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Für viel mehr würdet ihr die 1,5 Std (einfach). Weg in Kauf nehmen?

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Gerade eben schrieb Defneqon:

So eine Sparrate ist enorm und schafft nicht jeder. Respekt.

Ich muss aber auch dazu sagen, das meine Wohnung meinen Eltern gehört und ich nur 100€ für meine 40qm hier zahle 😛

Das macht das ganze natürlich signifikant einfacher auf solche Raten zu kommen und mir trotzdem Luxus zu erlauben.

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So kann ich vom Eigenheim meiner Eltern profitieren, ohne als "Muttersöhnchen" zuhause zu wohnen. In dieser Zeit in der Wohnung möchte ich ein gewisses finanzielles Polster aufbauen. Man muss aber auch dazu sagen das ich mitlerweile mehr als die oben genannten 2600€ verdiene.

40qm werden aber langsam eng, deswegen wird gerade eine Dachgeschosswohnung renoviert, damit ich dort mit meiner Freundin einziehen kann.

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vor 38 Minuten schrieb Defneqon:
Am 10.5.2019 um 14:59 schrieb Velicity:

Wobei ich auch nie so einen großen Sprung gemacht habe aber ein paar hundert Euro mehr im Monat haben bis dato nur dazu geführt, dass die Differenz auf dem Konto gammelt.

Gleich investieren, nicht drüber nachdenken. Sogar monatlich 25€ mehr wegzulegen hat auf langfristige Sicht einen enormen Mehrwert. Mein Plan ist, selbst mit einem Gehalt von 60k+ (wenn ich es denn mal dahin schaffen sollte) immer bei plus/minus -5 Euro im Monat zu bleiben.

Muss gestehen, darüber habe ich zwar schon häufig nachgedacht, mich schreckt aber schon alleine der Aufwand bzgl. Steuererklärung, die ich mir stand jetzt schenken kann, da kein Parameter greift, der mich da in die Pflicht zieht und ich auch nix zurückkriegen würde. Klar am Ende verliere ich so Geld bzw. die Inflation frisst es auf, trotzdem kommt ein wenig was zusammen, da ich gut 1/3 meines Gehalts weglegen kann. Ist zwar auch nicht die Welt bei knapp 33k im Grundgehalt aber 600-700 Euro im Monat sind es eben.

Ob da aber genug bei rauskommt, damit sich jemand anders um den Papierkram kümmert und dann noch was übrig bleibt, keine Ahnung. Wüsste auch nicht in was investieren. Sicher Banken und co. bieten hier auch Beratung an, da kann man sich aber schnell die Frage stellen, warum diejenigen dort noch arbeiten, wenn sie wissen wie ein paar Euro im Monat ganz fix, ganz viel Geld wird.

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Um das mal allgemein hier aufzugreifen, die Diskussion um "finanzielle Unabhängigkeit/Freiheit" gab es hier schonmal (was die einzelnen Leute darunter verstehen kann allerdings stark auseinanderschweifen). So eine Diskussion ist eigentlich eher untypisch für ein "Arbeitnehmerforum":

Fakt ist halt wirklich, dass es für einen enorm großen Anteil aller Leute sehr schwer sein wird, hohe Sparquoten zu erreichen, bzw. ihren Lebensstandard nicht stark zu erhöhen, wenn die Gehaltssteigerungen kommen. Generell möchte ich auch davon abraten, immer bis auf den letzten Cent alles wegzulegen, sonst kann es nämlich passieren, dass man in eine Art "Mangelbewusstsein" gerät und sich überhaupt nichts mehr leistet, nur um einen weiteren Monat früher in Rente gehen zu können. Das ist totaler Quatsch.

Nur weil man mal das erste Buch von Kiyosaki gelesen hat (in dem wirklich viele wichtige Dinge stehen - keine Frage), sollte man das nicht als Allheilmittel für seine komplette finanzielle Zukunftsplanung sehen. 

Dieser Beitrag soll allerdings niemanden anstiften, 110% seines Gehalts mit beiden Händen zum Fenster rauszuschmeißen...

 

vor 11 Minuten schrieb Velicity:

Muss gestehen, darüber habe ich zwar schon häufig nachgedacht, mich schreckt aber schon alleine der Aufwand bzgl. Steuererklärung,

Du hast 801€ Freibetrag pro Jahr - und selbst wenn die ausgeschöpft sind, zwingt dich niemand dazu, eine Steuererklärung wegen Kapitaleinkünften zu machen. Eine Steuererklärung lohnt sich allerdings fast immer!

bearbeitet von Listener
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vor 41 Minuten schrieb Defneqon:

Hey, der erste Sprung kommt bereits nach meiner Ausbildung: Jetzt habe ich Brutto unter 1000 im Monat, nach der Ausbildung habe ich knapp 3000. Was bedeutet, dass dieser Sprung einer der stärksten im Leben ist (wahrscheinlich). Die Hürde, meinen Plan so umzusetzen, liegt in absehbarer Zeit (1-2 Monate).

Klar ist das ein großer Sprung. Von den 1000€ brutto zahlst du aber noch so gut wie keine Steuern. Bei 3k€ brutto sieht das wieder ganz anders aus. Und es sind ja auch nicht nur die Steuern, die steigen, sondern die Krankenkasse, Rentenbeiträge, Pflegeversicherung, Soli,  Kirchensteuer (falls nicht ausgetreten) und Arbeitslosenversicherung. Von 1k€ bleiben brutto in etwa noch 800€ netto über. Von 3k brutto bleiben in etwa noch 1,9k€ netto über (beides bei LStKl1, keine Kinder, mit Kirchensteuer). Vom Nettogehalt ist das also "gerade mal" 137,5% netto mehr und nicht 200% (wie das brutto) mehr.

vor 41 Minuten schrieb Defneqon:

Wenn man das geschafft hat, stelle ich mir die prozentualen Steigerungen von 10-20% als deutlich einfacher vor, als die von 300%.

Die Steigerung ist (brutto) "nur" 200% und nicht 300%. Man verdient 300% (brutto) vom alten Gehalt dann.

Nach der Ausbildung kommen meist so Sachen, wie (größere) Wohnung suchen, mit einem evtl vorhandenen Partner zusammenziehen, Familie gründen, (neues) Auto, erst einmal Grundausstattung für Wohnung kaufen, neuer Rechner, neuer Fernseher, neues Laptop, ... das läppert sich einfach, auch wenn die Einzelpositionen vielleicht gar nicht mal so teuer sind. Und spätestens wenn Kinder ins Spiel kommen, wird man verwundert feststellen, wie viel so ein Kind denn eigentlich kostet (ganz abgesehen von der dann nur noch verfügbaren Freizeit, die man noch wirklich für sich selber hat zur Erholung).

 

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vor 5 Minuten schrieb Listener:

Eine Steuererklärung lohnt sich allerdings fast immer! 

Zumal diese heutzutage mit der entsprechenden Software und vorausgesetzt, man hat alle benötigten Unterlagen direkt zur Hand, schnell selber erledigt ist.

Die Software führt einen durch die verschiedenen Formulare und gibt auch entsprechende Hinweise. Und wenn man fertig ist, kann man das ganze auch online abgeben.

Seit kurzem ist es auch nicht mehr nötig Nachweise direkt beizulegen, sondern muss diese nur auf Nachfrage einreichen.

Aufwendig und kompliziert ist es definitiv nicht.

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vor 5 Minuten schrieb Listener:

Um das mal allgemein hier aufzugreifen, die Diskussion um "finanzielle Unabhängigkeit/Freiheit" gab es hier schonmal (was die einzelnen Leute darunter verstehen kann allerdings stark auseinanderschweifen). So eine Diskussion ist eigentlich eher untypisch für ein "Arbeitnehmerforum":

Ich finde das Thema doch sehr interessant, auch wenn ich mir selber (noch?) nicht vorstellen kann schon signifikant vor der Rente aufzuhören abriten zu gehen.

Ich denke aber auch und gerade für Arbeitnehmer ist das Thema sehr interessant, weil viele Arbeitnehmer in ihrem Job nicht unbedingt eine Berufung sehen - im Gegensatz zu vielen Unternehmern, die zwar mehr verdienen, aber auch mit höherer Motivation jeden Tag ins Büro fahren, die hören wohl eher selten vor der Rente auf zu arbeiten.

vor 8 Minuten schrieb Listener:

Generell möchte ich auch davon abraten, immer bis auf den letzten Cent alles wegzulegen, sonst kann es nämlich passieren, dass man in eine Art "Mangelbewusstsein" gerät und sich überhaupt nichts mehr leistet, nur um einen weiteren Monat früher in Rente gehen zu können. Das ist totaler Quatsch.

Genau das sehe ich auch so. Was will ich mit 50 Jahren mit viel Geld, wenn ich mein Leben bis dahin nicht gelebt habe?

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vor 7 Minuten schrieb treffnix:

Ich finde das Thema doch sehr interessant, auch wenn ich mir selber (noch?) nicht vorstellen kann schon signifikant vor der Rente aufzuhören abriten zu gehen.

Ganz so einfach ist es dann eben doch nicht. Wenn du wirklich komplett aufhörst zu arbeiten, musst du dich selbst krankenversichern (das sind keine 20€ pro Monat). Du musst drauf achten, dass deine Bonität nicht signifikant sinkt (falls du gute Schulden zu bedienen hast), sonst darfst du deine 3 MFH für die Bank verkaufen, obwohl du den Kredit vielleicht trotzdem bedienen kannst, etc. Passt dein monatlicher Cashflow dann immer noch? 

Ich verstehe voll und ganz, dass das ein interessantes Thema ist (geht mir nicht anders), aber direkt nach der Ausbildung blauäugig an die Sache dran gehen, ist halt sehr schwierig. Im Zweifel arbeite ich dann nur auf meine "finanzielle Freiheit" hin, arbeite in gut bezahlten Jobs, die mir absolut keinen Spaß machen, nur um meine Sparrate aufrechtzuerhalten, usw. 

Ich finde es nach wie vor interessanter, entsprechend Geld auf der Seite zu haben, um mir mal einen Jobwechsel leisten zu können, wenn mir der Job, der Chef oder das Unternehmen auf die Nerven gehen. Das ist allemal besser als 4 Jahre früher in Rente zu gehen und bis dahin wie ein "Bettler" (bewusst überspitzt) gelebt zu haben. Denn dann rennen dir Frau und Kinder erst Recht weg.

bearbeitet von Listener

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vor 12 Minuten schrieb Listener:

Du hast 801€ Freibetrag pro Jahr - und selbst wenn die ausgeschöpft sind, zwingt dich niemand dazu, eine Steuererklärung wegen Kapitaleinkünften zu machen. Eine Steuererklärung lohnt sich allerdings fast immer!

Muss ich mich ggf. im nächsten Urlaub mal hinsetzen und schlau machen. Eine Steuererklärung würde für mich glaube ich nicht lohnen, habe keine Kosten durch die Arbeit. Wüsste also nicht was ich da zurückkriegen sollte. Würde also wenn ich das nicht selbst mache nur draufzahlen dafür, dass sich jemand darum kümmert. Und bis dato bin ich davon ausgegangen, dass es bei Kapitaleinkünften ähnlich aussieht, immerhin will der Staat seinen Teil vom Kuchen und dazu sicherlich auch Papierkram. Davon ab ist es natürlich auch ganz bequem jederzeit auf sein Geld zugreifen zu können.

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vor 13 Minuten schrieb Velicity:

Muss gestehen, darüber habe ich zwar schon häufig nachgedacht, mich schreckt aber schon alleine der Aufwand bzgl. Steuererklärung, die ich mir stand jetzt schenken kann, da kein Parameter greift, der mich da in die Pflicht zieht und ich auch nix zurückkriegen würde. Klar am Ende verliere ich so Geld bzw. die Inflation frisst es auf, trotzdem kommt ein wenig was zusammen, da ich gut 1/3 meines Gehalts weglegen kann. Ist zwar auch nicht die Welt bei knapp 33k im Grundgehalt aber 600-700 Euro im Monat sind es eben.

Ob da aber genug bei rauskommt, damit sich jemand anders um den Papierkram kümmert und dann noch was übrig bleibt, keine Ahnung. Wüsste auch nicht in was investieren. Sicher Banken und co. bieten hier auch Beratung an, da kann man sich aber schnell die Frage stellen, warum diejenigen dort noch arbeiten, wenn sie wissen wie ein paar Euro im Monat ganz fix, ganz viel Geld wird.

Bist du dir da sicher mit der Steuererklärung? Bei Autokosten, Umzugskosten, Kücheneneinbau etc. kann da schon was rausspringen und mit den heutigen Tools geht das auch "relativ" einfach von statten.

Würde mich da eher nicht von einer Bank beraten lassen sondern selbst in eine sichere Anlage investieren (Stichpunkt ETF) wobei man natürlich selbst recherchieren muss was für einen Sinn macht (Risikoanteil, Spardauer, etc.). Wenn man das Geld langfristig sparen kann springt da schon was bei raus, alleine davon, dass man es nicht verschwendet.

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Gerade eben schrieb Fisi2020:

sichere Anlage

Es gibt keine sicheren Anlagen, das nur am Rande (VWL-Sicht).

@Velicity wie @Fisi2020 schreibt hast du sicherlich Kosten, wie z.B. die berühmte Pendlerpauschale. Wenn du Gewinne aus Kapital hast, kümmert sich deine Bank/dein Broker um ALLES (solange der in Deutschland sitzt). Du solltest lediglich einen Freistellungsauftrag einreichen, wenn du bisher keine Einkünfte in die Richtung hast - das ist allerdings überhaupt nicht schwer.

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vor 5 Minuten schrieb Velicity:

Muss ich mich ggf. im nächsten Urlaub mal hinsetzen und schlau machen. Eine Steuererklärung würde für mich glaube ich nicht lohnen, habe keine Kosten durch die Arbeit. 

Es gibt bestimmte feste Beträge die du immer anführen kannst und wo das FA nie nachprüft bis zu einem bestimmten Betrag, dann noch Arbeitsweg etc. und am Ende selbst wenn es nur 150-200 Euro sind bekommst du was raus. Da musst du auch niemanden beauftragen, so eine Software kostet 30 Euro und kann auch abgesetzt werden. Einfach mal googlen und durchrechnen ;) wenn du wirklich draufzahlen müsstest (was ich bezweifle) dann reichst du sie halt einfach nicht ein. Ich bekomm jedes jahr ohne große kosten mindestens 150 Euro raus. Wenn ich dann doch mehr habe zum Absetzen natürlich auch mehr.

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vor 12 Minuten schrieb Fisi2020:

Bist du dir da sicher mit der Steuererklärung? Bei Autokosten, Umzugskosten, Kücheneneinbau etc. kann da schon was rausspringen und mit den heutigen Tools geht das auch "relativ" einfach von statten.

100% sicher nicht, bin kein Steuerberater, das ist der Punkt. Habe aber kein Auto, komme mit dem Rad zur Arbeit, das hat auch die Firma springen lassen und kommt für Wartung/Reparatur auf und auch an meiner Wohnung muss ich nix für die Firma ändern, keine Arbeitskleidung um die ich mich selbst kümmern muss usw. Habe schlicht keine Kosten die mit meinem AG zutun haben. Es sei denn ich kann die Watt, die ich in die Pedale trete zu Geld machen 😁

vor 9 Minuten schrieb Listener:

Wenn du Gewinne aus Kapital hast, kümmert sich deine Bank/dein Broker um ALLES (solange der in Deutschland sitzt).

Das klingt sehr interessant, wie gesagt werde mich mal in einer freien Minute ein wenig schlau machen und gucken ob sich das für mich lohnt. Ging bis dato davon aus, dass es mittels Steuererklärung + zusätzlicher Anlagen selbstständig gemacht werden muss und da würde wahrscheinlich der Aufwand den Nutzen überwiegen.

bearbeitet von Velicity

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vor 38 Minuten schrieb Listener:

Nur weil man mal das erste Buch von Kiyosaki gelesen hat ...

Fast alles was er schreibt ist längst überholt. Er hat sich sein Vermögen mit Immobilien aufgebaut, als es noch problemlos möglich war. Vor allem in den USA.

In Deutschland ging das noch vor ca. 15 Jahren auch noch. Ein Bekannter von mir hat relativ früh fast 15 Jahre lang jedes Jahr eine Immobilie gekauft, die er mit 95% über 15 - 20 Jahre finanziert hat. Sie tragen sich alle problemlos selbst und er legte sein Arbeitnehmergehalt für Renovierungen und Mietausfall beiseite. Die erste Immobilie war ausbezahlt, bevor er die letzte gekauft hat. Die letzte ist durch die Sondertilgungen ~25 Jahre nach dem Kauf der ersten Wohnung durch. Mit 45 lebt er nur noch von den Mieteinnahmen. 

Irgendwann ist jedoch der Staat auf den Trichter gekommen, dass dieses Modell auch von Normalsterblichen angewandt wird. Diese wollte man aber nicht in die finanzielle Freiheit entlassen und weiter schröpfen; Steuererleichterungen sollten gefälligst denen zu Gute kommen, die dem würdig sind! Während also z. B. Aktiengewinne nur mit 26,5% besteuert werden, müssen Immobilienbesitzer die Mieteinnahmen mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Da die Immobilienbesitzer meist Gutverdiener sind, zahlen sie sowieso schon den Spitzensteuersatz und werden so nicht nur für ihre Arbeitsleistung zur Kasse gebeten, sondern dürfen auch noch die Früchte aus dieser Arbeit zum zweiten Mal versteuern.

Kiyosaki kann man hier also getrost vergessen. Ist wie mit den Börsenexperten: mit bereits vollen Taschen und im Nachhinein philosophiert es sich sehr leicht. A small loan of one million dollar halt.

bearbeitet von Kwaiken

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Nehmt der Einfachheit halber dieses Forum als Beispiel. Hier treiben sich eine Menge Gut- bis Bestverdiener herum. Arm, dumm oder faul ist hier keiner und das Einkommen liegt häufig spürbar über dem, was weite Teile der Arbeitnehmer in Deutschland verdienen. Trotzdem ist es nicht so, dass die Leute hier Porsche fahren oder vierstellige Beträge monatlich sparen.

Warum ist das so? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend: Man lebt heutzutage auch mit vermeintlich hohem Einkommen lediglich ganz normale Leben und bereits alltägliche Dinge wie Familie und/oder Wohneigentum sind derart hohe Belastungen für das Leben geworden, dass sie einen in das berühmte Hamsterrad zwingen. Ausbrechen kann nur der, der auf so ziemlich alles verzichtet, was ein Leben lebenswert macht oder eine Vielzahl glücklicher Lebensumstände sein eigen nennen kann. Mit der eigenen Hände Arbeit wird heute jedenfalls keiner mehr vom Tellerwäscher zum Millionär. Irgendwo müssen die Rekordeinnahmen für Staat, Unternehmen und Sozialbudgets ja herkommen.

Können die Leute - hier und woanders - wirklich so wenig Ahnung von Geld haben, wo sie doch gute Ausbildungen genossen haben, in guten Jobs arbeiten und gut verdienen? Oder sind es vielleicht die YouTube-Experten und Frugalisten, welche nur die halbe Wahrheit erzählen? Für mich ist das Thema "Finanzielle Freiheit" bestenfalls ein Konzept, was für wenige Menschen funktioniert und für die Masse nicht nur untauglich, sondern auch unmöglich ist. Ganz zu schweigen davon, dass eine Gesellschaft voller Frugalisten (a. k. a. Geizhälse) wohl kaum eine funktionierende oder erstrebenswerte wäre. Das aber nur am Rande. :P

bearbeitet von Errraddicator

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Seh ich genauso wie du Erraddicator, ich hab auch einige Freunde, die gar nicht verstehen können warum ich mir mit meinem Gehalt nicht jedes Jahr mindestens einen Urlaub oder sogar 2 leisten kann, sie würden als Studenten etc. ja auch jedes Jahr mindestens 2 mal in den Urlaub fliegen, obwohl sie nebenbei arbeiten, ne Wohnung haben und die Eltern ihnen das nicht zahlen.

Wenn man dann aber mal genauer nachfrägt stellt sich schnell raus, das sie sich dafür dann außer diese sagen wir 2x 2 Wochen im Jahr sonst absolut nix leisten, von Sparen fürs Alter fangen wir garnicht an, weil jeder cent ins Urlaubs Budget geht und ihre Urlaube dann aus Backpacking, billigen Hostels usw. bestehen, bei denen sie auch jeden cent 2 mal umdrehen.

Nichts gegen Backpacking, ist sicher auch ne coole Art zu reisen, nur ersten is das nicht meins und zweitens bin ich jemand, wenn ich in den Urlaub fliege dann will ich nicht in billigen Hostels übernachten, sondern ein ordentliches Hotel haben mit Zimmerservice und mindestens Frühstück (Mittag und Abendessen tu ich eh meistens nicht im Hotel) und vor allem will ich nicht jeden cent umdrehen müssen.

Bestes Beispiel war da mein Japan Urlaub letztes Jahr, ja da hab ich halt dann mal 6k in knapp 6 Wochen rausgeballter, das mag nicht jedes Jahr funktionieren aber dafür ist es umso schöner wenn man es sich dann mal leistet und mal Kobe Beef A5 200g a 130 Euro essen gehen kann ohne auch nur ein schlechtes Gewissen zu haben.

Natürlich will ich meinen freunden ihre Erlebnisse nicht absprechen, aber mich nervt da dann immer diese Selbstverständlichkeit mit der sie meinen nur weil ich mehr verdiene kann ich mir jedes Jahr nen Urlaub leisten. Ich leiste mir halt auch gerne was unterm Jahr und spar lieber wieder für den einen großen Urlaub. Da ist halt jeder anders.

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vor 3 Stunden schrieb Kwaiken:

Ok.

Wir reden dann mal in 10 - 15 Jahren noch einmal. 

Wenn Du es dann geschafft hast, trotz signifikanten Gehaltserhöhungen deine Sparrate deutlich stärker zu erhöhen, als deine Ausgaben für Lebensqualität, bin ich bereit meine Meinung zu revidieren 😉

Beispiel ich. Ich habe seitdem ich ca. 2k Netto im Monat verdiene meine Ausgaben kaum erhöht. Damals habe ich kaum etwas gespart, momentan ca. 1200€ von meinen insgesamt ca. 3200€ Einkommen.

Ich will jetzt auch mein Auto abschaffen und näher zu meinem AG ziehen, die Sparrate wird also eher noch mehr in Zukunft.

Ansonsten verzichte ich eigentlich auf nichts, 1-2 Restaurant Besuche im Monat, kaufe größtenteils Bio Lebensmittel, fahre noch ein Auto was ich im Monat mit ~450€ abbezahle, Jahresurlaub ist auch drin und Wochenend Ausflüge..

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vor 4 Minuten schrieb Showtime86:

Ansonsten verzichte ich eigentlich auf nichts, 1-2 Restaurant Besuche im Monat, kaufe größtenteils Bio Lebensmittel, fahre noch ein Auto was ich im Monat mit ~450€ abbezahle, Jahresurlaub ist auch drin und Wochenend Ausflüge..

Wenn ich von 3200€ Netto - 1200€ Sparrate ausgehe, also 2000€ "zur freien Verfügung", dann verzichtest du natürlich nicht groß artig, aber @Defneqon springt von Ausbildungsvergütung auf round about 1900€ netto. Da kann man auch schon sapren, aber es gab hier mal einen Thread mit dem Titel "Ab 2k netto fängt das Leben an" oder so ähnlich. Das sehe ich auch so, 1500 - 2000€ sind schnell weg, wenn man sich nicht übermäßig einschränken möchte. Alles darüber kann relativ bequem zur Seite gelegt werden, ohne sein Leben signifikant einzuschränken.

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Korrekt, ich bin mit bewusst, dass die ca. 2k die ich im Monat ausgebe schon komfortabel sind, und von vielen bestimmt auch das gesamte Monatseinkommen. Ich beziehe mich aber auf die Aussage "mit mehr Gehalt pass sich der Lebensstandard automatisch an" von @Kwaiken

Bei mir ist das eben nicht so, und ich wüsste nicht warum es so werden sollte.

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Ich war davon ausgegangen das wir hier aneinander vorbei reden - aber dann ist ja gut :)

vor 1 Minute schrieb Showtime86:

Bei mir ist das eben nicht so, und ich wüsste nicht warum es so werden sollte.

Das sollte auf jeden Fall das Ziel sein. Wessen Gehalt schneller steigt als der Lebensstandard, der kann in einigen Jahren hoffentlich auf ein nettes Sümmchen zugreifen.

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vor 13 Minuten schrieb Showtime86:

Bei mir ist das eben nicht so, und ich wüsste nicht warum es so werden sollte.

Ich kann Dir gerade nicht folgen. 

vor 27 Minuten schrieb Showtime86:

Ich habe seitdem ich ca. 2k Netto im Monat verdiene meine Ausgaben kaum erhöht.

Verdienst Du nun 2k netto oder...

vor 27 Minuten schrieb Showtime86:

ca. 1200€ von meinen insgesamt ca. 3200€ Einkommen

3200 netto?

Hast Du einen Spring von 2k und 0 Sparrate auf 3200 EUR und 1200 Sparrate gemacht? Wenn ja: Wie lange machst Du das schon?

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vor einer Stunde schrieb Showtime86:

Ja genau, ich war ab 2015 bei ca. 2000 Netto und habe da erst langsam angefangen etwas zu sparen. Seitdem sind meine Ausgaben ungefähr gleich geblieben, hier mal etwas weniger, da mal etwas mehr. 

Hier ähnlich mit kleineren Zahlen. Mit 1.300 Netto rum eingestiegen. Damals quasi von der Hand in den Mund, wenn man teure Ausgaben auf den Monat anteilig drauf rechnet. Aktuell um 2.000 Netto, hat sich langsam gestiegen, die Ausgaben sind aber seit 7 Jahren konstant.

Aber denke als Single hat man da auch weniger Ansätze das groß hoch zu fahren. Ist mit Familie sicher eine andere Geschichte.

bearbeitet von Velicity

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