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Bildungsinstitute für Umschulung FIAE in Berlin

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Ein herzliches Hallo an das Forum 🙂

Auch ich strebe eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung an. Ich bin 38 Jahre alt, habe bisher keinen Berufsabschluss und bis zum 14.08 noch in einem Beschäftigungsverhältnis im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Ich habe ein Gespräch mit meiner Betreuerin in meinem Jobcenter gehabt und auf mein Gesuch, dass ich mich gerne im Bereich Java Programmierung fortbilden lassen möchte (bringe es mir seit einigen Wochen per learnjavathehardway.org selber bei), hat sie gemeint, dass sie das durchaus bewilligen würde, aber erfahrungsgemäß keine guten Jobaussichten für mich sieht, da sie meinte, dass Informatiker, auch mit Hochschulabschluss, schwer eine Stelle finden würden, wenn auch nur eine 3-Monats-Lücke im Lebenslauf ersichtlich wären. Ich hatte bis dato mit einem Fernstudiumlehrgang ala ILS geliebäugelt, welche einen Java Kurs anbieten (
https://www.ils.de/fernkurse/it/programmierung-softwareentwicklung/java-programmierer/)

Dies hat mich sehr überrascht, da ich überall lese, dass der Arbeitsmarkt in Sachen IT & Programmierung momentan ein Arbeitnehmer statt ein Arbeitgebermarkt wären, da mehr Stellen ausgeschrieben sind als Bewerber existieren.

Nun gut, auf jeden Fall meinte sie, dass ich mich bei Bildungsinstituten wie z.B. Comhard erkundigen solle, was auf dem Arbeitsmarkt gefragt sei.

Daher bin ich dort hin und habe mich erstberaten lassen. Mittlerweile halte ich es auch für die bessere Idee eine solche Ausbildung zu machen, da dann ein offizieller IHK Abschluss vergeben wird, der bei Arbeitgebern vermutlich höher bewertet wird, als die eigenen Zertifikate der Fernhochschulen wie der ILS.

Nun habe ich mich weiter informiert und gemerkt, dass es in Berlin mehrere solcher Bildungseinrichtungen gibt, die die 24-monatige Umschulung zum FIAE anbieten.

Das meiste hört sich bei allen relativ gleich an, aber es gibt auch Unterschiede im Unterrichtsprogramm.

Bei BBQ kann man außer dem IHK Abschluss die folgenden Zertifikate erwerben (Bildungseinrichtungsinterne Zertifikate lasse ich hier mal aus).

https://www.bbq.de/umschulung/berlin/fachinformatiker-anwendungsentwicklung/

Cisco Certified Network Associate CCNA

Oracle Certified Associate Java OCAJ

Oracle Certified Professional Java Programmer OCPJP

Cisco Certified Entry Networking Technican CCENT

Bei Comhard und Indisoft dieses

https://www.comhard.de/arbeitsuchend/umschulungen/fachinformatiker-anwendungsentwicklung/

https://www.indisoft-weiterbildung.de/kurs-details/items/fachinformatiker-anwendungsentwicklung-berlin.html

MTA (Microsoft Technology Associate) 

Bei gpb diese

https://www.gpb.de/Fachinformatiker-Fachinformatikerin-Anwendungsentwicklung-IHK-inkl-MTA-Zertifizierung.269.0.html?&cHash=4fa7ab31db40798956787e03187e5998&tx_fwsemdb_pi1[showUid]=2401

Microsoft: MCSA, MCSE

Linux: LPIC-1, LPIC-2

CompTIA A+

EBC*L

Ich weiß, dass die meisten mangels vergleichbarer Erfahrungen, man macht ja nur eine Ausbildung bei einem Anbieter und nicht mehrere bei allen, nicht unbedingt sagen können, ob x besser als y ist. Auch ist mir klar, dass es sehr auf die einzelnen Dozenten ankommt, wo es wohl überall mal bessere und mal schlechtere gibt.

Aber vielleicht kann jemand sagen, ob die verschiedenen Zertifikate eine Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen.

Herzliche Grüße aus Berlin
Martin

bearbeitet von Dragonstar

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Meine 5 Cents:

Jemand der sich Java selbst beibringt ist schön und gut, aber weisst du auch wie man auch sauber programmiert? Solche Sachen lernt man "meistens" im Betrieb. Es nützt dir nichts X Zertifikate zu machen wenn du von der Praxis keine Ahnung hast. Leider wird es schwierig ohne eine IT-Ausbildung/Studium eine Stelle zu kriegen (es ist nicht unmöglich!).

Bzgl. Bildungseinrichtungen musst du dich halt informieren, welche Bildungseinrichtung eine gute Reputation hat. Ich empfehle meistens eine ganz normale Ausbildung, da du nicht nur Theorie sondern auch Praxiserfahrung kriegst (es gibt ausnahmen).

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Hallo Zaroc,

vielen Dank für dein Feedback!

Eine betriebliche Ausbildung wäre sicherlich besser, aber hier sehe ich mit meinen 38 Jahren keine realistischen Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Ich kann froh sein, dass ich überhaupt vom Jobcenter die Möglichkeit angeboten bekomme eine Umschulung zu machen. Ich lese häufig, dass sich viele den Bildungsgutschein hart erkämpfen müssen.

Daher sehe ich diese Ausbildung als große Chance für mich an. Durch die Praktika in Endabschnitt der Ausbildung kann ich mich später beweisen und hätte einen Fuß in der Tür.

Für mich ist nur noch entscheidend, welche kleinen Unterschiede zwischen den Bildungsträgern für mich von beruflicher Bedeutung sein können. Ansonsten kann ich mich rein nach Faktoren wie Entfernung zum Wohnort, etc.. richten.

Ich habe im Ausgangspost auch nur eine kleine Anzahl an Bildungseinrichtungen genannt. Es gibt noch sehr viele mehr, aber mir geht es hauptsächlich um die Frage, ob ihr die Möglichkeit bestimmte Zertifikate von Microsoft, Oracle & Co. zu erwerben als relevantes Entscheidungskriterium anseht.

Grüße Martin

bearbeitet von Dragonstar

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Die Zertifikate sind Interessant, aber viele wissen auch, dass einige es mit Braindumps kriegen. Man wird dich im Bewerbungsgespräch ausfragen und ausfragen heißt = keine typische Prüfungsfragen sondern aus der Praxis. Und wenn du die die Fragen nicht richtig beantwoten kannst, dann wäre das Gespräch vl sogar vorbei.

Nur bei wenigen Zertifikate würde ich als Entscheidungskriterium nehmen (CISSP als bsp ) und solche Zertifikate spielen in einer anderen Liga ^^

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vor 1 Minute schrieb Dragonstar:

Eine betriebliche Ausbildung wäre sicherlich besser, aber hier sehe ich mit meinen 38 Jahren keine realistischen Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Das kannst du doch erst sagen, wenn du es versucht hast. Gerade in/um Berlin gibt es doch massig (kleine) IT Unternehmen. Auch wird gerade in der IT immernoch vieles im Lebenslauf verziehen. Die eigentliche Frage ist dabei eher, ob du es dir finanziell leisten kannst.

Mit einer betrieblichen Ausbildung sind deine Jobchancen normalerweise höher als mit einer Umschulung bei einem Bildungsträger.

Die Frage ist halt bezüglich der Zertifikate, als was du dich später spezialisieren möchtest. Und das ist zum Beginn einer Ausbildung/Umschulung nur sehr schwer zu sagen. Auch dort gilt wieder: Durch eine betriebliche Ausbildung hast du direkt Kontakt zum alltäglichen Einsatz eines FIAEs und beschäftigst dich nicht nur mit theoretischen Themen. Auch findet dadurch schon früh eine Spezialisierung statt und der Betrieb bietet dir mit Glück direkt darauf angepasste Schulungen/Zertifikate an.

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vor 2 Stunden schrieb Zaroc:

Meine 5 Cents:

Jemand der sich Java selbst beibringt ist schön und gut, aber weisst du auch wie man auch sauber programmiert? Solche Sachen lernt man "meistens" im Betrieb.

Ich würde behaupten, dass oft das Gegenteil der Fall ist.

(Gute) Lehrbücher sind meistens voll von tollen Codebeispielen, bei denen auf alles geachtet wird (Clean Coding, SQL Injections vermieden durch parameterisierte Queries, Single Responsiblity Prinzipien, Design Patterns).

Dagegen ist der Code, der in vielen Betrieben fabriziert wird, dahingeschludert. Die Gründe hierfür sind ganz klar:

Der Betrieb legt das Hauptaugenmerk auf "Hauptsache geht irgendwie und dann weiter", während Lehrbücher hier völlig andere Ziele verfolgen.

Bezüglich Zertifikaten:

Da sehe ich aktuell keinen Sinn drin. Vieles passt einfach nicht zum Programmierer (LPIC, CCNA). Das was passen würde (OCAJ), halte ich für einen Anfänger, der seit ein paar Wochen aus Büchern lernt, zu schwierig.

 

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Dasselbe könnte ich zu die Lehrbücher sagen :D nicht umsonst gibt es " ". Es hängt immer davon ab in welchem Betrieb du bist und welche Bücher du verwendest. Solange du deine "Codes" nicht irgendwo auf Github etc. zur Verfügung stellst, machen sich bestimmt einige potentielle Ausbilder sorgen, dass Sie deine "Arbeitsweise" korrigieren müssen. Wenn du aber deine Codes zur Verfügung stellst, dann kann der Ausbilder schon daraus lesen wie du arbeitest. <- finde ich aber nicht notwendig. Ich meine eine Ausbildung dienst dazu, dass du lernst.... nicht dass du schon Wissen mitbringst und gleich am Day 1 arbeitest...

Meine Idealwelt wäre Firma X die Azubis nicht als billige Fachkräfte sehen, sondern in d. Azubis investieren, Schulungen, Material zur Verfügung stellen etc. Leider gibt es einfach zuviele Schafe die wirklich sagen: Hauptsache es geht.

@Fauch

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Siehe dein Satz :

(Gute) Lehrbücher <- hast ja selbst gesagt nicht alle Lehrbücher sind gut und

wie ich es auch gesagt habe:

lernt man "meistens"  im Betrieb. [Falsche Wortwahl. Ich hätte lieber "normalerweise" nehmen sollen]

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vor 3 Minuten schrieb Zaroc:

Siehe dein Satz :

(Gute) Lehrbücher <- hast ja selbst gesagt nicht alle Lehrbücher sind gut und

wie ich es auch gesagt habe:

lernt man "meistens"  im Betrieb. [Falsche Wortwahl. Ich hätte lieber "normalerweise" nehmen sollen]

Ok. Mir war jetzt die semantische Aussage deines Satzes nicht wirklich klar.

Klar gibt es auch schlechte Lehrbücher.

Ich glaube dennoch, dass im Regelfall die Zielrichtung eines Lehrbuches (jemandem etwas beizubringen) der Zielrichtung eines Betriebes (Geld zu verdienen) für einen Lernenden meist gewinnbringender ist. So oft lese ich "programmieren lernt man nur im Betrieb" und dann sehe ich den Gammelcode, den viele Betriebe fabrizieren...

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