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studium Studium als Weiterildung: B.Sc. An einer FH oder M.A. an einer TU

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(TL;DR befindet sich am Ende)

Hallo alle,

Ich habe eine Frage bzgl. Der Wahl eines Studiums zur Weiterbildung. Momentan habe ich mein Erststudium ohne IT-Bezug abgeschlossen und möchte mich nun aber in die Netzwerkrichtung beruflich Weiterentwickeln. Hierzu würde ich mich über den Input von euch freuen, die sich im beruflichen Feld auskennen.

Als Background: momentan arbeite ich bei einer größeren Firma als Hilfskraft im IT-Support (ca. 5 Stunden die Woche) und mir wurde angeboten die wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 19 Stunden zu erhöhen mit der Möglichkeit mich in weitere Bereiche einzuarbeiten

Bezüglich meines Studiums habe ich im Großen und Ganzen zwei Möglichkeiten:

 

  1. Bachelor Informatik Zweitstudium an einer FH

  2. Informatikfremdes Masterstudium mit dem Nebenfach Informatik an einer TU

 

Für 1) spricht für mich ganz klar die breitere, praxisorientierte Ausbildung und damit verbunden natürlich dass ich für die berufliche Zukunft womöglich besser aufgestellt bin.  Negativ für mich ist hierbei jedoch die 6 Semestrige Regelstudienzeit, welche ich wohl auf realistische 7 - 8 Semester einschätzen würde. Sollte ich mich für den Weg entscheiden, dann wäre es zudem weiterhin nur möglich 5 Stunden die Woche neben dem Studium zu arbeiten. Da mich die Arbeit jedoch sehr interessiert fände ich das schade. Jedoch würde es mir durch die tatsächlich vorhandenen Semesterferien die Möglichkeit eröffnen Praktika einzuschieben um so Praxiserfahrung zu erlangen.

 

Für 2) spricht dafür, dass ich das Studium in Teilzeit studieren könnte (was hierbei auch auf 6 Semester hinauslaufen würde) und zusätzlich  die vollen 19 Stunden arbeiten könnte. Zwar besteht das Nebenfach Informatik in dem Masterstudium aus lediglich 20 Credits, jedoch besteht die Möglichkeit zusätzlich neben dem Studium Kurse auf „Schein“ zu belegen, so dass ich mir in der Theorie meine Schwerpunkte bzw. mein Studium selber zusammenstellen kann und mich in die Richtung fortbilden kann in die ich gehen will. Gegen die Wahl spricht für mich die sehr theoretische Behandlung der Themen mit der ich mich (zumindest momentan) eher schwer tue. Zudem habe ich hier die Sorge, dass mein Abschluss nichts „ganzes“ und nichts „halbes“ ist und ich gerade hinsichtlich der Zukunft mit einem kompletten Bachelor doch besser aufgestellt sein könnte.

 

TL;DR Was würdet ihr empfehlen: Zweitstudium eines B.Sc Informatik an einer FH oder ein Masterstudium mit Informatik als Nebenfach plus 19 Stunden wöchentlich in dem Bereich zu arbeiten?

 

Mich würde hierzu die Meinung von euch interessieren, da mir die Perspektive aus der Berufswelt fehlt um eine wirklich sinnvolle Entscheidung fällen zu können.

 

Vielen Dank 🙂

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Ich weiß nicht woher du kommst, bei uns gibt es noch eine weitere Möglichkeit den Master auch als fachfremder zu machen:

https://www.hochschule-trier.de/informatik/fernstudium/studium/masterfernstudium/mcsc/

Ggf gibt es bei dir auch eine ähnliche Möglichkeit in deiner Nähe und du könntest in deiner Firma ggf. Mehr Stunden übernehmen

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Hallo Helby, 

danke für die schnelle Antwort. Den Master habe ich auch bereits gesehen, jedoch hapert es bei mir noch an der einjährigen beruflichen Praxis. Ich werde mich allerdings mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen, ob diese auch durch eine Teilzeitbeschäftigung möglich ist nachzuweisen. 

 

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vor 51 Minuten schrieb SaJu:

Was hast Du studiert und von welcher TU sprichst Du?

Man kann z.B. auch einen Master Informatik für Geisteswissenschaftler absolvieren:

https://www.tu-chemnitz.de/informatik/studium/studiengaenge/index.php.en?page=ma_gw_en

Danke für den Link. Ich habe Sozialwissenschaften studiert. Leider bin ich örtlich an den Frankfurter Raum gebunden, so dass Chemnitz keine Option für mich darstellt. 

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Funktioniert ein Master Informatik für Fachfremde? Ehrlich gesagt, stelle ich mir das schwierig vor. Der B. Sc. in Informatik ist nicht bekannt dafür, verschenkt zu werden. Wenn einem das alles fehlt (oder zumindest weite Teile davon) wie soll dann ein Master dazu aussehen? Hier fehlt mir wohl die Fantasie. :P

...

Ich persönlich würde, wenn es möglich ist, die Variante des Informatik-Bachelor´s wählen.

  • Zum einen reden wir nicht über einen top-bezahlten 40 Stunden Job, welchen Du aufgibst, sondern über einen 19 Stunden Job im Support. Das ist nichts, dessen Abstinenz Dir nach dem Studium auf die Füße fallen würde. Zumal Du weiterhin die 5 Stunden arbeiten kannst.
     
  • Mit einem Informatik B. Sc. hast Du einen, für den Beruf, deutlich höherwertigen Abschluss. Hättest Du bereits eine entsprechende Ausbildung, wäre dies wohl nicht so wichtig. Dann würde das fachfremde Studium ebenfalls genügen. So, ohne Fachbezug, fehlt doch etwas.
     
  • Last but not least lernt man in einem Informatik-Studium eine Menge nützlicher Sachen. Klar, da ist viel Mist dabei, welchen man nach dem Studium nie wieder braucht. Gleichzeitig lernt man aber auch sehr vieles, welches einem dann doch wieder begegnet. Das fehlt Dir mit einem fachfremden Studium und lediglich Erfahrung im Support.

So haben wir schon drei Pluspunkte für das Informatikstudium. Für den fachfremden Master fällt mir hingegen und ehrlich gesagt wenig ein, was wirklich dafür sprechen würde und mittel- bis langfristig gedacht ist.

bearbeitet von Errraddicator

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Darf man fragen, was du genau studiert hast? Meiner Meinung nach ist es nämlich auch noch einmal ein Unterschied ob du vorher beispielsweise etwas wie Sozialpädagogik, Germanistik, Jura oder aber Elektrotechnik, Mathe, Physik studiert hast. Je nachdem würde ich die Empfehlung auch davon abhängig machen.

Ich weiß nicht, ob ich @Errraddicator da wirklich zustimmen kann. Du schreibst du möchtest dich Richtung Netzwerke weiterbilden. Das klassische Informatikstudium hat meines Wissens nach immernoch die Programmierung und sehr viel Theorie als Schwerpunkt. Da würde sich dann doch eher "Technische Informatik" als Studiengang anbieten; vielleicht auch noch ein Elektrotechnikstudium mit Schwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnik" (wie z.B. hier)

Wenn es also für dich noch einmal ein Studium sein soll, dann würde ich dir einen Bachelor in Technischer Informatik empfehlen. Inwieweit du alternativ mit deinem "fachfremden" Bachelor und der Berufserfahrung bzw. ggf. entsprechenden Zertifikaten weiter kommen würdest, kann ich dir leider nicht sagen, da mir da Erfahrung und Erfahrunsberichte anderer fehlen. Noch einen fachfremden Master zu machen halte ich jedoch für wenig zielbringend, wenn du weiter in Richtung Netzwerktechnik arbeiten möchtest.

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vor 39 Minuten schrieb Rienne:

Ich weiß nicht, ob ich @Errraddicator da wirklich zustimmen kann. Du schreibst du möchtest dich Richtung Netzwerke weiterbilden. Das klassische Informatikstudium hat meines Wissens nach immernoch die Programmierung und sehr viel Theorie als Schwerpunkt. Da würde sich dann doch eher "Technische Informatik" als Studiengang anbieten; vielleicht auch noch ein Elektrotechnikstudium mit Schwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnik" (wie z.B. hier)

Wenn es hier um angewandte Netzwerke geht, dann ist Technische Informatik völlig verkehrt. Mit dem Studium der technischen Informatik gehst du in Entwicklung und/oder Forschung. Da lernst du wie man z.B. nen Router selber entwickelt, dass ist etwas völlig anderes als nen Cisco Router in Unternehmen zu konfigurieren. 

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vor 16 Minuten schrieb Flammkuchen:

Wenn es hier um angewandte Netzwerke geht, dann ist Technische Informatik völlig verkehrt.

1. Der TO hat nicht weiter definiert, was er genau unter Netzwerken versteht. Wenn es nur um das Konfigurieren von Servern/Routern ginge, braucht es kein Studium. Alles andere sehe ich schon eher bem Fachbereich Informations- und Elektrotechnik als bei der klassichen Informatik.

2. Glaube ich nicht, dass es bei einem TH Studium primär um Forschung geht.

3. Kommt es auch immer auf die (Fach-)Hochschule an, wo deren Schwerpunkt liegt

Ich habe in beiden Fachbereichen studiert und denke schon, dass ich das ein wenig einschätzen kann.

Hier übrigens mal ein Einblick, was technische Informatik an einer TH ist: https://www.th-koeln.de/studium/technische-informatik-bachelor---inhalte_1187.php

Klingt für mich schon sehr passend.

 

bearbeitet von Rienne

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vor 3 Stunden schrieb Rienne:

1. Der TO hat nicht weiter definiert, was er genau unter Netzwerken versteht.

Das ist richtig. Aber er arbeitet nebenbei ja gerade im 1st-Level und wir vermutlich hier gefallen an Netzwerken gefunden haben. Deshalb vermute ich, dass es um angewandte Netzwerke geht

bearbeitet von Flammkuchen

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 Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten und Einschätzung.

Mit Netzwerken meine ich tatsächlich eher angewandte Netzwerke, als die eine Forschungsrichtung. Ich hatte mir im Vorfeld auch bereits Gedanken darüber gemacht, ob nicht der FiSi eine Option wäre, jedoch glaube ich dass der Wunsch nach einem Studium früher oder später aufkommen würde, so dass ich mich dazu entschlossen habe direkt den Weg zu gehen. 

@Errraddicator danke für die ausführliche Darstellung. Du sprichst mit deinem Punkt genau meine Sorge an, dass ich langfristig gesehen mit der Wahl des Mastes schlechter fahren könnte als mit einem grundständigen Bachelor. Jedoch frage ich mich - und da fehlt mir die berufliche Erfahrung - ob ich durch Netzwerkzertifikate, praktische Erfahrung u.Ä., sowie ggf. durch den von helby vorgeschlagenen Master (aber das ist noch zu weit weg um es realistisch einschätzen zu können), ähnliche Chancen habe. Die Frage kommt vor allem daher, dass ich auf Karrieremessen mit einigen Firmen in Kontakt getreten sind, die mir alle versichert haben, dass es ihnen primär um das Know How geht und weniger um den formalen Abschluss. Hierbei ist allerdings auch wieder ein Faktor, dass ich zeitlich nichts gewinnen würde und je nachdem sogar längere Zeit benötigen würde, als mit dem Bachelor . 

@Rienne, ich habe mein Erststudium im sozialwissenschaftlichen Bereich absolviert, so dass ich aus diesem kaum etwas thematisch mitnehmen werden kann. Mit der Wahl des Masters könnte ich mich tatsächlich rein auf Netzwerke spezialisieren, da ich neben den wenigen Pflichtveranstaltungen parallel alle Veranstaltungen der Uni (in meinem Fall ohne die Vorkenntnisse natürlich aus dem Bachelor) besuchen könnte und mit Scheinen die auf dem Zeugnis ausgewiesen werden abschließen kann. Jedoch Frage ich mich natürlich, inwieweit die logischerweise eher wissenschaftsorientierten Module, für mich Sinn machen und ob ein praxisorientiertes von der Pike lernen nicht grundsätzlich auch zielführender währe, da die Wirtschaft bzw. ÖD für mich das Ziel sind und nicht die Forschung. 

 

bearbeitet von Tz9hk

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vor 1 Stunde schrieb Tz9hk:

Die Frage kommt vor allem daher, dass ich auf Karrieremessen mit einigen Firmen in Kontakt getreten sind, die mir alle versichert haben, dass es ihnen primär um das Know How geht und weniger um den formalen Abschluss (...) ich habe mein Erststudium im sozialwissenschaftlichen Bereich absolviert, so dass ich aus diesem kaum etwas thematisch mitnehmen werden kann. Mit der Wahl des Masters könnte ich mich tatsächlich rein auf Netzwerke spezialisieren, da ich neben den wenigen Pflichtveranstaltungen parallel alle Veranstaltungen der Uni (in meinem Fall ohne die Vorkenntnisse natürlich aus dem Bachelor) besuchen könnte und mit Scheinen die auf dem Zeugnis ausgewiesen werden abschließen kann.

Hier mein Senf: Auch ich meine, das ein guter Bachelor besser ist als ein "schlechter", weil zu spezieller, Master. Mit einer grundständigen Ausbildung hast Du ein Kapital, von dem Du im Idealfall ein ganzes Berufsleben zehren kannst. Natürlich sind den Unternehmen am liebsten sofort direkt anwendbare Kenntnisse, aber langfristig braucht es breiteres Wissen. Kann man analog zu der Netzwerkkompetenz so sehen: Ein Pommesbude nimmt lieber ein Master of Schnitzel als einen allgemeinen Koch.

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Ich würde mich nicht zu sehr auf Aussagen wie die oben genannten der Jobmesse verlassen. So etwas ist schnell gesagt. Wenn es aber an die Vergabe von Schlüsselpositionen, Gehälter und Verantwortungen geht, sieht die Welt häufig anders aus und ein - zumindest einigermaßen fachnahes - Studium ist dann doch wünschenswert, obwohl es zuvor doch völlig egal war.

Zudem gibt es nicht nur solche Unternehmen, sondern einige, welche dediziert nur Studierte einstellen. Klar, Du bist studiert. Für viele reicht das einfache ja/nein-Prinzip. Aber für viele auch nicht. Von bleibe ich dabei, dass es in Deinem Falle Sinn macht. Hättest Du ein Elektrotechnikstudium z. B. absolviert, sähe es wohl anders aus, da dies bereits Schnittmengen mit sich bringt und fast immer entsprechend anerkannt wird, solange Du Fachkenntnisse nachweisen kannst.

bearbeitet von Errraddicator

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@Wurmi danke für deine Einschätzung und die Analogie. Klingt einleuchtend und ich musste wirklich schmunzeln 🙂

@Errraddicator du hast mich Sicherheit recht mit dem was du sagst. Natürlich würden die Firmen auf Jobmessen niemanden von Vornherein ausschließen und im weiteren Berufsleben die vermeintlich qualifiziertere Person bevorzugen. Das war mir vor du es angesprochen hast nur nicht so bewusst. Danke für den Input. 

Vielen Dank für eure vielen tollen Einschätzungen. Ich fühle mich jetz in meinem Bauchgefühl bestätigt und werde mich für den grundständigen Bachelor entscheiden. 

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