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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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vor 33 Minuten schrieb MattR:

Das 3. Band ist sehr unpopulär und viele Mitarbeiter haben damals freiwillig den Wechsel abgelehnt. 

Ja, das klingt sehr unattraktiv. Gerade im Consulting lassen sich Überstunden nur schwer vermeiden. Da hätte ich dann ständig im Hinterkopf gerade umsonst zu arbeiten. Ich vermute mal, dass das 3. Band nicht in den 6-stelligen Bereich geht?

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vor 5 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Ja, das klingt sehr unattraktiv. Gerade im Consulting lassen sich Überstunden nur schwer vermeiden. Da hätte ich dann ständig im Hinterkopf gerade umsonst zu arbeiten. Ich vermute mal, dass das 3. Band nicht in den 6-stelligen Bereich geht?

ganz knapp damals aber tendenziell eher nicht.

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vor 23 Minuten schrieb Fitschi:

Selbst da wird die Luft mittlerweile dünn. Bei meiner Frau  (6.000 Mitarbeiter - IG Metall) ist genau noch einer mit ner EG17 Stelle (was übrigens knapp 94k bei 15% Leistungszulage in BaWü sind). Der Rest bekommt vorher nen AT Vertrag angeboten.

Bei einer 35h/Woche stimmt das, bei einer 40h/Woche ist die 100k Grenze mit 15% LZ schon mit einer EG16 geknackt. Aber je nach Unternehmen ist häufig bei EG16 auch Schluss und EG17 wird kaum vergeben und 15%LZ sind auch nicht der Standard.

Allerdings zahlen Daimler oder Porsche auch übertariflich sind wohl auch um die 10% was die nochmal drauf legen, da sind die 100k also eher geknackt.

Und auch bei den AT Verträgen schieben die Leute nicht die Stunden wie es zum Teil im Consulting üblich ist.

vor 1 Stunde schrieb TooMuchCoffeeMan:

Vielleicht stehe ich da ja gerade auf dem Schlauch, aber wo genau steht denn im Gesetz, dass ab 86k € Überstunden nicht mehr ausgeglichen werden müssen? Es besteht zwar grundsätzlich kein Anrecht auf Vergütung von Überstunden, aber die Arbeitszeit ist schon sehr genau geregelt.

Dass ab gewissen Summen gerne auf den Ausgleich von Überstunden verzichtet wird ist wiederum ein anderes Thema. Gesetzlich erlaubt ist das meines Wissen nach jedoch nicht.

Es steht nicht im Gesetz und auch das ArbZG ist nach wie vor gültig, aber das Gericht hat nunmal entschieden, dass die Klausel, dass die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, für Besserverdiener erlaubt ist. Als Eingrenzung des Besserverdienenden wurde die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen, zum Zeitpunkt des Urteils  waren es auch glaub nur 72k.

Wobei ich das persönlich auch quatsch finde, in Frankfurt, Stuttgart oder München sind die 86k sind so der Knüller wie in Meck.-Pom.

Kritischer wird es dann noch für die leitenden Angestellten, für die gilt das ArbZG dann wirklich nicht mehr. Die Definition ein eines leitenden Angestellten, finde ich persönlich etwas schwammig. Von der Definition her, gehöre ich als Teamleiter mit disziplinarischer Verantwortung schon dazu.

vor 12 Stunden schrieb Kwaiken:

Es gilt wie immer "Abfeiern, wenn es die Projektlage zulässt". Nur leider, leider ... Wir würden ja, aber die Projektlage... wissensschon. 

So läuft es bei uns, jeder hat Vertrauensarbeitszeit, egal ob 30k Bürokaufperson :rolleyes: oder Senior Entwickler mit 65k.  Für 95% in der Firma ist das prima und wenn man heute länger macht, geht man eben morgen früher. Gibt sogar einige die vermutlich keine 40h bringen. Aber für die anderen 5% funktioniert das nicht, da lässt es die Projektlage eben nicht zu und wir sind seit 3 Jahren unterbesetzt und mit allem im Verzug und unsere Servicezeiten liegen immer außerhalb der üblichen Arbeitszeiten. Aber solange nur so wenige damit unzufrieden sind und von den 5% nicht mal alle meckern, sieht man auch keinen Änderungsbedarf. Und ich mache das auch nur noch ein paar Monate.

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vor 8 Minuten schrieb Tiangou:

Es steht nicht im Gesetz und auch das ArbZG ist nach wie vor gültig, aber das Gericht hat nunmal entschieden, dass die Klausel, dass die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, für Besserverdiener erlaubt ist. Als Eingrenzung des Besserverdienenden wurde die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen, zum Zeitpunkt des Urteils  waren es auch glaub nur 72k.

Ja, so wird ein Schuh draus. Wobei die 86k € da eben aus dem Hut gezaubert sind. Es gibt im Gesetz keine Grenze für solche Klauseln.

Die Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung liegt inzwischen (2019) bei 80.400 €.

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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vor 53 Minuten schrieb Tiangou:

Von der Definition her, gehöre ich als Teamleiter mit disziplinarischer Verantwortung schon dazu.

da bin ich mir nicht so sicher.

Nur, weil in deinem Titel "Leiter" steht, muss das nicht so sein.

Auch disziplinarische Verantwortung hat damit erst einmal nichts zu tun.

 

Zitat

Leitender Angestellter im Sinne von § 5 Abs. 3 BetrVG ist, „wer nach Arbeitsvertrag und Stellung im Unternehmen oder im Betrieb“:

  1. zur selbstständigen Einstellung und Entlassung von im Betrieb oder in der Betriebsabteilung beschäftigten Arbeitnehmern berechtigt ist und/oder wer
  2. Generalvollmacht oder Prokura hat, wobei die Prokura im Verhältnis zum Arbeitgeber nicht unbedeutend sein darf und/oder wer
  3. regelmäßig sonstige Aufgaben wahrnimmt, die für den Bestand und  die Entwicklung des Unternehmens oder eines Betriebs von Bedeutung sind und deren Erfüllung besonderer Erfahrungen und Kenntnisse voraussetzt.

 

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vor 11 Minuten schrieb fleschmaster:

da bin ich mir nicht so sicher.

Nur, weil in deinem Titel "Leiter" steht, muss das nicht so sein.

Bei Wiki steht der Text auch, da steht aber nicht "und/oder" sondern nur "oder", also muss wohl auch nur eines zutreffen. Für mich eh nicht relevant, ich habe keine disziplinarische Verantwortung, die habe ich abgelehnt und zwar aus anderen Gründen (Kein Bock auf Problemgespräche mit Leuten, mit denen ich noch als Entwickler direkt zusammenarbeiten muss und da gab es potenzielle als das Thema bei mir war). Ich denke in einem KMU könnte es schnell passieren, dass man als leitender Angestellter gelten könnte.

Aber ich würde das Spiel nicht mitmachen, leitende Funktion gerne, dafür auch mal mehr arbeiten ohne Ausgleich, wenn die Kohle stimmt kein Problem. Bei einer Firma, die sich darauf beruft, dass für leitende Angestellte das Arbeitszeitgesetz nicht gilt, niemals! So nötig hab ich weder das Geld, noch das Verlangen Leute unter mir zu haben.

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vor 1 Stunde schrieb Tiangou:

[...] Es steht nicht im Gesetz und auch das ArbZG ist nach wie vor gültig, aber das Gericht hat nunmal entschieden, dass die Klausel, dass die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, für Besserverdiener erlaubt ist. Als Eingrenzung des Besserverdienenden wurde die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen, zum Zeitpunkt des Urteils  waren es auch glaub nur 72k.[...]

Laut dem Urteil von um die 2010 rum waren das 67k, wobei die Grenze mittlerweile laut anderen Urteilen wohl auch angehoben wurde.
Da gibt es mittlerweile diverse Urteile zu. 

vor 1 Stunde schrieb Tiangou:

Wobei ich das persönlich auch quatsch finde, in Frankfurt, Stuttgart oder München sind die 86k sind so der Knüller wie in Meck.-Pom.[...]

Klar, aber wie sollte das denn im Gesetz oder in Entscheidungen vom Gericht entsprechend berücksichtigt werden? Klar könnte man einen Preisindex noch dafür heranziehen, um auszuwerten, wie hoch das Entgelt am Arbeitsplatz im Vergleich zu anderen Regionen ist, aber das würde alles dann noch einmal verkomplizieren.
Ich denke bei dem Gehalt kann man auch durchaus damit leben, solange es sich nicht um zu viele Stunden handelt - dann kann man aber halt auch persönliche Konsequenzen daraus ziehen und sich auf andere Positionen bewerben.

 

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Sobald ein Mitarbeiter die Beitragsbemessungsgrenze erreicht und eine disziplinarische Personalverantwortung hat, die der/m Angestellten Befugnisse zur Einstellung und Entlassung von Mitarbeitern einräumt, ist die Bedingung für den lockeren Kündigungsschutz und auch die lockere ArbZG-Auslegung grundsätzlich erfüllt. 

Im Einzelfall kann vor Gericht auch mit üblichen Gehältern für die Region argumentiert werden. Eine Platte Auslegung, dass Jobs mit Bezahlung über  der BBG sofort ein lockerer Kündigungsschutz bzw lockere ArbZG-Regelung bedeuten, ist halt falsch. Es ist wahrscheinlicher, dass es sich dann um  leitende Angestellte handelt.

Die dritte Bedingung ist relativ schwammig und lässt noch viel Raum für Interpretationen ;)

Im Regelfall ist damit ein Geschäftsführer ohne Prokura gemeint. Da es aber mannigfaltige Unternehmenskonstrukte gibt, ist da so viel Freiraum nötig, um alle Varianten möglichst abzudecken.

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Am 14.1.2019 um 15:42 schrieb Ulfhednar:

Ich bezog mich auf C# und das .NET Umfeld nicht allgemein auf Senior Entwickler. Da sind Bosch, Daimler und Porsche weitestgehend raus.

Ich bin Senior mit Projekt- und Führungsverantwortung bzw. entsprechender Erfahrung und nach 3 Monaten erfolgloser Suche muss ich mich langsam auch auf Stellen mit weniger als 70k einlassen.

Hier ist z. B. eine .NET Stelle, die zwischen 70k und 90k ohne jegliche Führungsverantwortung bietet: https://skipsearch.de/jobs/senior-net-entwickler-m-w-d-duesseldorf/

Sehr sympatisch, dass die Benefits (30 Tage, Gleitzeit, Sabbatical, Firmenwagen, KV, Betriebskindergarten, Lebensarbeitszeitkonto) mehr Raum in der Anzeige annehmen als die (meines Erachtens nach sehr überschaubaren) Forderungen. 

Aber wahrscheinlich findest Du auch hier irgendwo ein Haar in der Suppe und lamentierst weiter, dass Du dich jetzt auf Stellen mit weniger als 70k einlassen wirst müssen (SCNR) 😉 

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vor 4 Stunden schrieb Kwaiken:

Hier ist z. B. eine .NET Stelle, die zwischen 70k und 90k ohne jegliche Führungsverantwortung bietet: https://skipsearch.de/jobs/senior-net-entwickler-m-w-d-duesseldorf/

Sehr sympatisch, dass die Benefits (30 Tage, Gleitzeit, Sabbatical, Firmenwagen, KV, Betriebskindergarten, Lebensarbeitszeitkonto) mehr Raum in der Anzeige annehmen als die (meines Erachtens nach sehr überschaubaren) Forderungen. 

Klingt alles sehr gut, auch die Skills hab ich parat.

vor 4 Stunden schrieb Kwaiken:

Aber wahrscheinlich findest Du auch hier irgendwo ein Haar in der Suppe und lamentierst weiter, dass Du dich jetzt auf Stellen mit weniger als 70k einlassen wirst müssen (SCNR) 😉 

Ja muss ich auch, denn selbst 90k sind mir zu wenig um von Stuttgart nach Düsseldorf zu pendeln. Bei 800km täglich bleibst sonst einfach nichts vom Gehalt übrig. Und mit Familie und Immobilie bin ich leider nich mehr so flexibel.

Ich hatte erst vorige Woche ein Gespräch in Frankfurt, leider war dann doch potenziell weniger Homeoffice möglich, als die Stellenbeschreibung versprach. Hab wirklich eine ganze Weile überlegt, aber 2h einfache fahrt und 170km sind es nicht wert.

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vor 29 Minuten schrieb Ulfhednar:

Ja muss ich auch, denn selbst 90k sind mir zu wenig um von Stuttgart nach Düsseldorf zu pendeln. Bei 800km täglich bleibst sonst einfach nichts vom Gehalt übrig. Und mit Familie und Immobilie bin ich leider nich mehr so flexibel.

Kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich bin ja im Consulting unterwegs. 2 Nächte, 3 Tage vor Ort, Rest im HO funktioniert bei mir prima. Vielleicht würde der AG und die Family sich darauf einlassen. Oder Du packst nach der Probezeit die Family ein und vermietest die Immobilie. Bei den Benefits würde ich mir das tatsächlich überlegen. Schon alleine Lebensarbeitszeitkonto ist Gold wert, finde ich.

DUS ist ganz Ok, wenn auch das Alt sch* schmeckt. Dafür ist Kölsch nicht weit. Und bei 250k MA weltweit sollten auch genug Karriereoptionen für die Zukunft vorhanden sein.

Ansonsten scheint das Motto zu sein: Job-Skillset, Gehalt/Benefits, Entfernung. Pick 2. 

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