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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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vor 2 Stunden schrieb WYSIFISI:

Und das gilt dann auch für die Rechtschreibung und Grammatik. Auch für die, die nur die Sprache sprechen.

ok und inwiefern trägt dein Kommentar irgendwie zur Diskussion bei? Ich geh mal davon aus das es ein Seitenhieb gegen irgendwelche Fehler in meinem Beitrag war? Falls nicht, entschuldige fürs Falsch verstehen. Falls doch, kriegst alle Fehler aufs Haus geschenkt.

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vor 9 Stunden schrieb Chief Wiggum:

Kleiner Hinweis: so heiss ist es doch gar nicht mehr, dass die Stimmung hochkochen muss.

Danke.

Sorry Chief, wie gesagt wenn ich den Beitrag falsch verstanden habe, entschuldige ich mich gerne. Wenn der aber so gemeint war wie ich es glaube dann ist die direkte Frage was das zur Diskussion Beiträgt schon berechtigt finde ich. Und das ich ihm die Fehler aufs Haus schenke is doch nett 🤔

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Am 29.7.2019 um 16:09 schrieb Ulfhednar:

Ist ein urdeutscher Konzern, aber auch da kommen inzwischen viele (IT) Fachkräfte aus anderen Ländern und die können kein Deutsch und haben es auch nicht vor zu lernen, daher wird in der Abteilung so gut wie nur noch Englisch gesprochen und auf der Grillfeier dann eben auch.

Die Einstellung sagt einiges über die aus.

Sollten wir vielleicht die Amtssprache von "Deutsch" auf "Englisch" umstellen? 

Wäre doch immerhin eine Win-Win-Situation für alle.

Wenn sowas in Zukunft Überhand nimmt und Internationalisierung noch wichtiger wird, warum lernen wir dann noch Deutsch oder sprechen überhaupt noch auf Deutsch? Gibt es irgendeinen Grund dafür?

 

Ich habe nichts gegen Englisch. Aber wenn ich für eine gewisse, längere Zeit im Ausland lebe, dann werde ich auch versuchen die Landessprache zu lernen.

bearbeitet von IPROG

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Ich arbeite in einem englischen Konzern. Innerhalb Deutschlands deutsch, ausserhalb englisch. Englische Sprachkurse und Sprachreisen / Bildungsurlaub wird dabei vom Konzern gefördert. Viele Denglische Begriffe drin aber ich denke das ist einem Software produzierenden Unternehmen normal :)

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Ich bin hauptsächlich im Mittelstand und bei KMU unterwegs. Dort ist Englisch nach wie vor die große Ausnahme. Verpflichtend kenne ich kein Unternehmen, dass es so handhabt. Auch diejenigen nicht, welche international agieren. Wenn, dann nur von großen Konzernen oder Unternehmen mit dem Hauptsitz im Ausland.

Finde ich ehrlich gesagt gut, denn die deutsche Sprache ordentlich zu beherrschen ist schon eine Kunst für sich, welche eine Menge Arbeit erfordert, weit über die Schule oder den Alltag hinausgeht und häufig nicht das gewünschte Niveau aufweist. Das in einer Fremdsprache zu versuchen, wird die Qualität der Information, Dokumentation, etc. nur noch weiter senken. Das ist nicht im Sinne des Erfinders, nur damit man sagen kann, dass man englisch lebt und denkt.

Bei den genannten Großkonzernen verstehe ich es hingegen und würde es genauso machen.

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vor 19 Stunden schrieb Albi:

ok und inwiefern trägt dein Kommentar irgendwie zur Diskussion bei? Ich geh mal davon aus das es ein Seitenhieb gegen irgendwelche Fehler in meinem Beitrag war? Falls nicht, entschuldige fürs Falsch verstehen. Falls doch, kriegst alle Fehler aufs Haus geschenkt.

Du hast das schon richtig verstanden.

 

Ich tue mich allerdings immer schwer damit, wenn man von anderen verlangt, sich anzupassen und man aber selbst nicht fehlerfrei ist.

Im Guten gedacht, haben es die, die sich anpassen sollen eben schwer, weil sie keinen vor sich haben, der es ihnen beibringen kann. Im Schlechten gedacht......

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vor 9 Stunden schrieb IPROG:

Die Einstellung sagt einiges über die aus


...

Wenn sowas in Zukunft Überhand nimmt und Internationalisierung noch wichtiger wird, warum lernen wir dann noch Deutsch oder sprechen überhaupt noch auf Deutsch? Gibt es irgendeinen Grund dafür?

 

Ich habe nichts gegen Englisch. Aber wenn ich für eine gewisse, längere Zeit im Ausland lebe, dann werde ich auch versuchen die Landessprache zu lernen.

Was aber sagt es über die aus, die Ihre eigene Sprache nicht beherrschen, aber genau das von anderen verlangen?

Natürlich sollte man sich an die landessüblichen Gepflogenheiten anpassen, aber es ist immer auch eine Frage, wie man in Wald hineinruft.

Zum integrieren gehören immer zwei, der der sich integrieren will und der, der es zulassen muss.

 

Damit solls für mich genug sein. Geht ja letztlich um kräftigen Fachmangel. ;)

 

bearbeitet von WYSIFISI

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vor 3 Stunden schrieb WYSIFISI:

Du hast das schon richtig verstanden.

 

Ich tue mich allerdings immer schwer damit, wenn man von anderen verlangt, sich anzupassen und man aber selbst nicht fehlerfrei ist.

Im Guten gedacht, haben es die, die sich anpassen sollen eben schwer, weil sie keinen vor sich haben, der es ihnen beibringen kann. Im Schlechten gedacht......

Was zum Henker redest du da? Wo hab ich mich als Fehlerfrei dargestellt oder behauptet das ich erwarte das jemand perfektes Deutsch spricht 🤦🏼‍♂️ Erfinde doch nichts was so nirgendwo steht...

Ja ich finde es sinnvoller wenn jemand der Deutsch lernt bzw. nach Deutschland zieht (auf längere Zeit/für immer) auch in der Arbeit mit der Sprache aktiv konfrontiert werden sollte, nur so lernt man eine Sprache. Geht das von heute auf Morgen? Natürlich nicht, werden sie Fehler machen? Klar werden sie das und niemand wird es ihnen übel nehmen, stattdessen kann man ihnen Helfen sich zu verbessern. Sollten sie dinge nicht verstehen oder sich schwer tun, können sie ja noch immer auf Englisch schwenken. Aber grundsätzlich macht es keinen Sinn, wenn man sofort jedes Meeting in Englisch hält nur weil einer dabei ist der die Deutsche Sprache nicht so gut beherrscht. Gerade in einer deutschen Firma mit deutschen Kunden und Firmensprache deutsch ist es sinnvoll den Kollegen mehr mit der Sprache zu konfrontieren.

In Zukunft lern du erstmal lesen und interpretiere nicht irgendwas in Aussagen das da überhaupt nicht steht...

 

und jeden Fehler den du in meinem schnell am Handy getippten Text findest darfst du wie immer aufs Haus behalten.

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vor 2 Stunden schrieb mapr:

Bitte diskutiert sachlich weiter, gegenseitige Anfeindungen bringen nichts, danke.

Sorry @mapr, nur lass ich es nicht auf mir sitzen das ich dumm von der Seite angemacht werde, vor allem nicht für etwas das ich so nie geschrieben hab und das der Herr/die Dame einfach selbst reininterpretiert. Das der Kommentar zusätzlich nichts zur Diskussion beigetragen hatte zu dem Zeitpunkt, hats nicht besser gemacht für mich.

Aber ich hab gesagt was ich sagen wollte zu @WYSIFISI 

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Es scheint sich das zu bestätigen, was schon vor Jahren gesagt wurde:

Gäbe es den Fachkräftemangel in dem Ausmaß, wie immer behauptet, müssten die Gehälter für ITler durch die Decke gehen.

Spoiler: Tun sie aber nicht 😉

Zitat

... Im Zeitvergleich zeigt sich: Die Gehälter von IT-Experten sind in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich gestiegen. 2012 verdiente ein Entwickler in der Softwarebranche durchschnittlich 44.784 Euro, 2018 waren es 52.340 Euro. Durchschnittlich ist das Gehalt von Softwareentwicklern laut der Auswertung von Gehalt.de pro Jahr um 2,5 Prozent gestiegen. Dem Statistik-Portal Statista zufolge stiegen die Gehälter im genannten Zeitraum über alle Tätigkeiten hinweg um durchschnittlich 4,0 Prozent, also deutlich stärker als die Einkommen der ach so gesuchten IT-Spezialisten in der IT-Branche. Warum ist das so? Man erwartet eigentlich genau das Gegenteil. ...

https://www.golem.de/news/softwareentwickler-der-fachkraeftemangel-zeigt-sich-nicht-an-den-gehaeltern-1908-142796.html

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Die Frage ist, solange es diesen Mangel nicht wirklich gibt, immerhin verschenken die Unternehmen ja kein Geld, warum sollte man dann mehr zahlen?

Weil die Mitarbeiter alle die persönlichen Freunde sind und man möchte, dass sie ein schönes Leben haben, ggf. genug haben um Teilzeit zu arbeiten oder in Frührente zu gehen und sie nicht nur eine Dienstleistung sind, die man günstig einkauft und teurer verkauft, weil man ein Unternehmen ist und nunja unternehmerisch handelt?

bearbeitet von Velicity

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vor 2 Minuten schrieb Velicity:

... und sie nicht nur eine Dienstleistung sind, die man günstig einkauft und teurer verkauft, weil man ein Unternehmen ist und nunja unternehmerisch handelt?

Den Punkt kann man auch anders sehen: Arbeitnehmer sollten sich mehr wie Söldner verhalten, deren Loyalität immer nur bis zum nächsten Gehalt reicht. Wenn ein Arbeitgeber immer damit rechnen muss, das seine Leute kündigen, sobald sie ein (für sie) attraktiveres Angebot bekommen, ist sicher auch die Bereitschaft größer, von sich aus die Gehälter nach oben anzupassen.

Aber leider will der deutsche Michl ja am liebsten von der Ausbildung bis zur Rente in der selben Firma arbeiten, was die Unternehmen natürlich für sich nutzen, um die Gehälter niedrig zu halten.

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vor 2 Minuten schrieb Systemlord:

Aber leider will der deutsche Michl Personaler ja am liebsten jemanden, der von der Ausbildung bis zum Wechsel zur Rente in der selben Firma arbeitetn

Slightly adapted. 

Beim Thema Wechselhäufigkeit sieht es für mich nach Henne-Ei-Problem aus. Wer häufig wechselt, bringt die Gefahr mit, bald wieder zu wechseln. Aber so eine Person hat viel gesehen und bringt Erfahrung mit. Chance und Risiko. 

Wenn der stoisch-ängstliche Personaler die Wahl hat zwischen "wechselte bisher alle 2 Jahre" und "wechselt nach 15 Jahren wegen Firmenauflösung/Verschiebung privater Lebensmittelpunkt/.... vom Ausbildungsbetrieb weg": wer wird meistens bevorzugt?

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vor 25 Minuten schrieb Systemlord:

Aber leider will der deutsche Michl ja am liebsten von der Ausbildung bis zur Rente in der selben Firma arbeiten, was die Unternehmen natürlich für sich nutzen, um die Gehälter niedrig zu halten.

Und wenn du nicht aufpasst, bzw was schief geht, landest du bei Hartz4.  Sobald das passiert, sind die Hürden einen Job zu bekommen um ein viel faches höher.

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vor 46 Minuten schrieb Systemlord:

Den Punkt kann man auch anders sehen: Arbeitnehmer sollten sich mehr wie Söldner verhalten, deren Loyalität immer nur bis zum nächsten Gehalt reicht. Wenn ein Arbeitgeber immer damit rechnen muss, das seine Leute kündigen, sobald sie ein (für sie) attraktiveres Angebot bekommen, ist sicher auch die Bereitschaft größer, von sich aus die Gehälter nach oben anzupassen.

Viele Informatiker in meinem Bekanntenkreis handhaben es seit Jahren schon so. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass uns damals im Studium von einem Professor der Rat gegeben wurde nie länger als 3 - 5 Jahre bei einem Unternehmen zu bleiben, wenn man wirklich Karriere machen oder sein Gehalt steigern will. Oftmals hört man auch, dieses Denken sei bei bestimmten Generationen (in diesem Fall "Z") besonders verbreitet. Ich halte allerdings nicht viel von der Einteilung in Generation "X", "Y" oder "Z". Dafür ist die Realität oft viel zu komplex.

Andererseits wird es immer die Leute geben, die aus falsch verstandener Loyalität oder einer Fehl- bzw.- Überinterpretation des Abhängigkeitsverhältnisses von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber glauben Sie hätten gar keine andere Wahl als weiter bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu arbeiten. Genauso wird es auch immer Leute geben denen ein Wechsel des Arbeitgebers zu aufwendig erscheint und "so schlecht geht's uns ja auch nicht" vor sich hertragen. Die kündigen dann aus Bequemlichkeit nicht.

Ich will nicht aussagen, dass man generell immer nach 3 - 5 Jahren wechseln sollte. Allerdings sollte man nie vergessen, dass man diese Möglichkeit hat und sich dann auch konsequent nach grüneren Weiden umschauen.

 

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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Wenn ein Unternehmen in allen Aspekten für die eigenen Bedürfnisse das Richtig ist, warum gehen? Wegen 10 % mehr? Nicht wirklich. Es gibt schlichtweg kein Patentrezept. Man kann auch vom Sonnenplätzchen in die Scheisse greifen und umgekehrt.  Diese 3-5 Jahre Regel ist bullshit, sofern im Unternehmen selbst regelmäßige Perspektivenwechsel, sprich Positionswechsel, möglich sind. Die ganzen "Guides" sind einfach Müll und sorgen eher für Unzufriedenheit, wo vllt. gar keine wäre. Nicht jeder MA ist für regelmäßige Wechsel geeignet etc. . Und alles hat am Ende seinen Preis, nicht immer monetärer Natur.

Wie @TooMuchCoffeeMan andeutet, zu komplex, zu viele Aspekte sind zu berücksichtigen.

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vor 9 Stunden schrieb NotKnown:

warum gehen? Wegen 10 % mehr?

Wenn man es rein von der monetären Seite aus betrachtet, liegt meine persönliche Schmerzgrenze bei 20%. Darunter lohnt sich der Aufwand meiner Meinung nach nicht, es sei denn ich will unbedingt weg von meinem derzeitigen Arbeitgeber.

vor 9 Stunden schrieb NotKnown:

Diese 3-5 Jahre Regel ist bullshit, sofern im Unternehmen selbst regelmäßige Perspektivenwechsel, sprich Positionswechsel, möglich sind

Da fallen mir spontan nicht viele Unternehmen ein, die ihren langjährigen ausgebildeten Experten auf eine völlig neue Position setzen würden, um ihm einen Perspektivwechsel zu bieten. KMUs fallen da in der Regel schon raus, bleiben also nur Konzerne. Ich weiß von meinem eigenen Unternehmen, dass Mitarbeiter lieber gehalten werden als Sie gehen zu sehen, daher wurde in der Vergangenheit auch der ein oder andere perspektivische Wechsel ermöglicht. Das ist meiner Erfahrung nach aber eher selten möglich.

vor 9 Stunden schrieb NotKnown:

Die ganzen "Guides" sind einfach Müll und sorgen eher für Unzufriedenheit, wo vllt. gar keine wäre.

Grundsätzlich gebe ich dir insofern recht, dass man sein Leben und damit auch seinen Arbeitgeber nicht von irgendwelchen Guides abhängig machen sollte. Die 3 - 5 Jahre sind allerdings keine "Regel", sondern eine Empfehlung die vielen Informatikern mit auf den Weg gegeben wird. Gerade im jüngeren Alter ist man noch in der Lage Wissen schnell aufzusaugen und sich schnell in neue Aufgaben / Sachverhalte einzuarbeiten. Wenn man viel sehen will, sind Wechsel (zu Anfang) daher kein schlechter Rat. Hinzu kommt, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Gehaltserhöhungen niedriger ausfallen als sie könnten, wenn man jahrelang beim gleichen Unternehmen bleibt. Sieht man dann auch daran, für wie viel Gehalt teilweise neue Mitarbeiter eingestellt werden. Die Gehaltssteigerung die ich vor einigen Jahren bei meinem Wechsel aus dem Consulting heraus bekommen habe, hätte mein damaliges Beratungsunternehmen nie angeboten, da sie das Gehaltsband gesprengt hätte.

Insgesamt gibt es beim Thema Arbeitgeberwechsel sehr viele Motivationen die eine Rolle spielen können und Gehalt sollte immer nur ein Teil der Kalkulation sein. Aufgabenbereich, Pendelstrecke, Arbeitszeiten, Stress, Reisezeit, Unternehmensgröße, Unternehmensbranche etc. können alles wichtige Faktoren bei einer Überlegung sein. Am Ende vergessen allerdings zu viele Unternehmen, dass man mit Käse Mäuse fängt. Und für den propagierten Fachkräftemangel bieten die meisten Unternehmen schlichtweg zu wenig Käse.

 

 

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vor 17 Stunden schrieb allesweg:

...

Wenn der stoisch-ängstliche Personaler die Wahl hat zwischen "wechselte bisher alle 2 Jahre" und "wechselt nach 15 Jahren wegen Firmenauflösung/Verschiebung privater Lebensmittelpunkt/.... vom Ausbildungsbetrieb weg": wer wird meistens bevorzugt?

Ein ähnliches Szenario habe ich in meinem direkten Umfeld gehabt. Ich war 10+ Jahre bei einem AG und div. Bekannte haben alle paar Jahre den Betrieb gewechselt.

Long story short: Meine lange Betriebszugehörigkeit war ein waschechtes Handycap. Ich habe mehr als einmal Fragen gehört, warum ich denn so lange bei einem AG geblieben wäre, das wäre eine Ewigkeit, sehr ungewöhnlich und warum ich nach so langer Zeit überhaupt noch wechseln wollen würde. Manche Firmen haben sogar direkt gesagt, dass dies ein Minuspunkt sei, weil die Gefahr im Raum steht, dass ich betriebsblind wurde.

Ich habe gelernt, dass eine lange Betriebszugehörigkeit eher Nach- als Vorteil ist und sich nur in bestimmten Fällen lohnt. Nicht umsonst sind Kollegen, die lange bei einem Betrieb sind, häufig "Locked in". Man hat, im schlimmsten Fall, den Anschluss an viele Entwicklungen verpasst, hat aber gleichzeitig recht hohe Konditionen. Eine kaum vermittelbare Personalie.

Vergleichbare Probleme habe ich bei denjenigen, welche alle 1-3 Jahre den Betrieb gewechselt haben, weit seltener gehört. Auch haben diese Kollegen wesentlich schneller hohe Gehälter erzielt als ich, weil sie regelmäßig +10-20% bekommen haben und ich nicht. Allerdings ist der Cap bei allen in etwa gleich. Finanziell unterscheidet sich somit vor allem der Weg, weniger das Ziel.

...

Meine Argumentation soll übrigens nicht als Plädoyer für "wechselt ständig und immer" verstanden werden. Es gibt durchaus gute Gründe, lange bei einem Arbeitgeber zu bleiben, genauso wie es gute Gründe gibt, regelmäßig zu wechseln. Das hängt immer von der Region, der eigenen Biografie und Zielsetzung ab. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass eine lange Betriebszugehörigkeit längst kein automatischer Pluspunkt ist, sondern häufig auch ein Malus.

bearbeitet von Errraddicator

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Hängt ggf. auch stark von den Stellen ab. Wenn ich hier was lese von 1-3 Jahre, das brauchen hier viele bis sie überhaupt reinkommen. Ist ja neben den eigentlichen Skills, wo man selten 100% der Stellenausschreibung mitbringt, auch das Branchenwissen und ggf. sofern man nicht viele kleine neue Projekte hat, eine riesige Codebase, die ggf. über Jahrzehnte gewachsen ist. Die aktuellen Projekte, ggf. etwas von den alten Projekten, vielleicht übernimmt man Bereiche von einen Kollegen der demnächst geht usw. Wenn hier jeder nach 1-3 Jahren weg wäre, dann würde hier produktiv gar nix mehr geschehen.

Danach kommt dann halt irgendwo der kritische Punkt. Für den AG haben wir nun quasi einen super AN, der ideal einsetzbar ist, da er quasi alle Fähigkeiten mitbringt, die benötigt werden. Der AN hingegen hat nix mehr zu lernen und je nach Firmenstruktur keine Aufstiegsmöglichkeiten, Gehalt bewegt sich natürlich ähnlich. Quasi ala so nun könnte ich richtig loslegen, ich bin dann mal weg.

bearbeitet von Velicity

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Womit sich zeigt, dass Verallgemeinerungen immer doof sind. Ja, kurz sacken lassen ; )

 

@Errraddicator war die Frage "Warum sind Sie so lange geblieben?" oder "Warum wollen Sie nach so langer Zeit weg?"

 

Wenn ein neuer MA nach 2-3 Monaten vollwertig einsetzbar ist: kein Problem mit wenigen Jahren Verweildauer.

Wenn ein neuer Super-MA nach einem Jahr immer noch eingearbeitet werden muss, weil es die Begebenheiten fordern: da will man Beständigkeit.  

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@allesweg

Beide Fragen kamen. Und dem Ton nach hat man gemerkt, dass das nicht bloß reine Neugiersfragen waren, sondern häufig Skepsis mitschwang. Nach dem Motto "Das kenne ich nur vom ÖD, Amtsstuben oder Betriebsblinden. Vorsicht ist geboten!". Manche haben es sogar ziemlich offen derart kommuniziert.

@Velicity

Der These, dass Mitarbeiter erst nach 1-3 Jahren wirklich zu gebrauchen wären, widerspreche ich immer wieder gerne. Natürlich findet auch nach x Jahren noch eine Entwicklung oder Lernkurve statt, aber wenn ein zuvor bereits berufserfahrener Mitarbeiter nach einigen Wochen/Monaten noch keinen produktiven Mehrwert bringt, sollte man sich fragen, ob wahlweise Mitarbeiter oder Betrieb sich ausreichend Mühe gegeben und das nötige Potenzial haben.

Keine Arbeit und kein Projekt ist so komplex oder kompliziert, dass ein fachkundiger Mensch nicht nach kurzer Zeit produktiven Mehrwert bieten kann. Auch die größte Software hat einfachere Module, Bugs und ToDos, welche ein Otto-Normalo entwickeln kann, ohne die übrigen Untiefen der Software zu kennen.

bearbeitet von Errraddicator

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