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Welche Ausbildung als Grundlage?

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Hallo in die Runde, 

ich bin auf der Suche nach einer kleinen Entscheidungshilfe für mein zukünftiges Arbeitsleben. 

Anfang nächstes Jahr werde ich meine Karriere als Soldat beenden und möchte im Anschluss im IT-Bereich einsteigen. Eingesetzt war ich zwar im Büro aber nicht im IT-Bereich, eine Ausbildung habe ich bereits vor der Bundeswehr erworben (Bürokaufmann).

Mein Ziel ist es mich auf den Bereich IT-Security / IT-Forensik / Datenschutz zu spezialisieren. Meine Frage hierzu ist nun, welche Ausbildung seht ihr als am besten geeignet an? 

Welche Fachrichtung als Fachinformatiker macht mehr Sinn für den Bereich IT-Security/ IT-Forensik? Anwendungsentwicklung oder doch eher Systemintegration?

Vielleicht hat ja jemand von euch bereits Erfahrung sammeln können und kann mir etwas dazu erzählen. Grundsätzlich möchte ich es vermeiden ein Studium zu machen, da das ganze wieder extrem viel Zeit kostet und ich dadurch wenig Praktische Erfahrung sammeln und zudem nicht jünger werde ;)

Vielen Dank vorab für eure Antworten :)

 

 

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Richtige IT-Security/Forensik ist Mathe, also Studium.

Datenschutz ist wieder was (ganz) anderes, da ist es eigentlich egal.

Hast du nicht 2-3 Jahre bezahlte Weiterbildung oder warst du "nur" bei den Mannschaften?

Ein Bachelor dauert 3 Jahre, die Ausbildung dauert unverkürzt auch 3 Jahre, zeitlich tut sich das ganze also nicht  viel, selbst wenn man noch 1 Semester dran hängt.

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Hallo Graustein, 

leider müsste ich vor einem Studium noch die Fachhochschulreife erwerben was mich wiederum 1 Jahr kosten würde. 

Im Grunde würde das bedeuten (Fach)Abi 1 Jahr + Studium (Bachelor) 3 Jahre = 4 Jahre  (keine Praxiserfahrung).

Ich denke die Ausbildung im Bereich Datenschutz kann man in diesem Fall vernachlässigen, habe es nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Habe in diesem Bereich bereits die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten/ Manager und Auditor, sowie praktische Erfahrung. 

Ansonsten ist es in der Tat so das ich einen dicken Topf mit viel Geld habe für meine Weiterbildungen allerdings war in meinem Bereich keine Weiterbildung z.B. zum Meister vorgesehen. Hätte mir auch nicht viel gebracht da ich dann z.B. Personalfachkaufmann wäre was mir im IT Bereich nix bringt. 

Finde das Anwendungsentwicklung seine stärken gerade im Bereich der Forensik ausspielt anderseits hat die Systemintegration ihre Stärken im Bereich Systemsicherheit - So reime ich mir das auf jeden Fall zusammen, liege ich da Richtig?

 

Grüße an alle Nachtschwärmer

 

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Ich finde die Argumentation von Graustein schon ganz gut.

An sich hat er sehr Recht, alle IT Security Jobs werden hauptsächlich an studierte vergeben.

Ansonsten ist es, aber da habe ich keine große Ahnung ;), wenn du hauptsächlich technisch hardware nah arbeiten willst wirst du viele FiSis treffen - da geht es dann um Aufstellen (wobei nichtmal unbedingt) und Konfiguration der Geräte - diese Konfiguration ist ja schon sehr security relevant, je besser die Geräte grundsätzlich aufgestellt sind desto besser der direkte Schutz...

 

Ich hab nur nicht verstanden, ob das das ist, was du dir vorstellst...

 

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Grundsätzlich kannst du auch als FI(SI/AE) in die Security-Branche gehen. Nur ist das dann mit deutlich mehr Einsatz verbunden - das fehlende Studium ist gerade in dem Bereich sicher ein Stein, den du aus dem Weg räumen musst, um überhaupt in Erwägung gezogen zu werden bei Bewerbungen. Das geht dann nur über privates Engagement.

Was genau stellst du dir denn unter IT-Security oder Forensik vor? Möchtest du bei einem AV-Hersteller als Entwickler arbeiten? Bei der Polizei Auswertung von Systemen machen?

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vor 9 Stunden schrieb Frageschlumpf:

leider müsste ich vor einem Studium noch die Fachhochschulreife erwerben was mich wiederum 1 Jahr kosten würde. 

Du hast eine Ausbildung und mehrere Jahre gearbeitet, da kannst du ggf. als beruflich Qualifizierter studieren.
Kommt aber auf die Hochschule und das Studienfach an. Informiere dich da mal, es wird schon gehen.
Für Wirtschaftsinformatik sind z.b. idR sehr viele Berufsausbildungen als  fachlich verwandt eingestuft, alles IT mäßige und alles kaufmännische. 

 

vor 9 Stunden schrieb Frageschlumpf:

Ansonsten ist es in der Tat so das ich einen dicken Topf mit viel Geld habe für meine Weiterbildungen

In meinen Augen ist es daher unklug auf eine duale Ausbildung zu setzen.
Du bekommst das Studium bezahlt, sogar recht gut soweit ich weiß. Du kannst dich voll darauf konzentrieren und machst dann ab dem 3-4 Semester eine 10-15h Werkstudentenstelle und dann noch ein Praktikum. Das reicht dann auch locker als Erfahrung aus.

 

vor 9 Stunden schrieb Frageschlumpf:

Finde das Anwendungsentwicklung seine stärken gerade im Bereich der Forensik ausspielt anderseits hat die Systemintegration ihre Stärken im Bereich Systemsicherheit - So reime ich mir das auf jeden Fall zusammen, liege ich da Richtig?

Jain.

AE is halt Programmieren/Entwicklung und SI ist eher Administration. Von der Berufsschule her ist da kaum unterschied, das spielt sich dann im Betrieb ab. Und wenn du da nix mit Forensik und Systemsicherheit machst, was ziemlich sicher der Fall ist in einer normalen IT, dann wirst du da auch nix lernen.

 

PS:
Hier mal als Beispiel von der RuhrUni Bochum:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/ohneabi/nichtaffin.htm

 

Zitat

Bei Studiengängen mit einer Zulassungsbeschränkung muss diese Bewerbergruppe erfolgreich eine Zugangsprüfung ablegen, um den Hochschulzugang zu erhalten.
Bei Studiengängen 
ohne Zulassungsbeschränkung ist die Teilnahme an einem viersemestrigenProbestudium möglich.

Da könntest du über eine Zulassungsprüfung zugelassen werden.

die RUB bietet z.b. das an:

http://studienangebot.rub.de/de/it-sicherheit-informationstechnik/bachelor-1-fach

bearbeitet von Graustein

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vor 13 Minuten schrieb Graustein:

Für Wirtschaftsinformatik sind z.b. idR sehr viele Berufsausbildungen als  fachlich verwandt eingestuft, alles IT mäßige und alles kaufmännische. 

Ob Wirtschaftsinformatik der passende Studiengang für die gewünschte Richtung des TO ist, wage ich zu bezweifeln.

Denn wie du selber geschrieben hast:

vor 10 Stunden schrieb Graustein:

Richtige IT-Security/Forensik ist Mathe, also Studium.

Mathematik und auch theoretische Informatik, die mMn die Grundlagen für IT-Security/-Forensik sein sollten, werden da in der Regel nur sehr stiefmütterlich behandelt.

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Es gibt Forensik und "Forensik".

Platte abklemmen, klonen und ein Suchprogramm drüberlaufen lassen kann man auch ohne Studium. Macht z. B. die Polizei. Oder sie schicken's gleich ein. Da ist meiner Meinung nach sogar die Fachinformatik-Fachrichtung ziemlich egal. Wenn man ehrlich ist, ist hier sogar egal was Du überhaupt gelernt hast ...

Zu der anderen Art von Forensik hat @Graustein schon alles geschrieben. Ich würde gerne noch eines hinzufügen: tiefergehende IT-Security ist zu 90% Kryptographie. Und Kryptographie ist zu 100% Mathematik. Das sollte Dir in jedem Fall bewusst sein.

bearbeitet von Kwaiken

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Stimmt schon, aber gerade wenn man (hat der TE nicht geschrieben, ich weiß) Richtung Consulting will und die machen ja auch Sicherheit (wie gut ist jedem selber überlassen ;)), ist W-Info ganz gut.
War aber eher ein beispiel, dass er eben kein (Fach)Abitur braucht.

Für die Ziele des TE ist ja das von der RUB besser (ob es sinnvoll ist sich im Bachelor so zu spezialisieren, ist was anderes).

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vor 7 Minuten schrieb Graustein:

ichtung Consulting will und die machen ja auch Sicherheit

Achtung. Die übliche Consulting-Sicherheit ist IT Grundschutz und ISO27001. Dort werden Checklisten abgearbeitet und Stichproben gemacht, ob das was auf dem Papier steht auch wirklich zutrifft. Papier schwarz machen geht problemlos mit dem Auditor-Schein.

Für z. B. Security Code-Audits von Libraries und Frameworks, maßgeschneiderte Transportverschlüsselung, kryptographische Optimierung von Transportwegen etc. werden meist nur spezialisierte Beratungen oder Einzelpersonen beauftragt.

bearbeitet von Kwaiken

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Hallo @all

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, da fühlt man sich doch gleich willkommen :-)

Die Links zur Ruhr-Uni-Bochum habe ich mir angesehen, klingt sehr interessant, bedeutet aber im Fall des Studienganges IT-Sicherheit das ich einen Eingangstest ablegen muss und ehrlich gesagt bezweifle ich das ich den "mal eben" so ablege und bestehe. Ich vermute einfach mal das er entsprechend dem NC angepasst ist. Für jemanden wie mich, ohne (Fach) Abitur ist das schon eine harte Hürde, speziell wenn man dort über Sachverhalte abgefragt wird von denen man keine Ahnung hat da man sie nie in der Schule hatte (immerhin bin ich jetzt auch schon gute 13 Jahre aus der Schule).

Grundsätzlich ist der hier aufgeführte Gedanke in Richtung Wirtschaftsinformatik auch mir schon in den Kopf gekommen und habe auch schon zwei Schulen gefunden welche eine Fachausbildung im Bereich Wirtschaftsinformatik anbieten.

Nach zwei Jahren legt meine seine Prüfung ab und erhält nach erfolgreich bestandener Prüfung den Titel "staat. geprüfter Wirtschaftsinformatiker". Mir stellt sich hier die Frage, ist der "staat. geprüfte Wirtschaftsinformatiker" überhaupt was Wert? 

Er ist nun mal kein Akademischer Titel auch wenn auf der Schule gesagt wird das er die gleichen Studieninhalte vermittelt wie ein Bachelorstudium. 

Vorteile wären: 

  • nur 2 Jahre und einen Abschluss auf, ich sage mal "Meisterebene"
  • Mit zusätzlich belegten Fächern erhält man am Ende auch seine Fachhochschulreife

Es kam hier nun auch die Frage auf "was ich denn später machen will". Ich möchte weder zur Polizei, noch als Entwickler zu einem AV Hersteller, ich denke das beide nur auf Akademiker zurückgreifen werden.

Vielmehr möchte ich in einem IT-Unternehmen z.B. als ISO arbeiten. Mich reizt das Berufsbild der IT-Sicherheit in einem Unternehmen, es soll aber nun eben nicht so tief gehen das ich mir mit Hackern ein Weltweites battle liefere. Denn ich denke je tiefer man in die Materie eintaucht desto mehr macht ein Studium Sinn. 

Ich möchte also fundiertes Wissen haben und auch in einem z.B. Mittelständischen Unternehmen in der Lage sein die IT-Sicherheit zu gewährleisten (aufgrund meines Wissens). Ich denke da passt das was @Kwaiken sagte ganz gut rein. Grundsätzlich bin ich dem Consultant Bereich nicht abgeneigt, ist aber eher nicht meine erste Priorität

Ich möchte auf keinen Fall eine Ausbildung machen und am Ende irgendwo im Support festhängen und mein Leben lang Drucker anschließen ;-)

Hmm.. Ich habe mir meinen Text jetzt nochmal durchgelesen und festgestellt das ich keine Ahnung habe wie ich es in Worte fassen soll was ich genau möchte :-/ Vielleicht blickt ja dennoch einer von euch durch und versteht in etwa was ich möchte.

Ich Liebäugel wie gesagt sehr mit dem Beruf des Fachinformatikers nur kann ich mich nicht entscheiden was die Fachrichtung angeht.

 

lg

bearbeitet von Frageschlumpf

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vor 15 Minuten schrieb Frageschlumpf:

Ich möchte also fundiertes Wissen haben und auch in einem z.B. Mittelständischen Unternehmen in der Lage sein die IT-Sicherheit zu gewährleisten (aufgrund meines Wissens)

Mittelstand sind auch ~5000 MA. Da kommst du mit ein bisschen ISO nicht weit, wenn Du nicht nur heiße Luft produzieren willst.

Neben fundiertem Prozess- und Strukturwissen solltest Du meiner Meinung nach auch wissen wovon Du redest. Wenn in deiner ISO27001 oder BSI-Checkliste z. B. steht, dass Transportsicherheit gewährleistet werden muss und Dir der Admin das HTTPS-Fähnchen zeigt, solltest Du schon erkennen können, ob er dich bei HTTPS mit SSLv3 nur veräppeln will, statt das Häkchen bei "Ok" zu setzen.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 52 Minuten schrieb Frageschlumpf:

Mir stellt sich hier die Frage, ist der "staat. geprüfte Wirtschaftsinformatiker" überhaupt was Wert? 

Es ist sicherlich etwas wert, aber in meinen Augen weniger als eine Ausbildung.

 

vor 53 Minuten schrieb Frageschlumpf:

Grundsätzlich ist der hier aufgeführte Gedanke in Richtung Wirtschaftsinformatik auch mir schon in den Kopf gekommen

Dann studiere doch an einer FH den Bachelor W-Info.
Danach kannst du auch noch einen speziellen Master für IT-Sicherheit machen.

Will dir jetzt nicht den Fachinformatiker ausreden, aber damit wird es schon sehr schwer wirklich für Sicherheit im Unternehmen zuständig zu sein, jedenfalls was über reine Anwendung wie AV und FW rausgeht.
Da das Studium dir ja (komplett) finanziert wird, ist das in meinen Augen die beste Wahl.

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Also ich denke schon, dass man auch mit einer Ausbildung im Bereich FISI/FIAE in diese Richtung gehen kann. Allerdings muss man dafür dann vermutlich eine Weile suchen und auch entsprechend Erfahrungen sammeln oder Glück haben und in einem Betrieb angestellt sein, der entsprechenden Bedarf hat und man die Chance bekommt dort einzusteigen.

Es gibt auch Zertifizierungen in diese Richtung. Bei uns im Betrieb wird zum Beispiel aktuell einer unserer Mitarbeiter dahingehend weitergebildet, damit wir eine ISMS-Zertifizierung erhalten. Ist das z.B. in etwa die Richtung in die du gehen möchtest?

Zum Thema Studium:

Wie ich schon geschrieben habe, denke ich, dass Wirtschaftsinformatik nicht gerade die passende Wahl für diesen Berufswunsch ist. Dann doch eher angewandte Informatik oder das klassische Informatikstudium oder direkt Richtung IT-Security.

Aber wie @Graustein schon geschrieben hat, kann es die Grundlage für ein entsprechenden Master-Studiengang sein. Dazu sollte man aber im Voraus schauen, was die jeweiligen Voraussetzungen der THs/FHs/Unis sind, um tatsächlich für den Masterstudiengang bei ihnen zugelassen zu werden. Beispielsweise darf man an der Fernuni Hagen den Master in Informatik nicht mit einem "Bindestrich-Informatik"-Bachelor machen (wie sie es selber so schön beschreiben). Und man muss natürlich seinen Bachelor mit einer entsprechend guten Note abschließen.

bearbeitet von Rienne

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Hallo, 

erst einmal vielen lieben Dank an alle für die zahlreichen Antworten! Ich hätte nun eine spezielle Frage zu Stellenbeschreibungen. Ich habe mich nun auf mehreren Schulen angemeldet an denen man den "staat. geprüften Wirtschaftsinformatiker" erwerben kann (2 Jahre). Gem. Deutschen Qualifikationsrahmen befindet sich diese Ausbildung auf der Stufe 6 und ist einem Bachelor "gleichzusetzen".

Ich Frage mich nun, wenn ich eine Stellenanzeige finde in der z.B. ein Wirtschaftsinformatiker mit abgeschlossenen Studium gesucht wird mit dem Zusatz "oder ähnliche Qualifikation / Ausbildung" bedeutet das das ich mich mit dem "staat. Wirtschaftsinformatiker" auf solch eine Stelle bewerben kann (ist ja immerhin einem Bachelor gleichgesetzt) oder bezieht sich das nur auf andere  abgeschlossene Studiengänge mit Akademischen Titel? 

Der Vorteil von solch einer 2-jährigen Schule ist eben auch das man danach studieren (z.B. vertiefend in eine bestimmte Richtung) und Credits angerechnet bekommen kann. 

Grüße :)

 

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Man kann sich immer auf alles bewerben, egal was in der Stellenanzeige steht. Es kommt drauf an, ob das Unternehmen die Weiterbildung als "gleichwertig" oder "vergleichbar" anerkennt. Der staatl. gepr. Wirtschaftsinformatiker ist nicht sehr bekannt.

Ich kann aber auch sagen, dass ich mich mit meinem Fachinformatiker-Abschluss nach der Ausbildung auf Stellen für Bachelor-Absolventen beworben habe und mit "vergleichbar" angenommen/ eingestuft wurde. Diese Erfahrung haben hier auch andere Community-Mitglieder im Consulting-Bereich gemacht. Das Wichtigste ist einfach sich gut verkaufen zu können. Dann kannst Du als vergleichar anerkannt werden.

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Hi Fragrschlumpf, 

3 Monate bis zum DZE sind natürlich für solche weitreichende Planungen extrem knapp. Gerade weil die Bw extrem viel zur Weiterqualifizierung anbietet (monetär und an Lehrgängen). 

Du schreibst ja schon einiges zur Spezialisierung auf bestimmte Themen. Davor kommt allerdings erst die "Grundausbildung" um mal im militärischen Duktus zu bleiben. Je qualifizierter diese ist, desto besser sind später die Chance seine Wünsche und Vorstellungen zu verwirklichen. Insofern sollte ein Studium an erster Stelle stehen. Ja, ein Studium ist nicht für jeden etwas und kein Zuckerschlecken. Aber es ist machbar! Auch an den Hochschulen wird nur mit Wasser gekocht. 

Mit verschüttetem Realschul-Mathe wird es nicht leichter, aber auch das klappt! Hier wären sicher die kostenlosen (!) und während der Dienstzeit belegbaren Kurse des BFDs Gold wert gewesen. Ich würde probieren auf jeden Fall noch einen zu belegen, sofern möglich und noch nicht geschehen (Mathe zur Studienvorbereitung, Meisterschule, etc.). 

Dann zum Thema DQR /EQR:

1. Das System ist für die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen gedacht. Für den Arbeitsmarkt hat das kaum eine Relevanz. Im besten Fall kann man sich nach einem Abschluss auf Niveau 6 ein paar Credit Points für ein Studium anrechnen lassen. 

2. Ich bezweifle, dass der staatlich geprüfte Wirtschaftsinformatiker auf Stufe 6 angesiedelt ist. Diese Stufe erreicht man erst nach (!) einer Erstausbildung + 1Jahr Praxiserfahrung. Möglicherweise wird dein alter Job durch den Wirtschaftsbezug angerechnet - aber lohnt sich das dann? 

Finden konnte ich die Bezeichnung beim DQR übrigens nicht [1], nur den staatlich geprüften Informatiker. Der rangiert auf DQR Stufe 4 und somit unterhalb der FI Ausbildung mit Stufe 5. Aber wie gesagt, das ist eh für Arbeitgeber unspannend. 

 

Mein Tipp: Nutze die Möglichkeiten des BFD maximal aus und gönne dir das Studium. So eine Chance kommt nie wieder. 

 

[1] https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.dqr.de/media/content/2016_DQR_Liste%20der%20zugeordneten%20Qualifikationen_01.08.16.pdf&ved=0ahUKEwjLlcGKo6zWAhUPfFAKHTpLD8oQFgg5MAI&usg=AFQjCNH8va64iSgYCiTNOFIWMAiDtO7h0Q

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Hallo sylenz,

vielen Dank für deine nette und ausführliche Antwort. 

Es ist nun leider nicht so, wie von dir angedeutet, dass ich mir keine Gedanken über meine Berufliche Zukunft etc. gemacht habe. Ganz im Gegenteil. Das Problem ist nur das ich einen festen Weg eingeplant hatte und nun ins wanken gerate, da ich kurz vor dem Ziel weitere Wege aufgezeigt bekommen habe dir mir vorher einfach nicht bekannt waren bzw. ich so nicht auf dem Schirm hatte.

Zu der von dir angesprochenen "Grundausbildung" stimme ich dir vollkommen zu! Ich vermute aber mal das du das auf meine jetzige Zeit, vor Ende der Dienstzeit beziehst. Und auch hier habe ich schon einiges an Maßnahmen hinter mir, nur irgendwie ist die Zeit die mir zur Verfügung steht auch begrenzt und "leider" hatte ich ein paar Jahre im Ausland verbringen dürfen was meine Möglichkeiten auf BFD Maßnahmen ebenfalls limitiert hat. Ich habe immer stets versucht das rauszuholen was geht. Was man mir ankreiden könnte wäre das ich keine Fernausbildung/ Studium gemacht habe, ich persönlich bin aber davon überzeugt das mir das nicht liegt.

Zum Thema DQR

Jap, ich kann die Berufsbezeichnung auch nicht in dem von dir verlinkten Dokument finden. Leider ist es wie so oft, man hat es irgendwo gelesen und kann es nicht mehr finden. Ich kann selbst die Worte "...damit befindet sich der staat. geprüfte Wirtschaftsinformatiker auf Bachelor Ebene" nicht mehr finden und ich bin mir zu 100% sicher das so gelesen zu haben! Werde es aber Nachreichen wenn ich es wieder finden sollte.

Es ist aber in der Tat so das die Zugangsvoraussetzung für diese Schule eine Kaufmännische oder im IT Bereich abgeschlossene Berufsausbildung, sowie min. 1 Jahr Berufserfahrung ist. Beides erfülle ich natürlich. Die Ausbildung zum "staat. geprüften Wirtschaftsinformatiker" ist keine Erstausbildung sondern eine Fachweiterbildung.

Es ist einfach nervig das es so viele Wege gibt. Warum kann es nicht wie in den USA sein? Bachelor/ Master - Ende. Und zu Fachbezogenen Dingen erwirbt man sich die Kenntnisse über Zertifikate. Nein man braucht in Deutschland 7 Stufen mit wirren Abschlussbezeichnungen etc.

 

 

 

 

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vor 4 Stunden schrieb Frageschlumpf:

Warum kann es nicht wie in den USA sein? Bachelor/ Master - Ende.

Dann studiere doch einfach, dann hast du USA Verhältnisse.

Die Eingangstests sind imo an den Unis recht moderat. Oft bieten die auch Vorkurse an. 

Es gibt auch Unis die ein normales Probestudium anbieten wo man eine moderate Anzahl von Credits in einem gewissen Zeitraum erreichen muss. Dann wählst du einen normalen Informatik Studiengang und machst danach den Master IT Sicherheit an der RUB.

bearbeitet von Graustein
Informatik vergessen

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Am 17.9.2017 um 18:49 schrieb Frageschlumpf:

Ich vermute aber mal das du das auf meine jetzige Zeit, vor Ende der Dienstzeit beziehst. 

Mit Grundausbildung meinte ich nicht die Vorbereitungskurse, sondern eine IT-Ausbildung. Selbst ein Bachelor-Studium vermittelt dir nur Grundlagen. Diese Grundlagen sind aber elementar wichtig für das ganze weitere Berufsleben.

Ich kenne das Curriculum des staatl. gepr. Wirt.-Inf. nicht, habe aber Bedenken, dass man in einer schulischen Mischweiterbildung (Wirtschaft, Informatik) nach 2 Jahren dicke Bretter bohren kann. Die Weiterleitung passt auch nicht so recht zu dem angestrebten Tätigkeitsfeld "Security". 

Versteh mich nicht falsch: Möglich ist vieles mit genug Eigeninitiative, aber der Weg sollte möglichst geradlinig zum Ziel führen, sonst braucht man entsprechend länger - oder verirrt sich. 

Lass dich nicht von dem DQR blenden, entscheidend sind die Skills. 

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