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Ulfhednar

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  1. Das war übrigens bei einem ehemaligen Kommilitonen von mir, ich hatte nie Kurzarbeit. Bei uns sind die Leute damals entlassen worden, allerdings nicht in der IT. Das bezahlen dürfte bei der Firma nicht das Problem gewesen sein. An dem Standort gab es viel Produktion und noch ein bisschen Verwaltung, darunter auch die IT und die Entwicklung (Software wie auch Hardware). Durch den Auftragsrückgang gab es für die Produktion eben nichts mehr zu tun, die Softwareentwicklung, Werbung, Lohnbuchhaltung, Hardwareentwicklung etc. hat aber nicht plötzlich nur noch die Hälfte an Arbeit, nur weil die Produktion stillsteht. Warum das nicht anders gelöst wurde, keine Ahnung. Ich weiß nur das, was man so mitbekommt, wenn man mit ehemaligen Kommilitonen ein Bier trinken geht und davon auch nicht mehr alles, was zum einem dem Bier geschuldet ist und zum anderen den fast 13 Jahren, die das schon her ist.
  2. Ich hab mich nur der Rechtschreibfehler in meinem Beitrag schuldig gemacht ;) Ich weiß nicht, was genau du meinst. Das mit der Kurzarbeit, war während der Krise irgendwann um 2007, auch als ITler hat man da nicht einfach den Arbeitsplatz gewechselt. Und auch nicht an jedem Ort gibt es massig Arbeitgeber und wenn man dann noch in der Abteilung ganz unten steht, nimmt man sich nicht raus zu gehen, während die anderen 25 Leute in der Abteilung dableiben. Ob Leistungen erschlichen oder nicht, den Nachteil hatte in jedem Fall der Arbeitnehmer, denn auch mit Kurzarbeitergeld, ganz es insgesamt weniger. Was das heute mit den 10h angeht, so ist es eben in manchen Positionen nicht so einfach möglich zu gehen. Und gerade, wenn man einen Workshop hält oder eine größere Veranstaltung moderiert, kann das mit Vorbereitung schnell bei mehr als 10h liegen. Immerhin holt sie sich die Stunden wieder komplett zurück.
  3. Ich denke zum Arbeitnehmerwohl wird sich nichts ändern. Wer auf Mindestlohnniveau ist und Angst vor der Kündigung hat, wird nicht auf einmal Überstunden erfassen, die er vorher für Lau gemacht hat. Oder nur solange, bis der erste gefeuert wird, weil er seine Arbeit nicht in der vorgegebenen Zeit geschafft hat. Ich hatte Vertrauensarbeitszeit, aber so oder so keine bezahlten Überstunden. Und zuletzt auch ein Gehalt, bei dem sich die Gerichte einig sind, dass es ok ist Überstunden komplett abzugelten. Ich hätte nur noch mehr Aufwand, wenn ich die Telko auf dem Heimweg oder den Einsatz am Sonntag/im Urlaub dann noch zusätzlich erfassen muss. Ansonsten, meine Frau arbeitet in einem großen Konzern, auch da ist es Usus nicht einfach nach 10h zu gehen, schon gar nicht mitten in einem Workshop/Vortrag/Schulung etc. Da wird abgestempelt und wenn es die Zeit zulässt irgendwann angestempelt und entsprechend ohne zu arbeiten die Uhr laufen gelassen. So läuft das auch mit Samstagsarbeit. In dem Kriese war es auch üblich, in der Kurzarbeit einfach nach einem halben Tag abzustempeln und dann den Rest weiter zu arbeiten, zumindest in der Verwaltung, die Produktion stand still. Und das war auch kein 50 Personen KMU, sondern ein Konzern mit mehr als 5000 Mitarbeiter. Neues Gesetz hin oder her, an den wichtigen Stellen wird es leider nichts an der Arbeitsbelastung ändern.
  4. Wenn dir das die Vorfreude und den Genuss raubt, hat das nicht mehr mit gönnen zu tun. Die Diskussion hatten wir hier schon, ich gehe nicht davon aus, auf dem gleichen Niveau oder sogar mehr, was zu finden. So naiv war ich letztes Jahr im November noch. Vermutlich muss ich froh sein, was mit ~70k zu finden. Siehe auch das Angebot von gestern im Fachkräftemangel Thread. Eigentlich hatte ich auch nicht vor zu kündigen, ohne was Neues zu haben, aber die Situation und das Arbeitsaufkommen hatte sie so zugespitzt, das mir keine andere Wahl blieb und ich jetzt auch wirklich mal eine Pause brauche. Ich hatte die letzten 5 Jahre keinen Urlaub, in dem ich nicht doch was arbeiten musste. Und bei dem was ich an unbezahlten Überstunden geleistet habe, habe ich bei 65k und 40h sogar noch einen besseren Stundenlohn
  5. Ja ist mir schon bewusst. Das ist trotzdem noch zu weit weg von mir ;) Ich hatte ein Fixum von 73k und mit Sonderzahlungen kam ich auf 83k. Meine Frau ist mit IGM BW EG15 (vielleicht auch 16, weiß ich grad nicht) auch ganz gut dabei. Aktuell ist es aber nur noch ein Einkommen und derzeit habe ich ein wenig Zweifel wieder auf der Höhe einzusteigen zu können. Das schlechte Gewissen kommt daher, sich was gekauft zu haben, was unnötig ist. Etwas was es auch in günstiger (gebraucht) gegeben hätte. Geld ausgegeben zu haben, das vielleicht an andere Stelle gebraucht wird und irgendwann fehlt.
  6. Das sind Dinge für mich, die sind so weit weg das schon die Vorstellung abstrus ist. Und ja vermutlich bin ich da die Ausnahme, ich kann nun mal nicht mit Geld umgehen. Ich komme aus armen Verhältnissen, so arm wie man in Deutschland eben sein kann. Wobei ich mich schon auch noch daran erinnern kann, dass es Monate gab, in denen es zum Monatsende eher weniger zu essen gab. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um einigermaßen Geld zu verdienen. Ich habe dual studiert und hatte direkt nach dem Studium mein Gehalt verdoppelt. Das war unglaublich viel Geld, auch wenn 26k rückblickend nicht unbedingt das große Los waren, zumal ich auch da neben der Entwicklung noch Projektleitend tätig war. Und dass ich 5 Jahre später dann für 32k gewechselt habe, war auch nicht unbedingt besser. Die letzten 10 Jahre habe ich mein Gehalt dann deutlich gesteigert, allerdings auch die dafür erbrachte Leistung. Und mit der größte Luxus ist, dass ich derzeit kein Einkommen habe und mir das leisten kann. Die Dinge, die du beschreibst, das tun reiche Leute. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen wegen dem Motorrad und meine Frau eines wegen dem neuen Auto. Weil, ein gebrauchtes hätte es ja schließlich auch getan. Wir sind nun mal keine reichen Leute. Der richtige Weg zum Glück/inneren Frieden/whatever ist das vermutlich nicht. Aber das was sich hier so lese, finde ich doch ein wenig erschreckend.
  7. Wenn ich einen Tag nicht in Firma fahre, spare ich, ausgehend von meinem letzten AG, rund 12€ an Fahrtkosten und nochmal 5€ für die üblichen zwei Kaffee die ich trinke. Eventuell wäre es sogar ein Tag gewesen, an dem ich mittags essen gehe, das wären nochmal 10€ Ersparnis Muss denn Freizeit immer Geld kosten? Im Moment lese ich gerade mal wieder ein Buch und arbeite ein paar Pluralsight Kurse durch. Wenn das Wetter endlich mal wieder brauchbar ist, schwinge ich mich auf das Rad und suche ein paar Geocaches. Und selbst wenn ich dann unter der Woche an den Baggersee fahre, kostet mich das keine 10€ mehr als ein Tag sonst so kostet.
  8. Vielleicht nicht ganz so krass, aber ich hatte gestern ein Angebot, welches ich inhaltlich interessant fand. Sie suchen einen sehr erfahrenen c# Entwickler in Stuttgart im Autosar Umfeld, für Themen wie Autonomes Fahren, Fahrsicherheit, Elektromobilität. Also habe ich mal nach der Gehaltsrange gefragt, habe ja 15 Jahre Erfahrung, nur nicht in dem Umfeld. 55-65k, seien je nach Erfahrung schon drin
  9. Es kommt vor allem auch darauf an, wie man einkauft. Da wir beide Vollzeit arbeiten und beide Pendler sind (oder zumindest ich war), haben wir nur einmal die Woche samstags eingekauft, da schreibt man sich vorher auf was man braucht und kauft dann auch nur das. Bei uns im Ort gibt es halt auch nichts, wo man schnell mal hingeht. Ja wir haben da wohl unterschiedliche Lebensweisen. Ich fahre durchaus längere Touren, meist aber allein und setze mich dann sicher nicht in eines der überteuerten Ausflugslokale. Knöllchen hatte ich bisher noch keine auf dem Motorrad, Rennstrecke muss ich auch nicht haben. Längere Tour = 30€ für zweimal tanken, wenn ich meine Frau dabei habe noch mal nen zehner für ein Eis.
  10. Ist euer Hobby das Geld ausgeben? Wenn ich frei habe, fahre ich Motorrad oder Fahrrad oder gehe mit den Hunden spazieren. Ein bisschen Netflix, vielleicht auch mal wieder was zocken. Ich kann mir nicht vorstellen, Signifikat mehr Geld auszugeben, nur weil ich mehr Freizeit habe. Das ist in der Tat ein Punkt. Da habe ich auch oft drüber nachgedacht. Allerdings hatte ich bisher immer eher eine 6 Tage Woche bei einer 5 Tage Woche Bezahlung. Da wäre bei einer 4 Tage Woche wohl nur die Bezahlung geschrumpft, die stunden wären immer noch bei >40 die Woche und abschalten könnte ich trotzdem nicht. Aber mal schauen, vielleicht beim nächsten Arbeitgeber, wobei das mit dem abschalten ein persönliches Problem ist.
  11. Nur weil ich ein Auto bar bezahle, heißt das nicht, das sich meinen Lebensstandard erhöhe. Ob die Karre jetzt auf 5 Jahre finanziert wird oder bar bezahlt, macht da keinen Unterschied. Eine Erhöhung wäre es eher, wenn wir uns was Größeres als eine Kompaktklasse gekauft hätten. Vermutlich sind wir halt die Ausnahme. Die Butter ist immer noch die gleiche, wir gehen immer noch einmal die Woche ins Kaufland. Und Wein trinken wir beide auch nicht. Urlaub gibt es bei uns eigentlich auch nicht und privat sind wir beide noch nie geflogen. Jetzt wo ich gerade zu Hause sitze und nicht viel zu tun habe, fallen mir schon einige Dinge ein für die ich Geld ausgeben könnte. Aber realistisch betrachtet, bin ich, wenn ich wieder arbeiten gehe, auch wieder zwölf Stunden am Tag außer Haus und habe eh keine Zeit für den Kram.
  12. Wo geht denn das Geld so hin, größeres Auto, jedes Wochenende Steak futtern? Ich komme aus ärmlichen Verhältnissen, vielleicht bin ich auch deswegen nicht so geübt im Geld ausgeben. Als Dinks mit einem Haushaltsnetto von ~7000€ müssten wir uns schon extrem anstrengen alles auszugeben. Ich hatte zuletzt etwas über 3400,- Netto plus quartalsweise Sonderzahlungen. Ich kann nicht sagen wieviel übrig bleibt, aber im Januar habe ich gekündigt, ohne was neues zu haben. Ich habe mehr als ein Jahresnetto auf dem Konto, unsere laufenden Kosten sind alle auch mit einem Gehalt zu bezahlen. Meine Frau sich jetzt einen Neuwagen gekauft, die 27k zahlen wir direkt und ich habe ein Motorrad für 13k vor der Tür stehen. Das ist aber Luxus, der uns durchaus bewusst ist. Allerdings stützt das wieder Kwaikens Theorie, angefangen habe ich nach dem Studium mit 26k, die Steigerungen waren immer jährlich oder zweijährlich bis dann hoch auf 83k, aber eben über einen Verlauft von 14 Jahren.
  13. Na hoffentlich. Ich im Moment sehr geschockt wie wenige Firmen Homeoffice anbieten. Mal im Notfall scheint bei vielen zu gehen. Dauerhafte Tage sind deutlich seltener und mehr als einen Tag die Woche ist wohl unmöglich. Da war ich auf einem Vorstellungsgespräch, die Firma bietet laut Ausschreibung Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice, an anderer Stelle auf der Webseite steht noch groß wir bieten mobiles Arbeiten. Fand ich gut, vor allem da der Konzern an dem Standort nahe der Innenstadt keine Parkplätze hat. War das erste Gespräch und ich habe dazu nicht weiter gefragt. Auf dem Weg zum Ausgang versucht mir die Personalerin noch was zu der Stelle zu erzählen und erwähnt dabei das man als Architekt kein Homeoffice machen darf und die Anwesenheit ab 8 Uhr erwünscht ist, hätte der Abteilungsleiter so vorgegeben.
  14. Also dafür würde ich das machen, aber meine Ist-Situation ist eben eine andere. Ich pendle für deutlich weniger schon mehr als 2h täglich. Wobei das mit dem Firmenwagen jetzt auch schwierig zu bewerten ist, kommt das Geld für den noch OnTop bzw. wie wird der versteuert? 1% + 0,03% dürfte sich bei der Entfernung auch nicht mehr lohnen.
  15. Es gibt auch Partner die arbeiten Und das mit dem Haus ist nicht so einfach. Wir haben damals in zwei verschiedenen Städten gearbeitet und uns in der Mitte ein Haus gekauft. Vermutlich fahren wir jetzt bald in die gleiche Richtung. Unser Haus haben wir vor 6 Jahren gekauft, für rund 450.000€, zahlen auch noch eine Weile. Ein Haus Signifikat näher an der Stadt zum Arbeiten um auf <30 Minuten Fahrzeit zu kommen kostet vermutlich mindestens 800.000€ und das Ganze ist nicht mal München. Und zur eigentlichen Frage, ich fahr quasi schon rund eine Stunde, weil es sonst nur deutlich weniger Gehalt gibt. Und für das doppelte von meinem letzten Gehalt, fahre ich auch 5 Stunden täglich.

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