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JimTheLion

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    JimTheLion reagierte auf Lewan für ein Blogeintrag, Zahlensysteme (Dec, Bin, Hex u. Oct)   
    Hello world, 
    da es unser erstes Thema in der Umschulung war, befassen wir uns heute, mit den Zahlensystemen, die in der IT Welt ihr Zuhause haben. 
    Als kleine Themenzusammenstellung gehen wir heute auf das
    Duale Zahlensystem (Binär)  Hexa Dezimalsystem Oktadezimal System Sowie auf die Umrechnung von
    Dezimal zu Binär und zurück  Dezimal zu Hex und zurück  Dezimal zu Okta und zurück  So wie Hex zu Okta und Binär und das auch wieder zurück ein Du wirst danach, mit jedem Zahlensystem, mit einer Leichtigkeit rum hantieren können. Ich verrate dir, wie man mit einfachen Tricks, von einem zum anderen System umrechnen und welche Zahlen du dir in der IT Welt merken solltest, weil du ständig damit konfrontiert wirst.
    Das Dezimal System ist das was uns von klein auf beigebracht wurde, von Null bis 9, da man die Zahlen beliebig aneinander stellen kann, sind der unendlichen Zahl keine Grenzen gesetzt. Es ist das 10er Zahlen System. Für den Menschen ist dieses System naheliegend (10 Finger, 10 Zehen). 
    Es gibt 10 Ziffern von 0 bis 9 Der größte Wert der dargestellt wird ist die 9 Stellenwerte Der Wert der 1. Stelle beträgt 100 = 1, es ist die "Einer" - Stelle Der Wert der 2. Stelle beträgt 101 = 10, es ist die "Zehner" - Stelle Der Wert der 3. Stelle beträgt 102 = 100, es ist die "Hunderter" - Stelle Der Wert der 4. Stelle beträgt 103 = 1000, es ist die "Tausender" - Stelle usw.  Dadurch ergibt sich die Interpretation der Zahl 123 in einem Beispiel so. 
    123 = 3*100 + 2*101 + 1*102
    Macht unterm Strich 
    123 = 3 + 20 + 100
     
    Kommen wir zum ersten uns fremden System, dem Dualen Zahlensystem. Dual weil es nur zwei Möglichkeiten der Darstellung gibt. Es ist das Zweier System. Die 1 und die 0. Deshalb wird es in der IT und Mathematik Binär (bi = zwei) genannt. Das Binäre System ist das wohl wichtigste Zahlen System in der Welt der Computer, da es die einzige Sprache ist die dein Prozessor versteht. Das ist die so genannte Maschinensprache.
    Aber genug drum rum geredet, kommen wir zum ersten umrechnen. 
    Für Zahlen des Binär Systems gilt 
    Es gibt 2 Ziffern, die 0 und die 1 Der größte Wert den man darstellen kann ist die 1 Stellenwerte Der Wert der 1. Stelle beträgt 20 = 1 Der Wert der 2. Stelle beträgt 21 = 2 Der Wert der 3. Stelle beträgt 22 = 4 Der Wert der 4. Stelle beträgt 23 = 8 usw. Üblich für die Kennzeichnung einer Zahl eines Systems, hinter der Zahl, eine kleine Zahl oder einen Buchstaben dran zu hängen 
    2 oder b für das Binär System, zum Beispiel 1012 oder 100b 8 oder o für das Oktal System, zum Beispiel 458 oder 45o 16 oder h für das Hexadezimal System, zum Beispiel 2616 oder 26h 10 oder d für das Dezimal System, zum Beispiel 9910 oder 99d Interpretations Beispiel einer Binär Zahl 
    11012 = 1*1 + 0*2 + 1*4 + 1*8
    Macht unterm Strich 
    11012 = 1 + 4 + 8
    Das ergibt dann 13 in Dezimal oder 1310
     
    Das 16er System ist das Hexadezimal System. Da uns bis jetzt nur Ziffern zur Verfügung standen werden wir das nach dem Binären System das meist häufigste Zahlen System der IT Welt besprechen. Dazu kommen zu den normalen 10 Ziffern 0 bis 9 noch die Buchstaben a bis f hinzu. Früher wurden die Buchstaben groß geschrieben, was aber jetzt falsch ist. Deshalb zeige ich dir sofort die richtige Schreibweise also mit kleinen Buchstaben. 
    Für das Hexadezimal System gilt folgendes
    Es gibt 16 Ziffern, 0 bis 9 und a bis f (a=10, b=11, c=12, d=13, e=14, f=15) Der größte Wert den man darstellen kann ist der Wert 15 Stellenwerte Der Wert der 1. Stelle beträgt 160 = 1 Der Wert der 2. Stelle beträgt 161 = 16 Der Wert der 3. Stelle beträgt 162 = 256 Der Wert der 4. Stelle beträgt 163 = 4096 usw. Als kleines Beispiel rechnen wir
    c2h = 2*1 + 2*16
    Macht unterm Strich 
    2 + 192
    Das ergibt einen Dezimal Wert von 194
     
    Jetzt fragt sich bestimmt so ziemlich jeder, "wozu erfindet man sowas blödsinniges wie das Hexadezimal System?". Die Antwort ist ganz einfach. Der Einfachheit halber um die Zahlen kürzer darstellen zu können. Als Beispiel, was ist in der Darstellung kürzer? 
    43727 Dezimal,
    1010 1010 1100 1111 Binär oder
    aa cf Hexadezimal? 
    Natürlich das Hexa. Und da es größere Zahlen gibt wie 43727 denken wir mal an 1012 als Beispiel (ergibt 1 000 000 000 000) und da jede Stelle an Ziffern quasi Ressourcen bedeutet. Man aber  Ressourcen und Zeit niemals genug hat, wurde ein System entwickelt, welches noch einfach zu rechnen und trotzdem kompakter darzustellen ist. 
    Wer sich jetzt fragt warum dann das Binär? Nun es muss halt auch ein System geben welches von Maschinen gesprochen werden kann. Da man durch Strom einer Maschine sagen kann Strom an ist 1 und Strom aus ist 0, ist das die einfachste Lösung um mit wenig Aufwand komplexe Zahlen Rechnungen und Aufgaben einer Maschine bei zu bringen. 
     
    Nun das letzte Zahlensystem, das Oktale Zahlensystem. Es ist das 8er Zahlensystem (Oktopus 8 Arme). Die Zahlen 0 bis 7 werden hierbei nur benutzt. Es ist in der IT Welt nicht so oft vertreten, kommt aber hin und wieder mal vor das man es kennen sollte.
    Für das Oktalsystem gilt folgendes
    Es gibt 8 Ziffern, 0 bis 7 Der größte Wert den man darstellen kann ist der Wert 7 Stellenwerte Der Wert der 1. Stelle beträgt 80 = 1 Der Wert der 2. Stelle beträgt 81 = 8 Der Wert der 3. Stelle beträgt 82 = 64 Der Wert der 4. Stelle beträgt 83 = 512 usw. Als Beispiel berechnen wir
    23o = 3*1 + 2*8
    macht unterm Strich
    23 = 3 + 16
    Ergibt 23o = 19d  
    Jetzt haben wir ein Beispiel, an dem der Oktal Wert größer erscheint als der Dezimal Wert, aber das ist auch normal. Das Dezimal System rechnet mit 10 Ziffern, das Oktale nur mit 8. Da man nur im Dezimalsystem "dreiundzwanzig" ausspricht und im Oktalen "zwei drei" ist es extrem wichtig, die anderen Zahlensysteme niemals dezimal aussprechen. Sondern immer Ziffer für Ziffer benennen.
     
    So nun können wir beginnen, die verschiedenen Zahlensysteme umzurechnen. Wir fangen mit vier Tabellen an, damit wir leichter umrechnen können, solltest du dir diese Werte unbedingt merken, das erleichtert ungemein die Umrechnung der Zahlensysteme.
     
    Dezimal 108 107 106 105 104 103 102 101 100 Dezimal 100.000.000 10.000.000 1.000.000 100.000 10.000 1.000 100 10 1  
    Binär 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Binär 256 128 64 32 16 8 4 2 1  
    Hexadezimal 168 167 166 165 164 163 162 161 160 Hexadezimal 4.294.967.296 268.435.456 16.777.216 1.048.576 65.536 4.096 256 16 1  
    Oktal 88 87 86 85 84 83 82 81 80 Oktal 16.777.216 2.097.152 262.144 32.768 4.096 512 64 8 1  
    Du musst dir nicht alles davon merken, aber so bis 4096 in jedem System, solltest du schon im Kopf haben. Diese Zahlen kommen immer wieder in der IT-Welt vor und wer es am Anfang schon kennt, hat später weniger Probleme sich die Zahlen zu merken. Als Beispiel 210 ergibt 1024, 1 MiB (Mebibyte) hat 1024 KiB (Kibibyte). Du siehst also das sind ganz normale IT zahlen, die dir in deiner Laufbahn ständig über den Weg laufen werden.
    Dann fangen wir mal an mit dem umrechnen.
    Dezimal zu Binär
    105d wollen wir in Binär umwandeln, zunächst guckst du in die liste bei Binär wie oft die 105 in die 256 passt, 0 mal. Da die ersten nullen nicht aufgeschrieben werden, weil die Tabelle noch kilometerweit weiter nach Links geht, guckst du das du die nächstmögliche Zahl raussuchst, in dem Fall 105 wäre es die 64 (da es in 128 ja auch eine 0 ergeben würde). Du schreibst also die erste 1 und rechnest den Rest aus. 105 - 64 = 41, du schreibst am besten in eine Tabelle 1 Rest 41, dann rechnest du mit der 41 weiter, wie oft passt die 41 in die 32? genau auch ein mal, also schreibst du wieder eine und hast als Zwischenwert jetzt 11 und den Rest, das wäre bei 41 - 32 = 9. Wir merken uns 11 Rest 9. Da die 9 unsere Zahl ist mit der wir weiter rechnen guckst du wie oft die 9 in die 16 passt, 0 mal. Also schreibst du 110 Rest auf. Rest ist wieder 9 und du gehst zu der 8 hin, wie oft passt die 9 in die 8? genau 1 mal, 9 - 8 = 1. Jetzt schreiben wir wieder in der Tabelle weiter 1101 Rest 1. Das Spielchen geht jetzt so weiter, wie oft passt die 1 in die 4? 0 mal, also 11010 Rest 1, wie oft in die 2? 0 mal, also 110100 Rest 1, wie oft in die 1? ein mal also schreibst du 1101001 auf. Da die Tabelle zum ende angekommen ist, hast du deinen ersten Binären Wert schon mit einer Leichtigkeit herausbekommen, 105 in Binär ist 1101001.
    War das jetzt schwer? Ich glaube kaum. Wenn du noch etwas üben möchtest dann such dir einfach mehr Zahlen aus und wenn ich sie überprüfen soll, schreib sie in die Kommentare. Als Alternative kannst du dir auch auf dem Smartphone einen IT Taschenrechner runterladen. Unter Android kann ich dir die App Six Teen Free empfehlen. Nein das ist keine Werbung, denn ich bekomme kein Geld von den Machern der App, leider … Auf jeden Fall hast du da die Möglichkeit Dezimal, Hex, Bin und Oktal werte einzugeben und er zeigt dir sofort die restlichen Werte an, am Anfang hab ich es mir schwer getan, weil ich nicht wusste, dass man auf den blauen Balken in jeder Zeile anklicken kann, in der man die Werte eingeben möchte. Nachdem man das weiß ist dieser Rechner einfach nur Super. Einfach, klein und ohne viel Schnickschnack.
    Es wäre gut wenn du dann erst ein Paar Zahlen in Binär umrechnest, damit du dich mit der Tabelle vertraut machst und damit du das System beherrschst.
     
    Binär zu Dezimal
    Die Umrechnung ist genauso Simple. Wir rechnen mal die Zahl 1001 0011 in Dezimal um. Hier nimmst du am besten auch sofort die Tabelle zur Hand
    Binär 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Binär 256 128 64 32 16 8 4 2 1 machst dir unten noch zwei Zeilen hinzu damit du das hier hast
    Binär 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Binär 256 128 64 32 16 8 4 2 1 Binär 0 1 0 0 1 0 0 1 1                     In die vierte Zeile kannst du dann deine Zwischenrechnung reinschreiben. Dann legen wir los...
    Jetzt guckst du einfach wo überall die 1 ist, diese zahlen musst du einfach nur zusammen zählen, dann hast du die Dezimal Zahl raus. In unserem Fall ist das die
    128+16+2+1=147
    Somit ergibt der Binäre Wert 1001 0011 den Dezimalen Wert 147.
    Wie immer kannst du dir dann Paar zahlen ausdenken und diese dann umrechnen um eine Routine zu bekommen.
     
    Dezimal zu Hexadezimal
    Als erstes erstellst du dir ne Zusatz Tabelle. In dieser Tabelle steht nur ganz einfach von 0 - 15 und von 0 - 9 und die a - f, wie hier im Beispiel gezeigt
    Dec Hex 0 0 1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6 6 7 7 8 8 9 9 10 a 11 b 12 c 13 d 14 e 15 f Das dient am Anfang der Leichtigkeit und dem gewöhnen an ein 16er Zahlensystem. Du wirst merken das du am Anfang noch mit dem a-f paar mal durcheinander kommst. Das legt sich aber schnell mit der Zeit. Die Rechnung ist aber fast genauso einfach wie Dezimal zu Binär, nur das du hier mehr Kopfrechnerei hast. Aber wie sagt man so schön? damit aktivierst du natürlich deine grauen Zellen.
    Wir nehmen mal die Zahl 3048. Die wird wie immer geprüft, wie oft sie in die 256 passt... 11 mal und Rest ist 232 (11*256=2816 dann 3048 - 2816 = 232). 11 hat den Wert b, den notierst du dann inklusive Rest. Mit dem Rest von 232 rechnest du dann weiter, wie oft passt sie in die 16? 14 mal mit dem Rest von 8, 14 hat den Wert von e, den notierst du dann inklusive Rest. Mit dem Rest von 8 rechnest du dann weiter und guckst wie oft sie in die 1 passt, 8 mal und Rest 0, also schreiben wir auf 8. Zusammen ergibt es den Wert von be8
    Somit hast du grad errechnet das der Dezimalwert von 3048, den Hex Wert von be8 ergibt.
     
    Hexadezimal zu Dezimal
    Das ist genau das selbe Prinzip wie bei den anderen varianten, aber wir wollen jetzt nicht faul werden und machen eine Zahl wieder ausführlich zusammen. Wir nehmen den Hex Wert fe und wandeln ihn in Dezimal um. Wie herum du jetzt anfängst ist eigentlich egal, ich fange immer links an, weil ich dann die großen Zahlen schonmal weg hab. Wir schnappen uns das f und rechnen f*16. F ist der Stellenwert von 15 und 15*16 ergibt 240. Die Zahl notieren wir uns und nehmen uns das e vor was den Stellenwert 14 hat. 14*1 ergibt 14 und jetzt brauchen wir nur noch die beiden Werte addieren 240+14 ergibt laut Adam Riese 254. Du siehst das umrechnen ist eigentlich recht simple, sobald einer einem zeigt wie es geht.
     
    Dezimal zu Oktal
    Nachdem wir schon die schweren Sachen errechnet haben ist Oktal ein Kinderspiel (ich halte mich mit Absicht kurz, da das ganze quasi ne Wiederholung ist). Wir müssen alles nur in dem 8er System berechnen, aber die Logik wie das funktioniert ändert sich hier auch nicht.
    Ich zeige dir einmal kurz eine Zahl und du versuchst es dann mit anderen Zahlen nachzumachen. Ich kopiere nochmal die Tabelle um das umrechnen leichter zu machen und du nicht ständig hin und her scrollen musst.
    Oktal 88 87 86 85 84 83 82 81 80 Oktal 16.777.216 2.097.152 262.144 32.768 4.096 512 64 8 1
    Wir nehmen uns die Zahl 212 und wandeln diese um. Wie oft passt die 212 in die 64? 3 mal, wir merken uns die 3 und den Rest (64*3 = 192)(212-192=20) 20. Mit der 20 rechnen wir weiter, wie oft passt sie in die 8? 2 mal und Rest 4 (2*8=16) die 4 passt 4 mal in die eins, somit ergibt sich der Wert 324o .
    War doch nicht so schwer oder?
    Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter.
     
    Hexadezimal zu Binär und zurück
    Das ist im Gegensatz zu den anderen Umrechnungen ganz einfach. Nimm dir die Binärtabelle und erweitere sie um eine Zeile, wir nutzen aber nur die rechten 4 Spalten, da wir ein 16er System umwandeln, und der höchste wert 15 beträgt, brauchen wir 24 nicht mehr
    Binär 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Binär 256 128 64 32 16 8 4 2 1 Binär x x x x x        
    Wir rechnen einen kleinen Wert aus, 6bh wird erst aufgeteilt, erst rechnen wir das b um, das ist der Dezimalwert von 11, den tragen wir wie gewohnt in die Tabelle ein, 11 passt einmal in die 8, einmal in die 2 und einmal in die 1 rein, somit ergibt sich der Wert 1011. Jetzt die 6, da passt die 4 und die 2 einmal rein. Das ergibt den wert von 110. Jetzt fügen wir die beiden Zahlen zusammen und erhalten einen Binärwert von 110 1011.
     
    Zurück geht das genauso leicht. wenn du eine Binäre zahl von 110110110110 hast, trennst du sie am besten erst in 4er Blöcke auf damit du 1101  1011  0110 hast, dann schnappst du dir den ersten Block also die 1101 und wandelst den in Hex um (1*8+1*4+1*1) das ergibt dann 13, Hex ist das dann ein d, den merken wir uns und nehmen den zweiten Block um, 1011 (1*8+1*2+1*1) der Wert von 11 ergibt ein Hex b, den wieder merken und den letzten Block vornehmen 0110 ergibt (1*4+1*2) 6, damit haben wir einen Hex Wert von db6. 
     
    Oktal zu Binär und zurück
    Da man Hex zu Oktal nicht direkt umrechnet, sondern erst eine zwischen Rechnung über Binär macht, um zum Ziel zu kommen, ist das der letzte Punkt des Blogs.
    Oktal ist ein 8er System, da brauchen wir von der Tabelle die wir zuletzt genutzt haben nur noch die letzten 3 Spalten
    Binär 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Binär 256 128 64 32 16 8 4 2 1 Binär x x x x x x      
    Die Umrechnung Basiert auf der selben Logik wie die von Hex zu Binär, da die Rechnung nur mit 4, 2 und 1 gerechnet wird, werde ich mir die Rechenschritte sparen. Wir haben eine Binäre zahl von 110101100010111101, diese spalten wir wieder in Blöcke, aber diesmal in 3er Blöcke dadurch entsteht dieses Muster 110  101  100  010  111  101. Fangen wir mit den Blöcken an, 110 ergibt 6, 101 ergibt 5, 100 ergibt 4, 010 ergibt 2, 111 ergibt 7 und 101 ergibt wieder 5, jetzt packen wir alles zu einer zahl und heraus kommt 6 5 4 2 7 5 was das Ergebnis auch liefert nämlich 654275o 
     
    Zurück ist es genauso leicht aber damit wir das dann auch besprochen haben hier ein Beispiel 364o in Binär. Wieder splitten wir die Zahlen und nehmen und rechnen sie in Binär 3 ergibt 011, 6 ergibt 110 und 4 ergibt 100. Somit haben wir drei Binär Blöcke 011  110  100, da wir die erste null streichen können ist der Binäre Wert 11110100 der Oktalen Zahl 364.
    Also schwer ist was anderes oder?
     
    Ich hoffe ich war nicht all zu anstrengend und konnte dir mit dem umrechnen der Zahlensysteme helfen, falls du ein Feedback geben möchtest, nutz bitte die Kommentar Funktion, ich freue mich über jedes Feedback und beantworte es auch schnellstmöglich.
    Bis zum nächsten mal
    euer Lewan
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    JimTheLion reagierte auf Goulasz für ein Blogeintrag, Die 7 Dialogprinzipen   
    Hallo Welt!
    Jetzt gab es eine ganze Weile lang keine neuen Inhalte hier aber inspiriert durch einen interessanten Thread im Fachinformatiker.de-Forum habe ich mich entschlossen, einen Beitrag zu einem allgemein gültigen Thema zu schreiben, das mir seit einer Weile sehr am Herzen liegt.
    Den 7 Dialogprinzipien - Intro
    Die 7 Dialogprinzipien, in ISO 9241-110 als "Grundsätze der Dialoggestaltung" beschrieben, beschreiben, wie Nutzer mit interaktiven Systemen interagieren und welche Prinzipien dieser Interaktion allgemein zu Grunde liegen.
    Sie können positiv besetzt und erfüllt werden, oder verletzt. Werden sie verletzt, entstehen "Nutzungsfehler".

     Nicht so, Eierlegende Wollmilchsau, CC-BY-SA 2.5, Autor: Georg Mittendecker, Entnommen aus: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wollmilchsau.jpg
    Wichtig ist hier die feine Unterscheidung der Begrifflichkeiten. Ich spreche von "Nutzungsfehlern" nicht von "Nutzerfehlern". Interaktive Systeme, deren Benutzungsschnittstellen(User Interfaces) so gebaut sind, dass sie zum Nutzungskontext der angepeilten Benutzergruppe passen, sind wesentlich weniger fehleranfällig als Systeme, die versuchen, die eierlegende Wollmilchsau für "alle Benutzer jemals" zu sein. Eine nicht vollständige oder fehlerhafte Benutzergruppenanalyse ist einer der Hauptgründe für viele Usability-Probleme und unzufriedene Benutzer.
    Aber genug Einführung. Hier kommen sie.
    Die 7 Dialogprinzipien - Übersicht
    Vorweg: Die Großzahl auftretender Nutzungsfehler entsteht aus Verletzungen der ersten 3 hier genannten Dialogprinzipien.
    Zur Illustrierung der Dialogprinzipien halten wir uns an die folgende Aufgabe: "Einen Mietwagen buchen".
    Aufgabenangemessenheit
    Ein interaktives System ist aufgabenangemessen, wenn es den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe zu erledigen, d. h., wenn Funktionalität und Dialog auf den charakteristischen Eigenschaften der Arbeitsaufgabe basieren, anstatt auf der zur Aufgabenerledigung eingesetzten Technologie. Es kommen keine unnötigen oder nicht zur Lösung der Aufgabe benötigten Schritte vor.

    Standort-Buchung hertz.de, Screenshot, aufgenommen am 13.07.2017
    Beispiel: Wenn ich bei hertz.de als Standort "Kassel" auswähle, kann ich die Standortgruppe "Kassel DE (4 locations)" anwählen. Erst wenn ich alle anderen Eingaben getätigt habe und im Formular weitergehen möchte, muss ich einen spezifischen Standort auswählen. Ein unnötiger Schritt, den man direkt im ersten Formular bearbeiten können sollte.
     
    Selbstbeschreibungsfähigkeit
    Ein Dialog ist in dem Maße selbstbeschreibungsfähig, in dem für den Benutzer zu jeder Zeit offensichtlich ist, in welchem Dialog, an welcher Stelle im Dialog er sich befindet, welche Handlungen unternommen werden können und wie diese ausgeführt werden können.
    Beispiel: In einem weißen Suchfeld zur Fahrzeugsuche steht neben einer Lupe der Text "Hier können Sie durch Texteingabe Fahrzeugtypen suchen"
    Erwartungskonformität
    Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er den aus dem Nutzungskontext heraus vorhersehbaren Benutzerbelangen sowie allgemein anerkannten Konventionen entspricht.
    Beispiel: Ein Klick auf ein kleines Kalender-Icon in einem Auswahlbereich zur Abholung des Fahrzeugs öffnet ein Datepicker-Steuerelement.
    Erlernbarkeit / Lernförderlichkeit
    Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen der Nutzung des interaktiven Systems unterstützt und anleitet.
    Beispiel: Wenn erkannt wird, dass der Benutzer die Webseite zum ersten mal besucht, wird er durch ein Assistenzprogramm und verschiedene Highlights durch den Buchungsprozess geleitet. (Abdunkeln von zum momentanen Zeitpunkt nicht benötigten Steuerelementen) 
    Steuerbarkeit
    Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
    Negativbeispiel: Eine fehlerhafte Eingabe in einem Kontaktformular führt dazu, dass der Nutzer das gesamte Formular erneut ausfüllen muss, anstatt an den Punkt zu springen, in dem die Falscheingabe liegt.
    Fehlertoleranz
    Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann.
    Beispiel 1: Der Benutzer gibt im Texteingabefeld das Datum "23.12.2017" ein. Das System gibt einen Fehler aus und weist ihn darauf hin, dass das Datumsformat dem folgenden Schema genügen muss. "MM-DD-YYYY". Noch besser wäre hier allerdings, statt einer Benutzereingabe eine Auswahl durch z.B. ein Datepicker-Element zu ermöglichen.Beispiel 2: Der Benutzer gibt eine E-Mail Adresse im falschen Format  an und erhält eine Fehlermeldung, die als Beispiel ein korrektes Format anzeigt.
    Individualisierbarkeit
    Ein Dialog ist individualisierbar, wenn Benutzer die Mensch-System-Interaktion und die Darstellung von Informationen ändern können, um diese an ihre individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse anzupassen.
    Beispiel 1: Ein Benutzer kann dauerhaft speichern, in welchem Format Zahlen und in welcher Sprache Texte in einer Anwendung dargestellt werden sollen.Beispiel 2: Ein Benutzer hat die Möglichkeit, ein Benutzerkonto anzulegen und dort Informationen zu speichern, die er beim nächsten Lösen der Aufgabe nicht mehr manuell eingeben muss.
    Die 7 Dialogprinzipien - Fazit
    So viel zu merken ist es eigentlich gar nicht. Und wenn man die ersten 3 Prinzipien verinnerlicht hat und weiß, worauf es beim Entwickeln von Benutzungsschnittstellen ankommt, kann man das Fehlerpotential seiner interaktiven Systeme drastisch senken.
    In diesem Sinne, viel Spaß beim Überarbeiten und Entschuldigung im Voraus für all die Verletzungen der Dialogprinzipien, die ihr nach dem Lesen dieses Beitrags wahrnehmen werdet.
    Gruß, euer "devopsdad" Patrick
  3. Like
    JimTheLion reagierte auf Bitjunkie78 für ein Blogeintrag, Kurze Vorstellung + Ausblick V-Blog   
    Hallo Fachinformatiker.de Community,
    auch ich möchte mich hier eben kurz vorstellen.
    Ich bin der Marcel, 39 Jahre alt, verheiratet und komme aus Langenhagen bei Hannover.
    Ich bin gelernter KFZ-Mechaniker und habe 2002, während meiner 12-jährigen Bundeswehrzeit, meinen KFZ-Meister im FBZ Garbsen absolviert. Zum Ende meiner Dienstzeit im Jahr 2008 entschied ich mich dann dazu, im Rahmen der Berufsförderung eine IHK-Ausbildung zum IT Administrator durchzuführen. Diese absolvierte ich an einer Privatschule in Hannover.
    Ich arbeite mittlerweile seit 2011 als IT Administrator Fachrichtung Netzwerktechnik in einem sehr großen Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg, wobei ich aber in einem Werk in Hannover tätig bin. Hier verwalte ich mehrere hundert Router, Switches etc.
    Ihr fragt euch nun evtl., was ich hier auf Fachinformatiker.de suche. Nun, ich suche eigentlich nichts sondern möchte viel eher helfen.
    Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn war ich, egal in welchem Bereich ich tätig war, immer viel mit dem Bereich Aus- und Weiterbildung beschäftigt. Sei es das Ausbilden von Lehrlingen selbst oder natürlich die eigenen Ausbildungen. Ich vermute mal das ich mittlerweile so eine Art Helfersyndrom entwickelt habe J.
    Ich vertrete den Grundsatz: „Man hat erst ausgelernt, wenn alle Finger gleich lang sind“.
    Während meiner IHK-Ausbildungszeit habe ich sogar ein Bildungsportal gegründet, welches ich dann aber mangels Zeit wieder auf Eis gelegt habe.
    Mittlerweile habe ich es mir zum Hobby gemacht, kleine Videos zu bestimmten Themen zu erstellen. Hierbei setze ich den Focus auf Videos zum Thema Netzwerktechnik und genau hier möchte ich anknüpfen. 
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass FiSi oder ähnliche Ausbildungszweige vermehrt auf Videoinformation setzen. Natürlich sind Bücher und das darin enthaltene Wissen dem nicht gleichzusetzen, allerdings ist bekannt, dass das Lernen umso leichter fällt, je mehr Sinne angesprochen werden und Lehrvideos durchaus einen Beitrag zum besseren Verständnis liefern können. Ich möchte mein Wissen durch diese Art, auch wenn es vielleicht nicht so detailliert wie in den erwähnten Nachschlagewerken geschieht, weitergeben. Bisher habe ich zu meinen Videos sehr gute Rückmeldung in Sachen Verständlichkeit erhalten.
    Nun schließt sich der Kreis. Ich werde hier also einen Videoblog starten. In diesem werde ich bereits gedrehte Videos zeigen, versuchen Fragen zu beantworten und natürlich auf Themenwünsche eingehen.
    In diesem Sinne, danke für die Aufnahme und auf gutes Gelingen,
    Euer Marcel.
  4. Like
    JimTheLion reagierte auf Tician für ein Blogeintrag, Die Windows Registry   
    Windows-Registry
    Da dies mein erster Blog ist möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin Tician, 26 Jahre jung und im 2. Ausbildungsjahr zur Systemintegration (Stand 2017). Privat bin ich im Malware-Bereich aktiv - ich helfe Menschen bei der Bereinigung - und ich zocke gerne
    Mein Ziel ist es alles so anfängerfreundlich wie möglich zu schreiben. Es soll also auch jemand verstehen der sich am Anfang der Ausbildung befindet und noch keine bis wenig Erfahrungenen hat.
     
    Legen wir los!
    Was ist die Registry?
    Die Meisten haben vermutlich schon davon gehört, aber vielleicht noch nie damit zu tun gehabt - und genau so sollte es auch sein, denn die Registry ist seit Windows NT ein fester, sehr wichtiger und empfindlicher Bestandteil von Windows. Sämtliche Einstellungen von Windows (und den meisten installierten Programmen) werden dort gespeichert.
    Einstellungen? Welche Einstellungen denn zum Beispiel?
    Welche Dienste sind auf auto-start gestellt? Welches Hintergrundbild benutze ich für meinen Desktop? Ist die Firewall an oder aus? Werden die Windows-Updates automatisch gemacht oder sind sie deaktiviert? Welches Programm soll benutzt werden wenn ich eine *.txt Datei öffnen möchte (Editor, Notepad++ oder doch etwas ganz anderes)? Das und vieles mehr sind Beispiele die in der Registry zu finden sind.
    Kommen wir auch kurz zu einem anderen Beispiel: Gruppenrichtlinien! Was passiert wenn wir auf vielen PCs Einstellungen setzen möchten ohne an jeden PC einzeln zu rennen (z.B. wollen wir nicht das Benutzer die Registry verändern dürfen )? Wir benutzen Gruppenrichtlinien und die (meisten) machen auch nichts anderes als Registry-Einträge zu verändern.
    Wo ist die Registry?
    Jetzt wird es interessant. Die Registry lässt sich durch ein Windows-eigenes Tool öffnen. In unserem Fall die Regedit.exe die sich (wie manch andere Windows-Tools) standardmäßig unter C:\Windows befindet. Jetzt ist uns das aber zu mühselig jedesmal dort hin zu navigieren (das machen wir ja mit dem Editor oder der Kommandozeile auch nicht) und diese exe-Datei anzuklicken. Wir drücken einmal gekonnt die Windows-Taste+R (r für das englische 'run' also 'ausführen') und haben ein kleines Fensterchen offen mit dem wir die Windows-Tools aufrufen können. Wir geben 'regedit' ein und drücken einmal auf OK.
    Und woher weiß Windows jetzt wo es nach der Regedit.exe suchen soll wenn ich das da eingebe?
    Ich gebe euch einen Tipp: Das steht auch in der Registry (* siehe Bonus-Wissen ganz unten!)
    Bis hierhin kann man nichts falsch machen, reinschauen kostet also nichts! Was wir links sehen sollte einem Windows-Benutzer doch recht vertraut sein. Wir haben 'Ordner' die wir auf und zu klappen können und davon (meistens) ganze 5 Stück!
    'Ordner'?
    Vom aussehen her könnte man sie als 'Ordner' bezeichnen, aber wir lernen es gleich richtig. Alles was hier als 'Ordner' dargestellt wird nennt sich Schlüssel. Und wenn wir schon bei Begrifflichkeiten sind erkläre ich euch gleich auch was ein 'Hive' ist.
    Aber gehen wir mal kurz einen Schritt zurück.
    Habt ihr euch schonmal gefragt wo man das ganze Zeug auf der Festplatte überhaupt findet?
    Da ist eine rießengroße Struktur mit vielen, vielen Schlüsseln ('Ordnern'), das kann ja nicht einfach so aus dem nichts auftauchen. Und genau darum findet man die Registry in folgenden Dateien:
    C:\Windows\system32\config\System (HKEY_CURRENT_CONFIG) C:\Windows\system32\config\SAM (HKEY_LOCAL_MACHINE\SAM) C:\Windows\system32\config\Security (HKEY_LOCAL_MACHINE\Security) C:\Windows\system32\config\Software (HKEY_LOCAL_MACHINE\Software) C:\Windows\system32\config\System (HKEY_LOCAL_MACHINE\System) C:\Windows\system32\config\Default (HKEY_USERS\.DEFAULT) C:\Users\Benutzername\ntuser.dat (HKEY_CURRENT_USER) Hier mal ein Bild:

    Diese 7 oben genannten Schlüssel nennen sich Hives und sind alles woraus die Registry besteht.
    Moment mal, ich sehe doch noch andere Schlüssel! Wo ist denn zum Beispiel HKEY_CLASSES_ROOT?
    Die simple (und vermutlich erstmal verwirrende) Antwort ist: Den Schlüssel selbst gibt es nicht.
    ... ?
    Wir schauen uns das natürlich an:
    Der Aufbau der Registry
    Was wir sehen wenn wir die Registry öffnen (also diese 5 großen Schlüssel) ist eine von Windows benutzerfreundlich gemachte Ansicht.
    Nehmen wir mal an wir haben ein x-beliebiges Stück Software. Dessen Standard-Einstellungen werden unter diesem Schlüssel gespeichert:
    HKEY_LOCAL_MACHINE

    \
    Software\Classes und gelten erstmal für alle Benutzer des PCs. Wenn ich mich nun am PC anmelde, die Software öffne und irgendwelche Einstellungen mache (die natürlich nur mich betreffen sollen und nicht alle anderen user, z.B. einen blauen Hintergrund haben möchte), dann befinden sich diese Einstellungen hier:
    HKEY_CURRENT_USER

    \Software\Classes Der Schlüssel HKEY_CLASSES_ROOT führt diese 2 oben genannten Schlüssel visuell zusammen, damit wir nicht rumsuchen müssen. Nach demselben Schema bilden sich auch die übrigen Schlüssel die nicht zu den Hives gehören. Ich zeig euch das mal anhand dieses Beispiels:
    Ich habe hier einen Schlüssel (den Pfad könnt ihr im unteren Bereich des Bildes sehen) und einen x-beliebigen Eintrag erstellt:

    Ich habe nochmal einen gleichnamigen Schlüssel für den Benutzer erstellt und dem ebenfalls einen Eintrag verpasst:

    Ich habe die oben genannten Schlüssel benutzt. Ohne mein weiteres Zutun sieht es in dem HKEY_CLASSES_ROOT Schlüssel nun so aus:

    Seht ihr wie beide Einträge angezeigt werden? Windows hat die 2 gleich benannten Schlüssel (in HKLM und HKCU - die Kurzschreibweise)  zusammen gelegt.
    Und das war schon das ganze Hexenwerk für heute!
    Ich wollte es kurz halten, es würde so viel mehr zu erzählen geben! Ich wollte euch aber nicht mit der Entstehungsgeschichte langweilen, es sollte wirklich nur mal ein leichtes Kratzen der Oberfläche sein, da die Meisten vermutlich eh nie direkt in die Registry gehen müssen.
    Wenn ihr also Fragen, Anmerkungen, Lob und Kritik habt immer her damit - am Besten in die Kommentare.
     
    _____________________________________________________
    Bonus-Wissen:
    (*)Hier geht es um die sogenannte Path-Umgebungsvariable.
    Bitte was?
    Ja, das 'Ding' schimpft sich so, ist aber auch wichtig und vorallem nützlich!
    Folgendes Szenario: Ich öffne ein Konsolenfenster (ganz ohne Administrator-Rechte) und befinde mich standardmäßig in meinem Benutzer-Verzeichnis (C:\Users\Tician). Gebe ich jetzt ein 'notepad.exe' und drücke die Eingabe-taste öffnet sich ein Editor. Das läuft für viele schon automatisch. Aber denkt mal über folgendes: Muss man nicht eigentlich erst in das Verzeichnis navigieren oder den ganzen Pfad angeben um eine Datei darin auszuführen?
    Ja... Aber dabei befindet sich die 'notepad.exe' doch gar nicht in meinem Verzeichnis!
    Jupp, richtig und trotzdem öffnet es sich. Zum Verständnis müssen wir etwas weiter gehen. Geben wir also mal 'putty.exe' ein. Wir werden mit der Meldung "Der Befehl 'putty.exe' ist entweder falsch geschrieben oder konnte nicht gefunden werden" begrüßt. 'Konnte nicht gefunden werden' trifft es in unserem Fall auf den Punkt.
    Aber ich hab putty! Liegt doch direkt auf meinem Desktop!
    Auch korrekt. Was ist also passiert? Windows (und übrigens auch Linux) haben diese Path-Variable. Wir finden sie unter Windows in der Registry in diesem Schlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Environment Hier gibt es den Eintrag 'Path'. Wenn ich nun also einen Befehl oder eine Datei zum öffnen/ausführen in die Kommandozeile eingebe sucht Windows erstmal in dem Verzeichnis in dem ich mich befinde danach. In unserem Beispiel das Benutzerverzeichnis (keine Unterordner!). Wenn Windows den Befehl dort nicht findet greift es auf diese PATH-Variable zu. Da stehen einige Pfade durch Semikolon getrennt drin und Windows geht sie alle nacheinander von links nach rechts durch und sucht in den Ordnern nach meinem Befehl, also 'putty.exe'.
    Das heißt also...?
    Wenn ich jetzt diesen Path-Eintrag veränder und ';C:\Users\Tician\Desktop\' anhänge kann ich auch mein Putty jederzeit - und unabhängig davon in welchem Pfad ich mich in der Konsole befinde - aufrufen!
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    JimTheLion reagierte auf Goulasz für ein Blogeintrag, Buchvorstellung: Denkwerkzeuge der Höchstleister   
    Hallo Welt!
    In einer Zeit, in der eine unüberschaubare Menge an Informationen im Internet verfügbar und jederzeit abrufbar ist, verlieren Bücher oft zunehmend an Stellenwert. Ich sehe das anders. Ich mag Bücher, momentan besonders Fachbücher zum Thema Organisationsentwicklung und "Umgang mit Dynamik".
    Komplexithoden, Organisation für Komplexität und das titelgebende "Denkwerkzeuge der Höchstleister", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag Meinen Liebling aus dieser Kategorie möchte ich euch heute vorstellen. Hierbei handelt es sich um die "Denkwerkzeuge der Höchstleister" von Gerhard Wohland und Matthias Wiemeyer mit dem bedeutungsschwangeren Untertitel "Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen"; vorliegend in der dritten Auflage, 2012 erschienen im Unibuch Verlag.
    Vorweg: Das Buch ist kein Buch, das man einfach nur liest und dann weglegt. Es ist ein Arbeitsbuch, das man immer wieder aufschlägt, darin nachliest, stöbert und studiert, um sich immer und immer wieder teils ungläubig von den plakativ klingenden aber so einleuchtenden Thesen zu überzeugen. Ich habe es förmlich verschlungen, es bereitet mir heute teilweise noch schlaflose Nächte.
    Aber genug gewarnt, jetzt wird angefixt! Worum geht es bei den "Denkwerkzeugen der Höchstleister"?
    Inhalt
    Beschrieben werden im Buch Ansätze, die sogenannten "Denkwerkzeuge", die dienlich sein können, um Dynamik und Systeme besser verstehen zu können und mit Ihnen umzugehen. Das ganze idealerweise ohne daran zu verzweifeln oder wirtschaftlich daran zu Grunde zu gehen. Es bietet Impulse und Ansätze, die man in der eigenen Organisation unter Einbeziehung der eigenen Umgebung und der Fakten nutzen kann, um eine für sich funktionierende Lösung für verschiedene Probleme zu finden. Das ganze vor einem einfachen, nachvollziehbaren, geschichtlichen und wirtschaftlichen Hintergrund. Wieso sind die Märkte heute, wie sie sind; wieso können Unternehmen, die flexibel und agil aufgestellt sind, besser mit den engeren Märkten der Globalisierung umgehen als klassische, hierarchisch aufgebaute Konzerne, und wieso passen viele Management-Instrumente aus der klassischen BWL nicht mehr zu heutigen Anforderungen? Für all diese Fragen und mehr findet der Leser hier plausible Theorien, die als Erklärung dienen.
    "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie" - Kurt Lewin Auf keinen Fall werden hier aber "Best Practices" angeboten, die man in seinem Unternehmen umsetzt, auf einmal geschieht ein Wunder und der Umsatz steigt wie von Zauberhand in einem Jahr um 150%. So etwas gibt es nicht, bzw. wenn es funktioniert passten glücklicherweise viele Parameter beim Anwenden des Denkwerkzeugs. Unternehmen sind bedingt durch die verschiedenen Typen von Menschen, die in ihnen arbeiten, hochkomplexe Systeme, die keinen "Wenn > Dann"-Mustern folgen. Man kann vielleicht vermuten, welche Wirkung eine Maßnahme hat, sicher sein kann man sich jedoch nie.
    Und das ist auch völlig in Ordnung so. Komplexität und Dynamik sind weder schlecht noch gut. Sie sind einfach da. Wie das Wetter.
    Schlecht ist nur, darauf als Organisation nicht vorbereitet zu sein und dann nicht reagieren zu können. Denn dann steht man im Zweifel ohne Schirm und Jacke "im Regen".
    Aufbau
    Ein Hauptteil des Buches ist der Glossar, auf dem die präzisen Begriffe, die in diesem(sytemtheoretischen) Kontext genutzt werden, erläutert und eingeordnet werden. Dem voran gehen ein Vorab-Bereich in dem der Aufbau im Detail erläutert wird und 13 kurze, 10 Seiten nicht übersteigende Kapitel, die klassische Management-Thesen im Kontext moderner, dynamischer Märkte beleuchten. In diesen Kapiteln gibt es zusätzlich zu den im Fließtext sehr anschaulich formulierten Thesen und Vergleichen die sogenannten "Denkzettel". Diese beschreiben ein Problem und geben einen Hinweis, in welche Richtung man sich bewegen kann, um eine mögliche Lösung im eigenen Unternehmenskontext zu finden.
    Denkzettel "Zentrum und Peripherie" samt Kapitelresümee "Taylorismus - Aufstieg und Fall einer genialen Idee", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag Das klingt erstmal recht kompliziert, wenn man jedoch begriffen hat, dass man das Buch weder am Stück noch in der geschriebenen Reihenfolge lesen muss, sondern es immer und immer wieder als Nachschlagewerk und Referenz nutzen kann, passt dieses gut sortierte Format ganz hervorragend.
    Die Denkzettel sind ein großartiger Einstieg, um sich mit der Systemtheorie und den Denkwerkzeugen auseinanderzusetzen, wenn man in diesem Umfeld noch völlig unbedarft ist. Wer in die Tiefe gehen will, liest einfach die umspannenden Kapitel.
    Zielgruppe und Fazit
    Das Buch ist für alle geeignet, die das Gefühl haben, Projekte in ihrer Organisation laufen "irgendwie schlecht", verfehlen oft das Ziel, Kunden und Mitarbeiter sind unzufrieden, die Konkurrenz überholt uns ständig, Sarkasmus ist an des Tagesordnung, es gibt "zu viele Meetings"; aber keiner weiß so richtig wieso, etc.
    Das Buch ist definitiv nicht für Menschen geeignet, die sich eine schnelle Lösung per "Best Practice" erhoffen und der Meinung sind, man könnte per steuernder Direktive "von oben" Dinge wie Unternehmens- und Wertekultur der Mitarbeiter ändern oder steuern. Das dies nicht funktioniert, machen die Autoren immer wieder mit vielen Beispielen zum Thema "Kultur" und "Steuerung" im Unternehmen klar.
    Mir selbst hat das Buch viele Ansätze und Handlungsräume eröffnet, die mir helfen zu verstehen, wieso im Beruf so oft so viel "Theater" um Probleme gemacht wird, die eigentlich mit dem berühmt-berüchtigten "gesunden Menschenverstand" einfach zu beheben sein sollten.
    Ich nutze es regelmäßig und gehe schon fast missionarartig damit hausieren, weil ich es schlicht und einfach großartig und unendlich wertvoll finde.
    Ganz akut Interessierten aus der Umgebung kann ich mein Exemplar zum Reinschnuppern gerne auch Ausleihen. Für alle anderen gibt es in der Linksektion noch mehr Futter. Viel Spaß beim Stöbern!
    Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz
    Weiterführende Links zum Thema
    Hier gibt es die Denkzettel im PDF-Format: Denkzettel bei dynamikrobust.com Hier der Link zum Buch bei Amazon: Denkwerkzeuge der Höchstleister Intrinsify.me-Netzwerk zum Thema "Moderne Unternehmensführung" und "Sinnkopplung im Job": Intrinsify.me Wikipedia-Artikel zur Systemtheorie zum Warmwerden und Einlesen: Systemtheorie
  6. Like
    JimTheLion reagierte auf Goulasz für ein Blogeintrag, Vorstellung Goulasz   
    Hallo Welt!
    Nach langem Prokrastinieren und diversen mehr oder minder gut passenden Ausreden ist hier endlich der Eröffnungsbeitrag auf meinem Blog(bzw. in angepasster Form hier im Fi.De-Blog). Ich möchte an dieser Stelle ein bisschen was über mich erzählen, was ich hier schreiben möchte und warum ich das tue.
    Mein Name ist Patrick, die älteren kennen mich hier noch unter "Zieg0re", die nicht ganz so alten unter "Goulasz". Ich bin mittlerweile fast 30 Jahre alt, verheiratet, Vater dreier bezaubernder Kinder(ein Sohn, knapp 3 1/2, zweieiige Zwillingstöchter im Alter von 20 Monaten) und hauptberuflich zumindest auf dem Papier "Datenbankentwickler". Das mache ich bei einem mittelständischen (IT-)Dienstleister für die Automobilindustrie im schönen Nordhessen.
    Tja, und wie das in der IT(und eigentlich allem, wenn ich so drüber nachdenke) eben so ist, gibt es immer wieder Neuerungen, Änderungen, Anpassungen, die dein Weltbild in Schutt und Asche zu legen in der Lage sind. Darüber möchte ich hier schreiben. Dinge, die ich im Beruf oder privat erlebe, erfahre und die in Resonanz mit mir und meinem Leben geraten.
    DevOps als namensgebendes Thema ist so ein "Ding". Jeder kennt das, in den meisten Fällen ist die unternehmenseigene IT ein "Mittel zum Zweck", eine nicht einsehbare, undurchsichtige Kiste, ja, Abteilung, in die man ein Problem reinwirft, sich ein bisschen darüber aufregt, wieso man keine Antwort bekommt, dann irgendwann doch eine bekommt und sich dann mehr oder weniger darüber freut. DevOps als Ansatz versucht, diesen unheiligen Zirkel zu durchbrechen, wieder echt und ehrlich miteinander zusammenzuarbeiten und Wert zu schaffen.
    Die Allgemeine Systemtheorie ist noch so ein Thema. Durch einen guten Kollegen von mir und dessen Überzeugungsarbeit im Punkt Organisationsentwicklung bin ich auf Gerhard Wohlands "Denkwerkzeuge der Höchstleister" gestoßen. Das Buch, die Inhalte und die Art, Dinge zu betrachten begleiten mich seitdem in meinem Leben und machen mich, da bin ich der festen Überzeugung, ähnlich wie das Erfahren agiler Methoden zu einem besseren Entwickler, Vater und Menschen.
    Dann gibt es da natürlich noch viel, viel technischen Krempel, der mich umtreibt und interessiert. Tools für automatische Tests, Datenqualität, Monitoring... Dinge wie Docker, Hadoop, die Sprache "R" und allgemeine Dinge zur Datenverarbeitung und -visualisierung beschäftigen mich akut sehr und ich gehe davon aus, bald einiges dazu zu bloggen und damit zu experimentieren.
    Und last but not least gibt es natürlich auch viel, was mich in meiner Rolle als Vater und (Ehe-)Mann so beschäftigt. Seien es abgefahren nützliche Dinge wie dieser mitnehmbare Kindersitz für unterwegs, tolle Locations für Eltern mit ihren Kindern, Bücher und Filme zum Thema Bildung und Erziehung oder Erlebnisse, die für mich einschneidend waren.
    Was das hier auf dem Blog zu suchen hat? Bei vielen Themen, die für mich eigentlich primär arbeitsrelevant sind(Agile Methoden, Systemtheorie, DevOps, Augenhöhe, etc.) stelle ich fest, dass die Inhalte sich auch auf mein Selbstbild als Vater beziehen lassen und andersrum. Grade die Themen, in denen "Empathie" eins der Hauptthemen ist - daher auch der Untertitel dieses Blogs "empathy rocks".
    Denn sind wir mal ehrlich, ohne Empathie und ein Einfühlen und Eindenken in unser gegenüber, sei es das eigene Kind, ein Kollege, ein Kunde, der grade eine Anforderung beschreibt, kommen wir einer echten Lösung unserer Probleme auf Dauer nicht näher sondern bekämpfen nur Symptome, keine Ursachen.
    Also, ich hoffe den ein oder anderen zum Schmunzeln zu bringen, Impulse zu stiften, zum Nachdenken anzuregen oder einfach nur zu unterhalten. Für Kritik bin ich immer zu haben, scheut euch also nicht, mit mir in Kontakt zu treten oder Beiträge hier zu teilen oder zu kommentieren!
    Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz  

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