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Vorstellungsgespräch/Dresscode als trans*/inter*/nicht-binäre Person

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vor 1 Stunde schrieb jk86:

...  Angst . ... Sich auseinandersetzen, ... Anderssein  ... Weltbild ... Diskriminierung ... Norm 

- Mal ganz weg von Gender. Medizin: Viele Menschen beschäftigen sich mit speziellen Krankheiten erst wirklich, wenn es Sie oder das direkte Umfeld betrifft, obwohl medizinische Fachliteratur reichlich vorhanden ist. 

Wenn mir jetzt also jemand mit einer speziellen (optisch sichtbaren) Krankheit gegenüber sitzt, ist das natürlich auch erstmal befremdlich, aber dennoch kann die Person ja relativ kompetent sein. Nehmen wir eine extreme Schuppenflechte.

Nichts desto trotz muss man sagen, dass es - genau wie die Diskriminierung nach Ausbildungsgrad (siehe die Diskussion nach Studium und Ausbildung) - gewisse Unternehmen gibt, die ein Problem damit haben werden und dementsprechend absagen. -
Aber eben auch welche die keine Probleme  haben werden, sonder man sich erst einmal daran gewöhnen muss. 

vor 6 Minuten schrieb Maniska:

D.h. vor mir sitzt im Bewerbungsgespräch eine Frau, die sich aber mit "männlichen" Papieren beworben hat/bewerben musste. Wie reagiert man da richtig?

Oftmals ist es wirklich nur die Angst etwas falsch zu machen, was dann direkt zur Ar*chbombe ins Fettnäpchen führt.

Genau das sehe ich auch so.

Wenn wir also von einer Wertschätzung sprechen , dann das man im Bewerbungsgespräch immer freundlich angesprochen wird. In der Regel mit "Sie" oder mit "Du" direkt. 

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vor 4 Minuten schrieb Maniska:

Um mein Weltbild zu ändern, werde ich aber auch Fragen stellen "müssen", die dem anderen ggf. sauer aufstoßen und mich, die ich nur aus Unwissenheit/Unsicherheit/"ich kenn es einfach nicht" direkt in die intolerante Ecke stellen. Dass ich dann die Toleranz der Gegenseite auch nicht hoch einschätze ist logisch.

Das verstehe ich, es kommt aber auch sehr auf die Art der Frage an. Wichtig ist der respektvolle Umgang miteinander. Ich fände es sehr angenehm, wenn ich mich gar nicht erklären müsste. Das Wissen über Trans*sein kann mein Gegenüber auch anders klären. Schaut euch halt Videos darüber an, lest ein Buch oder wasweißich, die Informationsbeschaffung ist doch heute echt kein Thema mehr. Natürlich ist es naheliegend, erst mal die Person zu fragen, die gerade da ist. Es ist irgendwie auch wichtig, weil wir nicht alle gleich sind - Carwyn z.B. hat ein ganz anderes Konzept von Trans*sein als ich, ist in einer anderen Situation, und es gibt sicher Punkte bei unserer Identität, in denen wir uns sehr unterscheiden. Mensch kann sich aber auch erst mal die Frage stellen, ob eine gestellte Frage vielleicht indiskret sein könnte. Ich habe mich gestern zum Beispiel mit einer Freundin unterhalten, von der ich weiß, dass sie eine Fehlgeburt hatte. Dass sie mir einmal davon erzählt hat, heißt nicht, dass sie jederzeit und alles darüber erzählen möchte. Ich fange dann normalerweise so an: "Möchtest du darüber reden?", und wenn sie ja sagt, sage ich: "Du musst die Frage nicht beantworten -" und dann die Frage. Wenn ein Nein kommt, einfach respektieren. Hat bisher immer und in jedem Kontext geklappt.

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vor 4 Minuten schrieb Gottlike:

Nein, da der Anteil an ausländischen Personen nicht so verschwindend gering ist und allgemein viel eher akzeptiert ist.

Ich würde gar nicht mal unbedingt behaupten, dass bspw. der Anteil an schwarzafrikanischen Menschen höher ist, als der von trans* Personen. Statistisch gesehen gibt es uns mindestens so häufig, wie es rothaarige Menschen gibt. Und wir werden in den letzten Jahren auch erst weitaus sichtbarer, weil sich das gesellschaftliche Klima in der Hinsicht deutlich geändert hat. 

vor 4 Minuten schrieb Gottlike:

Und nein, es ist wichtig, dass wir ein gesundes Verhältnis aus Männern und Frauen in Unternehmen haben :) 

Wäre es dann nicht auch wichtig, ein gesundes Verhältnis von körperlich eingeschränkten zu haben? Oder von trans*-Leuten? Oder von Migrant*innen?

vor 4 Minuten schrieb Gottlike:

Stimmt, die Formulierung wäre besser. Wenn ich eine Person in meinem Umfeld, der die/trans ist, würde ich mich tatsächlich damit näher beschäftigen. Aber darauf wollte ich ja auch hinaus - du kannst dich nicht mit jeder Eventualität auseinandersetzen.

Das ist richtig. Dennoch spricht das nicht ab, sich genau dann damit auseinanderzusetzen, wenn sich bspw. eine trans* Person mit guten Qualifikationen bei einem bewirbt. ;)

vor 4 Minuten schrieb Gottlike:

Ich finde es übrigens schön, dass du trotzdem sachlich bleibst, obwohl meine Aussagen teilweise provokant und "anti" sind.

Ich bin inzwischen viele Provokationen gewohnt und ich provoziere durchaus auch selber. Am Ende ist mir ein Dialog und damit auch ein Verständnis aufzubauen wichtiger, als unsachlich zu werden. Das ist auch losgelöst von meiner Moderatorinnenrolle hier.

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vor 1 Minute schrieb jk86:

[...] Ich fände es sehr angenehm, wenn ich mich gar nicht erklären müsste. Das Wissen über Trans*sein kann mein Gegenüber auch anders klären. Schaut euch halt Videos darüber an, [...]

Entschuldige bitte, aber langsam wird es absurd.

Was soll ich als "leihe" denn in Google eingeben: "Mein Arbeitskollege trägt Frauenröcke?" oder zu meinem Krankheitsbeispiel, in die Buchhandlung: "Entschuldigen Sie bitte, ich suche ein Buch zu 'extremer Schuppenbildung im Gesicht' "

Gewisse Fragen werden IMMER kommen - bei jeder Normunterscheidung. Je extremer, umso wahrscheinlicher. Dabei hilft auch nicht der Versuch dezent vorzugehen, denn Diskretion ist ein Talent auf Basis des Empathie und Sympatie-Levels zzgl. der sozialen Beziehung zum Gegenüber. 

Das kann nerven, aber du wirst lernen müssen damit umzugehen. Genau so wie mein - Achtung diskriminierend - 'schwarzer Max' immer gefragt werden , aus welchem Land denn die Eltern stammen.

Da könnte man auch eine Bombe platzen lassen, wie "also Sie waren schon freie Menschen und keine Sklaven auf Baumwollfeldern mehr, wenn Sie das wissen wollten." 

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vor 12 Minuten schrieb jk86:

Es ist irgendwie auch wichtig, weil wir nicht alle gleich sind - Carwyn z.B. hat ein ganz anderes Konzept von Trans*sein als ich, ist in einer anderen Situation, und es gibt sicher Punkte bei unserer Identität, in denen wir uns sehr unterscheiden.

Ganz wichtiger Punkt, den ich auch vorhin schonmal heraushob. Es kommt am Ende immer auf die Person an. Wir sind unglaublich verschieden und ich spreche Dir bspw. auch nicht Deine Erfahrungswelt und Deine Perspektive ab. Ich weiß allerdings, dass wir mit anderen Augen darauf schauen, unsere Biographien sich stark unterscheiden und auch andere Bedarfe daraus entstehen.
Da ich auch beruflich mit unterschiedlichen Personen aus dem Spektrum der geschlechtlichen Vielfalt zu tun habe, sehe ich diese unterschiedlichen Bedarfe, die unterschiedlichen Biographien sowie Nöte und Zwänge, die sich daraus ergeben und die ich ggf. gar nicht habe und sehen würde - was unglaublich bereichernd ist.

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vor 6 Minuten schrieb jk86:

Das Wissen über Trans*sein kann mein Gegenüber auch anders klären. Schaut euch halt Videos darüber an, lest ein Buch oder wasweißich, die Informationsbeschaffung ist doch heute echt kein Thema mehr. Natürlich ist es naheliegend, erst mal die Person zu fragen, die gerade da ist. Es ist irgendwie auch wichtig, weil wir nicht alle gleich sind - Carwyn z.B. hat ein ganz anderes Konzept von Trans*sein als ich, ist in einer anderen Situation, und es gibt sicher Punkte bei unserer Identität, in denen wir uns sehr unterscheiden.

Hier kommt doch wieder ein Problem:

Wie viele Quellen soll ich denn, als Person die es nicht betrifft und aus diesem Grund auch nur mittelmäßig interessiert zu Rate ziehen? Ich lese Buch X, da steht drin mach ABC, lass XYZ sein. Mach ich, und semmel damit voll auf die Nase... Fachliteratur zu diesem Thema wird keiner lesen, das ist nun mal so, und das kann man m.E. auch nicht verlangen.

Also andere Quellen, aber wie unterscheide ich die seriösen von denen auf BLÖD-Zeitungs Niveau? Ich erinnere mich an eine Doku über einen Callboy (bei Damen Eskortservice genannt). Absolut schmieriger Typ der das ganze nur gemacht hat um möglichst viele Frauen flachzulegen. Anderer Sender, andere Handcreme, selbe "Berufsbezeichnung", absolut top gestylter Typ, super Umgangsformen, der klar gemacht hat, dass er hauptsächlich für den Begleitservice (hauptsächlich wohl Klassentreffen oder irgendwas wo Frau nicht zugeben will dass sie alleine ist) gebucht wird, und nicht als männliche N*tte. Da ich jemanden kenne der sich so sein Studium finanziert hat, weiß ich, dass Variante 2 eher der Wahrheit entspricht als 1. Muss ich mich aber damit beschäftigen...

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vor 12 Minuten schrieb Carwyn:

Ich würde gar nicht mal unbedingt behaupten, dass bspw. der Anteil an schwarzafrikanischen Menschen höher ist, als der von trans* Personen. Statistisch gesehen gibt es uns mindestens so häufig, wie es rothaarige Menschen gibt. Und wir werden in den letzten Jahren auch erst weitaus sichtbarer, weil sich das gesellschaftliche Klima in der Hinsicht deutlich geändert hat. 

 Wieder was gelernt. Ich sehe bei uns im Unternehmen täglich Personen aus verschiedenster Herkunft, ein/e Transgender Person habe ich noch nicht gesehen. Kann auch daran liegen, dass sie/er es nicht richtig auslebt. Deshalb vom Gefühl her, dass es viel weniger von Euch gibt.

Zitat

Wäre es dann nicht auch wichtig, ein gesundes Verhältnis von körperlich eingeschränkten zu haben? Oder von trans*-Leuten? Oder von Migrant*innen?

 Ja, sehe ich genauso! Dafür braucht aber unsere Gesellschaft noch ein wenig. Und das wird noch seine Zeit dauern (beziehe mich auf die Transgender). Wir bei uns haben auch eine Quote für Behinderte, da öD. Das gilt auch für Ausländer bzw. Migranten.

Zitat

Das ist richtig. Dennoch spricht das nicht ab, sich genau dann damit auseinanderzusetzen, wenn sich bspw. eine trans* Person mit guten Qualifikationen bei einem bewirbt. ;)

Jap, würde ich auch. Der Fall ist bisher aber noch nicht eingetreten.

Zitat

Ich bin inzwischen viele Provokationen gewohnt und ich provoziere durchaus auch selber. Am Ende ist mir ein Dialog und damit auch ein Verständnis aufzubauen wichtiger, als unsachlich zu werden. Das ist auch losgelöst von meiner Moderatorinnenrolle hier.

So kenne ich dich :) 

bearbeitet von Gottlike

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vor 3 Minuten schrieb Gottlike:

 Wieder was gelernt.

Dito, ich ziehe mich hier mal aus der Diskussion raus und wünsche viel Glück bei der Bewerbung.

PS: Allgemein würde ich Lektüre zu schlagfertigen Argumenten empfehlen. 

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"The more you know" :D

Das Dilemma ist auf beiden Seiten. Der Wunsch der Wertschätzung und das nicht erklären müssen auf der einen Seite, die schiere Menge an Dinge über die Kolleg*innen, Personalkräfte Bescheid wissen müsste (neben trans*/inter*/nicht-binär) auf der anderen. Die erste Zielgerade für mich wäre erst einmal, dass sowohl die Personen, die sich bewerben, ein Verständnis aufbringen, dass nicht alles auf der anderen Seite schon bekannt sein muss und man ggf. proaktiv einen Rahmen schaffen muss, während die andere Seite eine Sensibilität mitbringen muss, zu wissen, welche Fragen und Behauptungen nun schon grenzüberschreitend sind - und da gehört eigentlich einfach nur gesunder Menschenverstand dazu.

Ihr glaubt allerdings nicht, wie viele den nicht zu haben scheinen oder ihn einsetzen. Die in vielerlei Variation gestellte Frage ob ich meinen Penis noch hätte habe ich eigentlich schon in jeder Situation gestellt bekommen. Meist ohne einen sinnvollen Grund zu haben, das zu fragen außer "Ich bin nur neugierig". Das gleiche gilt auch für die asiatisch aussehende Freundin von mir, die sowohl immer wieder gefragt wird, wo sie wirklich her kommt wie auch Komplimente dafür bekommt, dass sie ja so gut Deutsch kann. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen...

Ich würde liebend gerne Sensibilisierungsworkshops für Unternehmen machen, in denen Basics vermittelt werden und so die Leute darauf vorbereitet sind, ohne sich selbst damit zu beschäftigen, welche Lektüre geeignet ist oder sich privat dazu weiter fortzubilden. Auch Broschüren zu dem Thema können hilfreich sein, die direkt an Unternehmen gerichtet sind. Auch hier ist allerdings der Haken dabei, dass die Unternehmen dann anfragen müssten, was als ersten Schritt bedeutet, das auch für sich als notwendig anzusehen. Da ist es dann meist der "Kind in dem Brunnen"-Effekt, wie wenn eine Schule sich erst dann meldet, wenn eine trans* Person als Schüler*in da ist und man erst dann merkt, dass sie Hilfe brauchen. Das ist zwar gut, aber für eben jene trans* Person im Zweifel schon zu spät, nachdem sie Mobbing sowohl durch Mitschüler*innen wie Lehrkräfte erfuhr.

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vor 6 Minuten schrieb Carwyn:

Es kommt am Ende immer auf die Person an. Wir sind unglaublich verschieden

This.

Wenn ich mir so überlege was (und wie) ich dich alles gefragt habe (und was du mir ungefragt an Infos untergejubelt hast) glaube ich nicht, dass ich damit bei anderen viele Pluspunkte gesammelt hätte.

Und das ist eben auch mit ein Problem, der eine hat engere Grenzen wie der andere, oder pampt selbstbewusst zurück wenn eine Grenze überschritten wurde, wären jemand anders sich wegduckt. Erklären vs. eingeschnappt sein... So viele Möglichkeiten sich (mit Absicht) falsch zu verstehen...

Um aber vielleicht noch einmal die Kurve zur Ausgangsfrage zu kriegen, und meine Unwissenheit kund zu tun. Was ist der große Unterschied zwischen einem Anzug für Frauen und für Männer? Also abgesehen von der Passform natürlich, und ausgehend von angepasst (nicht Maß, aber auch nicht C&A von der Stange).

 

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vor 3 Minuten schrieb Maniska:

Wenn ich mir so überlege was (und wie) ich dich alles gefragt habe (und was du mir ungefragt an Infos untergejubelt hast) glaube ich nicht, dass ich damit bei anderen viele Pluspunkte gesammelt hätte.

Ich kenne Dich aber auch, wir haben eine freundschaftliche Beziehung und ich weiß im Zweifel, dass Du nachfragst und warum Du nachfragst. Das ist was anderes, als wenn mich jemand fremdes das gleiche gefragt hätte.

vor 3 Minuten schrieb Maniska:

Und das ist eben auch mit ein Problem, der eine hat engere Grenzen wie der andere, oder pampt selbstbewusst zurück wenn eine Grenze überschritten wurde, wären jemand anders sich wegduckt. Erklären vs. eingeschnappt sein... So viele Möglichkeiten sich (mit Absicht) falsch zu verstehen...

Das schwierige dabei ist glaube ich, zu sehen aus welcher Intention etwas kommt und wie man damit umgeht. Ich gehe im ersten Moment von Unwissen aus und der Möglichkeit, es zu klären. Eskalieren kann das immer noch, wenn mir dann klar wird, dass die Fragen zu persönlich werden und die Person das eher aus Ignoranz oder Ablehnung macht. 

vor 3 Minuten schrieb Maniska:

Um aber vielleicht noch einmal die Kurve zur Ausgangsfrage zu kriegen, und meine Unwissenheit kund zu tun. Was ist der große Unterschied zwischen einem Anzug für Frauen und für Männer? Also abgesehen von der Passform natürlich, und ausgehend von angepasst (nicht Maß, aber auch nicht C&A von der Stange).

Tatsächlich der Schnitt und die Passform und was darüber auch kommuniziert wird. Einen Hosenanzug trage ich gerne mal. Einen Männeranzug würde ich nicht anziehen wollen (Bühnensituationen jetzt mal ausgenommen). Alleine schon, weil ich darüber das falsche kommuniziere.

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vor 35 Minuten schrieb Carwyn:

Das gleiche gilt auch für die asiatisch aussehende Freundin von mir, die sowohl immer wieder gefragt wird, wo sie wirklich her kommt wie auch Komplimente dafür bekommt, dass sie ja so gut Deutsch kann. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen...

 

Ich persönlich finde auch nichts verwerflich daran zu fragen wo jemand her kommt, egal ob "offensichtlicher Migrationshintergrund" oder nicht. Einen Geburtsort hat jeder, bzw eine Gegend in der er aufgewachsen ist. Dass gerade bei Migrationshintergrund immer unterstellt wird, dass man auf genau diesen anspielt ist doch auch schon diskriminierend, oder? ;)

Vielleicht will ich ja wirklich nur wissen, wo die Person wohnt/gewohnt hat oder wo der "komische" Dialekt her kommt.

Zitat

Tatsächlich der Schnitt und die Passform

Ok, aber wenn ich als Frau zum Herrenausstatter gehe und für mich explizit einen Herrenanzug auf Maß anfertigen lasse, habe ich... was? Einen Herrenzug mit Damenpassform? Oder einen Damenanzug mit Herrenschnitt? Oder ist das Problem eher, dass es einfach nicht richtig sitzt?

Dass "von der Stange" nix ist, ist klar, passt ja schon bei der "richtigen" Zuordnung sehr selten.

 

bearbeitet von Maniska

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vor 9 Minuten schrieb Maniska:

Ich persönlich finde auch nichts verwerflich daran zu fragen wo jemand her kommt, egal ob "offensichtlicher Migrationshintergrund" oder nicht. Einen Geburtsort hat jeder, bzw eine Gegend in der er aufgewachsen ist. Dass gerade bei Migrationshintergrund immer unterstellt wird, dass man auf genau diesen anspielt ist doch auch schon diskriminierend, oder? ;)

Vielleicht will ich ja wirklich nur wissen, wo die Person wohnt/gewohnt hat oder wo der "komische" Dialekt her kommt.

Meistens folgt auf eine Antwort wie "Sprockhövel" dann ein "Nein, wo kommst Du WIRKLICH her?". Das ist der Punkt an der Sache. Und sie kriegt die Frage weit öfters gestellt als bspw. ich.
Aber damit machen wir noch ein anderes (durchaus wichtiges) Thema auf, was eher einen Seitenstrang zur Diskussion hier darstellt.

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Moderative Anmerkung: Die Seitenstränge der Diskussion wurden herausgezogen und in den hier verlinkten Thread verschoben. Hier bitte on Topic bleiben was Bewerbungsgespräche als trans*/inter*/nicht-binäre Person angeht und weiteres im verlinkten Thread diskutieren.

 

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Supi, kann mir dann bitte jemand das da:

vor 3 Stunden schrieb Maniska:

Ok, aber wenn ich als Frau zum Herrenausstatter gehe und für mich explizit einen Herrenanzug auf Maß anfertigen lasse, habe ich... was? Einen Herrenzug mit Damenpassform? Oder einen Damenanzug mit Herrenschnitt? Oder ist das Problem eher, dass es einfach nicht richtig sitzt?

Dass "von der Stange" nix ist, ist klar, passt ja schon bei der "richtigen" Zuordnung sehr selten.

 so erklären das ich es verstehe?

(Hervorhebung durch mich ;) )

 

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Ich würde sagen, dass die Schnitte anders sind. Wenn ich mir einen Hosenanzug auf Maß anfertigen würde, dann wäre der Blazer vom Schnitt schon anders als das Jacket eines Mannes. Hüftbetonter, mehr die Sanduhrenform wiedergebend, nicht so weite Ärmel, engere Hose. Das ganze dann so angepasst, dass meine durch die Geburt männlichen Körpermerkmale (breitere Schulter, kleineres Becken) versteckt werden und die Silhouette weiblicher wirkt. Gleiches kann man beim beim Kauf eines Männeranzugs auf Maß bei weiblichem Körperbau annehmen - nur umgekehrt eben.

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