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B.Sc Wirtschaftsinformatik - sinnvoll? Orientierung

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Hallo Community,

das Thema Studium kommt immer mal wieder "hoch" bei mir und mich würde gerne einmal Eure Meinung dazu wissen. Viele von Euch beschäftigen sich ja mit dem Thema Studium nach einer Ausbildung.

Kurz zu meiner Person. Ich bin 34 Jahre "jung" <_< und habe eine kaufmännische Ausbildung und eine als Fachinformatiker Systemintegration erfolgreich  abgeschlossen.
Ich arbeite seit ca. 10 Jahren in einem DAX Konzern, habe dort nach meiner Ausbildung als IT Service Techniker angefangen mich immer wieder weitergebildet und mich in andere Abteilungen beworben. Bin nun  seit ca. 4-5 Jahren in meinem Wunsch- und Interessenbereich Security tätig. Aktuell bin in ich im Bereich Sec. Consulting mit Fokus auf PKI, Identity bzw. Informationssicherheit tätig. Ich habe diverse Zertifizierungen wie u.a. den MCSE, LPIC, ITIL usw. und auch den  sehr umfangreichen und angesehenen CISSP.  Mein aktuelles Gehaltsband steuert in ca. 1-2 Jahren auf die 70k Jahresgehalt zu.

So, alles schön und gut aber dennoch kommt das Thema Studium immer wieder hoch. Der Treiber ist gar nicht mal das berufliche weiterkommen, das klappt bisher auch sehr gut, sondern eher das Ego, das hinter dem Wunsch steht. Mein Kollegium besteht zu 70%  aus Akademikern. Ich würde allerdings nur ein Fernstudium oder Abendstudium in Betracht ziehen.

Nun meine Fragen an Euch. Kennt Ihr das "Problem" bzw. wie geht Ihr damit um? Habt Ihr Erfahrung mit der FOM - Wirtschaftsinformatik? Die Herausforderung ein WiInfo Studium neben der Arbeit zu meistern ist groß und kräftezehrend. Ich müsste im Fach Mathematik sehr viel aufholen, ich war auf einer Wirtschaftsschule - also mittlere Reife.

Die anderen Optionen wären einfach mal die Firma wechseln, den Operativen Professional von der IHK zu machen, Micro  Degrees (Udemy, edx usw.), Zertifizierungen in Richtung Pentesting OSCP, CEH usw..

Hat jmd. noch andere Ideen die ich bisher noch nicht kenne? :-)

Was denkt Ihr darüber? Danke Euch und einen schönen Tag

 

 

 

bearbeitet von Marius83

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Also dein CISSP ist mal ein Zertifikat dass sehr angesehen ist (verglichen mit MCSA/CCNA natürlich auf einem anderen level ^^).

Ich sehe bei dir den IHK Meister eher... kontraproduktiv aufgrund deiner Fähigkeiten (CISSP, MCSE, LPIC). Wie viele deiner Kollegen haben einen "IT-Meister"? Leider ist der IT-Meister nicht so bekannt verglichen mit einem Bachelor.

Studium würde eher passen aus meiner Sicht. Nimm an einem Mathe Vorbereitungskurs teil bevor du studierst.

Nach der Arbeit noch zu lernen/studieren ist ätzend, aber für viele sind die 4-5 Jahre nur ein kleines Opfer.

Du bist noch 34 Jahre "jung". Wenn du später Kinder hast/kriegst, dann wird ein Studium noch viel schwieriger.

Du darfst nicht vergessen Zertifikate laufen aus, ein Bachelor eigentlich nie. Für mich wäre es eine sinnvolle Investition.

bearbeitet von Zaroc

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vor 2 Stunden schrieb Zaroc:

Also dein CISSP ist mal ein Zertifikat dass sehr angesehen ist (verglichen mit MCSA/CCNA natürlich auf einem anderen level ^^).

Ich sehe bei dir den IHK Meister eher... kontraproduktiv aufgrund deiner Fähigkeiten (CISSP, MCSE, LPIC). Wie viele deiner Kollegen haben einen "IT-Meister"? Leider ist der IT-Meister nicht so bekannt verglichen mit einem Bachelor.

Studium würde eher passen aus meiner Sicht. Nimm an einem Mathe Vorbereitungskurs teil bevor du studierst.

Nach der Arbeit noch zu lernen/studieren ist ätzend, aber für viele sind die 4-5 Jahre nur ein kleines Opfer.

Du bist noch 34 Jahre "jung". Wenn du später Kinder hast/kriegst, dann wird ein Studium noch viel schwieriger.

Du darfst nicht vergessen Zertifikate laufen aus, ein Bachelor eigentlich nie. Für mich wäre es eine sinnvolle Investition.

Das mit dem IHK "Meister" sehe ich jetzt auch nicht so sinnvoll. Ein Abteilungsübergreifender Kollege hat den  IT BUsiness Manger gemacht und fand ihn nicht schlecht. (Projektmanagement). WEnn dann müsste ich mich auch bald für ein Studium entscheinden denn wie du sagst, sobald Kinder da sind wird alles nicht gerade einfacher. Hat jemand Erfahrung mit der FOM?

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Die FOM ist imo ganz gut. Erfahrungen finden sich im Netz :)

Was ich da lese, es kommt wie immer auf den Dozenten an. Gibt viele gute einige mittelmäßige und paar schlechte.

Btw wäre nicht ein Studium IT Sicherheit besser? 

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@Marius83 ich finde der IHK Meister wäre praktisch für Einsteiger, oder Leute die mal eine Teamleiterfunktion haben wollen (sehr viel Stoff bzgl. personalwesen, rechte, mitarbeiterführung). Mit deinem Laufbahn/Skills bist du eher derzeit auf einer anderen Schiene.

Schau dir auch mal die FernUni Hagen an, wenn du nach deinem eigenen Tempo lernen möchtest (gute und schlechte Bewertung).

Aus meiner Sicht kann man auch nebenbei studieren, auch wenn man Kinder hat. Nur sollte man nicht erwarten, dass man jedes Wochenende mit Kumpels durch die Stadt ziehen kann, wenn man dann noch Kinder hat + Studium.

Wie Graustein beschrieben hat warum nicht Studium im Bereich IT-Security (ich bin mir jetzt nicht sicher ob es bei dir überhaupt rentiert wenn du ne CISSP Schulung + Berufserfahrung schon hinter dir hattest. Da würde ich Wirtschaftsinformatik nehmen, damit ich noch den BWL Teil habe)? Oder willst du dein Horizont/Karrieremöglichkeiten woanders erweitern? (Richtung kaufmänn.)

bearbeitet von Zaroc

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FOM ist top was den Bereich BWL/VWL angeht - wenn man das als einen Blick über den Tellerand betrachtet, kann sich das natürlich lohnen. Ob das dein Ego befriedigt ... weiß ich nicht. Zum Lebenslauf passt wohl besser ein Studium der IT Sicherheit, da würde sich der berufsgleitende Fernstudiengang der Friedrich Alexander Universität Erlangen anbieten.

Ansonsten sieht dein Profil relativ "fertig" aus (sofern man das in der IT sagen kann :P ) ...

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Von der IHK Schulung würde ich, in Deinem Falle, ebenfalls abraten. Das wird Dir nicht viel bringen. Weder fachlich, noch für das Ego.

Wenn, dann ein Studium. Fernuni Hagen ist schon ziemlich schwierig. Da scheitern nicht umsonst eine Menge Leute dran. Da sind die Quoten bei der FOM besser, soweit ich weiß. Was Du genau studierst, ist denke ich gar nicht soooo wichtig. Für den Bereich Security gibt es eh nur wenig direkt passendes und es geht Dir mehr um das Prestige / Drumherum. Das sollte auf jeden Fall klappen.

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vor 20 Stunden schrieb Marius83:

Nun meine Fragen an Euch. Kennt Ihr das "Problem" bzw. wie geht Ihr damit um? Habt Ihr Erfahrung mit der FOM - Wirtschaftsinformatik? Die Herausforderung ein WiInfo Studium neben der Arbeit zu meistern ist groß und kräftezehrend. Ich müsste im Fach Mathematik sehr viel aufholen, ich war auf einer Wirtschaftsschule - also mittlere Reife.

 

Hallo Marius,

ich bin jetzt im 4. Semester an der FOM im Studiengang Wirtschaftsinformatik. Ich Kann dir gerne mal ein paar Aufgaben im Bereich Mathematik zukommen lassen. Ein gesundes Fachabi reicht aber aus, um das Studium in diesem Bereich starten zu können. Generell ist es natürlich anstrengend, neben dem Job zu studieren. Nicht unbedingt weil man permanenten Lerndruck hat, sondern weil einem, je nach Modell, das Wochenende fehlt. Ich kann mich relativ gut organisieren, sodass ich quasi unter der Woche kaum Zeit für das Studium aufbringe, aber jeden Freitag-Abend und Samstags bis 15:30 Uhr in der Uni präsent zu sein, das koster enorm viel Zeit. Was ich unterschätzt habe, ist das Schlafdefizit, dass ich unter der Woche aufbaue und meist am Wochenende abgebaut habe. Wenn man aber Samstags in die Vorlesung muss, so hat man nur noch einen Tag zu Erholung, der dann meist fürs Lernen drauf geht.

Überleg also auch, ob du deine Wochenenden (alternativ 3x Abends unter der Woche) opfern willst. Ich würde dir erfahrungsgemäß zum Abendmodell raten, was aber bei mir wegen der >50km Anfahrt nicht in Frage kommt. So hast du das heilige Wochenende noch!

Zur fachlichen Tiefe: Die ist bei der FOM natürlich nicht so ausgeprägt, wie bei einer regulären Uni. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, da Themengebiete nach dem Semester meist eh nicht mehr präsent sind, sondern nur die großen Gliederungen. Die sind bei der FOM defintiv gegeben. Ebenso merkt man, dass die FOM das Geld, welches eingenommen wird (360€ monatl. für WInfo) sehr gut investiert. Neueste Gerätschaften, sehr saubere Räume mit sehr guten (auch hier gibt es Ausnahmen, die sich aber nicht lange halten!) Dozenten. Deine Anliegen werden sowohl von der Beratung als auch von den Dozenten selbst ernst genommen und teilweise bereits in der nächsten Vorlesung umgesetzt. WInfo ist nicht so groß besetzt wie die meisten anderen Studiengänge. Wir sind 15 Mann, was quasi einer kleinen Klasse entspricht. Daher kann der Dozent wirklich gezielt auf uns eingehen und die Übungen selbst betreuen! Natürlich hat man auch mal Module wie Human Resources, wo dann 100 Studenten die Vorlesung hören. In der Regel hast du aber immer die gleichen 15 Papnasen neben dir sitzen, sodass sich ein Klassengefühl entwickelt!

Im Großen und Ganzen bereue ich es nicht, das Studium begonnen zu haben. Natürlich bin ich froh, sobald es vorbei ist! Aber die Zeit ist defintiv nicht verschwendet und es gibt sehr viele lustige und lehrreiche Momente, die ich nicht aus meinem Leben streichen müssen möchte. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich gerne per PN an mich wenden, insofern es eher privater Natur ist. Ansonsten antworte ich dir gerne hier.

Gruß

Sebastian

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Es ist die Frage ob du dir das tatsächlich "aufbürden" willst. Denn irgendwie liest sich dein Posting danach, als ob alles bei dir im Job bestens läuft und der einzige Benefit wäre dir den Abschluss an die Wand nageln und mit deinen Kollegen gleich ziehen zu können.

Ich habe WInf. bei der AKAD studiert, war und bin im ÖD angestellt und muss ehrlich sagen, dass mich das Ganze weder Beruflich (also im Sinne von "anwendbares Wissen vermittelt") noch Persönlich voran gebracht hat. Mir hat es ausschließlich genützt um eine faire Eingruppierung zu erhalten...

Für einen weiteren beruflichen Werdegang ist es allerdings sicherlich nicht falsch sich einen "akademischen Grad" (wie das klingt) anzueignen.

 

Edith: Gerade dein Posting nochmal gelesen und festgestellt, dass ich wohl ein wenig OT bin:

Für die FOM kann ich natürlich nicht sprechen, aber bei der AKAD ging es eigentlich vom Aufwand her (damals, mittlerweile sind da wohl einige Umstellungen durch). Klar, zu lernen, Hausarbeiten zu erledigen usw.usf. sind immer. Aber ich denke, dass man das als halbwegs intelligenter und nicht übertrieben fauler Mensch hinbekommt. (Btw. war das Verhältnis BWL / IT bei mir gefühlt 60 / 40 )

bearbeitet von Eratum

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Am 30.1.2018 um 14:12 schrieb Marius83:

und auch den  sehr umfangreichen und angesehenen CISSP.

Wow, ich hätte nicht gedacht, dass wir hier im Forum jemand haben, der das geschafft hat. Mach mal bitte einen neuen Beitrag auf und erzähl etwas darüber.

Am 30.1.2018 um 14:12 schrieb Marius83:

Was denkt Ihr darüber?

Kurzer Realitätscheck: Dein (hoffentlich stets gültiger) CISSP ist mehr wert, als jedes in Deutschland beendete Studium.

Mein Tipp: Mach noch einen Zusatz um CISSP. Beispielsweise den CISSP - ISSMP.

Am 30.1.2018 um 14:12 schrieb Marius83:

Danke Euch und einen schönen Tag

Ebenfalls

 

 

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Also erstmal danke für die ganzen Antworten und Meinung!

@SebastianB. Merci für den langen Post und die Einblicke in das FOM Studienleben. Wenn es für dich kein zu großer Aufwand ist, kannst mir gerne mal ein paar Unterlagen von Mathematik schicken. Ich habe zum nächsten FOM Standort ca. 70 km allerdings könnte ich das mit dem Arbeitsweg verbinden. Wenn, würde ich das Modell unter der Woche nehmen wobei ich auch öfters mal auf Reisen bin was die Anwesenheit dann auch wieder schwieriger macht. Das WE Modell wäre eigentlich nicht wirklich passend bei mir. 

Grundsätzlich wäre ein Studium der IT -Sicherheit im sinnvollsten aber ich denke das hier der Aufwand um ein vielfaches höher ist  und neben dem Job einfach sehr hart ist. Zudem würde ich für die FOM und AKAD eine AG Förderung von 50% bekommen und auch noch Sonderurlaubstage. Also wenn WiInfo aber ich werde mir das nochmal gut überlegen ob ich mir das aufbürde. 

@Sheldor. Danke für die Blumen! Ja, hartes Brot die Prüfung aber lohnenswert. Kann gerne mal meine Lernstrategie und den Prüfungsablauf erläutern. Habe mit dem CompTia Security + angefangen, dann den "kleinen" Bruder vom CISSP, den SSCP gemacht und dann den großen CISSP wobei man sich den SSCP (eher technischer Natur) sparen kann. Habe das in einem Forum mal gelesen und genau so durchgezogen. Das Zertifikat ist ja auf 3 Jahre gültig und man muss jährlich 40 CPEs (continuing professional education) points nachweisen, also 120 in 3 Jahren dann ist man rezertifiziert. Ebenso jährlich ca 80$ maintanance fee löhnen.  1 CPE = 1 Stunde Fortbildung durch Webinare, Schlungen usw.. Gibt auch unterschiedliche Gruppen von CPEs A und B. Habe letzten letztes Jahr im Nov erst bestanden, von dem her ist alles ganz frisch :-) 

Allerdings würde ich das Zertifikat nicht als höhenwertig als einen Bachelor setzten, bzw. es ist letztlich ganz etwas anderes. Das Ding muss man immer wie schon gesagt mit CPEs aktuell halten, ist ja sowieso unabdingbar in der Branche und es zielt insgesamt bzw. "nur" auf das ganze Spektrum der Informationssicherheit ab (8 Domänen). Kann man mit einem Studium nicht vergleichen  und auch vom Workload nicht. Klar, es ist international sehr gut angesehen und die Recruiter lieben es. Ich kann ich nur empfehlen wenn man in der Sparte tätig ist. 

Schönen Abend noch allen!

 

 

bearbeitet von Marius83

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Hallo Marius,

vielleicht hast Du Dich mittlerweile ja schon entschieden - hier dennoch einige wenige Anmerkungen von mir.

Meiner Wahrnehmung nach geht es Dir um die akademische Herausforderung und den akademischen Abschluss. Da bist Du mir der Fernuni Hagen oder der FAU Erlangen besser beraten als mit der FOM. Der Grund ist ein ganz einfacher: Die FOM ist "nur" eine Fachhochschule und dazu noch eine, die im Vergleich zu den FHn mit Vollzeitstudium weniger Inhalt/Stoff vermittelt und meiner Ansicht nach auch deutlich weniger anspruchsvoll ist. D.h., wenn Du aktuell gefühlt "nur" einen IHK-Abschluss hast und mit Deinen Kollegen gleichziehen möchtest, dann wirst Du nach dem FOM-Bachelor eben auch "nur" einen FOM-Abschluss haben im Vergleich zu Deinen Kollegen, die einen Universitäts-Master vorweisen können.

Ich selber habe an der FOM Wirtschaftsinformatik (das kommt ja auch noch dazu, dass es an der FOM kein reines Informatikstudium gibt) Bachelor studiert und abgeschlossen; im fortgeschrittenen Alter mit über 40 (bin jetzt 46 und von der ursprünglichen Ausbildung Bankkauffrau und Diplomkauffrau - übrigens an der FAU - und habe jahrelang im Personalwesen und dort schwerpunktmäßig in der Rekrutierung gearbeitet).

Für einen Arbeitgeberwechsel brauchst Du kein Studium, Du hast bereits genug vorzuweisen. Wenn Du nicht gerade im Öffentlichen Dienst Deine Karriere fortsetzen willst, brauchst Du nicht zu studieren. Ich möchte das FOM-Studium nicht schlechtreden; wenn man Fachpersonal rekrutiert zählt immer das Gesamtpaket, das jemand mitbringt. Und ein "schwächer" bewertetes FOM-Studium machen junge Menschen nebenberuflich, d.h. sie bringen im Job die volle Leistung und ziehen eine jahrelange zeitintensive Fortbildung mit vielen abzulegenden Prüfungsleistungen durch, das ist insgesamt schon sehr beeindruckend. Für meine Kommilitonen, die eine FISI oder FIAE-Ausbildung mitgebracht haben, war aber eben doch vieles auch einfach nur Wiederholung. Z.B.: Ich habe im Infrastruktur-Modul meine Seminararbeit mit Vortrag über das ISO/OSI-Modell gemacht; das ist doch für Euch Fachinformatiker eher so was wie das kleine 1x1, oder? 
Schön bei der FOM war der Austausch mit den anderen, die angeregten Diskussionen, manche zum Teil sehr praxisnahe Dozenten und das Lernen und Seminararbeiten-Schreiben; wobei die beiden letztgenannten "Tätigkeiten" mir Spaß machen aber 48 Stunden vor dem jeweiligen Prüfungsleistungs(abgabe)Termin nur noch purer Stress sind. Sowohl an der Fernuni Hagen als auch beim IT-Sicherheitsbachelor an der FAU hättest Du weniger Kontakt mit anderen/ mit Kommilitonen.

Du schreibst, dass IT-Security Dein "Wunsch- und Interessensgebiet" ist. Von daher und gerade auch von München aus sind die wenigen Präsenztage doch auch sehr gut zu stemmen: Schau' Dir den nebenberuflichen FAU IT-Security-Bachelor an, zieh' ihn durch, wenn Du Gefallen an den Dozenten und der Konstruktion dieses Studienganges findest, zahl' ihn möglichst selber (keine Bindungsvereinbarung!) und such Dir nach dem Abschluss das für Dich spannendste Angebot aus. Du wirst die Qual der Wahl haben.

Noch am Rande: Mal abgesehen von den spannenden Themen, sich in der Forschung auszuprobieren und dem akademischen Grad - es gibt auch so Einiges, zu dem man als Student Zugang hat, als normaler Angestellter aber nicht. Ich habe mich für den Open Innovation Accelerator BIPA beworben und konnte tatsächlich teilnehmen (man muss Student oder Young Professional sein mit Studienende weniger als 3 Jahr her und bei BIPA entweder aus Bayern oder in Bayern wohnhaft sein). Dieser Bavarian- Israeli Partnership Accelerator bestand dann aus eine hochkarätigen 10-tägigen Workshop an einer Uni in Tel Aviv und einer 14-wöchigen virtuellen Teamzusammenarbeitsphase (je 2 Israeli und 2 "Bayern"). Wir gemischten Teams haben jeweils eine konkrete Aufgabenstellung eines israelischen Unternehmen in Zusammenarbeit mit deren Experten (sowie 2 Mentoren, einen aus Israel und einen aus Deutschland) bearbeitet. Das war anstrengend, aber einfach genial; ich möchte es nicht missen. Und so gibt es Einiges, zu dem Du nur als Student Zugang hast.

Freundlicher Gruß aus Mittelfranken

Doris

 

 

 

 

 

 

 

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Am 1.3.2018 um 19:59 schrieb Sternschnuppe:

 

 

Für meine Kommilitonen, die eine FISI oder FIAE-Ausbildung mitgebracht haben, war aber eben doch vieles auch einfach nur Wiederholung. Z.B.: Ich habe im Infrastruktur-Modul meine Seminararbeit mit Vortrag über das ISO/OSI-Modell gemacht; das ist doch für Euch Fachinformatiker eher so was wie das kleine 1x1, oder? 

Der BSc. Abschluss ist halt ein erster Berufsqualifizierender Abschluss. Das ist übrigens an der Uni genau so. Ich hatte damals im BSc. im Bereich Netzwerke praktische Aufgaben zum OSI Modell und auch zu einfachen Routing Algorithmen. Schwer oder besonders akademisch war das auch nicht, weil das einfach praktische Dinge sind. Das OSI Modell gehört einfach zu den Grundlagen und die werden dort eben auch vermittelt. Ein Info Studium fängt immer bei 0 an.

Dazu kommt, dass Wirtschaftsinformatik keine FI Vertiefung ist. Infrastruktur ist an der FOM ein Modul von ca 30. Die Anderen die überwiegend Wirtschafslastig sind, wurde definitiv vom Inhalt nicht in der FI Ausbildungen vermittelt. Auch wenn man in einem Modul Projektmanagement auch mal einen Netzplan sehen wird. Von wegen da wäre vieles nur Wiederholung. Ist klar =P ...

bearbeitet von Arvi

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Eventuell noch eine Option: BSc Wirtschaftsinformatik im VFH Verbund der an einigen Fachhochschulen (leider nicht im Süden) angeboten wird: https://www.vfh.de/wirtschaftsinformatik/

Hat den Vorteil, dass du an einer staatlichen FH studierst und die Kosten sich im Rahmen halten (ca 80 EUR pro Modul + Studiengebühren, also ~3000 EUR insgesamt)

Da es nur 4 sogenannte Präsenzwochenenden (+ Klausurtermine) pro Semester gibt an denen man Freitag/Samstag Vorlesungen hat, ist es auch für Leute zu machen die von weiter weg kommen, der Rest läuft im Selbststudium / Online ab was mir gut gefällt da es zeitlich sehr flexibel ist. Ich lerne zb. lieber morgens und am Wochenende, das funktioniert für mich gut, wenn ich dauernd in der Woche Abends noch in Vorlesungen hocken müsste, wäre das nicht so meins.

Du kannst Dir ja mal die Module/Inhalte ansehen: https://www.vfh.de/winfb-studienplan/

Ich selbst studiere allerdings Medieninformatik, was insgesamt noch etwas Mathe/Theorie-lastiger ist wenn ich mir den Modulplan ansehe, aber imo. noch gut schaffbar. Ich weiss nicht wie es an der FOM ist, aber an der FH muss ich für gute Noten schon ordentlich ackern (in manchen Modulen mehr, in manchen weniger), so das es mich zufriedenstellt und ich nicht das Gefühl habe ich kriege etwas geschenkt.

An der FernUni Hagen ist das allerdings noch mal anders, da geht es in Mathe und IT Theorie noch mal deutlich tiefer. Für mich wäre damals nur der reine Informatik BSc in Frage gekommen, aber das ist neben einem Vollzeit Job schon sehr harter Tobak teilweise. In Wirtschaftsinformatik mag es weniger sein, es gibt aber auch da alleine in Wirtschaftsmathematik 2 Module (Lineare Algebra und Analysis) die es schon in sich haben + einige sehr theoretische IT Kurse. Auch an der FH hatte ich 2 Mathe Module zu diesen Themen und weiteres zu Algorithmen und Datenstrukturen usw, aber eben auf einem Niveau das schaffbar ist und für die Industrie imo völlig ausreichend ist. Die FernUni Hagen muss im Prinzip Wissenschaftler ausbilden, wenn das du das von vornherein ausschliessen kannst, weiss ich nicht ob sich der zusätzliche Aufwand rentiert. Es ist nicht so dass das VFH Studium dadurch einfach ist, auch hier fallen genug Leute durch die theorielastigen Modulen.

Neben dem Vollzeitjob über 6 Jahre so einen BSc durchzuziehen ist schon hart genug und macht Eindruck auf Arbeitgeber, ob der dann von der FH oder UNI ist, ist imo wenig relevant.

bearbeitet von barthq

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Mit den Qualifikationen kann man sich mit Sicherheit auch einige Kurse anrechnen lassen und Zeit sparen. Da kann die Studienberatung auf jeden Fall weiter helfen.

Ich bin aktuell im 6. Semester von dem IT-Sicherheits-Bachelor an der FAU. Ich habe mir das Studium nach Interesse ausgesucht. IT-Sec ist einfach das, was mich am meisten reizt :) (Vorbildung -> Abi + FiSi)

Mathe am Anfang vom Studium ist definitiv eins der aufwändigeren Module, aber auf jeden Fall machbar. Zwischendrin gibt es auch immer mal wieder ein Fach, das nicht ganz so interessant ist, wie der Rest. Die Dozenten waren bisher alle sehr gut. Sowohl fachlich als auch persönlich bei Präsenzveranstaltungen.

Einziger "Nachteil" des Studiums: Es findet nicht nur in Erlangen statt. Wir haben Präsenzveranstaltungen in Erlangen, Berlin, Bochum, Offenburg und Darmstadt.

Die Präsenzveranstaltungen sind (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) aber keine Pflicht!

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Vielen Dank für die vielen Posts! Ich habe mich aktuell nicht bei der FOM eingeschrieben, da Wirtschaftsinformatik mich nicht wirklich "voranbringt". Ich bin vor kurzem auf diesen Masterstudiengang aufmerksam geworden, genau das wäre es eigentlich! Leider nur an der TH Brandenburg studierbar, letztlich ein CISSP in ein Masterstudiengang gegossen, salopp gesagt.

https://www.security-management.de

Wenn es diesen Studiengang einmal als reines Fernstudium gibt oder an einer FH Berufsbegleitend in Bayern angeboten wird, da wäre ich sehr sehr interessiert. Solange werde ich schön meine CPEs für den CISSP pflegen und auch noch den CCSP (Certified Cloud Security Prof. ) bzw. den CompTia Pentest+ in Angriff. nehmen.

Viele Grüße aus München! 

bearbeitet von Marius83

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