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Windows oder Linux Experten gefragter?

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Windows ist wohl immer noch Marktführer im Serverbereich was die Anzahl der Installationen angeht. Werden aber derzeit trotzdem mehr Linux oder doch mehr Windows Experten gesucht?

Oder muss man sowieso die Eierlegendewollmilchsau sein die beides kann und noch mehr?

Ich komme eher aus dem Netzwerkbereich, aber ich fürchte mein Kenntnisse sind nicht tiefgehend genug. Jetzt möchte ich mich evtl. in Richtung Server-OS bewegen und rausfinden wie viel Nachfrage es im Linuxbereich gibt im Vergleich zu Windows.

Danke schon mal im vorraus.

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nimm das, was du besser verstehst oder wo du dich sicherer bewegst und vertiefe dort deine kenntnisse. die allerwenigsten sind experten in beiden systemen. gebraucht wird beides. es gibt mehr windows-server, aber auch mehr windows-admins. außerdem kann keiner sagen, wie es in ein paar jahren aussieht... (google mal nach schweinezyklus). und nur weil windows server ne gui hat, die an den windows-client von oma piepenbrinck erinnert heißt das nicht, dass die administration "einfach" wäre... je mehr man sich ins scripting, powershell usw. eingearbeitet hat, desto mehr "verschwindet" die klicki-bunti-gui sowieso...

viele firmen haben entweder eine homogene landschaft oder beide admin-arten, ist zumindest meine erfahrung...

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Du kommst aus dem Netzwerkbereich und willst Windows Admin machen? Na gut jedem das seine aber ich würde mir dass mit meinem Wissen von heute 2x überlegen.

Meine Erfahrung in die Richtung:

1. Windows ist nicht DER Marktführer bei Servern sondern hat höchstens in manchen Segmenten die Nase vorn.

2. Je größer das Unternehmen desto eher die Chance dass du mit Linux bzw. eher Unix in Kontakt kommst.

3. Gerade die gut bezahlenden Arbeitgeber setzen im Backend Unix ein (Banken, Versicherer, Automotiv etc)

4. Windows Admins werden zwar öfters gesucht aber *nix Admins intensiver. Die einzige Sparte in der IT die sich nicht über Fachkräftemangel beschweren dürften sind kleine Systemhäuser sein ... Windows Admins findest du in jeder Qualität und Güte an jeder Ecke - Einfach weil der Einstieg so einfach ist.

Wie Localhost oben sagte. Wenn du wirklich gut bist (und dieses Niveau erreichst du egal mit welchem System erst über die Jahre) ist mit GUI nicht mehr viel los. CoreServer, Powershell und CLI Tools haben das Windows Admin Leben in den letzten Jahren massiv verändert.

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Du kommst aus dem Netzwerkbereich und willst Windows Admin machen? Na gut jedem das seine aber ich würde mir dass mit meinem Wissen von heute 2x überlegen.

also wenn ich so die Stellenanzeigen für "Netzwerker" heute studiere, sehe ich kaum mehr den reinen Netzwerker. Oft wird die viel zitierte Eierlegendewollmilchsau gesucht mit Windows, Linux und Netzwerkkenntnissen. Am besten auch noch Datenbanken und vielleicht noch Programmierung. Sicherlich ist das nur der Wunschzettel der Personalchefs, aber trotzdem gibt das denke ich eine Idee von dem was erwartet wird. Nämlich nicht mehr nur ein Spezialgebiet. Daher war ich mir nicht ganz sicher ob ich auf das richtige Pferd setze, vor allen Dingen wenn ich noch nicht sehr tiefgehende Praxis mit Netzwerk habe...

Wenn du wirklich gut bist (und dieses Niveau erreichst du egal mit welchem System erst über die Jahre) ist mit GUI nicht mehr viel los. CoreServer, Powershell und CLI Tools haben das Windows Admin Leben in den letzten Jahren massiv verändert.

Mit CLI hab ich schon einiges gemacht, und das wäre ok für mich. Daher dachte ich schon an Linux, auch aus ideellen Gründen. Nur Idealismus alleine reicht oft nicht wenn die Nachfrage nicht da ist. Aber dem zu urteilen was ich von euch gelesen hab , scheint es kein besonders großes Überangebot von Linux-Unix Experten zu geben.

Ich bin zur zeit Arbeitslos und gehe evtl. in eine Schulung vom Arbeitsamt. Die bieten Schulungen an mit Zertifierung zum MCSA, Linux LPIC bzw. CCNA an. Da stellt sich für mich die Frage wohin. Eigentlich komme ich aus der Windows-Ecke, aber das ist schon lange her und mitlierweile kann ich mir auch Linux bzw. Netzwerken vorstellen. Nur beim Netzwerken bin ich mir eben unsicher ob es da nicht ein Überangebot an Experten gibt (Man hört auch viel über Stellenabbau in Netzwerksparten...).

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Hi,

also in meinen bisherigen Firmen war es unterschiedlich. In einer musste ich alles machen, vom Router, Windows, Linux bis hin zu sämtliche Diensten, die darauf liefen, in einer anderen war ich nur für Datenbanken zuständig. Jetzt gerade arbeite ich in einem Umfeld, dass zwar überwiegend Windowssysteme einsetzt, wo Linux/Unix-Kenntnisse aber dennoch helfen. Gerade einige Appliances oder VMWare haben irgendwo eine Shell, die auf Linux basiert oder zumindest so ähnlich ist, dass ein versierter Umgang mit der Konsole auf jeden Fall Vorteile bringt.

Also egal was du machst und wo du deinen Schwerpunkt legst, vermutlich wirst du im Alltag eh mit beidem zu tun haben und beides kennen müssen.

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Ich würde mich wenn dann in Richtung Hypervisor spezialisieren .. egal ob Hyper-V, ESX, XEN, KVM, etc.

Darauf setzt eigentlich jede Firme heute. Und wie lange das herkömmliche OS in einer VM noch notwendig ist für die Applikationen muss man sehen - es gibt ja schon die jeweiligen APIs, die es mehr oder weniger überflüssig machen.

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Danke für euere Erfahrungswerte.

@bigvic bevor man sich auf Virtualisierung spezialisiert, sollte man nicht zuerst mal ein OS (Win oder Linux) beherschen?

Ich bin überrascht zu hören das Win oder Linux bald überflüssig sein sollen. Ich hab noch nie was davon gehört das man Applikationen direkt auf VMware installieren kann. Kannst du mir vielleicht ein paar Stichwörter geben wonach ich suchen soll? Mit "vspehre" "API" und "Application" konnte ich nichts finden außer ein SDK für Perl. Oder läuft das auf Java basis? Gibts da ein spezielles Produkt oder ist es die standard ESXi installation?

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Man sollte sich nicht auf ein Betriebssystem spezialisieren, sondern auf verschiedene Dinge, die ein Admin oder Entwickler damit machen kann.

Man könnte sich z.B. auf Themen wie hierarchische Datenbanken spezialisieren (Active Directory/LDAP), Router/Firewalls oder die Entwicklung von Lösungen bestimmter Art und sollte dabei in der Lage sein, das was man tut auch ohne ewiges Einarbeiten mit anderen Betriebssystemen/Entwicklungsumgebungen/Programmen umsetzen zu können.

Für jemanden, der Datenbankanwendungen in C++ entwickelt, ist es einfacher, auf Visual Basic umzusteigen und damit Datenbanklösungen programmieren, als bei C++ zu bleiben aber zukünftig Spiele statt Datenbankanwendungen zu entwickeln.

Es ist einfach kein Hexenwerk, damit umzugehen, dass das "Drumherum" anders ist. Wenn die Arbeit ein völlig neues Ziel hat, und dafür ganz andere Verfahren und Vorgehensweisen nötig sind, ist das Umlernen schon viel mehr Aufwand.

Wer sich zum Linux- oder Windows-Fachidioten macht, beweisst damit nicht gerade viel Kompetenz.

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also die Eierlegendewollmilchsau :) ?

Ich sehe halt die Gefahr ist halt das man nichts so richtig beherrscht wenn man zu viele Dinge gleichzeitig machen möchte. Deswegen wollte ich lieber etwas anfangen und das richtig machen. Von dort aus ist es sicherlich gut sich dann breiter aufzustellen , wenn möglich. So wie ich dich verstehe würdest du beides, Win und Linux as Basis ansehen das einigermaßes gleichwertig nebeneinander steht und dann zusätzlich Netzwerk, DB´s oder was anderes.

Auf jeden Falln ein interesanter Gedanke.

Danke dafür.

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Jemand, der tiefergehende Windows-Kenntnisse hat (und ich spreche hier nicht von Start->Ausführen->services.msc), der wird durchaus Probleme haben ähnliche Tasks in einem Linux-Umfeld zu erledigen. Anders herum ist es zwar einen Ticken einfacher, aber ein guter Linux-Admin ist noch lange kein guter Windows-Admin.

Ich teile die Auffassung, dass man sich zunächst in einem System gut auskennen und für ein anderes die Basics mitbringen sollte um mit google und einem Administrationshandbuch brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Wenn man ein System beherrscht, kann man sich anschließend um eine Spezialisierung - sei es SAP Modul A, Virtualisierung mit XYZ, Datenbanken, Entwicklung oder Netzwerk/Routing - kümmern wenn man nicht als klassischer Admin arbeiten möchte.

Jemand, der sich z.B. auf ORACLE spezialisiert, es aber nicht schafft eine ORA-Instanz sauber im Linux-System zu konfigurieren, durch Anpassung der iptables abzusichern und evtl. ein PERL-Skript zu schreiben, welches im Cronjob alle paar Tage einen Dump der Datenbank macht, andere Wartungstasks oder SQL-Statements absetzt, der kann auch kein guter ORACLE-Admin sein. Daher finde ich den Ausdruck "Ein Linux/Windows-Fachidiot hat wenig Kompetenz" eher suboptimal.

Meiner Meinung nach muss man für jedes Spezialgebiet auch gutes Wissen um das darunterliegende Betriebssystem mitbringen.

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Ich halte ein Betriebssystem an sich noch für kein Spezialgebiet. Und es ist auch nicht die Regel, dass Firmen Linux-Admins und Windows-Admins haben, dafür gibt es um so häufiger Netzwerk-Admins, Datenbank-Admins u.v.m. getrennt.

Man muss sich fragen, was man eigentlich administrieren können möchte. Egal ob man mit Windows oder Linux arbeitet, man kann unter dem gegebenen System sowieso niemals alles beherrschen. Das Software-Angebot (egal ob frei oder kommerziell) ist so riesig, dass selbst ein langjähriger Experte immernoch verblüfft darüber sein kann, was mit nie gekannter Software so alles möglich ist.

Hat man sich z.B. in das Thema "Relationale Datenbanken" eingearbeitet und verstanden, wie man gezielt bestimmte Informationen herausfiltert und eingibt, dann ist es doch egal, ob der Datenbankserver unter Windows oder Linux läuft und Oracle oder MySQL heisst. Die Unterschiede liegen im Detail.

Und ob man für eine Firewall iptables aufruft oder sich in einem Windows-Dialog Filter-Regeln zusammenklickt - da bedient man sich zwar an unterschiedlichen Werkzeugen, aber dennoch geht es vor allem darum zu wissen, nach welchen Kriterien Netzwerk-Pakete durchgelassen, gefiltert oder umgeleitet werden sollen. Wer nichts von Subnetting versteht, nicht weiss, welche Ports gefiltert werden müssen oder nicht versteht, wann es Sinn macht, Pakete auch nach ganz anderen Kriterien zu filtern - der hat es nicht leichter, weil er nun mit einem Dialog statt mit iptables-Aufrufen arbeiten kann.

Sich auch eher auf Themen statt Systeme zu spezialisieren, macht auch Sinn, weil man mit immer mehr Systemen zu tun hat, für die es als solche keine Experten gibt. Nicht weil es auf einmal die große Marktvielfalt an installierbaren Betriebssystemen gibt, sondern Hardware-Hersteller immer häufiger Hardware herausgeben, die mit ihrem vorgegebeben, eigenen Betriebssystemen verheiratet sind (z.B. Fernseher, Handies, Netzwerkgeräte etc. und alles, was irgendwie mit einer bedienbaren Firmware arbeitet). Auf die Administration von Samsung-Fernsehern kann man sich z.B. nicht spezialisieren. Dafür gibt es noch nicht einmal Schulungen. Möglicherweise muss man aber sowas machen.

Ferner wird von Leuten, die sich um die IT in einem größeren Unternehmen immer wieder verdrängt (und das ist in diesem Thread gut erkennbar), dass der Informatiker-Beruf sich nicht nur damit beschäftigt, Büroarbeitsplätze mit einer funktionierenden IT-Infrastruktur zu versorgen, sondern es auch reine IT-Betriebe gibt, die Lösungen entwickeln oder auch völlig andere Sachen machen. Aber das am Rande.

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Ich glaube Du missverstehst mich.

Ich halte ein Betriebssystem an sich noch für kein Spezialgebiet. Und es ist auch nicht die Regel, dass Firmen Linux-Admins und Windows-Admins haben, dafür gibt es um so häufiger Netzwerk-Admins, Datenbank-Admins u.v.m. getrennt.

Nein. Größere Firmen haben durchaus ihre Systemspezialisten. Die sind nur dazu da um das System zu administrieren und am Laufen zu halten. Daneben gibt es die Application-Leute, die eben Spezialisten für ihre Anwendung sind (sei es Oracle, Sybase, SAP oder sonstwas).

Das ist die Systemebene. Nun kommen die Infrastruktur-Jungs mit Netzwerk, Routing, Leute für Storage und die Leute für Virtualisierung (von den RZ-Leuten mal abgesehen).

Die Application-Admins geben den Systemleuten Vorgaben, was für Ressourcen sie brauchen, die von den Virtualisierungsjungs bereitgestellt werden. Um die Öffnung der Ports auf den Routern und die Zuteilung der Adressen kümmern sich dann die Netzwerker. Für den bereitzustellenden Speicherplatz sind die Storage-Spezis zuständig.

Man muss sich fragen, was man eigentlich administrieren können möchte. Egal ob man mit Windows oder Linux arbeitet, man kann unter dem gegebenen System sowieso niemals alles beherrschen.

Die Systemleute schon. Dazu sind sie nämlich da. Da wird auch noch zwischen Solaris, AIX und Linux unterschieden. Nur als Beispiel.

Das Software-Angebot (egal ob frei oder kommerziell) ist so riesig, ...

Ein Systemmann muss das nicht alles wissen. Auch ein Anwendungs-Admin nicht. Ebenso wenig der Netzwerker.

Von dem (IT-)Management wird die Strategie festgelegt und Aufgaben verteilt. Wenn man sieht, dass etwas nicht optimal läuft, wird nach Verbesserungspotentialen geschaut.

Hier kommen oft die verhassten Berater in Spiel, die ein breites, aber nicht tiefes Wissen haben. Das plus die Erfahrung aus den unterschiedlichsten Projekten bei unterschiedlichsten Kunden macht sie erst zu Beratern (nebenbei: aus diesem Grund kann ein Frischling von der Uni auch nie wirklich Berater, sondern nur Assistent sein bis er genug gesehen hat um alleine schwimmen zu können).

Dann wird eine neue Lösung ausgewählt und geschaut wer aus dem vorhandenen Mitarbeiterpool das bereits kann, wer geschult oder neu eingestellt wird.

Hat man sich z.B. in das Thema "Relationale Datenbanken" eingearbeitet und verstanden, wie man gezielt bestimmte Informationen herausfiltert und eingibt, dann ist es doch egal, ob der Datenbankserver unter Windows oder Linux läuft und Oracle oder MySQL heisst. Die Unterschiede liegen im Detail.

Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, bzw. der Amateur vom Profi.

Kein seriöses, größeres Unternehmen wird für seine unternehmenskritischen Oracle-Instanzen einen ehemaligen MySQL-Admin anheuern. Oder einen Absolventen mit einer 1,0 im Zeugnis bei allen Datenbank-Vorlesungen. Dafür sind die von Dir angesprochenen Details viel zu wichtig und entscheiden im Ernstfall ob die Datenbank nur 5 Minuten oder fünf Stunden offline ist.

Was Du ansprichst, ist eine KMU-Unart. Ebenso wie ein frisch ausgelernter Azubi vom Labelprinter, über Webpage und Server bis zur Datenbank alles in einem Kleinunternehmen administriert. Das muss aber nicht zwangsläufig "State of the Art" sein.

Und ob man für eine Firewall iptables aufruft oder sich in einem Windows-Dialog Filter-Regeln zusammenklickt - da bedient man sich zwar an unterschiedlichen Werkzeugen, ...

Gib mal einem Windows-Admin die Bash und sag ihm er soll für 3 Schnittstellen den Traffic nach Vorgabe routen. Der erhängt sich nach 30 Minuten am Mauskabel.

aber dennoch geht es vor allem darum zu wissen, nach welchen Kriterien Netzwerk-Pakete durchgelassen, gefiltert oder umgeleitet werden sollen. Wer nichts von Subnetting versteht, ...

Das ist Grundlagenwissen. Das setzt man einfach voraus und bedarf keiner weiteren Diskussion, egal ob Windows- oder Linux-Admin.

Wenn ich sage, dass ich einen Linux-Admin mit Schwerpunkt Netzwerk suche, gehe ich davon aus, dass dieser das Grundlagenwissen zum Subnetting/Routing/Packeting mitbringt. Wenn ich einen Oracle-Spezialisten suche, gehe ich auch davon aus, dass er die Grundlagen für relationale Datenbanken mitbringt. Das wird implizit vorausgesetzt.

Wenn ich nach einem guten Piloten für einen Kampfjet suche, suche ich im Idealfall einen, der schon mal einen Kampfjet geflogen hat. Dass dieser jemand weiß wie man fliegt setze ich einfach voraus. Ich suche mir niemanden, der nur mal geflogen ist und weiß wie das geht und erwarte von ihm eine effiziente Handhabung der Lockheed.

bearbeitet von Kwaiken

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Also ich denke, ich sehe das grob genau so wie Kwaiken.

Ein nicht nur oberflächliches breites Allgemeinwissen, was die IT angeht (dazu zähle ich in der Systemadministration / im Netzwerksektor durchaus auch den Einsatz von verschiedensten Betriebssystemen und Virtualisierungsplattformen) erleichtert definitiv die Entscheidung, worauf man sich denn eigentlich letzten Endes dann spezialisieren und konzentrieren möchte. In irgendeiner Richtung sollte man sich jedenfalls spezialisieren, damit man nicht ewig in der Masse untergeht.

Es gibt halt einerseits die Allrounder, die von allem etwas Ahnung haben (oftmals in KMU Betrieben eingesetzt), aber oftmals von nichts richtig Ahnung (tiefgreifendes Wissen) haben und dann gibt es die Experten, die vom Drumherum vielleicht nicht so viel Ahnung haben wie ein Allrounder, dafür aber von ihrem Bereich viel Ahnung und vom Drumherum ausreichend Ahnung, dass sie das Wissen entsprechend einsetzen können.

Als letzte zwei Gruppen gibt es dann noch die Fachidioten, die nicht dazu bereit oder fähig sind, über den Tellerrand zu schauen und als letztes die Blender, die eigentlich von nichts Ahnung haben, sich jedoch durch ihre oftmals geschickte Formulierungen immer wieder aus Problemen rauswinden und anderen die Schuld unterjubeln, oder aber deren Versagen einfach keine personellen Konsequenzen für sie selber nach sich zieht, oder aber diejenigen, die in Wahrheit den ganzen Tag eigentlich nichts machen. Die letzteren beiden Gruppen sollte man sich nicht unbedingt als Ziel setzen... :rolleyes:

Wichtig ist in meinen Augen, wenn man sich spezialisiert, immer auch über den Tellerrand zu schauen. Ansonsten kann es einem mal schnell passieren, dass man auf einem Abstellgleis landet, da eine Technik, auf die man sich spezialisiert hat, veraltet und nicht weiterentwickelt wird, bzw. sie abgelöst wird und man sich dann mit dem Nachfolger beschäftigen sollte. Genauso erleichtern manche Sachen einem einfach das Leben.

Beispiel:

Ein Netzwerkspezialist muss z.B. auch mal Logfiles durchwühlen. Per grep unter Linux geht so etwas doch einiges leichter, als jedes File manuell zu öffnen und nach irgendwelchen Schlüsselwörtern zu suchen. So erspart man sich mit den entsprechenden Handwerkzeugen einiges an stupider Arbeit und kann diverse Standardaufgaben automatisieren. Genauso gibt es entsprechende Handwerkzeuge auch für Linux-, Unix- und Windows-Admins, genauso wie für Apple-Server-Admins oder für irgendwelche anderen Aufgaben. Das geht von der Beherrschung von Standard-Office-Programmen, wie beispielsweise Excel über teure Spezialtools und OpenSourceProgramme.

Als Netzwerkler sollte man so z.B. auch die "benachbarten" Techniken kennen, also z.B. nicht nur Ethernet, sondern auch SAN/Fibrechannel. Es gibt mittlerweile schon Plattformen, über die beides geht (z.B. Cisco Nexus Reihe) und somit Technologien miteinander verschmelzen. Man muss nicht in beidem ein Experte sein, aber zumindest die Grundbegriffe sollten einem schon was sagen. Genauso wie einem Serverbegriffe (z.B. ilo-Boards) was sagen sollten, damit man mit den entsprechenden Gruppen, mit denen man im Alltag zu tun hat, auch sinnvoll kommunizieren kann und nicht verzweifelt, da man das ganze Fachchinesisch nicht versteht. Genau DAS ist in meinen Augen nämlich oftmals ein großes Problem, dass Abteilungen aneinander vorbeireden, da sie sich gegenseitig nicht verstehen.

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Gast UnknownX

Sehr gute Beiträge von Euch, Kwaiken und Crash! :) Ich muss sagen, dass ich es eher für eine Kunst heutzutage halte, zumindest im Projektgeschäfts, als Spezialist NICHT über den Tellerand zu schauen. Egal ob ich auf Applikationen- oder Netzwerkebene arbeite. Die Verdrahtung ist da zum Teil so stark, das einen den Kunden sowieso dazu zwingen sich einzulesen. Ich halte es eher für sehr schwer den eigenen Ehrgeiz zu bändigen und sich zu sagen "Junge hier machst du jetzt mal halt, es gibt da noch ein Privatleben." ;)

Des Weiteren, und da darf ich gerne geteert und gefedert werden, werde ich manchmal dahin gezwungen zur Gruppe der "Dampfplauderer" für wenige Minuten zu mutieren, um nicht das Vertrauen des Kunden zu riskieren. Hier gilt es zwar sich geschickt auszudrücken, um im Nachgang sich zu informieren und dann technische Details abzuklopfen, aber hier sich generell hinstellen und zu sagen "Null plan sorry" ist leider leider wenig akzeptiert.

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... aber hier sich generell hinstellen und zu sagen "Null plan sorry" ist leider leider wenig akzeptiert.

Ja, leider.

Wegen diesen Schaumschlägern werden dann Projekte angezettelt und im Nachhinein festgestellt, dass das technisch so gar nicht nicht geht. Der Kunde erwartet es aber. Bis dahin hat sich der Dampfplauderer bereits geschickt aus der Affäre gezogen und bedampft schon den nächsten Kunden mit B*ll****-Bingo. Ausbaden dürfen es dann die Projektmitarbeiter, die am Ende des Monats nicht einmal die Hälfte des Dampflok-Gehalts auf dem Lohnzettel stehen haben..

Aus diesem Grund arbeite ich lieber mit Projektleitern, die vorher in der Technik waren (und den Perspektivwechsel gut beherrschen - jemand, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, hilft mir nicht). Diese sagen zwar nicht viel, aber was sie sagen hat dann Substanz.

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Gast UnknownX

Wuerde bei mir nicht passieren da ich technisch es auch umsetzen muss, was ich vorher verspreche. Daher ziehe ich lieber die handbremse und benenne die tatsachen auch wenn es nicht gefaellt. Bei uns zumindest ist der pm bis zum ende dabei, auch der presales engineer kann sich da nicht so einfach aus der affaire ziehen ;). Faende auch seltsam wenn es anders laeuft. Aber scheint ja nach deinen worten oft der fall zu sein.

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Naja, es gibt halt immer wieder Leute, die den Himmel auf Erden versprechen und keine Ahnung davon haben, ob es überhaupt umgesetzt werden kann, da sie einfach diverse wichtige Faktoren nicht einbeziehen, da sie keine Ahnung von der Materie haben. Dann wird der Auftrag erteilt, ein Projektleiter eingesetzt, der dann irgendwann merkt, dass das, was dem Kunden versprochen wurde, absolut nicht (ein)haltbar ist und der darf dann schauen, ob der Kunde sich auch mit Alternativen oder einem "abgespeckten Paket" zufrieden gibt. Wenn nicht, dann hat er die A-Karte und derjenige, der alles versprochen hat, beruft sich dann vielleicht auf seine technischen Berater, dass sie ihm gesagt haben, es würde gehen. Oftmals schauen sie jedoch nicht genau genug hin und übersehen wichtige Details, die dann ganze Projekte zum scheitern bringen lassen können. Von Verkabelungsproblemen zu irgendwelchen Sondersystemen, die nicht mal "eben so" portiert werden können bis hin zu strukturellen Problemen oder aber technischen Unmöglichkeiten (oder halt teurer als erwartet) wie z.B. Leitungsverlegungen, die unter einer Bahntrasse durch müssen o.ä..

Ich habe damals z.B. schon mal den Fall gehabt, dass eine Glasfaser-Leitung (DarkFibre) verlegt werden sollte zu einem HVT, der an der Bahn stand. Bis direkt vor die Gleise kamen sie, aber unter den Gleisen durch haben sie einfach keine Genehmigung zu bekommen. Im Endeffekt wurde die LEitung dann komplett anders verlegt, so dass man unter der Bahntrasse nicht durch musste. Dafür dauerte es aber mal eben 1 Jahr länger und die Kosten waren auch ein Vielfaches der geplanten Kosten.

Und so etwas sind nur die Kleinigkeiten. Schlimmer sind dann unvorhergesehene Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Systemen oder wenn eine Software z.B. eine bestimmte Java-Version benötigt, der Kunde jedoch zwingend eine andere Java-Version für irgendeine Branchensoftware o.ä. benötigt und somit dann entweder das eine oder das andere umgeschrieben werden muss.

Oder als anderes Beispiel z.B. die Gewährleistung zur Wahl der Notrufnummer bei VOIP-Systemen. So etwas kann ganz schnell zum Showstopper werden, denn wenn gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden, kann das recht unangenehme Folgen nach sich ziehen.

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