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Berufsmöglichkeiten nach Informatikerausbildung

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Hallo ihr Lieben, 

nun ist es 2 Jahre her, dass ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker AE abgeschlossen habe. Nach meiner Ausbildung habe ich noch ein Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb als Softwaredeveloper gearbeitet, bevor ich letztes Jahr so quasi ein wenig abschweifte. Ich fand eine relativ kleine Firma eines Nischenprodukts, in der ich dann nicht nur Entwickler für das sehr eigene Produkt wurde, sondern hauptsächlich und auch offiziell als Projektbetreuer/Junior Projektmanager. Ich betreue Kunden, ich führe Projektorganisation und alles, was halt zu dieser Sparte dazugehört, nur eben in einem kleinen Betrieb. 

Das sehe ich als Fehler mittlerweile ein, nicht, dass es ein kleiner Betrieb ist, sondern, dass es ein absolutes Nischenprodukt mit eigener Programmiersprache ist. Das Risiko bei so etwas ist nun auch eingetreten, die Aufgaben bleiben aus. Das in Verbindung mit einem Provisionsvertrag bedeutet, im Moment gibt es nur das Grundgehalt, welches zwar nicht unbedingt zu schlecht ist, aber im Vergleich zu anderen Angeboten, die man so hat, weit drunter liegt, wenn keine Provision abspringt. Dazu gab es sehr viel Chaos und mein Vorgesetzter hat gekündigt, sodass mein Chef nun alles selbst koordiniert -> das sollte nie so sein, 3 Wochen sind seitdem vergangen und es ist schon komplett schwachsinnig.
Deswegen bin ich grad ein Springer in einer Firma, in der mein aktueller Geschäftsführer auch ist. Dies als Web Developer. 

Die Firma ist allerdings unkoordiniert, es gibt keine Dokumentationen zu Ihrem Produkt, schlicht und einfach gesagt, da Einzuarbeiten ist extrem nervig und aufwändig. Mein Chef allerdings geht mir dabei aber ziemlich auf die Nerven, da er natürlich Umsatz braucht.

Mittlerweile merke ich, dass der Entwicklerjob einfach nicht das ist, was ich möchte. Ich entwickel gerne privat, aber so insgeheim stört es mich im Berufsleben. Ich frage mich, welche alternativen könnte ich mit meiner 1,5 jährigen Erfahrung als Junior-Projektmanager versuchen anzugehen, die nicht zwingend in die Entwicklerschiene gehen? Hat jemand gegebenenfalls schon selbst Erfahrungen gemacht?

Mein Abschluss ist auch nicht schlecht. Mündlich holte ich damals die 100%, schriftlich war schwach, aber durchs mündliche wett gemacht. Mein Schulzeugnis hat einen Schnitt von 1,4. Bei meinem letzen Bewerbungsverfahren fand ich damit schon ziemlich Anklang.

Kritisch sehe ich allerdings auch, dass ich nach 1,5 Jahren wieder den Arbeitgeber wechseln möchte. Ich habe aber gelesen, dass man im jungen Alter (jetzt 25) das noch sehr gut mit dem Gehalt begründen kann.

Hat jemand auf jeden Fall schon ähnliche Erfahrungen gesammelt und könnte mir Tipps geben?

Mfg

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Die Frage ist einfach, wohin du willst bzw. langfristig machen willst. 

In meinen jetzt gut 4 1/2 Jahren seit Abschluss meiner Ausbildung war ich in 4 unterschiedlichen Unternehmen (6, 18, 15, zZt. 18 Monate), der nächste Wechsel bahnt sich an. Dabei ist mit jedem Wechsel ein konsequenter Karriereschritt bei mir erkennbar (mehr Geld, mehr Verantwortung und/oder Spezialisierung).

Ich denke nicht, das dir ein Wechsel negativ ausgelegt wird, wenn du es plausibel verkaufst. 

Wichtig: Finde deine Nische, in der du glücklich wirst und baue dort deine Erfahrung aus. 

Gruß

Timo

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Kenne noch Leitsätze wie "Alle 5 Jahre sollte man über einen Wechsel nachdenken". Heutzutage ist der Zeitraum kürzer.

Denke ab 2 Jahren kann man es immer gut argumentieren.

  • Befristeter Vertrag
  • Konditionen
  • Verantwortungsbereich
  • Fachliche Weiterentwicklung
  • Ortswechsel
  • usw.

Selbst kürzere Zeiträume sehe ich nicht als Problem wenn es nicht permanent passiert. Eine Probezeit ist beidseitig und oft entspricht die Realität nicht dem was einem im Vorstellungsgespräch vermittelt wurde.

Grundsätzlich frag dich selber was du erreichen willst und bewerbe dich in diese Richtung. Junior Stellen sollten immer passen. Würde mich aber auch auf Stellen bewerben die vielleicht nicht zum 100% passen. Deine Ausbildung war ja nicht nur AE und vieles erlernt man erst in der Einarbeitung des jeweiligen Unternehmens.

 

 

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vor 25 Minuten schrieb hleitner:

  alle 4 Jahre ist immer nocht ein guter Richtwert .. allerdings gilt auch hier die Einzelfallbetrachtung .. Vertriebsbereich ? Marketing ? Entwicklung ? Consulting ? ..

Dann wäre es interessant zu erfahren, warum bestimmte Großunternehmen großen Wert darauf legen, dass man alle 2 Jahre intern/ extern den Job wechselt. Manche sagen, dass es wegen der Erweiterung der Erfahrung ist.

Wenn es nach Dir ginge, dürfte das aber nicht der Fall sein.

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Ich glaube das ist Vergangenheit.

Gern gesehen oder nicht. Fakt ist der Markt hat sich verändert durch befristete Verträge und Zeitarbeit. Da sind beim Berufsstart 4 oder 5 Jahre unwahrscheinlicher als früher.

Interessant finde ich auch den Ansatz den Zeitraum an das Alter zu koppeln. Es hat ja auch etwas mit persönlicher Reife und Erfahrungen zu tun.

https://www.berufsstrategie.de/nachrichten-jobwelt-bewerbung/jobwechsel-tipps.php

 

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vor 9 Stunden schrieb SaJu:

Dann wäre es interessant zu erfahren, warum bestimmte Großunternehmen großen Wert darauf legen, dass man alle 2 Jahre intern/ extern den Job wechselt. Manche sagen, dass es wegen der Erweiterung der Erfahrung ist.

Von der Strategie habe ich noch nicht gehört und widerspricht auch meinem Verständnis.

1) Es dauert je nach Stelle locker mal 6-12 Monate bis man wirklich eingearbeitet ist (Fachgebiet, Prozesse, Kundenspezifika, etc.)
2) Als extra und grosser Punkt nehme ich vor allem das Networking innerhalb eine Firma ist enorm wichtig um effektiv arbeiten zu können - gerade bei Grosskonzernen
3) Die enormen Kosten. Ich habe eine Zahl von 100k Gesamtkosten im Kopf für eine Besetzung einer Fachstelle (Mgmt ist natürlich mehr).. ich suche das mal raus beizeiten .

All die Faktoren machen es unsinnig alle 2 Jahre zu wechseln, nicht nur aus AG-Sicht. Ich persönlich frage intensiv nach, wenn jemand so häufig gewechselt und wenn da keine gute Erklärung kommt, dann investiere ich lieber in jemand der länger bleiben will (wie gesagt 4-5 Jahre).

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Ich möchte mich jetzt bewusst von der Diskussion lösen wann und in welchem Abstand man wechseln kann und sollte. ;-) - So. 

vor 21 Stunden schrieb dandy1991:

Hallo ihr Lieben, 
[...]

Ich betreue Kunden, ich führe Projektorganisation und alles, was halt zu dieser Sparte dazugehört, nur eben in einem kleinen Betrieb. 
[...]

Mittlerweile merke ich, dass der Entwicklerjob einfach nicht das ist, was ich möchte. Ich entwickel gerne privat, aber so insgeheim stört es mich im Berufsleben. Ich frage mich, welche alternativen könnte ich mit meiner 1,5 jährigen Erfahrung als Junior-Projektmanager versuchen anzugehen, die nicht zwingend in die Entwicklerschiene gehen? Hat jemand gegebenenfalls schon selbst Erfahrungen gemacht?
[...]

Jede Veränderung in eine (dir nicht bekannte) Branche / Softwarelösung heißt auch für den AG, dass er in dich investieren muss. Nicht immer aber leider häufig genug bedeutet dies auch ein geringeres Jahresendgeld.  

Mir würden spontan drei mögliche Karriere Richtungen einfallen:

- Als Vertriebler / Sales Manager ein Produkt zu verkaufen. Spannende Arbeit rund um Technik und Anforderungen der Kunden. Oft provisionsbedingt gutes Geld, meist aber sehr reiselastig. 

- Als Projekt Manager / Projektleiter ein Team von Entwicklern Koordinieren usw. 

- Als Consultant z.B. im SAP Bereich (oder eines anderen großen ERP System Herstellers) als Junior anfangen und auf einen Bereich spezialisieren. Da arbeitet man auch viel mit und oft beim Kunden. Programmierwissen ist da nur rudimentär notwendig.

bearbeitet von kylt

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Ich denke ebenfalls, dass man heutzutage problemlos nach 1 Jahr z.B. wechseln kann.
Selbst innerhalb der Probezeit ist problemlos möglich, denn dafür ist sie da.

Wichtig ist dabei vor allem, das man gute und sachliche Argumente für den Wechsel hat.
Das Arbeitsgebiet war doch nicht, was man sich vorgestellt hat oder wie es im Vorfeld verkauft worden ist.
Die Arbeitsbedingungen haben sich geändert (Reisebereitschaft)
usw.

Mit "zu wenig Geld" oder "blöder Chef" ist es natürlich schwierig nach so kurzer Zeit zu argumentieren.
Da sollten es dann schon etwas längere Zeiträume sein, damit es Sinn ergibt.

Das Gesamtbild und die Argumentation muss einfach stimmen und dann ist der konkrete Zeitraum nicht mehr so wichtig, wie das vielleicht früher noch der Fall war.

bearbeitet von Errraddicator

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Danke für die Antworten, zeigt auf jeden Fall, dass der Markt scheinbar zu unterbesetzt ist, als dass den Leuten die Zeit bei anderen Arbeitgebern wichtig sei (das gleiche habe ich mit Abschlüssen schon gemerkt, scheint scheinbar die wenigsten Arbeitgeber zu kümmern, einfach die passende Berufserfahrung zählt).

Die Begründung ist dann natürlich wichtig. Viele Quellen im Internet sagen immer, bloß nichts negatives einwerfen, aber ich würde ganz klar sagen, dass ich aufgrund der fehlenden Auslastung in Verbindung mit einem Provisionsvertrag einen Wechselwunsch habe. Positiv oder negativ eurer Meinung nach? :D 

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Das "Bloß nichts negatives erwähnen" habe und werde ich nie verstehen. Wie hirnrissig ist das bitteschön?
Du bewirbst Dich doch nicht weg, weil alles super war bei der alten Bude. Wer soll das glauben und was macht das für einen Sinn?
Denjenigen, der sich das ausgedacht hat, würde ich gerne mal kennen lernen. :D

Es geht darum, dass man keine schmutzige Wäsche wäscht. Nicht lästert oder tratscht. Das ist klar. Das ist Netiquette.
Aber Du musst Gründe haben und nennen, warum Du wechseln willst und die sind nun mal negativ.

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Am 18.6.2017 um 21:51 schrieb hleitner:

.. es ist zwar Richtig, dass man den Arbeitsplatz rühig mal wechseln sollte allerdings wird ein zu Häufiger Wechsel in kurzen Abständen von den Arbeitgebern nicht so gerne gesehen

Es sei denn, der Job ist irgendwo außerhalb von Deutschland. Da wird man schon bei 3 Jahren Verweildauer gefragt, warum man nicht früher gewechselt ist. Vor allem in UK ist ein Wechsel nach 1-2 Jahren absolut üblich. Solange er nicht in der Probezeit gewesen ist, ist alles im grünen Bereich.

Zitat

Du bewirbst Dich doch nicht weg, weil alles super war bei der alten Bude. Wer soll das glauben und was macht das für einen Sinn?

@Errraddicator Vorstellungsgespräche sind Wohlfühl-Termine mit Anfassen und Lächeln. Da ist alles, was von der Norm abweicht oder ein schlechtes Gefühl hinterlässt schlecht. Selbstverständlich wissen alle im Hinterkopf, dass niemand gehen würde, wenn alles super beim aktuellen AG ist.

Aber "Ich bin auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und würde gerne meinen Horizont erweitern" hinterlässt bei allen Zuhörern ein weitaus flauschigeres Gefühl als "Mein Vorgesetzter ist ein Choleriker erster Güte und bewertet Leute nicht nach Leistung, sondern wie oft man 'Ja' sagen kann, ohne einzuatmen" oder "Ich möchte einfach mehr Kohle sehen!". Auch wen das zweite und dritte wahr sind und das erste bestenfalls nur tertiär zutrifft.

Versuch mal einem Personaler auf die Frage "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?" zu antworten "Wenn ich ehrlich bin, kann man das nicht beurteilen. IT ist so veränderlich: was heute en vouge ist, ist morgen wieder outdated. Ich kann kaum mit Gewissheit sagen, wo ich in zwei Jahren sein werde." Weißt Du, was für ein Gesicht er machen wird? So wird das in etwa aussehen:

pmc3.jpg

Am besten man bleibt bei "Ich würde meine Kenntnisse in X erweitern, an spannenden Projekte mitarbeiten, mehr Verantwortung tragen und mit motivierten Kollegen zusammenarbeiten!". Ist doch viel flauschiger. Alle nicken und fühlen sich gut. Win-Win.

 

bearbeitet von Kwaiken

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