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Also ich fand die Grunddiskusion nun nicht Niveaulos - oder was das Positing ausdrücken sollte.

Ob man jemand, der einfach nur keinen Bock mehr auf Computer und Co. hat, raten soll, mal zum Therapeuten zu gehen, lass ich nun mal dahingestellt.

Es konnten immerhin genug nachvollziehen, dass man irgendwann keine Lust mehr hat, vorallem wenn man sich xx Jahre intensiv (Hobby+Job) mit etwas beschäftigt - Menschen und interessen ändern sich, wäre schlimm wenn nicht und jeder sein Leben lang immer das selbe macht/interessant findet.

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Ich lese nirgendwo das jemand wacky Burnout atestiert hat, es gab lediglich den Rat das mal abzuklären.

...was durchaus nichts verkehrtes ist, jedoch mit zu wenig Indizien einfach in den Raum gebracht wurde.

Wie schon geschrieben sind gerade psychische Krankheiten vielschichtiger und eine Diagnose a la "Dein Arm tut weh, geh damit mal zum Arzt" ist leichter getroffen als zu sagen: "Du hast keine Lust? Lass Dich mal untersuchen." Die Unlust kann x unterschiedliche Faktoren haben. Von völlig harmlosen bis hin zu wirklich gefährlichen Gründen. Zudem kommen noch das Umfeld, andere Krankheits-/Mangelerscheinungen dazu, die dann ggf. ein Gesamtbild ergeben.

Kurz: Ich will gar nicht ausschliessen, dass die Idee einer Therapie eine gute sein könnte. Ich denke nur, dass solche Vorschläge eher von den Personen getroffen werden können, die die Person unmittelbar und persönlich kennen und gut einschätzen können wie ernst es ist oder eben nicht und eben nicht von völlig fremden aus dem großen weiten Internet.

Gerade weil die geistigen Krankheiten und deren Umstände so komplex sind, bin ich immer deutlich vorsichtiger mit solchen Empfehlungen. Ich lerne die Person lieber länger und intensiver kennen, bevor ich so etwas vorschlage.

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erstmal danke für diese rege Anteilnahme. Die Ideen und unterschiedlichen Philosophien sind interessant zu lesen. Bin auch ein wenig überrascht, dass es so vielen ähnlich geht wir mir.

[...]

Das ist ein krasser Schritt, aber ich glaube, dass ich damit glücklicher werde.

Find ich gut! Es gibt viele, die immer rumjammern, wie blöd der Job wäre usw. Aber ich finde, du machst den einzig richtigen Schritt.

Ich habe einen solchen Schritt auch schon hinter mir, wenn auch nicht so krasser Unterschied: Von FI nach Physik. Damals (2003) einen unbefristeten Vertrag gekündigt, Ort gewechselt (ca. 300 km) und Studium begonnen. Ich hatte zum Glück keine so großen Verpflichtungen wie du, aber es ist trotzdem krass von nem festen Job mit ordentlichem Gehalt runter zu kommen auf Studentenbudget (im Prinzip halt gleich 0...)

Aber: Es hat alles wieder Spaß gemacht, viele neue Leute kennengelernt und das Leben wieder genossen. Das war auf jeden Fall einer meiner besten Entscheidungen.

Achja, die IT habe ich nicht vermisst. Aber mittlerweile setze ich mich sogar freiwillig nach Feierabend mal wieder an den Rechner. Ist jetzt halt wieder ein Hobby ;)

Nur Mut!

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ach zeus...lassen wirs einfach ? da haben wir alle mehr von ?! Danke.

@beebof:

das ist ja mal cool. find ich ne coole story. und dann auch noch physik (was ja nicht gerade einfach ist). aber du hast in der physik doch per se mit ner menge PC´s zu tun, oder ? allein wenn ich überlege, was die SETI-jungs machen (90% physiker?!)..da kommste ohne pc nicht mehr aus...

das ist übrigens auch meine angst: da ich ausm hobby nen beruf gemacht habe, hab ich ernsthafte bedenken das ich irgendwann mal keine lust mehr darauf habe...

ich merks ja jetzt schon. ich bin mit leib und seele ITler, aber weil ich es WILL...nicht weil ich es MUSS !

nun, vielleicht kommen auch bessere zeiten...und noch bin ich ja hier...aber mein leben lang als fisi ? da gibts besseres. der fisi sollte nur mein sprungbrett sein...nicht meine lebenseinstellung..diese strebt nämlich nach etwas höherem ;)

ohne abschweifen zu wollen, danke für deine story, beebof ! finde ich sehr erfrischend sowas immer wieder mal zu lesen und mitzubekommen.

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aber du hast in der physik doch per se mit ner menge PC´s zu tun, oder ? allein wenn ich überlege, was die SETI-jungs machen (90% physiker?!)..da kommste ohne pc nicht mehr aus...

Klar benutze ich noch PCs, aber halt (fast) nur als Nutzer - das ist schon noch was ganz anderes. Man hat halt (in der Experimentalphysik) noch eine Menge andere Sachen, die zu tun sind. :)

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Find ich gut! Es gibt viele, die immer rumjammern, wie blöd der Job wäre usw. Aber ich finde, du machst den einzig richtigen Schritt.

Naja, der Grund dafür dürfte recht einfach sein: Das Gras auf der anderen Seite ist meistens auch nicht grüner. Irgendwann muss man diese Freude ja auch an der IT empfunden haben und die Gefahr ist groß, dass man bei einem Wechsel irgendwann wieder genau an dem gleichen Punkt landet. Soll man dann wieder wechseln? Klar kann man das, aber damit vergibt man womöglich Aufstiegschancen und man landet evtl. in einer Einbahnstraße, bei der man nur schwer wieder zurück in die IT kann.

Ich denke, dass der meiste Frust in der IT einfach daher kommt, dass man keine guten Vorgesetzten hat, immer in der gleichen Branche hockt, dass man keine Möglichkeiten hat mal etwas anderes zu machen, keine Verantwortung tragen darf, in der Eigeninitiative beschnitten wird und sich nicht weiterentwickeln kann oder darf. In der IT gibt es derart viele Gebiete und Tätigkeiten, da sollte für jeden etwas dabei sein, der irgendwann mal Spaß an diesem Gebiet hatte.

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Nunja, einerseits mag das vielleicht stimmen - andererseits gibt es aber sicherlich auch genügend Leute, die gar nicht mehr in die IT zurück wollen, sondern im neuen Job viel glücklicher sind.

Das mit dem keine Verantwortung tragen bzw. keine Entscheidungsgewalt haben kann ich momentan sehr gut nachvollziehen, denn einerseits trage ich hier die volle Verantwortung - andererseits wird mir jedoch von meinem "Chef" die Entscheidungsgewalt, die ich dafür eigentlich haben müsste, nicht gegeben.

Gut - ich bin hier ein externer Mitarbeiter und dementsprechend muss eigentlich immer ein interner Mitarbeiter dafür gerade stehen. Dennoch bin ich der einzige Netzwerker hier und gleichzeitig quasi Projektmanager für diverse parallel laufende Projekte im Netzwerksegment (Leitungsupgrade koordinieren bei 13 Standorten, Access-Layer Migration, Einführung Captive Portal, neuer Router mit Load Balancing von 2 DSL-Anschlüssen, Tagesgeschäft, Umzug des Backup-Rechenzentrums, Test von neuer Hardware auf Kompatibilität, ...)

Irgendwie ko*zt einen das schon an. Nur wo anders würde es mir vermutlich schlechter gehen. Denn wo hat man z.B. sonst schon die Möglichkeit als selbständiger auf Überstunden Urlaub zu nehmen, den man dann sogar noch bezahlt bekommt? :confused:

Ein grund für mich, die Branche zu wechseln sind all diese Gründe bisher jedoch nicht für mich.

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Der IT-Bereich ist so weit gefächert, dass in der Regel jeder ein Tätigkeitsumfeld finden kann, welches für ein paar Jahre motiviert. Anschließend kann man zur nächsten Tätigkeit weiterziehen. Jeder Job hat seine Vor- und Nachteile aber in kaum einer Branche kann man sich so gut selbst weiterentwickeln wie in der IT. Es gibt zig Herstellerzertifikate, Fernstudiengänge, Bücher, weltweite Jobangebote.

Natürlich wünsche ich wacky viel Glück. Den Hauskauf würde ich aber erst mal überdenken und eher die Raten auf ein Minimum reduzieren. Die Weiterbildungen können ja nebenher laufen und du kannst dich Zug um Zug selbstständig machen, während du noch 75% als Admin arbeitest.

Allen anderen, deren Motivation so langsam sinkt, kann ich ein Fernstudium empfehlen. Während meinem Fernstudium (Wirtschaftsinformatik) kam ich mit so vielen Bereichen in Berührung, von denen ich nie gedacht dass mir diese Spaß machen könnten. Da kommen natürlich Ideen auf, wohin mach sich noch entwickeln könnte. Dank dem neuen Bachelor / Master System ist noch ein Master in BWL mit beispielsweise den Schwerpunkten Personalmanagement, Marketing oder Finance & Controlling möglich. Oder wie wäre es mit einem Master in Gesundheitsmanagement, Ingenieurswesen, Sozialwissenschaften, Wirtschaftspädagogik, etc.?

Somit kommt man vom IT-Bereich mit einem (nicht-)konsekutiven Master einfacher in ganz andere Unternehmensbereiche.

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Das habe ich auch schon von vielen gehört. Du kannst super viel machen, hast Möglichkeiten Dich in andere Richtungen zu entwickeln. Es ist sehr praktisch, da Du die Wahl hast. Zusätzlich werden Dir als Student viele Türen geöffnet. Firmen reissen sich manchmal um Dich (an bestimmten Unis). Bei der Lufthansa beispielsweise suchen Sie nur Schülerpraktikanten ODER Werksstudenten bzw student. Praktikanten. Andere (Umschüler etc) haben da keine Chance. Sie sagen sogar "Sie sind ordentlich immatrikuliert und bleiben es auch während dem Praktikum - dann möchten wir Sie gern kennenlernen".

Eine Bekannte von mir ist jetzt mit der Bachelor Arbeit kurz vorm Fertig werden. Sie hat jetzt einen 2-Jahres Vertrag von einer Reederei bekommen, das sie dort als Werksstudentin bleiben kann. Unter der Woche 20 Stunden - und in der Vorlesungsfreien Zeit voll (40 Stunden), bei einem guten Stundenlohn, und der Vorraussetzung, dass Sie weiterstudiert (was Sie vor hatte, sonst hätte es mit dem Vertrag so nicht geklappt). Das heisst, sie hängt einen Master dran, und das Unternehmen hat langfristige Zusammenarbeit bekundet. Nur wegen dem Wirtschaftsinformatikstudium...wie es dann wohl noch vielen anderen Studenten ergehen mag...

und man bedenke: Bachelor ist mittleres Management....Master befähigt zum höchsten Management.

Ergo: Bezahlung ist in der Regel auch sehr schön...

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Bachelor ist mittleres Management....Master befähigt zum höchsten Management.

Ergo: Bezahlung ist in der Regel auch sehr schön...

Relativ oft erledigen Bachelorabsolventen auch normale Adminjobs oder andere, eher einfache Tätigkeiten. Der Unterschied zum ausgebildeten Fachinformatiker ist dann nur das Gehalt.

Aus meiner damaligen, eigenen Erfahrung als frischer Fachinformatiker: Ein Uniabsolvent kam neu in die Firma und trug viel weniger zum Erfolg des Unternehmens bei als ich. Sein Gehalt war höher. Zwei Jahre später hat sich das nicht geändert, ich blieb beim normalen Fachinformatikergehalt und er natürlich bei seinem Akademikergehalt. Laut GFs wurde das mit seiner höheren, formalen Qualifikation erklärt und dem Umstand, dass sein Tätigkeitsumfeld mehr Wissen erfordert als mein Tätigkeitsfeld (was nicht stimmte). Was ich damals schlichtweg ungerecht fand, finde ich heute, da ich von diesem Umstand Nutznießer bin, recht praktisch ;-)

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Die Tatsache, dass jemand ein höheres Gehalt bekommt als ich, obwohl er der Firma das gleiche (oder weniger) einbringt als ich - nur weil er formal einen höheren Abschluss hat wäre für mich ein Grund sofort nach einer anderen Firma zu suchen.

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Die Tatsache, dass jemand ein höheres Gehalt bekommt als ich, obwohl er der Firma das gleiche (oder weniger) einbringt als ich - nur weil er formal einen höheren Abschluss hat wäre für mich ein Grund sofort nach einer anderen Firma zu suchen.

Deswegen ist es oft auch verboten, mit Kollegen über das Gehalt zu sprechen. Ich höre zwar immer, dass es doch egal sei, was der andere verdient, solange man selber gut über die Runden kommt, wenn man es aber dann doch weiss und es ist mehr, kann man vor lauter Ungerechtigkeitsempfinden seiner eigentlichen Arbeit gar nicht mehr nachgehen.

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@Daij:

Nunja, dann hättest du aber nicht mehr viele Firmen, in denen du arbeiten könntest, denn das ist bei 90% der Firmen so, dass Leute mit Hochschulabschluss besser bezahlt werden, als Leute mit "nur" einer Ausbildung. Zumindest bei gleich langer ZUgehörigkeit.

Man kann sich durchaus dann im Lohn steigern und denjenigen eventuell auch irgendwann einmal überholen je nach Firma, aber vom Grundgehalt her, "ohne etwas zu tun" bekommen Akademiker meist halt einfach mehr.

@carstenj:

Der Grund weshalb das oftmals laut arbeitsvertrag verboten ist, ist aber denke ich einmal nicht nur, dass man unzufrieden sein könnte, sondern eher, dass sich die Mitarbeiter nicht untereinander ausspielen beim Chef etc. "Herr x macht viel weniger / bringt dem Unternehmen viel weniger, aber bekommt mehr als ich. Ich will eine Gehaltserhöhung".... oder "Herr x hat eine Gehaltserhöhung bekommen, obwohl mir gesagt wurde, dem Unternehmen würde es so schlecht gehen und daher bekäme ich dieses Jahr keine Gehaltserhöhung - ich will auch eine bekommen" ...

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Dann macht man gleich nen Tarifvertrag, dann wissen die Leute wieviel die anderen verdienen, und können entsprechend auch den eigenen Wert durch Studium und Weiterbildungen steigern. Dass man übertariflich entlohnt werden kann besteht immernoch, aber sollte theoretisch offensichtlich sein, dass dann die Person auch mehr leisten müsste, um dieses sich auch zu verdienen.

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Dann macht man gleich nen Tarifvertrag, dann wissen die Leute wieviel die anderen verdienen, und können entsprechend auch den eigenen Wert durch Studium und Weiterbildungen steigern. Dass man übertariflich entlohnt werden kann besteht immernoch, aber sollte theoretisch offensichtlich sein, dass dann die Person auch mehr leisten müsste, um dieses sich auch zu verdienen.

Ich behaupte ja weiterhin, dass veröffentlichte Gehälter in Stellenanzeigen mehr Nutzen als Schaden bringen würden.

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Wäre für diejenigen die suchen jedenfalls definitiv transparenter, wenn sie wüssten, wie viel man bei welchem Job bekommen würde.

Anderseits könnten andere, die das gleiche machen, sich dann wieder benachteiligt fühlen, falls sie weniger bekommen...

Ist irgendwie in Deutschland ein Teufelskreislauf, solange jeder jedem, der mehr bekommt, das neidet.

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