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Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread

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"Nette Kollegen" war für mich schon immer das schwächste aller Argumente für den aktuellen Arbeitgeber. Dieses wird meistens dann gezückt, wenn wenig handfestes verfügbar ist.

Warum ist das Argument schwach?
Im wesentlichen aus zwei Gründen:

  • Ich habe bis dato fast ausschließlich nette Kollegen kennengelernt.
    Ob bei Betrieben bei denen ich selbst war oder denen, die ich durch Kurse, Fortbildungen, Kundenbeziehungen, etc. kenne. Nette Leute sind die Regel, nicht die Ausnahme. Wir haben in der IT das Glück, kaum waschechte Arschlöcher, Raudis oder Kollegenschweine zu haben. Das ist in anderen Branchen (mit anderem Bildungsniveau, sorry für die Ehrlichkeit) leider nicht immer der Fall.
     
  • Nette Kollegen sind nicht von Dauer.
    Im Regelfall hält dieser Zustand vielleicht ein 1, 2 Jahre, dann ist es damit vorbei. Der eine Kollege ist in Rente, der nächste hat gewechselt, Du hast einen neuen Chef/Kunden/Kollegen hinzubekommen und der beste Kumpel ist durch seine Scheidung nicht mehr die Spaßkanone, die er zuvor war. Menschen ändern sich und im beruflichen Umfeld ungleich drastischer. Wenn "Nette Kollegen" ein Hauptargument für einen Arbeitgeber sind, ist das mit das sandigste und vergänglichste Argument, welches man überhaupt nennen kann.

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vor 21 Stunden schrieb Crash2001:

@Velicity
Bei wie vielen Firmen warst du schon, dass du einen Vergleich hättest, ob es gut ist, oder ob nicht?
Du gibst dich der Illusion hin, dass es bei der Firma besser ist als bei den meisten / allen anderen. Ohne bei anderen Firmen mal reingeschaut zu haben, kann man das doch gar nicht beurteilen.

Nun persönlich kenne ich es neben meinem Job nun hauptsächlich von Praktika oder eben wenn man ein paar Wochen beim Kunden im Büro einquartiert ist. Klar gab es da auch andere Läden wo das alles toll lief. Eben aber auch schlechter oder mir die Abläufe generell nicht gelegen hätten, quasi jeder hochspezialisiert in einer Mininische und jeder Bleistift Strich erfordert Anträge und co. und mehre Wochen bis was passiert oder die Abteilungen giften sich gegenseitig an und schieben sich dauernd die Schuld zu, brauchen externe Moderatoren, wenn die miteinander reden usw. Alles schon erlebt.

Daneben eben Erzählungen wie z.B. hier im Forum. Da liest man zwar auch Gutes aber auch Sachen, wo ich sage, so möchte ich das nicht haben. Ich sage ja auch nicht es muss schlechter werden, sehe aber eben mehr Raum zur Verschlechterung als Verbesserung.

Und zumindest was die AG hier in der Nähe angeht, habe ich weder während meiner Bewerbungszeit, noch nun über Bekannte, noch über Glassdoor und ähnliche Anbieter Gehälter gesehen, die einen Wechsel wert wären. Und Umzug und co. mit höheren Lebensunterhaltskosten und co. Weg vom Freundeskreis usw. für ein paar Euro mehr muss auch nicht sein.

Daneben eben ein bisschen drum rum wie lange Kündigungsfrist (6 Monate) und aktuell doch eher einer nicht so verbreiteten Nische, sowohl was die Richtung selbst angeht, als auch die Sprachen/Technologien die eingesetzt werden. Sehe zwar persönlich kein Problem mich in was Neues einzuarbeiten aber i.d.R. wird eben belegbare Erfahrung vorausgesetzt. Denke da werden mir für mehr auch die Qualifikationen auf dem Papier fehlen.

Sehe es aber wie gesagt auch nicht so kritisch. Ich schaue nicht täglich aufs Geld, gebe aus was ich ausgeben möchte, kriege alle paar Monate von der Bank Kontoauszüge zugeschickt und der Kontostand erhöht sich langsam aber stetig. Ist nicht so als würde ich am Hungertuch nagen. Klar sind keine Beträge mit denen man an sowas wie ein Eigenheim denken könnte.

Frage ist aber auch was ist richtig und gerecht. Die IT ist einfach so groß, dass man außerhalb des eigenen Unternehmens meist selten wen findet mit den selben Qualifikationen und Tätigkeiten. Eine wirkliche Vergleichsmöglichkeit gibt es meist nicht, vor allem nicht noch gruppiert nach Wohnort, Firmengröße, Know-How, Berufserfahrung und Branche. Ggf. noch mit verschiedenen Tätigkeiten und Qualifikationen und unterschiedlichen Gewichtungen usw. Finde das Thema Gehalt einfach verdammt schwer. Und das alles dann natürlich im Vertrag niedergeschrieben bevor man sich wirklich gegenseitig kennt.

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Ich weiß, wir drehen uns im Kreis, aber es bleibt dabei: Du suchst Gründe, warum es keinen Sinn macht zu wechseln. Fakt ist jedoch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Lange Probezeit, nicht passende Technologien, nicht so nette Kollegen, etc. pp. All das ist nichts, was man nicht beheben könnte.

Ich habe auch schon bei einem Wechsel Abstriche in Kauf nehmen müssen und war schlechter gestellt als zuvor. Nur, um aus meinem damaligen "Stillstandsgefängnis" ausbrechen zu können. Das ist ein Preis, welchen man bezahlen muss und sich langfristig in jeden Fall lohnen kann. Manchmal muss man erst investieren, bevor man die Ernte nach Hause bringen kann.

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vor 3 Stunden schrieb Velicity:

[...] Daneben eben Erzählungen wie z.B. hier im Forum. Da liest man zwar auch Gutes aber auch Sachen, wo ich sage, so möchte ich das nicht haben. Ich sage ja auch nicht es muss schlechter werden, sehe aber eben mehr Raum zur Verschlechterung als Verbesserung.[...]

Man sollte dabei aber auch bedenken, dass in Foren etc. eher die schlechten Arbeitsbedingungen angeführt werden mit Bitte um Rat / Hilfe und eher seltener die Leute hier schreiben, die super zufrieden damit sind.

vor 3 Stunden schrieb Velicity:

Und zumindest was die AG hier in der Nähe angeht, habe ich weder während meiner Bewerbungszeit, noch nun über Bekannte, noch über Glassdoor und ähnliche Anbieter Gehälter gesehen, die einen Wechsel wert wären. Und Umzug und co. mit höheren Lebensunterhaltskosten und co. Weg vom Freundeskreis usw. für ein paar Euro mehr muss auch nicht sein.

Daneben eben ein bisschen drum rum wie lange Kündigungsfrist (6 Monate) und aktuell doch eher einer nicht so verbreiteten Nische, sowohl was die Richtung selbst angeht, als auch die Sprachen/Technologien die eingesetzt werden. Sehe zwar persönlich kein Problem mich in was Neues einzuarbeiten aber i.d.R. wird eben belegbare Erfahrung vorausgesetzt. Denke da werden mir für mehr auch die Qualifikationen auf dem Papier fehlen.[...]

Also entweder solltest du dann überlegen, dich weiter zu qualifizieren, damit du höhere Gehälter gezahlt bekommst, oder dich vielleicht in anderen Branchen umschauen. Natürlich müsstest du dafür deine Komfortzone mal verlassen.
Wenn du das natürlich nicht willst - ist deine Entscheidung. Aber nur so wirst du weiter kommen.

 

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Also nach 2 Jahren Berufserfahrung und als Stelle im Consulting mit weltweitem Einsatz empfinde ich das Gehalt jetzt nicht wirklich als der Burner. Dazu halt die Frage, was darin alles enthalten ist schon.

Die Gimmicks sind auch mehr Augenwischerei - typisches Ködern von jungen Arbeitnehmern.

  • Firmenhandy als Privathandy-Ersatz , so wie ich das lese - einmal 1000€ oder so investiert und dafür ist der AN jederzeit erreichbar für den AG.
  • Firmenwagen - sicherlich mit der 1%-Regelung, oder? Ob das Sinn macht, kommt immer drauf an, was für ein Fahrzeug es ist, wie weit man zur Arbeit hat und ob man eine Ausgleichszahlung dafür bekommt.
  • Bahncard 50 1. Klasse - also auch viel per Bahn unterwegs? Die kostet ca. 500€/Jahr und falls du auch für die Firma viel mit Zug unterwegs sein solltest, ist das Geld schnell wieder drin.
  • 27 Urlaubstage - ist nicht gerade viel. 30 sind eher normal mittlerweile.
  • Sonderkonditionen bei sehr vielen Unternehmen - bringt dir das persönlich wirklich etwas oder KÖNNTEST du nur bei irgendetwas sparen, was du eh nicht kaufst?
  • erhöhte Reisekosten = ?
  • Zuschüssen für Rente und AU-Versicherung ist gut. Was verstehst du unter "dickem AG Zuschuss"?
  • Höhe Boni am Ende des Jahres (so gut wie garantiert) - so gut wie kann sich innerhalb kurzer Zeit auch mal schlagartig ändern. Da du aber schreibst variabler Anteil deines Gehaltes wäre 0% ist da halt die Frage, ob der noch obendrauf kommt oder nicht und falls ja, wie viel das wäre. Das sollte ins Bruttogehalt mit eingerechnet werden normalerweise.
  • Viele Feiern auf Unternehmenskosten - vermutlich außerhalb der Arbeitszeit. Stärkt den Teamzusammenhalt - keine Frage. Ich persönlich verbringe meine Freizeit jedoch lieber nicht unbedingt nur mit Kollegen. Irgendwann hat man da keinen Bock mehr drauf. Bei Einsätzen im Ausland mag das noch einmal etwas anderes sein, aber wenn man seine Wohnung in erreichbarer Nähe hat, ist immer die Frage, wie viel einem die persönliche Freizeit wert ist. Ist man ungebunden, sieht man das vielleicht auch noch einmal anders, als wenn man eine Freundin oder Familie zu Hause hat und da kommt es dann auch wieder drauf an, wie viel Verständnis die dafür haben.
  • Die Option statt Heimreise wo anders hin ein Ticket hin zu bekommen ist natürlich nett - wobei da die Frage nach dem "bestimmten Betrag" wäre. Gleichwertiger Preis wie die eigentliche plus x%, fester Betrag oder wie ist das geregelt?.
  • Arbeitsort Weltweit, je nachdem wo es Projekte gibt und ich hin will - anfangs mag das wirklich schön sein, die Welt was kennen zu lernen, aber glaube mir - Leben aus dem Koffer im Hotel auf Dauer ist nichts für jeden und nervt aus eigener Erfahrung auf Dauer einfach - spätestens, wenn du eine Familie hast.

Alles in allem also meiner Meinung nach viel Augenwischerei bei der Stelle und soooo gute Konditionen auch nicht wirklich - wobei in "Ostdeutschland" halt generell schlechter gezahlt wird. Beim weltweiten Consulting sollte es aber eigentlich keine Unterschiede geben in der Bezahlung, denn die Preise, die die Firma verlangt, werden vermutlich auch nicht günstiger sein, als die anderer Firmen.

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Danke Chief fürs verschieben.

Nun ja, im Consulting kann man halt eigentlich richtig gut verdienen und die Frage wäre, was für Stunden- oder Tagessätze für ihn dann vom Kunden abgerufen werden. Ohne das Wissen kann man natürlich nur schwer einschätzen, wie gut die Bezahlung im Verhältnis dazu ist. Beim Consulting ist es jedoch eigentlich egal, wo die Firma ihren Sitz hat - vor allem im weltweiten Consulting. Da werden vermutlich Standardsätze abgerufen, die genauso auch für Mitarbeiter aus FFM / München oder sonst wo abgerufen werden - dem Kunden ist es doch egal, wo der Consultant herkommt.

Dementsprechend kommt es mir hierbei so vor, als ob der Mitarbeiter mit Gimmicks etwas abgespeist wird - vor allem bei der Bereitschaft zum weltweiten Einsatz. Also nicht falsch verstehen - nach 2 Jahren Berufserfahrung ist das im Osten (wo auch immer da?) natürlich ein wirklich gutes Gehalt - für die Consulting-Branche hingegen nicht so wirklich. Mit dem Gehalt steigen einige schon nach der Ausbildung ein...

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Ich würde sagen beinahe jeder Arbeitgeber orientiert sich beim Lohn am lokalen Gehaltsniveau. Wenn die Firma ein Büro in München und ein Büro in Chemnitz hat, und die gleichen Stundensätze veranschlagt, werden die Gehälter trotzdem höchstwahrscheinlich sehr verschieden ausfallen.

Ob das gerecht ist oder nicht, ist eine andere Frage.

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vor einer Stunde schrieb Errraddicator:

Ich finde das ebenfalls mehr als mäßig.

Ich finde zwar auch, dass man das im Kontext sehen muss (Osten, wenig Berufserfahrung) aber trotzdem sind 45k etwas wenig für die geforderte Arbeitsleitung sind. 50-70h / Woche schlaucht auf Dauer sehr, vor allem in Kombination mit den häufigen Reisen. Die "Benefits" klingen für mich auch nicht gerade verlockend. Vor allem beim privat nutzbaren Smartphone musste ich kurz lachen. Das ist ein typischer Trick den Arbeitnehmer dazu zu bringen, sich auch in der Freizeit noch mit der Arbeit auseinander zu setzen. Mit den Berufsanfängern kann man's ja machen ;)

Ich denke das Gehalt ist ein solides Fundament auf dem man aufbauen kann. Zumal gerade im Consulting die Perspektive besteht innerhalb weniger Jahre das Gehalt deutlich zu erhöhen. Ein Jackpot ist es daher eher nicht, aber ein guter Anfang.

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Naja, die Überstunden sind scheinbar freiwillig. Und werden vergütet *shrug* klingt fair. Interessant wäre, ob wirklich schon die Boni (und Überstunden) in den 45k enthalten sind, oder ob da nochmal etwas dazu kommt.

Ansonsten finde ich nicht, dass man bei den Benefits von Augenwischerei reden kann.

Klar: wenn man privat nicht Bahn fahren möchte, keine Freizeit mit Kollegen verbringen will, die Rabatte nicht nutzen kann weil man lieber Nike statt Adidas mag, eh immer gesund ist und von der AU usw. nichts hat, man lieber im Büro arbeitet, .... Dann bringen die einem wirklich nicht viel.

Ich finde da sind viele nützliche Dinge mit bei. Ja, von manchen der Dinge profitiert auch der AG (Bahncard, Handy [Man muss da nicht rangehen btw.]), aber privat sind da doch tolle Sachen dabei.

 

Und das mit 2 Jahren Berufserfahrung. Ich finds gut.

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Ganz allgemein betrachtet finde ich es auch nicht super toll. Wenn man sich aber vor allem seinen letzten Satz anschaut:

"Würde behaupten, dass ich endlich mal einen Glückstreffer hatte, nachdem mich meine letzten 2 AG in Therapie befördert haben :D"

ist das für ihn persönlich doch ganz ok. Er kann das ja 2-3 Jahre machen, viel sehen und Erfahrung sammeln und sich dann evtl. was anderes suchen, falls es zu viel wird oder er eine Familie gründen möchte usw. (sein Alter steht leider nicht dabei).

Ich hatte bei meinem Einstieg rückblickend auch nicht die allerbesten Konditionen ausgehandelt. Bei meinen Vorstellungsgesprächen Heute profitiere aber sehr von dieser Zeit und den Tätigkeiten (internationales Projektmanagement / Consulting usw.), je nach dem wo man eben hin möchte.

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Das mit dem Smartphone unterschreibe ich mal. Wobei das i.d.R. dann gegeben ist, wenn man telefonisch eh erreichbar sein muss. Da ist ein wenig Privatnutzung nebenbei doch nix verkehrtes.

Das Smartphone, die Bahncard und das Auto wird wohl eh für den Job gebraucht. Da bleibt am Ende eben der Vorteil der Privatnutzung. Ist ja nicht so als hätte man sonst keinen Arbeitsweg und müsste keine Telefonate führen.

Ansonsten für den Bereich wohl etwas wenig. Für Osten und kein Studium aber wohl sehr nett. Was die Kunden zahlen ist eh immer ne andere Sache. Diese Diskussion macht denke ich nie Sinn. Der AG konkurriert am Ende um Arbeitnehmer in seiner Region, danach bestimmt sich das Gehalt.

Was Auswärtstätigkeiten angeht, da tickt ja auch jeder anders. Wir haben Kollegen die finden das ganz toll. Mir fehlt da doch sehr mein Bett, meine große Dusche, mein Sofa und mein normaler geregelter Tagesablauf. Aber wenn man glücklich damit ist warum nicht.

Die Benefits sind zwar kein 6er im Lotto aber gegenüber Sachen ala "spannende Aufgaben, nette Kollegen und flache Hierarchien", was hier meist die Sachen sind, die geboten werden doch recht nett.

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vor 4 Stunden schrieb Velicity:

Was die Kunden zahlen ist eh immer ne andere Sache. Diese Diskussion macht denke ich nie Sinn.

Doch. Die Diskussion ist immer sinnvoll. 

Wenn eine Beratung 1.500 EUR pro Tag für den Consultant nimmt und 190 abrechenbare Tage pro Jahr fordert, ihn aber mit 50k nach Hause gehen lässt mit der Begründung "Mehr geht einfach nicht!", dann stimmt was nicht. Entweder spielen das Big4-Hire&Fire-Spiel mit Berufsanfängern, was durchaus ein legitimes Geschäftsmodell ist, oder der Wasserkopf ist zu groß und gehört abgetragen. 

Bleiben wir beim Beispiel mit den 1.500 EUR Tagessatz, so sind wir bei einem Jahresumsatz von 285.000 EUR. Wenn die Firma unter 50% davon als AG-Brutto weitergibt, würde ich mir was anderes suchen. Ist der Berater ein Selbstläufer, d. h. die Kunden buchen ihn durch seine Leistung das ganze Jahr durch und stehen Schlange, so muss ich mir als Manager keine Gedanken mehr um seine Auslastung machen und kann einen höheren Anteil am Umsatz durch Lohnerhöhungen an ihn weitergeben. Generiert der Consultant durch seine Arbeit auch noch Geschäft für die Kollegen, so ist Umsatzbeteiligung angesagt.

Der, der die Leistung erbringt soll an den Früchten seiner Arbeit teilhaben und nicht 8 Manager durchfüttern müssen, die auf seinem Rücken in den Sonnenuntergang reiten. Spätestens wenn die Manager nur noch ihre Topfpfanzen managen, werden sie merken, dass ein Ficus nicht in Projekten mitarbeiten kann. Zum Glück haben das die meisten Firmen begriffen und strukturieren um. Der Rest wird in absehbarer Zeit sehen müssen, wo er bleibt.

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Ich finde das zu einfach gedacht. Wenn der Berater so gut ist und sich selbst verkaufen kann (und auch noch andere), dann wäre er ja ökonmisch gesehen schön blöd sich nicht selbstständig zu machen.

Die Realität ist meist eher so das zu dem "Wasserkopf" ein Vertrieb gehört der (Gross-)Projekte an Land zieht,  Support/Researcher, Marketing (Branding), usw usf. - eben eine ganze Firma die das mitspielen (bei den Big Boys) überhaupt möglich macht.

Insofern bin ich da ein Freund von variablen Gehältern. Wenn jemand wirklich so gut ist, dann darf er auch viel verdienen als variabler Anteil, z.B. 50% fix und 50% variabel (als Beteiligung seines erwirtschafteten Umsatzes). Das witzige ist, wenn man das anbietet hört man schnell "ja aber ich bin doch nicht Vetrieb - ich kann ja nur leisten, was der Sales verkauft. Wenn keine Projekte kommen ... ich muss mich ja auch noch weiterbilden ... und was ist wenn ich länger krank bin ... usw usf". Nun ja und dann sind wir beim Thema wer das unternehmerische Risiko trägt. Insofern kann man die Diskussion über was zahlt der Kunde führen und man kann sie auch hart führe, muss dann aber auch aushalten können wenn der AG diese genauso hart führt, wenn es mal eine Weile nicht läuft. Und irgendwie dann wird es ganz still, wenn man dann auf einmal sagt: "So, vor 2 Jahren gab es ja eine Gehaltserhöhung aufgrund deiner Leistung, nun läufts ja nicht mehr so rosig, daher gibt es jetzt 20% weniger" (ist ja leider auch gesetzlich nahezu unmöglich in D - daher siehe oben die Variante mit hohem variablem Anteil um sowohl AN als auch AG gerecht zu werden). Aber zur Zeit ist es in der Tat ein klarer Arbeitnehmermarkt und das sollte man als AN ausnutzen und mitnehmen was geht! Es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

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Zitat
  • Firmenhandy als Privathandy-Ersatz , so wie ich das lese - einmal 1000€ oder so investiert und dafür ist der AN jederzeit erreichbar für den AG.

Nicht so ganz: Uns wurde sogar nahe gelegt, zum Feierabend das Handy auszumachen, bzw. einfach berufliches auf die regulären Arbeitszeiten zu verschieben. Bisher wurde das auch so gelebt und ich habe noch keinerlei Anruf zu unchristlichen Zeiten oder am Wochenende, Krankentagen oder Feiertagen bekommen.

Sehe das daher tatsächlich als Benefit. 

Den anderen Fall, der von euch so oft beschrieben wird, habe ich leider schon erleben dürfen und kann daher die Einwände nachvollziehen.

Zitat
  • Bahncard 50 1. Klasse - also auch viel per Bahn unterwegs? Die kostet ca. 500€/Jahr und falls du auch für die Firma viel mit Zug unterwegs sein solltest, ist das Geld schnell wieder drin.

Ich persönlich fahre privat nur Bahn, lohnt sich definitiv für mich. Egal ob das Ding nun 500€ kostet oder nicht, ist es im Endeffekt Geld welches ich effektiv nicht dafür ausgeben muss.

Insgesamt hast du natürlich auch recht, dass es für den AG eine günstige Methode sich besser zu verkaufen.

Zitat
  • 27 Urlaubstage - ist nicht gerade viel. 30 sind eher normal mittlerweile.

Wird auch noch angepasst. Bin dahingehend auch noch nicht ganz zufrieden.

 

Zitat
  • Sonderkonditionen bei sehr vielen Unternehmen - bringt dir das persönlich wirklich etwas oder KÖNNTEST du nur bei irgendetwas sparen, was du eh nicht kaufst?

Tatsächlich nutze ich das in der Regel recht oft. Gerade Angebote im Bereich Technik und Fitness sind da besonders interessant für mich.

Zitat
  • erhöhte Reisekosten = ?

Entschuldige... hat sich bei mir unter dem Begriff eingeprägt. Gemeint sind natürlich Verpflegungsmehraufwendungen, welche die gesetzl.. Verpflichtungen übertreffen.

Zitat
  • Zuschüssen für Rente und AU-Versicherung ist gut. Was verstehst du unter "dickem AG Zuschuss"?

Meine Einzahlung wird durch den AG verdoppelt und nochmal prozentuale Zuschüsse vom Gesamten drauf gezahlt. Insgesamt kommen wir auf Zuschüsse im Wert von 200-250€ extra durch den AG,  jeweils für Rente und AU.

Zitat
  • Höhe Boni am Ende des Jahres (so gut wie garantiert) - so gut wie kann sich innerhalb kurzer Zeit auch mal schlagartig ändern. Da du aber schreibst variabler Anteil deines Gehaltes wäre 0% ist da halt die Frage, ob der noch obendrauf kommt oder nicht und falls ja, wie viel das wäre. Das sollte ins Bruttogehalt mit eingerechnet werden normalerweise.

Da es es mehrere variable Boni sind, die in der Theorie auch gegen 0 gehen können, habe ich diese nicht daraufgerechnet. Falls ja wären auf meine 45k nochmal grob 10k-15k draufzurechnen, wenn man mal von 100% ausgeht.

 

Zitat
  • Viele Feiern auf Unternehmenskosten - vermutlich außerhalb der Arbeitszeit. Stärkt den Teamzusammenhalt - keine Frage. Ich persönlich verbringe meine Freizeit jedoch lieber nicht unbedingt nur mit Kollegen. Irgendwann hat man da keinen Bock mehr drauf. Bei Einsätzen im Ausland mag das noch einmal etwas anderes sein, aber wenn man seine Wohnung in erreichbarer Nähe hat, ist immer die Frage, wie viel einem die persönliche Freizeit wert ist. Ist man ungebunden, sieht man das vielleicht auch noch einmal anders, als wenn man eine Freundin oder Familie zu Hause hat und da kommt es dann auch wieder drauf an, wie viel Verständnis die dafür haben.

Find ich ehrlich gesagt gut. Ist natürlich sehr von der Person abhängig. Das es die Option gibt gefühlt aller 2-3 Wochen was mit den Kollegen machen zu können ist allerdings schön.

Zitat
  • Die Option statt Heimreise wo anders hin ein Ticket hin zu bekommen ist natürlich nett - wobei da die Frage nach dem "bestimmten Betrag" wäre. Gleichwertiger Preis wie die eigentliche plus x%, fester Betrag oder wie ist das geregelt?.

Fester Betrag im mittleren 3 - Stelligen Bereich unabhängig von sonstigen Reise - Ausgaben.

Zitat

Arbeitsort Weltweit, je nachdem wo es Projekte gibt und ich hin will - anfangs mag das wirklich schön sein, die Welt was kennen zu lernen, aber glaube mir - Leben aus dem Koffer im Hotel auf Dauer ist nichts für jeden und nervt aus eigener Erfahrung auf Dauer einfach - spätestens, wenn du eine Familie hast.

Hier haben alle bisher den Punkt übersehen, dass es auch mit meiner Zustimmung ist. Ich KANN FREIWILLIG, insofern es dort gerade ein relevantes Projekt gibt, ins Ausland gehen und dort arbeiten, kann mich aber auch lokal in einem frei definierbaren km - Radius staffen lassen.

Ich kenne Kollegen welche sich nur in Ihrer Stadt staffen lassen und es da keinerlei Probleme gibt, ich kenne allerdings auch welche, welche für paar Jahre in die USA wollten und mittlerweile wieder hier sind.

Die Freiheit zu sagen, ich kann in x Jahren in Land xyz arbeiten und wenn ich nicht mehr will komm ich eben wieder zurück, ist für mich tatsächlich sehr viel wert. Das ist aber vermutlich wieder von Person zu Person unterschiedlich. Für mich ist es ein großer Pluspunkt.

Zitat

Wenn eine Beratung 1.500 EUR pro Tag für den Consultant nimmt und 190 abrechenbare Tage pro Jahr fordert, ihn aber mit 50k nach Hause gehen lässt mit der Begründung "Mehr geht einfach nicht!", dann stimmt was nicht. Entweder spielen das Big4-Hire&Fire-Spiel mit Berufsanfängern, was durchaus ein legitimes Geschäftsmodell ist, oder der Wasserkopf ist zu groß und gehört abgetragen. 

Ich kenne keine einzige Beratung in der das von dir Geforderte gelebt wird. Rein informativ: Gibt es sowas in der Art und Weise wirklich?

Zitat

Naja, die Überstunden sind scheinbar freiwillig. Und werden vergütet *shrug* klingt fair. Interessant wäre, ob wirklich schon die Boni (und Überstunden) in den 45k enthalten sind, oder ob da nochmal etwas dazu kommt.

Richtig, die Überstunden sind freiwillig und können auch abgefeiert werden. Ich will mir mit diesen irgendwann eine längere (bezahlte) Auszeit gönnen. Auszahlen ist dabei keine Option für mich. 🙂

Boni und Überstunden sind noch nicht in das Grundgehalt eingerechnet, genauso wenig die Verpflegungsmehraufwände oder sonstige Geldflüsse.
Grundsätzlich verstehe ich eure Einwände natürlich und gerade was den Punkt Urlaub angeht, fühle ich mich nun bestärkt diesen erhöhen zu lassen.

 

bearbeitet von Dude123

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Also verdienst Du nicht 45k (inkl. aller Leistungen), sondern verdienst 45k fix + 10k Bonus + Benefits + bezahlte(?) Überstunden + Reisekosten über dem Gesetz und Co.?

Dann klingt das Angebot in der Tat ziemlich gut. Dann verdienst Du allerdings auch eher 55k-60k an Stelle der genannten 45k. Das ändert einiges. :)

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Am 16.2.2019 um 17:19 schrieb Dude123:

Nicht so ganz: Uns wurde sogar nahe gelegt, zum Feierabend das Handy auszumachen, bzw. einfach berufliches auf die regulären Arbeitszeiten zu verschieben. Bisher wurde das auch so gelebt und ich habe noch keinerlei Anruf zu unchristlichen Zeiten oder am Wochenende, Krankentagen oder Feiertagen bekommen.[...]

Dann brauchst du aber halt auch wieder ein privates Handy zusätzlich, wenn man das so machen will, um dennoch für Freunde usw. erreichbar zu sein. Da bei den meisten Verträgen mittlerweile eine Flatrate für Telefonate mit dabei ist, bringt einem das somit also keinen wirklichen Vorteil außer dass man ein aktuelles Gerät hat. Mir persönlich wäre es ehrlich gesagt egal, ob es nun ein aktuelles Modell ist oder aber schon 2-3 Jahre alt ist.

Zitat

[...] Ich persönlich fahre privat nur Bahn, lohnt sich definitiv für mich. Egal ob das Ding nun 500€ kostet oder nicht, ist es im Endeffekt Geld welches ich effektiv nicht dafür ausgeben muss.

Insgesamt hast du natürlich auch recht, dass es für den AG eine günstige Methode sich besser zu verkaufen.[...]

Wenn man es auch privat nutzt, dann bringt es einem natürlich etwas. Wobei wenn dir der Firmenwagen auch für Privatnutzung zur Verfügung steht, du damit ja noch kostengünstiger wo hin kommen würdest (falls keine hohen Parkgebühren anfallen).

Zitat

[...] Tatsächlich nutze ich das in der Regel recht oft. Gerade Angebote im Bereich Technik und Fitness sind da besonders interessant für mich.[...]

Wie schon geschrieben - wenn man diese Sachen wirklich nutzt, dann machen sie Sinn. Ist halt immer die Frage, was für Sachen angeboten werden und wie hoch der Vorteil ist. Kenne das von der Firma, bei der meine Frau arbeitet, auch, aber viel davon sind einfach Sachen, die man so gut wie nie nutzt.

Zitat

Entschuldige... hat sich bei mir unter dem Begriff eingeprägt. Gemeint sind natürlich Verpflegungsmehraufwendungen, welche die gesetzl.. Verpflichtungen übertreffen.[...]

Also > 24€/Tag (bei ganzem Tag). Das ist natürlich etwas positives.

Zitat

Meine Einzahlung wird durch den AG verdoppelt und nochmal prozentuale Zuschüsse vom Gesamten drauf gezahlt. Insgesamt kommen wir auf Zuschüsse im Wert von 200-250€ extra durch den AG,  jeweils für Rente und AU.[...]

Also Geld, das der AG zusätzlich zahlt, jedoch davon abhängt, wie viel du selber investierst dafür. Klingt eigentlich fair.

Zitat

Da es es mehrere variable Boni sind, die in der Theorie auch gegen 0 gehen können, habe ich diese nicht daraufgerechnet. Falls ja wären auf meine 45k nochmal grob 10k-15k draufzurechnen, wenn man mal von 100% ausgeht.[...]

Wenn man das einbezieht, dann ist das Gehalt natürlich um Einiges höher. Dann passt das auch vom Verdienst her in etwa.

Zitat

[...]Hier haben alle bisher den Punkt übersehen, dass es auch mit meiner Zustimmung ist. Ich KANN FREIWILLIG, insofern es dort gerade ein relevantes Projekt gibt, ins Ausland gehen und dort arbeiten, kann mich aber auch lokal in einem frei definierbaren km - Radius staffen lassen.

Ich kenne Kollegen welche sich nur in Ihrer Stadt staffen lassen und es da keinerlei Probleme gibt, ich kenne allerdings auch welche, welche für paar Jahre in die USA wollten und mittlerweile wieder hier sind.

Die Freiheit zu sagen, ich kann in x Jahren in Land xyz arbeiten und wenn ich nicht mehr will komm ich eben wieder zurück, ist für mich tatsächlich sehr viel wert. Das ist aber vermutlich wieder von Person zu Person unterschiedlich. Für mich ist es ein großer Pluspunkt.[...]

Das verursacht bei mir immer so was Magenkrämpfe, da ich diverse Firmen kenne, die damit locken, aber bei denen man dann plötzlich kein Mitspracherecht mehr hat, wo man eingesetzt wird. Ist nichts in der Nähe des Wohnortes verfügbar, wird man halt man für 6 Monate komplett wo anders eingesetzt. Da solltest du also ganz genau drauf achten, wie das im Vertrag drin steht - ob dein Einverständnis erforderlich ist, oder ob nicht. Zudem sollte man schauen, was gezahlt wird, wenn man aktuell nicht vermittelt ist (oftmals einiges weniger, bzw. wenn man nicht im Jahr auf x faktorierbare Tage kommt, wofür man selber ja oftmals noch nicht einmal etwas kann). Schulungen zählen natürlich nicht zu faktorierbaren Tagen.
Zudem wird man in solch einer Position je nach Firma gerne einfach mal gekündigt, wenn kein Projekt in der Wunschgegend vorhanden ist, falls man sich nicht dazu bereit erklärt, auch wo anders zu arbeiten.
Keine Ahnung, ob das auch auf deinen neuen AG zutrifft, aber man sollte so etwas halt vorher wissen und den Vertrag daraufhin überprüfen.

Zitat

Ich kenne keine einzige Beratung in der das von dir Geforderte gelebt wird. Rein informativ: Gibt es sowas in der Art und Weise wirklich?[...]

50% halte ich für etwas übertrieben, aber 30-40% sollten schon beim AN ankommen (falls auch der normale Stundensatz gezahlt wird, wenn der AN in keinem Projekt ist). Kommt natürlich auch auf die Dimension des Gehalts an und wie es firmenintern geregelt ist mit Provisionen u.s.w. bzw. wie viel Wasserkopf vorhanden ist.

Zitat

Richtig, die Überstunden sind freiwillig und können auch abgefeiert werden. Ich will mir mit diesen irgendwann eine längere (bezahlte) Auszeit gönnen. Auszahlen ist dabei keine Option für mich. 🙂[...]

Dann denk aber auch dran, dass die Überstunden meist im April oder so des Folgejahres verfallen - genauso wie nicht genommener Urlaub, falls es da kein spezielles Konto für gibt.

Zu den Überstunden noch einmal - klar heißt es, dass die freiwillig sind, aber wenn deine Arbeitskraft benötigt wird, dann wird dir nicht viel über bleiben, als die Stunden erst einmal abzuleisten - auch wenn du sie danach eventuell wieder ausgleichen kannst.

bearbeitet von Crash2001

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Am 15.2.2019 um 21:15 schrieb Kwaiken:

Bleiben wir beim Beispiel mit den 1.500 EUR Tagessatz, so sind wir bei einem Jahresumsatz von 285.000 EUR. Wenn die Firma unter 50% davon als AG-Brutto weitergibt, würde ich mir was anderes suchen. [...]

In einer idealen Welt wäre das so. Mir ist allerdings aus der eigenen Erfahrung im IT Consulting und bei den vielen Kollegen die ich kennengelernt habe kein Unternehmen bekannt, welches diese Philosophie lebt. Wie du selbst schreibst, ist es bei den Big4 üblich die Staff Level für Tagessätze zwischen 1000 - 2000 € zu verkaufen. Viel kommt davon allerdings nicht auf den unteren Leveln an. Das versickert weiter oben bei den Managern und Partnern. Bei Accenture, CapGemini und Konsorten habe ich es allerdings auch nicht anders kennengelernt. Selbst bei den großen amerikanischen Dingern wie ISG liegen die Gehälter nicht im 50 / 50 Verhältnis zum Tagessatz.

Letztendlich wird es im Consulting immer so sein, dass man die ersten 3-4 Jahre im Grunde unterbezahlt ist und sich hocharbeitet. Erst ab einem gewissen Level (meist irgendein Titel mit "Manager" drin) steht das Gehalt in einem realistischen Verhältnis zur erbrachten Leistung und zum erbrachten Umsatz (Tagessatz).

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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vor 20 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

In einer idealen Welt wäre das so.

Es zwingt einen ja keiner solche Verträge zu unterschreiben. 

vor 21 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

... kein Unternehmen bekannt, welches diese Philosophie lebt

Ich kann Dir ein paar nennen, die ~45% weitergeben. 

vor 21 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Viel kommt davon allerdings nicht auf den unteren Leveln an. Das versickert weiter oben bei den Managern und Partnern.

Korrekt. Deswegen haben die auch eine Fluktuation von 75% auf den unteren Rängen. Denn der Deal ist: Hard work, less money gegen einen dicken Namen im Lebenslauf. Wer das nicht (mehr) braucht, der macht sowas auch nicht. 

vor 23 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Bei Accenture, CapGemini und Konsorten habe ich es allerdings auch nicht anders kennengelernt. Selbst bei den großen amerikanischen Dingern wie ISG liegen die Gehälter nicht im 50 / 50 Verhältnis zum Tagessatz.

Richtig. Accenture und Cap sind aber auch kein Gradmesser. Weder fachlich, noch gehaltstechnisch. Das ist für mich Bodyleasing. So günstig wie möglich einkaufen, so teuer wie es geht verkaufen. Zu ISG kann ich nichts sagen.

vor 24 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

... dass man die ersten 3-4 Jahre im Grunde unterbezahlt ist und sich hocharbeitet. Erst ab einem gewissen Level ... steht das Gehalt in einem realistischen Verhältnis zur erbrachten Leistung ...

Auf den unteren Rängen wird die Arbeit erbracht. Meist war der Manager auch mal auf den unteren Rängen und erntet jetzt nur verspätet die Früchte seiner Arbeit. Da aber nicht alle aufsteigen können, können auch nicht alle die Früchte ernten und sind dann irgendwann weg, obwohl die mit ihrer Arbeit in Vorleistung getreten sind. Darüber ernährt sich der Wasserkopf, der keine wertschöpfende Arbeit abliefert.

Wenn Du aber einen AG hast, der das Consulting als Vehikel für sein primäres Geschäft sieht, sieht die Sache anders aus! Die "fette Kohle" wird dann über Lizenzen und Verträge gemacht. Stichwort: Hersteller-Consulting. 50 Tage Consulting verkauft, einen PoC gewonnen und schon fließen für 100.000 MA Lizenzgebühren in Millionenhöhe. Da wird auch >50% an den Consultant weitergegeben, denn er trägt durch seine Arbeitsleistung und -qualität zum Lizenzverkauf bei.

Das Modell geht aber auch bei spezialisiertem Consulting und nicht nur beim Hersteller selbst. Wenn man aber über dem Senior noch 35 Manager-Stufen hat, die bezahlt werden müssen, aber nichts wertschöpfendes beitragen, tja, dann ...

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vor 6 Minuten schrieb Kwaiken:

Ich kann Dir ein paar nennen, die ~45% weitergeben. 

Bitte, das würde mich wirklich interessieren.

vor 6 Minuten schrieb Kwaiken:

Korrekt. Deswegen haben die auch eine Fluktuation von 75% auf den unteren Rängen.

Die Fluktuation ist schon sehr hoch, aber 75% ist albern. Die Fluktuationsrate wird periodisch gemessen über einen Zeitraum X, wobei X häufig einem Jahr entspricht. Bei einer Abteilung mit 20 Mitarbeitern wären dann nach einem Jahr 15 Mitarbeiter gegangen. So extrem habe ich das bisher nicht erlebt. 30% - 40% sind die Zahlen die ich intern gehört habe und das deckt sich mit meiner Erfahrung.

vor 6 Minuten schrieb Kwaiken:

Richtig. Accenture und Cap sind aber auch kein Gradmesser. Weder fachlich, noch gehaltstechnisch. Das ist für mich Bodyleasing. So günstig wie möglich einkaufen, so teuer wie es geht verkaufen. Zu ISG kann ich nichts sagen.

Was wären denn hier Gradmesser? Die Big4, CapGemini und Accenture beschäftigen nun mal eine Vielzahl von Beratern. Insofern sind diese Unternehmen natürlich ein Gradmesser dafür, wie es bei einer Vielzahl von Beratern gehaltlich geregelt ist. Das Accenture und CapGemini fachlich häufig nicht überzeugen können ist ja allgemein bekannt. Nicht umsonst hat Accenture den Beinamen Accidenture.

vor 6 Minuten schrieb Kwaiken:

Wenn Du aber einen AG hast, der das Consulting als Vehikel für sein primäres Geschäft sieht, sieht die Sache anders aus!

Wie bereits geschrieben, wäre das in einer idealen Welt so. Leider wird das nur von einigen Einhörnern so betrieben.

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