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Hallo zusammen,

es gibt hier ja schon einige Threads zum Thema Fachkräftemangel aber ich würde gerne mal spezifisch über unsere Situation diskutieren.

Wir haben letztes Jahr einen Junior C# Entwickler eingestellt, viel Zeit investiert um ihn einzuarbeiten, jetzt wo er nahezu selbstständig arbeiten kann (und seine Arbeit auch wirklich gut macht) verlässt er das Unternehmen (private Gründe). Ist natürlich doof. Also sind wir wieder auf der Suche nach einem Junior Entwickler.

Das Problem ist, es bewirbt sich keiner! Bereits für den jetzigen haben wir damals fast 12 Monate gesucht. Wir sitzen bei Frankfurt am Main also nicht ländlich wo man sagen könnte das sich deswegen keine Bewerber finden. Mittlerweile haben wir auch unsere Suche auf Werkstudenten ausgeweitet um die Lücke zu füllen aber selbst da sieht es eher schlecht aus.

In den 1,5 Monaten wo die Stellenanzeige jetzt läuft gab es eine "halbwegs" brauchbare Bewerbung aus fachlicher Sicht. Leider hat es menschlich nicht gepasst (wollte mehr "chillen" statt arbeiten).

Von Leuten die behaupten es gäbe keinen Fachkräftemangel höre ich immer folgendes:

- Die Firmen sind doch selber schuld wenn sie so wenig bezahlen => Wir wären ja schon glücklich wenn sich jemand bewerben würde und wir eine Gehaltsverhandlung führen könnten

- Ihr beschränkt euch nur auf Junior und schließt ältere aus => Ja aber das Aufgabengebiet ist eben für einen Junior. Sollen wir einen 45 Jährigen mit 25 Jahren Berufserfahrung einstellen der dann von einem 25 Jährigen diktiert bekommt was er zu tun hat? Mag sein das dies in Einzelfällen funktioniert aber in der Regel tut es das nicht und würde die Arbeitsatmosphäre im gesamten Team zerstören.

- Euer fachliches Profil ist zu eng gesteckt / zu anspruchsvoll => Nein ist es nicht. Wir würden sogar Java Entwickler nehmen und auf C# umschulen.

Deswegen mal die Frage in die Runde: Ist der Arbeitsmarkt an Entwicklern wirklich so leer oder könnt ihr uns Tipps geben was wir besser machen können / bzw. auf was man achten sollte?

PS: Die Stellenanzeige schicke ich euch gerne per PN. Ich möchte hier nicht gerne das Unternehmen öffentlich mit reinziehen.

bearbeitet von OPunktSchmidt

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vor 22 Minuten schrieb OPunktSchmidt:

Euer fachliches Profil ist zu eng gesteckt / zu anspruchsvoll => Nein ist es nicht. Wir würden sogar Java Entwickler nehmen und auf C# umschulen. 

Steht das denn so auch in der Ausschreibung? Mmn sollte es bei einer Junior-Stelle sowieso erst einmal egal sein, in welcher Sprache der Bewerber Erfahrung hat. Eingelernt werden muss er sowieso. Und Java und C# sind auch immer noch sehr nah beieinander, da bei ner Junior-Stelle von "sogar" zu reden...ich weiß ja nicht.

Ich habe mich aktuell auch mal ein wenig auf dem Arbeitsmarkt umgesehen und, da ich außer in der Schule und im Studium kaum etwas mit C# oder Java zu tun habe, finde ich viele Junior-Ausschreibungen doch sehr abschreckend und bin auch sicher, würde ich mich bewerben, hätte ich nicht die besten Chancen auf ein Vorstellungsgespräch. Hinzu kommt, dass wir hier auch alles andere als agil arbeiten, aber die meisten Firmen leider sehr viel Wert darauf legen (mal ganz davon abgesehen, dass vermutlich nur ein Bruchteil von ihnen selber wirklich agil arbeitet bzw. so etwas wie Kanban oder Scrum tatsächlich verinnerlicht haben).

Ich habe nunmal meine Ausbildung in ABAP gemacht, was aber nicht heißen würde, dass ich mich nicht sehr schnell auch in C#/Java zurecht finden kann. Dasselbe gilt für Web Development. Aber es gibt sehr wenige Firmen und noch weniger Ausschreibungen, die zeigen, dass sie bereit wären, so etwas in Kauf zu nehmen.

Auszüge aus solchen Junior-Stellen sind zum Beispiel "mehrjährige Erfahrung mit Framework x/y" oder "sehr gute Kenntnisse in x/y", möchten dann aber trotzdem nicht mehr als 3k€/Monat zahlen, wenn überhaupt, weil ist ja ne Juniorstelle. Jemand der z.B. frisch aus der Ausbildung kommt und etwas sucht, wird sich bei so etwas vermutlich gar nicht erst trauen zu bewerben, außer er hat ein sehr großes Selbstbewusstsein. Wobei er sich dann vermutlich auch nur auf "rennomierte Stellen" bewerben würde.

 

 

bearbeitet von Rienne

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vor 42 Minuten schrieb OPunktSchmidt:

Wir wären ja schon glücklich wenn sich jemand bewerben würde und wir eine Gehaltsverhandlung führen könnten

Ich weiß, dass das ein wunder Punkt ist, aber: Wie wär's denn mal, wenn ihr von vornherein schreibt, was ihr bereit seid zu zahlen? Ich weiß, dass mir als Bewerber die Gesuche, in denen ein Gehaltsraum angegeben wird, immer sympathischer sind.

Ansonsten kannst du mir eure Anzeige auch gerne mal als PN schicken und ich sage dir mal, ob ich als C#-Entwickler darauf reagieren würde (und ggf. warum nicht).

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Gast Arvi

1. Ja der Markt ist zurzeit umkämpft. Über 80% aller offenen Stellen im IT Bereich richten sich an Entwickler.
2. Viele Firmen stellen gar nicht erst als "Junior" ein. Sondern direkt als "Software Entwickler". In der Stellenanzeige findet sich ein Hinweis, dass Berufseinsteiger erwünscht sind -> hat direkt eine ganz andere Wirkung. Warum soll ich mir ein "Junior" in den Lebenslauf pflastern, wenn ich darauf verzichten kann?
3. Denkt doch mal darüber nach, die Gehaltsangabe mit ins Stellenprofil zu schreiben. Ihr wisst doch was ihr bezahlen wollt und was angemessen ist?! Habt ihr es nötig noch mal nach unten zu verhandeln? Es doch klar, dass wenn sich der Einsteiger unter Wert verkauft, dass er nach 2 Jahren dann ganz einfach woanders hingeht wo er mehr bekommt. Wenn ihr Konkurrenzfähig bezahlt oder sogar über Durchschnitt, dann könnt ihr euch von anderen abheben. Die Motivation ist dann auch viel höher sich bei euch zu bewerben.
4. Macht euch klar ob ihr Benefits anbieten könnt, die gut ankommen:    1-2 Tage Home Office pro Woche nach Einarbeitung, Flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsbudget für Schulungen, Pluralsight Abonnement, Dotnet Pro Abo,  usw.

Es ist halt so das viele Unternehmen inzwischen ihren Arbeitnehmern echt was bieten und damit auch handfest werben. Die Zeiten womit man Arbeitgeber noch mit dummen Floskeln "flache Hierarchien", "gutes Betriebsklima", "bla" hervorgelockt hat und der Bewerber im Gespräch klar machen musste, warum er es als "Privileg" empfindet bei der neuen Firma zu arbeiten, sind halt echt mal vorbei und ausgelutscht. 

Ihr wisst nicht warum sich bei euch keiner bewirbt? Das sind schon mal die richtigen Wörter, leider in der falschen Reihenfolge: Ihr wisst nicht, warum sich jemand bei euch bewerben sollte. Das wissen die Bewerber halt wohl auch nicht.

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vor 54 Minuten schrieb Rienne:

Hinzu kommt, dass wir hier auch alles andere als agil arbeiten, aber die meisten Firmen leider sehr viel Wert darauf legen (mal ganz davon abgesehen, dass vermutlich nur ein Bruchteil von ihnen selber wirklich agil arbeitet bzw. so etwas wie Kanban oder Scrum tatsächlich verinnerlicht haben).

 

Ist natürlich jetzt Offtopic (sorry dafür): Da würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen. Wie du schon vermutest, ich glaube viele Unternehmen/Teams interpretieren agile Methoden recht frei und halten sich sicher nicht ans Lehrbuch. Und einen echten (zertifiziert?) Scrum-Master hast du wahrscheinlich auch oft nicht im Team. An deiner Stelle würde ich mich deswegen nicht stressen, ich hatte mir extra ein Buch gekauft + durchgelesen vor meinem ersten Job. Das hätte ich mir sparen können, nur ein Bruchteil davon kam dann auch zur Anwendung und das bisschen hätte man mir auch eben erklären können bzw. wurde dann auch noch mal aufgefrischt.

bearbeitet von monolith

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Die Frage die sich mir auch immer stellt: Wo schreibt ihr eure Stellen aus? Oft machen Firmen das nur auf ihrer Homepage. Wenn es sich dann aber um kleinere Firmen handelt, kennt man sie vielleicht einfach nicht und landet nicht zufällig auf der Stellenbeschreibung.

Auch Stellenausschreibungen bei der Arbeitsagentur sind für ITler vielleicht weniger geeignet. Ist für den ein oder anderen zwar sicher eine Anlaufstelle, aber sicher nicht für alle.

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@monolith das ist ja genau das, was ich meine und ich mach mir da auch sicher keinen Stress. Aber viele Stellenausschreibungen werfen nur so mit Buzzwords und "state of the art"-Themen um sich und vermitteln da einen Stellenwert, der für diese Thematiken total unangebracht ist. Da wollen Firmen dann Leute, die Ahnung von Scrum haben, aber wenn man sie fragt, wie sie das bei sich handhaben, kommt dann raus, dass Product Owner und Scrum Master eine Person sind und das "Entwicklerteam" aus zwei Personen besteht o.ä.. :D

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Schließe mich den vorherigen Kommentaren an. Der Markt ist aktuell umkämpft wie lange nicht. Das bedeutet, Ihr als Unternehmen müsst Euch bemühen und mehr anbieten als noch vor einigen Jahren.

  • z.B. direkt in die Stellenanzeigen schreiben "Gehalt bis 50k". Mag für einen Junior viel klingen, aber bevor die Arbeit liegen bleibt, ist es wohl die bessere Alternative 10% mehr zu zahlen als üblich. Das Gehalt ist nach wie vor einer der wesentlichen Faktoren und da solltet Ihr weder geizig noch geheimnisvoll sein.
  • Nicht vor Headhuntern zurück schrecken. Auch die Kosten Geld, allerdings nehmen sie Euch viel Arbeit ab und gehen aktiv auf Leute zu, welche sich sonst nie bei Euch beworben hätten.
  • Zusätzliche Benefits sollten vorhanden sein und auch vermarktet werden. Home-Office, Firmenhandy, Weiterbildungen, etc.

So haben sind z.B. meine beiden letzten Wechsel zustande gekommen. Beide sind direkt oder über Headhunter auf mich zugekommen und haben mir unverblümt die Stellen schmackhaft gemacht. Das wirkt. Sogar für Leute, welche eigentlich recht zufrieden in ihrem Job sind.

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vor 28 Minuten schrieb Arvi:

Ihr wisst nicht warum sich bei euch keiner bewirbt? Das sind schon mal die richtigen Wörter, leider in der falschen Reihenfolge: Ihr wisst nicht, warum sich jemand bei euch bewerben sollte. Das wissen die Bewerber halt wohl auch nicht.

genau so.

hier mal als beispiel: https://jobs.fachinformatiker.de/jobs/5456990-it-systemadministrator-m-w-bei-pfw-aerospace-gmbh

da geht es mal simpel damit los, das man das gar nicht lesen will (graue schrift, verschiedene grautöne im hintergrund)
* Eigenverantwortliche Mitarbeit in (Teil-) Projekten -> klingt nach Verantwortung ohne Bezahlung
* 1st, 2nd und 3rd Level Support -> egal was für ein Projekt gerade bearbeitet wird, wenn frau müller nicht drucken kann gehst du los und legst neues papier ein
* Rufbereitschaft -> ohja bitte ..
* Reisebereitschaft -> nach UK und Türkei? naja geht so ..

an der Stelle würde ich mal so mit 80k anfangen um spielraum zu haben. Danach haben sie nur noch Anforderungen aber bieten nichts, nichtmal ein gutes Betriebsklima. Warum sollte man da arbeiten wollen?

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Ich zitiere mal aus einem Angebot, dass vor kurzem an mich herangetragen wurde für eine C# Stelle (150 Developer, 5-10er Teams):

Zitat

They are offering a salary of up to 100.000€ with a number benefits including:

  • Flexitime
  • Christmas bonus
  • 35h/week
  • Company pension
  • Excellent training programme.
  • New and modern staff apartments for new employees moving in from other regions
  • Social events (including a football soccer cup), all of this in a fun and friendly environment. 

Ich denke die Preise haben grundsätzlich angezogen. Aber wie Du hier auch im Forum sehen kannst, gibt es genug, die froh wären nach einer FIAE-Ausbildung für 3k+ einzusteigen.

Wer mit den Kriterien da oben nicht mithalten kann, der sollte es evtl. anders angehen: bietet den Leuten doch einfach eine eingerichtete Company-Wohnung für ~3-6 Monate in der Probezeit und bezahlt denen die Anfahrt, wenn Ihr unbedingt jemanden vor Ort haben wollt. Nach 3 Monaten kann der Kollege Homeoffice machen oder Ihr helft beim Umziehen und Wohnung suchen, wenn er möchte.

Aber die meisten Firmen, die meckern, können nicht über ihren Schatten springen. Sie suchen 9-5 vor Ort Leute, die für 3k Monatsgehalt eine Probezeit und einen Umzug mit Sack und Pack auf sich nehmen. Dass man (mittlerweile) mit diesen Prämissen keinen findet, wundert mich nicht.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 15 Minuten schrieb _n4p_:

Jo, die fordern viel aber "geboten" wird nur:

 

Zitat

Als etabliertes Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie bieten wir Ihnen ein ansprechendes Arbeitsumfeld  mit einer verantwortungsvollen und vielseitigen Tätigkeit.

= Bla bla bla. Das sagt rein gar nicht aus, klingt als hätte die Personalerin das per Copy+Paste aus der Phrasen-Textdatei geholt. Ergo null ansprechend. Vermutlich denken die, "wir sind Raumfahrt, alle wollen zu uns, wir müssen uns keinerlei Mühe geben"? Hab's mal umformuliert, so ergibt es mehr Sinn:

Zitat

Als etabliertes Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie bieten wir Ihnen Mitarbeit bei einem etablierten Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie. Wenn wir Sie lassen. Nachdem Sie das zweitägige Assessment-Center überstanden und wir Ihren 1,0er-Schnitt für gut genug befunden haben. 

Wobei das jetzt aber ja keine Junior-Stelle ist, richtig?

bearbeitet von monolith

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vor 21 Minuten schrieb monolith:

Wobei das jetzt aber ja keine Junior-Stelle ist, richtig?

Das ist richtig, es ging ja nur um ein Beispiel wie man schon im Stellenangebot dafür sorgen kann das den job keiner freiwillig machen möchte.

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vor 2 Stunden schrieb OPunktSchmidt:

Das Problem ist, es bewirbt sich keiner! Bereits für den jetzigen haben wir damals fast 12 Monate gesucht. Wir sitzen bei Frankfurt am Main also nicht ländlich wo man sagen könnte das sich deswegen keine Bewerber finden.

ich beziehe mich jetzt mal direkt auf die Stellenanzeige (danke für's zuschicken):

1. Der Unternehmenssitz befindet sich in einer Stadt nördlich von Frankfurt. Das Rhein-Main-Gebiet zeichnet sich mehr als andere deutsche Metropolregionen dadurch aus, dass in Stadt x gearbeitet und in Stadt y gewohnt wird. Die meisten Bewerber werden deshalb wohl einen Job in Frankfurt selbst suchen, weil es halt einfacher und entspannter ist, von der Hauptwache oder dem Hauptbahnhof nach Hause/zur Arbeit zu kommen als von, sagen wir, Hanau oder Pfungstadt aus.

2. Ich fand die Stellenanzeige selbst ganz ok, nichts was ich nicht schon hundertfach gelesen habe. Vielleicht ist genau das das Problem: Ihr stecht nicht aus der Masse heraus.

3. Ich stelle mir gerade vor, wie ich mit meiner Mutter (60 Jahre alt, packt die Festplatte bis auf wenige MB voll und wundert sich dann dass der Rechner so langsam ist) bei Kaffee und Kuchen sitze und ihr von dem Job erzählen würde: Ich wüsste nicht, wie ich ihr erklären soll, was da gemacht wird. Weil es mir selbst nach der Lektüre der Webseite nicht klar ist. Seid ihr eine Personalvermittlung? Seid ihr eine Werbeagentur? Was hält der Kunde am Ende in der Hand, wenn er eure Dienste in Anspruch nimmt? Und warum müsst ihr das in einem Marketing-Sprech verkaufen, den nicht-BWLer nicht verstehen?

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Nun wir haben in letzter Zeit auch ein paar neue Kollegen eingestellt. Hier liefen ziemlich viele Bewerber ein und aus und das bei einen kleinen Unternehmen im Norden. Bewerbung gab es wohl noch viel mehr.

Was wir bei uns definitiv geändert haben ist die Anforderungen erstmal runter zu schrauben, um die Leute nicht zu erschlagen. Nur weil am Rande irgend eine Library oder ein Framework genutzt wird, muss das nicht alles als benötigte Kenntnisse in die Stellenausschreibung. Natürlich ist es nett, wenn der Mitarbeiter hier Kenntnisse hat aber ansonsten kommt er da wohl auch nach einigen Tagen/Wochen rein, kein Grund ihn da schon groß abzuschrecken. Das sehe ich auch häufiger und hätte da quasi auch Angst mich zu bewerben, hätte ich nun nicht erlebt wie solche Anzeigen zu Stande kommen und wie wenig Ahnung die Leute, die diese ins Netz stellen oft von dem Alltag haben.

Das kann natürlich erwähnt werden im Text aber sollte keine "Anforderung" sein. Ansonsten urteilt eben jeder nach den eigenen Erfahrungen. Ich sehe das wir hier keine großen Probleme haben Bewerber zu finden, über Qualität lässt sich streiten, das liegt aber auch an unserem System und das man wirklich was auf den Kasten haben muss, um sich da reinzufuchsen.

Bezahlung ist trotzdem bescheiden, ergo würde ich, sofern wir Probleme hätten Leute zu finden, dieses als Grund sehen.

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vor 40 Minuten schrieb jk86:

Ich fand die Stellenanzeige selbst ganz ok, nichts was ich nicht schon hundertfach gelesen habe.

Genau das war auch das, was ich @OPunktSchmidt geschrieben habe. Wenn ich aus meiner derzeitigen Situation (sprich: unbefristet angestellt) suche, dann gehe ich nur auf die Stellen ein, die sich irgendwie abheben vom Rest. Das ist für jemanden, der entlassen wird / wurde (oder nach der Ausbildung nicht übernommen) etwas anders. Der bewirbt sich dann auf alles, was da ist. Entsprechend wird der Bewerberpool dann auch aussehen.

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vor 4 Stunden schrieb OPunktSchmidt:

- Euer fachliches Profil ist zu eng gesteckt / zu anspruchsvoll => Nein ist es nicht. Wir würden sogar Java Entwickler nehmen und auf C# umschulen.

Generell würde ich unterschreiben, dass ihr die Anforderungen nicht zu eng gesteckt habt, aber dass ihr einen Java-Entwickler einstellen und umschulen würdet, ist definitiv nicht herauslesbar, wenn "sehr gute Kenntnisse" in einer von zwei anderen Sprachen gefordert werden.

Dazu käme für mich der hier schon mal genannte Punkt, dass es aus ITler-/Anwendungsentwickler-Sicht nicht gerade leicht ist, herauszufinden, an was für Projekten man tatsächlich arbeiten würde oder worum es grundsätzlich geht. Eure Webseite ist gespickt mit (- sorry -) feinstem Bullshitbingo, was vielleicht für jemanden aus dem entsprechenden Sales-Bereich Sinn ergibt, aber für fachfremde Personen ziemlich abschreckend wirken kann.

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vor 4 Stunden schrieb OPunktSchmidt:

Das Problem ist, es bewirbt sich keiner! Bereits für den jetzigen haben wir damals fast 12 Monate gesucht.

Warum bildet ihr euren Nachwuchs nicht einfach selbst aus? Junior-Stellen entsprechen doch dem Skill-Level nach der Ausbildung, oder? Da wäre es doch genau passend, wenn ihr eure neuen Kollegen selbst heranzieht...

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vor 7 Minuten schrieb stefan.macke:

Warum bildet ihr euren Nachwuchs nicht einfach selbst aus? Junior-Stellen entsprechen doch dem Skill-Level nach der Ausbildung, oder? Da wäre es doch genau passend, wenn ihr eure neuen Kollegen selbst heranzieht...

Wir werden ab nächstem Jahr ausbilden. Ein Schritt in die richtige Richtung, leider etwas zu spät.

Danke an Alle für euren Input! Ich werde jetzt nicht einzeln auf die Punkte eingehen. Es ist einfach mal interessant wie externe das sehen. Oft hat man selber vielleicht einen Tunnelblick wenn man selber in dem Unternehmen ist welches sucht. Wir werden sicherlich über den ein oder anderen Punkt näher nachdenken.

bearbeitet von OPunktSchmidt

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vor 27 Minuten schrieb neinal:

Echt jetzt?

Ich werde dann auf jeden Fall unser Ergebnis posten. Wir müssen das jetzt aber erstmal intern bewerten. Es hat uns aber schon mal die Augen geöffnet und viele Punkte stimmen auch wenn man mal etwas den Blickwinkel verschiebt.

bearbeitet von OPunktSchmidt

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