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Hallo zusammen,

 

ich beende im Sommer 2018 meine Ausbildung zum FISI.

Da ich im Internet nichts handfestes finden konnte, melde ich mich hier.

 

Hat jemand Erfahrung, welche Voraussetzungen gelten, um an Berufsschulen in Bayern unterrichten zu dürfen? Ist hier ein Lehramtstudium inklusive Referendariat zwingend erforderlich? Gibts die Möglichkeit als Quereinsteiger einzusteigen und wird man dann verbeamtet?

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https://www.km.bayern.de/lehrer/lehrerausbildung/berufliche-schulen.html

Der erste Link, den Google ausspuckt.

Quote

Zweiphasige Lehrerausbildung

Hierauf ist auch die zweiphasige Lehrerausbildung ausgerichtet. Die Befähigung das Lehramt an beruflichen Schulen können Sie auf folgende Weise erwerben:

  • Durch ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen in den verschiedenen Fachrichtungen bzw. einem Studium der Wirtschaftspädagogik
  • sowie darauf aufbauend durch einen zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das Lehramt an beruflichen Schulen mit anschließender erfolgreicher Ablegung der Zweiten Staatsprüfung. 

 

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Gast default1990

Man ist als Fisi ja auch nicht gleich Schreiner, wieso sollte man dann Lehrer sein? Man hat doch überhaupt keine pädagogische oder didaktische Ausbildung.

bearbeitet von default1990

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Als Ingenieur/ Informatiker kann man an Beruflichen Schulen den Quereinstieg schaffen, wenn eine Berufsschule einen nimmt. Wir hatten in Erlangen im Jahr 2009 mehrere Ingenieure als Refrendare, weil überall Kurzarbeit war.

Der normale Weg nach der Ausbildung in Bayern ist aber ein Lehramt-Studium an der TUM oder der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nur dort kann man sich auf Informatik spezialisieren!

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vor 13 Minuten schrieb SaJu:

Als Ingenieur/ Informatiker kann man an Beruflichen Schulen den Quereinstieg schaffen, wenn eine Berufsschule einen nimmt. Wir hatten in Erlangen im Jahr 2009 mehrere Ingenieure als Refrendare, weil überall Kurzarbeit war.

Kann es auch bei mir bestätigen. (Bayern)

Unser Berufsschullehrer hatte nur Wirtschaftsinformatik studiert. Hatte sich damals dort beworben und hatte dort auch so ein Art "Vorstellungsgespräch" geführt. Seine Fähigkeiten + Kenntnisse erfüllten alle Anforderungen außer dass er kein Lehramt studiert hatte.

Sie haben Ihn angeboten, dass wenn er es nachholt, dass Sie Ihn unbefristet einstellen würden (es gab damals in Passau kaum jemand der IT Lehrer sein wollte).

Er meinte dass er nie wieder studieren möchte. Er ist dann gegangen.

Leider ist ein Lehrer (der damals die ganze "IT-Abteilung" aufgebaut hatte) in d. Ferienzeit gestorben und einen Ersatzlehrer hatte man nicht gefunden bzw. stand nicht zur Verfügung.

Man hatte Ihn dann nochmal angerufen und meinte dass man Ihn einstellen würde (ohne Lehramt + Verbeamtung[das kam 2 Jahre danach]).

 

bearbeitet von Zaroc

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@username098 zu nummer 2 (in bayern): es ist möglich sich einfach zu bewerben (mit Studium im Bereich Informatik).

Problem laut unserem Lehrer war aber, dass man Lehramt (habe ich es richtig formuliert?) studiert haben sollte. Bei Ihm war es damals eine Ausnahme weil ein Lehrer gestorben ist und niemand einspringen (es gibt nur sehr wenige die als IT-Lehrer arbeiten wollen) konnte.

Er wurde erstmal eingestellt (ohne Verbeamtung) und wurde dann direkt nach 2 Jahre "Probe" verbeamtet. Ich bin mir sicher, dass einiges im Hintergrund gemacht wurde, da sowas sehr selten auftaucht.

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Wenn Du wirklichLehrer werden willst, würde ich Dir zum Lehramt raten. Dort wirst Du zusätzlich einiges Richtung Pädagogik und Didaktik lernen, was sehr nützlich ist. Dafür wird es aber fachlich nicht so in die Tiefe gehen, wie im Informatik-Studium.

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In Bayern ist Quereinstieg in Informatik schwierig. Elektrotechnik/Ing geht und wird ab und an ausgeschrieben.

 

Der bullshit, das muss Manns sagen, in Bayern ist, dass das Studium sehe fix ist. Als berufsrichtung kann man quasi nur Elektrotechnik wählen. Will man danach an eine Berufsschule für FI ist das also alles verschwendetes gelerntes.

Statt wie in anderen BL Informatik + X zu wählen, da teilweise in manchen x auch Mangel herrscht an der BS...

Sehr unsinnig 

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Gast default1990
10 hours ago, SaJu said:

Wenn Du wirklichLehrer werden willst, würde ich Dir zum Lehramt raten. Dort wirst Du zusätzlich einiges Richtung Pädagogik und Didaktik lernen, was sehr nützlich ist. Dafür wird es aber fachlich nicht so in die Tiefe gehen, wie im Informatik-Studium.

Wieso denn, das kann man doch von allein, man war doch selbst mal Schüler.

Also ernsthaft, selbst Gymnasiallehrer, die an der Uni und nicht an pädagogischen Hochschulen studieren, haben zumindest Kurse in Fachdidaktik, Pädagogik und rudimentärer Schulpsychologie belegt. Von Pflichtpraktika und dem Referendariat mal ganz zu schweigen.

Die Vorstellung, dass jemand als FiSi komplett ohne all das einen guten Lehrer abgibt, ist völlig albern. Selbst wenn man sich da so reinwieseln kann.

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Wie schon oft gesagt: Bildung ist Ländersache!

Genauso ist Gymnasiallehramt Gymnasiallehramt (egal ob Uni oder Pädagogische Hochschule) oder Berufsschullehramt ist Berufsschullehramt.

Als Fachinformatiker warst Du zwar in einer FI-Klasse. Hast Du aber auch schon vor sogenannten JOA-Klassen (Jugend ohne Ausbildungsplatz) gestanden? Unsere Informatik-Lehrer mussten auch diese unterrichten und das erfordert ganz andere didaktische Kompetenzen.

bearbeitet von SaJu

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Gast UnknownX

Was lernt man denn so an didaktischen wertvollen Kompetenzen? Ist mir in der gesamten Schullaufbahn (bis auf Grundschule) nicht einmal aufgefallen.  Ach doch Übungsblätter von 1986.

Fast erwachsene Menschen an einer Berufsschule auszubilden, traue ich jemanden aus der Wirtschaft mehr zu. Eher als irgendeinen „echten“ Lehrer aus der Beamtenblase.

bearbeitet von UnknownX

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Dann gebe ich Dir mal eine Übungsaufgabe für Informatik-Refrendare an Berufsschulen:

"Es ist Freitag morgens, kurz vor Ende des Schuljahres. Es ist momentan nur die Hälfte der Klasse anwesend und ein Großteil unmotiviert. 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn kommt eine Gruppe von 5 Schülern "betrunken" in den Unterricht. 1 Schüler kommt eine halbe Stunde zu spät mit dem Grund "verschlafen zu haben". Parallel dazu gibt es dazu auch Schüler, die die restliche Zeit in der Schule ausnutzen und motiviert lernen will. Wie reagieren Sie? Schreiben Sie Ihr pädagogsches Konzept und reichen Sie dieses ein."

Solche Aufgaben haben unsere Refrendare erhalten. Wir haben an unserem letzten Schultag so eine Aufgabe vorgelesen bekommen.

Wie oben geschrieben, muss man in Bayern zusätzlich Klassen betreuen, wo Hauptschüler/Mittelschüler ihre 10 Jahre Schulpflicht noch nicht erfüllt haben. Manche davon haben die Schule sogar abgebrochen. Das sind die sogenannten JOA-Klassen. Der Umgang und die Aufgabenerstellung für solche Berufsschüler erfordern auch wieder spezielle "didaktische Kompetenzen". Dort kannst Du mit keinen Aufgaben für IT-Klassen kommen.

 

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Gast UnknownX

@SaJu Danke für das Beispiel - ändert zwar nicht viel an meinen negativen Erlebnissen im Bezug auf Umgang mit Schülern, aber zumindest kann sich jeder jetzt etwas darunter vorstellen, was Lehrer lernen müssten.

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Gast Arvi

Ich glaube schon, dass man ohne Lehramtsstudium unterrichten kann. Man wächst ja mit seinen Aufgaben. Ich würde es aber wohl nicht machen ohne Lehramt weil es beim Quereinstieg ja immer diese 2 jährige Bewährungsfrist gibt. Wenn da jemand dann innerhalb dieser Zeit mit Lehramt ins Refenderiat möchte, dann muss der Quereinsteiger gehen - egal wie gut seine Leistungen waren. Das ist natürlich sehr bitter.  Wenn man noch unter 30 ist und man das wirklich will, dann würde ich den langen Weg mit Abitur und Uni-Lehramt in Kauf nehmen. Selbst wenn man schon Informatik studiert hat, würde ich gucken, ob ma irgendwo in ein entsprechendes Master Programm mit Auflagen kommen kann. Ansonsten wäre meine Wahl wohl die Erwachsenenbildung. Da verdient man mehr und man hat mehr Chancen in der freien Wirtschaft ohne Unsicherheiten durch die 2 Jährige Frist auf deren Verlauf man keinen Einfluss nehmen kann.

 

 

bearbeitet von Arvi

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Hier mal ein paar Informationen für NRW:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Anerkennungsverfahren/SeiteneinstiegBeruf/index.html

Dort steht:

Zitat

An der berufsbegleitenden Ausbildung kann teilnehmen, wer

  1. einen an einer Universität erworbenen Hochschulabschluss nachweist, der auf einer Regelstudienzeit von insgesamt mindestens acht Semestern beruht und keinen Zugang zu einem Vorbereitungsdienst nach § 5 Lehrerausbildungsgesetz eröffnet,
  2. eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit oder eine mindestens zweijährige Betreuung eines minderjährigen Kindes nach Abschluss des Hochschulstudiums nachweisen kann,
  3. die für die Unterrichts- und Erziehungstätigkeit erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse besitzt und
  4. im Rahmen eines Auswahlverfahrens mit positiver Prognose über den Ausbildungserfolg in den Schuldienst des Landes Nordrhein-Westfalen im Tarifbeschäftigungsverhältnis eingestellt wurde.

 

bearbeitet von r4phi

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