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Ist dieses Gehalt zu wenig für München?

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Ich habe ein Vertragsangebot als Software Consultant Java/Web von eine Firma in München bekommen. Ich komme nicht aus Deutschland und habe nicht so viele Informationen über die Gehälter in Deutschland/München weil ich in Deutschland in Vollzeit nie gearbeitet habe. 

Mehr Info:

Alter: 30
Wohnort: Nürnberg
Abschluss: Bachelor Elektrotechnik. Master International Information Systems and der FAU (Oktober 2018).
Berufserfahrung: 2.5 Werkstudent bei Siemens (C++ Entwickler), freiberuflicher softwareentwickler seit Oktober 2018 (C#, Java, Web).
Grösse der Firma: mittelgroße Unternehmen.
Branche der Firma: Beratung (die Kunden sind meistens von die Automobil Branche).
Arbeitsstunden pro Woche: 40.
Gesamtjahresbrutto: 60000 Euro (55000 Fix + 5000 Bonus).
Anzahl der Monatsgehälter: 12
Anzahl der Urlaubstage: 30
Tätigkeiten: Software Entwickler/Berater (Java/Web).

 

 Ich habe ein post auf Reddit geschrieben und viele sagen dass ich sehr unterbezahlt bin.

Was ist eure Meinung dazu? 

bearbeitet von funkydung

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vor 22 Minuten schrieb funkydung:

Ich habe ein post auf Reddit geschrieben und viele sagen dass ich sehr unterbezahlt bin.

War das ein Posting im englischsprachigen Teil von Reddit? Deutsche Gehälter im IT Bereich lassen sich nur schwer mit Gehältern in England oder den USA vergleichen.

Bei deiner Ausbildung und Berufserfahrung würde ich 60k € / Jahr als gutes Gehalt einstufen, zumal du im Grunde Berufsanfänger bist. Es wären, je nach Beratungshaus, vielleicht 5k mehr drin gewesen aber grundsätzlich liegst du meiner Einschätzung nach nicht deutlich zu tief. So viel zum Thema Einschätzung nach Ausbildung, Berufserfahrung und Branche.

Beim Thema München sieht die Sache etwas anders aus. Wohnraum in München ist, im bundesdeutschen Vergleich, sehr teuer und frisst unter Umständen 50% deines Netto Gehaltes. Von 60k € / Jahr kann man in München weniger komfortabel leben als z.B. in Essen. Je nachdem wo du wohnen möchtest musst du entweder Abstriche bei der Lage machen oder bei der Größe deiner Wohnung. 

Für den Raum München wären mir persönlich 60k € / Jahr zu wenig. Allerdings bin ich auch kein Berufsanfänger und liege bereits über den 60k. Gerade im Consulting sind in relativ kurzer Zeit Gehaltssprünge von 10% und mehr drin. Ich bin daher der Meinung, dass das ein gutes Einstiegsgehalt ist.

EDIT:

Offenbar handelt es sich um diesen reddit Thread: 

Ein weiterer Thread wurde offenbar als Follow-Up erstellt:

 

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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Wie gut oder schlecht man mit 60k im Jahr in München leben kann, weiß ich zugegeben nicht, aber für die Berufserfahrung ist das ein solider bis guter Wert. Du musst darauf Acht geben, dass es nicht auf diesem Niveau bleibt, denn dann ist es für München in der Tat zu wenig.

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Mir wurde vor kurzem in München fix 61k Brutto angeboten bei 39h. 

Ich habe allerdings keinen Universitätsabschluss. Von daher finde ich das Angebot eher an der unteren Skala. Da du aber aktuell nur Werkstudententätigkeiten vorweisen kannst, ist das Gehalt aus meiner Sicht in Ordnung. 

Einem guten Kollegen wurden in München 58k€ angeboten, er schreibt aktuell seine Masterarbeit. 

Von daher ist das Angebot ohne vorherige Berufserfahrung angemessen. 

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vor 1 Stunde schrieb TooMuchCoffeeMan:

War das ein Posting im englischsprachigen Teil von Reddit? Deutsche Gehälter im IT Bereich lassen sich nur schwer mit Gehältern in England oder den USA vergleichen.

Ja genau. Das ist mein Posting auf Reddit.

 

vor 1 Stunde schrieb TooMuchCoffeeMan:

Gerade im Consulting sind in relativ kurzer Zeit Gehaltssprünge von 10% und mehr drin. Ich bin daher der Meinung, dass das ein gutes Einstiegsgehalt ist.

Aus deiner Erfahrung: ist es realistisch einen Gehaltssprung nach 80k in einem Jahr zu erwarten (mit Unternehmenswechsel) oder ist das zu viel?

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vor 23 Minuten schrieb tTt:

Ich habe allerdings keinen Universitätsabschluss.

Und wie viel Jahren in Berufserfahrung hast du?

 

vor 24 Minuten schrieb tTt:

Von daher ist das Angebot ohne vorherige Berufserfahrung angemessen. 

Meistens von die Firmen haben auch so geklärt. Sie sagen dass meine Gehaltsvorstellungen zu hoch sind, weil ich nie in Vollzeit gearbeitet habe..

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vor einer Stunde schrieb Errraddicator:

Du musst darauf Acht geben, dass es nicht auf diesem Niveau bleibt, denn dann ist es für München in der Tat zu wenig.

Und wie lange muss man warten um eine Gehaltserhöhung normalerweise zu bekommen?

Ist es ok wenn man nach die Probezeit für eine Erhöhung zu verlangen?

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vor 17 Minuten schrieb funkydung:

Aus deiner Erfahrung: ist es realistisch einen Gehaltssprung nach 80k in einem Jahr zu erwarten (mit Unternehmenswechsel) oder ist das zu viel?

Das hängt sehr von dem Grade ab auf dem du bei deiner Consulting Firma eingestiegen bist. Aber pauschal würde ich sagen: Nein. Ein Sprung um 20k in nur einem Jahr halte ich für unrealistisch. Im Consulting werden Gehälter von 80k+ normalerweise für Manager Positionen gezahlt und da sehe ich dich ehrlich gesagt nicht innerhalb eines Jahres. Das wäre der kometenhafteste Aufstieg von dem ich je gehört hätte. Rechne mal realistisch mit 3-5 Jahren. Gute und gezielte Wechsel zu anderen Unternehmen können das unter Umständen beschleunigen, aber sicher nicht auf 1 Jahr runter ;)

bearbeitet von TooMuchCoffeeMan

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Gast Liwjatan

Du bist Berufsanfänger. Nicht "eigentlich", nicht "ein bisschen" - sondern vollständig.
Eine Werkstudententätigkeit zählt man in Deutschland nicht zur Berufserfahrung. Deine Freiberuflichkeit hast du gerade mal 6 Monate ausgeführt, ergo können das maximal 1-2 ernstere Projekte gewesen sein. Also nichts, wofür es sich lohnt als Firma jetzt Geld auf den Tisch zu legen.

Deine "Erfolgsquote" auf Bewerbungen liegt bei < 15%. Alle Angebote lagen zwischen 50-60k. Wenn du noch mal 40 Bewerbungen schreibst wirst du vielleicht noch 1-2k mehr fix raushandeln können, aber 80k sind als Berufsanfänger wohl nicht realistisch.  Vor allem bestätigen dir viele Leute in deinem Reddit Thread, dass sie mit ähnlichen Gehältern eingestiegen sind oder selbst als Senior Dev. nicht weit über den 60k liegen. Alle anderen berufen sich auf irgendwelche Nebelkerzen wie Glasdoor usw., was eh in der Regel nicht stimmt. Liest du da nur das, was du lesen willst? ("bin unterbezahlt").

In meinen Augen muss man (gerade als Berufsanfänger) auch mal kleine Brötchen backen können und einen Sprung von 20k nach einem Jahr zu erwarten, ist schon ein bisschen vermessen. Vielleicht sollte man dazu sagen: In Deutschland sucht man Läufer und keine Sprinter wie in den USA. Man wächst mit seinen Aufgaben, das Gehalt wächst mit. Du musst auch aufpassen, dass du nicht zum "notorischen Wechsler" wirst. Da könnte schnell der Eindruck entstehen, dass du jemand bist der nicht weiß was er will und der nirgendswo hinein passt.

 

bearbeitet von Liwjatan

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vor 2 Stunden schrieb TooMuchCoffeeMan:

Das hängt sehr von dem Grade ab auf dem du bei deiner Consulting Firma eingestiegen bist. Aber pauschal würde ich sagen: Nein. Ein Sprung um 20k in nur einem Jahr halte ich für unrealistisch. Im Consulting werden Gehälter von 80k+ normalerweise für Manager Positionen gezahlt und da sehe ich dich ehrlich gesagt nicht innerhalb eines Jahres. Das wäre der kometenhafteste Aufstieg von dem ich je gehört hätte. Rechne mal realistisch mit 3-5 Jahren. Gute und gezielte Wechsel zu anderen Unternehmen können das unter Umständen beschleunigen, aber sicher nicht auf 1 Jahr runter ;)

Danke für die Info.

Das war mir wichtig zu wissen. Viel besser als in Traumwelt zu sein 😅

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vor 6 Stunden schrieb Liwjatan:

Du bist Berufsanfänger. Nicht "eigentlich", nicht "ein bisschen" - sondern vollständig.
Eine Werkstudententätigkeit zählt man in Deutschland nicht zur Berufserfahrung. Deine Freiberuflichkeit hast du gerade mal 6 Monate ausgeführt, ergo können das maximal 1-2 ernstere Projekte gewesen sein. Also nichts, wofür es sich lohnt als Firma jetzt Geld auf den Tisch zu legen.

Das verstehe ich. Aber ich habe auch auf diese Projekte von a bis z gearbeitet (Anforderungsspezifikation mit den Kunden, Datenbankschema & Web Services, Web und mobile clients. Alles aleine entwickelt) und deswegen glaube ich dass ich nicht vollständig Berufsanfänger bin. 1 - 2 Projekte sind nicht gleich wie 0 Projekte..

vor 6 Stunden schrieb Liwjatan:

In meinen Augen muss man (gerade als Berufsanfänger) auch mal kleine Brötchen backen können und einen Sprung von 20k nach einem Jahr zu erwarten, ist schon ein bisschen vermessen. Vielleicht sollte man dazu sagen: In Deutschland sucht man Läufer und keine Sprinter wie in den USA. Man wächst mit seinen Aufgaben, das Gehalt wächst mit. Du musst auch aufpassen, dass du nicht zum "notorischen Wechsler" wirst. Da könnte schnell der Eindruck entstehen, dass du jemand bist der nicht weiß was er will und der nirgendswo hinein passt.

Macht voll sin. Danke für deinen Rat.

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vor 14 Stunden schrieb Liwjatan:

Du bist Berufsanfänger. Nicht "eigentlich", nicht "ein bisschen" - sondern vollständig.
Eine Werkstudententätigkeit zählt man in Deutschland nicht zur Berufserfahrung. Deine Freiberuflichkeit hast du gerade mal 6 Monate ausgeführt, ergo können das maximal 1-2 ernstere Projekte gewesen sein. Also nichts, wofür es sich lohnt als Firma jetzt Geld auf den Tisch zu legen.

Deine "Erfolgsquote" auf Bewerbungen liegt bei < 15%. Alle Angebote lagen zwischen 50-60k. Wenn du noch mal 40 Bewerbungen schreibst wirst du vielleicht noch 1-2k mehr fix raushandeln können, aber 80k sind als Berufsanfänger wohl nicht realistisch.  Vor allem bestätigen dir viele Leute in deinem Reddit Thread, dass sie mit ähnlichen Gehältern eingestiegen sind oder selbst als Senior Dev. nicht weit über den 60k liegen. Alle anderen berufen sich auf irgendwelche Nebelkerzen wie Glasdoor usw., was eh in der Regel nicht stimmt. Liest du da nur das, was du lesen willst? ("bin unterbezahlt").

In meinen Augen muss man (gerade als Berufsanfänger) auch mal kleine Brötchen backen können und einen Sprung von 20k nach einem Jahr zu erwarten, ist schon ein bisschen vermessen. Vielleicht sollte man dazu sagen: In Deutschland sucht man Läufer und keine Sprinter wie in den USA. Man wächst mit seinen Aufgaben, das Gehalt wächst mit. Du musst auch aufpassen, dass du nicht zum "notorischen Wechsler" wirst. Da könnte schnell der Eindruck entstehen, dass du jemand bist der nicht weiß was er will und der nirgendswo hinein passt.

 

Die ersten beiden Absätze unterschreibe ich vollständig, dem dritten widerspreche ich jedoch. Die Analogie Läufer vs. Sprinter suggeriert, dass man in Deutschland nur lange genug arbeiten müsse, um die fetten Gehälter zu bekommen. Das stimmt für mich so nicht.

Zum einen, weil gerade in der IT kaum ein Unternehmen tarifgebunden ist und es somit nicht automatisch +2,5% p. a. gibt. Es gibt genug unternehmen, bei denen aussitzen keine Strategie ist, so wie das in vielen anderen Branchen vor 20 Jahren vielleicht noch der Fall war. Da muss jede Erhöhung erkämpft werden und automatisch gibt es gar nix. Das ist finanziell weder sprinten noch laufen, sondern ein spazieren gehen.

Zudem können IT-Gehälter in Deutschland per se nicht mit denen der USA z. B. konkurrieren. Hier sind 60k schon gutes Geld und 80k bereits meist nur für Leitungsfunktionen zu erlangen, während in den USA das doppelte bis teilweise dreifache drin ist. Dort bleibt eine Menge mehr Geld am Monatsende übrig, auch wenn Miete und Krankenversicherung teurer sind. Nicht umsonst möchte die internationale IT-Elite lieber ins Silicon Valley als nach Deutschland. Bei uns gibt es eben nicht haufenweise Facebooks, Amazons, Googles und Microsofts, sondern vor allem KMU und einige wenige DAX-Konzerne, für welche die IT wiederum nur eine Abteilung und nicht das Hauptgeschäft ist. Das macht sich bemerkbar.

Und nicht zuletzt widerspreche ich, dass notorische Wechsel nicht gerne gesehen wären, sogar behauptet das Gegenteil: Dies ist häufig der schnellste Weg, das eigene Gehalt zu steigern. Natürlich kommt es nicht gut an, wenn Du in 5 Jahren 15 Jobs hattest, wer jedoch, gerade zu Beginn, alle ein oder zwei Jahre den Job wechselt, kann damit eigentlich nur gewinnen und hat trotzdem schnell einige Stationen zusammen, was einige Firmen als "Job-Hopper" verschrieen. Der Großteil hingegen wird es belohnen. Man lernt mit jedem Wechsel etwas neues dazu und es sind häufig Gehaltssprünge von +10% oder sogar +20% drin, was bei einem weiteren Jahr im selben Unternehmen selten der Fall ist.

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vor 23 Minuten schrieb Errraddicator:

Zudem können IT-Gehälter in Deutschland per se nicht mit denen der USA z. B. konkurrieren. Hier sind 60k schon gutes Geld und 80k bereits meist nur für Leitungsfunktionen zu erlangen, während in den USA das doppelte bis teilweise dreifache drin ist. Dort bleibt eine Menge mehr Geld am Monatsende übrig, auch wenn Miete und Krankenversicherung teurer sind.

Wie kommst du drauf? Ich habe schon viele Videos von ITlern gesehen, die dort arbeiten und von ihrem Alltag berichten. Dort ist eig. die allgm. Meinung, dass man mit ~100k-150k eigentlich "arm" ist, da die (Lebenserhaltungs)Kosten an der Westküste einfach exorbitant sind. Dazu kommt dann noch, dass man seine Schulden von der Uni (i.d.R. über mehrere Jahre in Raten) zurückzahlen muss.

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Gast Liwjatan
vor 36 Minuten schrieb Errraddicator:

Die ersten beiden Absätze unterschreibe ich vollständig, dem dritten widerspreche ich jedoch. Die Analogie Läufer vs. Sprinter suggeriert, dass man in Deutschland nur lange genug arbeiten müsse, um die fetten Gehälter zu bekommen. Das stimmt für mich so nicht.

Dann war meine Analogie wohl etwas schlecht gewählt. Ich wollte damit sagen, dass man in Deutschland für Erfahrung und nicht für kurzzeitige Leistungspeaks bezahlt wird. Es kommt ja nicht von ungefähr das man im Vallay schon Praktikanten 60k zahltund Berufsanfänger 120k. Auch im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten (die meisten pendeln ja) ist das sehr viel. Berücksichtigen muss man natürlich noch die Schuldrn durch die Unis. Man schöpft den Schaffungswert der 20 bis 30 jährigen im vollen Umfang ab. Was danach mit den Leuten ist, interessiert niemanden. Das passt auch zur Firmen Kultur. Schnell viele winkende Milliarden und morgen kann schon alles vorbei sein. Das ist, wie mit deinem Hinweis auf Berufung der vielen KMUS, DAX Konzerne, aber auch viele Hidden Champions die die meisten Arbeitnehmer hier gar nicht kennen, natürlich eine andere Firmenkultur in Deutschland. Hier hat man viele Unternehmen die es schon 30 bis 150 Jahre gibt und für die es wichtig, dass man sich kontinuierlich weiter entwickelt ohne das dass Business schnell und umfangreich skaliert. Dafür braucht man Läufer und keine Sprinter. 

vor 36 Minuten schrieb Errraddicator:

Und nicht zuletzt widerspreche ich, dass notorische Wechsel nicht gerne gesehen wären, sogar behauptet das Gegenteil: Dies ist häufig der schnellste Weg, das eigene Gehalt zu steigern. Natürlich kommt es nicht gut an, wenn Du in 5 Jahren 15 Jobs hattest, wer jedoch, gerade zu Beginn, alle ein oder zwei Jahre den Job wechselt, kann damit eigentlich nur gewinnen und hat trotzdem schnell einige Stationen zusammen, was einige Firmen als "Job-Hopper" verschrieen. Der Großteil hingegen wird es belohnen. Man lernt mit jedem Wechsel etwas neues dazu und es sind häufig Gehaltssprünge von +10% oder sogar +20% drin, was bei einem weiteren Jahr im selben Unternehmen selten der Fall ist.

Ein Wechsel ist zweifelsfrei eine Methode um sein Gehalt zu steigern. 2 Jahre ist noch vertretbar. Wer jedes Jahr den Job wechselt landet irgendwann nur noch bei Firmen, die mit ihren Arbeitnehmern, Partnern und Kunden die gleiche Kultur pflegen. Muss man halt für sich wissen, ob man da arbeiten will. Bei jeder komplexen oder verantwortungsvollen Position hat man sich nach einem Jahr gerade mal halbwegs fachlich eingearbeitet. Wenn nicht, dann kann der fachliche Benefit nicht gross gewesen sein und die wenigen Euro mehr Netto bei 10 bis 20% Gehaltssteigerung wiegen ein potentiel gutes Arbeitsklima nicht auf. Sehe jedenfalls keinen Benefit darin in 5 Jahren von 2100 auf 3 Netto (Stk 1) zu steigern wenn ich auch mit regulären Erhöhungen auf 2600 kommen kann und dann mit einem gezielten Wechsel nach 5 Jahren auch locker die 3000 Netto haben kann. Muss halt jeder selber wissen, was für ein Typ er ist. 5x Probezeit und neu einarbeiten für jeweils kurzzeitige 200 bis 300 mehr Netto? Ja wers braucht...   Aber zu jedem Topf passt halt ein Deckel. Oder anders gesagt, jedes Scheisshaus zieht seine Fliegen an^^

bearbeitet von Liwjatan

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vor 5 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Dort ist eig. die allgm. Meinung, dass man mit ~100k-150k eigentlich "arm" ist, da die (Lebenserhaltungs)Kosten an der Westküste einfach exorbitant sind.

Ja, das deckt sich mit dem was ich bisher auch gehört habe. Es kommt immer darauf an wo man lebt, aber die Mietkosten an der Westküste müssen tatsächlich extrem sein nach allem was man so hört.

vor 8 Stunden schrieb funkydung:

Das verstehe ich. Aber ich habe auch auf diese Projekte von a bis z gearbeitet (Anforderungsspezifikation mit den Kunden, Datenbankschema & Web Services, Web und mobile clients. Alles aleine entwickelt) und deswegen glaube ich dass ich nicht vollständig Berufsanfänger bin. 1 - 2 Projekte sind nicht gleich wie 0 Projekte..

Die eigentliche Erfahrung hast du zwar gesammelt, aber sie wird nicht als Berufserfahrung angerechnet. Gleiches gilt für duale Ausbildungen oder duale Studiengänge, bei denen man die Hälfte der Zeit oder mehr im Ausbildungsbetrieb arbeitet. Ob du dort lediglich Hilfsarbeiten leistest oder richtig auf Projekten mitarbeitest spielt keine Rolle. Am Ende der Ausbildung / des Studiums hast du exakt 0 Berufsjahre Erfahrung. Und genau so wirst du gehaltlich auch eingestuft. Das kann man unfair finden, ist aber die Realität.

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vor 12 Minuten schrieb Liwjatan:

Wenn nicht, dann kann der fachliche Benefit nicht gross gewesen sein und die wenigen Euro mehr Netto bei 10 bis 20% Gehaltssteigerung wiegen ein potentiel gutes Arbeitsklima nicht auf.

Das halte ich für Sozialromantik. Es sind übrigens nicht nur 10 -20% Steigerung, denn entscheidend ist ja die Steigerung des frei verfügbaren Einkommens. Angenommen man verdient 2100 EUR netto und hat Fixkosten von 1500 EUR, macht ein frei verfügbares Einkommen von 600 EUR. Wenn man sein Nettogehalt bei gleichen Fixkosten um 300 EUR erhöhen kann hat man eine Steigerung des wesentlichen Parameters von 50%.

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Gast Liwjatan
vor 8 Minuten schrieb Th0mKa:

Das halte ich für Sozialromantik. Es sind übrigens nicht nur 10 -20% Steigerung, denn entscheidend ist ja die Steigerung des frei verfügbaren Einkommens. Angenommen man verdient 2100 EUR netto und hat Fixkosten von 1500 EUR, macht ein frei verfügbares Einkommen von 600 EUR. Wenn man sein Nettogehalt bei gleichen Fixkosten um 300 EUR erhöhen kann hat man eine Steigerung des wesentlichen Parameters von 50%.

Als Single würde ich mich erstmal fragen warum ich 1500 Euro Fixkosten habe und ob es da nicht Optimierungspotential gibt. Zum anderen hat man, zumindest in den meisten Firmen, ja auch so Gehaltssteigerungen. Muss halt jeder selbst wissen, ob sich das für einen lohnt. 300 Netto finde ich persönlich total belanglos. Abzüglich der regulären Erhöhung sind es ja oft dann noch nur 150 bis 200 Euro. Ab einer gewissen Höhe steigert es die Lebensqualität überhaupt nicht und man muss wissen, ob einem da zeitlich befristete Erhöhungen (bei einem Wechsel nach 4 bis 5 Jahren nimmt man das ja auch alles mit) wirklich Wert ist. Mir persönlich nicht. In meinen Augen sind solche kurzfristigen Wechsel für ein paar mehr Euro keine Strategie die einem langfristig zum Erfolg führen. Du bist immer wieder der neue und kannst innerhalb der Firma kein Netzwerk aufbauen was dich auf die wirklich interessanten Positionen hieft.

bearbeitet von Liwjatan

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vor 8 Minuten schrieb Liwjatan:

Als Single würde ich mich erstmal fragen warum ich 1500 Euro Fixkosten habe und ob es da nicht Optimierungspotential gibt.

Wohnung, Auto, Essen und ein wenig Rücklagen und man ist schnell bei 1500, wenn man nicht am Ende der Welt wohnt.

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vor 2 Minuten schrieb Liwjatan:

300 Netto finde ich persönlich total belanglos

Das mag für stimmen, für den Moment. Wer sich allerdings eine Finanzstrategie für die nächsten Jahre oder sogar Jahrzehnte aufbaut und im Rahmen seiner Strategie alle seine überschüssigen Mittel (mit den optimierten Fixkosten) anlegt, den werden diese dreihundert Euro sehr interessieren.

Je nachdem welches Ziel verfolgt wird, können genau diese dreihundert Euro über die Zeit Erhebliches bewirken, z.B. ein früherer Eintritt in die Rente, bei entsprechend langer Vorausplanung. Würde voraussetzen diese Finanzstrategie festzulegen und konsequent zu befolgen, was aber sicher nicht abwegig ist. 

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vor 11 Minuten schrieb Liwjatan:

In meinen Augen sind solche kurzfristigen Wechsel für ein paar mehr Euro keine Strategie die einem langfristig zum Erfolg führen. Du bist immer wieder der neue und kannst innerhalb der Firma kein Netzwerk aufbauen was dich auf die wirklich interessanten Positionen hieft.

Ich glaube da kommt es immer darauf an, wo man in seinem Leben steht. Gerade als jemand, der noch jung ist und frisch aus seiner Ausbildung/seinem Studium raus ist, ist es durchaus nicht verkehrt, ein paar Jobwechsel in kurzer Zeit zu vollziehen. Zum Einen um sich selbst einen Überblick zu schaffen, was einem liegt und was nicht, zum anderen, wie schon geschrieben, um erst einmal ein paar schnelle Gehaltssteigerungen zu erreichen. Wenn man dann ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt hat und auch ein annehmbares Einkommen hat, sich vielleicht auch anderweitig festigt (Eigenheim, Lebenspartner, Kinder, ...), werden die Prioritäten auch andere. Dann macht es durchaus Sinn, sich auch länger an ein Unternehmen zu binden und sich auf weniger, dafür aber tiefergehende, Themengebiete zu fokussieren.

bearbeitet von Rienne

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vor 7 Minuten schrieb Liwjatan:

Als Single würde ich mich erstmal fragen warum ich 1500 Euro Fixkosten habe und ob es da nicht Optimierungspotential gibt.

Ja, ich kann auch von 405 EUR + Miete leben, muß ein ALG II Empfänger ja auch. Stellt sich die Frage ob man dafür arbeiten geht.

vor 8 Minuten schrieb Liwjatan:

Du bist immer wieder der neue

Und genau das macht Wechsel ja auch spannend, auf interessante Positionen kann man sich auch extern bewerben. Überhaupt, warum sollte ich mich auf einen uninteressanten Job bewerben? Du bleibst lieber jahrelang in einer Firma in der Hoffnung das irgendwann einer wegstirbt dessen Posten man erben kann?

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Gast Liwjatan

Ihr könnt da gerne eine andere Strategie/Philosophie verfolgen. Das ist für mich völlig ok. Ich sage nur, dass sich kurzfristige Gehaltssprünge in meinen Augen nicht lohnen müssen. Klar wer weit unter Durchschnitt verdient, dem bleibt nichts anderes übrig. Wer allerdings in einer gesunden Firma arbeitet, beim dem wächst das Gehalt mit. Das mag dann noch 5 Jahren eben nicht die 3k Netto sein, sondern möglicherweise nur 2,6k. Aber spätestens nach dem Wechsel kann man gleich ziehen. Wer klug ist, nimmt in jungen Jahren noch ein privates Studium o.ä mit, wo man mal für 2 Jahre Verpflichtung 15k€ geschenkt bekommt. Da wäre das "echte Netto-Gehalt" dann schon fast bei 4k. Wer nur 1 Jahr bleibt, kann sowas natürlich nicht mit nehmen. Wenn der "Wechsler" obendrauf noch regelmäßig umziehen muss, ein klares Minusgeschäft.

In diesem fiktiven Beispiel hätte der Wechsler im Durchschnitt nur wenige hundert Euro mehr verdient, oder falls er sich nebenberuflich weiterbildet, sogar weniger als der Beständige. Dafür aber 5x Probezeit und x mal umgezogen. Gut möglich dass sich der Beständige in seinen 5 Jahren soviel Vitamin B erarbeitet hat, dass er nahtlos auf eine Führungsposition oder eine, für den Firmen teure, Spezalistenposition wechselt. Auch eine Chance, die dem Wechsler verwehrt bleiben wird. Dich stellt beispielsweise halt niemand als Enterprise Architect ein,  nur weil du in den letzten 5 Jahren 5x die Stelle gewechselt hast. Wenn du hingegen die komplette "Landkarte" und Architektur einer komplexen Enterprise Software kennst, an den mehrere hundert Entwickler arbeiten, sieht das anders aus. Das kann dann auch in einer anderen Firma sein, deren Software eine vergleichbare Komplexität aufweist.

Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass es hier nicht nur "Schwarz und Weiss" gibt und das viele langfristige Aspekte "für das schnelle Geld" nur zu gern ausgeblendet werden.

vor 30 Minuten schrieb Th0mKa:

Und genau das macht Wechsel ja auch spannend, auf interessante Positionen kann man sich auch extern bewerben. Überhaupt, warum sollte ich mich auf einen uninteressanten Job bewerben? Du bleibst lieber jahrelang in einer Firma in der Hoffnung das irgendwann einer wegstirbt dessen Posten man erben kann?

Die wirklich  interessanten Positionen gibt es doch nur auf dem verdeckten Arbeitsmarkt. Die werden entweder intern besetzt, oder über Vitamin B. Wer sich als "Java Entwickler" von der einen Entwickler Stelle auf die nächste bewirbt, nur weil es dort ein "interessanteres Produkt" gibt oder gerade die neuste Hipster Technologie eingesetzt wird, der hat wohl ein anderes Verständnis von "interessanten Positionen" als ich sie habe. Extern wird nur das ausgeschrieben, was übrig bleibt und (oft) keiner aus dem Firmennetzwerk machen will.

bearbeitet von Liwjatan

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Ich bin der Meinung, dass ein (oder mehr) Wechsel gerade in den ersten 5 - 10 Berufsjahren sehr sinnvoll sind. Wenn man sich erstmal in einem Unternehmen eingelebt hat, fällt der Wechsel um einiges schwerer. Ob man jetzt unbedingt nach 12 Monaten wechseln muss oder lieber 3 Jahre auf einer Position bleibt muss man selbst wissen. Mir persönlich haben die Wechsel nicht nur monetäre Vorteile verschafft, sie haben mich auch fachlich weiter gebracht und mir Türen geöffnet. Das Beispiel vom Wechsel "Java Developer" zu "Java Developer" finde ich viel zu plakativ gewählt. Gerade über einen Wechsel kann man sich neuen Aufgabengebieten und Herausforderungen widmen. Man ist eben der Neue und keiner weiß was man kann oder nicht kann. Ideale Voraussetzungen sich neu zu erfinden oder mal was anderes auszuprobieren, wenn man das möchte.

vor 5 Minuten schrieb Liwjatan:

[...]

Das mag dann noch 5 Jahren eben nicht die 3k Netto sein, sondern möglicherweise nur 2,6k.

[...]

Ich finde du bist bei deinen Zahlenbeispielen viel zu sehr auf genau diese Zahlen fixiert. Was wäre denn, wenn ich in 3 Jahren von 2100 Netto auf 3000 Netto (oder mehr) komme, nur durch gezielte Wechsel? Sind das dann auch nur unwesentliche Erhöhungen in deinen Augen? Man kann das Thema aus meiner Sicht nicht dermaßen pauschal abhandeln. Ob ein Wechsel sinnvoll ist muss man immer individuell entscheiden.

Den meisten Menschen dürfte allerdings klar sein, dass man Sprünge in Gehalt und Verantwortung am leichtesten (und in manchen Fällen sogar ausschließlich) durch den Wechsel des Arbeitgebers erreicht. Wenn man annimmt, dass ein Wechsel immer gut überlegt ist, kann man wohl davon ausgehen, dass vor dem Wechsel bereits versucht wurde mehr Gehalt / Verantwortung / andere Aufgaben bei dem vorherigen Arbeitgeber zu bekommen. Unter der Prämisse halte ich einen Wechsel für sinnvoller als abzuwarten ob einem diese Dinge über Zeit  angedeihen werden.

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