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Hi,

ich habe die Möglichkeit zum 1.09.2011 bei einer mittelgroßen Firma in München eine Ausbildung als Systemintegrator zu machen.

Beim Bewerbungsgespräch wurde mir gesagt, dass die Ausbildung ohne Berufsschule abläuft.

Denkt ihr das ist ein Vor oder Nachteil für mich?Bei der Firma wäre ich aktiv an Projekten beteiligt.Das andere Angebot das ich habe ist zwar mit Berufsschule, jedoch wäre ich da nur damit beschäftigt Bürocomputer aufzustetzen.

mfg

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Hi,

da in der Abschlussprüfung auch Rechnungswesen und BWL drankommen kann, würde ich das eher als Nachteil sehen. Das ist natürlich keine Raketenwissenschaft, aber du musste dich damit schon beschäftigen, sonst kann das böse enden.

Ob das rechtlich überhaupt möglich ist, eine duale Ausbildung ohne Berufsschulunterricht anzubieten, weiss ich nicht.

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Ob du zur Berufsschule musst oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab.

http://www.schulberatung.bayern.de/imperia/md/content/schulberatung/pdfopf/merkblaetter/bs/dauer_der_berufss.pflicht_0804.pdf

http://www.azuro-muenchen.de/uebergang/schulpflicht.html

Abgesehen von der rechtlichen Lage finde ich es aber eher bedenklich, wenn der Azubi generell ohne BS-Besuch ausgebildet werden soll.

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Zu bedenken wäre auch, ob der Betrieb beim auferlegten Fernbleiben von der Berufsschule entsprechend mehr zahlt - oder ob ein anderweitiger Ausgleich stattfindet.

Ich selbst habe die Ausbildung ohne Berufsschule beendet. Allerdings

a) habe ich mich erst zum dritten Lehrjahr abgemeldet.

B) geschah dies auf meinem Wunsch und wurde nicht vom Arbeitgeber erzwungen.

Ob Dir ein Nachteil entsteht hängt

a) vom Betrieb

B) von Dir selbst

ab. Schafft der Betrieb einen angemessenen Ausgleich (werden z.B. zeitliche Freiräume für Prüfungsvorbereitungen etc. geschaffen) und bist Du auch bereit, den durch die Berufsschule zu vermittelnden Stoff Dir selbstständig anzueignen? Über die Lern- und Lehrbedingungen in meiner damaligen Berufsschule vermag ich nicht viel Gutes zu sagen, jedoch reichte der "Unterricht" durchaus aus, dass man wenigstens mit den Themen einmal kurz in Berührung kam.

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Ok, ich denke das mit dem Stoff kriege ich hin,war 2 Jahre in der Oberstufe eines Gymnasiums.

Meint ihr ich sollte mal vorsichtig Fragen, ob ich mehr als die übliche Ausbildungsvergütung bekomme (wären 750|850|950 vom 1-3 Lehrjahr) ?

Die Firma bietet ausserdem ein halbes Jahr vor der IHK Prüfung einen Kurs an um für die Prüfung gewappnet zu sein, laut der Aussage des Cheffs hats bisher jeder geschafft.

Stehe im moment vor der Entscheidung zwischen der Firma die mir vom Klima her besser gefällt und der anderen bei der ich 350 Mitarbeiter zusammen mit 3 weiteren Azubis betreuen müsste, was Stress bedeutet und dafür in der Berufsschule chillen könnte.

Ich denke ich entscheide mich für erstere.

Danke für die Links.

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Ok, ich denke das mit dem Stoff kriege ich hin,war 2 Jahre in der Oberstufe eines Gymnasiums.

2 Jahre Oberstufe sind keine Elitevorbildung. 2/3 aller Auszubildenden haben mittlerweile FHR/HR und gehen ebenfalls zur Berufsschule. Abgesehen davon ist es eine gute Möglichkeit um etwas über die Ausbildung in anderen Betrieben zu erfahren, Kontakte zu knüpfen oder um wertvolle Informationen aufzuschnappen.

Meint ihr ich sollte mal vorsichtig Fragen, ob ich mehr als die übliche Ausbildungsvergütung bekomme (wären 750|850|950 vom 1-3 Lehrjahr) ?

Die eine Firma will nur eine billige Arbeitskraft und nicht wirklich jemanden ausbilden und der "Auszubildende" will das schnelle Geld und denkt, dass es wegen der Oberstufe schon klappt. So findet jeder Topf seinen Deckel.

Die Firma bietet ausserdem ein halbes Jahr vor der IHK Prüfung einen Kurs an um für die Prüfung gewappnet zu sein [...]

Die Firma bietet die Vorbereitungskurse an? Wohl eher die IHK oder ein anderer Bildungsanbieter und die Firma bezahlt sie "großzügigerweise". Die Kosten unterscheiden sich natürlich je nach IHK und Anbieter, aber man kann bereits mit 500 Euro eine recht umfassende Prüfungsvorbereitung bekommen, oft sogar deutlich weniger. Die Kurse finden häufig nicht mal innerhalb der Arbeitszeit statt. Ergo: Deine favorisierte Firma ist bereit pro Jahr ca. 150 Euro für deinen IHK-Abschluss auszugeben - wow! Die Kurse kann man notfalls auch aus eigener Tasche bezahlen. Was ist mit anderen Weiterbildungen? Zertifikaten?

[...], laut der Aussage des Cheffs hats bisher jeder geschafft.

Das kann schon sein, so schwierig ist der Abschluss nicht. Es gibt aber immer noch einen Unterschied zwischen einer 4 und einer 1-2. Wie gut waren denn deren Noten?

Stehe im moment vor der Entscheidung zwischen der Firma die mir vom Klima her besser gefällt und der anderen bei der ich 350 Mitarbeiter zusammen mit 3 weiteren Azubis betreuen müsste, was Stress bedeutet und dafür in der Berufsschule chillen könnte.

Ich denke ich entscheide mich für erstere.

Danke für die Links.

Imho: Beides Mist.

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Ein Betrieb, der seinen Azubis nicht erlaubt, auf eine BS zu gehen ist mir sehr suspekt. Die Frage ist, warum das so sein soll. Die Stärke des deutschen dualen Ausbildung beruht ja auf der schulischen Theorie und der betrieblichen Praxis. Auch die Aussage "hat es bisher jeder geschafft" zeugt nicht gerade davon, dass diesem Unternehmen die Ausbildung wichtig ist. Wie sieht es mit einer Übernahme in diesem Unternehmen aus? Oder stehst Du am Ende ohne BS-Zeugnis, ohne ordentliche Ausbildung und (möglicher Weise) einem schlechten Abschluss auf der Straße?

Ein Unternehmen, das mit 4 Azubis 350 User betreuen lässt, ist mir ebenfalls nicht geheuer. Das riecht nach billiger Arbeitskraft. Und ich bezweifle, ob Du da wirklich was lernst. Möglicher Weise nur das, was Dir in der BS beigebracht wird.

Ich würde keines der beiden Angebote nehmen.

Desweiteren schließe ich mich den Aussagen von gimbo an!

GG

bearbeitet von pruefer_gg

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Hm, das gibt mir natürlich schon zu denken.

Im Bewerbungsgespräch wurde gesagt, die Firma kümmert sich hauptsächlich um die Sicherheit der Kundennetzwerke mit Zertifikaten und Autentifikation usw.

Als ich ihm von der anderen Firma erzählte bei der es nur um das Warten der Bürocomputer geht, meinte er dass es bei ihnen"eine Stufe höher " ist und ich mich intensiv um die Dinge "hinter dem Bildschirm" kümmern müsse.Alles in Allem hat das schon einen sehr positiven Eindruck auf mich gemacht.Die Berufsschule sei laut dem Cheff zu ineffizient.

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Viele sagen die Schule in der nähe von OEZ sei soweit gut da die Ausstattung und das Gebäude auf den neusten Stand ist.

Ich kann mir eine Ausbildung ohne eine BS irgendwie gar nicht vorstellen zu mal die in meinen AUgen sehr gut ist um Kontakte zu knüpfen bzw. um Fachwissen die man gesammelt hat als Auszubildender mit anderen Azubis teilt

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die Firma kümmert sich hauptsächlich um die Sicherheit der Kundennetzwerke mit Zertifikaten und Autentifikation usw.

Hört sich zunächst einmal gut an. Die Frage ist, was Du genau machst und welche Dinge Du wirklich lernst. Du solltest nich übersehen, dass auch die Basics, wie Rechnerinstallation/ OS-Installation und Konfiguration, Netzwerkgrundlagen (z.B. das Lesen von Traces) und HW-Grundlagen und betriebswirtschaftliche/ soziale Themen zum Lern- und Prüfungsstoff gehören. Wird Dir das im Unternehmen beigebracht?

Als ich ihm von der anderen Firma erzählte bei der es nur um das Warten der Bürocomputer geht, meinte er dass es bei ihnen"eine Stufe höher " ist und ich mich intensiv um die Dinge "hinter dem Bildschirm" kümmern müsse.

Was soll er auch anderes sagen? :P

Die Berufsschule sei laut dem Cheff zu ineffizient.

Wenn Du all' das oben erwähnte beigebracht bekommst - am Besten in Schulungen - dann kannst Du vielleicht die fehlenden Themen ausgleichen!

Wir bringen unseren Azubis viele fachliche Themen in Form von Schulungen etc. bei, sie bekommen bei uns eine Prüfungsvorbereitung und trotzdem verpflichten wir sie auf die BS zu gehen!

Ich habe den Eindruck, dass Du da lediglich stärker ins produktive Geschäft eingebunden werden sollst (= mehr Geld verdienen).

GG

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die Frage ist ob ich davon auch was hab, dafür dass ich mehr arbeite.

Beim Bewerbungsgespräch wurde mir gesagt, dass die Chancen übernommen zu werden sehr hoch sind, bzw garantiert, wenn ich mich nicht dumm anstelle.

Desweiteren wird mir Lernmaterial zur Verfügung gestellt.

Gibt es denn während der Ausbildung Prüfungen?Mal abgesehn von der am Schluss

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Gut, vielleicht legt sich der Betrieb tatsächlich ins Zeug und vermittelt die schulischen Inhalte selbst. Das ist aber unwahrscheinlich.

Was sollen das für Lernmaterialien sein? Alte Prüfungen bekommt man auch woanders her (übrigens sind die Kontakte in der Berufsschule hier hilfreich). Wenn das so aussieht, dass der Betrieb dir 2 Bücher für je 25 Euro auf den Tisch knallt, dann ist das keine ernsthafte Unterstützung. Vor der Abschlussprüfung gibt es noch eine Zwischenprüfung, die aber kein Gewicht hat (außer der Betrieb setzt sie z.B. als Voraussetzung für eine Übernahme fest).

Die Berufsschule ist ineffizient, für wen? Für den Betrieb? Klar, dem bringt es kurzfristig ziemlich wenig, wenn der Auszubildende etwas über Ökonomie und Rechnungswesen weiß. Der Sichtweise des Betriebs sollte nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. Ansonsten ist die Berufsschule manchmal träge, langsam usw. Nichtsdestotrotz bereitet sie auf die Prüfung vor.

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Ich kenne auch ein paar Azubis die ohne Schule die Ausbildung absolviert haben. Geschafft haben sie es alle, aber man hat durchaus gemerkt, dass die Azubis mit BS gegen Ende hin besser auf die Prüfung vorbereitet waren. Nicht unbedingt fachlich, das lag wirklich an dem Engagement des Einzelnen, aber z.B. bei der Doku, bei der Präsentation etc. konnte ich bei der Vorbereitung schon einen Unterschied feststellen. Liegt nunmal daran, dass die Azubis natürlich ihre Lehrer ausfragen und so wie ich das mitgekriegt habe auch viele Lehrer gerne Bereit sind sich z.B. das die Projektidee anzuhören etc.

Ich finde die BS auch gut um mit anderen Azubis in Kontakt zu kommen und auch mitzubekommen wie was woanders läuft.

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In Deutschland ist es durchaus nicht unüblich, auf die Berufsschule zu verzichten. Da ich zum Beginn meiner Ausbildung schon das 21.Lebensjahr überschritten hatte, stand mir die Wahl frei. Ich habe mich jedoch für die duale Variante entschieden, da das in meinem Betrieb auch so üblich war.

Der Verzicht auf die Berufsschule hat ganz klar zwei Seiten:

Pro:

Die Qualität der Berufsschule ist meistens sehr gering, so dass das Verhältnis von Zeitaufwand und Lehrneffekt sehr schlecht ist. Unser Ausbildungsverbund ist da jedes Jahr sturm gelaufen und hat doch nie etwas bewirken können.

Contra:

Der Austausch mit anderen Auszubildenden über den aktuellen Wissensstand, sowohl was das berufliche als auch was das rein prüfungsrelevante angeht, wird dir fehlen.

Auf Grund der betrieblichen Situation und deinem Bauchgefühl würde ich mich aber wohl für die Ausbildung ohne BS entscheiden.

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Eine Ausbildung ohne BS ist durchaus möglich, wenn dir die Firma die zum bestehen der Prüfung notwendigen Dinge beibringen kann. Ob das nu direkt in Projekten erfolgt oder über Seminare ist dabei völlig egal. Ich habe meine Ausbildung damals auch komplett ohne BS gemacht. Wir hatten aber alle relevanten Inhalte in Seminaren und Workshops beigebracht bekommen.

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