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Machen Cloud und Co. Admins zukünftig überflüssig?

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Hi,

man liest ja immer soviel von Cloud, PAAS (Platform as a service), SAAS (Software as a service) und verschiedenen anderen Buzzwords. Im Grunde geht es prinzipiell um eins: Externe Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, die heute noch von internen Mitarbeitern erledigt werden. Da stellt ich mir doch die Frage: Sind Admins eine aussterbende Spezies? Natürlich muss es ja für diese Dienste auch irgendwo Hardware geben, die ausgetauscht, Software, die aktualisiert und gesichert werden muss, aber die Masse an Leuten wird eher nicht mehr gebraucht. Und natürlich muss vor Ort immer jemand sein, der zumindest einige Grundbegriffe kennt, denn so ganz ohne Ahnung von der Materie wird man selbst einen Onlinedienst nicht einrichten können. Aber rechtfertigt das noch einen Vollzeitadmin?

Sobald man mit Microsoft oder Oracle telefoniert, weisen die immer auf die Cloud und die Vorteile hin. Meinem Chef z.B. sind die Oracle Tätigkeiten (Wartungszeit für Updates, komplizierte Vertragsbedingungen etc.) sowieso schon ein Dorn im Auge.

Ich würde mich schon als flexibel genug bezeichnen, so dass ich vermutlich auch in anderen Sparten gut zurechtkäme, aber werden zukünftig noch qualifizerte Admins benötigt? Wie seht ihr das?

bearbeitet von carstenj

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Die Jobs sind einfach (örtlich) woanders.

Client-Rechner kommen mit Teamviewer im Autostart als Deploymenttool (bzw. Intel vPro), Rest machen die freundlichen Mitarbeiter, die sitzen in Rumänien/Bulgarien/Indien/sonstwo.

Datenbank-Server laufen z.B. in der IBM Softlayer-Cloud, da kann alles aus der Ferne machen. Braucht nur noch einen Projektmanager "vor Ort" (= muss gut deutsch können), der alles koordiniert und bezahlt.

bearbeitet von cg2

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Die frage ist eher, wie gehen die anbieter dieser dienste mit meinen daten um. Ich verliere die konntrolle über den zugriff und weis nicht wer mitliest. Es ist möglich, das vorallem in kleineren Firmen die stellen zurück gehen werden, aber bei größeren firmen bin ich mir da nicht so sicher, die sind dann doch etwas paranoider wegen Datensicherheit und so.

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Du brauchst die Admins immer noch, aber pro Admin können mehr Devices (DB / Application / etc - Server verwaltet werden, u.a. durch die wahlweise automatische Skalierbarkeit). Die Rolle der IT-Infrastruktur-Architekten wird mehr und mehr übergehen in die Rolle von Cloud-Architekten. Wer sich für sowas begeistern kann, ist heute gut beraten sich darauf zu spezialisieren.

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...pro Admin können mehr Devices (DB / Application / etc - Server verwaltet werden....

Das halte ich zunächst mal für ein Gerücht, zumindest für kleinere bis mittlere Unternehmen.

Bei einem Datenbankupdate mit beliebiger grosser Cloud hintendran kann ich vorher einen (lizenzpflichtigen) Clone ziehen, updaten, und dann Leute testen lassen. Das muss aber alles kommuniziert werden, Tester müssen gefunden und umkonfiguriert werden. Diese Kommunikationszeit ist weg. "Heutzutage" (ohne Cloud) heisst dann eher "okay, muss der Hersteller nachbessern oder doch SAN-Snaphot zurückholen?"

bearbeitet von cg2

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Sind Admins eine aussterbende Spezies?

Natürlich muss es ja für diese Dienste auch irgendwo Hardware geben, die ausgetauscht, Software, die aktualisiert und gesichert werden muss, aber die Masse an Leuten wird eher nicht mehr gebraucht. Und natürlich muss vor Ort immer jemand sein, der zumindest einige Grundbegriffe kennt, denn so ganz ohne Ahnung von der Materie wird man selbst einen Onlinedienst nicht einrichten können. Aber rechtfertigt das noch einen Vollzeitadmin?

Nein definitiv nicht, was natürlich passiert ist, dass IT mehr "Mainstream" wird. Damit meine ich und du hast es ja schon oben angesprochen, es einfacherer ist eine virtuelle Maschinen zu erstellen (Create from golden Image), eine DB in der Cloud auf Knopfdruck zu erstellen, als es früher mal war - Server verkabeln aufbauen, OS Image aufspielen, OS customizen, Qualitätskontrolle = Ready for Production. Man braucht nicht mehr das allumfassende IT-Wissen und muss nur seine Abläufe kennen.

Aber die Cloudumgebungen bauen sich ja auch nicht von selbst auf, sondern es müssen Architekten & Infrastruktur Designer diese Umgebungen planen und dann mithilfe von Project- oder Delivery Manager ausgerollt werden, wobei das "doing" ja auch wieder von IT-Spezialisten übernommen wird. Den späteren Betrieb, wenn alles fertig ist übernehmen dann "Shared Service Center" aus Rumänien oder Bangladesh.

Interessant finde ich auch, dass die Anzahl an FTEs bei internen IT-Abteilungen stagniert bzw. rückläufig sind. IT-Dienstleistungsunternehmen und -Consultingfirmen aber mehrere hundert offene Stellen beklagen. Hier ist meiner Meinung auch ein Trend nach dem Englisch-/Amerikanischen Prinzip zu sehen: Alles ist ein Projekt, es gibt keine Betriebssituation mehr.

 

 

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Was ich statt Abbau viel eher annehme, ist eine Verstärkung des DevOps-Trends. Der Entwickler baut sein Docker-Image zusammen und fährt per Skript seine benötigten EC2-Instanzen hoch und gut ist. Natürlich muss da jemand den Überblick drüber haben und ganz wird die Rolle von Admins nicht aussterben, aber sie wird immer mehr (zumindest in den grundlegenden Aufgaben) auf die Entwickler übergehen, weil sich viele Standard-Aufgaben zunehmend automatisiert in den Deployment-Vorgang einbinden lassen.

bearbeitet von arlegermi

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Ich habe momentan das "Glück" beide Seiten der Medaille sehen zu dürfen.

Momentan haben wir noch eine interne IT. Heißt wir bekommen eine Anforderung und führen es durch. Zu 90% ist das know how vorhanden. Ansonsten selbstständige Weiterbildung oder zur höhsten Not Berater.

Hat den Vorteil von kurzen Wegen und dauerhafter Betreuung.

 

Auf der anderen Seite haben wir eine Firma die "nur" IT-Manager haben. Heisst Organisatoren. Die geben das an eine IT-Firma weiter die dann wiederum die entsprechende Firma beauftragt die wiederum zur Not einen externen einstellt der das Fachwissen haben sollte. Jede Firma schlägt nochmal drauf, logisch man will ja verdienen. Aber dafür bist du flexibel und brauchst nix zu kündigen.

 

Interne-IT wird immer seltener. Schaue mich da regelmäßig um aber die Stellenbörsen sagen da meisst: "Hey wir brauchen MANPOWER (wie ich dieses Buzzword liebe...) für unsere Kunden! Wir haben noch X Stellen! Gute Bezahlung "!!einself"". Was dann heisst 22k, Fachwissen in jedem Bereich und Mobil mit eigenem Auto Deutschlandweit.

Für das einfache austauschen von Hardware bzw. AD pflegen sehe ich da, verständlicher Weise, auch schwarz in der Zukunft. Weil das machen heuzutage schon Studenten in Leihfirmen. Aber alles was "höher" qualifiziert oder spezialisiert ist wird einen trockenen Hafen finden.

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Für das einfache austauschen von Hardware bzw. AD pflegen sehe ich da, verständlicher Weise, auch schwarz in der Zukunft. Weil das machen heuzutage schon Studenten in Leihfirmen. Aber alles was "höher" qualifiziert oder spezialisiert ist wird einen trockenen Hafen finden.

 

Hardwareaustausch haben schon vor 15+ Jahren Studenten gemacht (damals so Iren, die hatten ausser "keine Steuer/Soz.Vers." noch nen Währungsvorteil), das hat nix mit Cloud zu tun.

"Was höher qualifiziert oder spezialisiert ist wird einen sicheren Hafen finden": Nope, der Inder ist billiger und muss u.U. keine Familie durchfüttern (riesiger Männerüberschuss auf den indischen Kontinent).

bearbeitet von cg2

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Wie seht ihr das?

Zum einen siehe Cloud news

Die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) steigerte den Umsatz auf 2,09 Milliarden US-Dollar nach 1,17 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor, der operative Gewinn wuchs auf 521 Millionen US-Dollar. Amazon hatte erklärt, dass AWS einmal stärker werden könne als das Kerngeschäft im Onlinehandel.

Das business wächst ja zur Zeit, aber wenn du 10 Informatiker fragst was eine Cloud ist bekommst du 15 Antworten. Wie bei ITIL, das macht jeder schon irgendwie, aber jetzt hat es halt einen Namen. Wenn du eine "private" cloud hast (also deine eigene cloud im datacentre) brauchst ja genau gleiche viele admins. Das ganze wird ja nicht einfacher, sondern im Gegenteil viel komplexer für die IT. Einfacher wird es nur für Anwender/Operations(Self-Service, etc.).  Zu public clouds habe ich persönlich die Meinung, dass mir das Geschäftsrisiko in aller Regel viel zu gross wäre. Für ein paar Applikationen ...ok. Für mein Core business ... niemals. Man muss sich immer den "worst case" vorstellen - was passiert wenn alle meine Daten in der cloud publik werden oder verloren gehen (Geschäftgeheimnisse, Kalkulationen, Prozesse, etc.)? Kann ich das verkraften? Wenn nein, hat das meiner Meinung nach niemals etwas in einer public cloud zu suchen. Ich warte bis zu dem Zeitpunkt wenn die AWS nicht nur "down" ist, wie schon ein paar mal passiert, sondern neben dem Geheimdiensten (die ja alle Zugriff auf alles haben) auch mal ein Hacker drin ist und einfach alles auslesen kann. Dann ist der Hype glaub schnell vorbei.

 

P.S. http://www.heise.de/ix/meldung/Cloud-Computing-HP-strukturiert-Helion-um-2853530.html .. manche machen auch den Laden zu.

Kurz vor dem Aufspalten des Konzerns hat Hewlett-Packard angekündigt, sich bei der Cloud-Plattform Helion auf hybride Infrastrukturen zu konzentrieren. Opfer ist der Public-Cloud-Dienst, den der Konzern einstellt.

bearbeitet von bigvic

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Gast Uhu

Was ich statt Abbau viel eher annehme, ist eine Verstärkung des DevOps-Trends. Der Entwickler baut sein Docker-Image zusammen und fährt per Skript seine benötigten EC2-Instanzen hoch und gut ist. Natürlich muss da jemand den Überblick drüber haben und ganz wird die Rolle von Admins nicht aussterben, aber sie wird immer mehr (zumindest in den grundlegenden Aufgaben) auf die Entwickler übergehen, weil sich viele Standard-Aufgaben zunehmend automatisiert in den Deployment-Vorgang einbinden lassen.

Das ist auch heute schon durch Virtualisierung Realität. Der Trend tritt nicht erst durch Docker und Cloud ein. Allerdings muss ich auch in gewisser Weise widersprechen. Ich arbeite in der Softwareentwicklung (> 1000 MA) und kenne die Probleme die bei der Entwickler-seitigen Betreuung von Bau- und Testmaschinen bei großen Entwicklerteams auftreten. Wir haben in dem Bereich schon knapp 10 Jahre Erfahrung. Wir haben deshalb inzwischen eine ganze Abteilung (ca. 30 MA), die sich um die Verwaltung, Automatisierung und die Instanzierung von speziell solchen Maschinen und mit der Erstellung von neuen Verfahren beschäftigt, um die Qualität sicher zu stellen. Natürlich kommt es immer auf die Größe des Unternehmens und auch auf die Software selbst an - aber eine Verwaltung durch die Entwickler geht ab einem gewissen Grad (gar) nicht mehr. Das fängt schon damit an, dass man vor dem Deployment die Sachen mal auf einem kundennahen Produktivsystem testen sollte, und dafür eignen sich keine Maschinen, auf denen auch kompiliert wird. Diese Kundenmaschinen - vor allem wenn es ganze Umgebungen sind Aufgrund einer verteilten Architektur, lassen sich nicht mehr durch Entwickler betreuen - das ist viel zu viel Aufwand. Wir machen bei uns inzwischen alles Automatisiert mit Powershell und anderen Sprachen - und trotzdem ist der Aufwand extrem hoch obwohl wir in dem Bereich ganz weit vorne sind. Viel weiter als viele andere große Industrie-Unternehmen mit denen wir im regen Austausch stehen und erst jetzt anfangen massiv in die Qualitätssicherung zu investieren. Ich kann daher aus Erfahrung sagen, dass Automatisierung nicht dazu führt, dass aufeinmal stellen wegfallen oder die Entwickler "das einfach so mitmachen". Viel mehr braucht man die Automatisierung, damit es überhaupt noch in irgendeiner Form handelbar ist.

Du brauchst die Admins immer noch, aber pro Admin können mehr Devices (DB / Application / etc - Server verwaltet werden, u.a. durch die wahlweise automatische Skalierbarkeit). Die Rolle der IT-Infrastruktur-Architekten wird mehr und mehr übergehen in die Rolle von Cloud-Architekten. Wer sich für sowas begeistern kann, ist heute gut beraten sich darauf zu spezialisieren.

Dem kann ich nur zustimmen. Microsoft hatte auch schon in diversen Interviews gesagt, dass die "Click Next Admins" aussterben und sie selber keine Admins mehr einstellen würden, die den Wandel in die Cloud nicht mittragen könnten. Ich glaube das wird noch ein richtiges Problem in dem Bereich der Fachinformatiker. Denn für wirklich gute automatisierte Cloud Lösungen (im Bezug auf meinen Text oben), muss man heute als Admin richtig programmieren können. Das fängt schon damit an, dass man sich gut mit OOP und .NET auskennen muss, um Powershell richtig auszuschöpfen. Das ist etwas, dass durch Fachinformatiker im Bereich SI gar nicht erwartet werden kann. Ich befürchte daher, dass zukünftig alle anspruchsvollen Admin Jobs nur noch an wirkliche Praktiker vergeben werden, die schon Jahrelang in dem Bereich arbeiten, und ansonsten halt an Leute die studiert haben. Zumindest dann wenn sich an dem Ausbildungssystem nichts ändert.

 

Die frage ist eher, wie gehen die anbieter dieser dienste mit meinen daten um. Ich verliere die konntrolle über den zugriff und weis nicht wer mitliest. Es ist möglich, das vorallem in kleineren Firmen die stellen zurück gehen werden, aber bei größeren firmen bin ich mir da nicht so sicher, die sind dann doch etwas paranoider wegen Datensicherheit und so.

Gerade das mitlesen ist ein Problem - aber dazu muss man auch sagen, dass hier die Cloud-Technologie gerade erst am Anfang steht. Es gibt diverse Forschungsprojekte die auch vom Bund mitgetragen werden, um Compliance-Anforderungen, Datenschutz und die Wahrung von Geschäftsgeheimnissen in der Cloud zu ermöglichen. Da ist noch viel Luft nach oben.

bearbeitet von Uhu

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Hi,

Das ist etwas, dass durch Fachinformatiker im Bereich SI gar nicht erwartet werden kann. Ich befürchte daher, dass zukünftig alle anspruchsvollen Admin Jobs nur noch an wirkliche Praktiker vergeben werden, die schon Jahrelang in dem Bereich arbeiten, und ansonsten halt an Leute die studiert haben. Zumindest dann wenn sich an dem Ausbildungssystem nichts änder

auch hier wieder das Thema. Man liest aus deinen Beiträgen heraus, dass du von Nichtstudieren nichts hälst. Ich weiss gar nicht, woher das kommt? Natürlich muss sich eine Ausbildung den Zeiten und Entwicklungen anpassen, aber das muss ein Studium ebenso. Ich gehe darauf gar nicht mehr ein, weil es müßig ist, nur soviel: Wer nicht am Ball bleibt, bleibt auf der Strecke, das muss jedem klar sein, egal ob Fachinformatiker oder studierter Informatiker. 

bearbeitet von carstenj

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Die Arbeitsplätze werden meiner Meinung nach einfach zum Dienstleister verlagert. Admins braucht man auch beim Cloud-Computing und für unterschiedliche Schichten.

Weil der Trend immer weiter zur Cloud geht, habe ich mich vor 1 Jahr für ein Unternehmen als AG entschieden, das SaaS anbietet. Es gibt auch immer mehr Vorträge zu entsprechenden Technologien in Meetup-Gruppen, auf Konferenzen und Messen. Somit wird man als Admin auch in der Zukunft gebraucht.

Die Entwickler bauen und entwickeln die Grundlagen zusammen. Mit DevOps wird das ganze dann in Betrieb genommen. Ein Admin ohne Programmierkenntnisse sollte dann schon vom aussterben bedroht sein. Beim Betrieb und den Rollouts solcher Applikationen sollte man verstehen, was da abläuft und wie man das alles automatisieren + entsprechend programmieren kann.

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Ende der 70er Jahre oder Anfang der 80er Jahre, als Zweikäsehoch, bin ich (bei Oma aufm Land) noch mit der Milchkanne in der Hand zum Bauern gelaufen und hab Münzen gegen Milch getauscht. Kein Scherz.

Und heute klagen die Bauen über die Marktmacht von Aldi, Lidl und Co.. Milch kaufen mit Kanne kann man nicht bundesweit, d.h. nur lokaler Wettbewerb, Aldi/Lidl & Co. ist das egal.

Der Bauer, er kann noch so gut sein, sobald sein Produkt (bundesweit / weltweit) "vergleichbar" ist, siehts sehr dunkel aus bzgl. Lohn- und Arbeitsbedingungen.

Nennt mich ruhig Maschinenstürmer ( https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenstürmer ), aber ich sehe die Cloud bisher eher kritisch, (von Datenhoheit & Co. ganz abgesehen).

Der "Admin der Zukunft" kriegt seine "Jobs" von Fiverr oder https://www.mturk.com/mturk/findhits?match=false & co. 

Ein Web-Formular, in das Nutzername und Abteilung und Telefonnummer eingetragen werden, und dann bei Firma A ein AD-Konto mit Exchangepostfach vName@firmaA.de und bei Firma B  ein AD-Konto mit IMAP-Postfach vornameName@firmaB.com erzeugt ist nicht besonders kompliziert zu erstellen, ist aber bei kleinen und mittelständlichen Betrieben momentan Handarbeit. Wenn der Personaler statt in ne Mail an it@firma.de eine Mail an irgendeinen Outsourcer in Rumänien / Bulgarien / etc. schickt, (weil das Firmen-AD in der Cloud = "irgendwo" läuft statt im Haus Z aufm Firmengelände), dann ist da sofort ein Lohnwettbewerb im Gang. In die richtige "OU" im AD verschieben ist dann ein extra-Job etc.

Bei den o.a. "Microjobs" kann man ganze 0.02cents für "Describe the picture in a complete sentence using 10 words or more. Use descriptive adjectives. " verdienen.

Mein Fazit: Cloud, nein danke. Mein Arbeitgeber denkt genauso, sieht man auch an der Personalpolitik: es sind sogar Putzfrau und Kantinenmamsell eigene Angestellte.

bearbeitet von cg2

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Nachtrag: Außerdem: nur weil man auf ein Produkt / Dienstleistung einen Aufkleber "Saas", "Paas" oder "Iaas" anbringt, steckt noch lange keine Cloud drin. Virtualisierung steckt vielleicht drin, aber echte "Cloud" setzt mehrere Datencenter voraus, in Amiland hat sich da mal jemand "sehr wenig Ruhm verdient" weil er ein Rechenzentrum mit Diesel-Notfallgeneratoren ausgestattet hat, aber vergessen hat, dass die einen elektrischen Anlasser haben. Blöd, wenn da jemand 911 (bzw. 112) wählen will und das Rechenzentrum keinen Strom hat.

Software, die auf einzelnen Servern installiert wird, wie Winword auf einem Client, mit "cloud" zu betiteln, nur weil man bei einem Server heutzutage Virtualisierung "darunter" ist, finde ich lächerlich bis sehr lächerlich.

bearbeitet von cg2

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Gast Uhu

auch hier wieder das Thema. Man liest aus deinen Beiträgen heraus, dass du von Nichtstudieren nichts hälst. Ich weiss gar nicht, woher das kommt? Natürlich muss sich eine Ausbildung den Zeiten und Entwicklungen anpassen, aber das muss ein Studium ebenso. 

Ich hatte hier gar keine Intention zum Thema "studieren vs nicht studieren" - das willst du mir wieder nur in den Mund legen. Es geht Einzig und allein um die Ausbildung der Systemintegratoren - es gibt ja noch andere Fachrichtungen, welche sich allerdings selten bis gar nicht auf Admin Stellen bewerben. Wie gesagt, beim Thema Cloud First ist die Programmierung eine Kernkompetenz welche in einer FiSi-Ausbildung oft nicht in dem Maß gefördert wird, wie es notwendig wäre. Das was man in der Berufsschule an Programmierung lernt ist ein Witz. Das ist halt einfach ein Fakt und auch meine Kritik an ein überholtes Ausbildungssystem wenn es um die Administrationssparte geht. Geh mal durch die Klassen und frag nach wer auf der Arbeit wirklich Vorgänge mit Powershell, Python & co. automatisiert. Wenn überhaupt nur ein ganz kleiner Bruchteil. Skriptsprachenorientierte Programmierung mit Anbindung an das BS ist ja nichtmal als Inhalt vorgesehen. Abgesehen von ein bisschen Bash am Ende des dritten Lehrjahres.

Deshalb sage ich ja, dass Admin Stellen zukünftig wohl häufig an andere vergeben werden - an Praktiker, das können natürlich Leute mit BE sein wie auch Anwendungsentwickler oder eben an Leute die studiert haben. Powershell ist nicht mehr trivial, dafür muss man OOP wirklich verstanden haben und auch wissen wie die .NET Libary funktioniert. Das ist übrigens keine Behauptung von mir, sondern das kannst du auch in der gängigen Deutschen Literatur zum Thema nachlesen. Ansonsten gebe ich dir natürlich recht: Wer sich nicht anpasst hat sowieso keine Chance.

bearbeitet von Uhu

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 Powershell ist nicht mehr trivial, dafür muss man OOP wirklich verstanden haben und auch wissen wie die .NET Libary funktioniert.

PowerShell ist trivial, zumindest wenns es "um den üblichen Admin-Kram" geht. Die Commandlets sind dokumentiert, z.B. was macht wohl ein "Disable-ADAccount" https://technet.microsoft.com/de-de/library/ee617197.aspx ? Das ist einfach kein Vergleich zu C++ und Java, was man da alles machen kann/muss. Welche .NET-Kenntnisse braucht man denn genau für die Anwendung von "Disable-ADAccount" ? Auch von OOP muss man nicht viel verstanden haben für die Benutzung von "Disable-ADAccount".

"Programmieren" würde ich das Erstellen von PowerShell-Scripts ebensowenig nennen wie die Erstellung eines Bash- oder KSH-Scripts.

Ich glaube nicht, dass ein gestandener Java-(oder C++ oder Fortran)-Programmierer  gern PowerShell- oder Bash- oder KSH-Scripts erstellen würde, von daher finde ich deine Aussage "dass Admin Stellen zukünftig wohl häufig an andere vergeben werden - an ... Anwendungsentwickler ..." nicht nachvollziehbar.

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@Uhu: Wenn man aus jedem Problem eine Raketenwissenschaft macht (Powershell, Cloud etc.) dann braucht man tatsächlich viele Raketenwissenschaftler. Bleib mal ein bisschen auf dem Teppich. Ich weiss nicht wie deine Ausbildung ausgesehen hat, aber bei uns kommen die Leute durchaus mit Programmierung und Skripting in Berührung, sodass sie zumindest die Grundlagen kennen. Und wie cg2 schon schrieb: Den typischen "Admin-Kram" kann man sich recht schnell aneignen, ohne OOP zu beherrschen.

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Die Spielregeln ändern sich halt mal wieder ein bisschen und ich glaube, dass viele da noch nicht drauf vorbereitet sind.

Mit dem Windows Server 2016 beispielsweise, kommt ein Produkt was wieder viele 3rd Party-Tools überflüssig macht. Zudem hat man die Möglichkeit seine eigene Cloud-Plattform aufzubauen und selber als Hoster agieren zu können. Administriert wird das alles dann auch noch mit der Powershell.

Es gibt einfach viele neue Themen, auf die man sich erst einstellen muss und man muss eben auch mal wieder langjährige (sicherlich auch bewährte) Verfahren über Bord werfen.
Wir haben beispielsweise den E-Mailservice des gesamten Unternehmens (450 Mailboxen) zu Office 365 migriert und einige interne Exchangeserver abgeschaltet. Haben wir dadurch weniger Arbeit? Nein! Sie wird nur anders.

Und ich finde das ehrlich gesagt auch gut so. Man kann sich viel zielgerichteter um andere Dinge kümmern.

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 Haben wir dadurch weniger Arbeit? Nein! ... Man kann sich viel zielgerichteter um andere Dinge kümmern.

Ich finde das widersprüchlich: genausoviel Arbeit wie vorher und "man kann sich um andere Dinge kümmern" - woher kommt die Zeit dafür?

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Gast Uhu
Am 25.10.2015, 19:08:48 , cg2 sagte:

PowerShell ist trivial, zumindest wenns es "um den üblichen Admin-Kram" geht. Die Commandlets sind dokumentiert, z.B. was macht wohl ein "Disable-ADAccount" https://technet.microsoft.com/de-de/library/ee617197.aspx ? Das ist einfach kein Vergleich zu C++ und Java, was man da alles machen kann/muss. Welche .NET-Kenntnisse braucht man denn genau für die Anwendung von "Disable-ADAccount" ? Auch von OOP muss man nicht viel verstanden haben für die Benutzung von "Disable-ADAccount".

"Programmieren" würde ich das Erstellen von PowerShell-Scripts ebensowenig nennen wie die Erstellung eines Bash- oder KSH-Scripts

Und was passiert, wenn man Individual-Lösungen braucht oder es keine vorgefertigen Cmdlets gibt? Schon mal in die CMDlets reingeschaut? Die werden in der Regel mit C# geschrieben. Deswegen ist es ja auch möglich, in Powershell .NET Objekte zu instanziieren, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wird, wie man in den großen Powershell Netz-Archiven und Blogs sehen kann, eben weil man nicht alles mit Cmdlets machen kann. Es gibt sogar Consultants die sich auf die Automatisierung via. Powershell spezialisiert haben. Es kommt halt darauf an wo man arbeitet.

Heute gibt es zum Glück von den großen Softwareherstellern für vieles entsprechende Cmdlets womit der "Dau" auch mal die Powershell sinnvoll benutzen kann - das war vor nicht mal 5 Jahren noch anders. Spätestens wenn man aber nicht nur mit Third-Party Produkten arbeitet wo die Hersteller als mitliefert, sondern man mit selbst geschriebener Spezialsoftware zurechtkommen muss, ist man als Admin aufgeschmissen. Wir vertreiben z. B. für die Gas-Industrie Software, wo ich letztens für unseren Kundenservice dutzende Cmdlets für den Rollout beim Kunden geschrieben habe, weil die Produkte händisch kaum mehr in einem vertretbaren Aufwand zu installieren sind  (verteilte Architektur, hunderte Abhängigkeiten).

Mein Beispiel ist natürlich jetzt das Extreme Gegenstück zum "0815"-Admin der abunzu mal im AD einen Benutzer hinzufügt. Dazwischen gibt es viel Raum. Die Powershell ist vielseitig - die einzig und allein als Eingabeprompt über vorgefertigte CMDlets zu benutzen ist eine Vorgehensweise, die für viele oft sinnsvoll ist, aber mit der man auch leicht an die Grenzen stößt, wenn man mal in einem anderen Bereich arbeitet. Damit schöpft man die Powershell maximal zu 10% aus. Und zum Thema OOP - wer OOP nicht einigermaßen verstanden hat, kann nicht mal verfnünftige Ad-hoc Auswertungen über PowerCLI schreiben, weil er nichtmal die Dokumentation lesen kann. Und man kann sich eben nicht alles zurecht-pasten wenn es auf die Vorgänge im Unternehmen abgestimmt sein soll.  

Wie gesagt, es gibt verschiedene "Niveaus" bei der Powershell. Das ist auch gut so.
Man wird aber niemals ein Professioneller Benutzer, wenn man nicht mit OOP und .NET umgehen kann. Das muss dir nicht gefallen, ist aber halt die Realität, die auch in jedem vernünftigen Powershell Buch dargelegt wird. Ich bezeichne mich auch nicht als VMWare Experte - oder noch besser, behauptete VMWare hätte nicht mehr zu bieten, nur weil unsere ESX-Infrastruktur das absolute Minimum darstellt und ich mich in dem Glauben wiege "hey damit kann man doch alles machen! Läuft doch!".

bearbeitet von Uhu

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@uhu: non sequitur. Was hat die Erweiterbarkeit von $Tool (z.B. PowerShell) mit Cloud zu tun? BASH und KSH sind per Definition "erweiterbar" gemäss "Write programs to work together." - ein UNIX-Mantra von 1984.

Für mich ist OOP und .NET "neumodisches Zeug", ich bin in der "imperativen" Zeit "aufgewachsen".

Installationen von $BetriebssystemmitAnwendung auf VMware ESX hat übrigens genausoviel mit Cloud zu tun wie Installation von $BetriebssystemmitAnwendung auf RAID / SAN statt auf einzelne Diskn, will heissen: nicht besonders viel.

Um beim Thema VMware zu bleiben: mit den lizenztechnisch günstigen 3er Pack mit vSphere kann man (mit SAN/NAS) auch ohne dvSwitch oder Site Recovery Manager viele Anforderungen abdecken, insbes. wenn keine Gelddruckmaschine im Keller steht.

"Admins in der Cloud" arbeiten auch nicht gratis, v.a. wenn man eine bestehende Umgebung hat, die man nicht laufend neuen Mitarbeiter an anderen Ende der Welt erklären müssen möchte. Diese zu kontrollieren ist sicher kein Spass.

Dass wegen "Datenhoheit und Vertraulichkeit" bei meinem AG "kaum" (eher gar nicht) "Cloud-Lösungen" in Frage kommen, habe ich, glaube ich, schon geschrieben. Ich sollte mal raussuchen, wieviel Seiten Papier bereits produziert wurden, bevor die ersten 5 Key-User den Link (geschweige denn ihren Login) für den "Kalender von externen Veranstaltungen"  bekommen haben.

Von WAN-Fragestellungen ganz abgesehen: wir wollen noch 5 Jahre unsere ISDN-Leitungen (für manche $Anwendungen) behalten, mit Spiegelung von ganzen VMs kannste mal locker noch ein paar Jahre warten, und selbst dann nur innerhalb des Unternehmens von StandortA nach StandortB.

 

Ausgangsfrage ist: "werden zukünftig noch qualifizierte Admins benötigt?" bzw. "werden zukünftig noch cloud-qualifizierte Admins benötigt?"

Ich formuliere mal zwei Teilfragen (weitere sind möglich und sinnvoll): "werden 'zukünftig' nur noch RAID-qualifizierte Admins benötigt?" oder "werden 'zukünftig' nur noch VMwareESX-qualifizierte Admins benötigt?"

bearbeitet von cg2

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Eieiei, du machst es aber auch kompliziert.

Am 2.11.2015 08:19:42 , P4PP3 sagte:

Warum widersprüchlich? Die internen Server werden abgelöst und man kann sich um andere Dinge intensiver kümmern. Ergo hat man auch nicht weniger Arbeit ;) Die Arbeit "verlagert" sich nur

 

 

Erstmal dazu: Genauso sieht es aus. Das Team muss sich nicht mehr mit dem Betrieb der für den Service benötigten Infrastruktur beschäftigen. Dazu gehören:

  • Netzwerkadministration
  • Serveradministration
  • Applikationsadministration
  • Verfügbarkeit + Performance
  • etc

Das sind alles Themen, die der Hoster übernimmt. In der Regel können das die Hoster auch deutlich besser als eine mittelständische IT. (ohne da jemanden zu Nahe zu treten).
E-Mail zum beispiel. E-Mail ist für mich der Service, der sich am besten und einfachsten Auslagern lässt. Privat machen wir das schon seit dem es E-Mail gibt.

Ich glaube, dass wir gerade wieder vor einem Paradigmenwechsel stehen. Der Admin wie er jetzt seinen Job macht wird sich anpassen müssen.
Bei uns ist die Rolle zum Beispiel viel stärker in Richtung Geschäftsprozessmanagement und Prozessoptimierung getrieben.

Ich finde diesen Artikel sehr gelungen. Daraus kann man sich ableiten, was auf den Admin zukommt ;)

bearbeitet von mamamia

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