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Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread


Albi

Empfohlene Beiträge

25 minutes ago, Sullidor said:

Meine Erfahrungen mit frischen Fachinformatikern sind hier in Niedersachsen aber ähnlich.  Gerade bei kleinen und mittelständischen Firmen gibt es als Einstiegehalt oft nur 1800€ bis 2600€. Wobei diese Firmen sich dann immer wundern, warum es bei Ihnen so eine hohe Mitarbeiterfluktuation gibt.

Genau das war bei uns in NRW auch so. Meine Berufsschulkollegen haben im Schnitt 26k bekommen. Es gab eine Ausnahme mit 30k. Alle die jedoch gewechselt haben (mit 0-0,5 Jahren Berufserfahrung) haben nun deutlich bessere Konditionen.

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Ich denke auch, dass kleinere Betriebe in der Fläche nach der Ausbildung eher 1800-2600€ / Monat zahlen. In Richtung Osten und Norden sogar eher noch mit abnehmender Tendenz. Je weiter es nach Süden geht (Ba-Wü, Bayern) desto eher gehts nach oben. Hotspots wie FFM / München Hamburg weichen auch eher nach oben ab. 

Ich selbst habe nach meiner Ausbildung in Raum Berlin/Brandenburg mit lediglich 1350€ brutto bei Vollzeit 40h begonnen. Durch Boni und Zulagen war das Geld dann noch etwas höher aber auch das war nur ca. 20k brutto. Der Job erforderte keine FI-Ausbildung, war aber immerhin unbefristet.

Wenn man vor der Klippe Arbeitslos oder geringes Gehalt steht, würde ich immer das schlechte Angebot nehmen und mich damit weiterbewerben und gerade beim Gehalt pokern. 

Nach mehr als 1 Jahr und interner Beförderung (ging spielend) bin ich dann zu einem neuen Arbeitgeber gewechselt, habe dabei mein Gehalt quasi verdoppelt und bin auf Normalmaß gelandet.

Ich kann also definitiv nachvollziehen, wie es ist in der Notsituation zu stecken.

Aber 4 Wechsel in einem Jahr zeugt von wenig Loyalität zum Arbeitgeber bzw. deutet aus meiner Sicht auf schwerwiegende Probleme/Defizite des Bewerbers/Wechslers hin. (Er kann nicht verhandeln/ sich verkaufen / hat soziale oder Suchtprobleme oder wäre sonst arbeitslos).

Habe ich einen Job, verhandle ich beim neuen Arbeitgeber das Gehalt und muss nicht sofort um jeden Preis wechseln.

War der erste Job schlecht bezahlt und befristet, der zweite noch immer schlecht bezahlt, aber  immerhin unbefristet, lässt sich ein bzw. der folgende zweite Wechsel noch plausibel erklären.

Sollte dann eine Insolvenz o.ä. dazu kommen, ggf. auch weitere. Sonst stimmt da mMn. etwas mit dem Bewerber/Wechsler nicht. 

Ich glaube fest daran, dass die Gehälter im IT-Bereich in naher Zukunft zum Teil drastisch steigen werden. Der Bedarf an guten IT-Fachkräften ist jetzt bereits hoch, wird sich in ca. 5-10 Jahren durch anstehende Verrentungen / Pensionen garantiert noch massiv erhöhen. Auch hier wird die Automatisierung die Lücke nicht komplett schließen können.

Wenn ich an IBM Watson denke, der bereits jetzt einfache Supportanfragen automatisch und mit 99% Trefferquote beantworten kann, werden auch hier vor allem die einfachen Jobs verschwinden oder diese Gehälter stark sinken.

Ein US-Krankenhaus setzt aktuell z.B. zur Diagnose von Patienten bereits einen Supercomputer ein und wurde mit sämtlichen Krankenhausakten seit 1970 gefüttert.

Die vom Computer gestellte Diagnose sei zu 96% eingetroffen (besser als jeder Arzt), der Arzt bestätigt diese nur noch. 

Die statistische Todesvorhersage des Computers hätte sich laut dem Film "leider noch nie geirrt". Jede neue Diagnose führe zu einer besseren Anamnese.

Ich war eher beeindruckt, aber die Automatisierung wird ziemlich zügig eintreten und viele Jobs überflüssig machen, wobei gerade der IT-Bereich mMn. noch am ehesten geschützt ist.

In der IT sind bereits viele Routineaufgaben automatisiert und es ist vergleichsweise effiziente Arbeit. 

Es werden insgesamt weniger, aber dafür immer anspruchsvollere Jobs, die tendenziell immer besser bezahlt werden.

 

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vor 17 Stunden schrieb Graf Zahl:

Auszubildene des Berufes Fachinformatiker für Systemintegration sind eben jene, die hier in Deutschland regulär nach der Ausbildung in die IT einsteigen. Berufsbedingt habe ich eben mit jenen zu tun. Wenn mir die Schüler jedes Jahr berichten, dass ihre Einstiegsgehälter bei ca. 1800-2300€ Brutto liegen, selten mal bei 2500€ und mehr, wäre es Unsinn anzunehmen, dass die Ausnahmen zur Regel und die Regel zur Ausnahmen werden. Nicht wahr? Wie gesagt, alles bezogen auf NRW.

Also ich habe ja selber meine Ausbildung dieses Jahr in besagtem NRW abgeschlossen, wenn auch als FIAE, und weiß auch, dass es viele gibt, die nach der Ausbildung nur befristete Verträge mit geringen Gehältern bekommen, aber so gering war es in meiner Berufsschulklasse nun auch nicht. Der Großteil meiner Klassenkameraden ist mit 2600-2800€/Monat eingestiegen, nach unten war das geringste Gehalt bei ca. 2200€/Monat und den meisten wurde auch eine Gehaltserhöhung nach 6-12 Monaten angeboten.

Zum Gehalt von @knusperigel sei gesagt, dass, auch wenn sich die hier aufgeführten Statistiken toll anhören, wohl von einer Region reden, die wesentlich geringer bezahlt wird. Und so wie es in einer Statistik immer Ausreißer nach oben gibt, gibt es auch welche nach unten und bei einem Durchschnitt lässt sich auch selten eine allgemeine Aussage treffen. Klar gibt es gerade große Unternehmen (Großkonzerne, Banken, Versicherungen, etc.), die schon alleine aufgrund ihrer Tarifverträge ein recht gutes Einstiegsgehalt bieten, aber eine 3 Personen Webabgentur kann das z.B. noch lange nicht. Solange man selber mit seinem Gehalt und dem damit verbundenen Aufwand und Arbeitsumfeld zufrieden ist, ist doch alles im grünen Bereich. Beispiel meinerseits: Ich habe mich bewusst dazu entschieden erst einmal nur in Teilzeit zu arbeiten, auch wenn ich dadurch einiges weniger verdiene, aber es reicht und die Zeit, die ich dadurch gewinne ist mir, gerade als Mutter, wesentlich mehr wert.

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Ich schließe mich unterschiedlichen Meinungen an.

...

Zum Einen denke ich ebenfalls, dass die Aussage "Wir können nicht mehr bezahlen" in den allermeisten Fällen nichts als eine Ausrede ist.

Für den Unternehmer macht es so gut wie keinen Unterschied, ob der Mitarbeiter nun 100 Euro mehr oder weniger im Monat kostet. Ein Mitarbeiter, welcher sich rentiert, wird es auch bei 100 Euro mehr. Ein Mitarbeiter, welcher sich nicht rentiert, oder ein schlecht laufendes Geschäft, wird nicht deshalb rentabel, weil ich die 100 Euro je Mitarbeiter spare. Für den Mitarbeiter hingegen können diese Euros schon richtig was sein. Auch nicht, wenn ich 10, oder 50 Mitarbeiter habe. Dieser Effekt skaliert meiner Erfahrung nach nicht mit, da in solchen Fällen das Umfeld (Umsatz, Kosten, usw.) mit skaliert.

Zugleich kann ich aber Arbeitnehmer verstehen, die das Spiel (zumindest auf Zeit) mitspielen.
Aus Unwissen, Bequemlichkeit, persönlicher Situation, oder what Ever. Unverständnis bekommen solche Leute von mir erst nach einer gewissen Zeit. Wenn man das Spiel jahrelang mitmacht. Moppert, Moppert und moppert und trotzdem nix tut. Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein.

...

Ich widerspreche dem Argument "Deutschlandweit" bewerben.

Es ist schön, wenn Einzelfälle so jung, dynamisch, ungebunden und flexibel sind. Der Großteil der Bevölkerung ist es nicht. Man ist dafür bereits zu alt, verwurzelt, hat Verpflichtungen, Eigentum, Familie, Umfeld und und und. Ab einem gewissen Punkt im Leben zieht man nicht mehr mal eben so von Bremen nach Bayern, nur weil der Job dort besser ist. Mal ganz abgesehen davon, dass solch ein weiter Umzug auch nicht kostenfrei ist und das muss man auch erst einmal wieder rein holen. Sowas kann schnell zig Tausende Euros kosten, was den Mehrverdienst von ggf. Jahren auffressen kann.

...

Was die Job-Entwicklung und Chancen im IT-Umfeld angeht, gebe ich der Analyse recht, widerspreche aber der Schlussfolgerung/Prognose.

Die Automatisierung, wird gerade im Support und Co. massiven Einfluss haben. Callcenter, Sachbearbeiter und 1st Level Support werden mittelfristig massiv an Personal abbauen. Ich stimme auch zu, dass die verbliebenen Fachkräfte immer höheren Anforderungen werden erfüllen müssen. Berufserfahrung, Spezialisierung, formale Bildung... in allem werden die Anforderungen steigen. Mit einer einfachen Ausbildung zum FIAE / FISI und ein bissel Programmieren/Netzwerken können, wird es zukünftig sehr schwer werden, sich noch in der IT zu behaupten. Einfach, weil sich immer mehr (gut ausgebildete) Arbeitnehmer um immer weniger gut bezahlte Jobs kloppen werden.

Und genau da kommen wir zu dem Punkt, wo ich der Schlussfolgerung dieser Beobachtung komplett widerspreche:
Gerade, weil das Jobangebot weniger und spezieller werden wird, werden die Gehälter in der breiten Masse eben nicht steigen, sondern bestenfalls stagnieren bzw. sogar sinken. Natürlich wird es so sein, dass die Chefentwickler bei Google und Co. weiterhin sehr hohe Gehälter mit nach Hause nehmen werden. Aber der Wald und Wiesen-Entwickler/-Admin? Im Leben nicht.

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Das trifft nicht nur die Preise für Hersteller, sondern auch unsere Preise als Arbeitnehmer aka Lohn. Von daher wird dieser Umstand mehr dazu dienen, auch in der IT mit der Lohndrückerei zu beginnen, welche andere Branchen bereits fest im Griff hat.

Bearbeitet von Errraddicator
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vor 47 Minuten schrieb Errraddicator:

Gerade, weil das Jobangebot weniger und spezieller werden wird, werden die Gehälter in der breiten Masse eben nicht steigen, sondern bestenfalls stagnieren bzw. sogar sinken.

Es wird nicht, es ist spezieller.

Du hast bereits ausgelagerte Service Desks nach Indien, Tscheschen und Timbuktu. Vor Jahren wurde die Holzhammer-Methode angewandt und alles, was nicht niet- und nagelfest ist ausgelagert. Nur irgendwann bröckelte der angebetete Outsourcing-Götze: Vor einiger Zeit hat man gemerkt, dass in vielen Bereichen Qualität vor Quantität gilt und holt sich sukzessive die Qualität wieder zurück ins Land. Mal durch holen der Leute nach .de, mal durch Abstellen eines Managers ins Ausland, um das Chaos zu ordnen.

In jedem Fall hat man einen erhöhten Koordinationsaufwand und damit auch einen erhöhten Bedarf an Spezialisten. D. h. aber das Spezialwissen beschränkt sich nicht nur auf Fach-, sondern auch auf Management-Aufgaben. Die FIs, die vorher 1st Level und Help-Desk gemacht haben, werden sich entweder tiefer fachlich spezialisieren oder ihre Soft- und Organisationsskills ausbauen müssen. Die Teams werden kleiner, die Anzahl der Hierarchiestufen größer. Einfache Aufgaben fallen weg, mehr Projekt- und Multiprojektleiter kommen hinzu.

 

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Hallo Ihr Lieben,

ich kenne beides. NRW und jetzt Bayern. Als Fachinformatiker liegen Welten dazwischen. In NRW war es ein ganz anderes Gefühl im Bewerbungsprozess. Viele Konkurrenten, mehrere Gesprächsrunden. Man war einer von vielen. Man hat Konkurenz aus ettlichen Städten dank guter Infrastruktur und öffentlichen Nahverkehr. Direkt nach der Ausbildung setzt das einen unter Druck und die Unternehmen wissen das. Ein mieser Einstieg ist da besser als keiner. Mann muss aber den Absprung schaffen.

Trotzdem lag mein Einstieg im öffentlichen Dienst bei 32k.

Das war für mich auch die Mindestmarke, denn wenn der AG schlechter als der ÖVD zählt stimmt was nicht. Keiner sagt das der ÖVD gut bezahlt ist außer in den höheren Stufen.

In Bayern dagegen ist es grundlegend anders. Man fühlt sich geschätzter und selbst wenn es Konkurenz gibt ist es nicht die Masse wie in NRW. In 2 Jahren Bayern gab es mehr Jobangebote als in allen Jahren davor. Das stärkt die eigene Position und das Selbstbewusstsein und das spiegelt sich später auch im Gehalt wieder.

Trotzdem ist die Region ein riesiger Faktor.

Mit 30k Brutto kann man in gewissen Regionen ein gutes Leben führen. Mit 1000Euro Miete machen 30k aber keinen Spaß.

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Am 23.4.2017 um 15:28 schrieb Graf Zahl:

Denn 30.000 Durchschnitt heißt letztendlich, dass ca. 50% weniger als 30.000€ verdienen

 

Am 23.4.2017 um 14:52 schrieb Graf Zahl:

Ein Durchschnittsgehalt von 30.000€ kann eben auch aussagen, dass manche mit 40.000€ einstiegen, die anderen nur mit 20.000€

Das was du hier meinst heißt Median ;)
Und ist deutlich aussagekräftiger als eben der Durchschnitt, der von hohen Zahlen sehr verzehrt wird.
Der Median wird aber nur selten genutzt. 

Bearbeitet von Graustein
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Am ‎24‎.‎04‎.‎2017 um 07:10 schrieb tTt:

[...]Je weiter es nach Süden geht (Ba-Wü, Bayern) desto eher gehts nach oben. Hotspots wie FFM / München Hamburg weichen auch eher nach oben ab. [...]

Also ehrlich gesagt würde ich Hamburg nicht wirklich als Hotspot was die IT angeht bezeichnen. Soooo viele IT-Firmen gibt es da gar nicht im Vergleich zu anderen Städten. Den Airbus Konzern plus Lufthansa, Otto und dann noch ein paar Kliniken. Sonst gibt es da nicht viele große Firmen (und große Firmen zahlen ja meist auch besser). die-100-mitarbeiterstaerksten-unternehmen-der-metropolregion-hamburg-2014 
Im Vergleich dazu gibt es in München mal eben mindestens 26 Firmen mit 5k oder mehr Angestellten: BMW, Siemens, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, MTU, MAN, Flughafen München, Linde Gas, Wacker Chemie, Ikea, Fujitsu, Allianz, Bosch & Siemens Hausgeräte, Osram, Airbus DS & Astrium, Stadtwerke München, BayWa, Sana Kliniken, Infineon, Munich Re, Versicherungskammer Bayern, Deloitte &  Touche, Hypo-Vereinsbank, O2, Bayern LB (siehe hier)
Als Hotspots in der IT würde ich da eher noch Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und vielleicht auch noch Dresden dazuzählen. Eventuell auch noch Ruhrgebiet / Köln-Bonner Gegend, wobei man in Berlin z.B. beide Extrema hat. Sehr viele schlecht bezahlte Jobs in der IT, und nur relativ wenige gut bezahlte.

Zum Punkt je weiter es nach Süden geht, um so mehr verdient man - im Allgäu z.B. verdient man im Schnitt auch viel weniger als z.B. in München. Dort benötigt man aber auch viel weniger Geld für die Lebenshaltungskosten. Genauso ist es auch im Osten. Dort bekommt man für 500€ oftmals problemlos ein ganzes Haus zur Miete. In München bekommt man für 500€ noch nicht einmal eine durchschnittliche Wohnung, wenn man keinen Wohnberechtigungsschein vorlegen kann. Da muss man schon kilometerweit rausziehen und hat dann oftmals >1h Anfahrtsweg pro Richtung.

Von daher sind diese Durchschnittswerte oder auch der Meridian bei deutschlandweiten Umfragen absolut nicht aussagekräftig, wenn man nicht gerade wo anders hin ziehen will.  Da müsste man eher nach einer Statistik schauen, die die Lebenshaltungskosten mit einbezieht und den Gegenwert für das Gehalt mit anzeigt.
Von der Höhe der Lebenshaltungskosten ist es ja auch wieder abhängig, wie viel man sich von dem Gehalt leisten kann. Spart man pro Monat sagen wir mal 500€ für die Miete ein und sind die Produkte in den Läden günstiger (da sie auch weniger Miete zahlen müssen und somit die Mehrkosten auf den Produktpreis aufschlagen), verdient die Differenz dafür aber auch brutto weniger (das können dann schnell mal 10k€ oder mehr im Jahr sein), dann ist die Frage was nun besser ist.
Also lieber eine überteuerte kleine Wohnung haben, oder lieber ein kleines Häuschen, das man sich vielleicht sogar problemlos finanzieren könnte und gleich viel über haben und dazu nicht den Stadtlärm haben? In z.B. FFM, MUC oder HH ist das nicht so problemlos möglich, denn dort bezahlt man keine sagen wir einfach mal 100k€ für ein Haus, sondern eher das 5-10fache. Man verdient zwar auch mehr, aber ein Haus wird sich in den teuren Städten wohl kaum jemand leisten können, der nicht gerade ziemlich überdurchschnittlich verdient.

 

Am ‎24‎.‎04‎.‎2017 um 07:10 schrieb tTt:

[...]Ich glaube fest daran, dass die Gehälter im IT-Bereich in naher Zukunft zum Teil drastisch steigen werden. Der Bedarf an guten IT-Fachkräften ist jetzt bereits hoch, wird sich in ca. 5-10 Jahren durch anstehende Verrentungen / Pensionen garantiert noch massiv erhöhen. Auch hier wird die Automatisierung die Lücke nicht komplett schließen können.[...]

Dafür muss aber gegeben sein, dass nicht ITler dauernd unter Wert verkaufen.
Auch hier in München gibt es Firmen, die z.B. für einen Techniker-Job nur 30k zahlen wollen. Andere Firmen zahlen jedoch 50k für einen sehr ähnlichen Job. Dementsprechend ist die Fluktuation bei der schlechter zahlenden Firma. Erst wenn die Niedriglohnfirmen einen massiven Bewerbermangel bzw eine hohe Quote an Leuten, die den Job ablehnen, da zu schlecht bezahlt, zu spüren bekommen, werden sie in die Zwangslage kommen und mehr zahlen müssen. Vorher findet sich immer noch ein doofer - zur Not holt man halt eine günstige "Fachkraft" aus dem Ausland für den Job oder lässt Studenten die Arbeit machen..

Am ‎24‎.‎04‎.‎2017 um 07:10 schrieb tTt:

[...]Es werden insgesamt weniger, aber dafür immer anspruchsvollere Jobs, die tendenziell immer besser bezahlt werden.

Ich denke es wird genauso noch die Niedriglohnjobs geben. Manche Sachen lassen sich halt nicht so einfach automatisieren. Eine Putzfrau durch einen Roboter zu ersetzen kostet z.B. einfach viel zu viel, wenn man nicht nur eine Sache (z.B. das Staubsaugen) abdecken will, sondern alles was eine Putzfrau so machen könnte.

Ich denke oftmals wird es jedoch dann so sein, dass die Leute nicht mehr selber arbeiten, sondern nur noch dafür zuständig sind, Maschinen zu überwachen oder an einen neuen Ort zu bringen.

vor 22 Stunden schrieb Errraddicator:

[...]Ab einem gewissen Punkt im Leben zieht man nicht mehr mal eben so von Bremen nach Bayern, nur weil der Job dort besser ist. Mal ganz abgesehen davon, dass solch ein weiter Umzug auch nicht kostenfrei ist und das muss man auch erst einmal wieder rein holen. Sowas kann schnell zig Tausende Euros kosten, was den Mehrverdienst von ggf. Jahren auffressen kann.[...]

Also sooo teuer ist das auch nicht, wenn man nicht unbedingt ein komplettes Haus umziehen will und jeden Krempel mitnimmt, statt sich von überflüssigen Sachen zu trennen. So ein Umzug ist eigentlich der ideale Zeitpunkt für so etwas... Wir hatten in Hamburg z.B. eine ca. 120m² Wohnung und sind nach München umgezogen. Der Umzug hat insgesamt (also jetzt die reinen Umzugskosten, nicht die notwendigen Neuanschaffungen, weil Möbelstück x nicht mehr passte oder so) um die 2k€ gekostet. Wobei wir nur einen LKW (7,5t) voll hatten plus 2 Autos (Wohnzimmerschrank und Sofa wurde entsorgt). Und wir hatten wirklich viel umzuziehen.
Also selbst wenn man 2 LKWs voll bekommen würde, oder alternativ einen Auflieger voll, sollte man doch noch bedeutend unter 10k€ liegen - eher bei 4-5k. Und das war bei uns für eine Strecke von ca. 800km - so einen weiten Umzug hätten wohl die wenigsten Leute und diverse Arbeitgeber beteiligen sich auch an diesen Kosten. Zig tausende € ist also eher fällig, wenn man nach Neuseeland auswandert und sein komplette Hab und Gut im Container da hin ausschiffen lässt.

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@Crash2001

Warum rechnest Du die Möbel raus? Die gehören dazu.
Wärst Du nicht umgezogen, hättest Du die Möbel nicht gekauft.

Wenn Du für den Umzug z.B. eine neue Küche, oder ein neues Wohnzimmer kaufen musst, bist Du schnell zig Tausende Euros nur dafür los. Der ganze Umzug kommt dann noch "on top". Und das passiert doch fast ständig, wenn man umzieht. Wo kann man schon 90% seine Mobiliars mitnehmen?

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vor 24 Minuten schrieb Crash2001:

Dort bekommt man für 500€ oftmals problemlos ein ganzes Haus zur Miete.

^^' Irgendwo auf einem Feld und ohne Straße oder Weg die zum Haus führt? Es gibt 2-3 Zimmerwohnungen für etwa 300€. Ja, das ist viel günstiger als in anderen Gegenden, aber man muss nicht übertreiben :) Und sobald man eine "schöne" Wohnung haben möchte muss man auch genauer suchen und noch 1 bis 2 Hunnies drauflegen.

Vielleicht gibt es auch Häuser für 500€ Miete, aber das "problemlos" kann man problemlos streichen und es läuft auch auf einen kilometer weiten Anfahrtweg in die nächste Stadt hinaus. Die Fahrt wird aber wohl nicht so lange dauern wie beim Vergleich mit München, das liegt aber am Verkehr und nicht an der Distanz.

Tiefkühlpizza von z.B. Dr.Oetker kostet übrigens sowohl in der Kleinstadt im Osten als auch in Hamburg etwa 3€.

 

Bearbeitet von PVoss
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vor einer Stunde schrieb Crash2001:

... und diverse Arbeitgeber beteiligen sich auch an diesen Kosten.

Ist sogar tatsächlich die Regel. Bei den meisten Angeboten, die ich bekommen habe, wurde Umzug komplett übernommen. 

Viele meinen, dass es unbedingt sein muss, wenn man seinen AG innerhalb von 30 Minuten erreichen muss. Das stimmt nicht. Hat man eine Stunde one way, kommen 5h Fahrzeit pro Woche im schlimmsten Fall dazu. Viele Firmen bieten 1-2 Tage / Woche HO (wenn nicht mehr), und so reduziert sich der Aufwand auf ~3h mehr pro Woche.

Fährt man eine Stunde aus dem Ballungsraum raus, verringern sich Mieten und Kaufpreise signifikant. Wo ich in FFM 350k - 400k EUR für eine Wohnung zahlen müsste, liege ich etwas außerhalb bei 150k - 200k. Meist für eine viel ruhigere und kinderfreundlichere Umgebung, sowie einem größeren Grundstück mit mehr Wohnqualität, als ich in einer Stadt, wo das höchste der Gefühle die atemberaubende Aussicht auf des Nachbars Plautze im 0,5m weit entfernten Garten ist, jemals haben könnte.

Rechne ich die Ersparnis dann auf Stundenlohn um, komme ich auf 87 EUR bei 3h oder im schlimmsten Fall auf 52 EUR bei 5h Mehraufwand. Für 1LIVE oder SWR3 hören mit 52 EUR - 87 EUR / Stunde entlohnt werden ist gar nicht übel, wie ich finde.

Natürlich lasse ich auch die Argumente gelten, dass man 5h weniger pro Woche bei der Familie ist, usw. Aber mir persönlich ist die Qualität der Zeit wichtiger als die Quantität (von der Ersparnis bezahlst 20 EUR für Haushaltshilfe und schon hast die 5h Mehraufwand wieder drin). Am Ende muss jede Familie für sich selbst entscheiden. Aber mir 20 Jahre den Rücken krumm schuften für eine bessere Crackhöhle im Zentrum von FFM oder MUC schien mir nicht sonderlich verlockend. Dann doch lieber Bursche und Schäfer.

Aber wie gesagt, muss am Ende jeder selbst entscheiden.

Bearbeitet von Kwaiken
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vor 3 Stunden schrieb Errraddicator:

@Crash2001

Warum rechnest Du die Möbel raus? Die gehören dazu.[...]

Naja, ich gehe von einer bereits bestehenden kompletten Wohnungsausstattung aus, also sind eigentlich alle Möbel vorhanden, die benötigt werden. Küche ist halt die Frage, ob man eine eigene hat, oder ob diese zur Wohnung dazugehört, kann aber ansonsten auch oft vom Vormieter übernommen werden.
Im Normalfall sucht man sich eine Wohnung, in der die vorhandenen Sachen erst einmal weiter genutzt werden können. Alles neu, nur weil man umzieht, ist also eher die Ausnahme, wenn man nicht eh aktuell nur Schrottmöbel hat und diese eh tauschen wollen würde, um so die Transportkosten einzusparen.

vor 3 Stunden schrieb Errraddicator:

Wärst Du nicht umgezogen, hättest Du die Möbel nicht gekauft.[...]

Wir haben Möbel im Wert von nicht einmal 1000€ für die Wohnung neu angeschafft - und das auch nur, weil wir in der alten Wohnung Einbauschränke hatten, die wir natürlich nicht mitnehmen konnten und wir uns noch ein neues kleines Sofa gekauft haben. Alles andere hatten wir vorher schon.

vor 3 Stunden schrieb Errraddicator:

Wenn Du für den Umzug z.B. eine neue Küche, oder ein neues Wohnzimmer kaufen musst, bist Du schnell zig Tausende Euros nur dafür los. Der ganze Umzug kommt dann noch "on top". Und das passiert doch fast ständig, wenn man umzieht. Wo kann man schon 90% seine Mobiliars mitnehmen?

Warum ich die Möbel rausrechne hat auch den einfachen Grund, dass jeder andere Ansprüche an das Mobiliar hat, sowie unterschiedlich viele Möbel besitzt.
Der eine will ein Designersofa und eine riesige Markenküche haben, dem anderen ist sein Wasserbett heilig oder sonst etwas. Der eine holt sich eine gebrauchte Küche über Ebay Kleinanzeigen für 500€, der nächste gibt 50.000€ für eine neue Küche und ein neues Wohnzimmer aus. Ob das wirklich notwendig ist? Ich denke nein. Auf jeden Fall hat dies meist nichts mit dem Umzug selber zu tun. Wir haben unsere Küche auch schon 3x mit umgezogen. Zudem ist halt immer die Frage, was alles weitergenutzt werden kann. Dass man sich etwas neu kauft, passiert auch, wenn man eine vorhandene Wohnung oder ein Haus hat.

vor 3 Stunden schrieb PVoss:

^^' Irgendwo auf einem Feld und ohne Straße oder Weg die zum Haus führt? Es gibt 2-3 Zimmerwohnungen für etwa 300€. Ja, das ist viel günstiger als in anderen Gegenden, aber man muss nicht übertreiben :) Und sobald man eine "schöne" Wohnung haben möchte muss man auch genauer suchen und noch 1 bis 2 Hunnies drauflegen.[...]

Für 500€ bekommt man keine Top-Wohnung oder kein Top-Haus - auch im Osten nicht. Riesig wird das dann meist auch nicht sein. Das ist mir klar.
Ich weiß jedoch, dass man je nach Gegend durchaus für 500€ ein Haus mieten kann .Klicke hier für Häuser bis 500€ Das hängt natürlich - auch im Osten - von der genauen Region ab. Genauso gibt es z.B. um Aurich rum oder in der tiefsten Eifel auch sehr günstige Häuser zu mieten. Meist ist es da am günstigsten, wo es so gut wie keine Jobs gibt. Bekannte von uns haben z.B. bei Aurich ein freistehendes Haus mit >300m² (3 Stockwerke) und riesigem Grundstück dabei für um die 550€ (kalt) gemietet.
 

vor 3 Stunden schrieb PVoss:

Vielleicht gibt es auch Häuser für 500€ Miete, aber das "problemlos" kann man problemlos streichen und es läuft auch auf einen kilometer weiten Anfahrtweg in die nächste Stadt hinaus. Die Fahrt wird aber wohl nicht so lange dauern wie beim Vergleich mit München, das liegt aber am Verkehr und nicht an der Distanz.[...]

Das hängt ja dann wieder davon ab, wo man arbeitet. Könnte unter Umständen auch direkt "nebenan" sein, oder aber man fährt z.B. mit dem Auto 15 Minuten bis zum nächsten Bahnhof, dann 30 Minuten mit dem Zug und ist da. Das kann einem auch so gehen, dass wenn man in der Großstadt wohnt und einen Job am anderen Ende der Stadt bekommt, dass man 2 Stunden mit Öffis oder mit dem Auto brauchen würde pro Strecke.

vor 3 Stunden schrieb PVoss:

Tiefkühlpizza von z.B. Dr.Oetker kostet übrigens sowohl in der Kleinstadt im Osten als auch in Hamburg etwa 3€.

Mag sein, dass die so ziemlich überall für um die 3€ zu haben sind. Es gibt immer Produkte die gleich teuer sind und andere sind halt in München teils 10-20% teurer und andere sind sogar günstiger. Nur Tiefkühlpizza ist jetzt nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor, wenn man sich einigermaßen gesund ernähren möchte... :rolleyes: 

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vor 12 Minuten schrieb Crash2001:

Nur Tiefkühlpizza ist jetzt nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor, wenn man sich einigermaßen gesund ernähren möchte... :rolleyes:

Solange du gemerkt hast worauf ich hinaus wollte passts. Kenne die Preise für Mais nicht. Bei den Bockwurst- und Brötchen-Preisen konnte ich bisher auch keine Unterschiede feststellen.

Die geringeren Kosten im Osten werden immer so hervorgetan als könnte man sich für 3 Cent 2 Packungen Lakritz kaufen... und noch Geld zurück bekommen. Wie gesagt, die Kosten für eine Unterkunft sind wirklich gering, aber bei Gütern kann ich das nicht bestätigen.

Bearbeitet von PVoss
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Einzig Miete ist in und um München (deutlich) teurer, der Rest eher gleich, manchmal in München sogar billiger.
Rewe, Aldi und andere Ketten kostet überall gleich ;)

Wer antürlich zum Käfer und Schubeck geht zahlt mehr, auch am Marienplatz zahlt man drauf, dafür gibt es genug kleine Lokale gerade im LK München wo man günstig essen kann.

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vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Einzig Miete ist in und um München (deutlich) teurer, der Rest eher gleich, manchmal in München sogar billiger.
Rewe, Aldi und andere Ketten kostet überall gleich ;)

Wer antürlich zum Käfer und Schubeck geht zahlt mehr, auch am Marienplatz zahlt man drauf, dafür gibt es genug kleine Lokale gerade im LK München wo man günstig essen kann.

Nicht ganz richtig. Ja Supermärkte sind in der Regel gleich teuer aber es sind nicht nur Mieten die teurer sind.

Mein Schnitt ist, man muss 40% mehr verdienen als in Dortmund um den gleichen Standard zu halten.

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Wie sagt man auf englisch: it depends :)

Zoo gelsenkirchen z.b. deutlich teurer als hellabrunn. Zoo Berlin auch teurer.
Auch Lokale kommen drauf an. Döner ja gut. Fragt sich auch was in einem 2,50 Döner so drin ist.
Klar kann man in München gut Geld loswerden. Keine Frage. Man kann aber auf gleichem Niveau auch wie in Dortmund essen gehen und Freizeitaktivitäten frönen.

Kino, Cinemaxx mal geguckt: 20 Cent mehr in München ;) Unter der Woche sogar nur 10 Cent.

 

Zum Rest:
Handwerker, mh brauch ich zu selten, alle paar jahre? Meistens macht das der vermieter falls etwas gemacht werden muss.
Dienstleistung: Meine Mercedes Inspektion kostet ähnlich (viel) wie woanders. Da legt sich auch jeder die preise wie er brauch.
Friseur kann ich gehen für 8 Euro oder 30 Euro

Die dicksten batzen die man so im Monat hat sind halt
Miete (klar mehr)
NK (Ähnlich teilweise billiger)
Essen (Ähnlich)
Mobilität (ähnlich)
 

Bearbeitet von Graustein
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@Crash2001 

Natürlich sinkt das Gehalt im tiefsten Ober- oder Niederbayern. Zu der Nähe österreichischen bzw Schweizer Grenze steigt es hingegen meist wieder. 

Ebenso ist ein deutlicher Knick zwischen Bayern und Franken (egal ob Ober-, Mittel - oder Unterfranken) erkennbar, im Durchschnitt ist Franken etwas schlechter bezahlt, die Lebenshaltungskosten aber nicht im gleichen Maße geringer. Um mal Bayern etwas detaillierter Darzustellen.

Berlin ist vor allem für DevOps und AEler eher ein Hotspot, ein Systemadministrator muss in Berlin überproportional stark Überstunden schieben und ist dennoch eher schlecht bezahlt. Gutbezahlte Jobs sind Berlin verdammt rar und selbst dann noch immer eher unter dem Bundesschnitt (ziemlich genau 9% weniger). Das wird sich auch auf absehbare Zeit kaum ändern, durch die stark gestiegenen Mieten in Berlin wird sich das Gehaltsniveau zwar langfristig anpassen an den Bundesschnitt, wobei es vorerst immer weniger als in FFM, München, Stuttgart und Hamburg bleiben wird.

Das ist für mich kein wirklicher Hotspot, wenn nur bestimmte Gruppen profitieren. 

Die Mietpreise sind in Hamburg vergleichsweise hoch und passende Gehälter von rd. 55k oder mehr  p. a. lassen sich hier gut realisieren, ohne dass man schief angeschaut wird. 

In unserem Haus werden in den nächsten spätestens 15 Jahren > 55% der gesamten Belegschaft in Rente/Pension verschwinden, diesen hohen Grad wird die Automatisierung, die im IT-Bereich am meisten den Support trifft, wohl eher kaum komplett abdecken. Vielleicht ist es in anderen Unternehmen etwas gleichmäßiger Verteilt, aber Fakt ist auch, dass durch den demographischen Wandel auch jetzt zusehends immer weniger neue Fachkräfte nachkommen werden. Das wirkt sich langfristig überall positiv auf die Gehälter aus.

Und selbst die Preise bei Discountern unterscheiden sich auch um bis zu 30ct/Artikel oder manchmal auch mehr, für mich ganz klar, denn irgendwo muss der höhere Mietpreis ja auch wieder reinkommen in die Kassen. 

München hat vergleichsweise günstige Nebenkosten (Strom, Wasser, Abfall) und daher überproportional günstiger als z.B. in Berlin, die sehr hoch sind.

Man sollte letztlich sein Marktumfeld kennen, um passende Gehälter zu fordern. 

Das es im Rahmen der Automatisierung weiterhin Putzfrauen gibt, ist mir auch klar, aber statt selbst noch Staubsaugen wird sie eher den Saugroboter schicken und die saubere Abnahme verantworten. Das wirkt sich positiv auf die Gehälter der verbliebenen Putzfrauen aus.

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vor 17 Stunden schrieb Graustein:

Einzig Miete ist in und um München (deutlich) teurer, der Rest eher gleich, manchmal in München sogar billiger.
Rewe, Aldi und andere Ketten kostet überall gleich [...]

Rewe habe ich jetzt keinen direkten Vergleich, ob die generell so teuer geworden sind mittlerweile, oder ob das hier unten extremer ist. Beim Urlaub "im Nichts" ist mir auf jeden Fall aufgefallen, dass es hier in den Münchner Geschäften doch generell etwas teurer ist. Rewe als Beispiel ist aber auch einer der teureren Läden - ähnlich Tengelmann. Netto, Norma, Penny, Aldi Süd und Co gibt es natürlich auch noch - aber selbst da gibt es Preisunterschiede von mehreren Prozenten deutschlandweit bei manchen Produkten - nicht bei allen. Klar, dass lokale Produkte da wo sie produziert werden, oftmals auch günstiger angeboten werden (können) und dass kettenweite Sonderangebote auch gleich teuer sind deutschlandweit.

vor 15 Stunden schrieb disarstar:

Nicht ganz richtig. Ja Supermärkte sind in der Regel gleich teuer aber es sind nicht nur Mieten die teurer sind.

  • Freizeitaktivitäten
  • definitiv Restaurants & Lokale [...]
  • Dienstleistungen
  • Handwerker

Mein Schnitt ist, man muss 40% mehr verdienen als in Dortmund um den gleichen Standard zu halten.

Also Lokale finde ich hier in München (nicht in der Innenstadt, aber im Umland) doch recht günstig und auch recht gut.
Freizeitaktivitäten sind was so etwas wie Kino oder Tierpark angeht OK vom Preis her. Teuer sind die etwas ausgefalleneren Sachen.
Dienstleistungen und Handwerker sind hier natürlich teurer, da auch diese Leute ja von irgendetwas die Miete zahlen müssen. Bei eigener Firma kann da schon einiges zusammenkommen.
Auch Ärzte - und vor allem Medikamente scheinen hier in München einiges teurer zu sein. Bei Medikamenten teilweise einen Aufschlag von bis zu 50% im Vergleich zu Hamburg (Apo Rot - die war 500m von meiner Arbeit entfernt da). Günstige Apotheken habe ich in München noch keine einzige gefunden, die auch nur annähernd mit Hamburg mithalten kann.
Dazu noch horrende Parkgebühren (die gab es in Hamburg natürlich auch und in z.B. FFM genauso, wobei man hier in München zumindest durch die recht gut ausgebauten P+R-Parkplätze problemlos auf ÖPNV umsteigen kann)
Was noch dazu kommt ist der Spritpreis, der hier in München doch z.B. im Schnitt etwas höher liegt, als z.B. in Freising. DAs ist aber bei Großstädten meine ich auch recht normal - außer sie liegen in der Nähe einer Grenze zu einem Land, wo es Benzin und/oder Diesel günstiger gibt.

Für Dortmund die Preise kenne ich jetzt nicht, aber ich meine da gibt es auch recht günstige Wohnungen, oder?

 

vor 11 Stunden schrieb tTt:

@Crash2001 
Natürlich sinkt das Gehalt im tiefsten Ober- oder Niederbayern. Zu der Nähe österreichischen bzw Schweizer Grenze steigt es hingegen meist wieder. 

Das hat aber damit zu tun, dass dies meist Urlaubsregionen sind und in diesen es eh alles wieder teurer ist.

vor 11 Stunden schrieb tTt:

Ebenso ist ein deutlicher Knick zwischen Bayern und Franken (egal ob Ober-, Mittel - oder Unterfranken) erkennbar, im Durchschnitt ist Franken etwas schlechter bezahlt, die Lebenshaltungskosten aber nicht im gleichen Maße geringer. Um mal Bayern etwas detaillierter Darzustellen.

In Nürnberg als Beispiel verdient man zwar etwas weniger, aber so viel weniger auch nicht unbedingt. Dafür sind die Mieten dort aber auch etwas niedriger (um die 100m² bekommt man da schon für unter 1000€ - in München muss man da schon SEHR viel Glück haben oder aber einen WBS, oder aber man wohnt im Problemviertel) Also so generell kann man es einfach nicht aussagen. Es gibt Regionen, wo alles teurer ist und man auch wieder was mehr verdient und es gibt Regionen, wo niemand hin will (da keine Arbeit vorhanden) und es somit wieder alles billiger wird (Richtung bayrischer Wald z.B. (wo keine größere Stadt direkt nebenan ist) - die Häuser dort bekommt man oftmals zu einem Bruchteil des Preises wie hier in München - ist aber zu weit, um die Strecke täglich zu pendeln)

vor 11 Stunden schrieb tTt:

Berlin ist vor allem für DevOps und AEler eher ein Hotspot, ein Systemadministrator muss in Berlin überproportional stark Überstunden schieben und ist dennoch eher schlecht bezahlt. [...]

Das ist für mich kein wirklicher Hotspot, wenn nur bestimmte Gruppen profitieren. 

Naja, ein Hotspot ist Berlin definitiv. Es hat ja nicht unbedingt mit dem Verdienst zu tun, sondern damit, wo sehr viele ITler gebraucht werden. Das ist in Berlin definitiv der Fall. Ein Hotspot betreffend Gehalt ist Berlin hingegen definitiv nicht in der IT-Branche.

vor 11 Stunden schrieb tTt:

[...]In unserem Haus werden in den nächsten spätestens 15 Jahren > 55% der gesamten Belegschaft in Rente/Pension verschwinden, diesen hohen Grad wird die Automatisierung, die im IT-Bereich am meisten den Support trifft, wohl eher kaum komplett abdecken. Vielleicht ist es in anderen Unternehmen etwas gleichmäßiger Verteilt, aber Fakt ist auch, dass durch den demographischen Wandel auch jetzt zusehends immer weniger neue Fachkräfte nachkommen werden. Das wirkt sich langfristig überall positiv auf die Gehälter aus.[...]

Das bleibt abzuwarten. Laut Logik sollte das zwar der Fall sein (Angebot und Nachfrage), aber wenn die Niedriglohnarbeiter in der IT nicht anfangen umzudenken, dann wird es auch in 20 Jahren noch Firmen geben, die unterbezahlte Fachkräfte suchen und sich beschweren, dass sie ja niemand kompetentes finden. Solche Firmen werden dann andere Wege finden, wieder irgendwen zu finden, der sich für zu wenig Geld anstellen lässt.

vor 11 Stunden schrieb tTt:

Und selbst die Preise bei Discountern unterscheiden sich auch um bis zu 30ct/Artikel oder manchmal auch mehr, für mich ganz klar, denn irgendwo muss der höhere Mietpreis ja auch wieder reinkommen in die Kassen. 

Teilweise sogar noch mehr, wenn man im Stadtzentrum einkauft.

vor 11 Stunden schrieb tTt:

[...]Das es im Rahmen der Automatisierung weiterhin Putzfrauen gibt, ist mir auch klar, aber statt selbst noch Staubsaugen wird sie eher den Saugroboter schicken und die saubere Abnahme verantworten. Das wirkt sich positiv auf die Gehälter der verbliebenen Putzfrauen aus.

Daran glaube ich eher nicht, denn diese (zumindest die aktuelle Generation) ist längst nicht überall einsetzbar, liefert nicht immer unbedingt die versprochene Leistung und braucht viel zu lange dafür. Um den Staubsaugroboter tagsüber, wenn man weg ist, die Wohnung saugen zu lassen, sind sie OK, aber spätestens bei Treppen oder Kanten und genauso auch bei Ecken und unter Schränken haben sie ihr Limit. Die Arbeit einer Putzfrau ist einfach zu vielseitig, als dass dies komplett durch Maschinen ersetzt werden könnte. Das ist ja nicht nur Staub saugen und wischen, sondern oftmals z.B. auch spülen, waschen, bügeln, Wäsche zusammenlegen und Einräumen, Fenster reinigen, Spülmaschine ein-/ausräumen, Klo schrubben, Haare aus dem Abfluss der Badewanne fischen, Armaturen polieren, ... da bräuchte man ja zig Roboter für - oder aber einen, der "menschenähnliche Bewegungen" ausführen könnte mit der entsprechenden Sensibilität und Kraft.

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vor 2 Minuten schrieb Crash2001:

aber selbst da gibt es Preisunterschiede von mehreren Prozenten deutschlandweit bei manchen Produkten

Das sollte auch keine genrelle Aussage a la "alles kostet überall gleich viel" sein ;)
Natürlich gibt es das mal da billiger, dafür dann das andere etwas teurer, das gibt es sich aber imo dann auf Dauer.

 

vor 4 Minuten schrieb Crash2001:

Apo Rot - die war 500m von meiner Arbeit entfernt da

Scheint mir eine Versandapotheke zu sein? Klar die ist immer billiger als die 0815 Dinger. Werben sogar damit: Bis zu 55% günstiger*
Solche gibt es aber eigentlich überall.

 

vor 6 Minuten schrieb Crash2001:

Was noch dazu kommt ist der Spritpreis, der hier in München doch z.B. im Schnitt etwas höher liegt, als z.B. in Freising.

Tank mal beim Flughafen ;)
Diesel 1,23 heute morgen (Ich tanke da mein Biomethan :))

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vor einer Stunde schrieb Graustein:

[...]Scheint mir eine Versandapotheke zu sein? Klar die ist immer billiger als die 0815 Dinger. Werben sogar damit: Bis zu 55% günstiger*
Solche gibt es aber eigentlich überall.[...]

Ja, die sind AUCH Versandapotheke, hatten in Hamburg jedoch auch diverse Ladengeschäfte. Hier in München gibt es so etwas einfach nicht. Weder Apo Rot, noch Doc Morris, noch andere günstige - also zumindest habe ich bisher keine gefunden - und ich habe schon danach gegoogelt.

vor einer Stunde schrieb Graustein:

[...]Tank mal beim Flughafen ;)
Diesel 1,23 heute morgen (Ich tanke da mein Biomethan :))

Ist doch mehr oder weniger der Normalpreis für morgens aktuell. Vielleicht +-2 Cent/Liter. ICh tanke aktuell entweder bei Süd Treibstoffe (die haben den ganzen Tag den gleichen Preis), oder aber abends dann bei Allguth (und in einem noch GEtränke einkaufen dann). Da sind durchaus ca. 10Cent / Tag Unterschied drin zwischen morgens und abends.

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Es ist schön das sich das Thema noch so entwickelt hat. B)

Zum Thema Tanken. Auto wird immer noch als Pflicht gesehen. Ist aber mittlerweile Luxus.

Ohne Auto lässt sich auch von 30k leben und was zurücklegen für später. Bedeutet natürlich das man kein eigenes Haus hat und bereit ist die Zeit zu opfern die man mit einem Auto sparen kann.

Wenn man mal hart seine festen Kosten, sowie einen Puffer mit reinrechnet falls mal was ist und das als Singel dann frage ich mich regelmäßig wie man von 18k ein Auto finanziert. Selbst 26k finde ich da knapp. Geschweige den mit Kind/ern. Zu Zweit geht das natürlich.

Aber wie hier schon mehrmals erwähnt wurde. Wer sich zu billig verkauft, bzw. nach ein paar Jahren sich nicht weiterentwickelt muss sehen wo er bleibt.

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vor einer Stunde schrieb knusperigel:

Zum Thema Tanken. Auto wird immer noch als Pflicht gesehen. Ist aber mittlerweile Luxus.

Ohne Auto lässt sich auch von 30k leben und was zurücklegen für später. Bedeutet natürlich das man kein eigenes Haus hat und bereit ist die Zeit zu opfern die man mit einem Auto sparen kann.

Wenn man mal hart seine festen Kosten, sowie einen Puffer mit reinrechnet falls mal was ist und das als Singel dann frage ich mich regelmäßig wie man von 18k ein Auto finanziert. Selbst 26k finde ich da knapp. Geschweige den mit Kind/ern. Zu Zweit geht das natürlich.

Geht es hier um einen Neuwagen?

Einen gebrauchten Corsa mit neuer HU gibt es für 1500€, zur Not auch finanziert auf 2 Jahre für 70€. Bei 10.000km sind das mit Versicherung (mal SF5 gerechnet) und Sprit alles zusammen 200€, dann nochmal 50€ auf ein Sparkonto für eventuelle Reparaturen bzw. die nächste Anschaffung, also 250€ im Monat. 

Natürlich macht das so keinen Spaß, aber wenn man nicht über seine Verhältnisse lebt, geht das schon. 

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Ja, ich fahre gerne 1:40 mit dem ÖPNV statt 40 Minuten mit dem Auto ;)
Oh meine Tochter muss ich dann morgens auch noch mit dem Fahrrad wegbringen also nochmal +15 Minuten on Top.

Das ist die Krux auf die ich hinaus will.

Wenn man einen gewissen Lebensstandart, und da zähle ich Kinder und Auto dazu, erreicht hat geht es kaum noch ohne (ich erwähne mal extra das ich das Auto meine. :P).

Das setzt aber ein vorheriges entsprechendes Gehalt vorraus.

Die Rechnung von Matt84 kommt gut hin. 250 Euro im Monat minimum.

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