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Heyhey.

 

Eine Frage an euch.

Ich bin M 28, verheiratet und keine Kinder (soll aber wenigstens mal 1 kommen).

Bisher arbeite ich seit bald 10 Jahren als Maler (da bin ich rein gerutscht, nachdem es woanders nichts wurde) mittlerweile bin ich Meister.

Zur Frage und evtl. Problematik.

Ich war damals in der schule echt faul und hab nur ein Hauptschulabschluss, danach wollte ich bei SAF Holland durch einen Ferienjob an eine Ausbildung kommen, dass hatte sich ausgeweitet und es wurde nichts mit der ausbildung, aber geld verdiente ich.

Mit 18 hatte ich die Malerlehre angefangen und als Innungsbester mit der Gesamtnote 2 abgeschlossen.

2015 hab ich durch Abendschule den Meister gemacht, auch den mit der Gesamtnote 2 abgeschlossen.

 

Seit der Schulzeit sind jetzt 13 Jahre vergangen, ich bin zum Glück reifer geworden und kenne mich mittlerweile selbst ganz gut :).

Ich weiß das man für die FI min. Mittlere oder Abi brauch (Meistertitel wird dem Abi gleichgestellt, wobei ich nicht sage „Ich hab Abi“, mir ist bewusst das man das nicht vergleichen kann), schon immer interessiert mich die Technikwelt und ich denke da wirds nicht so schnell langweilig.

Langeweile ist das Stichwort:

Ich bin Meister und kann jetzt noch 2,3 zusatzscheine machen, die mein chef nicht in der firma braucht und noch dazu bringts mir nicht als angestellter, selbstständig will ich mich nicht machen, weil mich der Job nicht mehr interessiert, man wird einfach nicht gefordert, keine Neuerungen, dass meiste funktioniert wie vor 500 jahren, also langweilig. Die kollegen sind in dieser branche meist biertrinkende Hinterwäldler (sorry) mit denen man kein normales Gespräch führen kann, alle demotiviert und im Hamsterrad gefangen darauf wartend mit mitte 60 körperlich wie psychisch kaputt in rente zu gehen.

Bei mir fängt es auch langsam an, in den Knien und vorallem rücken merke ich es.

Kaum weiterbildungsmöglichkeiten und wenn dann hat niemand bock drauf „wozu brauch ich das“ hört man dann, wenn der großteil nicht will, haben die anderen die A-Karte.

 

Das Verständnis für den Beruf habe ich, oder auch um es aufzubringen, ich trau mir das zu, vorallem die Motivation was das neues dazu lernen angeht, andauernt ändert sich was, man hört nicht auf zu lernen in der IT Branche, nicht wie im Malerhandwerk.

In der Freizeit beschäftige ich mich auch damit und versuche etwas dazu zu lernen, Swift z.B. hab ich mir mal angeschaut, nur grundlagen, aber fand ich schon sehr interessant.

Genauso wie HTML und CSS, ich denke das könnte mich echt befriedigen, nicht wie dieser sehr eintönige malerberuf ohne aufstiegs oder weiterbildungsmöglichkeiten wenn man sich nicht selbstverständig machen will.

Ein befreundeter FISI würde mich da an die Hand nehmen, auch mit Praktikum in seiner Firma um mal zu gucken ob es denn was für mich ist.

Ist es denn Sinnvoll über solch einen Schritt nach zu denken, oder ist es vergebene mühe wegen meinem nicht vorhandenen Abschluss wie MR oder klassisches Abi? Langt der Meistertitel dazu? Oder ist es auch in der IT branche so wie in manchen anderen das die persönlichkeit und der wille, sowie verständis für die materie paar punkte gut macht?

 

 

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vor 31 Minuten schrieb Profex:

Ist es denn Sinnvoll über solch einen Schritt nach zu denken, oder ist es vergebene mühe wegen meinem nicht vorhandenen Abschluss wie MR oder klassisches Abi? Langt der Meistertitel dazu? Oder ist es auch in der IT branche so wie in manchen anderen das die persönlichkeit und der wille, sowie verständis für die materie paar punkte gut macht?

Ich würde sagen, das wichtige ist das du es wirklich willst. Eine Umschulung ist etwas anderes als eine Ausbildung. Mit deinem Meistertitel zeigst du auf jeden Fall, das du dir auch Wissen aneignen kannst. Ich sehe eigentlich keine Hindernisse, warum du es nicht schaffen solltest. 

vor 34 Minuten schrieb Profex:

Ein befreundeter FISI würde mich da an die Hand nehmen, auch mit Praktikum in seiner Firma um mal zu gucken ob es denn was für mich ist. 

Definitiv ein guter erster Schritt um nichts zu Überstürzen und dir selbst ein Bild zu vermitteln.

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Ich würde mich nach einer Ausbildung oder einem Studium (falls das möglich ist) umsehen. Je nachdem, was Dir mehr liegt. Eine Umschulung ist besser als nichts, sollte allerdings eher der Notnagel sein. Die Qualität ist häufig schwankend und es wird nicht überall so anerkannt wie eine Ausbildung oder ein Studium.

Ob das Studium etwas für Dich ist, weiß ich nicht. Ist etwas anderes als Dein bisheriges Leben. Gerade mit Ende 20 und verheiratet ist das vielleicht nicht mehr so prickelnd wie es das noch mit Anfang 20 und als Partylöwe der Fall wäre. Hinzu kommt die theoretischere Natur des Ganze und kein Einkommen. Im Gegenteil: Man macht sogar Schulden. In jedem Fall wäre es die höherwertige Bildung, welche fast durchweg besser bezahlt wird. Zumindest darüber nachdenken solltest Du.

Die Ausbildung sollte in jedem Fall machbar sein, solange Du die formalen Bedingungen erfüllst (hier im Zweifel die örtliche IHK fragen). Schaue Dir vorab das ein oder andere an und bewerbe Dich. Schreibe den Unternehmen, was Du uns geschrieben hast. Das klingt schlüssig und zeigt, dass Du Interesse hast und lernwillig bist, das ist bereits die halbe Miete. Den Meister macht nicht jeder und wenn Du zudem noch Grundlagen aus der Programmierung mitbringst, ist das umso besser. Mit Ende 20 bist Du noch nicht zu alt. Die IT ist im Regelfall entspannt und gibt zweite Chancen, wenn die erste Berufswahl vielleicht doch nicht das Richtige war. Wichtig wäre hierbei, dass Du Dir sicher wirst, ob Du lieber FiSi oder FiAe machen möchtest. Die genannten Technologien klingen eher nach FiAe, weniger nach FiSi.

Ich bin zuversichtlich, dass das klappt und wünsche Dir viel Erfolg.

bearbeitet von Errraddicator

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vor 15 Stunden schrieb Profex:

Ich weiß das man für die FI min. Mittlere oder Abi brauch

Das ist ne reine Vorgabe von den jeweiligen Firmen. Ich kann dir mehrere wirklich fähige Fachinformatiker nur mit Hautpschulanschluss nennen. Und hier im Forum geistert angeblich auch das eine oder andere fähige Mitglied rum, welches vorher nicht einmal diesen hatte.

vor 15 Stunden schrieb Profex:

(Meistertitel wird dem Abi gleichgestellt, wobei ich nicht sage „Ich hab Abi“, mir ist bewusst das man das nicht vergleichen kann)

Darf ich Fragen, warum die nicht direkt versuchst zu studieren? In einigen Bundesländern können die Inhaber eines Meisters direkt in ein Studium einsteigen und haben auch freie Fächerwahl. Wenn du deinen Meister durchgezogen hast, ist ein Studium definitiv auch machbar. Und damit würdest du nicht wieder unten in der Hierarchie der Berufe anfangen.

vor 16 Stunden schrieb Profex:

st es denn Sinnvoll über solch einen Schritt nach zu denken, oder ist es vergebene mühe wegen meinem nicht vorhandenen Abschluss wie MR oder klassisches Abi? Langt der Meistertitel dazu? Oder ist es auch in der IT branche so wie in manchen anderen das die persönlichkeit und der wille, sowie verständis für die materie paar punkte gut macht?

Wenn du wirklich willst, dann solltest du es definitiv versuchen. Ich würde dir aber klar zu einer regulären Ausbildung oder gleich zu einem Studium raten. Das ist in der Wirtschaft einfach höher angesehen und erleichtert dir danach deutlich den Weg.

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Ich danke euch dreien erstmal, dass waren mal unabhängige Meinungen von Fremden, ist also kein Himmelfahrtskommando was ich vorhabe nachdem was ihr sagt.

Tatsächlich ist es so das ich mit dem Meistertitel alles studieren darf, aber nicht will.

Ich dachte bereits an chemie, architekt oder was sonst noch zu meinem Berufsfeld passen würde, allerdings hab ich vor chemie zu viel respekt, das traue ich mir nicht zu.

Studieren fällt eigentlich generell flach denn ich würde gern in den nächsten 2-3 jahren nachwuchs bekommen, wenn meine frau das verdienen würde das ich jetzt immo habe ( als meister wohlgemerkt nur um die 2800-3000brutto, da ist nicht mehr viel luft nach oben) würde es trotzdem nur mit einer klassischen ausbildung funkionieren das ich wenigstens etwas mit heim bringe.

Das sinnvollste wäre denke ich dann jetzt erstmal zu schauen ob ich

1. eine umschulung bezahlt bekomme wenn ich für mein alter schon so eingeschränkt bin.

2. Ob Ausbildung oder Umschulung

und 3. ob mir es überhaupt zusagt.

 

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Mit Bafög hatte ich schon während des Meisters Kontakt.

Das kommt auch noch dazu, da sind noch 4.000€ offen :(.

Ich informier mich mal über die Möglichkeiten die es für mich gibt.

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vor 3 Stunden schrieb Graustein:

Als Student gibt es Bafög, mehr bekommt man vermutlich als Umschüler auch nicht.

Das kommt drauf an, wer der Kostenträger ist und über was für eine Einrichtung die Umschulung gemacht wird.

Arbeitsagentur - Übergangsgeld oder ALG bei Weiterbildung (gleiche Berechnung, wie bei ALG1) Was es davon gibt, ist vom Einzelfall abhängig.

Jobcenter - ALG 2

Die dritte Möglichkeit, ist die Rentenversicherung. Da hab ich aber keine Ahnung, wie das berechnet wird.

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Als Meister mit Berufserfahrung hast Du folgende Optionen:

- Studium (Finanzierung durch das Aufstiegsstipendium)

- Studium (Finanzierung durch elternunabhängiges Bafög)

- verkürzte Ausbildung

Falls Bafög nicht ausreicht, gibt es heutzutage auch noch Bildungsfonds und Studienkredite.

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Schönen guten Abend allerseits.

Da bin ich nochmal. Mit Neuigkeiten und Fragen dazu.

Eine Freundin die Webdesignerin ist hat mir empfohlen das ich auf Codecademy html und css lernen soll, gesagt getan, läuft super, ich weiß, sind nur die basics, aber ich verstehe es zumindest ziemlich gut und es macht recht viel spaß, dass könnte ich mir gut vorstellen.

In ihrer Firma in der auch mein Cousin arbeitet suchen sie für das Jahr 019 einen Anwendungsentwickler für PHP, HTML, CSS, JS und SQL.

 

Jetzt kamen aber noch paar dinge in den knapp zwei Wochen dazu.

Ich habe mit meiner Ergotherapeutin geredet wegen einer Umschulung. Bei ihr sind viele die vom Handwerk kommen und gerade eine Umschulung machen oder kurz davor sind, allerdings sind die alle schon um die 50 und meint das es ja grundlegend sinnvoller sich vorher drum zu kümmern wenns schon komisch wird. Meine knie sind im angeschlagen und mein rücken sowieso ( ständig Kopfschmerzen wegen der einseitigen Belastung die zur Fehlstellung der Wirbelsäule geführt hat und Verspannungen auslöst), sie bekommt es für 2-3 Tage wieder hin, aber Mittwoch gehts dann wieder mit den Schmerzen los, bis ich wieder bei ihr war.

Von daher meint sie, hätte ich Glück im Unglück, ich bin noch nicht so sehr im Eimer das man das nicht retten kann, allerdings sollte es nicht ausgereizt werden wie bei ihren anderen Patienten die mit 50 "kaputt" sind, und Glück im Unglück das ich halt relativ gute Chancen auf eine Umschulung habe.

Meine Frage, kommt es jetzt wirklich zur bewilligten Umschulung durchs Amt, mit Zuschuss oder was da dabei ist, kann ich dann Frei wählen in welche Branche ich möchte? Also auch die IT Branche die ja so stark wächst das da ständig mangel herrscht und daher relativ gute Anstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Oder macht mir da mein Meistertitel einen Strich durch die Rechnung? Ich könnte ja laut denen vielleicht in den Verkauf, oder aber auch ins Büro und dort Auftragsabwicklung leisten, aber selbst das will ich ja nicht, ich will komplett weg von dieser Branche, akzeptieren die sowas, oder sagen die dann " ja viel Glück, aber ohne uns".

 

Weiterhin schönen Feierabend euch :)

 

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So, ich habe mich zwar gerade wegen etwas anderem angemeldet, will aber trotzdem mal etwas einwerfen, da ich in einer ähnl. Situation bin.

Ich bin auch 28 und habe ein abgeschlossenes Studium. Ich war nach dem Studium eine zeitlang selbstständig, aber in einer Branche, die mir einfach nicht mehr gefallen hat (den Job ansich aber geliebt). Die Arbeitsbedingungen waren teils katastrophal und man musste sich für Aufträge komplett aufopfern.

Habe mich dann auch nach Möglichkeiten umgeschaut und bin schnell auf das Thema Umschulung gestoßen. (Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich zwei Studenten in der Informatik - nach deren Erfahrungen habe ich das Thema für mich schnell abgehackt)

Bin dann auf verschiedene Umschulungsträger gestoßen die viele goße, tolle Versprechungen machen. Nach einer recherche im Internet berichten viele aber eher nicht so positive Rückmeldungen, vor allem wenn es um die Jobsuche nach der Umschulung geht.

Da ich es satt hatte und was ändern wollte habe ich mich doof gestellt und bin zum Jobcenter maschiert. Kam mir dabei zwar etwas blöde vor, war aber eine super Entscheidung. Die Damen vor Ort waren verdammt nett und sehr hilfsbereit.
Durch die bin ich an eine betriebliche Umschulung gekommen. Das ist aber nicht immer so leicht zu bekommen, da dadurch dem Jobcenter hohen Kosten entstehen und man denen erst mal klar machen muss, dass es sich lohnt. Vor allem das man mit solch einer Maßnahme eine Arbeitslosigkeit abwenden kann. (Das ist mit der entscheidenste Punkt an der Nummer)

Nach etwas hin und her sitze ich nun kurz vor der "heißen Phase". Im Mai ist Prüfung.

Die Umschulung mache ich normal im Betrieb, gehe normal zur Berufsschule und mache auch wie jeder andere die Prüfung bei der IHK. Der einzige Unterschied ist, dass ich das erste Lehrjahr übersprungen habe.

Ich bekomme auch vom Jobcenter kein Geld, da der Betrieb mir eine Ausbildungsvergütung zahlt.

Ich würde es an deiner Stelle vielleicht auf diese Weise über das Jobcenter machen. Vielleicht geht es auch über die Rentenversicherung, würde mich da auch erkundigen. Die Zahlen auch die Umschulung und du bekommst auch noch auf Basis deines letzten Gehalts eine Vergütung. Habe im Kurs jemanden der das über die Rentenversicherung macht.

 

Ich fand es für mich als schwierig die Entscheidung zu treffen, bereue sie aber bisher nicht. Übernahme nach der Ausbildung sieht auch gut aus und es gibt genug Wege in die man sich spezialisieren kann.

Sofern technisches Interesse und Verständnis vorhanden sind, kann ich durchaus dazu raten diesen Schritt zu gehen.

Aber ein Thema darf man nicht ungeschönt lassen - wenn man vorher ein normales Gehalt hat, ist der Rücktritt und ein Azubigehalt ein schlag ins Gesicht. Und auch danach wirst du wohl etwas zeit brauchen um auf deinen alten Gehaltsstand zu kommen.

 

 

Sollte es mit einer Umschulung nicht klappen, versuche eine normale Ausbildung zu bekommen. Sollte durchaus machbar sein. Die verkürzen und du bist mit 2,5 Jahren dabei. Wir haben auch einige Informatikstudiumabbrecher dabei, die auch mit Mitte/Ende 20 ihre normale Ausbildung angefangen haben.

Ob ein Informatikstudium das richtige für dich sein könnte, musst du wohl selbst Entscheiden. Ich für meinen Teil habe da keine gute Zukunft gesehen ;)

 

Ich hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen :)

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Bei einem Verkürzer fehlt das letzte halbe Jahr, beim einem Umschüler das erste komplett. (wobei ich theoretisch auch das erste Jahr hätte mitmachen können, dann wäre das letzte Jahr rausgeflogen - total bekloppt das so zu machen)

Es ist also nur die Ausbildungszeit ein Unterschied. Vom Inhalt, Prüfungen und allem anderen steht man als ganz normaler Azubi da, welcher einfach nur etwas später angefangen hat. 

 

Der Anreiz einer Umschulung für Betriebe ist es, dass durch einen Umschüler dem Betrieb keine Kosten entstehen, da alles vom Leistungsträger (z.B. Jobcenter) finanziert wird. So werden auch "schwierige" Umschüler schneller an Betriebe vermittelt. In meinem Fall hatte ich mit dem Betrieb tierisch Glück, da ich, durch das Gehalt, nichts mehr mit dem Jobcenter zutun habe. 

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vor 18 Stunden schrieb Profex:

Meine Frage, kommt es jetzt wirklich zur bewilligten Umschulung durchs Amt, mit Zuschuss oder was da dabei ist, kann ich dann Frei wählen in welche Branche ich möchte? Also auch die IT Branche die ja so stark wächst das da ständig mangel herrscht und daher relativ gute Anstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Oder macht mir da mein Meistertitel einen Strich durch die Rechnung? Ich könnte ja laut denen vielleicht in den Verkauf, oder aber auch ins Büro und dort Auftragsabwicklung leisten, aber selbst das will ich ja nicht, ich will komplett weg von dieser Branche, akzeptieren die sowas, oder sagen die dann " ja viel Glück, aber ohne uns.

Ist pauschal so nicht zu beantworten. Werde am besten einfach mal bei der Arbeitsagentur/beim Jobcenter vorstellig, je nachdem, wer für dich zuständig ist. Mach dir vorher Gedanken, was dich an deinem alten Job hindert und versuche, das dort so zu verkaufen. Wenn du schon einen konkreten Ausbildungsberuf im Auge hast, kannst du das denen sagen. Die werden dir dann schon mitteilen, wie deren Einschätzung aussieht. Dann musst du dafür evtl. noch einen Eignungstest machen und dann kommt es entweder zur Bewilligung oder Ablehnung.

Viel Erfolg!

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vor 49 Minuten schrieb dooz:

Bei einem Verkürzer fehlt das letzte halbe Jahr, beim einem Umschüler das erste komplett. (wobei ich theoretisch auch das erste Jahr hätte mitmachen können, dann wäre das letzte Jahr rausgeflogen - total bekloppt das so zu machen)

Sorry, aber das ist falsch. Das ist der Unterschied zwischen einer Anrechnung und einer Verkürzung, das gibt es auch bei ganz "normalen" dualen Ausbildungen (BBIG §7+8)

 

vor 51 Minuten schrieb dooz:

Der Anreiz einer Umschulung für Betriebe ist es, dass durch einen Umschüler dem Betrieb keine Kosten entstehen, da alles vom Leistungsträger (z.B. Jobcenter) finanziert wird. So werden auch "schwierige" Umschüler schneller an Betriebe vermittelt. In meinem Fall hatte ich mit dem Betrieb tierisch Glück, da ich, durch das Gehalt, nichts mehr mit dem Jobcenter zutun habe.

Dann ist wohl eher das der Unterschied: Umschulungskosten zahlt der Leistungsträger und Ausbildungskosten der Ausbildungsbetrieb.

 

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vor einer Stunde schrieb Listener:

Sorry, aber das ist falsch. Das ist der Unterschied zwischen einer Anrechnung und einer Verkürzung, das gibt es auch bei ganz "normalen" dualen Ausbildungen (BBIG §7+8)

Ok, wie es genau in den Gesetzen definiert ist kann ich nicht sagen. Meine Schilderungen sind das, so wie ich es erlebe und erlebt habe. Das ist der einzige für "erlebte" Unterschied zwischen meiner Umschulung und der klassichen Ausbildung+Verkürzung.
Das es dann bei der normalen Ausbildung auch eine Anrechnung gibt wusste ich nicht.

 

Zitat

Dann ist wohl eher das der Unterschied: Umschulungskosten zahlt der Leistungsträger und Ausbildungskosten der Ausbildungsbetrieb.

Aber halt auch nicht immer. In meinem Fall werden die gesamten Umschulungskosten, samt Prüfungsgebühren und Vergütung, vom Betrieb und nicht vom anfänglichen Leistungsträger übernommen.

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vor 2 Stunden schrieb dooz:

Aber halt auch nicht immer. In meinem Fall werden die gesamten Umschulungskosten, samt Prüfungsgebühren und Vergütung, vom Betrieb und nicht vom anfänglichen Leistungsträger übernommen.

Bist du dir da sicher? Hast du den Vertrag den mit dem Betrieb oder dem Amt gehabt?

Nur weil du das Geld vom Betrieb bekommen hast, heißt das nicht, dass der Betrieb nicht am Ende Geld vom Amt bekommen hat, um u.a. dich damit zu bezahlen.

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vor 21 Minuten schrieb Rienne:

Bist du dir da sicher? Hast du den Vertrag den mit dem Betrieb oder dem Amt gehabt?

Nur weil du das Geld vom Betrieb bekommen hast, heißt das nicht, dass der Betrieb nicht am Ende Geld vom Amt bekommen hat, um u.a. dich damit zu bezahlen.

Absolut sicher. 

Der Betrieb bekommt für einen Umschüler kein Geld. 

Wenn du eine Umschulung machst, zahlt der Betrieb dir kein Geahlt = 0€ Einkommen = Leistungsberechtigt für Hartz4. Dementsprechend beziehst du Leistungen direkt vom Amt für Wohnung, Lebenserhaltung,... bist, ganz blöd gesagt, Hartz4 Empfänger mit Arbeit. Durch die Leistungen würde ich zwar im Endeffekt mehr rausholen als durch die Azubivergütung, hätte dadurch aber immer noch mit denen zutun. Und ein kleines Azubigehalt fühlt sich zwar auch kacke an, aber besser als Leistungen vom Jobcenter ;)

Dazu kommt, dass das Amt für Prüfungsgebühren zahlt und bei bestehender Zwischen- und Abschlussprüfung noch eine nette Prämie an den Umschüler geht (1.000€ Zwischenprüfung und 1.500€ Abschlussprüfung). 

Da ich aber ein (freiwiliiges) Gehalt vom Betrieb bekomme bin ich nicht im Leistungsbezug (du zu "guter" Verdienst) und somit fließt kein Geld vom Jobcenter. Leider auch keine Prämien :D

Im Umkehrschluss möchte aber auch das Jobcenter nichts mehr von mir hören, was durchaus ein netter Nebeneffekt ist ;)

Arbeitsvertrag habe ich mit meinem Arbeitgeber.

bearbeitet von dooz

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vor 16 Stunden schrieb dooz:

In meinem Fall werden die gesamten Umschulungskosten, samt Prüfungsgebühren und Vergütung, vom Betrieb und nicht vom anfänglichen Leistungsträger übernommen.

Das klingt für mich auch eher nach einer normalen verkürzten Ausbildung als eine betriebliche Umschulung.

Hast du denn bei der Arbeitsagentur überhaupt etwas bezüglich dieser "Umschulung" unterschrieben, was einen vertraglichen Charakter hat?

Steht in deinem Vertrag denn Umschulung oder Ausbildung?

Wie du selber schreibst, gibt es bei dir ja sonst keinerlei Unterschied. Und auch die Verkürzung kommt bei "normalen" Azubis oft genug vor, wenn sie vorher schon einmal eine Ausbildung angefangen hatte oder Abitur vorweisen können oder sogar schon einige Semster studiert haben. Mit der Verkürzung zu Beginn der Ausbildung und dem Vorziehen der Prüfung am Ende der Ausbildung kann man so seine Ausbildungszeit auf 18 Monate verkürzen, was einige hier im Forum auch so getan haben.

 

 

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Am 30.10.2018 um 10:43 schrieb dooz:

Durch die bin ich an eine betriebliche Umschulung gekommen. Das ist aber nicht immer so leicht zu bekommen, da dadurch dem Jobcenter hohen Kosten entstehen und man denen erst mal klar machen muss, dass es sich lohnt.

Ich bekomme auch vom Jobcenter kein Geld, da der Betrieb mir eine Ausbildungsvergütung zahlt

Irgenwie ist das alles nicht nachvollziehbar was Du hier schreibst @dooz. 

Du widersprichst dir ja auch selber zu 100%. Erst schreibst Du, dass eine betriebliche Umschulung dem Jobcenter sehr hohe Kosten verursacht. Dann schreibst Du, dass Du kein Geld vom Jobcenter bekommst, weil die Umschulungsfirma die eine Ausbildungsvergütung bezahlt. Die Berufsschule kostet dem Jobcenter auch kein Geld, weil diese für den Berufsschüler und die Firma immer kostenlos ist. Wodurch werden denn dann die hohen Kosten für das Jobcenter verursacht, wenn das Jobcenter gar nichts bezhalt? Das verstehe ich nicht.

Dazu schließ ich mich noch einmal der Frage von @Listener an. Wo ist denn der Vorteil einer Umschulung, wenn das Jobcenter gar nichts bezhalt und die Firma dafür alles bezhalt? Dann kann man doch direkt einen normalen Ausbildungsvertrag abschließen. Deine Erklärungen zu diese Frage die Du auf die jeweilige Verkürzung beziehst, ist einfach falsch. In beiden Fällen fällt rechtlich gesehen nicht der Anfang oder das Ende einer Ausbildung/Umschulung weg. So etwas gibt es real gar nicht. Es fällt einfach nur ein Zeitraum der Ausbildung weg. Man kann mit Abitur eine dreijährige Ausbildung um genau die Hälfte, also auf 18 Monate verkürzen. Wo dieser Zeitraum wegfällt, also am Anfang, in der Mitte oder am Ende spielt absolut keine Rolle. Ab 21 Jahren (ich hoffe das Alter stimmt) muss man auch gar nicht mehr die Berufsschule besuchen.

Irgendwie entzieht sich für mich bei deinem Sachverhalt der ganz Sinn einer Umschulung. Vielleicht kannst Du ja noch einmal versuchen diesen zu erklären. Die Verkürzung der Umschulung/Ausbildung ist definitiv keine Erklärung dafür.

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@Listener @Rienne

IHK Vertrag = Umschulung und Bildungsgutschein vom Jobcenter erhalten. Ich denke mehr Umschulung geht nicht ;)

Dazu wurde ich nicht mal zur Zwischenprüfung von der IHK eingeladen, da Umschüler daran nicht teilnehmen müssen. Konnte mich aber dennoch dazu anmelden, habe sie geschrieben und warte auf das Ergebnis. 

 

@fisi2.0

Ja, das tue ich. Ok, ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. 

Im Normalfall (!) entstehen dem Jobcenter hohe Kosten, da sie den Umschüler für die Zeit der Umschulung finanzieren, er also im Leistungsbezug des Jobcenters steht und die Prüfungen und Prämien vom Jobcenter gezahlt werden. Inkl. Krankenversicherung etc. 
Ich kenne nicht die genauen Sätze nicht, aber über zwei Jahre verteilt kommt da schnell eine fünfstellige Summe zusammen. Zitat Jobcenter Sachbearbeiterin "Eine Umschlung kostet dem Jobcenter knapp 50.000€" - halte ich für hoch gegriffen, dennoch nicht weit entfernt. In diesem Normalfall erhält man keine Ausbildungsvergütung.

So, in meinem (!) fall lief alles genau diesen Weg, bis zum Arbeitsvertrag. Der Arbeitsgeber hat auf Unterlagen des Jobcenters angeben freiwillig ein Gehalt zu zahlen, das Jobcenter hat sich gefreut, ich also nicht im Leistungsbezug und dementsprechend fallen alle Ansprüche auf Prämien oder sonstige Leistungen weg. 
Es hat also bei mir, einzig und allein damit zutun, dass mein Arbeitgeber mir freiwillig ein Gehalt, bzw. Ausbildungsvergütung, zahlt. 

Ich hoffe so ist es verständlich.

 

Was die Unterschiede bzgl. der Länge angeht -> Sorry! Wusste nicht das man auch noch auf andere Arten und Weisen verkürzen kann. 

 

Bzgl der Vorteile einer Umschulung - Wenn es nicht die Zeit ist die ein Vorteil ist die man dadurch einsparen kann, so ist zu Beginn und bei den Bewerbungen das Stichwort "für den Betrieb kostenloser Azubi" doch ein guter Türöffner, so dass jemand, welche unter Umständen keine Ausbildung findet, so vielleicht an eine kommt. 
Das hat auch bei mir geholfen - Von 8 Bewerbungen 7 Einladungen und innerhalb 5 Tagen den Job. (ca. 6 Monate vor Ausbildungsbeginn)

 

Mensch, da wollte ich nur mal jemanden ermutigen einen neuen Weg zu gehen und von meinen Erfahrungen berichten und schon wird man in der Luft zerrissen :D 

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Nein Du wirst ganz sicher nicht in der Luft zerrissen. Das will hier niemand. Eigentlich ist eine Umschulung immer der schlechtere Weg als eine gute duale Ausbildung. In der Regel macht jemand eine Umschulung weil er (oder sie) einen anderen Beruf erlernen möchte (in diesem Forum sind es eigentlich immer die IT Berufe) und weil er von einem bestimmten Kostenträger (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Rentenversicherung, Bundeswehr, Berufsgenossenschaft) finanzielle Leistungen bezieht.

Dein Fall ist dann eine große Ausnahme, die man deinem Ausbildungsbetrieb sehr hoch anrechnen muß. Allerdings wäre in deinem Fall dann ein normaler Ausbildungsvertrag ganz klar die bessere Wahl gewesen. Dann könntest Du bei deinen zukünftigen Bewerbungen immer angeben, dass Du eine normale duale Ausbildung absolviert hast und keine Umschulung. Obwohl es in deinem Fall real genau das Gleiche ist, kommt die duale Ausbildung immer besser an.

Der Bildungsgutschein vom Jobcenter hat dir doch eigentlich gar nichts gebracht, oder?

Die 50.000 Euro als Kosten für eine Umschulung sind total unglaubwürig. Wie hoch die Kosten für einen Hartz4 Empfänger pro Monat sind, kann sicher jeder ausrechnen. Das wissen die Leute die diese Leistung beziehen am besten. Bei einer betrieblichen Umschulung kommen neben den Kosten für die Abschlussprüfung gar keine weiteren Kosten auf das Jobcenter zu, weil die normale Berufsschule ja eben keine Kosten verursacht. Und selbst die externen Bildungsträger bei einer Gruppenumschulung kosten in der heutigen Zeit zumindest im Bereich der Großstädte nicht mehr viel, weil es davon schon viel zu viele gibt, die sich mit Angeboten gegenüber den Kostenträgern ständig gegenseitig unterbieten.

Dir auf jeden Fall weiterhin viel Spaß bei der Umschulung und eine gute Abschlussprüfung.

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Ja, ich scheine in der Hinsicht wirklich großes Glück gehabt zu haben. Und bei den Bewerbungen mache ich mir diesbezüglich eigentlich keine großen Sorgen ;)

Und offensichtlich scheint es auch eine verdammt große Ausnahme zu sein. Hätte ich nicht mal gedacht. 

 

Bzgl. der Kosten - ich glaube das summiert sich doch ganz schön. Mal grob gerechnet:

Single mit 50m² nach Satz meines Jobcenters gerechnet =  418,75€ Warmmiete + (ich meine aktuell) 409,00€ Regelsatz. Dazu kommt noch eine Fahrtkostenerstattung (ich meine bis max. 280€ im Monat), Sozialversicherung, die Prämien und ggf. weitere Maßnahmen falls die Leistungen nicht stimmen. Dann gibt es ja auch noch ggf. Unterstützung beim Umzug, Wohnungsausstattung etc. 

Da kommt echt schon was zusammen. 

Aber ja, die 50k scheinen dennoch etwas hoch gegriffen ;)

 

Bzgl. des Bildungsgutschein - nein, nicht das ich wüsste. Außer vielleicht als Türöffner. 

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