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Wie hoch sind die Übernahmemöglichkeiten nach einer Umschulung?

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Ob ich Kritik von Mods und Usern bekomme, ist mir relativ egal. Ich habe mich nicht in diesem Forum angemeldet um dadurch Anerkennung zu erhalten.

In welcher Form habe ich dich diskreditiert? Hast Du dich angesprochen oder provoziert gefühlt weil Du ein Gruppenumschüler bist der einen Praktikumsplatz sucht? Ich kann kein Posting von mir finden, in dem ich dich irgendwie angesprochen oder auch nur ansatzweise persönlich beleidigt habe, so wie Du es in diesem Thread mehrfach mir gegenüber getan hast.

Ich habe dem TE geraten sich nicht vor einer eventuellen Umschulung zu stark darauf zu konzentrieren, ob er eventuell durch einen eventuellen Umschulungsbetrieb übernommen wird. Dazu habe ich ihm noch geschrieben, dass er sicher andere gute Job Möglichkeiten finden wird, wenn er gut ist. Weiter habe ich ihm eher dazu geraten eine duale Umschulung zu absolvieren, als eine Gruppenumschulung. Ich finde an diesen Aussagen ist rein gar nichts zu kritisieren.

 

bearbeitet von ITCS

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Gast default1990

Ich suche keinen Praktikumsplatz und genau das war der Punkt, in dem ich dir widersprochen habe.

Du sagtest, dass dir kein guter Betrieb bekannt sei, der uns überhaupt nimmt. Aber wir haben fast alle Plätze gefunden. Manche mussten hart arbeiten und dürfen jetzt Drucker auffüllen und Kaffee kochen, andere sind mit wenig Aufwand in tollen Firmen gelandet.

Deine - zweifelsohne langjährige - Erfahrung in allen Ehren, aber oft hast du einfach Unrecht und wirst dann sauer, dass man dich nicht für voll nimmt. Das Mindeste sollte doch die Einsicht sein, dass niemandes persönliche Anekdoten von universeller Relevanz sind.

bearbeitet von default1990

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Also zum Topic zurück. 

 

Hallo erstmal,

Ich war zu Anfang der Umschulung 27 Jahre alt. Ich habe auch letztes Jahr im Winter meine Abschlussprüfung mit einer Gesamtnote  3 bestanden. Das Forum war mir in dieser Zeit auch sehr behilflich, dafür möchte ich mich nochmal Herzlichst bedanken. 

Wie kam ich zu einer Umschulung? 

Das war allein meine Entscheidung! Nach meiner Ausbildung habe ich 4 Jahre als Industriemechaniker gearbeitet (Über Arbeitnehmerüberlassung) und wurde von rechts nach links geschickt. Und irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und habe die Einzig richtige Entscheidung getroffen die Umschulung zum FISI zu machen. Man muss gesagt haben das ich mich schon immer für Technik interessiert habe, aber es reicht nicht aus nur Interesse an Computern zu haben oder Softwareinstallationen zu machen. der Beruf ist breit gefächert. 

Wie war meine Umschulung?

Vorneweg, unsere Umschulung war mit Live Trainern und das wollte ich auch. Ich finde es gut das man direkt Fragen an den Trainer stellen kann und er bei Problemen vor Ort troubleshooten kann. Außerdem hatten wir nur 4 Monate Theorie 15 Monate Praktikum und danach hatten wir die Vorbereitung zur Abschlussprüfung. Die Umschulung war am Anfang echt hart für mich persönlich, da mir vieles neu war und die Themen sehr schnell abgearbeitet worden sind. Darüber hinaus haben wir 2 Zertifikate gemacht, MTA und ITIL Foundation. Das Praktikum ist immer eine Glückssache. Ich konnte während des Praktikums leider nicht soviel tun, weswegen ich nicht durch mein "Ausbilder" lernen konnte. Doch ich habe durch Selbstinitiative mir vieles selbst beigebracht durch Virtualisierung.

Nach der Umschulung

Nach erfolgreichen bestehen habe ich nicht lange suchen müssen für ein Arbeitsplatz mit guter Bezahlung. Aber es war auch für mich Persönlich nicht einfach etwas gutes zu finden, weil ich gemerkt habe das es Unmengen an Zeitarbeitsfirmen gibt die händeringend suchen, die ich vermieden habe. Ich habe zwei gute Arbeitsverträge bekommen und mich für das beste entschieden. 

Mein Arbeitgeber

Bin zurzeit Super zufrieden. Die Mitarbeiter sind echt nett und hier lerne ich jetzt erst richtig was!

Gehalt: ca. 34.000€ und im zweiten Jahr ca.38.000€ (13.Gehalt + Sonderzuzahlung)
Urlaub: 30 Tage
Arbeitszeit: 39 STD flexible Arbeitszeit
Benefits: Betriebsrente, Bahncard, VWL, KFZ-Versicherung Vergünstigung und noch vieles mehr was mir grad nicht einfällt

 

Ich denke es kommt drauf an was du in deiner Umschulung lernst und in welche Projekte du involviert wirst. Umso mehr du machst desto teurer kannst du dich verkaufen. Natürlich kann es auch sein das du erstmal nichts findest, aber glaube mir, die Ausbildung ist Goldwert.

 

bearbeitet von Shanks06

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Wenn ich nur mal fragen darf... @MadPirat

Ist das ein Gruppenumschüler, der bei euch Praktikant ist? Oder ist das ein Einzelumschüler der seine komplette Umschulung bei euch absolviert und eine normale Berufsschule besucht?

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vor 20 Stunden schrieb ITCS:

Wenn ich nur mal fragen darf... @MadPirat

Ist das ein Gruppenumschüler, der bei euch Praktikant ist? Oder ist das ein Einzelumschüler der seine komplette Umschulung bei euch absolviert und eine normale Berufsschule besucht?

Bin mir nicht so ganz sicher was ein Gruppenumschüler ist, aber er ist seit ca. 1 Jahr bei uns und bald fertig. So wie ich das verstanden habe, hat er den gesamten praktischen Teil bei uns gemacht. Bin mir jetzt aber nicht 100% sicher wie das bei Umschülern läuft.

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Am 16.3.2018 um 07:23 schrieb MadPirat:

Bin mir nicht so ganz sicher was ein Gruppenumschüler ist, aber er ist seit ca. 1 Jahr bei uns und bald fertig. So wie ich das verstanden habe, hat er den gesamten praktischen Teil bei uns gemacht. Bin mir jetzt aber nicht 100% sicher wie das bei Umschülern läuft.

Es gibt zwei Formen in denen man eine Umschulung absolvieren kann.

Überbetrieblich - Heißt man hat erst ein komplettes Jahr Unterricht. Findet heute meistens über Online-Plattformen, gibt aber auch noch anbieter die tatsächlich richtigen Unterricht in Klassen machen. (Da bin ich momentan untergebracht und kann mich nicht beschweren!)
Nach dem Jahr Theorie geht es dann ein Jahr in die Praxis. Man ist also nicht in einem Betrieb als "Azubi" angestellt, sondern hat einen Bildungsträger. Wird z.B. von der Agentur via Bildungsgutschein gefödert.

Betrieblich - Ist die Klassiche Duale Ausbildung mit dem Betrieb als Träger. Man besucht die Berufsschule in Blöcken oder an festen Tagen, den Rest der beiden Jahre arbeitet man im Betrieb.

Den Kostenträgern ist die zweite Form lieber, da (eine gute überbetriebliche Umschulung schnell < 30k kostet) die Aussichten auf einen Beruf nach Abschluss der betrieblichen Umschulung meist besser ist als bei der Überbetrieblichen.

 

Wenn du sagst er ist seit einem Jahr bei euch und bald fertig vermute ich er fällt unter die erste Form.

bearbeitet von Venetas

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Hallo thesicilian2309,

es ist natürlich machbar. Ich hab 2016 erst meinen Realschulabschluss nachgeholt, danach noch den Führerschein gemacht und mich dann ebenfalls bei einer Umschulung angemeldet. Davor war ich lange nur in der Gastro tätig und hab nicht wirklich eine Perspektive für mich gesehen. Nachdem ich aber meinen Schulabschluss in Eigenregie (Schulfremdenprüfung) nachgeholt und ein überdurchschnittliches Ergebnis bei dem Eignungstest des Amtes erzielt hatte, waren aufeinmal alle bereit mir zu helfen.

Bildungsgutschein, direkt bei einer Schule angemeldet, extra Umgezogen, damit der lange Arbeitsweg nicht zur Behinderung wird, und mich voll drauf eingelassen. Der Tele-Unterricht ist Geschmackssache, aber wenn man mitmacht, bekommt man aufjedenfall die Basics gut vermittelt. Ab und zu hat man einen nicht so kompetenten Dozenten, da muss man dann halt selber etwas nachhelfen. Generell kommt man auch nicht drum, sich selber Themen beizubringen. - In meiner Klasse hat jeder ein Praktikum gefunden. Von meinen Klassenkameraden, mit denen ich noch im Kontakt stehe, sind alle sehr zufrieden. Ich selber hatte auch kein Problem einen Platz zu finden. Bei mir hat es direkt beim ersten Vorstellungsgespräch geklappt. Ich arbeite jetzt als Praktikant (Teil der Umschulung) in einer mittelständischen Firma mit ca. 60 Mitarbeitern, mein Team ist jung und wir dürfen mit neuen Technologien wie Alexa von Amazon arbeiten. Auch eine Übernahme ist möglich, so wie sich das bis jetzt anhört. Mir gefällt es aufjedenfall sehr gut hier und das wichtigste: ich habe eine Perspektive, die mir gefällt. Ich werde bei der Abschlussprüfung genau 35 Jahre alt sein. Wenn es dir wirklich wichtig ist, zieh es durch! Die IT-Branche is lukrativ und bietet viele Jobs.

Viel Erfolg!

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Ich melde mich auch mal zu Wort, da ich momentan in so einer Umschulung (allerdings zum AEler) bin.. Bei mir an der Schule ist Eigeninitiative das A und O. Die Dozenten sind weder motiviert, noch informiert und ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Schüler (die im übrigen alle mit ner internen 1,x abschließen werden, weil die Klausuren lächerlich sind und meistens noch nichtmal beaufsichtigt werden) nach seiner Probezeit im Betrieb nicht übernommen wird. Die Programmierkenntnisse, die ich mitgenommen habe, waren die ersten geschätzten 12 Seiten eines 1000-Seiten-Java Buches (wortwörtlich war die switch-Anweisung das höchste der Gefühle, die uns auch noch ohne breaks beigebracht wurde, weswegen ich in einen Disput mit dem Dozenten einsteigen musste...) Das heißt, wenn du die falsche Schule erwischst, bleibst ALLES an dir hängen. Ich persönlich hatte das Glück, schon etwas Vorwissen aus ein paar Semestern an der Uni mitgenommen zu haben.. aber wir haben immernoch Systemintegratoren (jetzt kurz vor der Prüfung), die morgens statt des Zeittrackingprogramms selbst, die Installationsdatei starten, weil da am Ende das Häkchen "nach Installation starten" angewählt ist und das Programm folglich startet. Echtes Wissen nimmst du erst im Praktikum mit und da kann es dich schonmal überfordern, wenn du von den absolutesten Grundlagen Java in ein PHP-System mit Frontend-Verarbeitung, Datenbankanbindung und was weiß ich noch alles geschubst wirst - oder gar noch schlimmer, wenn du das nicht im Praktikum, sondern erst beim ersten Job erlebst.. 

Dass bei solch desolaten Schulen der Ruf des Umschülers generell in den Schmutz gezogen wird, ist kein Wunder. Dass die Chance, nach der Umschulung übernommen zu werden, darunter leidet, auch nicht. Ich denke aber, Qualität wird sich immer durchsetzen. Wenn du kannst, worauf du dich bewirbst, ist der Werdegang fast egal - dann muss die Bewerbung halt aussagekräftig genug sein. Gesucht wird auf jeden Fall genug.

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Ich finde Argumente immer schwach, die pauschalisiert werden. Wenn jetzt jemand sagt, alle Umschüler haben schlechte Chancen, mag das sicherlich auf manche zutreffen - aber nicht auf alle. Aber ist das denn in der regulären Ausbildung anders? Auch da gibt es die, die keinen Bock haben und deren Ausbildungsbetrieb sie einfache Tätigkeiten machen lässt. Entscheidend ist, wie jeder damit umgeht! Der eine sieht sich in der Opferrolle und jammert rum, der andere macht etwas dagegen und liest sich Abends noch in Themen ein und wurstelt ein bisschen. Wen wird der Arbeitgeber wohl lieber einstellen?

Da Bill Gates gefallen ist: es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass jemand der nächste Gates oder Musk oder Zuckerberg wird. Aber dennoch kann man von diesen Menschen lernen. Die haben auch nicht darauf gewartet, bist jemand sie reicht gemacht hat. Sie haben ihr Schicksal selber in die Hand genommen. Es ist immer die eigene Entscheidung, an seinem Leben etwas zu ändern und es ist auch nie zu spät damit anzufangen. Und wenn man es schwerer hat - zum Beispiel durch eine schlechte Ausbildung, sei es durch einen schlechten Bildungsträger oder einen schlechten Ausbildungsbetrieb - muss man eben doppelt so hart dran arbeiten! Es bringt als Umschüler nichts zu sagen: "och ne, ich krieg keinen Job weil ich Umschüler bin". Für alle anderen ist aber genauso realitätsfern zu sagen: "ich habe eine reguläre duale Ausbildung, ich kriege jeden Job den ich möchte". 

Schaut euch doch einfach mal das Forum an: Hier gibt es super ITler, die eine Umschulung gemacht haben. Und es gibt Leute mit Ausbildung bei denen man (übertrieben gesagt) denkt: "was will der denn in der IT??".  Aber hört bitte mit eingeschränktem Denken auf. Leider geht es gerade auch gesellschaftlich in diese Richtung, schaut euch doch mal die letzten Wahlergebnisse an... Für die Menschheit ist das ein Schritt Zurück. Wir sollten eher unsere Zukunft positiv gestalten! 

Sorry, wollte das nur mal gesagt haben, weil wir darauf achten sollen, wie wir mit Menschen umgehen, was wir über Menschen(gruppen) denken und was wir damit anrichten. 

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