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Hallo,

bin gerade an meinem Abschlussprojekt.

Meine Frage:

Muss ein FIAE Programmcode in seiner Doku zeigen, ist das optional oder gibt es evtl. sogar Punktabzug wenn keiner zu sehen ist?

Habe die Bewertungsmatrix durchgesehen und keinen Hinweis darauf entdecken können.

Ich selbst hatte nicht geplant direkt Code zu zeigen, in der Entwurfsphase werden Teile als Pseudocode gezeigt.

Mein Lehrer (der auch Prüfer war) meinte glaube ich das es unüblich ist wenn ein FIAE keinen Code zeigt.

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Wir glauben unseren Prüflingen primär, dass sie als AEler Software kodieren können. An markanten Punkten, kann man natürlich einen kleinen Ausschnitt zeigen, um die Diskussion in der Doku zu untermauern. Im Zweifel, wird der Rest im FG angesprochen.

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Die selbe Frage habe ich meinem Lehrer auch gestellt...

Zitat:

"Es ist überhaupt nicht notwendig und auch nicht erwünscht, den ganzen Quellcode mitzuliefern. Es ist allerdings manchmal sinnvoll, exemplarisch bestimmte Auszüge des Quellcodes im Anhang zu veröffentlichen, wenn sie z.B. zur Verdeutlichung der Zusammenhänge sinnvoll sind."

Grüße

Sanchez

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Ich bin selbst Prüfer und sehe das etwas anders. Klar ist es bei der aktuellen Einschränkung der Doku auf eine Seitenzahl von max. 40 nicht sinnvoll, den gesamten Quelltext des Projekts anzuhängen. Aber ich gehe nicht einfach davon aus, dass der Prüfling schon irgendwie programmieren kann. Und leider ist das auch bei einigen Prüflingen nicht der Fall (wer daran die Schuld trägt, sei mal dahingestellt).

Ich halte es für absolut sinnvoll und sogar erforderlich, interessante Quellcodeauszüge anzuhängen (vielleicht 1-3 Seiten). Damit meine ich zentrale Algorithmen, an denen man die Eigenleistung des Prüflings erkennen kann. Ich hatte auch schon viele Dokus mit seitenweise HTML/CSS und absolut trivialem Programmcode (z.B. Eingabevalidierung etc.). Das ist definitiv nicht sinnvoll und wurde offensichtlich dazu verwendet, die Seiten voll zu bekommen.

Du solltest aber darauf achten, dass der Code deine Fähigkeiten als Entwickler verdeutlicht und nicht voll mit Lücken für SQL-Injection, Rechtschreibfehlern und nicht nachvollziehbarer Logik ist (auch das habe ich bereits mehrfach gesehen).

Viele Grüße!

Stefan

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Aber ich gehe nicht einfach davon aus, dass der Prüfling schon irgendwie programmieren kann.

Somit dürfte der Prüfling nicht zur Prüfung zugelassen werden oder aber der Antrag in Zweifel gezogenwerden.

Damit meine ich zentrale Algorithmen, an denen man die Eigenleistung des Prüflings erkennen kann.

Ich bitte dich. Dafür hast du doch das Fachgespräch. Wenn in der Doku ausreichend dargelegt (UML, ERM, ERD, u.A.) wurde, dass der Prüfling ein Fachwissen erlangt hat, kann ich im FG seine Eigenleistungen abfragen und auch seine Kenntnisse bzgl. seiner Programmierfähigkeiten hinterfragen.

Natürlich kann im Anhang ein mehr oder weniger großer Ausschnitt seines Codes abgelegt werden. Und natürlich kann im Hauptdokument an ein oder zwei Stellen was eingebracht werden. Das schrieb ich ja schon. Dies sollte jedoch nicht Hauptbestandteil seiner Doku sein. Da interessieren mich vordergründig ganz andere Dinge. Zum Beispiel wie er insgesamt zu seinem Ergebnis kam, welche Projektphasen er durchlaufen hat, wie er die Kosten berechnet hat, ob er ein ordentliches Desgin angefertigt hat, ob er einen Testplan erstellt hat, wie ist die Abnahme verlaufen u.Ä. Es geht somit um das Projekt und weniger um das Programmieren.

bearbeitet von Akku

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Somit dürfte der Prüfling nicht zur Prüfung zugelassen werden oder aber der Antrag in Zweifel gezogenwerden.

Naja, zum Zeitpunkt der Antragsstellung kenne ich den Prüfling noch gar nicht. Seine Fähigkeiten kann ich also nicht einschätzen, auch nicht nach ein paar Stichworten im Antrag. Jeder Antragssteller kann sicherlich irgendwie Code schreiben, aber ob dieser auch den Anforderungen entspricht, die ich an Code eines ausgebildeten Fachinformatikers stelle, kann ich nur beurteilen, wenn ich diesen Code sehe.

Dafür hast du doch das Fachgespräch.

Viele Prüflinge können in der mündlichen Prüfung die allgemeinen Fragen zum Bereich OO usw. gut beantworten, aber am Code sieht man trotzdem ernste Probleme (wie erwähnt: SQL-Injections, Fehler bei Grenzwerten, fehlende Eingabevalidierung etc.). Und da kann man mir noch so viele UML-Diagramme um die Ohnren hauen, der Code lügt nicht. Ich kann hier nur für mich sprechen, und ich misstraue einer Doku ohne angehängten Code einfach.

Viele Grüße!

Stefan

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Das verstehe ich nicht. Warum findet ihr es komisch oder gar unnormal, wenn in einer Abschlussprüfung zum Anwendungsentwickler Code erwartet wird? Kein Bäcker besteht seine Abschlussprüfung, wenn er keine Brötchen backen kann. Jeder Elektriker muss Stromkabel ziehen können...

Wo außer in der Doku haben die Prüfer die Möglichkeit, das tatsächliche Handwerk des Prüflings bewerten zu können? UML-Diagramme und ER-Modelle können keinesfalls ein lauffähiges, qualitativ hochwertiges Programm ersetzen. So sehe ich das einfach. Und das hat nichts mit "Generalverdacht" zu tun. Im Gegenteil: Jeder Prüfling sollte doch gerne zeigen wollen, was er gelernt und geleistet hat.

Viele Grüße!

Stefan

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Wo außer in der Doku haben die Prüfer die Möglichkeit, das tatsächliche Handwerk des Prüflings bewerten zu können? UML-Diagramme und ER-Modelle können keinesfalls ein lauffähiges, qualitativ hochwertiges Programm ersetzen.

Ich kann deine Skepsis durchaus verstehen. In den Anfangstagen meiner Prüferlaufbahn, hatte ich auch arge Bedenken und hätte mir gewünscht, dass die Prüfungsteilnehmer direkt in der Prüfung ein kleine Programm schreiben müssen um ihre Kompetenz zu zeigen. Da dies organisatorisch nicht geht, wurde mir schnell bewusst. Außerdem: In welcher Programmiersprache?

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass der Prüfling auch eine theoretische Prüfung abgelegt hat, dessen Ergebnisse du kennst.

Vielleicht als Hinweis für euren PA, wie man damit umgehen kann. Wann immer wir Zweifel haben, ob der Prüfling in der Lage ist, ein Programm zu kodieren oder ob er überhaupt etwas von Programmieren versteht, gehen wir aktiv darauf ein. Diverse Fragen lassen sehr schnell Erkennen ob diese Zweifel berechtigt sind.

Ganz kleiner Auszug:

1. Was macht eine Programmiersprache aus?

2. Wann kann man überhaupt von einer Programmiersprache sprechen

3. Endliche Automaten

4. Risiken der rekursiven Programmierung und die Lösung dazu

Aus dieser Nummer kommt kein Prüfling raus, da selbst der Programmcode in der Doku gefaket sein kann:

"Gehen Sie bitte zum Flipchart und schreiben sie kurz auf, wie die den Teil xyz und abc, kodiert haben. Benutzen sie dazu bitte Pseudocode"

"Gehen Sie bitte zum Flipchart und schreiben sie kurz auf, wie die den Teil xyz anhand ihrer UML Diagramme (Klassen instanziieren usw), kodiert haben. Benutzen sie dazu bitte die Synthax der Programmiesprache, die sie genutzt haben"

Glaube mir, innerhalb von fünf Minuten weißt du, wen du vor dir hast. Ja: Auch wir haben schon den einen oder anderen Prüfling so enttarnt. Denke mal darüber nach.

Ich hätte dir das auch per PM zukommen lassen können, nutze jedoch die Möglichkeit, den Prüflingen aufzuzeigen, was auf sie zukommen kann.

So liebe Prüflinge, jetzt wüsst ihr, was euch erwarten könnt

bearbeitet von Akku

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@Akku: Ok, ich gebe mich geschlagen :-)

Klar, in der mündlichen Prüfung kann man Prüflinge schnell "enttarnen". Das hatte ich auch schonmal bei jemandem, der sein eigenes ERM nicht skizzieren konnte. Aber die 15 Minuten, die dafür zur Verfügung stehen, sind leider sehr schnell rum.

Ich würde mir einfach wünschen, dass die Prüflinge ihre Fähigkeiten nicht nur theoretisch (wie in der schriftlichen Prüfung) demonstrieren, sondern auch praktisch. Ich hatte auch schon einige Prüflinge, die beides super hinbekommen haben und in der Doku sinnvolle und interessante Quelltextauszüge angefügt haben. Aber es gibt halt leider auch die oben erwähnten Ausnahmen.

Vielleicht schließen wir das Thema ab mit der Erkenntnis, dass sich (einige) Prüfer über interessante Quelltexte in der Doku freuen und sie positiv für den Prüfling bewerten (sofern sie die benötigte Qualität aufweisen). Und Prüflinge, die keinen Code anhängen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Prüfer durchaus Mittel und Wege kennen, um herauszufinden, ob jemand entwickeln kann oder nicht.

Viele Grüße!

Stefan

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auf meinen antrag hat die ihk raufgeschriebend as ich den Quellcode per CD mit meinem Projektantrag vorlegen muss

Das ist doch super. Dann weißt du jetzt bescheid, was du tun musst :-) Bei meiner eigenen Prüfung (vor einigen Jahren) musste ich das auch so machen. Aber inzwischen setzen viele IHKen (u.a. auch meine) ein Online-System ein, bei dem maximal eine PDF-Datei hochgeladen werden kann. Dann wären die erwähnten 1-3 Seiten Quelltext im Anhang sinnvoll.

Viele Grüße!

Stefan

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da ich ja gerade an der quelle der Prüfer bin^^, wie siehts eigentlich mit dem Umfang de Projektes aus. Ich meine mein Projekt wird den Rahmen von 70 Stunden "leicht" Sprengen. Also ich rechne so mit 1 Monat full Time Arbeit^^. Wird darauf geachtet? Den an sich ist es ja egal wie viel Arbeit sich ein Prüfling macht um seine Prüfung zu bestehen. Und da es mir eh spass macht schmück ich das Tool aus. Und die weitere Frage ist in wie weit darf man überhaupt die 80 Stunden überschreiten. Weil da gibts zweigeteilte Meinungen. 1 Seite sagt wenn man über die 70 Stunden geht kann man die Prüfung alleine dadurch nicht bestehen. Und die anderen sagen man darf mehr. Die 70 Stunden sind dafür da das man erstmal plant und somit für später lernt. aha 5h geplant 10 gebraucht ergo nächstes mal mehr einplanen. Und somit in seinem Abschlussprojekt noch eine Lernkurve erziehlt. Oder 5h geplant 6 gebraucht ergo ergo flasch geplant und somit durchgefallen?

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Wenn das Soll-Konzept erfüllt ist oder die 70 Stunden überschritten wurden, dann ist das Projekt beendet. Alles, was nach dem Projektzeitraum gemacht wurde, kann man in der Präsentation zum Abschluss erwähnen, aber es ist nicht Bestandteil des eigentlichen Projekts. In der Realität kann man dem Prüfungsausschuss auch schon mal 80 Stunden als 70 Stunden verkaufen, aber sicherlich nicht einen ganzen Monat Vollzeittätigkeit. Der Kunde des Projekts bezahlt dich für 70 Stunden. Will der Kunde Erweiterungen oder gravierende Änderungen einbringen, dann sind diese Dinge Teil eines neuen Projekts (zumindest in der Theorie). Streng genommen ist ein Projekt gescheitert, sobald einer der drei Faktoren Kosten, Zeit oder Funktionalität nicht erfüllt wurden. Der PA könnte die Auffassung vertreten, dass das Projekt nicht erfolgreich war. Das führt zwar nicht dazu, dass man automatisch durchfällt, aber es muss dafür Gründe geben. Liegen die Gründe bei dir, weil du einfach Lust dazu hattest diverse Features ins gleiche Projekt noch einzubauen und damit die Projektzeit und wohl auch die Projektkosten überschritten hast, dann sehe ich Probleme. In dem Fall muss nämlich entweder der Kunde oder der Auftragnehmer die Zeche zahlen.

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Also ich rechne so mit 1 Monat full Time Arbeit

Da gibt es wenig zu sagen: Schreib das auf keinen Fall in die Doku. Du hast 70h zur Verfügung. Punkt. Du solltest in 3 Jahren Ausbildung gelernt haben, ein Projekt wenigstens ungefähr passend zu planen. Die doppelte Zeit ist definitiv nicht tragbar. In der Realität sieht das alles anders aus, das ist mir bewusst. Aber das Abschlussprojekt muss vergleichbar für alle Prüflinge sein und daher musst du den gesteckten Zeitrahmen unbedingt einhalten. Ich habe noch nicht eine Doku gelesen, in der nicht 70h erreicht wurden.

Und wenn du selbst schon schreibst, dass du noch ein paar Zusatzfunktionen einbaust, hat das doch gar nichts mehr mit deinem Projektantrag zu tun. Lass das besser sein. Das Projekt kann (und sollte) selbstverständlich nach Beendigung der Projektzeit fortgeführt werden, aber das ist nicht mehr Teil der Abschlussprüfung!

Viele Grüße!

Stefan

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