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Ausbildungsfirma nach Beendigung der IHK melden

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Ich brauch mal einen guten Rat, ob und wie ich was tun soll.

Ich beende meine Ausbildung im August. Dank Selbststudium entspricht meine Abschlussnote für die schriftliche Prüfung 80%. Der Betrieb hat absolut nichts beigetragen.

Ausbildung: Ich wurde von einer netten Frau als Azubi eingestellt, diese Frau kündigte nach meiner Probezeit selbst, weil hier alles drunter und drüber geht. Den Ausbilderschein besitzt eine andere Person am Standort. Mit dieser Person habe ich nie etwas zu tun gehabt. Ich habe mich damals an die IHK gewandt, diese meinte, dass alles okay ist solange die Person mit dem Ausbilderschein noch in der Firma ist.

Meine Ausbildung verlief folgendermaßen: Software testen - stumpfes klicken, 3 Jahre lang. Die Frau, die mich eingestellt hat, versuchte mich in die ausbildungsrelevanten Abteilungen zu schicken, das wurde mit Widerwillen einmal gemacht - anderer Standort. Seitdem sie gekündigt hat, wurde einfach noch weiter stumpf getestet, mit der Begründung "in der Ausbildung lernt man eh nichts relevantes". Ich hab andauernd nachgefragt, wann ich in Abteilung X, Y gehen kann, damit meine Ausbildungsinhalte alle erfüllt werden. Das wurde von ganz oben abgewiesen mit "Das kostet zu viel Geld, die soll weiter testen". Irgendwann hat es mir dann auch gereicht und ich bin nochmal zur IHK, nachdem mir monatelang versprochen wurde, dass ich auch in Abteilung X, Y eingesetzt werde. Die IHK kam in das Büro, meiner Firma wurde erklärt die haben Pflichten etc. Am Ende wurde gesagt, dass die eigentlich keine Lust mehr haben auszubilden. Nachdem die IHK wegging, wurde alles an mir ausgelassen (Überstunden an Testen, noch beschissenere Aufgaben etc, übernommen werd ich auch nicht mehr). Immerhin hab ich gehofft, dass die Firma es jetzt lässt, Azubis einzustellen.

Weit gefehlt, ab heute werden neue Azubis zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und diese sollen wieder in der Abteilung, in welcher ich seit 3 Jahren bin, eingesetzt werden.

Soll ich nochmal die IHK informieren oder es sein lassen?

Ich bin ab August dann sowieso weg, wenn ich die mündliche Prüfung bestehe und wenn nicht, such ich mir eine andere Firma, welche mich für das halbe Jahr nehmen würde.

 

Wäre nett, wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet?

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Auf jeden Fall solltest du die IHK noch einmal dringend darauf hinweisen, dass in deinem Betrieb nicht ausgebildet wird, sondern Azubis als billige Test-Arbeitskräfte missbraucht werden. Ich kann zwar verstehen, dass es dich in ein paar Wochen eh nicht mehr betrifft, aber zum Wohle deiner Nachfolger wäre es nur gut, wenn die IHK dort mal einschreitet. Wenn dann wieder nichts passiert, hast du wenigstens deine Pflicht getan.

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Schreibe nochmals die IHK an und weise sie mit Deinen Ausbildungsberichten auf die Umstände hin.  Frag Deine Lehrer, ob sie nicht auch ein Wort dafür einlegen können, damit solche Zustände für zukünftige Azubis vermieden werden können. Das haben meine Lehrer gemacht und hinterher durfte die Firma nicht mehr ausbilden.

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vor 20 Minuten schrieb Theralon:

mit der Begründung "in der Ausbildung lernt man eh nichts relevantes".

In diesem Fall haben sie damit sogar noch Recht... Aber mich wundert wirklich, dass du das 3 Jahre mitgemacht hast. Besonders was die Reaktion nach dem IHK Besuch betrifft. Ist es nicht vielleicht sogar ein Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz, wenn man dir Überstunden aufbrummt und juristisch relevant? Also sei bloß froh, wenn du da weg bist.

Was dich betrifft, solltest du auf keinen Fall nichts tun. "Nach mir die Sintflut" ist immer eine schlechte Haltung. Ich würde umfassend dokumentieren, wie die "Ausbildung" dort ablief mit der deutlichen Empfehlung, diesen Vorfall zu prüfen.

Und solltest du neue Azubis im Haus sehen, ruder panisch mit den Armen und ruf ihnen zu "Mach, dass du weg kommst, sie halten hier Azubis gefangen!" ;) 

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Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall auch nochmal mit der IHK sprechen. Auch wenn es für dich nicht mehr relevant ist. Aber die anderen werden es dir danken.

Hatte so einen ähnlichen Fall auch mal. Nur, dass ich nach 3 Monaten gegangen bin. War dann auch bei der IHK. Und hab einem potenziellen Azubi der mich ersetzen sollte, auch davon abgeraten.

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vor 3 Minuten schrieb Ulfmann:

In diesem Fall haben sie damit sogar noch Recht... Aber mich wundert wirklich, dass du das 3 Jahre mitgemacht hast. Besonders was die Reaktion nach dem IHK Besuch betrifft. Ist es nicht vielleicht sogar ein Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz, wenn man dir Überstunden aufbrummt und juristisch relevant? Also sei bloß froh, wenn du da weg bist.

2,5 Jahre. Der IHK Besuch war erst kurz vor den Prüfungen im April, gemeldet hatte ich mich bei denen aber schon im Januar. Ich hab das solange mitgemacht, weil es immer hieß "Ja, das wird demnächst, Person X ist krank" etc. bis dann die Aussage von meinem Chef kam, dass es für die Geschäftsleitung zu teuer wäre. Hab mich halt ewig hinhalten lassen, wird nicht noch einmal passieren.

Jugendarbeitsschutzgesetz wirkt bei mir nicht mehr, ich bin bereits 21. Überstunden gibt es hier auch offiziell nicht. Ich bin mehr als froh, wobei sich die Arbeitssuche momentan schwierig gestaltet, denn was kann ich vorweisen? Knöpfe klicken, einigermaßen gute Schulnoten, befriedigendes Prüfungsergebnis...

 

Danke für eure Ratschläge, ich werd dann wohl definitiv noch einmal die IHK aufsuchen und das alles Schildern, steht ja auch so im Berichtsheft. Und zugegeben haben sie es ja auch im IHK Gespräch, dass hier der Großteil nicht gemacht wurde.

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Dann hast Du fast alles, was Du brauchst. Mach das so, wie neinal es gesagt hat. Es ist aber besser, wenn Du Zeugen (Eltern oder Lehrer) zusätzlich einschaltest. Sie haben Dich während der Ausbildung erlebt und können vor der IHK bezeugen, wie die Ausbildung verlaufen ist.

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Die IHK hast du schon informiert. Was du noch machen kannst ist andere Azubis mithilfe Reviews warnen. Kununu, Google Reviews etc... Es gibt eine Redefreiheit in Deutschland, die Firma kann dir nichts machen. Die meisten schauen Reviews an bevor sie sich bei der Firma bewerben oder ein Job-/Ausbildungsangebot akzeptieren.    

Bearbeitet von Unstoppable

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