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Wirtschaftsinformatik studieren ohne irgendwelche Kenntnisse

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Hallo,

seit geraumer Zeit beschäftige ich mich innerlich damit Wirtschaftsinformatik zu studieren, da ein reines BWL Studium total überlaufen ist und ich aus der Masse herausstechen möchte. Da ich Interesse an wirtschaftlichen Dingen habe kommt folglich das Studium für mich infrage. Ist es realistisch das Studium zu schaffen ohne irgendwelche PC/Informatik Kenntnisse? Was wäre sinnvoller für mich ein duales Studium oder ein normales Studium in diesem Bereich? Zudem habe ich gelesen das die ersten Semester sehr Mathe lastig sind. Reicht da meine aktuelle 2 in Mathe aus oder muss da schon eine 1 stehen? Sollte ich mir irgendwelche Bücher besorgen? Wenn ja welche ? Ich danke schonmal im voraus für eure Hilfe :)

Einen schönen Sonntag noch 

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Vorkenntnisse sind an sich nicht erforderlich, helfen aber natürlich. Bei Bemerken von Lücken sollte unter Umständen eben schnell gestopft werden.

Die Anforderungen variieren von Uni zu Uni, aber man muss für das Fach allgemein kein Mathe-Ass sein, sollte sich aber darauf einstellen, für Mathe unter Umständen mehr Zeit einzuplanen. Das ist aber bei vielen Fächern so.

Die größere Frage würde ich an die Wahl des Faches stellen.

Wirtschaftsinformatik, um sich von der reinen BWL abzusetzen hört sich eben nicht so überzeugt an, etwas Interesse an der Materie sollte man schon mitbringen, sonst wird zumindest das mit dem Herausstechen schwer.

Kannst Du vielleicht eine Uni besuchen, bei Vorlesungen mal reinschauen/ insbesondere dich mit Studenten der verschiedenen Fachrichtungen unterhalten? Gerade geht es ja mit den Einführungsveranstaltungen los, da kann man eigentlich ganz gut sehen, welches Niveau erwartet/geboten wird.

Das ist übrigens das richtige Unterforum: https://www.fachinformatiker.de/forum/60-it-weiterbildung/

bearbeitet von Pancake
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Es kommt sehr auf die Hochschule/ Uni an und ob die Wirtschaftsinformatik an der BWL-Fakultät oder der Informatik-Fakultät angesiedelt ist. Je nachdem ist dieses Studium dann BWL- oder Informatik-lastiger.

Ich studiere Informatik und bin Fachschaftsvertreter an unserer Fakultät. Wirtschaftsinformatik ist bei uns auch angesiedelt und jedes Jahr werden 50% mehr Wirtschaftsinformatiker als Informatiker zugelassen. Warum? Viele Wirtschaftsinformatiker nehmen die Wichtigkeit der Informatik-Fächer nicht Ernst und versuchen diese mit "Ach und Krach" zu bestehen, statt sich rein zu hängen. Mit solchen Methoden im Jahrgang schafft es dann nur gut die Hälfte der Studienanfänger ins 3. Semester und viele, die vorher BWL anstrebten, werden wegen Mathe und Informatik aus dem Studiengang geworfen.

Bei uns fängt man in Informatik extra bei 0 an, so dass auch blutige Anfänger mit Interesse das Studium schaffen können. Allerdings braucht man auch eine gewisse Affinität für Informatik bei uns. Wer sich gar nicht für IT interessiert, ist an einer Informatik-Fakultät leider auch in Wirtschaftsinformatik im falschen Studiengang. Es ist zwar machbar ohne große Vorkenntnisse in Programmieren das Studium zu schaffen, aber man braucht die Bereitschaft dieses zu lernen.

 

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vor 14 Stunden schrieb siebja2:

und ich aus der Masse herausstechen möchte.

Das klingt nach einem völlig falschen Grund überhaupt irgendetwas zu studieren, und ich habe meine Zweifel dass du mit der Einstellung glücklich wirst. Aber jedem das seine.

Mathelastig ist relativ, kommt immer ein wenig auf die Uni an. Bei uns waren es zwei reine Mathe-Module, die man mit dem Wissen aus dem Abi relativ problemlos schaffen konnte.

Ein wenig Ahnung, vor allem aber Interesse am Informatik-Anteil sollte da sein, sonst wird das ganze nicht so einfach - sowohl der theoretische, als auch der praktische Programmier-Teil.

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Bei uns war der Mathe-Anteil schon recht knackig. Da ist der eine oder andere daran gescheitert, auch Leute, welche fit waren. Es waren zwar nur drei dedizierte Mathe-Fächer und natürlich gibt es Studiengänge, welche mathelastiger und/oder -intensiver sind, aber ein Spaziergang war das nicht. Da musste man sich schon Zeit für investieren.

Allerdings verweise ich, wie meine Vorredner, vor allem auf Deine Motivation. Wenn Du Dein Studiengang nur wählst, um aus der Masse herauszustechen, solltest Du hier zuerst ansetzen und überlegen, ob das überhaupt das ist, was Du möchtest. Auch ein Bachelor braucht div. Jahre und kostet viel Zeit, Geld und Mühen. Diese in ein Fach zu investieren, welches einen nicht wirklich interessiert, sollte nicht die erste Wahl sein.

Die Wahrscheinlichkeit, es nicht zu Ende zu bringen ist erfahrungsgemäß ziemlich hoch, wenn die intrinsische Motivation nicht stimmt. Daran scheitern deutlich mehr Studenten als an dem Niveau oder mangelnden Vorkenntnissen / Fähigkeiten.

bearbeitet von Errraddicator

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Derzeit habe ich vor kurzem mit d. Studium (Wirtschaftsinformatik) angefangen.

Zu 90% waren die meisten von uns FISIs und die restlichen 10% hatten eine kaufm. Ausbildung.

Bei uns bestehen die Fächer vom ersten bis zum letzten Semester c. a 85% IT Themen, die restlichen 15% kaufm. Themen.

Jemand mit einer IT-Ausbildung wird im 1 Semester es noch "leicht" haben, danach dürfen alle leiden :D

Die Lehrer haben bisher Ihre Skripte so angepasst, dass ein Anfänger im Thema X mithalten kann. In der Vorlesung passiert es oft, dass die Professoren alles schnell erklären und du dort drinnen sitzt und dir überlegst WTF bitte langsamer.... Wenn du dir aber Zuhause Zeit nimmst, dann kannst du mithalten.

Thema Mathe kann ich dazu bisher nichts sagen da wir es erst im 2 und 3 Semester kriegen :D

 

bearbeitet von Zaroc

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Morgen Leute,

danke für die schnelle Rückmeldung. Ich denke ich werde in geraumer Zeit einfach mal an einer Vorlesung teilnehmen und eine Einführungsveranstaltung besuchen. Zum Thema Motivation kann ich nur sagen was ich anfange ziehe ich auch zu 100% durch. Ich habe kein Interesse daran mit ach und Krach zu bestehen sondern ich versuche immer der beste zu sein, egal was es ist.

Schönen Tag noch :)

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Zum Thema Mathe.

Mathe an Universitäten (zumindest damalig bei meiner) ist kein stumpfes Rechnen mit den Grundrechenarten oder Stochastik wie in Abitur. Mathematik auf Uni ist ein ganz anderes Kaliber. Da lernst du, was es wirklich heißt, was Mathe ist. Da geht's viel mehr um Beweisverfahren bzw. Lösen von mathematischen Problemen.

1. Semester Mathe: vollständige Induktion.

Einfach als Vorgeschmack, was dich erwarten kann! Hängt (wie schon geschrieben von den Anderen) natürlich von FH/Uni ab.

 

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vor 21 Stunden schrieb siebja2:

Zudem habe ich gelesen das die ersten Semester sehr Mathe lastig sind. Reicht da meine aktuelle 2 in Mathe aus oder muss da schon eine 1 stehen?

Ich studiere Wirtschaftsinformatik an der FH im 5. Semester. Mach dir wegen Mathe keine Sorgen, Uni Mathe ist anders als Schul Mathe und mit lernen schafft das zumindest bei uns jeder. Zum Vergleich ich hatte im Abi ganze 2 Punkte in Mathe. In den ersten 3 Semestern (danach gibts zumindest bei uns nur noch sowas wie Kostenrechnung oder Produktionsmanagement bei dem man mit Mathematik konfontiert wird) hatte ich jeweils eine 2,0 oder besser. 

Wie schon hier in dem Thread erwähnt kommt das natürlich immer auf die Uni an. 

Aber wenn dich das Thema an sich interessiert sollte das eigentlich kein Problem sein. Solltest du nur irgendwas mit Informatik dazu machen wollen, weil du BWL alleine zu langweilig findest könnte es tatsächlich schwierig werden. Das ist zumindest der Grund wieso die Leute bei uns dann gescheitert sind. Nicht wegen fehlender Vorkenntnisse. 

Ein duales Studium kann sinnvoll sein um die Theorie zu vertiefen, kann aber auch sehr sehr anstrengend werden. Werde dir erstmal klar darüber was genau du möchtest und welche Themen dich interessieren und vor allem wie Stressresistent und Leistungsfähig du bist. 

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