spuren von angestautem Frust oder Unverständnis enthalten. Ich habe die Fresse mittlerweile gestrichen voll von Leuten, die mir mit "Das ist hier schon immer so", "das ist ein gewachsenes System" um die Ecke kommen. Ich. kann. es. nicht. mehr. hören. Das sind Ausreden von Leuten, die entweder keine Lust oder keine Ahnung haben, ein System ggfs. zu zerlegen und parallel neu Aufzusetzen. "Ja, aber das können wir uns gar nicht leisten" - "IN 2 JAHREN HABT IHR SO VIEL AN MEHRARBEIT VERBRATEN, DA HABT IHR DIE KOSTEN LOCKER RAUS, IHR DEPPEN!" - "Stimmt doch gar nicht!". 2 Jahre später: "Hätten wir mal die Reißleine gezogen..." Das ging soweit, dass ich mir in meiner letzten Firma intern mit einigen automatisierten Skripten zur selbstlernenden Referenzierung von Datensätzen regelrecht Feinde gemacht habe, weil ich quasi Leute "überflüssig" gemacht habe, die seit 15(!) Jahren und mehr stumpfste manuelle Aufgaben durchführen und partout nichts daran ändern wollen. Wir reden hier von "Ich lese eine Rechnung und gucke, ob da GOFL steht statt GOLF und weise den Datensatz dann manuell einem Typen zu" vs. "Automatisiert mit Levenshtein-Distanz". Ich dachte ja, sowas gibt es nur in alten KMUs oder Konzernen (wobei mir da die persönliche Erfahrung fehlt), aber nein, es geht auch in kleinen Agenturen. Das klingt vermutlich ultra arrogant, aber mir persönlich ist meine Lebenszeit zu wichtig, um sie mit wiederkehrenden, manuellen Aufgaben zu füllen. Ich habe 3 Kinder, ich habe private Projekte wie z.B. die Schulgründung und ich könnte jedes mal im Strahl kotzen, wenn ich Menschen sehe, die willentlich und wider besseren Wissens ineffiziente und zeitaufwändige Prozesse von Hand oder mit völlig veralteten und im besten Fall auch noch kostenpflichten Tools ausführen. Und zum Thema Dokumentationen und Wissen teilen: Ich teile mein Wissen liebend gerne und permanent. Ich will nichts horten, ich will effizient saubere Lösungen produzieren und streue dafür alles an Wissen, was ich für relevant erachte. Idealerweise auf einer dafür geeigneten Plattform. Analog dem Sicherheits"prinzip" halte ich es bei "Employer value by obscurity" so, dass man schon eine ziemliche Pfeife sein muss, wenn das Verheimlichen die einzige Option ist, den eigenen Wert als Arbeitnehmer zu bewahren. Was Coding-Style angeht bevorzuge ich den "Newspaper Style". Also zum Start einer Klasse alle public Properties und Methoden, sprechend benannt. Also z.B. eine Abfrage nach dem Verbindungsstatus nicht "CheckConnection()" nennen, sondern eher "IsNetworkConnectionEstablished()"(Der Name ist auch nicht perfekt, zeigt aber die Richtung auf), damit es im Codefluss eher wie Prosa lesbar ist. Darunter dann die private und protected-Themen. So sieht man direkt "Ah ok, das passiert hier" und wenn man in die Tiefe möchte, tut man das einfach. Gruß, Goulasz Nachtrag: Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Menschen fachlich nicht wissen, wie sie ein Problem lösen können und damit offen und ehrlich umgehen. Ich mache das permanent. Ich reagiere aber mittlerweile extrem allergisch auf Leute, die für Probleme mit tatsächlicher Komplexität irgendwelche dahingeschmierten "das wird schon passen"-Lösungen konzipieren und eintüten, bei denen am Ende die Entwickler_innen die, mit Verlaub, Scheiße ausbaden müssen, weil irgendjemand auf Twitter gelesen hat, mit der Blockchain und IoT kann man ja ALLES lösen.
  6. 7 points

    Hardware-RAIDs

    Hallöööchen mit 3 öchen, und willkommen zurück zum Azubi-Wissen - wie immer versucht in relativ einfachen Worten zu erklären jetzt geht alles um Hardware-RAIDs (Redundant Array of Independent Disks). Ein RAID ist ein Zusammenschluss von 2 oder mehr Festplatten mit dem Ziel bei einem Ausfall einer Platte (gerade in Server-Umgebungen) nicht gleich einen Totalausfall zu haben. Was wird dazu benötigt? Ein Hardware-RAID lässt sich nicht einfach so in jedem System erstellen. Selbst wenn ich mir 2 Festplatten an den privaten PC hänge habe ich normalerweise keine Möglichkeit daraus einen Hardware-RAID zu machen - ein Software-RAID dagegen wird mittlerweile von vielen Chipsätzen unterstützt, dabei wird allerdings die Prozessorleistung beansprucht und auch die internen Bussysteme deutlich mehr belastet. Für unseren Hardware-RAID braucht es einen sogenannten RAID-Controller. Statt also die Festplatten direkt mit dem Mainboard zu verbinden, werden sie direkt (oder indirekt mit Zwischenschritt) mit einem Controller verbunden. Der Controller bringt meist eine BIOS-ähnliche Möglichkeit beim Starten des PCs in ein Menü zu gelangen in dem der RAID dann konfiguriert werden kann. Aber jetzt an das EIngemachte. Welche RAIDs gibt es? Ich sage dem PC nicht "Ich will einen RAID" und klicke "weiter", "weiter", "weiter", "Fertig". Naja fast nicht. Als IT-ler müssen wir uns überlegen welche Art von RAID wir haben wollen, davon gibt es nämlich ein paar - und die haben Nummern, sie werden auch tatsächlich im Sprachgebrauch so benannt. RAID 0 Striping. RAID 0 ist tatsächlich ein Sonderfall und viele behaupten, dass sich diese Nummer nicht als RAID schimpfen kann - es hat nämlich nichts mit Redundanz (= Ausfallsicherheit) zu tun. Es ist sogar das Gegenteil der Fall, aber schauen wir uns mal an was es überhaupt macht. Nehmen wir mal an wir haben 2 Menschen (das sind unsere Platten^^), der ein schreibt "Hallo Welt" auf einen Zettel und braucht dafür 2 Sekunden. Verbinden wir unsere Menschen (Platten) jetzt, sagen wir dem einen er soll "Hallo" schreiben, während der andere gleichzeitig einfach nur "Welt" schreibt. Es dauert 1 Sekunden bis "Hallo Welt" auf dem Papier steht, wir waren also schneller. Bei diesem RAID werden Daten also gleichzeitig auf die verschiedenen Platten verteilt (Blockweise), wir bekommen also einen Performance-Boost und haben mehr Speicherplatz zum beschreiben. Der Nachteil natürlich: Wenn eine Platte ausfällt sind unsere Daten weg, PC ist nicht mehr bootbar (ähnlich wie wenn man bei der Programmierung einfach mal die Hälfte aller Buchstaben löscht, dann bleibt nur noch etwas stehen das das System nicht versteht). Dadurch, dass wir auch nicht eine Festplatte haben sondern 2 ist die Ausfallrate höher. Oder in einer anderen Dimension gesprochen: Wenn wir darauf warten, dass 1 Festplatte ausfällt können Jahre vergehen, aber wenn man 1000 Festplatten hat ist die Chance groß, dass hier und da mal welche ausfallen. Also je mehr Platten, desto höher die Ausfallrate. RAID 1 Mirroring. Jetzt kommen wir zum ersten 'echten' RAID - und der ist sogar noch recht einfach erklärt. Die Platten sind gespiegelt, heißt was auf die eine geschrieben wird, wird gleichzeitig auch auf die andere geschrieben - keine unterschiedlichen Daten wie beim RAID 0, sondern dieselben Daten. Würde wir unseren Menschen also hier auftragen "Hallo Welt" zu schreiben würden beide "Hallo Welt" auf ihren zettel schreiben. Vielleicht kann man das auch ohne einen RAID machen, indem man einfach eine Festplatte klont, aber hier kommt der Controller zum EInsatz: Lässt sich eine Platte nicht mehr lesen oder fällt aus (oder jemand ist so mutig und zieht eine Platte mitten im Betrieb raus - einmal gemacht, aber ich würde es natürlich nicht empfehlen), wird automatisch die andere angesprochen, es entsteht kein Ausfall. Steckt man dann eine neue Festplatte an wird der RAID 'im Hintergrund' neu aufgebaut. Nachteil ist, dass uns weniger Speicherplatz zur Verfügung steht. Wir können nur den Speicherplatz einer Platte benutzen - die andere ist schließlich nur als "Klon" da, wir können keine extra Daten auf sie schreiben. Achja, logisch ergibt sich, dass beide Festplatten hier dieselbe größe haben sollten, sonst gibt es entweder Fehler oder wir verschenken Speicherplatz. RAID 5 Block-Level Striping mit verteilter Paritätsinformation. Wer hat sich solche Wörter nur ausgedacht? Respekt an diejenigen die den Wikipedia-Eintrag verstehen. Tatsächlich ist RAID 5 komplizierter als die anderen beiden. Wir sind auch nicht mehr bei 'mindestens 2 Festplatten', sondern hier brauchen wir mindestens 3 - oft sind es aber 5 Festplatten die man hier verwendet. Ich erkläre es erst einfach, um es verständlich zu machen, dann mit etwas mehr Fachbegriffen. Also: nehmen wir an wir haben diesmal unsere 3 Menschen (Platten), aber zum Verständnis lassen wir sie diesmal Zahlen schreiben. Einer schreibt eine "1" auf seinen zettel, der nächste eine "2" und der dritte - wer hätte es gedacht - eine "3". Vorneweg: Wir haben unsere Daten wieder blockweise verteilt, haben also den Vorteil von RAID 0, dass wir mehr Geschwindigkeit sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen haben. Allerdings werden unsere Daten nicht auf alle Festplatten aufgeteilt, sondern es wird eine frei gelassen. Wir wollten nie eine "3" schreiben, aber unser RAID macht das automatisch - das muss es auch. Ich wollte das ähnlich einer Rechenaufgabe aufbauen: 1 + 2 = 3. Fällt eine Festplatte nun aus hätten wir zum Beispiel 1 + x = 3 (x ist unsere ausgefallene Platte) - unser RAID kann die fehlenden Daten während der Laufzeit errechnen, es braucht die Platte nicht. Allerdings sollten wir sie trotzdem ersetzen, denn jetzt büßen wir massiv an Performance ein, unser PC rechnet sich zu tode - aber er funktioniert. Wir erleiden trotzdem einen kleinen Verlust an Kapazität. Gehen wir nochmal genauer darauf ein: Die Daten die wir auf unsere Platten schreiben wollen werden auf alle Platten bis auf eine verteilt. Erst wenn diese geschrieben wurden ließt unser Controller die Daten aus und auf die übrige Platte wird dann die sogenannte Parität geschrieben - eine XOR-Veknüpfung der Daten die berechnet wird. Wichtig zu wissen: Diese Parität wird nicht immer auf dieselbe Platte geschrieben sondern es 'rotiert', wird also mit jedem neuen Block auf eine andere Platte geschrieben RAID 6 Ist eher unbekannt, wird aber minimum in Baden Württemberg als Prüfungswissen vorrausgesetzt. Raid 6 wird eher seltener eingesetzt, meist von Systemen die super-mega-ultra-wichtig sind und unter keinen Umständen ausfallen dürfen. Der größte Vorteil ist, das nicht nur 1 sondern gleich 2 Festplatten gleichzeitig ausfallen dürfen ohne das System lahm zu legen. Minimum brauchen wir hier 4 Festplatten - 2 für unsere Daten und 2 die wir bei RAID 5 eine Parität schreiben. Wir haben also ein RAID 5, der einzige unterschied ist wir haben noch eine Parität. Und dadurch das wir hier wieder einen Bereich weg nehmen haben wir natürlich noch weniger frei verfügbaren Speicher als bei einem RAID 5. Wird ein RAID 6 aufgrund der Ausfallsicherheit eingesetzt wird oft dazu geraten Festplatten unterschiedlicher Hersteller oder Produktions-Daten zu nehmen um das Risiko von 2 gleichzeitig ausfallenden Festplatten weiter zu verrigern. RAID 10 ( Von Wheart, based on image File:RAID 0.svg by Cburnett - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6411865 ) Es wird wieder einfach. RAID 10 hat seinen Namen nicht einfach irgendwo her, es ist eine Kombination aus RAID 1 und RAID 0. Heißt wir nutzen jeweils immer 2 Platten im RAID 1 UND diese entstandenen RAIDs werden nochmal mit einem RAID 0 überbügelt. Dadurch haben wir sowohl eine Ausfallsicherheit, als auch eine höhere Geschwindigkeit. Aber: Es ist teuer. 4 Festplatten wovon ich nur die Hälfte an Speicher habe... lohnt sich eher selten. Wichtig ist hier: Man braucht immer eine gerade anzahl Festplatten (mindestens 4, vorrausgesetzt keiner geht davon aus, dass 2 Festplatten zur exakt gleichen Zeit ausfallen), weil man auf der unteren Ebene ja immer erst 2 Platten spiegelt. RAID 01 ( Von Wheart, based on image File:RAID 0.svg by Cburnett - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6411849 ) Man kann es vielleicht schon vermuten... hier werden die Platen erst in mehrere RAID 0's aufgeteilt und dann wird ein RAID 1 drüber gebügelt. Manch einer stellt sich nun die Frage: Was ist der Unterschied zu RAID 10? Anhand des Bildes lässt sich kaum ein unterschied feststellen und egal wie man es dreht, man hat RAID 0 und 1 und beide Vorteile davon. Der Unterschied wird sichtbar wenn wir die Anzahl der Platten verändern. Für ein RAID 10 brauchen wir nämlich mindestens 4 Festplatten (wie gesagt wir spiegeln sie ja auf der unteren Ebene erst), bei einem RAID 01 brauchen wir minimum... 3! Und anders als bei einem Raid 10 kann es hier schon Sinn machen die Raid 0 auf unterster Ebene auch mal mit 3 oder mehr Festplatten zu machen - aus Performancegründen. ( Von RAID_1.svg: en:User:C burnettderivative work: Nmoas (talk) - RAID_1.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11995780 ) Allerdings sind 3 Festplatten jetzt eine Ausnahme, ähnlich wie beim RAID 5 werden die Platten zusammengefügt und die Blöcke durchnummeriert. Jede ungerade Nummer bekommt Daten, jede gerade Block-Nummer nur eine Kopie des Blocks davor - alles wieder rotierend auf die Platten verteilt. Sonstige Es gibt noch mehr RAIDs die aber eher unbekannt sind und selten vorkommen. Da diese im Praxisgebrauch Ausnahmen bilden gehe ich hier nicht weiter auf sie ein. Die Berechnung des verfügbaren Speichers Nehmen wir an wir haben 3 Festplatten mit jeweils 1TB: RAID 0 ist einfach. Beim RAID 0 können wir alle 3 Platten benutzen, wir schreiben und lesen auf allen 3 gleichzeitig, haben nichts doppelt, können also die vollen 3 TB ausnutzen. Wir zählen also einfach alle 3 Platten zusammen. RAID 1 ist ebenfalls einfach, allerdings macht es hier keinen Sinn 3 Platten als Beispiel zu haben (das würde jemand tun der davon ausgeht das 2 Platten zur exakt gleichen Zeit ausfallen). Nehmen wir also an wir haben 2. Wir spiegeln die Platten, haben also nur die Hälfte des Gesamtspeichers zur Verfügung - also nur die Kapazität einer Platte. RAID 5 ist auch nicht sooo schwer. Mit ein wenig Hintergrundwissen und logischem Denken kriegen wir das hin. Was wir hier wissen müssen: Die Datenblöcke und die Parität haben immer dieselbe Größe. Ob ich nun (bei 5 Platten) meine Daten auf 4 verteile und die Parität auf die 5te Platte setze, oder ob ich (bei 3 Platten) meine Daten auf 2 verteile und die 3. Platte die Parität bekommt. Also trotz das die Parität immer auf einem anderen Laufwerk liegt können wir damit rechnen, dass wir immer 1 Platte als Speicherplatz für die Paritäten bei der Berechnung der Speicher-Kapaität abziehen müssen. Bei unseren 3 Festplatten macht das 2 TB, bei 5 Platten wären es 4TB. Besonders ist hier das wir prozentual mehr Speicher zur Verfügung haben, je mehr festplatten wir benutzen. Bei 3 Platten haben wir 66% Speicher frei zur Verfügung (2 von 3). Bei 4 sind es 75% (3 von 4) und bei 5 Festplatten 80% (4 von 5),... RAID 6 ist nachdem wir uns mit RAID 5 herumgeschlagen haben wieder ähnlich. Statt immer 1 Festplatte mit Parität haben wir hier immer 2 Festplattend ie Paritäten beinhalten und uns dementsprechend nicht zur Speicherung der eigentlichen Daten zur Verfügung stehen. Also immer (Anzahl Festplatten - 2). Auch hier wieder: Je mehr Festplatten desto lohnenswerter ist der zur Verfügung stehende Speicherplatz. RAID 10/01 sind ebenfalls einfach. Egal wieviele Platten wir haben, wir haben immer die Hälfte vom Gesamtspeicher - wir kopieren unsere Daten ja wieder. Schlussendlich gibt es nur noch eine Anmerkung: Viele Server bieten ein sogenanntes Hot-Spare-Laufwerk. Zusätzlich zu den Platten die ihr für euer RAID braucht (für welches auch immer ihr euch entscheidet) wird hier noch eine Platte angeschlossen. Die macht erstmal gar nichts, sie hängt da halt, ganz ohne Daten. Richtig konfiguriert sollte der Controller sobald eine Festplatte ausfällt sämtliche Daten der defekten Platte auf die spare(="ungenutzt")-Platte schreiben (deswegen haben wir ja einen RAID, die Daten lassen sich rekonstruieren, selbst wenn die ausgefallene Platte absolut kein lebenszeichen mehr von sich gibt). Fällt in dieser Zeit der 'rekonstruktion' eine der anderen Platten aus sind die Daten weg! (Ausnahme RAID 6) Hat man keine Spare-Platte muss man schnell handeln. Wird man darauf aufmerksam gemacht das eine Festplatte ausgefallen ist kann man diese entfernen (das geht meist auch im laufenden Betrieb) und eine neue Platte in den Server schieben, der Vorgang zur Rekonstruktion sollte automatisch erfolgen. Fragen, Anregungen oder Ergänzungen? Immer her damit.
  7. 7 points

    Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

    http://www.der-postillon.com/2018/04/mysterioeser-lehrlingsschwund.html
  8. 6 points

    Kein Projektthema...

    Du hast also als Problem erkannt, dass eure Server aus der Wartung laufen oder nicht mehr ausreichen? Hast eine ausführliche Ist-Analyse erstellt und daraus ein Soll-Konzept abgeleitet? Anhand der Daten hast du dann die Hardware evaluiert und auch geprüft, ob es sinnvoller ist ein Upgrade der Software durchzuführen? Auch ob sich mit den neuen Servern etwas an der Lizensierung ändert? Dann hast du Angebote eingeholt, diese z.B. mit einer Entscheidungstabelle verglichen und die beste Lösung ausgeschrieben/bestellt. Und das alles alleine in nur 2 Stunden? Wahnsinn! Da alles so gut geplant ist, wird es sicher auch nur maximal 1-2 Stunden dauern die aufzubauen, zu installieren, zu konfigurieren, die VMs auf die neue Maschinen umziehen zu lassen und zu testen ob alles funktioniert und eine Doku zu schreiben. Du hast absolut Recht. Ich hab wirklich keine Ahnung wie man damit 35 Stunden füllen soll. Aber was wissen wir schon. Wir sind ja hier alles nur unwissende Ausbilder und Prüfer. Ich persönlich bin dir wirklich echt dankbar, dass du diese ganzen furchtbaren Vorschläge so fachmännisch zerlegst und uns zeigst, wie unmöglich diese Ideen alle sind!
  9. 6 points
    Aus der Ferne sind konkrete Ratschläge immer schwierig, jedoch würde ich, nachdem was und wie Du es geschildert hast, das Weite und mir eine andere Ausbildungsstelle suchen. Wenn ein Unternehmen die Gehälter nicht bezahlt, dann wird es duster und geht weit über das übliche "Knapp bei Kasse" hinaus. Mit Dir als Arbeitnehmer hat man auch kein Verständnis, wenn Du zwei Monate nicht arbeitest, weil Du "knapp bei Motivation" oder "knapp bei Wissen" bist. Im Zweifel ist es besser als nichts, aber solide klingt das nicht. Wenn Du dann auch noch regelmäßig Support machen sollst, scheint es erst recht keine ideale Ausbildung zu werden. Mein Rat: Der Markt ist gut, also nutze die Chancen und siehe zu, dass Du woanders unterkommst.
  10. 6 points
    Deine Argumentation ist der typische Fall von "Mehr Verständnis für die Interessen anderer als die eigenen". Die Anderen sind in dem Falle Arbeitgeber und dessen Kunden. Dafür hast Du zahllose Absätze guter Gründe zur Hand, um zu rechtfertigen, dass Du unterbezahlt und ausgenutzt wirst. Aber nicht einen Absatz dazu, was Du wert bist. Kann man so machen. Wenn mich meine Berufserfahrung eines gelehrt hat, dann, dass Du wahlweise irgendwann aufwachen und Dich über Dich selbst ärgern wirst oder Dich Dein Leben lang weiter veräppelst und weiter Ausreden findest, warum alle anderen mehr Gehalt bekommen für weniger Arbeit bei mehr Urlaub. Ungerechte Welt eben. Persönliches Pech. Kann man nix machen. Mehr werde ich dazu auch nicht schreiben. Ist zwecklos und manche wollen es nicht anders.
  11. 6 points
    Das sagt jemand, der in eine zwei Mann Bude arbeitet und nach Bewerbern sucht? Stell dir vor, bei euch unterschreibt jemand. Ihr kauft dann vermutlich Laptop, Handy, etc. Bereitet alles vor. Und dann kündigt die Person am ersten Tag. Da kommt sicher Freude auf... ^^ Denkt euch doch mal bitte auf die andere Seite. Stellt euch vor der AG würde so handeln. "Ich schicke dem jetzt einen Vertrag. Und wenn ein besserer Kndidat kommt, kündige ich halt einfach." Redet einfach mit den Menschen. Wenn der Arbeitsbeginn nicht schon nächste Woche ist, wird niemand böse sein, wenn man sich Bedenkzeit einfordert.
  12. 6 points

    zeugnis fälschen?

    Das ist schon einmal eine harte Anschuldigung. Besonders weil es jetzt hier im Forum nicht gerade so rüber kommt, als würden du oder dein Chef die Erfahrung als ITler und als Ausbilder besitzen, um das abschließend beurteilen zu können. Aber selbst wenn, von eventuell falsch beantworteten Fragen auf einen vorsätzlichen Gesetzesbruch zu schließen, ist wirklich "seltsam". Was ich mich dabei aber frage, habt ihr weiter Interesse an dem Bewerber oder warum wollt ihr ihn jetzt genauer überprüfen? Wenn ihr ihn nicht haben wollt, wollt ihr dann einfach eure Neugier befriedigen oder wollt ihr ihm jetzt Ärger bereiten udn ihn anzeigen? Das würde ja ein tolles Bild von eurer Firma abgeben abgeben. Und wenn ihr Interesse an ihm habt, würde ich es mir trotzdem noch einmal überlegen. Jemanden einzustellen, dem man bereits im Vorfeld nicht vertraut, einzustellen halte ich für eher kontraproduktiv. Mal ganz abgesehen ob der Bewerber das danach überhaupt noch will. Ansonsten würde ich ihn eher bitten noch einmal mit den Orginalzeugnissen vorbei zu schauen anstatt selber tätig zu werden. Denn es kann gut sein, dass die betreffende Person benachrichtig wird wenn jemand persönliche Daten bei der IHK oder anderen Stellen abruft. Weil wegen Datenschutz und DSGVO dürft ihr auch nicht mehr Daten erheben als für den Einstellungsprozess nötig ist! Und weil wegen Datenschutz und DSGVO dürft ihr eventuell nicht mal seinen Namen oder andere Daten ohne seine Einverständnis an andere Stellen (IHK oder BS) weitergeben.
  13. 6 points
    "Verehrte Bahnreisende, der IC 2314 von Münster nach Hamburg" fährt heute ohne Wagen 14." Mein Reservierung: Wagen 14, Platz 26. Alles wie immer 🙂
  14. 6 points

    Gehalt gerechtfertigt?

    Ein Tipp, von meiner Seite, weil ich das gleiche gemacht habe wie Du. Ich habe zu Beginn ähnliche Konditionen bekommen (*) und kann nur sagen: Lass es! Die Kollegen sind auch woanders nett, kostenloses Wasser ist heute nichts besonderes mehr und ein Frühstück ist auch nur 100 Euro monatlich wert. Keine 500. Hinzu kommt, dass Dein Marktwert bei einer 2 Mann Bude im Anschluss geringer ausfällt als er könnte. Ein Mitbewerber, welcher bei einer 50 oder 100 Mann Bude gearbeitet hat, wird Dir fachlich nach 1-2 Jahren um einiges voraus sein und das wirst Du bei Deinen geplanten Vorstellungsgesprächen merken. Die Konkurrenz schläft nicht und Kleinstbetriebe sind selten state of the art. Und das mit Abstand Wichtigste: Magst Du das Geld jetzt auch noch nicht brauchen, das geht schneller als Du denkst. Dann wird Dir Dein Chef nicht ohne weiteres einfach so 500 Euro monatlich mehr geben, nur weil Du mit Deiner Freundin zusammenziehen willst. D.h. Deinen Verzicht wird Dir keiner danken. Im Gegenteil: Bis Du diesen Verlust wieder eingefahren hast, vergehen Jahre. Ich weiß, wovon ich rede und habe mich selbst jahrelang mit ähnlichen Argumenten veräppeln lassen. Tue Dir einen Gefallen und mach es von Beginn an besser als ich. 👍 ... (*) Wobei änhlich relativ ist. Ich habe zwar auch nur 1,8k bekommen, aber immerhin bei 13 Gehältern, 30 Tagen Urlaub und das Anno 2004. Heute wären das irgendwas um die 2,1k. In jedem Belang mehr als bei Dir und immer noch eine Frechheit.
  15. 6 points

    Neuer Job - anders als erwartet

    1a) Probleme und Bedenken kommunizieren 1b) Bewerbungen schreiben 2) Verlauf beobachten 3) erst kündigen, wenn ein neuer, passender Arbeitsvertrag dokumentenecht vorliegt
  16. 6 points

    Wie viel verdient ihr?

    Aus dem Consulting zum Endkunden. Keine Reisen mehr da Nachwuchs. Alter: 25 Wohnort: Heilbronn letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): FISI Winter 2013/2014 Berufserfahrung: 4 Jahre Vorbildung: Fachabi Arbeitsort: Neckarsulm Größe der Firma: 400.000 Tarif: Nein, aber Entgeltordnung Branche der Firma: Handel / Lebensmitteleinzelhandel Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 40 Arbeitsstunden pro Woche real: 40 Stellenbezeichnung: IT Professional Netzwerk Gesamtjahresbrutto: 79.000€ Anzahl der Monatsgehälter: 12 Anzahl der Urlaubstage: 30 (+5 da Schwerbehinderung) Sonder- / Sozialleistungen: VWL, Unfallversicherung Verantwortung: Betrieb und Projekte von WAN & DC Netzwerkinfrastrukturen (Routing, Switching, SDN, IPv6, Riverbed)
  17. 6 points

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Wir trainieren doch schon, aber die großen Oberarme wollen einfach noch nicht so klappen.
  18. 6 points

    Neue Anstellung und Wechselkriterium

    Das kenne ich meist nur von strikten Face2Face-Firmen. Die wollen dann 1. repräsentativ und optimal 2. erreichbar sein. Dass sie in der Innenstadt mit dem Auto schlecht angefahren werden können und mit den Öffentlichen auch erst nach 2x Umsteigen, fällt denen gar nicht ein. Habe oft Gespräche durch HH mit Firmen am anderen Rand Deutschlands. Die sind dann ganz erstaunt, dass man partout nicht umziehen will. Da hört man dann, dass man die Erfahrung gemacht hat, dass Face2Face einfach besser ist. Wenn ich ihnen dann sage, dass von meinen letzten 10 *DAX-Kunden 8 quasi HO in Reinform Leben, da die MA um den Globus verteilt sind und so manch einer eher bereit ist um 6 Uhr morgens in Boxershorts und Kaffee in der Indien-USA-Singapur-WebEx zu sitzen, wenn er das von zu Hause aus tun kann, als im Büro, sind alle so erstaunt, als ob man vor ihren Augen gerade das Feuer erfunden hätte. Wenn die einfach nur Kapazitäten für 30%-50% der Belegschaft vorhalten, sich am Stadtrand einmieten und das gesparte Geld in vernünftige VPN- und Remote-Arbeitsplatz-Infrastruktur und Mitarbeitergehälter stecken würden, die sie dann quasi deutschlandweit rekrutieren könnten, müssten sie sich über den selbstinduzierten "Fachkräftemangel" nicht mehr beschweren ...
  19. 6 points

    Von Bremsern und Machern

    Mir ist total egal, ob jemand seinen Job gern macht, oder nicht. IT ist auch für mich keine Berufung. Aber ich will in meinem Job Spaß haben. Immerhin verbringt man verdammt viel Zeit in der Arbeit. Und meistens ist es so, dass die Leute die keinen Bock haben, dir das Leben einfach schwerer machen. Ich bin es Leid ständig zu diskutieren, dass das ja schon immer so war. Beispiel: Wir haben ein SAP System auf Unicode umgestellt. D.h. es gibt verschiedene Anpassungen die im Quellcode gemacht werden müssen. Jedes Programm, dass irgendwann mal angepasst oder selbst entwickelt wurde, muss geprüft und ggf angepasst werden. Ich meine es waren ~9k Programme die angepasst werden mussten. Zum Teil genügte ein Haken, der in den Einstellungen gesetzt werden musste, zum Teil musste an mehreren Stellen der Quellcode angepasst werden. Unter allen Programmen waren ~2k Programme, die 1998 geschrieben wurden, seitdem Syntax Fehler enthalten und nicht mehr angefasst wurden. D.h. die Programme sind DEFINITIV nicht ausführbar! Seit 1998!. Und Dennoch haben wir mehrmals mit dem Kunden diskutiert, dass wir die Programme UNBEDINGT auch ALLE anpassen müssen, weil "wir benutzen die regelmäßig". Nein! Machen sie eindeutig NICHT! Aber Hauptsache man kann erstmal wieder eine Telko mit 15 Leute abhalten und 2 Stunden verplempern. Dass wir deshalb Code am Wochenende angepasst haben, ist ja egal. Interessiert ja den Kunden nicht. Er hatte ja Freizeit. In dem Projekt hatten wir in den letzten 4 Wochen jeden Tag 2 Telkos. Mit ~15 Personen. JEDEN. TAG. Und bei jeder Telko waren die gleichen Personen anwesend. Und am Morgen (8 Uhr) wurde JEDES MAL das gleiche besprochen wie am Nachmittag (16 Uhr) am Tag vorher. Ich will gar nicht überschlagen, was das gekostet hat. Dazu stolpere ich immer wieder über Systeme die "historisch gewachsen" sind und sitze vor dem System und glaube nicht, was ich da sehe. Aktuell ein Kunde. Ehemalige Tochterfirma eines Konzerns. Im Konzern wurden andere Daten verarbeitet, die jetzt (seit ~10 Jahren) nicht mehr benötigt werden. Deshalb wird aber das System nicht angepasst. Man hat das schließlich einfach kopiert, als man die Firma ausgegliedert hat. Ist ja alles nicht so schlimm. Nur, dass es quasi überall Mussfelder gibt, die mit Daten gefüllt werden müssen, die NIEMAND benutzt.... Aber hey. Man kann ja einfach mal eine Masse an Daten in die Datenbanken schmeißen, die keiner braucht. Weil "War ja schon immer so". Anstatt das System mal platt zu machen und neu aufzusetzen. Niemand muss sich zur IT berufen fühlen. Aber vielleicht einfach darauf einlassen. Und mir ist bewusst, dass ich für etwas, dass ich sinnlos finde dennoch bezahlt werde. Ich würde es aber lieber sinnvoller und schneller gestalten um den Rest aufzuarbeiten. Ist ja nicht so, als gäbe es manchmal auch genügend Arbeit für mehr als eine Person auf meinem Schreibtisch. Und zum Abschluss ein Zitat, dass @Goulasz sehr gern verwendet und das meiner Meinung nach zum Thema passt: "Wir haben keine Zeit einen Zaun zu bauen. Wir müssen die Rinder einfangen."
  20. 6 points

    Von Bremsern und Machern

    Oh oh, ich mache mir gleich Feinde ... Aber ich habe Verständnis für diese Personengruppe, die euch so in den Wahnsinn treibt. Meistens (aber nicht immer) sind die hier beschriebenen Leute nur Menschen, die den Job als das sehen, was er ist: einfach nur ein Job! Man kommt um 9 und geht um 5. Danach fängt das Leben an. Nicht jeder empfindet seinen Beruf als Berufung, will ständig was verbessern, sich (in seiner Freizeit) permanent weiterbilden. Ist nichts verwerfliches dran. Vielleicht rührt meine eher neutrale Haltung gegenüber diesem Personenkreis daher, dass ich die Evolution vom "Nerd" zum "Bremser" (um in der verwendeten Terminologie zu bleiben) miterlebt habe: Ein Kollege, der mit mir zeitgleich angefangen hat, war anfangs Feuer und Flamme. Hat sich permanent weitergebildet, immer was verbessert und alle Systeme State-of-the-Art gehalten. Neuste Doku im DMS keine 10 Min. nach Change. Nach einigen Jahren kam Frau, Haus und Kind. Weiterbildung blieb liegen (u. a. Fernstudium abgebrochen) und die Prioritäten verschoben sich von Arbeit zu Sohn, Familie und Hobbies. 9to5 und schleunigst Heim. Er ist immer noch bei meinem Ex-Ex-Ex*-Arbeitgeber beschäftigt. Das Informationholding ("Keine Zeit für Doku!"), welches er betreibt, ist der simple Versuch einer Besitzstandswahrung. Sonst könnte er nämlich einfach von dem frisch ausgelernten Azubi ersetzt werden, der mangels Kinder und Hobbies min. 10 Stunden in der Firma ist, sich zu Hause aus Spaß durch c't, IX und Fachbücher wühlt und am Wochenende per VPN alles ausprobiert, was er gerade gelesen hat. Alleinverdiener, Kredit, Familie. Schon leicht fortgeschrittenes Alter. Einen neuen Job mit dem aktuellen Gehalt zu finden ist nicht mehr. Hier wundert es mich nicht, wenn jemand zunächst eher an sich, denn an den Azubi denkt, der sich durch undokumentierten Spaghetticode wühlen muss. Macht auch mir als Berater das Leben nicht leicht ("Das geht bei uns nicht so schnell... Prozesse, wissensschon!" - jaja, Heim willst Du, Schalke spielt heute! Hast doch ne 04er Tasse auf dem Tisch!). Aber da habe ich - ehrlich gesagt - Verständnis für. Dann macht man seinen Job eben etwas weniger effektiv. Ist halt so. Historisch gewachsen ;-)
  21. 6 points
    Ochnöööö... ich bitte um gerichtsverwertbare Beweise, ansonsten gilt deine Aussage als Hörensagen. Genauso wie deine direkt davor stehende Behauptung.
  22. 6 points

    Genug beworben?

    Bei mir waren es ca. 10 Bewerbungen. Es ist doch vollkommen irrelevant wie oft sich andere beworben haben. Du hast dich exakt dann genug beworben, wenn du eine vernünftige Stelle bekommen hast.
  23. 6 points
    Für Erleuchtung bin ich nicht zuständig, mein Spezialgebiet ist der überraschende Paragraphenwurf in den Nacken.
  24. 6 points

    Bart auf dem Bewerbungsfoto

    Ich habe einen Bart und das auch auf den Fotos. Genau wie die langen Haare. Die Leute sollen schon wissen, auf wen sie sich einlassen. Und wer mich wegen Bart + langer Haarer nicht möchte, den möchte ich auch nicht. Also, alles tutti.
  25. 5 points

    Gehaltsvorstellung

    Ich konkretisiere hier mal. Eine realistische fixe Zahl nennen, die noch nicht dein selbstgestecktes Minimalgehalt darstellt, sondern dir noch Spielraum nach unten lassen.
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