Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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Ja eben. Sogar wenn du als Selbstständiger deinen Bruttolohn bekommst stehst du im Endeffekt häufig schlechter da. Da gibts nämlich keine Arbeitgeberbeiträge zu sozialversicherung etc. Nur bedenken das viele nicht oder lassen sich auch "Erpressen". Lieber mit weniger Lohn selbstständig als gar keine Arbeit.

Allein das diese Angebote in letzter Zeit ständig zunehmen finde ich nicht förderlich für den gesamten IT-Arbeitsmarkt

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Gibt es wirklich einen Fachkräftemangel? Ich glaube nicht... Es gibt nur ein Mangel an Fachkräften die für miserable Löhne arbeiten wollen den Mangel gibt es nicht nur in der IT.

Bei uns in der Firma herrscht auch ein Fachkräftemangel, als Dauerzustand, was auch der Grund ist warum Überstunden gemacht werden müssen (Wir wissen das, wir suchen ja, aber wir finden keine qualifizierten). Naja ehrlich gesagt wundert mich das nicht, Bewerber die mehr als 3k im Monat fordern werden gleich aussortiert, da wird der Lebenslauf garnicht mehr gelesen.

Wer weniger fordert und nebenbei noch einige Jahre Programmiererfahrung mitbringt hat dann gute Chancen eingeladen zu werden, natürlich nicht ohne das die Forderung auf maximal 2.5k Monatslohn gedrückt wird.

Angeblich ist nur einer von zehn Bewerbern qualifiziert, ich denke eher es sind acht von zehn, nur verlangen die sieben übrigen ein angemessenes Gehalt.

Und wer schafft es dann letztendlich in die Firma? Die die so verzweifelt sind das sie nichts anderes finden und für den Hungerlohn arbeiten und bei ihren Fähigkeiten entsprechend übertrieben haben, oder die, die vom Arbeitsamt vermittelt werden.

Laut diverser anderer Kommunikationsplattformen im Internet (unter anderem das heise Forum) sind Fachinformatiker auch gar nicht relevant beim Fachkräftemangel da diese einfach keine Fachkräfte sind, sondern niedriger angesiedelt sind (also weit unter den Akademikern).

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Laut diverser anderer Kommunikationsplattformen im Internet (unter anderem das heise Forum) sind Fachinformatiker auch gar nicht relevant beim Fachkräftemangel da diese einfach keine Fachkräfte sind, sondern niedriger angesiedelt sind (also weit unter den Akademikern).

Gibt es für die Aussage, das Fachinformatiker keine Fachkräfte sind, andere seriöse Quellen als das heise Forum? Bzw. wie definierst Du "Fachkraft"?

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Ich finde auch den Wildwuchs an Berufsbezeichnungen teilweise sehr abschreckend: (Junior-/Senior-)Software-Developer, (Junior-/Senior-)Software-Engeneer etc. pp.
Was ist daran abschreckend und vor allem: Was ist daran ungewöhnlich? Stellenbezeichnungen für eine "normale" Sekretärin sind genauso unterschiedlich und trotzdem weiß jeder, was gemeint ist.

Das ist doch das schöne an Sprache, dass man auch Feinheiten damit ausdrücken kann. Und eine Stelle als "Softwareprogrammierer" (furchtbares Wort aber schon gesehen) hat für mich auch immer einen leicht anderen Schwerpunkt als "Software-Engineer". Letzteres umfasst einen leicht anderen Bereich.

Warum kann man sich nicht auf eine einheitliche Berufsbezeichnung oder zumindest einheitliche Kriterien für die Verwendung der verschiedenen Bezeichnungen einigen?
Weil es keinen Job gibt, auf den die dann standardisierte Berufsbezeichnung 100% passen würde. Was willst du da auch standardisieren? Anders gefragt: Welche Berufsbezeichnung würdest du wählen und nach welchen einheitlichen Kriterien würdest du jemandem erlauben zu sagen "Ich bin XYZ"?

Ab wann ist man z.B. Junior-Software-Developer ab wann Senior-Software-Developer? Hängt das vom Lebensalter oder der Berufserfahrung ab?
Von der Berufserfahrung.

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Weil es keinen Job gibt, auf den die dann standardisierte Berufsbezeichnung 100% passen würde. Was willst du da auch standardisieren? Anders gefragt: Welche Berufsbezeichnung würdest du wählen und nach welchen einheitlichen Kriterien würdest du jemandem erlauben zu sagen "Ich bin XYZ"?

Naja, man könnte sich wenigstens auf Kriterien für Prefixe "Junior" und "Senior" einigen. Dann wüsste ein Bewerber beispielsweise schon gleich, das er mit seinen 3 Jahren Berufserfahrung eher schlechte Chancen auf einen Job als "Senior Software-Developer" hat, weil dafür z.B. mindestens 10 Jahre Berufserfahrung erwartet werden.

Ab wann ist man z.B. Junior-Software-Developer ab wann Senior-Software-Developer? Hängt das vom Lebensalter oder der Berufserfahrung ab?

Das war übrigens 100% Ironie ;)

bearbeitet von Systemlord

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Man muss erstmal "Fachkraft" defninieren.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Unixadministrator

Ist ein Unixadmistrator schon eine Fachkraft? Oder ist erst eine Fachkraft, wenn er spezilisiert ist z.B. auf AIX (viele suchen ja einen AIX-Administrator und keinen Unixadmin)? Oder ist er erst Fachkraft, wenn er sich zusätzlich spezialiseirt hat auf dem AIX z.b. mit Clustering oder Hardening? Oder ist er erst Fachkraft, wenn er sich zusätzlich mit Coredumpanalysen auskennt und jeden hexvalue per Du anspricht? ...

Man kann da ziemlich weit in die Tiefe gehen und genau das ist der Knackpunkt. Einen Fachkraftmangel an "normalen" Unixadministratoren - also jemand der sich darauf bewegen kann, User einrichten, Quota erstellen, patchen, etc. - sehe ich auch oft nicht. Kennste ein Unix, kennste alle. Aber sobald es um tiefergehende Spezialisierung geht, wird es immer dünner und immer schwieriger überhaupt Personal zu finden - speziell wenn man nicht bereit ist einen "normalen" Unixadmin zu nehmen und den dann mal 1-2 Jahre ausbildet um so ein Spezialist zu werden.

Insofern ist Fachkräfemangel Definitionssache und man kann das immer schön so auslegen wie es einem passt.

bearbeitet von bigvic

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Gibt es für die Aussage, das Fachinformatiker keine Fachkräfte sind, andere seriöse Quellen als das heise Forum? Bzw. wie definierst Du "Fachkraft"?

Ich definiere garnicht, ich wurde nur als FI auf die Stufe eines Handlangers degradiert als ich bei dem Thema Fachkräftemangel im heise Forum mitgemischt habe ;)

Von der Berufserfahrung.

Ja und bei den meisten Firmen ist die nur in Jahren zu messen und sonst in nichts. Und wenn der Entwickler mit 2 Jahren Berufserfahrung fachlich besser Qualifiziert ist und Kenntnisse über eine größere Bandbreite hat ist der trotzdem nur Junior, auch wenn der Senior nebenan seit 6 Jahren das gleiche macht und das hauptsächlich das surfen im Inet ist.

Dann gibts noch die Firmen die gut qualifizierte auch mal eher Befördern, so ist es mir passiert. Innerhalb von zwei Jahren vom Junior zum Senior (natürlich auch mit der Verantwortung). Und jedesmal gabs einen Gehaltssprung von 7%. Da ich "nur" mit 30k eingestiegen bin, bekomm ich eben als Senior auch noch keine 35k im Jahr. Die einzigsten Erfolge sind die, das die Firma für vergleichsweise wenig Geld viel Verantwortung auf dem Mitarbeiter ablädt und der erstmal keine Chancen mehr auf eine Gehaltserhöhung hat.

Ich hab davon nichts, wenn ich mich bewerbe kann ich mich mit 2 Jahren Berufserfahrung doch nur als Junior Bewerben.

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Aber sobald es um tiefergehende Spezialisierung geht, wird es immer dünner und immer schwieriger überhaupt Personal zu finden - speziell wenn man nicht bereit ist einen "normalen" Unixadmin zu nehmen und den dann mal 1-2 Jahre ausbildet um so ein Spezialist zu werden.

Das dürfte wohl die Hauptursache für den (angeblichen) Fachkräftemangel sein: Viele Unternehmen sind anscheinend nicht mehr bereit mehr zusätzliche Zeit in die Ausbildung von neuen Arbeitnehmern zu investieren als unbedingt nötig. Frei nach dem Motto:

Lernen tun hier nur die Azubis. Alle anderen arbeiten!
Aber was will man in einer Zeit, in der Angestellte eher als Kostenstellen denn als Quelle der Wertschöpfung angesehen werden, anderes erwarten.

Nur wird sich diese Einstellung in naher Zukunft sicherlich jämmerlichst rächen, da es in Zukunft wohl laut vielen Experten dank des kontinuierlichen Geburtenrückgangs wieder mehr freie Stellen als Bewerber geben wird.

Ich definiere garnicht, ich wurde nur als FI auf die Stufe eines Handlangers degradiert als ich bei dem Thema Fachkräftemangel im heise Forum mitgemischt habe

heise Forum = Troll-Hochburg :floet:

bearbeitet von Systemlord

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Nur wird sich diese Einstellung in naher Zukunft sicherlich jämmerlichst rächen, da es in Zukunft wohl laut vielen Experten dank des kontinuierlichen Geburtenrückgangs wieder mehr freie Stellen als Bewerber geben wird.

Nunja, lokal gesehen mag das vielleicht in der Theorie stimmen und könnte dann vielleicht in 15-20 Jahren zu spüren sein, global gesehen aber nicht. Entweder wird verlagert und/oder Personal "eingeflogen" - machen andere Länder/Branchen schon seit Jahrzenten so.

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Mag sein, aber auch zum Einfliegen von Personal müssen die Arbeitgeber aktiv auf potentielle "Opfer" zugehen und Werbung für sich machen. Bislang brauchten sie das eher wenig zu machen, da es ein relatives Übergewicht an Bewerbern gab und man quasi nur auf den richtigen warten musste.

Es sei denn, der Arbeitgeber hat sich in seiner Personalpolitik auf das Abwerben von Mitarbeitern bei der Konkurrenz beschränkt ;)

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Naja, man könnte sich wenigstens auf Kriterien für Prefixe "Junior" und "Senior" einigen. Dann wüsste ein Bewerber beispielsweise schon gleich, das er mit seinen 3 Jahren Berufserfahrung eher schlechte Chancen auf einen Job als "Senior Software-Developer" hat, weil dafür z.B. mindestens 10 Jahre Berufserfahrung erwartet werden.
Selbst das halte ich für nicht durchsetzbar.

Nehmen wir mal an, ich bin seit 15 Jahren als Softwareentwickler im C++ Umfeld tätig und entscheide mich dann auf Java-Entwicklung umzusteiegen. Bin ich dann Senior, Junior oder "normaler" Entwickler? Für alle drei Bezeichnungen gäbe es gute Begründungen.

Und abgesehen davon: Wo bleibt denn dann der Spaß beim ganzen?

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@Systemlord

Ich bin schon seit über 10 Jahren im Geschäft und habe mich jetzt selbständig gemacht.

Offiziell bin ich auch "nur" ein Fachinformatiker - obwohl ich deutlich mehr Erfahrung durchs Hobby hatte als ein Frischling.

Ich bin dann durch einen Zufall gleich mit der ersten Initiativ-Bewerbung ziemlich gut in die Autoindustrie in den Entwicklung eingestiegen. Da habe ich mich dann auch gefragt, was macht denn einen Softwareentwickler aus und was bedeutet Junior- und Senior- und was stellt sich der "Kunde" darunter vor und ich habe auch die hochgelobten Informatiker (Studenten) aller Richtungen, und natürlich auch die Doktorträger usw. alle kennengelernt und dabei z.B. festgestellt, daß viele "Fachleute" ihrem Titel aus meiner Sicht nicht unbedingt würdig sind und sie vergleichbarer mit anderen Berufen macht. Es gab dort außer mir natürlich auch andere Fachinformatiker und durch die Reihe konnte ich feststellen, daß die Lehrzeit, das angeeignete Schulwissen und eventuelle Titel im Job nicht alleine ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit sind.

Jeder von denen, der nicht das Glück hatte entsprechend CAD-bezogene Themen und Arbeiten schon während der Ausbildung/Studium durchzuführen, stand anfangs immer als Unbrauchbarer da und konnte nichts mit seinem Titel anfangen. Die Aufnahmefähigkeit und Lernfähigkeit der einzelnen Personen machte deutlich mehr aus als alles andere, damit die Person im Ansehen stieg, sinnvoll etwas beitragen konnte und entsprechend akzeptiert wurde.

Also bitte gerne nicht "nur" vom Fachinformatiker reden - das ist nicht von Bedeutung. Heute frägt mich auch keiner mehr nach meiner Ausbildung - die Kenntnisse und Erfahrungen haben 100fach höheren Stellenwert. Mir unterstellen schon lange die meisten ein Studium, wie sich herausgestellt hat.

Thema Junior und Senior: Von mehreren Seiten kam ziemlich eindeutig rüber, daß das ungeschriebene Gesetz heißt, daß ein Junior mindestens 2 Jahre Erfahrung (Tätigkeit) im gesuchten Bereich hat und ein Senior mindestens 5 Jahre. Das persönliche Alter spielt dabei keine Rolle. Weicht die Anforderung von diesem Zeitrahmen ab (v.a. nach oben), wird das ausdrücklich in die Ausschreibung erwähnt.

Softwareentwickler: Mein Verständnis eines Softwareentwicklers ist v.a. die Kenntnisse von verschiedenen IT-Systemen und Entwicklungsmethoden und die Fähigkeit ein Problem zu erfassen, systematisch eine effektive Lösung zu erstellen, diese zu beschreiben und möglichst auch noch selber bis zur Abnahme umzusetzen, falls kein Team im Hintergrund steht. Das Bild hat sich auch beim Kunden so gezeigt.

Ich bezeichne mich auch nicht mehr so oft als Fachinformatiker, sondern als Softwareentwickler, weil ich während meiner herkömmlichen Tätigkeiten, die mit Softwareentwicklungen nichts zu tun hatten, eigenständig neue Tools erstellt habe um die Arbeit zu erleichtern und ich später sogar eigene Entwicklungsaufträge beim Kunden mit Projektplanung, Kostenvoranschlag und Auftragsvolumen (Geld) heraushandeln konnte und meist komplett in Eigenregie umgesetzt habe - bis zum Rollout und Schulungen. Aus einem Projekt wurden dann schnell viele viele andere und so habe ich mir einen recht guten Ruf zugelegt. Währenddessen habe ich fast alles gelernt, was ein Spezialist in einem bestimmten Fachbereich in der Auto-IT (EDM/PDM/PLM) wissen muß, die Methoden der Konstruktion habe ich mir auch nebenbei angeeignet, kann mit den meisten gängigen Tools, die in der Entwicklung so eingesetzt werden bis auf Adminniveau umgehen (ja, ich hatte von den Berechtigungen in den meisten Systemen den Admin oder höchste Projektrechte zugewiesen bekommen) und habe später sogar Ingenieure in entsprechenden Themen ausgebildet ohne jemals einen Ausbilderschein gemacht haben zu müssen.

Unter einem Softwareentwickler stellten sich alle Kunden aber deutlich mehr vor als einen Standardinformatiker, deshalb wäre ich vorsichtig mich so zu bezeichnen - auch wenn diese Bezeichnung nicht geschützt ist, also rechtlich keine Gefahr droht. Bei mir mit meinem Erfahrungsschatz ist das kein Problem - ich habe Referenzen.

Was ich oft im Forum lese, ist daß man denkt ein Programmierer wäre ein sturer Codehacker, der keine Ahnung von den höheren Ebenen hat und vom Softwareentwickler klar instruiert wird. Das ist totaler Humbug. Kein Programmierer kann auch nicht anspruchsvolle Softwareentwicklungen umsetzen und eigene Lösungen entwickeln, wenn er nicht weiß, worum es geht, was den Teamköpfen beim Denken durch den Kopf ging und wenn er das anvisierte Ziel nicht auch schon im Geiste vor sich hat. Es gibt meiner Erfahrung nach keine sturen Codehacker ohne Hirn. Der muß genauso die Sprache der Entwickler sprechen und denken können, sonst kommt nur Müll heraus. Von diesen komischen Vorstellungen über Programmierer sollte man sich trennen. Die wenigsten sind die Kellerhacker, wie man sie in den Medien gerne mal präsentiert.

@Robin

Ich habe schon für beide im Artikel erwähnten Firmen gearbeitet und kann nur sagen, daß ich diese blöden Online-Formulare niemals auch nur angefangen habe auszufüllen. Man wird zwar gerne darauf verwiesen, allerdings hat sich bisher auch keiner über Initiativbewerbungen beklagt. Es gibt auch noch die Möglichkeit Jobs bei diesen Firmen über Dritte anzugehen, was meistens deutlich einfacher vom Bewerbungsprozeß her ist. Das Timeout-Problem kann ich mir gut vorstellen - meistens kann man das schon eingetippte noch nicht einmal zwischenspeichern. Was das soll, verstehe ich auch nicht - so kann ja nur ein Ausfüllroboter das ganze richtig hinbekommen.

Am einfachsten ist es, herauszufinden, wo die Jobs genau gesucht werden und sich zu einem der Teamleiter oder besser Projektleiter durchverbinden zu lassen. Hat man so einen Kontakt erst einmal hergestellt geht das deutlich unbürokratischer und man kann im direkten Gespräch meist schon schnell feststellen, ob man paßt oder nicht.

Die unmöglichen Forderungen, die oft gestellt werden, werden meisten gar nicht erwartet oder lassen sich auch mal runterhandeln, wenn man in den wichtigsten Positionen ausreichend Kenntnisse hat, was man auch gerade im persönlichen Gespräch schneller herausfindet. Das Suchen von Kunden nach absoluten Spezialisten mit Sonderkenntnissen, die oft nicht einmal ausgebildet werden, also der Bewerberkreis mehr als überschaubar ist, wird von vielen Firmen auch gemacht, um sich späteren Bedarf zu sichern, auch wenn man gar nicht benötigt wird - Namen im Vorfeld zu sammeln lohnt sich für den Kunden dann in jedem Fall.

Mich verwundert nur, wie oft unmögliche Stellenanforderungen mit unmöglichen Stundensätzen gesucht werden. Wenn dann noch nicht mal eine tatsächliche Stelle existiert, die besetzt werden könnte (hab ich auch schon mal hintenherum woanders herausbekommen), dann kann dahinter nur stecken das Bild als Arbeitgeber und die Offenheit nach außen zu demonstrieren, um sich so als scheinbar hochwertiger Arbeitgeber darzustellen - für wen auch immer. Günstigere Imagewerbung gibts nicht - echte Werbung ist deutlich teurer. Natürlich wird das niemals einer offen zugeben. Allerdings ist das nach einem Artikel, den ich früher mal gesehen habe, eine oft angewendete Methode.

@perdian

Ich würde meine erworbenen Bezeichnungen nie ändern - auch bei sich wechselnder Qualifikation. Du mußt die Anforderungen lediglich erfüllen und im Gespräch sollte man so ehrlich sein und sagen, wie lange man Erfahrungen mit der neuen Programmiersprache oder Spezialität tatsächlich hat. Irgendwann kommt das sonst meistens eh heraus - was aber dem Kunden vollkommen egal wäre, wenn Du Deinen Job ansonsten in der Zwischenzeit bis dahin hervorragend ausgeübt hast.

bearbeitet von Crush

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@Crush

traumhafter Lebenslauf. Aber wäre so ein Lebenslauf in unserer heutigen Zeit noch möglich? Du schreibst ja selbst

daß ich diese blöden Online-Formulare niemals auch nur angefangen habe auszufüllen
?

Morgen finde ich wohl etwas Zeit deinen doch sehr langen Beitrag ausführlich zu lesen.

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Diese blöden Formulare gabs schon vor 10 Jahren, aber auch aktuell in eigener Sache (Selbständigkeit) habe ich viele Kontakte zu unterschiedlichsten Firmen aufgenommen, z.B. wegen Projektaquise, mögliche Kooperationen, usw. - auch wenn man auf Firmen-Homepages auf solche Formulare verwiesen wurde, habe ich immer erstmal angerufen und gezielt direkt Kontakt zu relevanten Personen im Zielbereich aufgenommen - auch um sicher zu stellen, daß die Sache für mich interssant ist - und bei Interesse einfach E-Mail-Formulare verschickt. In einem Fall habe ich sogar einfach alle Projektportfolios gesammelt und sogar eine Multi-Anfrage gestellt: Folgende Projekte wären für mich interessant und kämen potentiell in Frage: (10 Stück aus unterschiedlichsten Projektpools aufgelistet). Hat prima geklappt und es haben sich tatsächlich mehrere Abteilungen aus der Firma daraufhin gemeldet. Gerade das Daimler-Online-Formular habe ich kürzlich mal spaßeshalber näher angeschaut - wer das wirklich ausfüllt, der beweist bestenfalls Sturheit wie ein Esel, sofern er es schafft alles rechtzeitig vor dem Timeout auszufüllen. Effektiv nimmt er den Leuten nur die Arbeit ab, die regulären Bewerberinformationen in deren Systeme eintippen zu müssen und wird automatisch auch zur Preisgabe von mehr Informationen aufgefordert, als für eine Bewerbung tatsächlich nötig ist.

Bei einigen Projektanbietern wurden mir auch Online-Zugänge eingerichtet um genauere Informationen zu hinterlegen und deren internen Projektausschreibungen noch vor der Veröffentlichung durchforsten zu können. Ich habe aber diese Mehrarbeit lieber erst gar nicht angefangen. Es scheint aber so, als ob immer mehr auf den Trichter kommen, sich einen großen Teil der Arbeit durch diese Online-Formulare oder sogar personalisierten Zugängen abnehmen zu lassen. Das spart denen Geld, Arbeit und Zeit.

bearbeitet von Crush

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Ich persönlich würde Fachkraft als jemanden definieren, der in seinem Beruf über eine langjährige Berufserfahrung verfügt und somit umgangssprachlich "vom Fach" ist.

Die Wikipedia ist da noch ein wenig brutaler:

Eine Fachkraft ist allgemein eine Person, die eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Personen mit akademischem Grad werden seltener als Fachkraft bezeichnet.

Man beachte aber auch den letzten Abschnitt des Artikels:

Mit dem Begriff Fachkräftemangel ist meist ein Mangel an Facharbeitern (Gesellen, Meister, Techniker) und Akademikern bestimmter Fachrichtungen gemeint (meist Ingenieure, Informatiker, Betriebswirte, aber auch Experten aus anderen Fachgebieten).

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Fachkräftemangel: Experten mahnen zur Weiterbildung | silicon.de

Fachkräftemangel: Experten mahnen zur Weiterbildung

sollte man eurer Meinung nach die Guten belohnen und was soll man mit den schlechten machen?

Beispiel:

Schulung - einer passt auf, aber kann die Frage beantworten. Einer passt nicht auf, aber beantwortet die Frage. Wer ist eurer Meinung nach geeigneter. Voraussetzung: beide haben kein Vorwissen über den Kursinhalt.

Wer ist geeigneter?

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Ich schätze, das war ein Versehen, aber hier wärs eindeutig:

einer passt auf, aber kann die Frage beantworten.

Wichtig wäre allerdings auch, ob die Frage richtig beantwortet wird.

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Ezra, nein das war beabsichtigt.

Wenn man zwar eine Frage aus der Vorklasse, aber nicht den Inhalt der Endklasse beantworten kann. Nach deiner Meinung ist es somit nicht wichtig, dass man aufpasst, aber die Frage beantworten kann. Glaubst du auf Dauer kommt man damit weiter? Das widerspricht übrigends den verlinkten Artikel.

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Glaubst du auf Dauer kommt man damit weiter?

Warum nicht? Er passt auf - gut, er ist motiviert.

Er kann die Frage (richtig) beantworten - gut, er hats auch kapiert.

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Fachkräftemangel: Experten mahnen zur Weiterbildung | silicon.de

Fachkräftemangel: Experten mahnen zur Weiterbildung

sollte man eurer Meinung nach die Guten belohnen und was soll man mit den schlechten machen?

Und was macht man mit denen die weder die Zeit noch das Geld dafür haben?

Die reißen sich weiter den ***** für einen Hungerlohn auf und bleiben dafür auf der Strecke...

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Hi,

Und was macht man mit denen die weder die Zeit noch das Geld dafür haben?

Die reißen sich weiter den ***** für einen Hungerlohn auf und bleiben dafür auf der Strecke...

...und bemitleiden sich selbst. Das bringt einen natürlich richtig nach vorne.

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...und bemitleiden sich selbst. Das bringt einen natürlich richtig nach vorne.

Das nicht unbedingt, aber so viel mehr Möglichkeiten bleiben auch nicht.

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@Letale Dose:

Wenn jemand die Zeit für eine Weiterbildung nicht hat, dann setzt er meiner Meinung nach falsche Prioritäten oder hat kein wirkliches Interesse daran. Klar kann es mal sein, dass man MAL keine Zeit dafür hat, aber doch nicht das ganze Jahr durch. Muss ja ncihtmals viel Zeit sein, aber so ein paar Stündchen pro Woche sollte eigentlich jeder hinbekommen können. Da muss man halt mal bei anderen Sachen zurückstecken (Freizeit, Familie, Vereine). Evtl hat man nach der Weiterbildung dann aber auch bessere Karten und dann auch mehr Freizeit als vorher.

Wenn einem das Geld dazu fehlt, dann muss man entweder in Eigenregie autodidaktisch lernen, oder dafür etwas ansparen, falls der Betrieb einem keine Weiterbildung zahlt.

Man kriegt ja sogar bezahlten Urlaub für Weiterbildungen / Prüfungen (gesetzlich geregelt mit x Tagen / Jahr - Zahl an Tagen weiss ich aber leider grad auch nicht so aus dem Kopf).

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Ja gut, aber wenn man nun mal Familie hat, evtl. Überstunden fährt und der Betrieb in dem Punkt Weiterbildung auch ziemlich passiv oder gar kontraproduktiv ist, dann ist es natürlich schon ziemlich schwierig. Die Lösung wäre dann den Betrieb zu wechseln, aber durch die Familie möchte man natürlich auch auf Sicherheit setzen und einem unnötigen Jobwechsel wird dann auch schon mal ausgewichen.

Für junge ungebundene Menschen trifft es zu, dass man etwas für seine Weiterbildung tun sollte. Ich sehe aber auch an mir, dass es alles andere als leicht ist mal nebenbei zu Studieren. Solange man etwas jung ist, möchte man die Zeit natürlich auch nutzen und nicht "Ich kann heute nicht" sagen müssen, während andere ins Kino gehen oder so etwas.

bearbeitet von gimbo

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Hi,

Für junge ungebundene Menschen trifft es zu, dass man etwas für seine Weiterbildung tun sollte.

das sehe ich komplett anders. Gerade der Faktor Sicherheit geht ja mit Bildung Hand in Hand. Natürlich ist es für einen Familienmenschen, der abends nach Hause kommt und sein Kind ab und zu nochmal sehen will, schwieriger. Aber auch das geht.

Gerade in der IT-Branche ist Weiterbildung quasi Pflicht. Man muss ja nicht direkt ein Studium machen, was u.U. etliche Jahre dauern kann, sondern man kann sich ja durchaus auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren. Dazu ist noch nichtmal unbedingt ein Jobwechsel nötig. Auch im gleichen Unternehmen ergeben sich oftmals Vakanzen, die einen durchaus gewaltig nach vorne bringen können.

Aber was man auch immer tut: Man muss die Augen offen halten und sich kümmern. Und ggf. auch mal ein Risiko eingehen.

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