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Gast johannes84

Quereinstieg langfristig gleichwertig wie Ausbildung?

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Gast johannes84

Hallo Leute und einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag :-)

Wollte ursprünglich ab 9/2017 eine Ausbildung als FiSi starten allerdings hab ich jetz einen Job als Quereinsteiger gefunden der am 1.1. los geht. Bin 32 und gelernter Elektriker. Hat man als Quereinsteiger eher das Problem dass man bei Bewerbungen in ein paar Jahren eher gesagt bekommt: "Sie haben keine Ausbildung". Oder eher dass es kein Problem is wenn man Quereinsteiger ist. 

 

Also kurz: kann ich das Thema Ausbildung "vergessen" und ist ein Quereinstieg grundsätzlich sinnvoller? Werde eingestellt als "Informatikkaufmann im Bereich Suport & Wareneingang" Werd da hauptsächlich PC's installieren, Telefon & Teamviewersupport und mich um den Wareneingang kümmern...

Werde auch auf einige Schulungen geschickt werden die erste Zeit.

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Gast Uhu

Die IT ist generell eine von Quereinsteigern geprägte Branche da es Ausbildungen und die ernstzunehmende Zunahme an spezalisierten Informatik Studiengängen erst seit den 90ern gibt. Heißt im Endeffekt, dass die meisten ü.40 die in der Informatik arbeiten oft Quereinsteiger sind. Quereinsteiger findest du aus allen Bildungsschichten. Vom Schaltungszeichner der auf der Zeche gearbeitet hat, über Elektriker die eine Allergie gegen Inhaltsstoffe von Kabeln entwickelt haben über Maschinenbauingenieure bis hin zu promovierten Diplom Chemikern ist alles dabei und zwar vom einfachen Angestellten bis zum Bereichsleiter.

Daher kann man kurz und knapp sagen: Nein, ein Quereinsteig ist kein Problem. Man wird in ein paar Jahren nicht mehr wirklich darauf schauen, wie du zur IT gekommen bist, aber dich durchaus daran messen, welche Expertise du für einen potentiellen Job mitbringst. Heißt im Endeffekt, du bist deines eigenes Glückes Schmied und es hängt von dir selbst ab, ob und wie du dich weiterbildest.

Wenn dich das Feld interessiert, in dem du eingestellt werden sollst, macht es wohl mehr Sinn die Chance zu ergreifen und das Jobangebot mit den Weiterbildungen anzunehmen statt eine duale Berufsausbildung mit ungewissen Ausgang anzunehmen. Um sich aber fachlich besser aufzustellen würde ich zumindest nach einigen Jahren Berufserfahrung (ich glaube es sind mind 4 1/2 Jahre) eine externen Prüfung bei der IHK anstreben. Dann bist du schon fest im Job und hast trotzdem auch noch mal einen normalen IHK Abschluss als z. B. Informatikkaufmann. Es wird aber auch ohne externen Prüfung kein Problem sein, auch einen anderen Job zu finden. Weitere Qualifizierungen stärken allerdings deine Position z. B. bei Gehaltsverhandlungen. In der IT sollte man am besten nie stehen bleiben.


Meine Meinung: Ich würde aufjedenfall das Angebot annehmen statt jetzt ein Jahr bis zu einem Ausbildungsbeginn zu warten.

bearbeitet von Uhu

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Hallo johannes84,

vor 22 Stunden schrieb johannes84:

ist ein Quereinstieg grundsätzlich sinnvoller?

es ist eine Frage, was Du Dir von einer Ausbildung erhoffst. Ist es der Verdienst (davon gehe ich erstmal aus)? Dann hängt die Beantwortung davon ab, wie Deine Aussicht an dem jetzigen Arbeitsplatz ist. wenn der Dich (bald) erfüllt und Du genug verdienst, ist es völlig ok dort zu bleiben. In diesem Bereich wird Dir dann ein Ausbildung auch nicht viel weiter helfen und ein Wechsel in diesem Bereich sollte dann auch nicht an einer fehlenden Ausbildung scheitern. Viele spezielle Fragen lassen sich auch so z.B. in Schulungen/Kursen oder testen beantworten und euer Wareneingangssystem wird auch schnell kein Buch mit sieben Siegeln darstellen. Vielleicht wirst Du unverzichtbar und entsprechend entlohnt.

Wenn Du aber nach Wissen durstest (Weihnachtsformulierung *grins*) oder den Bereich wechseln willst kommst Du nicht umhin. Wenn ein AG Personal sucht, wird er jemanden bevorzugen, der weiß worum es sich an seinem Arbeitsplatz dreht. Quereinstieg engt die Perspektive also ein, dh. jedoch nicht, dass man weniger verdient. Man kann zu einer Spitzenkraft mutieren, die in dem Bereich seinesgleichen sucht und auch ein Ausgebildeter gegen Dich keine Chance hat.

Wozu benötigt man denn Astronomie, wenn man Autos repariert? Du solltest Dir das erst einmal anschauen und später entscheiden ob Du bleibst oder die Ausbildung machst.

Grüße

Micha

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Am 25.12.2016 um 11:43 schrieb johannes84:

Werde eingestellt als "Informatikkaufmann im Bereich Suport & Wareneingang" Werd da hauptsächlich PC's installieren, Telefon & Teamviewersupport und mich um den Wareneingang kümmern...

Ich weiß nicht was du dir von der Tätigkeiten eines Fachinformatikers vorstellst, aber Wareneingang, bisschen PCs installieren und groben Support zu leisten, sind nicht unbedingt Tätigkeiten, für die eine besondere Qualifikation benötigt werden, also auch von Hilfsarbeitern statt von Facharbeitern gemacht werden können.

Nimmst du das Jobangebot an - was auf den ersten Blick die einfachste Lösung, aber nicht die optimalste, scheint - wirst du erst einmal dort feststecken. Das heißt, du bist auf den einen Arbeitgeber angewiesen. Aber was ist, wenn du in ein paar Jahren gekündigt wirst (schließlich stagniert der Desktop-Markt)?

 

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Gast johannes84

zu "Uhu": So sehe ich das auch, man ist seines Glückes Schmied, will ja viel lernen und fange ja auch bei 0 an. Weiterbildungen hören sich für mich attraktiver an da keine 3 Jahre auf viel Geld verzichten 12-15 tausend Euro!...  

Ich will auf keinen Fall mehr im klassischen Handwerk arbeiten da war ich jetzt ca. 14 Jahre und das Thema ist durch. Wollte früher schon immer was in der IT machen dazu hatte mir nur die schulische Grundlage gefehlt... Jetz viel drüber nachgedacht und mir gedacht das wird der Einstieg. Ich werde dort in 5 Jahren vermutlich nicht mehr sein da ich in einer größeren Firma ja auch mehr Geld bekomme und vielleicht weniger Mädchen für alles bin was ich bei der Firma bei der ich anfange vermute... Ich sehe es eher als Einstieg in die IT...


zu "mqr": Ich denke das was wichtig für den Job ist kann man sich auch selbst erarbeiten und lernen, erfahren. Ne Ausbildung wäre nur sinnvoll wenn ich wüsste dass mich in 5 Jahren keiner ohne Ausbildung einstellt. Wenn ich mich anstrenge in dem neuen Job und dann ne relativ gute Chance nach ner Zeit hab auch mal zu wechseln ergibt die Ausbildung für mich keinen Sinn.

Mir geht es nicht darum mega viel zu verdienen sondern nen glücklich & in der IT zu sein, Kundenkontakt auch sehr gerne.


zu "Wuwu": haha :-)

zu pr0gg3r: Ich bin gelernter Elektriker, möchte komplett vom Handwerk weg und sehe das als Einstieg in die IT. Wo genau es hingehen wird in mehreren Jahren weiß ich selbst noch nicht das wird mit Berufserfahrung schon kommen. Das Geld is das gleiche wie vorher dafür hab ich die Firma direkt im Ort und kann sicher einiges lernen. Sollte alles schief laufen was ich nicht glaub kann ich im Notfall jederzeit wieder als Elektriker arbeiten. Als Elektriker wird man nicht arbeitslos :-). Das Risiko mit der Kündigung hat man ja immer, keiner gibt einem ne 40 Jahre-JobGarantie :-)


Danke erstmal an alle für eure Beiträge :-) Werde ja nach einiger Zeit merken wie es mir gefällt. Und denke einfach dass es für mich aktuell nen sinnvoller Einstieg ist. Nen Einstieg der v.a. nix kostet :-) Im Ort, gleiches Geld und hört sich intressant an...

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Ich denke, Du musst folgende Dinge im Kopf behalten:

Zum Einen ist die IT in der Tat eines der wenigen Paradiese für Quereinsteiger. Du kannst es theoretisch auch ohne jegliche formale Qualifikation zu was bringen. Das stimmt. Angemerkt sei jedoch, dass Du es im Bewerbungsprozess natürlich schwieriger hast, wenn jemand gegen Dich antritt, der eine Ausbildung oder gar ein Studium vorzuweisen hat. Es ist nicht unmöglich, dagegen zu punkten. Aber es wird schwieriger. Wie überall gilt auch in der IT das Spiel von Angebot und Nachfrage. Wertlos ist eine Ausbildung oder ein Studium dabei definitiv nicht, nur weil es grundsätzlich Platz für Quereinsteiger gibt.

...

Zum Anderen und das ist fast das Wesentliche:
Du sagst wenn ich das richtig verstanden habe sinngemäß "ich nutze den 1st Level Support Job als Einstieg in die IT, bilde mich weiter und dann wird das schon".

Genau das stelle ich in Frage.
Denn diese 1st level Support Jobs sind und bleiben meist genau das: 1st Level Support. Mit Weiterbildung ist dort im Regelfall nicht viel. Eine spannende Schulung wird man Dir wohl kaum bezahlen, wenn Du nachher nur Teamviewer Sitzungen machen sollst. Im Job wirst Du auch eher selten die Möglichkeit bekommen die Firewall, VLANs (nicht WLAN ;) ) oder den Dienst auf dem Linux- oder Windows-Server einzurichten. Genau das ist es aber, was ein FISI eigentlich macht. Der 1st Level Support ist da mehr oder minder nur schmuckes Beiwerk, nicht Kernaufgabe.

Von daher möchte ich mich der Seite anschließen, welche Bedenken hat, dass diese Art von Einstieg schnell in einer Sackgasse enden kann. 

...

Last but not least:
Bisher habe ich oft gelesen, dass Du in "die IT" möchtest. Das solltest Du nach Möglichkeit etwas differenzieren, wohin Du genau willst. Denn Anwendungsentwicklung ist was ganz anderes wie Support, wie Administration, wie Datenbank-Admin, wie Consulting, wie Projektmanagement, usw. usf.

Selbst innerhalb der einzelnen Disziplinen gibt es zahllose Schwerpunkte, wo Du nur bei geringer Abweichung häufig schon raus bist. z.B. hatte ich in den letzten Jahren div. Vorstellungsgespräche für Anwendungsentwicklung. Und obwohl ich bereits in 5+ Sprachen größere Projekte geschrieben habe und x Jahre Erfahrung mitbringen, bin ich bei vielen Stellen direkt raus, weil ich in letzter Zeit vermehrt C# gemacht habe aber Java gesucht wird. Da zählen nicht mal mein Studium und meine Berufserfahrung, so eng kann so ein Raster sein. Gerade, wenn Du über den Junior hinaus möchtest.

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johannes84 und ich haben vor einigen Monaten schon längere Zeit per PN über diesen "Quereinstieg Job" geschrieben.

@johannes84 Ich habe dir ja damals auch schon mehrfach per PN geschrieben, dass die Tätigkeit dort eher einer Hilfsarbeiter Tätigkeit entspricht und nichts mit einem richtigen "IT Job" gemeinsam hat. Damit wirst Du dich langfristig sicher nicht für einen guten IT Job qualifizieren.

Im Gegensatz zu anderen Leuten in diesem Forum, bin ich definitiv nicht der Meinung, dass zwei Jahre Berufserfahrung eine qualifizierte IT-Ausbildung überflüssig machen. Es kommen immer mehr gut ausgebildete und studierte ITler auf den Markt. Irgendwann und irgendwie wird man immer mal gefragt, "haben Sie etwas im IT-Bereich gelernt oder studiert"? Wenn ich meine IT Nebenjobs vor der Ausbildung mitzählen darf, dann habe ich jetzt 21 Jahre Erfahrung in der Branche. Um langfristig sagen zu können die Berufserfahrung in der IT macht eine IT Ausbildung überflüssig, würde ich sagen das man schon über 8-10 Jahre qualifizierte Berufserfahrung verfügen sollte.

An einem Comic würde ich mich dagegen wohl niemals orientieren.

Ich würde dir zu einer dualen IT-Ausbildung raten oder einfach in deinem alten Job zu bleiben.

bearbeitet von Trail

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Am 12/26/2016 um 13:20 schrieb pr0gg3r:

 

Ich weiß nicht was du dir von der Tätigkeiten eines Fachinformatikers vorstellst, aber Wareneingang, bisschen PCs installieren und groben Support zu leisten, sind nicht unbedingt Tätigkeiten, für die eine besondere Qualifikation benötigt werden, also auch von Hilfsarbeitern statt von Facharbeitern gemacht werden können.

 

 

Informatikkaufmann ist kein Fachinformatiker!

Und gerade in der IT gibt es genug Leute, die, betrachtet man einmal die Kenntnisse und Fertigkeiten, auch Tätigkeiten ausüben, für die sie Kentnisse und Fertigkeiten benötigen, die sie ohne formalen Abschluss erlangt haben. Dennoch bezeichnet man diese verständlicherweise nicht als Facharbeiter. Umgekehrt gibt es Facharbeiter, die den formellen Abschluss haben, aber nur Tätigkeiten ausführen (können), die auch Ungelernte durchführen können.

So scharf kann kan hier bis auf die Formalie Bsrufsabschluss, die Trennung nicht ziehen. Genau dazu gibt es ja die Möglichkeit als Externer mit entsprechender Berufserfahrung eine Prufung abzulegen.

Warum sollte das dem TE nicht auch möglich sein? Hier einfach anzunehmen, er bleibt in Zukunft auf diese eine Firma angewiesen, greift doch wohl eher zu kurz und unterstellt, er würde weder Berufserfahrung erlangen, noch sich fortbilden.

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Am 12/27/2016 um 10:09 schrieb Errraddicator:

Ich denke, Du musst folgende Dinge im Kopf behalten:

Zum Einen ist die IT in der Tat eines der wenigen Paradiese für Quereinsteiger. Du kannst es theoretisch auch ohne jegliche formale Qualifikation zu was bringen. Das stimmt. Angemerkt sei jedoch, dass Du es im Bewerbungsprozess natürlich schwieriger hast, wenn jemand gegen Dich antritt, der eine Ausbildung oder gar ein Studium vorzuweisen hat. Es ist nicht unmöglich, dagegen zu punkten. Aber es wird schwieriger. Wie überall gilt auch in der IT das Spiel von Angebot und Nachfrage. Wertlos ist eine Ausbildung oder ein Studium dabei definitiv nicht, nur weil es grundsätzlich Platz für Quereinsteiger gibt.

...

Zum Anderen und das ist fast das Wesentliche:
Du sagst wenn ich das richtig verstanden habe sinngemäß "ich nutze den 1st Level Support Job als Einstieg in die IT, bilde mich weiter und dann wird das schon".

Genau das stelle ich in Frage.
Denn diese 1st level Support Jobs sind und bleiben meist genau das: 1st Level Support. Mit Weiterbildung ist dort im Regelfall nicht viel. Eine spannende Schulung wird man Dir wohl kaum bezahlen, wenn Du nachher nur Teamviewer Sitzungen machen sollst. Im Job wirst Du auch eher selten die Möglichkeit bekommen die Firewall, VLANs (nicht WLAN ;) ) oder den Dienst auf dem Linux- oder Windows-Server einzurichten. Genau das ist es aber, was ein FISI eigentlich macht. Der 1st Level Support ist da mehr oder minder nur schmuckes Beiwerk, nicht Kernaufgabe.

Von daher möchte ich mich der Seite anschließen, welche Bedenken hat, dass diese Art von Einstieg schnell in einer Sackgasse enden kann. 

 

 

Wo bleibt denn bei dieser Schwarzmalerei die immer wieder geforderte Eigeninitiative, die sich regelmäßig in den Threads über die schlechte Ausbildungssituation in Berufsschule und Betrieb findet?

Es hindert den TE keiner daran, sich während seines Jobs auch Inhalte anzueignen, die dort nicht zu seinen Tätigkeiten gehören.

Um den first Level Support als mögliche Sackgasse zu bezeichnen, müsste man überhaupt einmal verlässliche Zahlen haben, anhand derer man feststellen kann, wieviel Quereinsteiger hier wielange schon arbeiten, ob eine Weiterqualifikation überhaupt angestrebt wurde. Neben der nicht unwichtigen Tatsache, dass auch IT-Berufsanfänger diesen Support als Einstieg nutzen und weiterkommen.

bearbeitet von WYSIFISI

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vor 1 Stunde schrieb WYSIFISI:

Wo bleibt denn bei dieser Schwarzmalerei die immer wieder geforderte Eigeninitiative, die sich regelmäßig in den Threads über die schlechte Ausbildungssituation in Berufsschule und Betrieb findet?

Es hindert den TE keiner daran, sich während seines Jobs auch Inhalte anzueignen, die dort nicht zu seinen Tätigkeiten gehören.

...

Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wann ich gesagt hätte, dass eine schlechte Ausbildung durch Eigeninitiative wett gemacht werden könne oder gar sollte. Wenn Du mich schon zitierst, fände ich es nett, wenn Du mir nicht Worte in den Mund legen würdest, welche ich nicht gesagt habe.

Ich weiß nicht, auf welche Debatten und Aussagen Du Dich beziehst, aber ich sehe das so, wie ich es geschrieben habe. Wenn Du in einem Betrieb für Aushilfstätigkeiten eingestellt wirst, dann wirst Du in 90% der Fälle dort keine Senior. Egal, was Du Dir als Ziel gesetzt hast. Egal, ob Du 1, 5 oder 10 Jahre lang 1st Level Support gemacht hast. Und egal, wie viel Du nach Feierabend in Eigenregie gelernt hast.

Ähnliches gilt für die von Dir genannte Ausbildung. Wenn Du in der Firma nix lernst und keine Ansprechpartner hast, kannst Du das auch nicht durch Eigeninitiative ausgleichen. Besser als nix ist Eigeninitiative in so einem Fall...  klar! Aber gemessen an jemanden mit ordentlicher Ausbildungssituation wirst Du trotzdem verlieren.

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Am 30.12.2016 um 10:16 schrieb Errraddicator:

Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wann ich gesagt hätte, dass eine schlechte Ausbildung durch Eigeninitiative wett gemacht werden könne oder gar sollte. Wenn Du mich schon zitierst, fände ich es nett, wenn Du mir nicht Worte in den Mund legen würdest, welche ich nicht gesagt habe.

„[…] daß Mißverständnisse und Trägheit vielleicht mehr Irrungen in der Welt machen als List und Bosheit. Wenigstens sind die beiden letzteren gewiß seltener.“

Du legst das geschriebene ziemlich oft, zumindest kommt es mir so vor, so aus, dass sich daraus so ein unnettes Gespräch ergeben könnte. Du solltest mal ein bisschen unvoreingenommener an die Texte gehen, auch wenn du zitiert wurdest, muss sich ja nicht alles der folgenden Aussage auf dich beziehen. Vor allem will dir niemand aus dem heiteren Himmel böses, wozu auch,

Wie ich es sehe: 'Diese Schwarzmalerei' -> dein Post. ' die immer wieder geforderte Eigeninitiative, die sich regelmäßig ' -> wortwörtlich das was da steht, es wird von vielen und sehr oft ein Hinweis auf Initiative gebracht - ohne Beschränkung auf deine Person.

Am 30.12.2016 um 10:16 schrieb Errraddicator:

Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wann ich gesagt hätte, dass eine schlechte Ausbildung durch Eigeninitiative wett gemacht werden könne oder gar sollte. [Betonung durch mich]

Zur fett markierten Stelle: Warum diese Andeutung? Bist du der Meinung man sollte nicht versuchen eine schlechte Ausbildung durch eigene Bemühungen auszugleichen?

Am 30.12.2016 um 10:16 schrieb Errraddicator:

Ich weiß nicht, auf welche Debatten und Aussagen Du Dich beziehst, aber ich sehe das so, wie ich es geschrieben habe. Wenn Du in einem Betrieb für Aushilfstätigkeiten eingestellt wirst, dann wirst Du in 90% der Fälle dort keine Senior. Egal, was Du Dir als Ziel gesetzt hast. Egal, ob Du 1, 5 oder 10 Jahre lang 1st Level Support gemacht hast. Und egal, wie viel Du nach Feierabend in Eigenregie gelernt hast.

Redet ja niemand davon im selben Unternehmen diesen Aufstieg zu schaffen. Aber im 1st Level den Lebensunterhalt verdienen, sich in der Freizeit weiterbilden und dann auf entsprechend andere Stellen zu bewerben ist eine naheliegende Strategie um etwas an der Situation zu ändern.

Dass der Aufstieg im gleichen Unternehmen meistens nicht gelingt, wie du schreibst, liegt auch eher daran, dass die großen Callcenter in denen die meisten 1st Level Supports beschäftigt sind Ausbeuterunternehmen sind und keinerlei Wert auf das Halten von Mitarbeiter legen, die Agentur wird schon neue Leute schicken. [Das ist das was ich aus einem größeren Callcenter mitbekommen habe]

Ich finde man sollte schon von 'normalen' Unternehmen ausgehen. Wenn man für ein Unternehmen arbeitet, dass ein bisschen Wert auf die Mitarbeiterzufriedenheit legt kann man in der Regel auch aufsteigen wenn z.B. eine Stelle im 2nd Level Support frei wird und man das drauf hat. [Das ist das was ich aus einem kleineren Callcenter mitbekommen habe]

Am 30.12.2016 um 10:16 schrieb Errraddicator:

Ähnliches gilt für die von Dir genannte Ausbildung. Wenn Du in der Firma nix lernst und keine Ansprechpartner hast, kannst Du das auch nicht durch Eigeninitiative ausgleichen. Besser als nix ist Eigeninitiative in so einem Fall...  klar! Aber gemessen an jemanden mit ordentlicher Ausbildungssituation wirst Du trotzdem verlieren.

Natürlich kann man das ausgleichen. Ganz schnell eine Möglichkeit aus dem Kopf: Geh zu Konferenzen, triff Experten (die vielleicht sogar Ausbilder sind), lass dir was beibringen. Das ist in etwas @SaJu's Background, glaube ich.

Da gehört Glück dazu eine passende Person zu finden, aber es ist ein mögliches Szenario. Gibt ja noch andere Möglichkeiten sich mit kompetenten Personen austauschen zu können oder einen Mentor zu finden.

Es kommt auf die Initiative an. Wenn man in der Firma keine Ansprechpartner hat, muss man diese wo anders suchen.

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