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Vom ÖD (TV-L) in die PW zurück - Einschätzungen?

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Moin Leute,

nach längerer Abstinenz bin ich auch mal wieder am Start und muss auch gleich einen Thread eröffnen.
Ich bin aktuell etwas unglücklich mit meinem Job, ich bin jetzt seit 1 Jahr und 4 Monate bei meinem AG. Die ersten 6-12Monate vergingen wie im Flug durch die Einarbeitung, Vertiefung der Systeme, ein paar Projekte, usw... aber jetzt merke ich langsam zunehmend, dass mein aktueller AG nichts für mich ist. Ich hatte bis jetzt nie so richtig das Glück mit jungen Kollegen zusammen zu arbeiten. Meine Kollegen sind >45, ich komme mit ihnen klar, aber ich kann einfach mit ihnen nicht so offen sprechen wie ich das gerne würde, da auch einfach null Gemeinsamkeiten bestehen zu den Kollegen.
Das ist die eine Seite.. die andere Seite ist, dass unsere IT aus 3 Mann besteht und wir somit alles machen, von Systemadministration, bis zu Turnschuh-Admin, Drucker- und Tonertausch, Benutzer anlegen, Rechte anpassen, Rechner per WDS installieren, Monitoring mit PRTG, ab und an mal nen Windows Server installieren als VM per Hyper-V, was aber nur alle 1-2 Jahre vorkommt/vorkommen soll. Zusätzlich habe ich noch das Thema MDM, wo ich aktuell nur ein paar iPhones damit verwalte und ich bin aktuell im Projektteam für die Migration von Windows 7 auf Windows 10, aber hier auch nur für einen Punkt, den Roaming-Profilen, zuständig.
Alles schön und gut, zur Zeit der Bewerbung hier hat sich das auch alles gut gelesen und angehört, jedoch merke ich einfach, dass ich mehr geben und mich mehr fordern möchte als ich aktuell kann. Es sind mir zu viele Leerphasen drin wo ich, mal wieder, einfach nichts zu tun habe und im Internet surfe oder mich autodidaktisch weiterbilde. Aber auf Dauer macht das auch keinen Spaß..

Folgend noch weitere Angaben zu mir:

Alter: 28

Wohnort: bei Regensburg

letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): FISI, Januar 2016

Berufserfahrung: 3 Jahre

Vorbildung: Fachhochschulreife 

Arbeitsort: Regensburg

Grösse der Firma: ca. 150

Tarif: TV-L

Branche der Firma: Behörde

Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 40,1

Arbeitsstunden pro Woche real: 40,1

Gesamtjahresbrutto: E9 Stufe 2, also knapp 39k

Anzahl der Monatsgehälter: 12,8

Anzahl der Urlaubstage: 30

Sonder- / Sozialleistungen: Gleitzeit, minimale VWL, VBL Rente, Überstundenkonto, Überstunden können abgefeiert werden, jährliche Sonderzahlung i.H.v. 80% vom Bruttolohn

Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): siehe oben

Was macht man nun? 1. Gespräch mit meinem Chef erfolgte, jedoch ist ihm das Problem bewusst und er könne sich auch keine neuen Aufgaben aus dem Hut zaubern.
2. Sich umorientieren und einen neuen AG finden. Gesagt getan, Bewerbungen sind gerade am laufen. Mein eigentlich Plan war es, dass ich mich nur auf IGM/IGBCE Konzerne konzentriere, jedoch merke ich zunehmend, dass das nicht so leicht ist wie gedacht, da hier in der Region solche Unternehmen eher Mangelware sind bzw. es auch einfach keine aktuellen Stellen gibt.
Bin dann zufällig auf Xing auf eine, für mich, interessante Stelle gestoßen und hab mit deren Recruiter gestern ein Telefonat gehabt. Das Unternehmen ist alles andere als ein Konzern, es besteht aus 15-16 Mitarbeitern und wurde vor 2 Jahren gegründet. Der Recruiter war mir von Anfang an nett und sympathisch und hat mich auf ein weiteres Gespräch, entweder Skype oder persönlich, dann mit dem Chef, eingeladen. 
Die Stelle wäre in Ingolstadt.

Die Erwartungen der Firma wären:
- Systemadministration im HomeOffice/Büro und beim Kunden
- Konzeptionierung, Aufbau und Inbetriebnahme der Umgebungen
- Betrieb, Wartung und Instandsetzung der IT
- PowerShell Scripte und Bash Scripte anpassen und optimieren
- Interesse für neue Tools und Technologien
- selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise sowie Flexibilität

Die Forderungen:
- IT Ausbildung
- Kenntnisse von Konzeptionen, Migration und Inbetriebnahme
- Administration von Microsoft / Linux
- Windows Clients, Microsoft Produkte, Datenbanken sowie Linux Server und VmWare / vSphere
- Reisebereitschaft (bundesweit)

Was geboten wird:
- motiviertes Team
- flexible Arbeitszeiten
- lockeres Arbeitsumfeld
- eine feste Gehaltsbasis sowie einen zusätzlichen erfolgsorientierten Bonus
- HomeOffice
- unbefristete Anstellung

Zur Reisebereitschaft sei gesagt, dass Reisezeit = Arbeitszeit wäre und dies wäre z.B. dass man mal eine Woche beim Kunden ist (mit Übernachtung) und dann wieder 2 Wochen daheim im HomeOffice. Die Möglichkeit auf einen Firmenwagen ist gegeben, habe ich aber jetzt noch nicht genauer hinterfragt - würde ich beim nächsten Gespräch machen wollen.
Projekte würden den jeweiligen Mitarbeitern nach dem jeweiligen Erfahrungsstatus zugewiesen werden, also z.B. ein Sysadmin-Projekt wird einem Sysadmin und keinem Anwendungsentwickler zugewiesen und umgekehrt genauso. 
Überstunden und deren Abbau wollte ich auch im weiteren Gespräch in Erfahrung bringen. Es gibt 30 Tage Urlaub.
Das Gehalt wurde noch nicht besprochen, ich soll aber meinen Gehaltswunsch mitteilen, hier weiß ich aber auch nicht genau wie viel ich angeben soll? Ich hätte jetzt mal so 53k in den Raum geworfen um dann evtl. bei 49-50k zu landen oder was meint ihr? Ist das zu Hoch gegriffen?

Die Krux an der Sache ist auch einfach folgende, dass ich mir dennoch nicht richtig sicher bin, falls es zu einer Zusage kommen würde. Aber obiges Beispiel und eure Meinungen kann ich auf zukünftige Stellen genauso anwenden mMn.
Meine Bedenken sind einfach, dass ich dann einfach gar keine Freizeit mehr habe und auch 50-60h arbeiten muss, das muss ich auch nochmal hinterfragen wie es bei den Kollegen aktuell aussieht. Hinzu kommt die Sicherheit des Unternehmens, da es ein recht junges Unternehmen ist, kann ich deren Zukunft null einschätzen. Zumal hier hinzukommt, dass ich mit der Freundin eine Wohnung gekauft habe und diese abbezahlen muss.
Auch kommt meine aktuelle betriebliche Altersvorsorge (VBL) hinzu, hier müsste ich mich dann anderweitig umschauen und eine private Altersvorsorge abschließen, was ja, bei einem höheren Gehalt, erstmal kein Problem darstellen sollte.
Ich bin mir einfach echt unschlüssig, weil auch von der Familie immer eingetrichtert wird, dass öD das Non-Plus-Ultra ist was die Sicherheit angeht, immer gezahlt wird usw.. Ja das stimmt schon, aber es bringt mir auch nichts, wenn ich unglücklich bin?
Ich weiß auch, dass ich diese Entscheidung nur alleine treffen kann, jedoch erhoffe ich mir ein paar Ratschläge von euch!


Sry, dass es jetzt so ewig lang wurde, ging irgendwie nicht kürzer..

bearbeitet von the_punisher

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Wie sich das anhört, scheint die Stelle dich ja schon sehr zu interessieren.

Ich würde an deiner Stelle jetzt mal alle restlichen für dich relevanten Informationen dort rauskriegen und der neuen Firma (falls du das noch nicht getan hast) auf deine aktuelle Stelle hinweisen. Kannst dann ja im Zuge dessen fragen wie es erfahrungsgemäß aussieht mit Überstunden. 

Aber wenn die Arbeitszeiten passen, das Gehalt stimmt und die Kollegen alle freundlich und teamfähig sind, gäbe es keine großen Zweifel meiner Meinung nach mehr.
Reisebereitschaft musst du mitbringen und das du dann gerade bei einem Kundeneinsatz nicht immer nach 8 Stunden den Stift fallen lassen kannst sollte dir denke ich klar sein.

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Danke dir für die Antwort.

Die restlichen relevanten Informationen werde ich beim nächsten Gespräch definitiv in Erfahrung bringen. 👍

Zum Gehalt: Die Frage habe ich in den Weiten meines Textes schon gestellt^^. Wie hoch könnte man hier denn ansetzen? Ich kann das sehr schlecht einschätzen.

Zur Reisebereitschaft: Ja, das ist mir durchaus bewusst und auch, dass man erst heim kann, wenn alles zu Kundenzufriedenheit abgearbeitet wurde.

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vor 1 Stunde schrieb the_punisher:

Ich hätte jetzt mal so 53k in den Raum geworfen um dann evtl. bei 49-50k zu landen oder was meint ihr? Ist das zu Hoch gegriffen?

Das weiß ich nicht. Meine Reaktion darauf war jedoch Überraschung. Du hast den FISI und 3 Jahre Berufserfahrung und möchtest bei einem kleinen Unternehmen, das ohnehin schon von einem variablen Anteil spricht, mit 53.000 € brutto jährlich fix vorstellig werden? Mir fehlt die Kompetenz das wirklich einschätzen zu können (bin kein FISI) - aber das erscheint mir sehr hoch und sehr gewagt, damit könntest du meiner Meinung nach das Budget des Arbeitgebers überstrapazieren. Wie wäre es denn mal mit 45.000 € als Verhandlungsbasis? Oder notfalls noch 47.000 €.

bearbeitet von monolith

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vor 3 Minuten schrieb monolith:

Du hast den FISI und 3 Jahre Berufserfahrung und möchtest bei einem kleinen Unternehmen, das ohnehin schon von einem variablen Anteil spricht, mit 53.000 € brutto jährlich fix vorstellig werden?

Ich finde, das kommt immer darauf an, was er aktuell verdient. Keine möchte z.B. finanziell einen Rückschritt machen, oder? Bei ein paar Jahren BE und Reisetätigkeit sehe ich 50k schon als realistisch an, wenn nicht sogar als etwas zu wenig.

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vor 10 Minuten schrieb Rienne:

Ich finde, das kommt immer darauf an, was er aktuell verdient. Keine möchte z.B. finanziell einen Rückschritt machen, oder? Bei ein paar Jahren BE und Reisetätigkeit sehe ich 50k schon als realistisch an, wenn nicht sogar als etwas zu wenig.

Er verdient 39.000 € brutto jährlich plus Zusatzleistung in ungenannter Höhe. Daher kann man das nicht genau sagen aber ich bin davon ausgegangen, dass er selbst bei 45.000 € keinen Rückschritt macht.

 

vor 1 Stunde schrieb the_punisher:

Ich bin mir einfach echt unschlüssig, weil auch von der Familie immer eingetrichtert wird, dass öD das Non-Plus-Ultra ist was die Sicherheit angeht, immer gezahlt wird usw

Quatschikowski. Lass dich nicht durch die Ängste anderer leiten. Mach dein eigenes Ding. Mein nächster Arbeitsvertrag wird befristet sein, so what. Ich habe in meinem Noch-Job bei zahlreichen Kollegen gesehen, dass ein unbefristet Vertrag keine Sicherheit bietet. Wenn das Unternehmen wirklich will, dann bist du von heute auf morgen weg. Bekommst dann halt etwas Geld als Entschädigung, ja wow, trotzdem bist du deinen Job los. Aber davor musst du keine Angst haben, derzeit. Du würdest schnell was neues finden. Hierzu mal noch ein Post von mir (und danach wird der dann von allen Seiten attackiert - tja aber Erfolg gibt recht und ich habe mittlerweile einen neuen Job):

 

 

bearbeitet von monolith

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vor 2 Minuten schrieb monolith:

Er verdient 39.000 € brutto jährlich plus Zusatzleistung in ungenannter Höhe. Daher kann man das nicht genau sagen aber ich bin davon ausgegangen, dass er selbst bei 45.000 € keinen Rückschritt macht.

Im öD verdient man aber auch i.d.R. weniger als in der freien Wirtschaft. Und da kann man mMn dann auch entsprechend noch mal etwas drauf schlafen. Die Größe eines Unternehmens ist in meinen Augen auch kein gutes Argument für geringe oder hohe Löhne. Ich kenne viele kleinere Firmen, die ihren Mitarbeitern wesentlich "gerechtere" Löhne zahlen als so mancher Betrieb mit 500+ Mitarbeitern. Man sollte sich auch an den Anforderungen orientieren. Und Reisetätigkeit wäre für mich definitiv ein Grund für eine höhere Gehaltsforderung als 45k€.

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vor 53 Minuten schrieb Rienne:

Im öD verdient man aber auch i.d.R. weniger als in der freien Wirtschaft.

 

vor einer Stunde schrieb Rienne:

Ich finde, das kommt immer darauf an, was er aktuell verdient

Das klingt ein bisschen nach "Chef, ich brauche mehr Gehalt weil Benzin ist teurer geworden". Ich verstehe was du meinst und aus seiner eigenen Sicht das als Kriterium für das Zielgehalt heranzuziehen ist nachvollziehbar. Für das Unternehmen ist das aber nicht von Bedeutung. Schön wäre für ihn wenn das Unternehmen eine Gehaltsspanne genannt hätte, dann hätte er eine Orientierung und könnte ein Stück weit evaluieren ob seine Forderung realistisch ist oder nicht. So ist es ein Ratespiel aber da das Unternehmen klein zu sein scheint und auf einen  variablen Anteil besteht hört sich das für mich nicht so an als könnte man da allzu viel erwarten.

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vor einer Stunde schrieb Rienne:

Die Größe eines Unternehmens ist in meinen Augen auch kein gutes Argument für geringe oder hohe Löhne.

Nicht uneingeschränkt und natürlich gibt es Ausnahmen, allgemein wird jedoch eine Korrelation zwischen Unternehmensgröße und Gehalt angenommen. Belege suche ich jetzt nicht in größerem Umfang heraus, hier nur mal ein schnell gegoogleter: https://www.gehalt.de/news/serie-einflussgroessen-auf-das-gehalt-2-die-unternehmensgroesse

firmengroesse.gif

bearbeitet von monolith

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Zur Info: Ich habe dem Recruiter vorhin per Mail meinen Gehaltswunsch (ich habe 52k angegeben), sowie Terminvorschläge unterbreitet und auch recht prompt eine Antwort bekommen für den nächsten Termin. Auf den Gehaltswunsch wurde in der Mail nicht weiter eingegangen.
Also das Gehalt wird definitiv beim nächsten Termin zur Sprache kommen, sowie die weiteren noch offenen Fragen von beiden Seiten.

Ich habe zeitgleich auch mit meiner Freundin geschrieben und sie um Rat gebeten und die ist da, unabhängig von der Antwort von Rienne, derselben Meinung wie Rienne, sprich freie Wirtschaft, Reisebereitschaft. Noch kommt hinzu dass auch das Gehaltsniveau in Ingolstadt höher ist, da es ja doch schon direktes Einzugsgebiet von München ist, aber auch in Ingolstadt große Firmen sitzen.
 

vor 26 Minuten schrieb monolith:

Schön wäre für ihn wenn das Unternehmen eine Gehaltsspanne genannt hätte, dann hätte er eine Orientierung und könnte ein Stück weit evaluieren ob seine Forderung realistisch ist oder nicht. So ist es ein Ratespiel aber da das Unternehmen klein zu sein scheint und auf einen  variablen Anteil besteht hört sich das für mich nicht so an als könnte man da allzu viel erwarten.

Ich verstehe was du meinst, aber bislang hat "mir" noch kein Unternehmen vorab eine Gehaltsspanne genannt. Es musste immer der Bewerber sein gewünschtes Gehalt nennen - was ich einfach nicht verstehe und verstehen werde. 
Die Unternehmen haben ein gewisses Budget für eine geplante Stelle und das würde doch alles einfacher machen. Sowohl für Bewerber als auch Unternehmen. Aber gut, ich hab jetzt mit meinem Wunsch einfach mal ins blaue geschossen und werden kommende Woche sehen was dabei rum kommt.

 

 

vor 1 Stunde schrieb monolith:

Quatschikowski. Lass dich nicht durch die Ängste anderer leiten. Mach dein eigenes Ding. Mein nächster Arbeitsvertrag wird befristet sein, so what. Ich habe in meinem Noch-Job bei zahlreichen Kollegen gesehen, dass ein unbefristet Vertrag keine Sicherheit bietet. Wenn das Unternehmen wirklich will, dann bist du von heute auf morgen weg. Bekommst dann halt etwas Geld als Entschädigung, ja wow, trotzdem bist du deinen Job los. Aber davor musst du keine Angst haben, derzeit. Du würdest schnell was neues finden.

Danke dir für die aufmunternden Worte. Ja das stimmt wohl, aber beim öD ist/soll dies ja doch etwas anders sein, aber gut, auch nur, wenn man Ü40 ist und seit min. 15 Jahren beim selben AG war. Also erstmal in meiner Situation nicht relevant, also hast du Recht!
 

bearbeitet von the_punisher

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vor 12 Minuten schrieb monolith:

allgemein wird jedoch eine Korrelation zwischen Unternehmensgröße und Gehalt angenommen.

Ich habe nie gesagt, dass es keine Korrelation gibt, ich sage nur, dass es für mich kein valides Argument ist. In kleinen Firmen gibt es halt auch immer "Dumme" die meinen, dass es ja so familiär ist/die Kollegen so nett/der Chef sich selber abackert/..., dass sie gar nicht erst "wagen" mehr Gehalt zu verlangen (gibt genug Beispiele für solche Leute hier im Forum).

Ich kann nur von mir und meinem Umfeld reden, aber es gibt genug, die bereits 45k direkt nach der Ausbildung als Einstiegsgehalt bekommen oder nach spätestens einem Jahr BE und die haben nicht das Risiko, dass durch Reisetätigkeit der Arbeitstag gerne mal länger als 11 Stunden geht oder man wöchentlich auf 50+ Arbeitsstunden kommt.

vor 21 Minuten schrieb monolith:

Für das Unternehmen ist das aber nicht von Bedeutung.

Für das Unternehmen hat es aber auch nicht von Bedeutung zu sein, was der neue AN vorher verdient hat. Sondern das ist erst einmal nur für einen selber beim Setzen einer Schmerzgrenze beim Gehalt wichtig.

vor 23 Minuten schrieb monolith:

So ist es ein Ratespiel aber da das Unternehmen klein zu sein scheint und auf einen  variablen Anteil besteht hört sich das für mich nicht so an als könnte man da allzu viel erwarten.

Das Unternehmen hat aber offensichtlich einen Recruiter, um nach einem Kandidaten zu suchen. Das spricht dann schon eher dafür, dass sie nicht jeden Cent umdrehen müssen.

Es geht hier auch nicht um Ratespiele oder Vermutungen oder ein "was wäre wenn", sondern darum, was in der Stelle vom AN gefordert wird und was dementsprechend eine übliche Bezahlung wäre.

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vor 1 Stunde schrieb Rienne:

 ich sage nur, dass es für mich kein valides Argument ist

Ah verstanden.

vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Ich kann nur von mir und meinem Umfeld reden, aber es gibt genug, die bereits 45k direkt nach der Ausbildung als Einstiegsgehalt bekommen oder nach spätestens einem Jahr BE

Tja aber was heißt das genau? Es kann viele Gründe geben warum das bei denen klappt und angemessen ist und bei anderen nicht.

vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Für das Unternehmen hat es aber auch nicht von Bedeutung zu sein, was der neue AN vorher verdient hat.

Ja das sehe ich genauso. Das geht das Unternehmen gar nichts an. 

Was ich meinte: Vielleicht (rein hypothetisch, damit möchte ich nichts andeuten) ist sein Marktwert gerade genau 39.000 € brutto pro Jahr und dann ist völlig egal ob er gerne mehr hätte oder die Privatwirtschaft im Allgemeinen mehr zahlt als der öffentliche Sektor. Was er sich wünscht und erwartet und was allgemein statistisch im Durchschnitt gilt muss sich auch mit dem decken was er selber anzubieten hat.

vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Das Unternehmen hat aber offensichtlich einen Recruiter

Möglicherweise, aber da wäre auch zu unterscheiden ob das eine externe Person ist oder eine interne und falls letzteres ob das nur Recruiting ist oder allgemein Personalmanagement oder aber sogar eine Doppelrolle - sowas wie Buchhaltung + Personal. 

Und leider kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das Beauftragen einer externen Recuriting-Firma und das Zahlen einer fünfstelligen Summe an selbige für erfolgreiche Vermittlung pro Angestellter/Angestelltem nicht auf ein hohes Gehalt schließen lässt. Mein unterdurchschnittliches Gehalt (trotz bedeutender Gehaltsanpassung -> von "unterirdisch" auf "schlecht", yay) war mit ein Grund warum ich meinen aktuellen Job gekündigt habe. Wobei vielleicht ist mein Noch-Arbeitgeber auch nur außerordentlich inkompetent in Personalfragen (was ich inzwischen glaube) und das ist einfach nur als Ausnahmefall zu werten, das weiß ich nicht.

Naja aber jedenfalls aufgrund eines starken Standortnachteils (irgendwo im Nirgendwo) haben die halt Schwierigkeiten Leute zu finden und glaubten wohl keine andere Wahl zu haben als Externe damit zu beauftragen. Das ausgegebene Gehalt kann man dann ja beim Angestellten wieder reinholen. ;) Nein ich habe einfach zu wenig gefordert. Da war ich einfach unwissend.

Deswegen, ich will keinesfalls dass sich jemand unter Wert verkauft. Sein Wunschgehalt kann er bestimmt irgendwo bekommen. Nur vielleicht nicht bei dieser kleinen Klitsche. Tja mal sehen was dann dabei herauskommt auf Basis der 52.000 € brutto jährlich die er nun angegeben hat. Ich wette jedenfalls die werden versuchen das auf wenigstens 50.000 € runter zu handeln oder noch tiefer gehen und einfach sagen ihr Budget ließe nicht mehr zu als <50.000 €... Aber ich hoffe natürlich dass es mit 52.000 € klappt.

bearbeitet von monolith

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Also die Person ist kein externer Recruiter, sondern direkt bei der Firma angestellt.
 

vor 19 Minuten schrieb monolith:

Tja mal sehen was dann dabei herauskommt auf Basis der 52.000 € brutto jährlich die er nun angegeben hat. Ich wette jedenfalls die werden versuchen das auf wenigstens 50.000 € runter zu handeln oder noch tiefer gehen und einfach sagen ihr Budget ließe nicht mehr zu als <50.000 €... Aber ich hoffe natürlich dass es mit 52.000 € klappt.

Ich bin natürlich auch gespannt. Auch habe ich die 52.000€ gewählt, da ich mir eigentlich sicher bin, dass ich runter gehandelt werde, aber ich möchte schon mind. an die 50.000€ rankommen. Das wären einfach mal so 11.0000€ mehr im Jahr.
Aber auch muss ich sagen, dass ich den Job dann nicht annehmen muss, falls das Gehalt und die sonstigen Parameter einfach nicht passen. Ich sehe es auch eher als Marktcheck an, damit ich einfach weiß wo ich ca. stehe und was auch möglich wäre. Und falls die Rahmenparameter und Gehalt passen, dann werde ich es versuchen.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

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Zitat

 Auch habe ich die 52.000€ gewählt, da ich mir eigentlich sicher bin, dass ich runter gehandelt werde, aber ich möchte schon mind. an die 50.000€ rankommen

Ok. Exkursion. Ich glaube die meisten Menschen denken relativ rational. Ich glaube nicht, dass die typische Personalmitarbeiterin/-mitarbeiter per se jedes Gehalt erst mal herunter handeln will. Es mag Fälle geben wo die internen Prozesse so etwas begünstigen weil das als eine Art erfolgreiches Sparen an den Personalkosten positiv gesehen wird - aber ich will glauben, dass so eine Denke nicht der Regelfall ist. Ist zwar nur wieder Einzelfallbetrachtung, aber bei meinen bislang drei Gehaltsforderungen wurde nicht verhandelt. (Anmerkung: Die waren tendenziell eher niedrig angesetzt. Ändert aber nichts daran, dass nicht versucht wurde sie herunterzuhandeln.) Ich setze daher meinen Gehaltswunsch nicht künstlich hoch. 

Das heißt nun, ich glaube nicht, dass man versuchen wird dich auf 50.000 € herunterzuhandeln aus Prinzip heraus. Sondern weil 52.000 € als "objektiv" (nicht echt aber aus Sicht des Unternehmens) zu hoch angesehen würden. Das heißt aber weiter, dass du in dem Sinne gar keinen Sicherheitsspielraum einbauen kannst. Wenn die 50.000 € passen würde man sie dir auch zahlen wenn du 50.000 € fordern würdest. Meine Befürchtung ist aber halt, dass auch 50.000 € zu hoch ist und man versuchen wird noch weiter herunter zu handeln. Aber das weiß ich natürlich nicht und hoffe dass ich mich irre. Meine Vermutungen basieren natürlich nur auf den Infos die ich von dir bekommen habe und die sind vermutlich unvollständig. Vielleicht bist du bspw. besonders gut darin dich zu verkaufen und schon sieht die Lage anders aus.

vor 38 Minuten schrieb the_punisher:

Das wären einfach mal so 11.0000€ mehr im Jahr.

Ja... ähem... :D:P Was die Interpretationsmaschine in meinem Kopf aus diesem Satz macht:

Zitat

Das wären einfach mal so 11.0000€ mehr im Jahr.

"11.000 € mehr sind 28% mehr als jetzt... das ist ein riesiger Sprung, normal sagt man pro Wechsel bis zu 20% mehr.. Und erst sagt 'einfach so'... es fehlt die Begründung warum das angemessen sei. Warum fehlt die Begründung? Weil es keine gibt? Er sagt das so leicht fertig, so locker... er scheint nicht überzeugt zu sein. Er pokert im Grunde. Versucht das Limit herauszufinden. Ergo geht er selber davon aus, dass das gar nicht sein Marktwert ist...Er glaubt selber nicht daran." ;)

bearbeitet von monolith

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vor 2 Minuten schrieb monolith:

Ist zwar nur wieder Einzelfallbetrachtung, aber bei meinen bislang drei Gehaltsforderungen wurde nicht verhandelt. (Anmerkung: Die waren tendenziell eher niedrig angesetzt. Ändert aber nichts daran, dass nicht versucht wurde sie herunterzuhandeln.) Ich setze daher meinen Gehaltswunsch auch nicht künstlich hoch. 

Dann hast du dich entweder wirklich SEHR WEIT unter Wert verkauft oder bist wirklich an die Ausnahmen geraten. Es ist definitiv sehr oft der Fall, dass bei Vorstellungsgesprächen seitens des Arbeitgebers noch versucht wird die zuvor genannte Gehaltsvorstellung des Bewerbers zu drücken. Besonders, wenn es nicht mehr um Einstiegsgehälter bzw. Juniorstellen geht!

vor 5 Minuten schrieb monolith:

Und erst sagt 'einfach so'... es fehlt die Begründung warum das angemessen sei. Warum fehlt die Begründung? Weil es keine gibt?

Doch die gibt es. Und im Grunde auch nicht nur eine. Zum Beispiel war sein vorheriges Gehalt schon niedrig. Es gibt genug IT Stellen im öD, die für Fachinformatiker auch EG 10 oder sogar EG 11 (TVöD) zahlen. Klar es gibt auch wesentlich schlechter bezahlte Stellen, aber man sollte sich definitiv nicht am unteren Ende orientieren. Weitere Begründung: Sein Aufgabengebiet erweitert sich und es kommt nunmal Reisebereitschaft hinzu. Noch eine Begründung, die jetzt im Besonderen auf den TO zutrifft: Er braucht den Job nicht. Er macht es u.a. um seinen Marktwert zu testen. Und da kann man gut und gerne erst einmal höher greifen bei den Gehaltswünschen. Nach unten kann man sich immernoch drücken lassen. Aber es wird kein Unternehmen sagen:"Oh, ich sehe Sie wollen 45k€. Eigentlich wollten wir 50k€ zahlen. Ich hoffe das ist so für Sie auch in Ordnung?". :P

Es gibt auch Leute, die wechseln von <40k direkt auf 60k+. Kannst ja gerne mal im "Wieviel verdient ihr?"-Thread schauen. Ich meine da gibt es einige solcher Fälle.

Ich denke auch nicht, dass zwischen Nürnberg und München von "Mitten in der Pampa" geredet werden kann, wo es nichts gibt und/oder der Bedarf an IT-Spezialisten besonders gering ist.

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vor 17 Minuten schrieb monolith:

Ich glaube die meisten Menschen denken relativ rational.

Erster Fehler.

vor 17 Minuten schrieb monolith:

Es mag Fälle geben wo die internen Prozesse so etwas begünstigen weil das als eine Art erfolgreiches Sparen an den Personalkosten positiv gesehen wird - aber ich will glauben, dass so eine Denke nicht der Regelfall ist.

Genau so wie du versuchst das best mögliche Gehalt zu bekommen, versucht der AG auch das best mögliche Gehalt zu zahlen. Das Problem? Der eine Pfeil zeigt nach oben, der andere nach unten.

Es gibt Firmen die trotzdem 100k+ zahlen, die suchen aber auch nicht den normalen Facharbeiter. Da haben schon die Mitarbeiter am Empfangsthresen den halben Phd in der Tasche.

 

Naja. Zu Verhandlungsstrategien inkl. der Psychologie dahinter gibt es genug Studien. Allein für den Anker-Effekt lohnt es sich schon, erwiesenermaßen, eine hohe Zahl zu nennen... Dazu kommt auch Priming, nutze bestimmte Wörter besonders oft um besonders kompetent/wertvoll zu wirken... Dann gibt es noch die Geschichte, dass man "krumme" Zahlen nennen soll, weil es so wirkt als hätte man sich wirklich Gedanken gemacht... Es gibt die Regel als AN nie als erster eine Zahl zu nennen, weil man damit die Höhe bereits abgesteckt hat und nur die wenigsten AGs etwas draufsetzen würden...

... Und vieles mehr.

bearbeitet von PVoss

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vor 2 Stunden schrieb Rienne:

Dann hast du dich entweder wirklich SEHR WEIT unter Wert verkauft oder bist wirklich an die Ausnahmen geraten. Es ist definitiv sehr oft der Fall, dass bei Vorstellungsgesprächen seitens des Arbeitgebers noch versucht wird die zuvor genannte Gehaltsvorstellung des Bewerbers zu drücken.

Zum ersten: Bei der jetzigen Runde nicht, meiner Einschätzung nach. Wobei ich da vergessen habe, eigentlich komme ich auf fünf, nicht auf drei, habe sowohl bei dieser als auch bei der vorherigen Bewerbungsrunde zwei feste zusagen mit Gehalt vergessen.

Zum zweiten: Vllt. eine Filterblase? Ich bewerbe mich nur auf Jobs bei denen ein hoher Matching-Grad besteht (geforderte/gebotene Skills). In den Gesprächen bleibe ich immer ehrlich. Und versuche realistische Gehaltsforderungen zu stellen. 

vor 2 Stunden schrieb Rienne:

Sein Aufgabengebiet erweitert sich und es kommt nunmal Reisebereitschaft hinzu

Und rechtfertigt deshalb 28% mehr Gehalt? Dann wechselt er so noch drei Mal und schwups, er hat mit 40 die 100.000 € geknackt und wo ist er dann bei der Rente, 300.000? ;) 

 

vor 2 Stunden schrieb Rienne:

Er braucht den Job nicht. Er macht es u.a. um seinen Marktwert zu testen. Und da kann man gut und gerne erst einmal höher greifen bei den Gehaltswünschen.

Ja das stimmt wenn es ihm rein um das testen geht kann er hoch greifen. Dann ist das ja sogar sinnvoll, um ein Gefühl für die obere Grenze zu bekommen.

vor 2 Stunden schrieb Rienne:

Nach unten kann man sich immernoch drücken lassen

Unter der Prämisse von oben: Ja. Ich ging davon aus er wollte den Job gerne haben und meine Anmerkungen gingen in die Richtung, er soll nicht übertreiben, sonst kommt am Ende einfach nur die Absage weil das Unternehmen einfach das Budget massiv  überreizt sieht und eine Gehaltsverhandlung als nicht sinnvoll erachtet. Aber ja zum ermitteln des Marktwerts, nur zu.

vor 2 Stunden schrieb Rienne:

Es gibt auch Leute, die wechseln von <40k direkt auf 60k+. Kannst ja gerne mal im "Wieviel verdient ihr?"-Thread schauen. Ich meine da gibt es einige solcher Fälle.

Sicher, wenn angemessen, warum nicht. Aber es muss halt passen, auch von dem was die Firma ermöglichen kann. Und nicht zu vergessen ist die Frage nach Richtigkeit der Angaben und Repräsentationskraft der Angaben. Wenn du in den Thread schreiben kannst, dass du jetzt 100.000 € verdienst, machst du das vllt. eher als dass du nun bei 29.000 € angelangt bist. 

bearbeitet von monolith

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vor 2 Stunden schrieb PVoss:

Genau so wie du versuchst das best mögliche Gehalt zu bekommen, versucht der AG auch das best mögliche Gehalt zu zahlen. Das Problem? Der eine Pfeil zeigt nach oben, der andere nach unten.

Falsch. *Manche* mögen genauso denken und innerhalb eines gewissen Spielraums ist diese Motivation bei den *meisten* bestimmt gegeben. Aber - wieder das Thema rationales Denken - dem durchschnittlichen Arbeitgeber dürften irgendwo auch Bedenken kommen ob es schlau ist, dem fachlich fähigen, aber in Gehaltsfragen etwas unbedarften Bewerber, ein Gehalt anzubieten bei dem klar ist, der rennt sofort zum nächsten Arbeitgeber sobald der Grund, warum er sich jetzt mit so wenig abspeisen lässt, nicht mehr gegeben ist. Ich halte AG nicht für pauschal so blöd bzw. gierig. Obwohl meiner vllt. so blöd ist. Aber das sehe ich eben eher als Ausnahme bzw. Folge einer spezifischen ungünstigen Konstellation.

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vor 2 Stunden schrieb PVoss:

Naja. Zu Verhandlungsstrategien inkl. der Psychologie dahinter gibt es genug Studien

Her damit. Quellen bitte. :P  Aber keinen Schrott. ;)

Gleich sind wir bei "Du solltest besser 52.543 €" nennen und anderen Tricks aus der gefährlichen Scherzkiste mit der Aufschrift "Klingt gut, ist aber Unsinn".

Edit: Oh je, du hast es echt geschrieben. Ich sollte Posts erst mal zu Ende lesen. Sorry aber das ist so ein Quatsch. Bitte lass dir nicht so einen Unsinn, vermeintlich auf Studien gestützt, einreden. 

bearbeitet von monolith

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Auf die Schnelle zum Ankern: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/j.1559-1816.2011.00779.x

Zitat

Two studies were conducted to examine the effects of implausible anchors on initial salary offers. Participants provided a salary offer to a candidate after receiving a relevant anchor and an implausible anchor. The results of Study 1 indicated that a high implausible anchor influenced salary offers, even in the presence of the relevant anchor. Study 2 examined whether a more extreme implausible anchor would also affect salary offers. The results indicated that both the high anchor and the extremely high anchor led to higher salary offers than did the control condition.

Da wir die Richtung gerade anschneiden kann ich ja gleich mal eine Empfehlung zum Kurs The Science of Everyday Thinking hier lassen. Der Schwerpunkt ist da nicht auf Gehaltsverhandlungen gesetzt, der Kurs kann aber die Augen öffnen und zeigen wie uns auch unscheinbare Reize beeinflussen können. Gut fürs kritische denken 🤠

bearbeitet von PVoss

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Mal ganz unabhängig ob sich ein Unternehmen ein derartiges Gehalt leisten will, ist es auch eine Frage ob sich das Unternehmen ein derartiges Gehalt leisten kann. 

Da der Recruiter nicht selbst bewusst auf das Gehalt eingegangen ist, denke ich dass hier schon 50K und mehr angeboten wird. Aber diese fixe Jahresgehaltsumme bringt dir nichts, wenn der variable Anteil an fakturierbaren Stunden hängt ( Reisezeit mag = Arbeitszeit sein, aber ist != fakturierbare Zeit).

Im Endergebnis könnte dies also heißen:

52K Jahresgehalt , 20% Variabler Anteil ( = 10,4 K ) 

41600 (52K-10,4K) p.a. Grundeinkommen = 3,466,6 pro Monat an Basiseinkommen.

Dafür gibt es kostenlose, stundenlange Fahrten 'ins Blaue' und gratis Übernachtungen ( auch Nachtruhe ist keine Arbeitszeit - es sei denn du arbeitest abends im Hotel weil du 'eh nix besseres zu tun hast' ). 

Gehen wir von einem Arbeitsaufkommen von 40 Stunden arbeiten + ~10 Stunden Reisen alle zwei Wochen aus, sind wir bei 40 + 50 + 40 + 50 = 180 Stunden im Monat, mit einem Stundenlohn von 19,25 € - wie gesagt alles nur das Basis Gehalt. 

Bei deinem aktuellen Job wäre das ja aktuell 39 K / 12 Monate / 160 Stunden Monat = 20,31 € - also eine wahnsinnige Steigerung ;-).

Damit bist du wesentlich vom variablen Anteil abhängig für alle finanziellen Extras, bist ca. alle zwei Wochen nicht zu Hause und verlierst dadurch - wie du selber festgestellt hast - den privaten Mehrwert unter der Woche.  

=======

Mal ganz ab von dem Angebot, bei deinem sicheren Arbeitgeber und abhängig von lokalen Möglichkeiten schonmal über ein Nebengewerbe für ca. 10 Stunden die Woche nachgedacht als alternative, wenn dein Job dich so arg wenig fordert?

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vor 10 Stunden schrieb kylt:

52K Jahresgehalt , 20% Variabler Anteil ( = 10,4 K ) 

41600 (52K-10,4K) p.a. Grundeinkommen = 3,466,6 pro Monat an Basiseinkommen.

Jedoch würde ich bei einem Fixgehalt von ca. 42.000€ nicht unbedingt zusagen. 

vor 10 Stunden schrieb kylt:

Bei deinem aktuellen Job wäre das ja aktuell 39 K / 12 Monate / 160 Stunden Monat = 20,31 € - also eine wahnsinnige Steigerung ;-).

Damit bist du w

Um genau zu sein sinds ca. 18,94€ Stundenlohn, weil es nicht 12 Monate sind, sondern 12,8. Die 39k sind auch nur ca. und etwas nach oben gerundet und inkl. der jährlichen Sonderzahlung. Aber ich weiß worauf du hinaus willst, aber da würde wie gesagt oben greifen und ich würde nicht zusagen, das wärs mir persönlich nicht wert. Zumal die Stunden bei der neuen Firma auch schnell nach weiter oben gehen können.

vor 10 Stunden schrieb kylt:

Mal ganz ab von dem Angebot, bei deinem sicheren Arbeitgeber und abhängig von lokalen Möglichkeiten schonmal über ein Nebengewerbe für ca. 10 Stunden die Woche nachgedacht als alternative, wenn dein Job dich so arg wenig fordert?

Nein, aber ich glaube auch, dass sowas nichts für mich wäre. 
Hinzu kommt, dass ich davon absolut null Ahnung hab und gar nicht wissen würde wie man da anfangen sollte. 
Ist also eigentlich für mich keine Option..trotzdem danke für den Input!
 

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vor 16 Stunden schrieb PVoss:

Diese Erkenntnis geht bestimmt davon aus, dass den Akteuren der Effekt nicht bewusst ist. Hat sich dein Gegenüber bei der Gehaltsverhandlung mit dem Thema beschäftigt bzw. hinterfragt dein Vorgehen, kann so ein vermeintlich toller Tipp auch nach hinten losgehen. Würde ich Personaler sein und mir jemand mit 52.543  € kommen würde ich sofort nachfragen warum gerade diese Zahl. Könnte dann schnell peinlich werden wenn keine stichhaltige Begründung kommt - und die Wahrheit "ich hoffe Sie damit zu manipulieren" kann ja nicht genannt werden.

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vor 2 Stunden schrieb the_punisher:

Jedoch würde ich bei einem Fixgehalt von ca. 42.000€ nicht unbedingt zusagen. 

Ich finde es schonmal gut das du dir darüber im Klaren bist.

Dennoch vermute ich, dass der Vertrag einen Haken haben wird. Z. B. 45 k fix, bei einer 44 Stunden Woche plus 10% abgegoltenen Überstunden. Am besten ist es daher grundsätzlich auch nach den weiteren Arbeitsbedingungen zu fragen die an das Gehalt geknüpft sind. Sonst treibst du den Prozess unnötig weit wenn es für dich eh nicht in Frage kommt.

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vor 6 Minuten schrieb kylt:

Ich finde es schonmal gut das du dir darüber im Klaren bist.

👍 habe über das Thema auch bereits viel im Forum gelesen und möchte mich keinesfalls ausbeuten lassen.

vor 8 Minuten schrieb kylt:

Dennoch vermute ich, dass der Vertrag einen Haken haben wird. Z. B. 45 k fix, bei einer 44 Stunden Woche plus 10% abgegoltenen Überstunden. 

Falls es so kommt, oder in die Richtung geht, dann werde ich definitiv absagen.

vor 10 Minuten schrieb kylt:

Am besten ist es daher grundsätzlich auch nach den weiteren Arbeitsbedingungen zu fragen die an das Gehalt geknüpft sind. Sonst treibst du den Prozess unnötig weit wenn es für dich eh nicht in Frage kommt.

Das werde ich dann machen und nach den genauen Arbeitsbedingungen fragen, die an das Gehalt geknüpft sind. Das stimmt, das bringt ja keinem dann was, weder mir, noch dem Unternehmen.

Auch möchte ich noch allen ein Danke aussprechen, die mir Tipps und Denkanstöße geben! 
 

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