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"Was stellen Sie sich unter dem Beruf - Anwendungsentwickler vor?"

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Hallo,

ja auf die Frage ("Was stellen Sie sich unter dem Beruf - Anwendungsentwickler vor?") hin habe ich zwar Antworten können, aber scheinbar war denen das nicht genug.

Meine Antwort war: Ich möchte gerne auf die Kundenwünsche eingehen, sie beraten und ihnen die passende Software entwicklen. Außerdem produziere ich ich auch gern nach eigenen Ideen etwas.

Ja nicht gerade überzeugend, aber was stelle ich mir denn eigentlich so vor?

- Kundenbesprechung - Wie und Was möchte er realisiert haben?

- Erstellung einer Software im Team abstimmen

- Konzepte präsentieren (Team und dem Kunden)

- Dem Kunden die Software erläutern

Was könnte man da noch antworten? Natürlich hat jeder andere Vorstellungen von dem Beruf.

Bezogen auf eine Web-Marketing Firma würde mich dort interessieren wie das eigentlich so mit der Werbung funktioniert. Wie kann z.b. facebook ein Milliardenunternehmen werden, ohne Werbung auf der Seite zu haben?

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Naja, nicht immer es gern gesehen, wenn der Programmierer eigene Ideen umsetzt. Erst recht nicht, wenn dies ohne Absprache passiert.

Ein Großteil der Entwicklerdaseins besteht eigentlich aus nicht so interessanten Tätigkeiten. Software zu planen mag noch einigermaßen interessant sein, aber das ist gemessen am Lebenszyklus einer Software meistens eine kurze Ära. Eine Software entsteht meistens nicht nach dem Write-Once-And-Forget-Prinzip, sondern zieht Wartung mit sich. Nicht selten ist eine Software Jahre oder gar Jahrzehnte im Einsatz. Davon sind Kundenwünsche, also im Sinne von Erweiterungen, auch nur ein Teil. Softwareentwickler werden manchmal selbst nach ihrem Renteneintritt noch von ihrer Software verfolgt.

Nervige Dinge:

- Testen (also im Sinne von Entwicklertests)

- Testen und Besprechen von Problemen bzw. Lösungen mit Leuten aus der Support-Abteilung oder dem Vertrieb

- Abarbeiten von Testprotokollen

- Reagieren auf Kundenanfragen und Kundenproblemen (insbesondere bei schweren Problemen kurz vor Feierabend)

- Umgang mit aufgebrachten Kunden

- 3rd-Level-Support

- Termindruck

- technische Schwierigkeiten fallen so lange durch das Sieb, bis sie beim Entwickler landen und der MUSS dann meistens eine Lösung finden, ohne das Problem weiter nach unten abschieben zu können. Insofern ist eine gewisse Beharrlichkeit, Selbstständigkeit und Kreativität bei der Ideenfindung notwendig. Andererseits muss man auch ein Gespür haben, wann ein Problem den Aufwand einer Lösungsfindung einfach nicht wert ist (also sich nicht in etwas verbeissen).

Das was du beschreibst sind teilweise Tätigkeiten, die in größeren Konzernen Personen zukommen, die in der Hierarchie über einen stehen. Der Entwickler (oder vielleicht besser Programmierer) ist dort lediglich ausführende Kraft und setzt alles mögliche um, aber nicht seine eigenen Ideen. Die Gespräche mit Kunden, die Arbeit im Team koodinieren und das Präsentieren der Ergebnisse und Konzepte würde ich eher dem Projektleiter zuschreiben. Das Erklären einer Software ist eher eine Sache des Supports (außer es geht um die technische Einrichtung). In einer kleinen Firma wirst du diese Dinge sicherlich solche Dinge in Personalunion machen müssen, dann ist aber wiederum der Nachteil, dass man irgendwie zwar alles aber nichts wirklich richtig macht.

Dein Bild eines Anwendungsentwicklers ist aus meiner Sicht etwas schön gefärbt. Der Großteil der Tätigkeiten besteht m.E. nicht aus den von dir genannten Stichpunkten.

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Danke für das graue Entwicklerbild :D

Ja die Frage ist nur, was sage ich dem "zukünftigen" Vorgesetzten? Das was ich oben geschrieben habe und / oder Deine Stichpunkte? Man sagte mir in der Firma das man eben nicht umbedingt jemanden haben möchte der nur stumpf Code erzeugt sondern auch mit dem Kunden in Kontakt tritt.

Darum ist halt die Frage; sagt man sowas nun in einem Gespräch oder sagt man es nicht? Ich bin langsam der Meinung, wie man es macht ist es verkehrt. Die einen wollen das hören, die anderen wollen das hören.

Bei der von mir gestellten Frage: "Wie sieht es mit Weiterbildung in Ihrer Firma aus?" wurde man nur schief angeschaut und gefragt was so eine Frage soll, ich habe ja noch nicht mal die Ausbildung begonnen. Und wer gesagt hat, dass ich so eine Frage stellen soll?

Meine Antwort war, das es mich interessiert wie die "Aufstiegschancen" sein werden bzw. ob man mit seinem Wissen "stehen bleibt"... :rolleyes:

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Hi,

Darum ist halt die Frage; sagt man sowas nun in einem Gespräch oder sagt man es nicht? Ich bin langsam der Meinung, wie man es macht ist es verkehrt. Die einen wollen das hören, die anderen wollen das hören.

meiner Meinung nach ist das auch so. Ich glaube, dass es am besten ist, sich nicht krampfhaft irgendwelche Fragen auszudenken, sondern das zu fragen, was einen wirklich interessiert. Natürlich kann man sich vorher ein paar Stichworte machen, aber es gibt keine Frage, die man auf jeden Fall stellen muss. Ein paar NoGos natürlich schon, aber die sollte durch den gesunden Menschenverstand sowieso tabu sein. Auch eine Frage nach Weiterbildung, wie du sie gestellt hast, finde ich nicht so schlimm. Vielleicht vor eine Aubildung etwas ungeschickt, aber bei der nächsten Firma wiederum kann das durchaus gut ankommen.

Ich hatte schon Vorstellungsgespräche, da saßen 5! Leute, von denen einer lediglich einen Fragenkatalog heruntergefaselt hat, und auch schon eins, wo ich eigentlich nur über private Dinge gesprochen habe. Das war am besten, und die Stelle hätte ich auch haben können.

Wenn man etwas erläutern soll, z.B. die Vorstellung vom Beruf, ist es auch durchaus legitim, das so zu sagen wie du es getan hast. Wenn die Firma das anders sieht, ist es vielleicht ganz gut, dass ihr nicht zusammenkommt. Natürlich muss man einigermaßen realistische Vorstellungen haben, aber wenn das deine Wünsche und Vorstellungen sind, kann man sie ruhig so formulieren.

bearbeitet von carstenj

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Bei der von mir gestellten Frage: "Wie sieht es mit Weiterbildung in Ihrer Firma aus?" wurde man nur schief angeschaut und gefragt was so eine Frage soll, ich habe ja noch nicht mal die Ausbildung begonnen. Und wer gesagt hat, dass ich so eine Frage stellen soll?

Bei dem Unternehmen würde ich nicht anfangen wollen, wenn schon solche Antworten auf ganz normale Fragen kommen. Ein Vorstellungsgespräch ist ja keine einseitige Sache, d.h. nicht nur du stellst dich vor, sondern auch das Unternehmen sich dem Bewerber. Und wenn du merkst, dass deine Art der Fragen nicht gut ankommt, dann ist das Unternehmen nicht der richtige Ausbildungsbetrieb für dich.

Es hat ja keinen Sinn nun bessere Antworten oder bessere Fragen einzuüben: Du musst ins Unternehmen passen und das Unternehmen zu dir. Und wenn du nun einmal gerne 'unbequeme' Fragen stellst, dann wirst du nicht in einen Betrieb passen, der schon angefasst reagiert, wenn du nur nach Weiterbildungsmöglichkeiten fragst.

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Ja der Meinung bin ich auch. Es war auch schon von vornherrein bei dem ersten Handschlag keine Sympatie vorhanden. Vorgestellt haben sie ihre Firma auch nicht...

Ganz anders bei einem anderen Gespräch, da war es sofort an sympatisch und man konnte sogar lächeln und dort machte die Weiterbildungsfrage auch nichts außer halt eine plausieble Antwort wie das dort gehandhabt wird. Dort würde ich auch gerne anfangen. Ich soll dort zu einem 2. Vorstellungsgespräch mit dem Leiter, auf was muss ich dort bzw. dabei achten? Und was köntne da noch "dran kommen"?

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Bei der von mir gestellten Frage: "Wie sieht es mit Weiterbildung in Ihrer Firma aus?" wurde man nur schief angeschaut und gefragt was so eine Frage soll, ich habe ja noch nicht mal die Ausbildung begonnen. Und wer gesagt hat, dass ich so eine Frage stellen soll?

Meine Antwort war, das es mich interessiert wie die "Aufstiegschancen" sein werden bzw. ob man mit seinem Wissen "stehen bleibt"...

Spätestens nach dieser Antwort wäre ich aufgestanden und gegangen! Wenn Weiterbildung einem AG nicht wichtig ist, dann würde ich ganz bestimmt nicht dort anfangen.

Auch als Programmierer muss man nicht "nur" einfach Code heruntertippen. Abhängig davon in welchem Umfeld du eine Ausbildung beginnst, kannst du auch ohne Chefentwickler sein zu müssen, deine eigenen Ideen einbringen.

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Naja, nicht immer es gern gesehen, wenn der Programmierer eigene Ideen umsetzt.

[...]

Insofern ist eine gewisse Beharrlichkeit, Selbstständigkeit und Kreativität bei der Ideenfindung notwendig.

Äh... :)

Also ein anwendungsentwickler ist ja nun kein reiner "codierer". In vielen unternehmen, auch grösseren, ist es durchaus üblich und gern gesehen, wenn sich die leute mit eigenen ideen einbringen. Das heisst ja nicht, dass sich jemand 4 wochen hinsetzt und einfach ohne rücksprache was eigenes ausbrütet.

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Bei der von mir gestellten Frage: "Wie sieht es mit Weiterbildung in Ihrer Firma aus?" wurde man nur schief angeschaut und gefragt was so eine Frage soll, ich habe ja noch nicht mal die Ausbildung begonnen. Und wer gesagt hat, dass ich so eine Frage stellen soll?

Also bei uns ist die Motivation des Azubis sich weiter zu bilden ggf. sogar ein Studium nach der Ausbildung beginnen zu wollen, einer der wichtigen Punkte.

Wenn Du also an in einer Firma warst, die diese Frage als abwegig ansieht, war es vermutlich besser, dass Du nicht genommen wurdest.

Ansonsten der allgemeine Tipp: Bereite Dich nicht auf Fragen vor, sondern auf Deinen Beruf. Nur wenn Du wirklich darüber informiert bist, was in der Ausbildung und im Beruf auf Dich zu kommt und Du daraus eine echte Motivation hast, den Beruf zu erlernen und auszuüben, kommst Du bei einem Bewerbungsgespräch souverän 'rüber. Und dann kann Dich keine Frage umwerfen.

BTW: Die Fragen in einem Bewerbungsgespräch zielen eigentlich immer darauf ab, die wirkliche Motivation für den Beruf zu erfahren und den Bewerber (bzw. seinen Charakter) so kennen zu lernen, wie er ist. "Schauspieler" werden da schnell entlarvt!

GG

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Naja es wäre ja mein "Traumberuf" nachdem ich nun schon mit meiner ersten Ausbildung "ins Klo gegeriffen" habe, möchte ich nun endlich das machen was mir wirklich liegt. Schauspielern tue ich ja gar nicht, ich kann nur ggf. halt nicht so gut "frei reden". Aber ich hatte immer Spaß dabei auch den Kunden zu beraten und halt auch eigene Ideen dem Kunden mitzuteilen bzw. halt zu sagen ob nicht vielleicht etwas anderes passender / besser für den Kunden wäre. Das meinte ich mit eigenen Ideen ausdrücken bzw. einfliessen lassen.

Aber wie gesagt, die Firma war auch einfach von grundauf an Unsympatisch, ganz anders die Firma, die ein 2. Gespräch durchführen möchte, hier konnte ich auch "lockerer / freier" reden und es wurde auch nicht so gebohrt. Aber vielleicht kommt das ja noch :) Auf jedenfall würde ich dort sehr gerne anfangen und es interessiert mich auch was diese Firma macht. 8Ist nur etwas schwer zu verstehen :hells: )

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