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Jetzt versteh ich den "Fachkräftemangel"...

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vor 16 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Ich kann jetzt nur für die Softwareentwicklung sprechen aber häufig macht man Projekte für Kunden und da muss der Kunde wissen, ob sich ein Projekt lohnt oder nicht. Für einen Entwickler lohnt sich jedes Projekt, da es für ihn Geld bedeutet. Auch interne Projekte entscheidet in der Regel eine andere Instanz, ob ein Projekt angegangen wird, oder nicht. Da bringt es auch nicht, wenn man Hieb- und Stichfest beweisen kann, dass ein Ticketsystem besser wäre. Wenn der Chef dies nicht will, dann wird es auch nicht eingeführt. Egal, wie viel das einsparen würde.

Das ist eher Sicht als Dienstleister. Wenn Kunde Produkt A haben will dann macht Ihr es solange d. Know how vorhanden ist und die Kapazitäten passen.

Wenn du aber in der interne IT-Abteilung einer KMU bist, dann sind Sachen wie Ticketsystem, Knowledgebase, Softwareverteilung etc. kein Standard. Du kannst natürlich händisch 50 Rechner installieren. Jetzt erkläre mal deinen nicht IT Chef warum du gerne ein Ticketsystem, Wiki u. Softwareverteilung einführen möchtest. Was für einen Gewinn erhält die Firma? Du kannst ja deine Anfragen in Outlook bearbeiten, Knowledgebase brauchen wir nicht du hast eh alles im Kopf und PCs händisch installieren ist ja auch kein Problem.

Es hängt immer von deinem Chef ab und je mehr Fakten du hast desto besser. Nur rein technische Fakten reichen nicht immer aus, da muss man scon $$$ € Gründe nennen. Aber es gibt auch Leute bei denen alle Fakten/Begründungen nichts helfen...

bearbeitet von Zaroc
besser formuliert

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Ich sehe das ganz anders. 

IT ist ein breites, variierendes Feld, welches stets in Bewegung ist und sich neu erfindet. Dieses Feld wird von Schulen (schon gar nicht Berufsschulen) niemals komplett abgedeckt werden können.

Den das ist:

A) nicht mal vorteilhaft, da die Leute Dinge lernen würden, die sie niemals mehr brauchen und nach einer Woche vergessen

b) das Personal fehlt

c) die Frustration bei den Teilnehmern steigen würde (in unserer Klasse waren z.B. alle immer total genervt, weil Java Standard ist an der Schule, obwohl das viele im Betrieb nicht haben und viele nicht machen wollen)

 

Stattdessen denke ich, dass es die Aufgabe der Schulen ist den Leute eine gute GRUNDLAGE und gutes BASISWISSEN zu vermitteln, auf welches sie aufbauen können. Wer denkt, dass ein "die IT Ausbildung" gibt und dann "ist man Entwickler/Administrator" tja Fehlanzeige.

Mit dieser Einstellung bist du auf Dauer keine Konkurrenz mehr am Arbeitsmarkt und wirst von allen anderen Bewerbern ausgestochen.

Dir soll in der Ausbildung ein VERSTÄNDNIS vermittelt werden, wie die Dinge aktuell laufen (bzw. bei AE die Grundlagen des Programmierens) alles WEITERE kommt von DIR.

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vor 1 Stunde schrieb PhilHellmuth:

Ich habe meine Ausbildung immer ernst genommen und vieles nachgelesen - z.B Sachen über Ethernet gelesen 802.3 usw. Da wollt ich mir die Dokumente anschauen was da genau drinsteht aber haben leider 900€ gekostet haha aber egal. 

Junge Leute heutzutage denken einfach sie wären die Kings weil sie mal nen PC zusammengebaut hab, dabei wissen Sie einen scheiss. 

Und was Hardware betrifft - man sollte sich schon sehr gut damit auskennen, um immer das beste Produkt auswählen zu können - spart wieder Geld. 

 

Warum wolltest du was über 10Base5 lesen? Versteh' ich nicht. Historischer Kram, das braucht keiner mehr Wissen, wird nirgends eingesetzt. N Transceiver davon liegt hier noch rum, Erinnerungswert für nen Kollegen, das wars aber auch.


Schade, du bist in genau gar keinem Punkt auf meine Fragen eingegangen.
Der einzige Ansatz dazu ist, man solle sich 'gut auskennen', was die schwammigste Formulierung ist, die da überhaupt möglich ist.
Wenn du so konkrete Vorstellungen hast, wie ne gute Ausbildung auszusehen hat, dann formuliere sie doch bitte mal anhand meiner Fragen.
Würde mich durchaus interessieren.

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Gerade eben schrieb RubberDog:

Warum wolltest du was über 10Base5 lesen? Versteh' ich nicht. Historischer Kram, das braucht keiner mehr Wissen, wird nirgends eingesetzt. N Transceiver davon liegt hier noch rum, Erinnerungswert für nen Kollegen, das wars aber auch.

Das ist auch ein typisches Einstellungsproblem. Einige AEs denken auch, sie lernen in der Berufsschule wie man ein OS programmiert bzw. lernen die "tiefsten Tiefen" der Programmierung. Das klingt ja irgendwie alles schön, alles selbst zu machen, oder zu sehen wie es früher gemacht wurde. Aber mit der Realität hat das nichts zu tun.

Manche denken, sie gehen da hin und bekommen Wissen vermittelt, welches manche Entwickler in 5 Jahren nicht mal anhäufen würden.

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Als Admin musste ich die kaufmännischen Tätigkeiten selber übernehmen. Als ich dann ein kleines Team bekommen habe, ist auch noch das IT-Controlling dazu gekommen. Nachdem ich nun in die Inhouse-Softwareentwicklung gewechselt bin, ist es zwar weniger geworden, aber ich sehe mich trotzdem regelmäßig mit kaufmännischen Tätigkeiten konfrontiert. Ohne den BWL-Teil und das Projektmanagement in der Ausbildung wäre ich bestimmt nicht so gut damit zurecht gekommen. Und nur weil einige Personen es nach der Ausbildung nicht brauchen, gehört es, meiner Meinung nach dennoch dringend dazu.

 

 

 

 

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vor 35 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Auch als Mechatroniker kannst du dich selbstständig machen und dennoch ist in dieser Ausbildung das Finanzwesen auf das wesentliche reduziert. Wieso sollte dies plötzlich bei der Fachinformatikerausbildung anders sein?

Wie ich bereits in dem von dir zitierten Beitrag erwähnt habe:

Fachinformatiker ist nunmal eine kaufmännische Ausbildung. Da gehört per se auch Rechnungs- und Finanzwesen dazu. Mechatroniker ist eine industriell/technische Ausbildung.

Sieht man im übrigen auch an den zuständigen Stellen für die Prüfungen:

Fachinformatiker - AKA (Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen)

Mechatroniker - PAL ( Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle)

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vor 3 Stunden schrieb RubberDog:

Warum soll man sich mit Hardware intensiv beschäftigen?
Was ist deiner Ansicht nach das Wissen, das dort vermittelt werden soll?
Das gleiche mit Software.
Netzwerke.. joa. Keine Ahnung was man da so lange vermitteln soll. Ebenso Virtualisierung. Klär mich doch auf.

Uh, Krypto. Gut, was soll man da können? Die RFCs kennen? Den Aufbau verstehen?
Die Mathematik dahinter begreifen? Selbst die Krypto implementieren können (das machen auch 'Experten' häufig mal schlecht)?

Fragen über Fragen.

Mir ist nicht ganz klar, wieso du jedes dieser genannten Gebiete so "herunterspielst". Du kannst dich in jedes dieser Themen (außer vermutlich Hardware) ewig und tief spezialisieren.

Die Spezialisierung auf ein Thema erfolgt nach und nicht während einer Ausbildung, das wird sehr häufig vergessen.

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vor 1 Minute schrieb Asura:

Mir ist nicht ganz klar, wieso du jedes dieser genannten Gebiete so "herunterspielst". Du kannst dich in jedes dieser Themen (außer vermutlich Hardware) ewig und tief spezialisieren.

Die Spezialisierung auf ein Thema erfolgt nach und nicht während einer Ausbildung, das wird sehr häufig vergessen.

Wo hab ich was heruntergespielt, und vor allem, wie?

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Ich verstehe nicht was mir der TE sagen will. Ohne Grundlegende Kenntnisse (und in GA2 auch weiterführende - mehr in Richtung Fisi) fällst du durch die Prüfung. Es ist jetzt nicht so, dass du völlig ohne Interesse durch die 3 Jahre schwappen kannst und dann locker die Prüfung mit nimmst. Aus meiner Sicht ist jeder, der diese Prüfung besteht, auch zurecht ein FIler. 

Du musst dein Können ja nicht nur theoretisch, sondern anschließend auch praktisch beweisen. Ich finde das völlig ausreichend für einen "normalen" Beruf. Nur weil es der Beruf des Fachinformatikers ist bin ich danach kein Gott und versenke den Fachkräftemangel nur weil ich kein studierter bin. 

Das ist der nächste Punkt. Ausbildung -> Studium ist noch mal eine ganz andere Nummer. Und studierte gehen i.d.R. mit ein bisschen mehr im Monat raus - dabei sind die meisten nur Theoretiker, im Gegensatz zu uns die 3 Jahre Praxis hatten.

Also wie gesagt, mir erschließt sich dein Posting gar nicht.

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vor 12 Stunden schrieb PhilHellmuth:

Wenns nach mir ginge würde ich einen ITler niemals Deckungsbeiträge und Wirtschaftlichkeit ausrechnen lassen - absolute Zeitverschwendung - wenn sich ein Projekt nicht rentiert meldet sich die Finanzabteilung schon früh genug haha

Haha.. Lachst du auch noch, wenn sich dein Projekt aus Sicht der Finanzabteilung nicht rechnet, aber zwingend notwendig ist?

Wie rechnest du einem Controller Windows 10 Enterprise Lizenzen schön? Pro ist doch bei Kauf dabei und kann das selbe, also wozu noch Geld für die Upgrade-Lizenzen rauskloppen?

Wozu brauchen wir System XY, das macht doch der "Eh-Da" IT-ler schon jahrelang nebenher manuell...

Welchen Vorteil bringt XY, warum lohnt es sich trotzdem für ABC Geld auszugeben... All das sollte man schon können, die erste Frage vom Vorgesetzten ist eigentlich immer "was kostet das?" oder "wann rechnet sich das?"

vor 2 Stunden schrieb Whiz-zarD:

Auch als Mechatroniker kannst du dich selbstständig machen und dennoch ist in dieser Ausbildung das Finanzwesen auf das wesentliche reduziert.

Ich habe auf die Schnelle nichts gefunden, aber ist der Mechatroniker wirklich von der Meisterpflicht befreit? Wenn nein, während der Meisterschule wird man mit BWL Themen nur so zugetackert.

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Gast default1990

Wie häufig ich (vor allem) FiSis sehe, für die alles, was über VMs aufsetzen und Kabel in Drucker stehen hinausgeht eine absolute Zumutung zu sein scheint. Als würde man im Berufsleben nie Entscheidungen über Wirtschaftlichkeit treffen müssen.

Wollt ihr immer von irgendwelchen Schlipfsträgern abhängig sein, die euch Aufgaben zuteilen wie Azubis?

BWL ist Krebs, I get it, aber die Realität ist einfach, dass man zumindest Grundkenntnisse braucht, um in der Geschäftswelt in irgendeiner Art und Weise unabhängig zu sein.

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Es gibt genug Betriebe in der der Techniker neben IST-SOLL Analyse auch die Angebote schreibt, genauso andersherum: Es gibt genug Firmen die nach Kaufleuten für ihre Admintätigkeiten suchen (jetzt könnte man natürlich gehässig die Vermutung anstellen das viel kaufmännisches Wissen bei der Administration der Warenwirtschaft / Rechnungswesen Software der Firma benötigt wird und da sich die Fisis so streuben sucht man lieber direkt nen Kaufmann ;) )

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vor 3 Stunden schrieb Kane85:

Aus meiner Sicht ist jeder, der diese Prüfung besteht, auch zurecht ein FIler. 

Wenn das so ist, dann ist in meinen Augen der Titel "Fachinformatiker" aber nichts wert. Wenn ich sehe, was für Leute in meiner Klasse die Abschlussprüfung geschafft haben, dann werde ich tatsächlich wütend, weil das bedeutet, dass mein Abschluss ebenso nichts wert ist.

Das heißt ja im Umkehrschluss nicht, dass jeder FISI/AE eine Nulpe ist. Es heißt eben nur, dass die Qualifikation alleine für nichts steht.

Ich sehe das auch am Azubi, der bei uns nach mir eingestellt wurde. Ich würde den im Leben nicht einstellen wollen bei den Lücken, die er auch zwei Jahre nach seiner Ausbildung noch hat. Daran hat mein Unternehmen zweifelsohne die Hauptschuld - aber eine IHK, die jemanden mit solchen Qualifikationen "gut" bestehen lässt, macht damit klar, dass die Ansprüche sehr weit unten angesiedelt sind. Anders kann man auch Bestehensquoten um die 95% (Sommer 2017) gar nicht erklären.

Wenn ich als Arbeitgeber angeblich qualifizierte Fachinformatiker bei mir ankommen sehe, die nicht einmal die Grundlagen sicher beherrschen, dann sehe ich auch einen Fachkräftemangel. Denn dann können wir uns die Ausbildung auch komplett sparen, wenn das dadurch garantierte Niveau einer Fachkraft unwürdig ist.

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Hi,

das Thema ist interessant und bildet meiner Meinung nach aber auch ein grundsätzliches Problem ab: Nach einer Ausbildung oder eines Studiums weiss man erstmal von allem ein bisschen aber nichts richtig. Es gibt ja genügend engagierte Leute, die bereits während der Ausbildung/Studium arbeiten, sich interessieren, weiterbilden etc. Die kommen i.d.R. schneller weiter als die, die sich nur auf ihr vorhandenes Wissen verlassen.

Ich glaube das muss einfach klar sein bzw. deutlich gemacht werden, sonst bringt auch eine reformierte Ausbildung nichts.

Zum Beispiel bin ich sehr mit dem Thema Datenbanken befasst. Was ich in der Schule darüber gelernt habe war eigentlich mehr oder weniger Basic SQL. Für die Datenbankadministration ist das natürlich notwendig, aber reicht bei weitem nicht aus. Dann ist natürlich das Datenbankprodukt selber entscheidend (MySQL, Oracle, MSSQL, PostgresSQL,....), und da MUSS man sich einfach später reinarbeiten. D.h. ohne etwas Glück und Eigeninitiative würde das nicht funktionieren.
Was ich darüber im Studium erfahren habe ging natürlich viel tiefer, war aber auch eher theoretischer Kram, sehr mathematisch. Ist teilweise nützlich, aber hilft auch nur bedingt.

Wie auch immer, ich glaube auch, dass die Ausbildung dringend reformiert gehört, allerdings darf man es nicht zu komplex machen (Kryptographie ist ein wichtiges Thema, aber wie schon angesprochen wurde sehr komplex und umfangreich), aber man sollte zumindest Wissen was Hashwerte sind, wie Public-Key Authentifizierung oder SSL Zertifikate funktionieren. Für ein richtig tiefes Verständnis der Mathematik muss man halt das Studium wählen.

 

 

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vor 10 Minuten schrieb carstenj:

Hi,

das Thema ist interessant und bildet meiner Meinung nach aber auch ein grundsätzliches Problem ab: Nach einer Ausbildung oder eines Studiums weiss man erstmal von allem ein bisschen aber nichts richtig.

Ich vergleiche das gerne mit dem Führerschein.
Nach der praktischen Prüfung erhälst du die Bescheinigung zum führen eines Fahrzeuges. Aber das Auto/Motorrad fahren erlernst du erst ab diesem Moment. Ähnlich ist es nach der Ausbildung auch... Die Grundkenntnisse sind da (naja man weiss das es rechts vor links gibt, aber wie es wirklich funktioniert....sieht man an jeder Kreuzung mit der Regelung :D )

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vor 22 Minuten schrieb arlegermi:

Wenn das so ist, dann ist in meinen Augen der Titel "Fachinformatiker" aber nichts wert. Wenn ich sehe, was für Leute in meiner Klasse die Abschlussprüfung geschafft haben, dann werde ich tatsächlich wütend, weil das bedeutet, dass mein Abschluss ebenso nichts wert ist.

Das heißt ja im Umkehrschluss nicht, dass jeder FISI/AE eine Nulpe ist. Es heißt eben nur, dass die Qualifikation alleine für nichts steht.

Ich glaube, das mit der Prüfung wird ein wenig überbewertet/missverstanden: Die Prüfung zu bestehen bedeutet ja nur, das man die nötigen Grundlagen des Ausbildungsberufs verstanden hat und anwenden kann. Der Rest kommt erst mit der Zeit nach der Prüfung. Fast so, wie beim Führerschein: nur weil man die Prüfung bestanden hat, ist man nicht automatisch ein guter Fahrer ;-)

Entscheident ist ja auch nicht, ob man die Prüfung besteht, sondern mit welcher Note man besteht. Ne Prüfung, die man schlechter als 3 besteht, kann man sich in der Regel übers sprichwörtliche Klo hängen, da man es damit wohl sehr schwer haben dürfte, nen Job zu finden, sofern einen der Ausbildungsbetrieb nicht übernimmt.

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vor einer Stunde schrieb Systemlord:

Ne Prüfung, die man schlechter als 3 besteht, kann man sich in der Regel übers sprichwörtliche Klo hängen, da man es damit wohl sehr schwer haben dürfte, nen Job zu finden, sofern einen der Ausbildungsbetrieb nicht übernimmt.

Nachdem ich die letzten Wochen genug alte Prüfungen gebüffelt habe finde ich, dass man das so pauschal nicht sagen kann. Es gab wirklich poplige AE'ler Prüfungen, aber auch unnötig schwere. Wo ist da das Gleichgewicht / die Gerechtigkeit bei dem ganzen?

Jemand der z.B. 2013 / 2015 'ne 3 oder 4 hatte ist für mich qualifizierter als jemand der Sommer 16 eine 1 oder 2 hatte in der Fachqualifikation. 

Man kann das so nicht pauschalisieren.

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vor 6 Minuten schrieb Kane85:

Jemand der z.B. 2013 / 2015 'ne 3 oder 4 hatte ist für mich qualifizierter als jemand der Sommer 16 eine 1 oder 2 hatte in der Fachqualifikation. 

Vielleicht hätten die mit der 1 bei der 16er Prüfung aber eine 2 in der 15er geschrieben :o

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vor 7 Stunden schrieb Rienne:

Wie ich bereits in dem von dir zitierten Beitrag erwähnt habe:

Fachinformatiker ist nunmal eine kaufmännische Ausbildung. Da gehört per se auch Rechnungs- und Finanzwesen dazu. Mechatroniker ist eine industriell/technische Ausbildung.

Sieht man im übrigen auch an den zuständigen Stellen für die Prüfungen:

Fachinformatiker - AKA (Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen)

Mechatroniker - PAL ( Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle)

Das sehe ich und auch sehr viele bekannte Gesichter aus der IT-Branche anders. Dazu gehört u.a. Ralf Westphal.

Wie gesagt, das Berufsbild des Fachinformatikers stammt noch aus den 90ern und ist heute überholt. 

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vor einer Stunde schrieb Systemlord:

Die Prüfung zu bestehen bedeutet ja nur, das man die nötigen Grundlagen des Ausbildungsberufs verstanden hat und anwenden kann. Der Rest kommt erst mit der Zeit nach der Prüfung. Fast so, wie beim Führerschein: nur weil man die Prüfung bestanden hat, ist man nicht automatisch ein guter Fahrer ;-)

Schon klar. Nur gehen die Ansichten darüber, was diese "nötigen Grundlagen" sind, offenbar auseinander (zumindest zwischen mir und "meiner" IHK).

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vor 20 Stunden schrieb PhilHellmuth:

Ich als Umschüler zum Fisi wundere mich net, warum es kein gescheites IT-Personal in D gibt.

Über die Qualität der Umschulungen und die Fachkompetenzen mancher Umschüler hört und liest man ja auch immer widersprüchliche Sachen...

Zitat

Und wie wird man geprüft? Indem man ein paar % Rechenaufgaben lösen muss oder ein Schaltbild 1&1 = 1 usw machen muss. Über sowas lach ich mich tot.

Was wäre deiner Meinung nach denn sinnvollere Aufgaben?

Zitat

Die Berufsschulen, die IHK, die den jungen ITlern "Religionsunterricht" zumuten (bin zwar selber gläubig aber ITler müssen nicht über Gott gut Bescheid wissen) haben keine Ahnung von IT und werden es nie haben.

Irgendwie verstehe ich nicht, was Religionsunterricht mit Ahnung von IT zu tun hat, warum du Berufsschulen mit Religionsunterricht automatisch Inkompetenz unterstellst. Ich hab keinen Religionsunterricht, sondern Ethik, aber wenn ich das so mit der Sekundarstufe vergleiche (wo ich Religion hatte), gibt es keinen großen Unterschied (nur der nervige Missionierungsanspruch der jeweiligen Religion fehlt halt). Wir haben in Ethik sehr coole IT-relevante Sachen gemacht. Wir haben uns zum Beispiel mit Künstlichen Intelligenzen auseinandergesetzt, mit Überwachung, dem NSA-Skandal und so. Das sollte ein ITler schon auf dem Schirm haben, dass es ein Leben vor, ohne, nach und jenseits des Computers gibt. Dass er in einer krassen Filterbubble lebt, aus der auszubrechen hin und wieder sinnvoll ist. Dass sein Computer ein Machtinstrument ist, das zum Guten wie zum Schlechten eingesetzt werden kann. Das checkt man aber nur, wenn man mal über den eigenen Bildschirmrand hinausdenkt. Kann halt auch nicht jeder...

Zitat

Die können die Fragen nicht mal gescheit stellen. Teilweise sind die Fragen so schwammig formuliert, dass mehrere Lösungen möglich zu sein scheint.

Nö, die Fragen sind schon "gescheit" gestellt. Du musst die Aufgaben halt richtig lesen, logisch denken und dann dein Wissen anwenden. Dann ist alles klar. Wenn es mehrere Lösungen gibt, wird das immer angegeben. Weißte Bescheid.

Zitat

Vielleicht wäre es besser aus der Ausbildung Fisi / ae ein Studium zu erschaffen, wo die Inhalte gescheit vermittelt werden von gescheiten Fachpersonal

Es steht dir jederzeit frei, Informatik zu studieren oder eine Weiterbildung auf höherem Niveau zu machen. Also warum das Gejammer?

bearbeitet von jk86

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Über die Qualität der Umschulungen und die Fachkompetenzen mancher Umschüler hört und liest man ja auch immer widersprüchliche Sachen...

Das liegt daran, das sich die Qualität der Umschulungen und die Fachkompetenzen der verschiedenen Umschüler so sehr unterscheiden, dass das komplette Spektrum abgedeckt wird. Übrigens exakt wie die Qualität der Ausbildungen und die Fachkompetenzen der verschiedenen Azubis!

 

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