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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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vor 50 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Ganz so stark vereinfachen kann man es nicht. Aber wo ich dir recht gebe ist, dass viele Arbeitnehmer den eigenen Marktwert nicht kennen. Man pokert im Bewerbungsgespräch lieber nicht zu hoch, man könnte ja sonst abgelehnt werden. Gerade wenn ein angeblicher Mangel an Fachkräften herrscht, sollte man diese Denke abstellen.

Nun die Sache ist doch, dass ein Unternehmen da meist Zeit hat und "nur" ein paar Gewinne verloren gehen. Der Arbeitnehmer brauch die Arbeit meist dringender und ist unter mehr Druck. Dazu eben asymmetrische Informationen, der AG kennt die üblichen Gehälter, weiß was die Kollegen verdienen, was er maximal zahlt, was der AN fordert. Der AN kennt irgendwelche Durchschnittswerte aus dem Netz, die gerne fünfstellig von dem abweichen, was möglich oder nicht möglich ist.

Was Region, Größe und co. angeht gerade in der IT ist man doch i.d.R. überregional tätig via Remote. Glaube nicht, dass mein AG sagt wir nehmen weniger, weil wir den Mitarbeitern weniger zahlen können, weil die Mieten günstiger sind oder dass wir Kunden aus München mehr berechnen, weil da unten hat mans ja. Daher sollte das "eigentlich" gar nicht reinspielen aber klar zahlt der AG sowenig wie möglich mit großem Gewinn und für wie viel sich Leute verkaufen hängt am Ende eben hauptsächlich an den Mieten bzw. Lebensunterhaltskosten.

Zu recht mehr fordern und keine Stelle finden bringt einen eben auch nicht weiter.

bearbeitet von Velicity

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Heute in meiner Firma gehört, dass wir seit einem Jahr einen Java Entwickler und einen IT-Projektleiter mit Java Kenntnissen suchen.
Nach meiner Frage, woran es liegt war die Antwort dass sich kaum jemand, trotz Ausschreibungen bei indeed, Stepstone und der AG, bewirbt. Und das in einer Großstadt wie Hamburg...
Habe auch nicht das Gefühl dass wir zu wenig zahlen würden, aber ich komme ja nicht aus der Dev Abteilung, daher kann ich nur munkeln :)

 

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Am ‎14‎.‎09‎.‎2018 um 07:03 schrieb Graustein:

Wo liegen dennn die realistischen Angebote so? 🙂 

DAS hängt ganz vom Können ab und was genau man machen soll...
Sind grob Angebote von 30k bis >100k dabei, wobei man ja auch nicht immer das Budget mitgeteilt bekommt...

bearbeitet von Crash2001

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vor 57 Minuten schrieb allesweg:

Bei der Agentur Anzeigen schalten lohnt nicht. Hast du schon mal dort versucht, zu suchen?

Ich muss sagen, dass ich sobald ich die Headhunterfirmen aussortiert habe, dort schon die ein oder andere spannende Stelle gefunden habe. Meine jetzige eingeschlossen :P 

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Am 17.9.2018 um 11:06 schrieb TooMuchCoffeeMan:

Auf der anderen Seite ist es eben unrealistisch, dass der kleine Betrieb im tiefsten Bayern ein Gehalt zahlen kann dass man nicht als "mies" empfindet wenn man es mit anderen Gehältern (bei gleicher Arbeitsleistung) vergleicht. 

Was mir als gesuchter Fachkraft herzlich egal sein kann. Es ist weder mein Unternehmen noch Gewinn oder Risiko. Der Liter Milch kostet den Hartz IV Empfänger das Gleiche wie den Millionär. Dass dieser Euro dem einen mehr weh tut als dem anderen ist Fakt, für den Preis jedoch unerheblich. Entweder kann man sich Ware X leisten oder nicht. Das gilt auch für Arbeitgeber und Fachkräfte.

Übrigens gilt für jedes Unternehmen, dass es sich Gedanken dazu machen sollte, was es seinen Angestellten bieten kann. So, wie sich jeder Arbeitnehmer darum Gedanken machen sollte, was er den Unternehmen bieten kann. Gerade kleine Unternehmen sollten sich bewusst machen, dass sie Spezialisten wie IT´lern meist weniger bieten können als die großen Firmen: Weniger HighTech, weniger Prestige, weniger Kollegen, kleinere Projekte, usw.. Als Folge dessen sollte gerade kleine Unternehmen Konditionen bieten, welche die großen nicht bieten und das auch offensiv kommunizieren. Dann klappt es auch mit den Fachkräften.

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vor 1 Stunde schrieb Errraddicator:

Was mir als gesuchter Fachkraft herzlich egal sein kann. Es ist weder mein Unternehmen noch Gewinn oder Risiko. Der Liter Milch kostet den Hartz IV Empfänger das Gleiche wie den Millionär. Dass dieser Euro dem einen mehr weh tut als dem anderen ist Fakt, für den Preis jedoch unerheblich. Entweder kann man sich Ware X leisten oder nicht. Das gilt auch für Arbeitgeber und Fachkräfte.

Übrigens gilt für jedes Unternehmen, dass es sich Gedanken dazu machen sollte, was es seinen Angestellten bieten kann. So, wie sich jeder Arbeitnehmer darum Gedanken machen sollte, was er den Unternehmen bieten kann. Gerade kleine Unternehmen sollten sich bewusst machen, dass sie Spezialisten wie IT´lern meist weniger bieten können als die großen Firmen: Weniger HighTech, weniger Prestige, weniger Kollegen, kleinere Projekte, usw.. Als Folge dessen sollte gerade kleine Unternehmen Konditionen bieten, welche die großen nicht bieten und das auch offensiv kommunizieren. Dann klappt es auch mit den Fachkräften.

Natürlich kann dir als Arbeitnehmer / Fachkraft das egal sein. Wenn der Arbeitgeber nicht zu zahlen bereit ist was ich als angemessenes Gehalt empfinde, kommt er als Arbeitgeber nicht in die engere Auswahl. So weit, so logisch.

Es ist jedoch schlichtweg unrealistisch von einem kleinen Betrieb in Hintertupfingen zu erwarten das gleiche Gehalt (oder sogar mehr) zu zahlen wie Daimler. Klar würden die auch gerne Fachkräfte anlocken. Natürlich wäre das Gehalt da eine Schraube an der man drehen kann. Wie viele Kleinbetriebe können (und wollen) sich das jedoch leisten?

 

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vor 1 Stunde schrieb Errraddicator:

Als Folge dessen sollte gerade kleine Unternehmen Konditionen bieten, welche die großen nicht bieten und das auch offensiv kommunizieren. Dann klappt es auch mit den Fachkräften.

Klingt zwar schön und sollte auch so sein, sind dann in der Realität aber natürlich nicht Sachen wie das Gehalt, sondern "flache Hierarchien", "schnelle Aufstiegschancen" und das "Handy auf Firmenkosten", was gleichbedeutend ist mit, du bist immer erreichbar. Im kleinen Laden ist halt relativ schnell jeder Mädchen für alles, was durchaus seinen Reiz hat und für ein wenig Abwechslung sorgt. Auch mitzukriegen wie der Laden läuft und was auf den "oberen Etagen" passiert.

Am Ende bleibt nach persönlicher Erfahrung und Aussagen von alten Mitschülern, ebenso was man hier häufig mitkriegt, Überstunden, schlechtes Gehalt und fehlende Fort-/Weiterbildungsmöglichkeiten. Ironischerweise sind dann die Anforderungen eher höher, da es meist an einer klaren Linie mangelt und Dokumentation ebenso ein Fremdwort ist.

Denke die kleinen Leben vor allem dadurch und können den Status behalten, weil die großen häufig nur mit Studium einstellen, im kleinen Laden ist das alles relativ egal, am Ende macht jeder das selbe, egal welche Vorbildung.

Die Tatsache, dass sich das so hält zeigt ja relativ gut, dass kein Mangel herrscht. Sehe es ja gut bei uns, wenn wir Stellen zu besetzen haben, dann mangelt es nicht an Bewerbern.

Leisten können sich das durchaus auch viele kleinere Betriebe denke ich. Wenn ich mal schaue was wir an Kosten haben für Miete, Lizenzen und um nicht produktive Arbeitskräfte wie den Vertrieb zu finanzieren und was wir einnehmen, da wären problemlos sechsstellige Gehälter möglich.

Frage ist warum ein Unternehmen das zahlen sollte, wenn es kein Problem hat in der Region Leute zu finden die für unter 30k einsteigen. Wir haben z.B. gerade nen neuen Projektleiter eingestellt, der kann in 10 Jahren auch wieder in Rente, an Berufserfahrung mangelt es ihm nicht, der hängt knapp unter 26k.

Klar wer spezialisiert ist auf einen Bereich der gerade extrem boomt bevor andere es sind, wo es dann kurzzeitig wirklich nen Mangel gibt, der hat super Chancen. Die normalen "Fachkräfte" haben aber ordentlich Konkurrenz, da ist ein wirklicher Mangel zumindest für mich nicht zu erkennen, zumindest hier im Norden.

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vor 21 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Natürlich kann dir als Arbeitnehmer / Fachkraft das egal sein. Wenn der Arbeitgeber nicht zu zahlen bereit ist was ich als angemessenes Gehalt empfinde, kommt er als Arbeitgeber nicht in die engere Auswahl. So weit, so logisch.

Es ist jedoch schlichtweg unrealistisch von einem kleinen Betrieb in Hintertupfingen zu erwarten das gleiche Gehalt (oder sogar mehr) zu zahlen wie Daimler. Klar würden die auch gerne Fachkräfte anlocken. Natürlich wäre das Gehalt da eine Schraube an der man drehen kann. Wie viele Kleinbetriebe können (und wollen) sich das jedoch leisten?

 

In Hintertupfing muss man ja auch kein Daimler Gehalt zahlen (weil man da z.b. ein haus für 1/5 von dem Preis in Stuttgart, München und Co bekommt) , aber eben auch anständig. Ich sg mal so 3000 kann jeder für einen Junior zahlen und als Senior halt bis zu 5000-6000 brutto. Da ist man von den IGM Gehältern noch gut weit weg, aber zahlt halt ok.
Aber wie schaut es aus, für Junge ist ja 2400 brutto schon zu viel und der Senior soll mal für 3500 ackern. Sorry, aber so ist es nicht.

Davon abgesehen wenn die Firma halt keinen Umsatz macht, Pech. Soll sie nicht so billig verkaufen. Bessere Produkte raus bringen. mehr verkaufen usw. Aber am Lohn sapren war schon immer die schlechteste Methode, freilich natürlich die einfachste.

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vor 2 Minuten schrieb Graustein:

In Hintertupfing muss man ja auch kein Daimler Gehalt zahlen (weil man da z.b. ein haus für 1/5 von dem Preis in Stuttgart, München und Co bekommt) , aber eben auch anständig. Ich sg mal so 3000 kann jeder für einen Junior zahlen und als Senior halt bis zu 5000-6000 brutto. Da ist man von den IGM Gehältern noch gut weit weg, aber zahlt halt ok.
Aber wie schaut es aus, für Junge ist ja 2400 brutto schon zu viel und der Senior soll mal für 3500 ackern. Sorry, aber so ist es nicht.

Davon abgesehen wenn die Firma halt keinen Umsatz macht, Pech. Soll sie nicht so billig verkaufen. Bessere Produkte raus bringen. mehr verkaufen usw. Aber am Lohn sapren war schon immer die schlechteste Methode, freilich natürlich die einfachste.

Bei dir klingt das so als wollte ich das niedrige Gehalt das kleine Firmen (häufig) zahlen verteidigen. Das will ich nicht. Ich habe selbst in einem kleinen Betrieb gelernt und bin sehr froh dort nicht mehr arbeiten zu müssen. Es ging mir darum, dass es unrealistisch ist von kleinen Betrieben ein hohes Gehalt zu erwarten, da das in der Regel nicht gezahlt wird. Die Gründe dafür können vielfältig sein, lassen sich ganz platt aber auch zusammenfassen mit: kleiner Betrieb -> kleines Gehalt.

vor 15 Minuten schrieb Velicity:

Frage ist warum ein Unternehmen das zahlen sollte, wenn es kein Problem hat in der Region Leute zu finden die für unter 30k einsteigen. Wir haben z.B. gerade nen neuen Projektleiter eingestellt, der kann in 10 Jahren auch wieder in Rente, an Berufserfahrung mangelt es ihm nicht, der hängt knapp unter 26k.

26k? Als Projektleiter? 😲

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vor 32 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

26k? Als Projektleiter? 😲

Naja Mädchen für alles. Kleines Unternehmen halt. Sprich Projektleiter, Softwareentwickler, Datenbankentwicklung/administration und User-Support. Nicht so als würde man 24/7 Projektleitung machen, sind halt 1-2 Projekte am Jahr die man dann eintütet mit Pflichtenheft und den ganzen Gesprächen, ansonsten ist man dann halt für das Projekt Ansprechpartner für Kunden und hier im Haus halt für die Organisation zuständig.

bearbeitet von Velicity

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26k für einen Vollzeitjob in der IT sind eine Frechheit. Das ist kaum über dem Mindestlohn. Wer das mitmacht, ist selbst schuld und ruiniert ganz nebenbei noch die Konditionen für alle Nachfolger, weil es dem Arbeitgeber suggeriert "Geht doch!".

Zudem ist es immer auch eine Verteidigung der schlechten Konditionen bei kleinen Buden, wenn man ständig deren Standpunkte und Ausreden aufgreift und sei es nur, weil man sie ewig wiederholt. Steter Tropfen höhlt den Stein. Das Spiel sollten wir gar nicht erst länger mitmachen und diese "Argumente" direkt dahin packen, wo sie hingehören: Ablage P.

Wie Graustein korrekt geschrieben hat: Wer nicht bereit ist, für einen Senior 60k aufwärts zu bezahlen, soll sich bitte nicht wundern, wenn er keinen bekommt. Egal, wo er arbeitet und wie klein der Laden ist.

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vor einer Stunde schrieb TooMuchCoffeeMan:

Es ist jedoch schlichtweg unrealistisch von einem kleinen Betrieb in Hintertupfingen zu erwarten das gleiche Gehalt (oder sogar mehr) zu zahlen wie Daimler. Klar würden die auch gerne Fachkräfte anlocken. Natürlich wäre das Gehalt da eine Schraube an der man drehen kann. Wie viele Kleinbetriebe können (und wollen) sich das jedoch leisten?

 

Diese Aussage halte ich aufgrund der Firmenstruktur in D für schlicht falsch. Es gibt hier so viele hidden Champions, die sind alle in der Lage ein Gehalt ähnlich eines Konzerns zu zahlen. Und ganz nebenbei können sie nich mit weniger Bürokratie und direktem Draht zu den Entscheidungsträgern punkten. Das Problem hier ist eher das leisten wollen, nicht das können.

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vor 15 Minuten schrieb Errraddicator:

26k für einen Vollzeitjob in der IT sind eine Frechheit. Das ist kaum über dem Mindestlohn. Wer das mitmacht, ist selbst schuld und ruiniert ganz nebenbei noch die Konditionen für alle Nachfolger, weil es dem Arbeitgeber suggeriert "Geht doch!".

..

Sehe ich genauso. Nur haben die Unternehmen wie gesagt oft eben kein Problem die Stellen in dieser Art zu besetzen. Und was die Leute angeht, die es annehmen, machen eben viele oder die meisten kleinen Firmen so. Hilft ja nicht auf das zu bestehen, was man "wert ist", wenn man es nicht bekommt.

Angebot und Nachfrage. Wenn es Arbeitskräfte zu dem Preis gibt, hat das Unternehmen keinen Anreiz mehr zu zahlen. Und der einzelne, der dann nicht drauf anspringt geht eben baden. Wenn ich sage für Betrag X arbeite ich nicht, dann ist der Arbeitgeber am Ende nur bereit mehr zu zahlen, wenn der nächste das selbe sagt. Sprich das müsste schon größer aufgezogen sein. Im IT-Bereich gibt es da generell wenig Organisierung der Arbeitnehmer.

Damals hier in knapp 10 Unternehmen Vorstellungsgespräche gehabt. War gehaltstechnisch überall bei 24-26k Schluss. Waren aber auch alles Unternehmen bis 20-30 Leute. War damals mit 32k in die Verhandlung mit der Hoffnung auf 30k, haben einige dann gleich gesagt wird nix, tschüss.

Als Arbeitnehmer haste da auch mehr Druck. Dem AG entgehen ein paar Gewinne, der Arbeitnehmer hat Kosten und i.d.R. kein großen Puffer, dazu selbstgemachter Druck und der Druck der Gesellschaft bzgl. Arbeitslosigkeit, was sofort als faul interpretiert wird, womit man den Wert eines Menschen misst und natürlich auch im Lebenslauf und bei künftigen Stellen Probleme machen kann.

Sehe da zumindest keinen leichten Ausweg, aus Sicht der Arbeitnehmer. Geld ist definitiv oft da aber wenn du quasi ein und das selbe Produkt kaufen kannst für 30k oder 60k, wie viel bezahlst du dann dafür? 60k, weil du möchtest, dass es dem Verkäufer/Dienstleister gut geht?

bearbeitet von Velicity

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Ich kaufe in der Tat nicht beim Discounter und bezahle in vielen Bereichen einen Aufpreis für Made in Germany/Europa. Ich bin der Meinung, dass es langfristig auch mir nützt, wenn mein Nachbar ordentlich entlohnt wird und weiterhin einen Job hat, an Stelle jetzt zu sparen und damit dessen Arbeitsplatz nach China auszulagern. Zudem bin ich der Überzeugung, dass Qualität Geld kostet. Würde ich anders denken, hätte ich mit Sicherheit einige hundert Euro monatlich mehr zur Verfügung.

Das ist jedoch ein anderes Kapitel und gehört nur bedingt zum Thema. :D

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Da sehe ich aber auch direkt einen Mehrwert und bin ebenfalls der Meinung das Qualität Geld kostet. Oft ist der Unterschied da auch nicht so groß, nur nicht gleich zu sehen. Beispiel billiges Fleisch, wo du dann nen Liter Wasser in der Pfanne hast. Das was am Ende übrig bleibt ist dann quasi fast gleichteuer, auch wenn der Unterschied erst massiv wirkt. Bin da also voll bei dir. Ganz von ethischen Sachen dahinter. Wir reden hier aber von vergleichsweise wenig Geld und eben direkt greifbare Unterschiede.

Bei Menschen denke ich, ist es nicht so einfach. Zumal die Qualität sich da auch schlecht messen lässt, vor allem während des Bewerbungsgesprächs. Korrekt müsste die endgültige Verhandlung dann immer nach der Einarbeitung erfolgen, wenn Bezahlung was mit Qualität und Leistung zutun hätte.

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Wenn Summe x in der Region nun einmal 15 Euro sind, dann erscheint daran nix faul. Da müsstest du dir eher Gedanken machen, warum dir ein Freier 30 Euro zahlen möchte. Entweder ist das ein ganz schlimmer Perverser oder der bringt dich um die Ecke.

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vor 2 Stunden schrieb ITegration_DE:

Diese Aussage halte ich aufgrund der Firmenstruktur in D für schlicht falsch. Es gibt hier so viele hidden Champions, die sind alle in der Lage ein Gehalt ähnlich eines Konzerns zu zahlen. Und ganz nebenbei können sie nich mit weniger Bürokratie und direktem Draht zu den Entscheidungsträgern punkten. Das Problem hier ist eher das leisten wollen, nicht das können.

Die Begriffe Kleinbetrieb (Mitarbeiterzahl < 10), Hintertupfingen und Hidden Champion passen für mich nicht so recht zusammen.

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vor 40 Minuten schrieb Velicity:

Wenn Summe x in der Region nun einmal 15 Euro sind, dann erscheint daran nix faul. Da müsstest du dir eher Gedanken machen, warum dir ein Freier 30 Euro zahlen möchte. Entweder ist das ein ganz schlimmer Perverser oder der bringt dich um die Ecke.

Es sind aber nicht 15 Euro. Genausowenig wie als Beispiel 25.000 für einen IT Projektleiter normal sind.

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vor 34 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Die Begriffe Kleinbetrieb (Mitarbeiterzahl < 10), Hintertupfingen und Hidden Champion passen für mich nicht so recht zusammen.

Es gibt in D etwa 3.5 Mio Unternehmen, davon haben 3.1 Mio unter 10 MA (und nur 14.500 mehr als 250 MA). Hintertupfing und Hidden Champion paßt nicht zusammen? Sagt dir Künzelsau etwas? Gut, Hidden Champions haben üblicherweise schon mehr als 10 MA. Aber etwa die Hälfte hat nicht mehr als 1000 MA, nur etwa 25% haben mehr als 10k Mitarbeiter. 

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vor 4 Stunden schrieb Velicity:

Wir haben z.B. gerade nen neuen Projektleiter eingestellt, der kann in 10 Jahren auch wieder in Rente, an Berufserfahrung mangelt es ihm nicht, der hängt knapp unter 26k.

 

Bestimmt hast du dich aber für den MA eingesetzt und deutlich gesagt, dass du das als zu wenig empfindest - weil sowohl ethisch fragwürdig als auch reichlich dumm, da der MA sobald er seinen eighenen Wert erkennt oder was auch immer ihn temporär bewogen hat sich unter Wert zu verkaufen verflogen ist zunächst frustriert und dann enorm wechselwillig sein wird. Motivation: Wut auf den Arbeitgeber der ihn so schamlos ausgenutzt hat.

:unsure:

Zitat

Naja Mädchen für alles. Kleines Unternehmen halt.

Irrelevant.

 

Zitat

wenn du quasi ein und das selbe Produkt kaufen kannst für 30k oder 60k, wie viel bezahlst du dann dafür? 60k, weil du möchtest, dass es dem Verkäufer/Dienstleister gut geht?

 

 

Ein angemesses Gehalt bei dem ich meine eigenen moralischen Standards erfülle. Ja schon klar warum das in der Realität dann oft anders gehandhabt wird, man kann wohl nicht allzuviel erwarten. Es ist allerdings erschreckend und traurig, dass im Jahr 2018 eine grundlegende Fairness keine Eigenschaft ist die man erwarten kann. Die sind wahrscheinlich schon mit Soft Skills wie "Teamfähigkeit" am Limit ihrer Möglichkeiten.

bearbeitet von monolith

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vor 2 Stunden schrieb Velicity:

Bei Menschen denke ich, ist es nicht so einfach. 

 

Einfach ist aber zuzugeben, dass es moralisch unzureichend ist als einzige Methode zur Bestimmung eines Gehalt die Frage "wie tief kann ich gehen sodass ich noch einen AN finde" zu verwenden.

bearbeitet von monolith

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vor 9 Minuten schrieb PVoss:

Wann war das denn mal anders?

Wahrscheinlich nie, so meinte ich das auch nicht. Aber wie haben so was wie #metoo, Ehe für gleichgeschlechtliche Paare usw. in den letzten Jahren dazu bekommen, da wäre halt irgendwie schön auch mal ein paar andere Baustellen anzugehen. Und nicht mit so Witzwerkzeugen wie (Moment kurz googlen wie das genau heißt, aha: )  dem "Lohntransparenzgesetz".

bearbeitet von monolith

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