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Umschulung zum FISI Raum Düsseldorf - welche Schule ist geeignet

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Hallo,

eine Umschulung zum FISI wurde mir jetzt gestattet und ich bin dabei mir eine geeignete Schule auszusuchen. Ein paar Erfahrungen konnte ich schon im Internet finden, insbesondere von COMCAVE. In den nächsten zwei Wochen werde ich jede Schule mal besuchen und mir vor Ort einen Eindruck verschaffen. Da es hier auch anscheinend etliche Umschüler gibt, gibt es vielleicht auch hier Erfahrungen, die etwas differenzierter sind, als die bisher gelesenen im Internet. Ich würde mich zumindest sehr über Rückmeldungen, Empfehlungen und Tipps freuen.

Eine weitere Frage wäre die Wichtigkeit der Zertifikate. Ich habe etwas das IT Institut Dr Heuer im Blick, da es da wohl, wenn überhaupt, nur wenig elearning gibt. Wären die Zertifikate gut? Wären andere besser? Fahre zur Not sonst auch nach Duisburg, Köln, Bochum oder so, wenn sich das lohnt.

Fachinformatiker - Systemintegration (IHK) mit Zertifizierungen CCNA, MCITP, MCSA, LPIC-1

Würde mich sehr über rege Teilnahme freuen.

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Gast allesneu

Lass dich bei Comcave nicht vom geschenkten Laptop, den geschenkten Büchern und dem Dreamspark Account (heisst jetzt anders, aber ich weiss gerade nicht wie) ködern. Denn ich habe einige Monate mit den Umschülern dort gesessen und weiss:

 

-Dass die Leute, die zur Umschulung gezwungen werden, den Kurs runterziehen. Die ziehen die Moral runter, wenn man das so sagen kann. Unangenehme Gruppendynamik. Die bremsen auch gerne durchs Stellen extrem vieler extrem unsinniger Fragen.

-Gerade im IT-Bereich werden dort ziemlich viele Berufe viel zu lange gemeinsam "unterrichtet". Das ist nicht gut, weil so immer Rücksicht auf andere Berufe genommen wird.

-Unterrichtet wird nur von 8 bis 13 Uhr. Danach ist Selbstunterricht angesagt und "Hausaufgaben", wenn man gerade einen Dozenten hat, der so weit geht. Aber was ich so gehört habe, verballern die meisten Umschüler ihre Zeit nachmittags mit z.B. Videospielen. Besser wäre also Unterricht von 8-16 Uhr um die Umschüler vor sich selbst zu schützen. Sorry, ich sehe das so.

-Am Anfang werden sie dir erzählen, dass mal "ganz selten" ein Dozent nicht vor Ort sein kann zum Unterrichten. Dann müsse man halt "Telelearning" akzeptieren. Dafür musst du auch unterschreiben, dass du damit einverstanden bist! In der Realität ist es so, dass fast nie ein Dozent vor Ort ist. Dein Headset wird dein bester Freund werden.

-Die Dozentenauswahl ist Glückssache. Es gibt da welche, die wirklich wissen wovon sie reden. Das sind jedoch die wenigsten, leider. Hatte mal einen, der wusste selbst kaum, wovon er sprach und das wenige Wissen konnte er auch nicht weitergeben. Da hatte der ganze Kurs darauf hingearbeitet, dass der Dozent ausgetauscht wird und letztlich wurde er wohl auch entlassen. Aber leider gibt es viele schlechte Dozenten dort, die sich so durchlavieren und mit ihren schlechten Skills eine schlechte Unterweisung geben. Das hilft niemandem. Man muss sich immer klar machen, dass so eine Umschulung der Comcave ca. 2000 Euro im Monat pro Person bringt und mit einer entsprechenden Anspruchshaltung an das Unternehmen herantreten. Man zahlt zwar nicht selbst das Geld, aber indirekt ja schon.

-Die Gebäude haben meistens keine Klimaanlage (ausser anscheinend in Dortmund) und das ist im Sommer extrem belastend. Das habe ich z.B. von Düsseldorfer Teilnehmern gehört. Sollte man beachten. Die Bestuhlung ist auch eher schlecht. Persönlich bekomme ich Hinternschmerzen von den Stühlen, habe Ähnliches auch von anderen Kursteilnehmern gehört.

-Es gibt dort eine so genannte "Qualitätsmanagement"-Abteilung, die mit häufigen "Feedback Runden" nervt. Man soll dann erzählen, was einem so gefällt und was nicht. Nach vielen Monaten mit etlichen dieser Runden und immer wieder gesagter, teils gleichartiger, Kritik weiss ich jetzt, dass sich überhaupt nie etwas ändert in diesem Unternehmen. Die hören sich immer geduldig alles an, versprechen es weiterzugeben, jedoch gibt es nie Änderungen oder Verbesserungen.

-Es gibt für die Teilnehmer die Verpflichtung, eine Software laufen zu lassen, die die Zeit trackt. Das ist wie eine elektronische Fussfessel, weil man regelmässig aufgefordert wird, einen zufällig generierten Code in die Software einzugeben. Der Sinn ist wohl festzustellen, ob der Teilnehmer tatsächlich am PC sitzt. Da fände ich ein bisschen Vertrauen schon besser. Denn wer betrügen will, findet schon einen Weg. (Teamviewer *hüstel*)

-Ebenso gibt es da einige extrem umständliche altmodisch wirkende Prozesse, die unnötig Zeit verschwenden. Nehmen wir mal die A4 Blätter, auf denen man jeden Tag seinen Otto macht, um nachzuweisen, dass man da war. Bei momentan ca 25 Filialen und zigtausenden Teilnehmern kommt da jeden Monat ein amtlicher Stapel Papier zusammen. Der jeden Morgen gedruckt und an jeden Teilnehmer verteilt wird bzw. im so genannten "Fehlzeitenbüro" zum Eintragen ausliegt (falls man Telelearning macht) Nur für wen? Fahren die Arbeitsagenturen mit LKWs durchs Land, um die Zettel abzuholen? Ich glaube kaum. Das wird eher ein Fall fürs Verbessern von Prozessen zu sein, was aber bei Comcave nicht so gerne gesehen wird. Man muss sich manchmal in den Pausen nur mit den wenigen Vorort-Dozenten unterhalten, die sich mit den Teilnehmern unterhalten. Was man da so hört, ui ui ui.

-Viel zu viele Mitarbeiter dieser Firma sehen sich "über" den Teilnehmern. Das sieht man daran, wie wenige einen Gruss erwidern, wenn man ihnen auf dem Flur begegnet und freundlich grüsst. Viele kucken sogar bewusst auf den Boden, während sie an einem vorbeigehen. Als wenn Arbeitslosigkeit ansteckend wäre...

-Es gibt weder WLAN noch darf man die vielen Kaffeeküchen benutzen. An jeder Türe steht ein Schild mit "Nur für Mitarbeiter. Vielen Dank für ihr Verständnis". Als ob... :-(

 

Ich hatte jetzt mit meinem Kurs nicht so die Wahl, aber als Umschüler würde ich NIEMALS zu diesem Unternehmen gehen.

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@alles neu: vielen Dank für die lange Antwort. Deine Aussagen stimmen in etwa überein mit den Berichten von diversen Seiten. COMCAVE fällt bei mir sicher raus, da ich Video-Learning nicht so mag. Ich bin wirklich motiviert und habe Bock auf die Ausbildung...ja ich weiss, eine klassische wäre sicher besser, hätte ich auch Spass dran, aber ü35 sicher nicht so einfach. Habe daher jetzt auch mit einem Wirtschaftinformatik Studium angefangen. 

Die IT-Akademie Dr.Heuer macht so erstmal einen besseren Eindruck, aber nur aufgrund fehlender Bewertungen. Wäre ja schön, wenn diese Einrichtungen mal überprüft werden. Schade, wenn soviel Geld einfach nur zum Fenster rausgeschmissen wird.

 

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Wenn Du nach deiner Umschulung auch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben möchtest, dann vergiss die schulische Gruppenumschulung sofort und suche dir einen Platz für eine duale Umschulung bei einem wirklich guten Unternehmen. Allerdings gibt es nicht viele Firmen in der IT die wirklich eine gute duale Umschulung anbieten.

Alles andere macht keinen Sinn.

Warum kommt für dich keine duale Ausbildung in Frage?

bearbeitet von Trail

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Hallo snotblomst,

Ich habe mit 39 meine Ausbildung im Dualen System in einem Systemhaus absolviert. Zwar verkürzt, aber dennoch eine reguläre Ausbildung. Auf die Schule habe ich verzichtet, da ich lieber im Betrieb und im Selbststudium mehr und effektiver gelernt habe.

Für die Prüfung habe ich mich dann noch einmal 2 Wochen intensiv mit alten Prüfungen beschäftigt.

Alles in allem hat es gereicht um die Prüfung sehr gut abzulegen. Die Ausbildungsstelle muss halt entsprechend gut sein.

 

Viele Grüße

 

JM

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Gast allesneu

Wovon lebt man eigentlich, wenn man im hohen Alter (sorry, aber der Arbeitsmarkt sieht es mit 39 ja so...) eine Ausbildung anfängt? Bekommt man dann mehr als normale Azubis oder wird erwartet, dass man hohe Ersparnisse hat, von denen man dann zum Teil lebt?

Wenn ich an mein Azubi-Gehalt im Jugendalter zurückdenke, dann funktionierte das nur, weil ich davon eben nicht leben musste.

Bei der hier im Forum immer wieder so hochgelobten dualen Umschulung würde mich das auch mal interessieren.

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Das kommt ganz auf den Auszubildenden an, was er kann, wie er sich bemüht und vor allem wie er sich verkauft.

Es gibt Firmen die zahlen jedem Auszubildenden in ihrem Unternehmen eine gute Ausbildungsvergütung. Da sind dann schon mal 1000 bis 1300 Euro brutto drin. Wenn man die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt, was ja real gar keine zwei Jahre sind, dann kann man damit auch schon mal 20 bis 22 Monate leben. Dazu kann das Ausbildungsunternehmen dem älteren Auszubildenden aufgrund seines Alters und seiner Berufs/Lebenserfahrung auch eine höhere Ausbildungsvergütung zahlen. Wie gesagt/geschrieben, das ist eine ganz individuelle Entscheidung zwischen dem Unternehmen und dem Auszubildenden.

Dann kann der Auszubildende noch Förderungen/Wohngeld beantragen. Damit kenne ich mich aber nicht gut aus.

Wichtiger als jede Vergütung in der Ausbildung ist die gute Ausbildung selber. Was bringt es einem wenn man mit 39 Jahren eine einfache schulische Umschulung absolviert, aber danach mit Anfang 40 niemals mehr einen guten Job in der Branche bekommt.

 

 

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Was ein Fachinformatiker genau macht, ist sehr unterschiedlich. Das wurde dir ja hier schon geschrieben. Am besten kannst Du dich über den Beruf als Fachinformatiker im Internet informieren. Dafür gibt es mehr als genug zu lesen, auch Youtube bietet einige gute Videos.

Das Du keine Umschulung genehmigt bekommst, ist doch logisch. Das sollte dir doch sofort klar sein. Alles andere wäre doch absolut unsozial. Man bekommt doch keine Umschulung finanziert, nur weil man mal eben Lust auf einen anderen Beruf hat.

Dazu würde ich mir an deiner Stelle auch genau überlegen ob Du überhaupt FI werden möchtest. Ich persönlich wurde es in einem höheren Alter nicht unbedingt machen, wenn man aktuell einen guten Beruf ausüben kann.

 

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Hallo, 

du hast nach Dr. Heuer gefragt. Mein Freund hat vor einigen Monaten seine Umschulung als FISI dort (auch in Düsseldorf) abgeschlossen und ich habe da einiges mitbekommen. 

 

- Kein Telelearning, ein großer Pluspunkt.

- Ursprünglich gab es diese Akademie nur in Bochum, die Dependance in Düsseldorf ist noch recht neu und hat dadurch Kinderkrankheiten:

1. Es wird dir zwar versprochen, dass du Unterstützung bekommst bei der Suche für dein 6-monatiges Praktikum, dem ist aber nicht so, weil die Akademie in Düsseldorf noch keine wirklichen Kontakte zu Firmen hat. 

2. Die Dozentenauswahl ist gering, ich hatte immer den Eindruck, die schlechten kommen nach Düsseldorf... Muss aber nix heißen.

3. Es wird ein Schwerpunkt auf den Abschluss von Zertifikaten gelegt. Wäre super, allerdings hast du nur 1,5 Jahre insgesamt für die Umschulung (Rest ist Praktikum), und der Stoff für die Abschlussprüfung bleibt auf der Strecke. Im Unterricht wird dann mehr Braindump für die Zertifikate gemacht! Das Lernmaterial für die Braindumps ist ggf. veraltet.

- Du bekommst aktuelle Lizenzen zum Üben, z.B. Windows Server etc. 

- Für die Zertifikate bekommst du (soweit ich mich erinnere) jeweils 2 Versuche. 

- Die Räume sind klimatisiert und - soweit ich das beurteilen kann - gut ausgestattet. 

 

Wenn du die Möglichkeit hast, eine normale, duale Ausbildung zu machen, würde ich dir das auf jeden Fall empfehlen. Eine Umschulung wird von Arbeitgebern nicht so gerne gesehen! Mein Freund hatte Glück, er wurde vom Praktikumsbetrieb übernommen. Das ist aber nicht der Regelfall!

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Das mit dem Geld ist so ein Punkt.

Ich habe mehr als die normale Ausbildungsvergütung bekommen, da ich eigentlich recht früh schon produktiv mitarbeiten konnte. Ein paar Einschränkungen nimmt man dafür in kauf. Eine Firma darf ja auch mehr Zahlen. Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat und fest im Leben steht, bei Kunden entsprechend auftritt ist es ja auch gerechtfertigt, das man ein höheres Salär bekommt als ein junger junger Mensch der gerade im Arbeitsleben angekommen ist. Aber das ist natürlich auch Verhandlungssache.

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