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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege


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vor 1 Stunde schrieb mamamia:

Dem muss ich ganz widersprechen. Gerade im IT Bereich ist es mittlerweile durchaus bekannt, das "gute" Leute ne Menge Geld kosten. Sicherlich gibt auch immer noch Firmen, die die 25 jährigen Master für 3k im Monat suchen, dass sind aber auch die Firmen die denken, dass IT nur Geld kostet und ein Mittel zum Zweck ist.

Und ich habe auch noch nie gehört, dass der Kinderwunsch nicht vorhanden sein darf, in was für einer Zeit leben wir denn?

Mag sein, dass es als Mann so ist. Als Frau habe ich da aber leider ganz andere Erfahrungen gemacht und auch Aussagen gehört.

Ich selber habe bereits zwei Kinder und obwohl das meine Chefs bei der Einstellung wussten, wird jedes Mal, wenn ich mal zuhause bleiben muss, weil eines meiner Kinder krank ist, das Gesicht verzogen. Mir wurde auch schon nahe gelegt da eine anderweitige Lösung zu finden.

Und leider leben wir in genau so einer Zeit...Frauen bekommen in vielen Branchen immernoch ein geringeres Gehalt als ihre männlichen Kollegen bei der selben Leistung. Und oft auch mit der Bergründung, dass sieja Kinder bekommen könnten und dann erst einmal wegfallen, aber noch weiter bezahlt werden müssten. (Glaubt es oder glaubt es nicht, aber genau diese Aussage habe ich schon von einem Firmenchef gehört.)

Bearbeitet von Rienne
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vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Und leider leben wir in genau so einer Zeit...Frauen bekommen in vielen Branchen immernoch ein geringeres Gehalt als ihre männlichen Kollegen bei der selben Leistung.

Die Statistiken die das behaupten sind überwiegend Müll. Leistung lässt sich schlecht messen, da spielt halt nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität eine Rolle und das gliedert sich auch noch mal in viele Unterbereiche. Nur weil zwei Personen ein Problem lösen können, ist dies noch lange nicht gleich gut gelöst. Kann gut sein das einige Frauen nicht sehr gut verdienen, prozentual dürfte das aber kaum die Anzahl der Männer übersteigen, die auch nicht gut verdienen. Davon gibt es reichlich. Gehalt ist halt Verhandlungssache und wer durch seine Qualifikation in einer guten Positition ist, kann ob als Mann oder auch als Frau sehr gut verdienen (wir haben hier im Forum ja so ein Beispiel).

Ich kenne übrigens überproprtional viele Frauen in der Informatik die einfach gar nichts können und einfach nur angestellt sind weil sie Frauen sind - die würden wohl in die Statistik "bei gleicher Leistung schlechter bezahlt" fallen - die Realität ist aber halt eine Andere ...

Zitat

Ich selber habe bereits zwei Kinder und obwohl das meine Chefs bei der Einstellung wussten, wird jedes Mal, wenn ich mal zuhause bleiben muss, weil eines meiner Kinder krank ist, das Gesicht verzogen. Mir wurde auch schon nahe gelegt da eine anderweitige Lösung zu finden.

Irgendwie logisch wenn das öfters passiert, die Reaktion dürfte aber nicht nur bei Kindern so auftreten. Wenn ein Teammitglied regelmäßig krankheitsbedingt ausfällt, fängt es irgendwann an zu nerven auch wenn die Betroffene Person mit persönlich leid tut. Es belastet aber das Team da es von allen anderen aufgefangen werden muss.

Zitat

Und oft auch mit der Bergründung, dass sieja Kinder bekommen könnten und dann erst einmal wegfallen, aber noch weiter bezahlt werden müssten. (Glaubt es oder glaubt es nicht, aber genau diese Aussage habe ich schon von einem Firmenchef gehört.)

 

 

Glaub es oder glaub es nicht, das ist tatsächlich ein wirtschaftlicher Schaden der da entsteht. Stell dir mal vor, es würde ca. 50% Frauenanteil geben in der Informatik und man würde Branchen-üblich hauptsächlich junge Leute im Alter zwischen 20-30 einstellen. Was meinst du was passiert, wenn einem Unternehmen mal eben 30% der Belegschaft wegbrechen die man ohne Leistung aber weiter bezahlen muss?

Ich kann da jeden Vorgesetzten total verstehen auch wenn ich selbst als Betroffener natürlich mitnehmen würde was geht. In einem großen Unternehmen kann man das noch eher abfedern als in einem klein Unternehmem wo eine Frau vll. bereits 1/5 der Belegschaft ausmacht. Eine zufriedenstellende Lösung für beide Seiten gibt es wohl einfach (noch?) nicht.

Bearbeitet von Uhu
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vor 13 Stunden schrieb Rienne:

[...]Und leider leben wir in genau so einer Zeit...Frauen bekommen in vielen Branchen immernoch ein geringeres Gehalt als ihre männlichen Kollegen bei der selben Leistung. [...]

DAS ist aber oftmals (zumindest teils) selbstverschuldet.

Es gibt da diverse Faktoren, die sowohl für Männer, als auch für Frauen gelten:

  • Wie kann sich die Person verkaufen?
  • Wie überzeugend sind ihre Argumentationen?
  • Was für ein unteres Limit setzt man sich selber beim Gehalt, unter dem man selber keinen Vertrag unterschreiben würde? Verkauft man sich unter Wert?
  • Will man Karriere machen / in der Firma aufsteigen, oder eher nur einen 7-to-5 Job haben auf Lebenszeit?
  • Wie oft führt man Gehaltserhöhungsgespräche und wie gut kann man einen Mehrverdienst rechtfertigen?
  • Wie zufrieden ist man auf seiner aktuellen Position?
  • Wie flexibel ist die Person? (kurzfristiger Umzug oder Firmenwechsel möglich?)

Ich kenne sowohl Frauen, die auf ihrer Position weniger verdienen als andere Mitarbeiter in der gleichen Position. Das kenne ich aber genauso auch bei Männern.
Das sind entweder diejenigen, die sich nicht verkaufen können, oder aber diejenigen, die dringend auf der Suche waren und bei denen die Firma dies ausgenutzt hat. Es zwingt sie aber niemand, dort zu bleiben, sondern sie könnten sich jederzeit auch eine neue Stelle suchen, bei der sie vielleicht mehr verdienen würden. Oftmals sind es aber auch genau diese Leute, die sich scheuen, wo anders zu bewerben, da alles Neue für sie bedrohlich ist. Natürlich wird solch eine Person, die ihren geregelten Tagesablauf braucht, niemals wirklich Karriere machen und auch niemals so viel verdienen wie jemand anders, der auch mal ein Risiko eingeht und sich wo anders bewirbt, wenn er merkt, dass er in der aktuellen Firma nicht weiter kommt..
Leider fallen viele Frauen in genau diese Kategorie.
Das kann man aber den Firmen auch nicht unbedingt ankreiden, denn wenn der Gehaltswunsch niedriger angegeben wird und nicht regelmäßig z.B. nach Gehaltserhöhungen gefragt wird, dann wären sie ja auch schön doof, wenn sie dem Mitarbeiter freiwillig mehr bieten würden, solange er dennoch recht zufrieden ist.

Genauso kenne ich aber auch das Gegenbeispiel, bei dem Frauen (teilweise auch trotz 1-3 Kindern) Karriere machen und mehr verdienen als ihr Partner.

Es ist halt eine Kombination aus Engagement, Qualifikation, Chancen wahrnehmen, Risiken eingehen, Glück, Ehrgeiz, zur richtigen zeit am rechten Ort sein, und diversen anderen Faktoren.

Und ja - es gibt durchaus noch Firmen, in denen der Machochef regiert und Frauen generell erst einmal weniger Gehalt angeboten bekommen, da er meint, sie schlechter bezahlen zu müssen. Wer bei solch einer Firma als Frau bleibt, ist aber selber Schuld.

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  • 4 Wochen später...

Meine Meinung zum Thema Fachkräftemangel:
Ehrlich gesagt, so richtig glauben tue ich an diesen Mythos nicht, auch nicht in der IT.
Natürlich ist es so, dass es haufenweise offene Stellen gibt, und auch ist es so, dass beinahe jede Firma Leute sucht und beklagt, keine ordentlichen Leute zu finden, etc. pp.

Aber auf der anderen Seite ist es auch so, dass ich auch von mehr als einem Kollegen und aus erster Hand weiß, dass bei jeder auch nur ansatzweise relevanten Stelle mehr wie nur eine Hand voll Bewerbungen eingehen (was ja bei Fachkräftemangel der Fall wäre) und gerne auch gute Kandidaten bereits vor einem ersten Gespräch ausgesiebt werden, weil Kleinigkeit X oder Y nicht passt. Einfach auf Grund der großen Auswahl.

Auch die Gehälter sind ja jetzt nicht soooo massig gestiegen in der IT. Meistens ist es sogar so, dass die Kollegen die 199x eingestiegen sind heute noch bessere Tarife haben, wie Kollegen die 200x oder 201x angefangen sind.

Für mich ist das nicht mehr als eine künstlich erzeugte Blase, welche erschaffen wurde, damit Interessensverbände Statistiken zur Hand haben, welche ihre Interessen stützen.

Auch weiß ich von einem befreundeten Wirtschaftsingenieur M. Sc., wie schwer der sich tut, überhaupt einen Job zu bekommen, weil jede Firma maßlos überlaufen wird. Da scheint es also noch deutlich schlechter für Arbeitnehmer auszusehen, wie in der IT.

Wo ich hingehen Arbeitnehmermäßig gutes gehört habe, ist in der Kinderbetreuung und im Handwerk.
Dort scheint wohl tatsächlich ein Mangel an guten Bewerbern zu herrschen. Zumindest haben dort alle mir bekannten Fälle genau gar kein Problem eine neue Stelle zu finden. Vereinfacht gesagt 5 Bewerbungen = 5 Vorstellungsgespräche = Min. 3 Jobangebote.

...

Was das Thema Frauen und Gehalt angeht:
Da hatte ich just gestern mit meiner Frau ein Gespräch zu und wir sind zu einem ähnlichen Schluss gekommen, wie das mit dem Fachkräftemangel.

Ich will gar nicht bestreiten, dass es Branchen gibt, wo Frauen per se und ungerechter weise schlechter bezahlt werden als Männer.
Da bin ich fest überzeugt, dass es das gibt und dass dies auch nicht gerecht ist.

Aber gerade im Büro, oder im Speziellen bei uns in der IT, da glaube ich das ehrlich gesagt eher weniger.
Alleine schon, weil bei uns in der IT ja fast alles Invidiuell verhandelt wird. Wie soll man da überhaupt die Gehälter vergleichen?
Da spielen so viele Dinge mit rein.

Oder auch, wenn ich in meinem privaten, sowie beruflichen Umfeld schaue:
Dort, wo die Arbeitnehmer auf den Putz hauen, Druck dem Arbeitgeber gegenüber aufbauen und ggf. auch die Konsequenzen ziehen würden, sind das fast immer Männer. Nur selten gehen Frauen zum Chef und fordern mit Nachdruck - also kein Bitte, Bitte, sondern mehr ein Haben-Will-Oder-Sonst-Bin-Ich-Weg - mehr Gehalt, Verantwortung, etc. pp.

Hinzu kommt, dass gerade in den größeren Betrieben doch immer Personalabteilungen vorhanden sind, die zu guten Teilen mit Frauen besetzt und nicht selten auch von Frauen geführt werden. Warum sollten die also andere Frauen diskriminieren?

Deshalb denke ich, dass wir in der IT kein flächendeckendes Diskriminierungsproblem haben. Viel eher ein Problem damit, dass alles sehr individuell ist und wenig standardisiert bzw. wenig Tarifbindung. Und dementsprechend kommen natürlich starke Unterschiede beim Gehalt zum Tragen, welche sich aber nur selten auf einen einzelnen Faktor (in dem Falle das Geschlecht) zurück führen lassen. Zumal in der IT ja generell eher junge / moderne Ansichten vertreten werden, auch im Berufsleben, was eine Diskriminierung ebenfalls unwahrscheinlicher macht.

Wie das in anderen Branchen aussieht, weiß ich halt nicht.
Da könnte ich mir aber schon vorstellen, das gerade in eher altbackenen Zweigen solche Probleme tatsächlich eklatant vorherrschen.

Aber auch bei diesem Thema gilt für mich wieder, dass solche Statistiken und Aussagen (Frauen verdienen pauschal 20% weniger!!!!) immer auch einem höheren Zweck dienen und deshalb nicht selten auch unter bestimmten Prämissen erstellt werden. Alleine als Selbsterhalt für die ganzen Frauenbeauftragten, Gleichstellungsbüros und sonstige Posten, die es dort mittlerweile gibt.
Irgendwie muss man ja seine eigene Existenz ja begründen können und von daher ist immer gut, Zahlenmaterial an der Hand zu haben, was anderen sagt "Hey, da gibt es ein nur schwer greif- und schwer belegbares Problem, aber ich kann Dir dabei helfen". Oder sei es auch nur für politische Maßnahmen wie Frauenquoten und Co.

Bearbeitet von Errraddicator
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vor 2 Stunden schrieb Errraddicator:

Wo ich hingehen Arbeitnehmermäßig gutes gehört habe, ist in der Kinderbetreuung und im Handwerk.
Dort scheint wohl tatsächlich ein Mangel an guten Bewerbern zu herrschen. Zumindest haben dort alle mir bekannten Fälle genau gar kein Problem eine neue Stelle zu finden. Vereinfacht gesagt 5 Bewerbungen = 5 Vorstellungsgespräche = Min. 3 Jobangebote.

Aus erster Hand? Im Handwerk sind doch mittlerweile 90% Zeitarbeitsfirmen. Klar bekommt man da "schnell" einen Job. Meist nehmen die da fast jeden. Aber wie wird der bezahlt? Unterirdisch! Mit Meistertitel kannst du da eventuell noch was reißen, aber selbst damit wird es schon schwierig. Als Frau ist man da völlig unterbezahlt (mit Meistertitel).

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... und das weißt du aus persönlicher Erfahrung, da du ja eine Frau bist, die den Meistertitel hat und diverse Stellen in den diversen handwerklichen Berufen durch hast... ;)

Sorry, aber solch eine Verallgemeinerung kann ich nicht so unkommentiert hier stehen lassen. Wer spezialisiert ist, kann - egal ob als Mann oder Frau - durchaus auch gut verdienen. Wer natürlich nur Arbeiten macht, die jeder Handlanger erledigen kann, der braucht sich auch nicht wundern, wenn er auch entsprechend bezahlt wird. Das ist im Handwerk aber genauso der Fall wie in der IT oder sonst wo.

Ich kenne durchaus auch Frauen, die im Handwerk beruflich eingebunden sind und die absolut nicht schlecht verdienen für ihren Job.

Genauso auch die Sache mit den Zeitarbeitsfirmen. Keine Ahnung, ob du den Unterschied zwischen Zeitarbeitsfirmen (Arbeitnehmerüberlassung) und Subdienstleistern nicht kennst oder nicht siehst. Subdienstleister werden immer öfter engagiert, aber Zeitarbeitsfirmen auch nur in bestimmten Bereichen.

Es gibt natürlich auch z.B. Strabag / Zübelin oder sonstige, die für diverse Richtungen im Bau Handwerker anbieten. Nur weil sie aber wo anders auf dem Bau arbeiten, sind sie noch lange keine Zeitarbeiter, sondern das ist bei Baufirmen ganz normal, dass sie von Baustelle zu Baustelle ziehen - wie sollten sie es denn auch anders machen?

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Also die von mir genannten Fälle sind alle erste Hand.
Entweder Verwandtschaft, Freunde oder direkte Bekannte.

Was die Bezahlung angeht kann ich das natürlich nur bedingt beurteilen, aber sooooo schlecht wie es oft gemacht wird ist das dann in den Fällen die ich kenne auch wieder nicht. Klar, das ist kein IT-Professional Niveau, aber jetzt auch nix im Mindestlohn Bereich oder so. Weder bei der Kinderbetreuung noch im Handwerk. Und ich kenne auch IT-Leute die weniger oder das Gleiche verdienen, wie diese Handwerker. Gerade im Öffentlichen Dienst oder bei kleineren Betrieben. Also das gibts ja auch und da ist die IT nicht per se der Garant auf mehr Geld wie im Handwerk z.B.

Und da es Branchen wie das Handwerk wohl wirklich immer schwieriger haben gute Leute zu finden (bei dem Ruf ja auch irgendwo kein Wunder), könnte es aber durchaus sein, dass die Situation sich für solide Handwerker demnächst wieder bessert. Immer wenn das Angebot sinkt, steigt ja bekanntermaßen die Nachfrage. Oder umgekehrt... Siehe z.B. den Wirtschaftsingenieur von mir. Top gebildet, findet aber einfach nix. Wird meist nicht mal eingeladen.

Bearbeitet von Errraddicator
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vor 5 Minuten schrieb Crash2001:

... und das weißt du aus persönlicher Erfahrung, da du ja eine Frau bist, die den Meistertitel hat und diverse Stellen in den diversen handwerklichen Berufen durch hast... ;)

Ja meine Freundin ist Malermeisterin und ist in einem Wohnberatungszentrum eines großen Farbenherstellers tätig. Für einen Meistertitel ist das leider etwas wenig was sie verdient. Ein Handlangerjob ist es jedenfalls nicht.

vor 5 Minuten schrieb Crash2001:

Ich kenne durchaus auch Frauen, die im Handwerk beruflich eingebunden sind und die absolut nicht schlecht verdienen für ihren Job.

Jetzt ist die Frage was ist gut und was ist schlecht "für ihren Job".

 

vor 9 Minuten schrieb Crash2001:

Genauso auch die Sache mit den Zeitarbeitsfirmen. Keine Ahnung, ob du den Unterschied zwischen Zeitarbeitsfirmen (Arbeitnehmerüberlassung) und Subdienstleistern nicht kennst oder nicht siehst. Subdienstleister werden immer öfter engagiert, aber Zeitarbeitsfirmen auch nur in bestimmten Bereichen.

Es gibt natürlich auch z.B. Strabag / Zübelin oder sonstige, die für diverse Richtungen im Bau Handwerker anbieten. Nur weil sie aber wo anders auf dem Bau arbeiten, sind sie noch lange keine Zeitarbeiter, sondern das ist bei Baufirmen ganz normal, dass sie von Baustelle zu Baustelle ziehen - wie sollten sie es denn auch anders machen?

Unter Zeitarbeitsfirmen verstehe und kenne ich Arbeitnehmerüberlassungen. Man arbeitet also in einer Firma ist aber bei der Zeitarbeitsfirma angestellt und erhält von denen das (deutlich niedrigere) Gehalt. Und davon gibt es vor allem im Handwerk (Maler & Lackierer beispielsweise) deutlich zu viele.

Subunternehmen ist ja wieder was anderes wovon ich ja auch gar nicht gesprochen habe.

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Das Maler Handwerk ist aber generell einer der am schlechtesten bezahlten Handwerks Bereiche überhaupt neben den Friseuren. Da verdient man nicht nur als Meisterin schlecht, sondern genauso auch als Meister. Hat also vermutlich absolut nichts mit dem Geschlecht zu tun der Verdienst!

Mein Cousin ist selber im Maler Handwerk tätig und ehrlich gesagt - für das Geld, das er dabei verdient, würde ich mir persönlich die Plackerei und teilweise auch Gesundheitsgefährdung definitiv NICHT geben, sondern mir etwas anderes suchen. Gut - schwarz nebenher könnte man recht gut noch zusätzlich verdienen - ist aber natürlich nicht erlaubt, auch wenn es vermutlich mehr als 50% der Maler so machen.

Besonders beim Malerhandwerk ist es halt so, dass da sehr viele Gehilfen genommen werden, die einfach nur das stupide streichen und tapezieren machen.

Nicht schlecht verdienen in ihrem Job heißt in dem Fall genauso wie ihre männlichen Kollegen auch über Tariflohn. Ist in dem Fall jetzt im Elektrikerhandwerk, aber die Firma ist auch etwas spezialisierter und kein 0815-Unternehmen für stinknormal Leitungen verlegen im Rohbau, sondern eher auf Hausautomatisierung usw. ausgelegt.

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Bemüht man die aktuellen Statistiken und Studien zum Thema Gender Pay Gap und schaut sich die um die sozialen Faktoren bereinigten Zahlen an, ergibt sich ein anderes Bild. Von 2 - 8% ist die Rede, selbst beim statistischen Bundesamt spricht man richtigerweise plötzlich von bereinigten 8% im Jahr 2015, nachdem man vorab die 25%-Sau durchs Dorf getrieben hat. Und diese 2 bis 7 Prozent lassen sich dann recht einfach mit den Geschlechter-spezifischen Eigenheiten von Mann und Frau erklären: "Schuld ist der Risikoaufschlag".

Ansonsten müsste man sich einfach Eines vor Augen führen: wenn irgendjemand - Mann, Frau, schwarz, weiß, jung oder alt, egal - den gleichen Job in gleicher Qualität für 25% weniger Lohn abliefern würde, würden die Regeln des Kapitalismus unverzüglich greifen und hauptsächlich diese Personengruppe eingestellt werden. Ist es denn der Fall? Nein, ist es nicht.

 

 

Bearbeitet von Kwaiken
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Frauen (und ich nehme mich da nicht aus) sind einfach schlecht in Vertragsverhandlungen, wenn es um das Gehalt geht. Sie gehen lieber den Weg des geringsten Widerstands. Ist denke ich eine Erziehungssache - Mädchen müssen immer lieb sein. Jungs dürfen auch mal Rüpel sein ;) Ich bin (rückschauend) mit einem viel zu geringen Wunschgehalt in die Vorstellungsgespräche gegangen, ich habe nie diskutieren müssen sondern habe immer genau den Betrag bekommen, den ich mir "gewünscht" habe - einmal sogar etwas mehr, als ich wollte. Ich hatte mir damals durchschnittliche Einstiegsgehälter im Internet zu meinem Berufszweig angeschaut, das waren damals etwa 35.000 Euro (abgeschlossenes Informatikstudium). Statt 40.000 zu fordern, habe ich eben genau die 35.000 haben wollen, und direkt bekommen. Beim Jobhopping habe ich dann jedesmal bis zu etwa 5000 Euro mehr im Jahr bekommen, also nicht die mega Sprünge, aber ich war zufrieden. Wenn man mit einigen hier (im Gehaltsthread) vergleicht, ist das aber immer noch sehr wenig. 

Ich arbeite jetzt im öffentlichen Dienst, es gibt einen Tarifvertrag und ich bekomme genauso viel wie mein männlicher Kollege mit der gleichen Aufgabe. In der freien Wirtschaft könnte ich mehr verdienen, aber wie gesagt - ich scheue irgendwie die Konfrontation bei Gehaltsverhandlungen ;) Aber ich kenne meine Defizite und bin zufrieden mit mir und meiner Arbeit. 

Der Gender Pay Gap, die 20% (oder wie viel das war), also der "unbereinigte", ist faktisch richtig, aber es gibt einige Faktoren, die in der "bereinigten" Version abgerechnet werden:

a) Typische "Frauenberufe" wie Erzieherin, Arzthelferin, Friseurin etc. sind allgemein schlecht bezahlt

b ) Aufgrund von Kindern gehen mehr Frauen als Männer in Teilzeit

c) Elternzeit wird auch meistens von Frauen genommen (Männer können eben nicht stillen)

d) Männer steigen im Beruf schneller auf (Ellenbogenmentalität gibt es bei den wenigsten Frauen, und wenn doch, hält man sie für "Zicken" ;) )

 

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  • 3 Wochen später...

Wenn ich da schon wieder so etwas lese:

Zitat

Doch die Qualifikationen der Arbeitslosen passten nicht immer zum gesuchten Beruf, so dass es zusätzlich zu einem „Mismatch“ kam, wie Arbeitsmarktexperten es nennen, wenn Arbeitswillige nicht das geforderte Profil der Arbeitgeber treffen. Die „Lücke“ vergrößerte sich dadurch noch.

Anstatt dass mal überprüft wird, wie realitätsnah die Anforderungen denn überhaupt sind, wird wieder mal nur stur behauptet, dass es nicht genug qualifiziertes Personal geben würde, um dem virtuellen Fachkräftemangel neue Nahrung zu geben.
Statt der eierlegenden Wollmilchsau / Pink Squirrels könnte man genauso auch z.B. 2-3 Personen (eventuell auch in Teilzeit - je nach Bedarf) einstellen - für die jeweiligen Bereiche - und die Lücke wäre auch abgedeckt.

Aber klar, dass das Institut der Deutschen Wirtschaft da nicht wirklich objektiv vorgeht, sondern Schönfärberei im Interesse der Arbeitgeber betreibt.

Genauso wird auch MINT komplett zusammengefasst, statt es spezifischer zu betrachten, in welchen Spezialisierungen / Bereichen die Fachkräfte / Spezialisten denn fehlen.

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Ich finde traurig was man da so liest. Wenn ich überlege wie in der Firma in der ich arbeiten muss, mit Frauen umgegangen wird die Kinderwunsch haben wird mir übel.

 

Das sich eine Frau noch dazu entscheidet ein Kind zu bekommen, das Risiko einzugehen nach der Elternzeit ggf. keinen Job mehr zu haben, finde ich persönlich schon mehr als beachtlich. Viele scheinen immer zu vergessen das eben diese Kinder übe die an allen ecken gemeckert wird, die Rente der Alten finanziert wird. Die Kinder die heute geboren werden, zahlen in 20-25 Jahren in die Töpfe ein, die dann von den jetzt 45 Jahre alten mitmenschen benutzt werden...

 

Verkorkste Gesellschaft einfach nur. Gehälter gehören endlich öffentlich ausgeschrieben mit einem Stellenangebot, wie z.b. in Österreich.

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vor einer Stunde schrieb urghss:

Viele scheinen immer zu vergessen das eben diese Kinder übe die an allen ecken gemeckert wird, die Rente der Alten finanziert wird. Die Kinder die heute geboren werden, zahlen in 20-25 Jahren in die Töpfe ein, die dann von den jetzt 45 Jahre alten mitmenschen benutzt werden...

...

Gehälter gehören endlich öffentlich ausgeschrieben mit einem Stellenangebot, wie z.b. in Österreich.

Oder sie lassen sich hier an den guten Unis für wenig Geld ausbilden und wandern dann ab, z. B. in die Schweiz. Da sprichst Du im letzten Satz direkt das Problem an.

Noch schlimmer sieht die Sache bei Ärzten aus. Sehr teure Ausbildung auf höchstem Niveau und danach ein Leben mit 24h-Schichten, miserabler Bezahlung und schlechteren Arbeitsbedingungen als anderswo. Kein Wunder, dass viele junge Ärzte auch das Weite suchen. Pauschal zu sagen, dass das Kind die Renten in Deutschland finanzieren wird, halte daher ich für mindestens fragwürdig. Ob sie das in 20-25 überhaupt tun werden steht mehr als nur in den Sternen.

Bearbeitet von Kwaiken
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Naja, miese Bezahlung kann man nun streiten. DIe Schichten sind natürlich nicht ohne, das ist klar. Das weiß man aber auch vorher, dass man nicht zack aus dem Studium kommt und dann niedergelassender Dr mit Öffnungszeiten von 10-14 Uhr wird, Freitags ab 12 Uhr zu und Rest Golf spielen bei 250.000 netto im Jahr...                                                              
Ein frischer Arzt von der Uni verdient etwas mehr als 50.000Euro brutto am kommunalen Krankenhaus (Uniklink etwas mehr, Privat dürfte deutlich mehr sein), obendrauf dann die Zulagen usw für Schichten, ist ja idR dann bei Nacht oder Sonntag/feiertag Steuerfrei. Auf 3000 netto mit SK1 wird da wohl jeder kommen. Mies ist anders. Diplom Ing oder Master fangen auch nicht mit mehr an. Eher deutlich weniger heutzutage.
Wenn man dann nach ein paar Jahren Facharzt ist liegt man auch schon bei 75.000, maximal 85000 sind als Facharzt drin. Wie gesagt "Grundgehalt", Schichten usw kommt oben drauf. Und das ist das unterste was Ärzte in DE verdienen können
Mies ist (Meiner Meinung nach) anders.

Steuern auf solche (in meinen Augen noch Mittelschicht Gehälter) sind natürlich ein anderes Thema.

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@Kwaiken

Letzten Endes werden es aber doch die Kinder sein insofern kein anderes Modell existiert. Das diese dass nicht alleine finanzieren ist klar, aber Kinder kriegen ist definitiv nichts leichtes und angenehmes im sinne der Finanzen für die Mittelschicht.

 

Vor allem dann wenn man als Frau Nichtmal weiß ob man danach gegangen wird. Sowas geht leider viel zu schnell, und klagen um drin zu bleiben?! ist nicht immer die angenehmere Wahl.

 

Ärzte arbeiten viel, vor allem anfangs ja, jedoch geht es denen beiweiten nicht so schlecht wie anderen Berufsgruppen. Das was einige Ärzte machen ist schon meckern auf sehr Hohem Niveau. 

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@urghss

Letzten Endes weißt Du nicht, ob wir in 20 - 25 Jahren überhaupt noch Rente bekommen werden. Und dass Kinder kriegen nichts Leichtes ist, stimme ich Dir zu. Aber genauso sollte die Allgemeinheit private Wünsche, was ein Kinderwunsch letztendlich ist, nicht über die Maßen alimentieren. Folge einer übermäßigen Kinder-Subventionierung ist, dass in einkommensschwachen Kreisen Kinder vorwiegend als bequeme Einnahmequelle für staatliche Leistungen gesehen werden. Sozial-technisch betrachtet haben wir "weiter oben" einen Geburtenrückgang, während wir "weiter unten" einen Geburtenzuwachs haben. Sozialforscher würden politisch inkorrekt sagen "Die falsche Schicht vermehrt sich". Was hier meiner Meinung nach getan werden muss, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und keine pauschale Alimentierung des Reproduktionsprozesses.

Was die Elternzeit angeht: auch als Mann weiß man nicht, ob man gegangen wird. Das ist kein rein frauliches Problem, wie Du zu suggerieren versuchst. Männer haben es in Wirklichkeit viel schwerer Elternzeit zu bekommen.

Zum Thema Ärzte: Medizin ist mit das anspruchsvollste Studium in Deutschland. Es ist nicht nur teuer für den Steuerzahler, einen Mediziner auszubilden. Auch ist die Belastung im Studium nicht ohne. Diese setzt sich dann fort im Beruf. Mit 36.000 EUR in den ersten Berufsjahren und 78.000 EUR nach 10 Jahren Berufserfahrung verdienen Klinikärzte nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut (Praxisärzte als Selbstständige betrachte ich nicht - hier ist jeder seines Glückes Schmied und nicht jeder hat eine gut laufende Orthopädiepraxis oder ein Dentallabor, genauso wie nicht jeder Informatiker eine eigene Firma hat). Diese Summe ist auch in vielen anderen Berufen - auch ohne lange Schichten und Bereitschaft - problemlos erreichbar. Mit Verlaub, Ich finde das alles andere als "meckern auf hohem Niveau" ...

Bearbeitet von Kwaiken
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Medizin erfordert halt viel Zeit, allerdings sind die Abbruchquoten gering, ein Großteil ist eben Auswendig lernen und weniger Verständnis wie in anderen Studiengängen.

Wo die 36.000 btw herkommen sollen, an jedem Uni und kommunalen Klinikum bekommt man direkt aus dem Studium seine ~4200 brutto pro Monat + Zulagen für Schichtdienste. Das ergibt bei mir schon "etwas" mehr als 36.000 Euro.

Die erwähnten 78.000 (für Fachärzte ist so bei ~90.000 Ende, Oberarzt 100.000) schafft man natürlich auch mit anderen Studiengängen. Allerdings ist das a) unterstes Einkommen für Ärzte und zweites, das bekommt eben jeder Arzt ohne wenn und aber. 
Es gibt genug Ing. Informatiker usw die arbeiten eher in KMU und haben das nicht. Als Facharzt sind einem die 90.000 sicher. So einfach. Als Ing muss man da schon eher in ein IGM Unternehmen um mitzuhalten.

Wenn man es drauf hat ist ein Ing.oder Inf.  Studium natürlich weniger Stress als medizin, aber da fallen halt auch mal gerne 40-60% einfach durch und haben keinen Abschluss, weil eben sich 50h die Woche sich hinhocken und "auswendig lernen "reicht eben nicht

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Schlecht verdient ein Arzt in DE nicht unbedingt. Die Frage ist halt womit verglichen wird.

Problematisch wird es nur wenn Geld aus dem Ausland lockt.

Glaube da hinkt Deutschland einfach hinterher und das Risko besteht das eben Top Ärzte das Land verlassen.

Das ich nicht an den Fachkräftemangel glaube und ich es nur als Mittel sehe kurz- , mittel- und langfristig die Gehälter zu drücken habe ich in diesem Beitrag schon vor längerem kundgetan. Vielleicht gehts auch nur darum bestimmte Studienfächer zu fluten. Konkurenz belegt eben das Geschäft. Und ob sich 200  oder 2000 Menschen auf einen Jobpool bewerben ändert sicher auch das Gehaltsgefüge.

Wobei ich gerade feststelle das es z.B, bei München wirklich einen Fachkräftemangel gibt. Das liegt aber wenige an fehlenden Fachkräften in Deutschland.

Hier ist es eher ein Problem mit bezahlbaren Wohnraum und höheren Kosten. Bei meinem Umzug nach München habe ich folgendes feststellen können.

Um den gleichen Lebensstandard wie in NRW zu halten muss man ca. 40% mehr verdienen.

Das kann man auch erreichen, aber nicht überall und wer an ein Eigenheim denkt sollte einen großen Bogen um MUC.machen. Jedenfalls bei den unter 100K Stellen :D

Das bei diesem Unterschied ein großer Teil der Fachkräfte in seiner Region bleibt ist daher für mich nicht verwunderlich.

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Hallo community,

es gibt auch unter den Ärzten verschiedene Lohngruppen. Wenn ich mich recht erinnere bekommt ein Stationarzt in einem städtischem Krankenhaus auch nur so um 2500 brutto und in Berlin ist es nicht mal selten, dass Ärzte bei Zeitarbeitsfirmen wie "medirent" als Krankenschwester für Hilfsdienste (Urinkelner) eingesetzt werden. Das liegt natürlich auch daran, dass durch die vielen Unis in Berlin halbjährlich viele neue Ärzte auch den Arbeitsmarkt schwemmen. Neue kassenärztliche Zulassungen gibt es so wohl nicht und daher werden Praxen meist sehr teuer mit der Zulassung verkauft. Auf dem Privatmarkt muss man sich erst Patienten suchen und dann kann einen das schnell die Ethik kosten.

Grüße

Micha

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vor 8 Stunden schrieb Graustein:

Wo die 36.000 btw herkommen sollen, an jedem Uni und kommunalen Klinikum bekommt man direkt aus dem Studium seine ~4200 brutto pro Monat + Zulagen für Schichtdienste. Das ergibt bei mir schon "etwas" mehr als 36.000 Euro.

Die erwähnten 78.000 (für Fachärzte ist so bei ~90.000 Ende, Oberarzt 100.000) ...

Schaue ich in die TVÖD für die kommunalen Krankenhäuser, komme ich auf EG1 4.023 EUR (48.276 EUR / Jahr). Nach 6 Jahren hat der Assistenzarzt dann die letzte Stufe mit 5.171 EUR erklommen. Macht einen Verdienst von 62.052 EUR / Jahr. Schichtzulagen lasse ich mal raus, da ich mit IT-Berufen vergleiche, wo sie auch nicht üblich sind und in die Berechnung fallen.

Schaut man in die IT Gehälter 2015 von Robert Half, komme ich bei einem Softwarearchitekten auf eine Spanne von 45.000 - 51.000 EUR / Jahr. Nach 6 Jahren auf 58.000 EUR bis 72.000 EUR. Ein Softwareentwickler liegt leicht drunter. Ein Berater gut drüber. 

Die Verdienste ähneln sich sehr. Auch wenn der Arzt ein vielfaches der Verantwortung trägt. Ich sehe hier keinerlei Grund für irgendwelche Neiddebatten zu Lasten der Ärzte. Wäre auch bereit einen höheren KV-Beitrag zu zahlen, wenn davon mehr Ärzte eingestellt werden würden oder die Ärzte in strukturschwachen Regionen einen finanziellen Anreiz bekommen dort zu praktizieren, statt in der Stadt noch mehr Praxen zu eröffnen.

Bearbeitet von Kwaiken
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Assistenzarzt ist ja wie eine junior stelle. Facharzt werden wohl die meisten. Das sind dann wie geschrieben knapp 90000. 

 

Wenn du übrigens keine Schichten einrechnen, dann zählen die such nicht zur Belastung. 

Ist ja btw kein Neid. Aber eben schon ein gutes Gehalt und kein Grund(jedenfalls nicht der Hauptgrund)  das Land zu verlassen. Denn dann müsste ja jeder hier weg. 

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Das sehe ich aber schon anders.

Wenn Du Arzt bist, gehörst Du - bildungstechnisch - nun mal zur Elite und es gibt nicht mehr so viele Leute, die mehr können und gelernt haben wie Du.
Erst Recht, wenn Du Facharzt bist.

Wenn dieser hier in Deutschland zu den gegebenen Bedingungen, dann meinetwegen auch 90k verdienen mag, ist das ja ohne Vergleichswerte völlig belanglos.
Was bleibt unterm Strich über, nach Abzügen? Wie verhält es sich mit Lebenskosten drumherum usw. usf.?

Und vor allem:
Was würde der gleiche Arzt in der Schweiz, USA oder sonst wo verdienen?
Da wird die Bilanz dann denke ich schon nicht mehr soooo gut aussehen.

Und gerade als Arzt mit Top-Bildung und in jungen Jahren ist man eben flexibel.
Da sollte, nein eigentlich MUSS, man auch mal darüber nachdenken ob Deutschland noch wirklich konkurrenzfähig ist als Arbeitgeber.

Die Arbeitgeber in Deutschland haben schließlich auch kein Problem jeden Mitarbeiter nach Hause zu schicken, wenn er nicht mehr konkurrenzfähig ist (zu teuer, zu alt, zu wenig Wische, etc.).
Warum sollte man sich als Arbeitnehmer das nicht auch zu Gute machen, wenn man zu den wenigen gehört, die sich das leisten können?

...

Mal ganz davon ab, sollte man meiner Meinung nach nicht so tun, als ob meinetwegen 90k jetzt für das mega-dicke Luxusleben reichen würden.
Klar, kannst Dir davon schon das eine oder andere gönnen, aber der Moet fließt da auch nicht gerade in Strömen.

Da wird - mal wieder - der Maßstab vergessen und ausgeblendet, was die wirklichen Großverdiener in Deutschland so nach Hause bringen.
Für teils deutlich weniger Eigenleistung und Verantwortung.

Bearbeitet von Errraddicator
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