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Mittlere Reife | 2,23 Ø | Chancen auf eine Ausbildung

Empfohlene Beiträge

vor 15 Stunden schrieb Byte.:

Meine Frage: Ist es realistisch mit derartigen Noten sowie Erfahrung eine Ausbildung anzufangen oder sollte man das Abitur abschließen? 

Du solltest definitiv das Abi abschließen, wenn du die Chance hast. Sonst verbaust dir auch selber mehrere Chancen und ärgerst dich in einigen Jahren zu Tode.

Aber ich denke auch, du wirst mit deinen Noten momentan problemlos einen Ausbildungsplatz erhalten. Aber wenn ich mir deine Antworten so ansehe, würde ich mir an deiner Stelle auch eher Sorgen um dein Auftreten machen. Deine Antworten hier kommen wirklich etwas Großspurig rüber. Wenn dies beim Anschreiben und einem Bewerbungsgespräch ebenfalls so scheint, wird dies deine Chancen aber drastisch senken. Ich habe solche Bewerber immer ziemlich schnell aussortiert. 

Und gerade weil dies hier von so vielen angemerkt wird, darunter von einigen entscheidungsberechtigten Ausbildern, würde ich mir des zu Herzen nehmen.

 

/edit:

ich sollte hier noch einmal klarstellen, dass ich mit mit "Großspurig" nicht die erwähnten Kenntnisse und seine eigene Einschätzung derselben meine. Wie gut er wirklich ist wird spätestens, nach einigen Fragen, im Vorstellungsgespräch klar. Ich meine eher wie er sich ab dem ersten Post gibt. Wie er schreibt,  reagiert und antwortet. 

Wie gut er letztendlich wirklich ist, kann ich hier nämlich überhaupt nicht sagen. Weder anhand seiner Noten, noch anhand der  Selbstdarstellung seiner Kenntnisse. 

Was ich aber aus den Massen von Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen als Erfahrung heranziehen kann, ich würde mit jemanden der sich so gibt, als Ausbilder nur sehr schlecht auskommen.  Am Anfang meiner Zeit als Ausbilder habe ich noch stark auf Noten und Kenntnisse geachtet. Aber mit wachsender Erfahrung traten diese immer weiter in den Hintergrund und der Charakter des Bewerbers wurde wichtiger. 

bearbeitet von Sullidor

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Ihr unterliegt einem Denkfehler

Eben weil die Leute auf der anderen Seite des Tisches das seit Jahren machen (und Byte nicht) ist die Rollenverteilung klar. Konträr zu dem, was Ihr hier skizziert.

Die langjährigen Personal und Team-Leader wissen was ein "ich kann das sehr gut" eines 16-Jährigen Hobby-Entwicklers bedeutet und was nicht. Dass Ihr - nach x Jahren Erfahrung Eurerseits - den Frischling mit absoluten Standards (am besten gemessen an einem Senior-Entwickler) kommt, finde ich gelinde gesagt überheblich... von Euch. Ihr lebt vor, was ihr ihm lautstark anlastet.

 

Gut und Kontext

Aussagen wie "gut" sind stets im Kontext zu sehen. Das "gut" eines Grundschülers ist etwas anderes als das "gut" eines Master-Studenten. "Gute Kenntnisse" eines Ausbildungsplatzbewerbers sind etwas anders als "gute Kenntnisse" eines Senior Developer usw.

Nicht der 16-Jährige Frischling muss das professionelle Verhalten mitbringen, sich selbst verkaufen und einschätzen können. Der 30+ Jährige Personaler muss professionell sein und wissen, wie man mit Jugendlichen umzugehen und wie man deren Aussagen zu nehmen hat.

 

Ausbildung hat wenig Hürden?

Der Junge macht sich Gedanken um einen Ausbildungsplatz.

Auf der einen Seite wird im Forum stets betont, dass man nichts mitbringen muss für eine Ausbildung. Das wäre der Sinn einer Ausbildung. Im Unterschied zu einer Festanstellung, usw. usf. Und nun fahrt ihr einen Interessierten an, welcher (selbst bei nur grundlegenden Kenntnissen) immer noch deutlich mehr vorweisen kann, als ein großer Teil der Neu-Azubis oder Umschüler.

Weil Euch die Selbsteinschätzung eines Jugendlichen nicht passt?
*Klopf* *Klopf* Schon mal mit Kindern und Jugendlichen zu tun gehabt?

 

Seine Chancen

Machen wir uns nichts vor: Seine Chancen werden super sein.
Die Betriebe jammern reihenweise, dass sie kaum noch Azubis bekommen, weil so viele Studieren gehen. Der Bedarf ist enorm und kaum einer findet keinen Ausbildungsplatz in unserer Branche. Er hat Vorkenntnisse, eine mittlere Reife und solide Noten. Glaubt Ihr ernsthaft, dass es nun an einer falschen Selbsteinschätzung scheitert oder diese dort etwas gefährden könnte?

(Das ist übrigens mein letzter Beitrag zu dem Thema. Möchte hier keine OT-Diskussion vertiefen, sondern nur wiederholen, was ich zu derartigem Verhalten von vermeintlichen Profis und Entscheidern mit Berufserfahrung halte.)

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vor 4 Minuten schrieb Sullidor:

Du solltest definitiv das Abi abschließen, wenn du die Chance hast. Sonst verbaust dir auch selber mehrere Chancen und ärgerst dich in einigen Jahren zu Tode.

 

Ansich hast du ja Recht. Das Abitur hält einem die eine oder andere Tür offen. Aber wenn er jetzt lieber sofort mit einer Ausbildung beginnen will, auch um sich die Jahre da noch zu sparen, kann er das ja auch erstmal so machen. Das Abitur kann man immer mal wieder nachholen, sei es in der Abendschule oder nochmal als Vollzeitschüler. Man muss nur ehrlich sein: Wer sich ans Geld gewöhnt, setzt sich nicht gerne ohne nochmal irgendwo in eine Schule.

Ich würde empfehlen, die Ausbildung zu beginnen, und nach dem ersten Lehrjahr zu entscheiden, ob er nicht das Abitur zeitgleich in der Abendschule nachholen will. Ist natürlich eine harte Nummer, aber spart auf dem Karriere-Plan halt mal ein paar Jahre ein. Die Noten sollten nicht darunter leiden, aber je nach Vorerfahrung und Lernbereitschaft, sollte das auch nicht der Fall sein. So steht man nach der Ausbildung mit einer Lehre und dem Abitur da, und dass mit ca. 19-20 Jahren.

Man sollte nicht vernachlässigen wie viele später doch noch den Wunsch haben zu studieren, das würde ich so nie ausschließen. Das habe ich Anfangs selbt getan, und musste dann auch Abends alles nachholen, was mich 2 Jahre gekostet hat, die ich mir hätte sparen können.

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vor 48 Minuten schrieb SebastianB.:

Ich würde empfehlen, die Ausbildung zu beginnen, und nach dem ersten Lehrjahr zu entscheiden, ob er nicht das Abitur zeitgleich in der Abendschule nachholen will. Ist natürlich eine harte Nummer, aber spart auf dem Karriere-Plan halt mal ein paar Jahre ein. Die Noten sollten nicht darunter leiden, aber je nach Vorerfahrung und Lernbereitschaft, sollte das auch nicht der Fall sein. So steht man nach der Ausbildung mit einer Lehre und dem Abitur da, und dass mit ca. 19-20 Jahren.

Ganz ehrlich: Warum sollte man sich unnötig so einen Stress antun?

Bei guten schulischen Leistungen kann man schon im Vorwege vertraglich regeln, die Ausbildung früher zu beenden. Selbst wenn man das im Vorwege nicht tut, kann man weiterhin die Abschlussprüfung vorziehen. Im Endeffekt kommt man da auch mit 21 Jahren raus und es ist wesentlich stressfreier. Mit Abitur ist man ca. mit 19 Jahren fertig.  Wenn man dann die Ausbildung anfängt und dann auf 2 Jahre verkürzt, ist man 21. Auch ohne Abendschule. Das eine Jahr würde ich mir schon gönnen, um das Leben stressfreier zu machen.

Eines sollte man nicht vergessen: Wir Menschen werden immer älter. Warum also schon zum Anfang des Berufsleben so einen Stress machen? Wir müssen noch lang genug arbeiten.

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vor 1 Stunde schrieb Whiz-zarD:

Ganz ehrlich: Warum sollte man sich unnötig so einen Stress antun? [...]Eines sollte man nicht vergessen: Wir Menschen werden immer älter. Warum also schon zum Anfang des Berufsleben so einen Stress machen? Wir müssen noch lang genug arbeiten.

Irgendwann will man mal Ruhe haben. Der Abendunterricht ist Pille-Palle. Das ist mehr anwesend sein als anstrengend. Und ich vertrete die Meinung, lieber mit 25-26 Studium + Ausbildung in der Tasche zu haben. Aber wir sollten das nicht so ewig weit auswalzen, der TE will ja kein Studium machen. Ich hab mich nur geärgert, dass ich das Abi nachholen musste, und mir so wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Denn irgendwann will man auch mal (Weiterbildungen < 1 Jahr ausgenommen) fertig sein und sich nicht jedes WE mit der Uni beschäftigen. Denn kein Wochenende, dass schlaucht auf Dauer. Und besonders in jungen Jahren fällt das noch nicht so ins Gewicht.

Edit: Mit Ruhe haben meine ich keine permanente Anwesenheitspflicht, oder sehr langfristige Weiterbildungen, wie halt ein Studium oder was von der IHK.

bearbeitet von SebastianB.

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Am 18.10.2017 um 12:30 schrieb D-eath:

Du hast dir Assembler (x86?) und damit Rechnerarchitektur angeeignet und sprichst im selben Atemzug von HTML als Programmiersprache? Nicht schlecht.

Naja, unser Admin und Ausbilder @Chief Wiggum hat auch PHP abgesprochen 'ne Programmiersprache zu sein und wusste wohl nicht, dass es Turing vollständige SQL Dialekte (z.B. T-SQL oder Standard SQL mit PSM) gibt.. :)

"Vorgebildete" junge Cracks gab und gibt es genug. Mir fällt z.B. spontan Harald Welte (Linux netfilter/iptables) ein  - die Programmier-Skills vom OP zu bewerten überlasse ich denen, die seinen Code sehen. Auch mir bald 40 Lenzen schüttelt es mich immer wieder mal, wenn ich meinen eigenen Code von vor ein paar Jahren sehe - normal lernt jeder immer dazu.

Andererseits verstehe ich den Vorwurf der Überheblichkeit irgendwie schon - wir sind ja in Deutschland. Kennt noch einer diese Anekdote mit dem Dipl.-Informatiker auf dem Arbeitsamt? ( http://www.daujones.com/detail.php?usrid=4223 )

Btw: Die FISI/FIAW Ausbildung beinhaltet neben den technischen Aspekten auch Organisatorische, Kaufmännische, uvm.

Auch wenn ich ähnlich wie @Errraddicator denke dass sich mit der Vorbildung sicher relativ leicht eine Stelle finden läst:

Grundsätzlich kann ich nur dazu raten, das Abi durchzuziehen - auch wenn man später "nur" eine Ausbildung macht.
 

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vor 8 Stunden schrieb RipperFox:

Grundsätzlich kann ich nur dazu raten, das Abi durchzuziehen - auch wenn man später "nur" eine Ausbildung macht.

Vor allem im Hinblick auf den Wunsch zur Selbstständigkeit. Da ist ein Studium, sei es auch nur für die Vita, defintiv ein richtiger Bonus. Und das geht halt (berufliche Qualifikation zum Studium an einer FH außen vor) nur mit dem Abi.

Und mal ehrlich: Gerade die Jahre nach der Mittelstufe im Abi sind doch die geilsten, wenn ich mir da mal meine Freunde als Beispiel nehme. Lockeres Leben, jede Abiparty mitnehmen die es gibt, und mit 17-18 tut der Schädel morgens nur zwei Stunden weh.

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Ich sehe hier einen engagierten Jungen der sich auch privat für Informatik-Themen interessiert. Die Noten passen auch. Was will man mehr? Ich sehe hier überhaupt keine Probleme! Viele Unternehmen suchen genau solche Leute. Außer natürlich @Chief Wiggum wie er jedes mal und wieder wieder breit und ausführlich darlegen muss - langsam wirkt es schon wie eine Rechtfertigung :P ! ...

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Am 18.10.2017 um 14:11 schrieb Sullidor:

Am Anfang meiner Zeit als Ausbilder habe ich noch stark auf Noten und Kenntnisse geachtet. Aber mit wachsender Erfahrung traten diese immer weiter in den Hintergrund und der Charakter des Bewerbers wurde wichtiger. 

Du meinst "hire for attitude, train skills"? Gerade bei der Azubisuche macht das natürlich Sinn. Schließlich macht man die Ausbildung ja, um was zu lernen. Und Interesse, sich Kenntnisse anzueignen, was für den Beruf als Entwickler unglaublich wichtig ist, scheint mir hier vorhanden. Unsitten, die man sich selber antrainiert hat, hat jeder. Gerne wurden einem diese Unsitten aber auch beim vorherigen Arbeitgeber ganz gezielt vermittelt, weil das da der Standard war. Wenn man kein sturer Bock ist, legt man das dann aber auch ganz schnell wieder ab.

Ich persönlich würde mindestens die Fachhochschulreife zu ende machen. Bei einem Ausbildungsbeginn 2018 hätte @Byte. vermutlich gerade die 11 hinter sich? Das wäre dann ein wegeworfenes Jahr. Abi nachmachen an der Abendschule ist schwerer, als jetzt. Dann hat man nach der Arbeit weniger Zeit zum Lernen, Vollzeit geht vielleicht nicht, weil man auf Einkommen angewiesen ist...

@RipperFox krass, den Typen kenn ich aus dem Wacken-Forum ;)

 

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