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Tattoo nach unterschriebenen Arbeitsvertrag?

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vor 8 Minuten schrieb smite:

Naja, wenn mich ein Arbeitgeber wegen Tattoos nicht will und mir persönlich Tattoos wichtig sind, war es nicht der richtige Arbeitgeber. Dann würde ich nicht sagen "Ach Schade, das war jetzt mein Traumjob,...".
Ich gebe dir Recht, dass man sich dadurch vielleicht die ein oder andere Karrierechance vergibt. Aber ist die Karriere wirklich das wichtigste? Oder will man lieber zufrieden sein und Tattoos sichtbar tragen? Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

 

Ja klar, letzten Endes ist es die eigene Entscheidugn und man muß mit den Konsequenzen klar kommen. Es muß einem halt bewußt sein das man eventuell mti Einschränkungen bei der Jobauswahl leben muß. In hippen Start-Ups ist ein Tattoo sicher kein Problem, wenn ich in der IT der Deutschen Bank arbeiten will dann u. U. schon.

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vor 15 Minuten schrieb charmanta:

DU bist Dienstleister. Falsche Einstellung, sorry

Jein, das Thema kann man nicht schwarz und weiß betrachten. Klar sind wir in der IT Dienstleister, aber auch ein Kunde kann sich nicht wie ein Ar******* benehmen. Man kann auch Aufträge ablehnen, vorausgesetzt man kann es sich als Mitarbeiter / Firma leisten.

Wenn ein Chef seine Mitarbeiter nur zu Kunden schickt, wo ihnen verbal nur auf die Fresse gehauen wird, was meinst du wie lange die Mitarbeiter dort bleiben?
Klar würde man erst einmal das Gespräch mit dem Chef suchen, prüfen woran es liegt, Lösungen erarbeiten, sich selbst reflektieren, etc.
 

 

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vor 59 Minuten schrieb Maniska:

Richtig, Erscheinung und Kompetenz bedingen sich nicht, Geschlecht und Kompetenz aber auch nicht, und trotdem kommen immer wieder Sprüche von wegen "Frauen und Technik", "Frauen können nicht einparken"... Ebenso wie kleine Männer deutlich mehr Probleme haben ernst genommen zu werden wie Große.

Der einzige Unterschied: Erscheinung kann man maßgeblich selbst beeinflussen, Größe, Geschlecht.. eben nicht.

 

Und man soll etwas an sich ändern, obwohl andere ein Problem haben? Das macht absolut keinen Sinn. In den konservativen Kreisen wird man pauschal wegen des Äußeren vervorurteilt. Das ist Diskriminierung. Die zweifelhafte Seriösität liegt nicht beim Tättowierten, sondern beim Kunden.

Des Weiteren ist der Körper das eigene Eigentum und das darf man gestalten wie man will. Es ist Privatsache und hat im beruflichen Kontext keine Relevanz, es sei denn natürlich, es geht um fragliche Symbolik.

Ich finde auch, dass man solche Vorurteile nicht unterstützen sollte. Wenn da jeder sich dran hält und die Einstellung "ist halt so, kann man nichts machen" behält, dann ändert sich auch nicht viel daran. Bildung ist das Sprichwort sowie aktiver Abbau von Vorurteilen.

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vor 35 Minuten schrieb charmanta:

DU bist Dienstleister. Falsche Einstellung, sorry

Als Dienstleiter muss ich empathisch und sozialkompetent sein. Und nicht alles mit mir machen lassen, was der Kunde will, nur um den Auftrag zu bekommen. Aristokratisches Verhalten ist einfach völlig daneben. Sorry, aber da hast du die falsche Einstellung.

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vor 30 Minuten schrieb dnyc:

Das ist Diskriminierung

Das mag sein. Wenn ich dich in der Probezeit kündige, brauche ich aber keinen Grund und selbst wenn ich dich kündige, weil du Männlein/Weiblein, katholisch oder tätowiert bist, werde ich nicht den Fehler machen, dir das mitzuteilen. Ganz einfach. 

Wer tatsächlich glaubt, dass man sich mit tätowierten Handrücken und Mittelfinger nicht selbst Steine in den Weg legt, sollte erwachsen werden. Die meisten Personen, mit denen man in Kontakt tritt, werden erstmal komisch gucken.

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Auch ich schließe mich den vielen Vorrednern an: Lebe für Dich und nicht für andere! Du wirst im Laufe Deines Lebens noch viele ungünstige Entscheidungen treffen und Fehler machen. Steh dazu, sei Deinen Idealen treu und lebe damit, denn dieses Verhalten zeugt von wahrer Größe... sich selbst zu verändern, > NUR < um anderen zu gefallen, deren Bild zu entsprechen oder gar ständig in irgendwelche Ä****e zu kriechen, ist schlicht und ergreifend erbärmlich!

Persönlich habe ich nur noch eine einzige Bitte: Schreib endlich, was Du Dir tätowieren hast lassen, ich halte diese Spannung nicht mehr aus!

So... nun muss ich aber loslaufen nach Oslo, damit ich noch ein wenig beim dortigen Tätowierer abchillen kann, bevor ich am 10.12. dann vor dieser Göre den Friedensnobelpreis als Überraschungsnominierung erhalte... 😀

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vor 3 Stunden schrieb dnyc:

Und man soll etwas an sich ändern, obwohl andere ein Problem haben? Vorurteilen.

Wo habe ich das gesagt?

Man sollte aber, bevor man etwas an sich ändert - aus freien Stücken und ohne Not, einfach nur weil man es möchte - darüber nachdenken welche Konsequnezen das kurz- und langfristig haben kann.

Anscheinend hast du das aber nicht gemacht, sonst würdest du zu dir und deinem Tattoo stehen und nicht jetzt, wo es eh schon zu spät ist, hier nachfragen ob du den neuen Chef vorwarnen sollst.

Zitat

Das macht absolut keinen Sinn. In den konservativen Kreisen wird man pauschal wegen des Äußeren vervorurteilt. Das ist Diskriminierung. Die zweifelhafte Seriösität liegt nicht beim Tättowierten, sondern beim Kunden.

Wie so oft, kommt darauf an.

Wenn das Tattoo billig aussieht, schei*e gestochen wurde und/oder das Motiv anstößig ist, ist nur und ausschließlich der Träger unseriös, nicht der Kunde. Dann leigt es am Träger diesen ersten Eindruck wieder auszubügeln. Gerne auch hier die Fachkorifäe die es sich aufgrund von Können leisten kann zum Vorstandsmeeting in Cargopants, Hoody und Springern zu erscheinen.

Jemand hat hier die japanische  Kultur erwähnt, und dass er/sie es dort verstehen könnte, weil in Japan Tattoos hauptsächlich mit der Yakuza in Verbindung gebracht werden. 

Komisch, dort kann man es verstehen, aber hier nicht, auch wenn es zu Oma Ernas Zeiten noch genau so war, auch bei Papa Paul noch und erst in den 90er Jahren hat sich langsam die allgemeien Einstellung etwas gewandelt. Aber auch dort wurden Träger, bzw besser gesagt Trägerinnen von bestimmten Tattoos recht schnell in eine Schublade gesteckt. Statistisch gesehen vielleicht sogar zu recht, den Namen wird das Teil zumindest niemehr los: A*schgeweih bzw Schl*mpenstempel. Frag mal eine der Trägerinnen ob sie das Ding immer noch so toll findet wie früher.
 

Zitat

 

Des Weiteren ist der Körper das eigene Eigentum und das darf man gestalten wie man will. Es ist Privatsache und hat im beruflichen Kontext keine Relevanz, es sei denn natürlich, es geht um fragliche Symbolik.

 

Ja, es ist privatsache und darf dort gerne auch bleieben, genau wie Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, päferierte Ernärungsweise, politische Ansichten...

Keep your privates private. Wenn du nicht willst dass ich drüber rede/urteile reib es mir nicht unter die Nase.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Maniska:

Wo habe ich das gesagt?

Man sollte aber, bevor man etwas an sich ändert - aus freien Stücken und ohne Not, einfach nur weil man es möchte - darüber nachdenken welche Konsequnezen das kurz- und langfristig haben kann.

Anscheinend hast du das aber nicht gemacht, sonst würdest du zu dir und deinem Tattoo stehen und nicht jetzt, wo es eh schon zu spät ist, hier nachfragen ob du den neuen Chef vorwarnen sollst.

Stimme ich zu, das sollte man grundsätzlich.

Wieso ich? Ich habe nichtmal ein Tattoo.

Zitat

Wenn das Tattoo billig aussieht, schei*e gestochen wurde und/oder das Motiv anstößig ist, ist nur und ausschließlich der Träger unseriös, nicht der Kunde. Dann leigt es am Träger diesen ersten Eindruck wieder auszubügeln. Gerne auch hier die Fachkorifäe die es sich aufgrund von Können leisten kann zum Vorstandsmeeting in Cargopants, Hoody und Springern zu erscheinen.

Zur Symbolik habe ich bereits etwas geschrieben. Das war nicht das Thema. Und ob etwas "billig/scheisse" aussieht, ist auch ab einem gewissen Punkt eine Frage der Subjektivität.

 

Zitat

Jemand hat hier die japanische  Kultur erwähnt, und dass er/sie es dort verstehen könnte, weil in Japan Tattoos hauptsächlich mit der Yakuza in Verbindung gebracht werden. 

Komisch, dort kann man es verstehen, aber hier nicht, auch wenn es zu Oma Ernas Zeiten noch genau so war, auch bei Papa Paul noch und erst in den 90er Jahren hat sich langsam die allgemeien Einstellung etwas gewandelt. Aber auch dort wurden Träger, bzw besser gesagt Trägerinnen von bestimmten Tattoos recht schnell in eine Schublade gesteckt. Statistisch gesehen vielleicht sogar zu recht, den Namen wird das Teil zumindest niemehr los: A*schgeweih bzw Schl*mpenstempel. Frag mal eine der Trägerinnen ob sie das Ding immer noch so toll findet wie früher.

Es ging hier nicht um spezifische Tattoos, sondern allgemein um sichtbare Tattoos. Japan ist des Weiteren wohl kein gutes Beispiel, einfach weil es den Weg des Fortschritts noch nicht gegangen ist. Unsere westliche Welt zeigt aber, wie es sein kann, nämlich dass Tattoos als private Kunst wahrgenommen werden können. Ob jemand sein Tattoo bereut, ist auch kein Argument dagegen. Das ist eben das Risiko des Trägers.

Zitat

Ja, es ist privatsache und darf dort gerne auch bleieben, genau wie Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, päferierte Ernärungsweise, politische Ansichten...

Keep your privates private. Wenn du nicht willst dass ich drüber rede/urteile reib es mir nicht unter die Nase.

Niemand reibt es dir unter die Nase. Aber wenn man es beim bloßen Anblick so empfindet, dann hat man eben selbst ein Problem der Rückwärtsgewandtheit und nicht die tättowierte Person.

bearbeitet von dnyc

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vor 5 Stunden schrieb Listener:

Das mag sein. Wenn ich dich in der Probezeit kündige, brauche ich aber keinen Grund und selbst wenn ich dich kündige, weil du Männlein/Weiblein, katholisch oder tätowiert bist, werde ich nicht den Fehler machen, dir das mitzuteilen. Ganz einfach.

Dass man es nicht gesagt bekommt, ist klar. Ändert aber nichts daran, dass es sich um Diskriminierung handelt. In so einem Betrieb würde ich auch nicht arbeiten wollen.

bearbeitet von dnyc

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Du weisst schon, dass du dir da selbst widersprichst?

vor 14 Stunden schrieb dnyc:

Anders sieht es natürlich bei Symbolik, die eine entsprechende Gesinnung zeigt, aus. Das ist aber sogar ein Vorteil, da man dann die Person nicht erst kennenlernen muss, um zu sehen, dass sie scheisse ist.

 

vor 12 Stunden schrieb dnyc:

In den konservativen Kreisen wird man pauschal wegen des Äußeren vervorurteilt. Das ist Diskriminierung.

Das zum einen. Zum anderen: 

vor 12 Stunden schrieb dnyc:

es sei denn natürlich, es geht um fragliche Symbolik.

Wer legt fest, was fragliche Symbolik ist?
Ein Hakenkreuz? Was, wenn die Person tatsächlich Hinduist oder Buddhist ist? In beiden Religionen ein Glückssymbol.
Muss ein Symbol, dass seit 10.000 Jahren existiert "böse" sein weil EIN Arschloch es vor 80 Jahren genutzt hat?

Aber du hast die Person bereits verurteilt, wie du selbst sagst. DAS ist Diskriminierung.


Eigene Story: Manchem hier ist die Band "Amon Amarth" vielleicht ein Begriff. Vor einiger Zeit trug ich mal ein Shirt von denen, auf der Rückseite standen zwei Zeilen eines Songs. "Thor, Odins Son. Protector of mankind." Was auch gar nicht mal verkehrt ist, hat man etwas mit der nordischen Kultur am Hut.
Möchtest du raten, wie oft ich DESWEGEN auch öffentlich als "Nazi" bezeichnet wurde?

Was das nach 2015 bedeutet, gerade bei einer Arbeitsstelle im öD und mit viel Kundenkontakt muss man nicht weiter ausführen, nehme ich mal an.

 

bearbeitet von RubberDog

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vor 15 Stunden schrieb dnyc:

Als Dienstleiter muss ich empathisch und sozialkompetent sein. Und nicht alles mit mir machen lassen, was der Kunde will, nur um den Auftrag zu bekommen. Aristokratisches Verhalten ist einfach völlig daneben. Sorry, aber da hast du die falsche Einstellung.

Hab ich das so geschrieben ? ;)

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Eigentlich ist es doch ganz einfach: 

Du schränkst damit Deinen beruflichen Handlungsspielraum ein. Wie die gesellschaftliche Einstellung dazu ist, ist letztlich völlig unerheblich, da Du diese nicht ändern kannst. Die Konsequenz ist, es muss Dir das "wert" sein. Vielleicht vergibst Dir Chancen, auf einen bestimmten Arbeitgeber, einen speziellen Kunden oder Auftrag. Vielleicht auch nicht, who knows. Ob diesbezüglich eine Entscheidung getroffen wird, wirst Du am Ende vermutlich selbst gar nicht erfahren. 

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vor 10 Stunden schrieb Maniska:

Ja, es ist privatsache und darf dort gerne auch bleieben, genau wie Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, päferierte Ernärungsweise, politische Ansichten...

 

Keep your privates private. Wenn du nicht willst dass ich drüber rede/urteile reib es mir nicht unter die Nase. 

Auch wenn ich Dir oft und in vielen Punkten zustimme, bin ich da definitiv nicht bei Dir. Kleidungen und Schmuck bzgl. Religionszugehörigkeit werden Dir ebenso meinen Glauben "unter die Nase reiben", wie die Tatsache dass ich vom Wochenende erzähle weil Du mich danach gefragt hast und ich davon erzähle, dass ich mit meiner Frau im Kino war.

Die scharfe Trennung zwischen dienstlich und privat und was man dann für sich behalten sollte, existiert nur in Unternehmen, wo Menschen sich nicht miteinander sozialisieren - und die gibt's nicht.

Wenn ich dann davon erzähle, dass ich mit meiner Frau im Kino war, möchte ich übrigens genauso wenig beurteilt werden, wie wenn ich davon erzählen würde, dass ich da mit meinem Mann gewesen bin. Denn das Thema ist der Kinobesuch und der Film. Nicht mein significant other.

Ich bin eher bei Deiner Aussage: Wenn Du ein Tattoo hast, Dich bewusst für diese Stelle entschieden hast, dann stehe auch dazu, hinterfrage nicht, ob Dein kommender Betrieb damit Probleme hat und vor allen Dingen: Überzeuge durch Deine Arbeit.

Ich kenne einen zu 80% tätowierten Dachdecker, der mit allen Kunden zurecht kommt und von allen gemocht wird. Aber auch nur deswegen, weil er solide Arbeit macht und weiß, mit Leuten umzugehen. Erst Recht in dem Zusammenhang, dass er weiß, dass er damit irritiert.

Kurz und an den TE: Das Kind ist im Brunnen. Steh dazu, erarbeite Dir Strategien um die Leute für Dich zu gewinnen und dann wird Dein Auftreten direkt anders wahrgenommen. Nichtsdestotrotz benötigst Du im Zweifel mehr Arbeit als ohne Tattoo. Aber das war auch eine bewusste Entscheidung Deinerseits.

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vor 3 Stunden schrieb RubberDog:

Du weisst schon, dass du dir da selbst widersprichst?

 

Das zum einen. Zum anderen: 

Wer legt fest, was fragliche Symbolik ist?
Ein Hakenkreuz? Was, wenn die Person tatsächlich Hinduist oder Buddhist ist? In beiden Religionen ein Glückssymbol.
Muss ein Symbol, dass seit 10.000 Jahren existiert "böse" sein weil EIN Arschloch es vor 80 Jahren genutzt hat?

Aber du hast die Person bereits verurteilt, wie du selbst sagst. DAS ist Diskriminierung.


Eigene Story: Manchem hier ist die Band "Amon Amarth" vielleicht ein Begriff. Vor einiger Zeit trug ich mal ein Shirt von denen, auf der Rückseite standen zwei Zeilen eines Songs. "Thor, Odins Son. Protector of mankind." Was auch gar nicht mal verkehrt ist, hat man etwas mit der nordischen Kultur am Hut.
Möchtest du raten, wie oft ich DESWEGEN auch öffentlich als "Nazi" bezeichnet wurde?

Was das nach 2015 bedeutet, gerade bei einer Arbeitsstelle im öD und mit viel Kundenkontakt muss man nicht weiter ausführen, nehme ich mal an.

 

Ich widerspreche mir nicht. Es ging allgemein um Tattoos. Symbolik ist noch ein anderes Thema. Es ist ein Unterschied, ob ich sichtbar am Hals eine Blume oder ein Hakenkreuz tättowiert habe. Ausserdem, ist dir klar, dass Swastika != Hakenkreuz ist? Das eine ist ein religiöses Symbol, dass andere ein nationalsozialistisches Symbol. Das sollte man schon unterscheiden können.

Ich interessiere mich selbst auch für die nordische Mythologie und habe T-Shirts in der Richtung. Wenn man dann als Nazi tituliert wird, dann zeugt das eben von Unwissenheit. Das Problem daran ist, dass es von Neo-Nazis missbraucht wird. Aber auch da gilt: sich nicht kleinkriegen lassen und den Deppen nicht die Symbolik überlassen.

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vor 6 Minuten schrieb dnyc:

Das eine ist ein religiöses Symbol, dass andere ein nationalsozialistisches Symbol. Das sollte man schon unterscheiden können.

Das kann Tante Erna aber nicht unterscheiden, weil sie sich schlichtweg nicht dafür interessiert. Für sie sieht das aus wie ein Hakenkreuz. Ich finde @StefanE hat das gut auf den Punkt gebracht und gerade in größeren Unternehmen wird man häufiger schief angesehen (absolut nicht relativ)

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vor 7 Minuten schrieb dnyc:

Ausserdem, ist dir klar, dass Swastika != Hakenkreuz ist? Das eine ist ein religiöses Symbol, dass andere ein nationalsozialistisches Symbol. Das sollte man schon unterscheiden können.

Die Swastika gibt es aber nicht nur mit Verzierungen (häufig, gerade im Hinduismus mit Punkten) sowie "linksdrehend", sondern auch in exakt gleicher Form wie das Hakenkreuz.
Wenn man das unterscheiden können sollte, erkläre mir doch wie?

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vor 15 Minuten schrieb RubberDog:

Die Swastika gibt es aber nicht nur mit Verzierungen (häufig, gerade im Hinduismus mit Punkten) sowie "linksdrehend", sondern auch in exakt gleicher Form wie das Hakenkreuz.
Wenn man das unterscheiden können sollte, erkläre mir doch wie?

Selbst wenn man es unterscheiden kann, befasst sich nicht jeder ausfühlich damit.

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vor 3 Minuten schrieb Tearek:

Selbst wenn man es unterscheiden kann, befasst sich nicht jeder ausfühlich damit.

Mein Punkt ist, dass man es eben nicht kann.

Man kann Vermutungen anstellen, ja. Steht ein Tibetanischer Mönch oder ein Inder vor einem und hat ein solches Tattoo, geht man vom Glücks-Symbol aus.
Steht ein deutscher mit Glatze mit solchem Tattoo vor einem, geht man von einem "Nazi" aus.

Ist allerdings dämliches Schubladendenken und Vorverurteilung.
In einigen Teilen Indiens wird Hitler schon fast verehrt.
Ein deutscher kann aus biologischen Gründen eine Glatze haben und Buddhist sein.
Allerdings würde der das Symbol nicht tragen, aus offensichtlichen Gründen.
Schon sind wir wieder bei Selbstzensur wegen der äußeren Wahrnehmung, und ich bin gerade erleichtert den Bogen zum Eingangspost doch noch hinbekommen zu haben.

Jegliches Schubladendenken, jede Vorverurteilung ist für die Tonne.
Und doch macht es beinahe jeder von uns. Immer und immer wieder.

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vor 8 Minuten schrieb RubberDog:

Jegliches Schubladendenken, jede Vorverurteilung ist für die Tonne.

Das Thema wird auch unter dem Stichwort "Unconscious Bias" diskutiert und bezieht dabei auf jede Art von Diversity. Ist gerade ein Riesenthema. Es lohnt sich aus meiner Sicht sich damit auseinanderzusetzen, da jeder davon betroffen ist. Es gibt unzählige Quellen. Eine ist: 

https://www.charta-der-vielfalt.de/diversity-verstehen-leben/best-practice/zeige/erklaerfilm-zu-unconscious-bias/

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vor 2 Stunden schrieb Carwyn:

Ich kenne einen zu 80% tätowierten Dachdecker, der mit allen Kunden zurecht kommt

Naja, ist halt "nur" ein Dachdecker...

Wäre er Bankberater und würde zum Gespräch in kurzer Hose mit Muskelshirt und Flipflops kommen, was wäre dann?
Immer noch alle Kunden so zufrieden?

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vor einer Stunde schrieb RubberDog:

Mein Punkt ist, dass man es eben nicht kann.

Man kann Vermutungen anstellen, ja. Steht ein Tibetanischer Mönch oder ein Inder vor einem und hat ein solches Tattoo, geht man vom Glücks-Symbol aus.
Steht ein deutscher mit Glatze mit solchem Tattoo vor einem, geht man von einem "Nazi" aus.

Ist allerdings dämliches Schubladendenken und Vorverurteilung.
In einigen Teilen Indiens wird Hitler schon fast verehrt.
Ein deutscher kann aus biologischen Gründen eine Glatze haben und Buddhist sein.
Allerdings würde der das Symbol nicht tragen, aus offensichtlichen Gründen.
Schon sind wir wieder bei Selbstzensur wegen der äußeren Wahrnehmung, und ich bin gerade erleichtert den Bogen zum Eingangspost doch noch hinbekommen zu haben.

Jegliches Schubladendenken, jede Vorverurteilung ist für die Tonne.
Und doch macht es beinahe jeder von uns. Immer und immer wieder.

Das Hakenkreuz wurde auch von den Nazis missbraucht. Dann müssten diese Vorurteile eben auch ausgeräumt werden. Anders sieht es bei Symbolen bzw Sprüchen wie "white power" aus. Es wäre auch hier gut, dass es wieder die Ursprungsbedeutung bekommt.

Und Ja, jegliche Diskriminierung ist für die Tonne. Da stimme ich dir doch zu.

Letztendlich ging es aber um allgemein Tattoos. Es ist wahrscheinlicher, dass ein gut integrierter Bürger Tattoos hat statt eines Kriminellen, wogegen es wahrscheinlicher ist, dass ein Nazi ein rechtsgerichtetes einfaches Hakenkreuz hat in unserem Kulturkreis.

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vor 33 Minuten schrieb Graustein:

Naja, ist halt "nur" ein Dachdecker...

Wäre er Bankberater und würde zum Gespräch in kurzer Hose mit Muskelshirt und Flipflops kommen, was wäre dann?
Immer noch alle Kunden so zufrieden?

Deswegen war es ja nur ein Beispiel.

Dann würde er übrigens ebenso verwirren und es schwieriger machen Anschluss zu kriegen. Ist er aber in der Lage dazu und kann mit seiner Arbeit überzeugen oder hat sich bereits den Ruf erarbeitet, Toparbeit abzuliefern , ist dem Kunden das dann wieder weniger wichtig. Am Ende steht aber die Behauptung von mir weiterhin im Raum: Du musst, wenn Du aus irgendwelchen Gründen Irritationen verursachst, wissen wie Du damit umgehst und die Leute dennoch für Dich gewinnst - und das ist nicht immer einfach. Ansonsten sprechen Sie Dir Deines Aussehens wegen die Kompetenz ab, wie Du es selbst schon mit Deinen Fragen annimmst.

Kurz: Man muss schon relativ stark und selbstbewusst sein dafür und ein entsprechendes Fell haben. Man ahnt im Zweifel nämlich nicht, welche Dinge man sich dann auch mal anhören darf.

 @StefanE

Die Charta der Vielfalt ist da tatsächlich ein guter Startpunkt. Ein Versuch, diesen Bias auszutricksen ist ja u.a. die Methode der anonymen Bewerbung.

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Jemand (Kunde oder künftiger Arbeitgeber) wird immer versuchen vom äußeren Erscheinungsbild auf die Person dahinter zu schließen. 

Was strahlt jemand aus, der sich den Handrücken (inklusive Finger)  tätowiert ? 
Wir können auf jeden Fall festhalten, dass die Mehrheit der Menschen nicht tätowiert ist. Erst recht nicht an Stellen an denen man es nicht verstecken kann. Da eine solches Tattoo auch keinen wirklichen Zweck erfüllt, kann man also festhalten dass diese Person sich gewollt von anderen abgrenzt und somit ein  nicht-Konformist. Du bist also gegen die üblichen Ansichten, Werte und Regeln der meisten Menschen (welche auf solche auffälligen Tattoos verzichten). Ich möchte noch einmal festhalten, dass es keinen objektiven Zweck erfüllt tätowiert zu sein.

Eine solche Person grenzt sich also ohne offensichtlichen Grund von den Normen ab und möchte dies auch zur Schau stellen.

Daraus könnte ein Kunde oder Arbeitgeber schließen, dass dies ein grundlegender Charakterzug ist. "Charakterzug" ist hierbei noch sehr wohlwollend interpretiert. 

Was könnte das für die zu verrichtende Arbeit bedeuten ? 
- Die Person könnte ohne offensichtlichen Grund Vorgaben des Kunden missachten.
- Die Person könnte ebenso übliche Programmierrichtlinien missachten.
- Die Person könnte übliche Verfahren bezüglich Sicherheit und Prozesstreue missachten.

All diese möglichen Szenarien gefährden erfolgreiche Projekte und wenn ein Projektmanager die Wahl hat, dann wird er die Threaderstellerin lieber nicht in seinem Projektteam haben, um mögliche unnötige Komplikationen zu vermeiden.

Ich bin jetzt absichtlich nicht darauf eingangen, dass Du (@Threadersteller) Dir erst im Nachhinein Gedanken darüber machst welche Auswirkungen das haben könnte. Das würde nämlich ein noch viel verheerenderes Bild über deinen Charakter, deine Reife und deinen Wert als Arbeitnehmer zeichnen.

Ich persönlich würde eine solche Person nicht bei mir einstellen, da für mich Tattoos die nicht verdeckbar sind eine bewusste Entscheidung gegen "Karriere" sind und wer will schon jemanden einstellen der schon von Beginn seiner Laufbahn entscheidet nur "so larifari" arbeiten zu wollen und niemals etwas vernünftiges erreichen zu können.

Die hier schön-geredeten Szenarien á la "wenn Du ein toller Spezialist bist, dann ist es egal wie Du aussiehst" sind für mich unrealistisch und entspringen eher irgendeiner amerikanischen Silicon Valley Serie als das sie auf den deutschen Arbeitsalltag anwendbar wären.

 
 

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vor 8 Stunden schrieb RubberDog:

Jegliches Schubladendenken, jede Vorverurteilung ist für die Tonne.

Nö, ist es nicht. Sondern grundlegend notwendig für eine Gesellschaft, in der man (auch) durch sein Äußeres Gruppenzugehörigkeit signalisiert. Wenn vor mir jemand mit Glatze und Bomberjacke steht, ist es gesund für mich, zu erkennen, dass das vielleicht kein Anhänger von Multikulti ist. Mir ist es im Alltag schlichtweg nicht möglich, jeden Menschen erst genau kennenzulernen, bevor ich mir eine Meinung bilde.

Jemand schrieb hier was davon, dass Tattoos "private" Kunst seien. Sind sie aber nicht, sobald ich sie in der Öffentlichkeit präsentiere. Genauso wie das Auftreten von Punks oder Goths eine (mehr oder weniger) bewusste Aussage ist.

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