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Ausbildung MatSe/FIAE

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Hey Leute.

Hab mich extra für diese Frage jetzt mal hier registriert. Unzwar bin ich gerade auf Ausbildungssuche und möchte Programmierer werden. Habe mein Fachabi in der Tasche und versuchte das Studium, allerdings lag mir das nicht (viel Theorie). Hab mich jetzt mal umgeschaut was es denn so gibt. Bin perönlich nur auf zwei Programmierer Jobs gestoßen -> MatSe und FIAE.

Ich hab keine richtige Ahnung wie denn der Arbeitsalltag für beide ca. aussieht (könnte also im folgendem falsch liegen. Bitte verbessert mich falls das der Fall ist).

Weiß nur FIAE: wartet/erweitert Software und baut nur selten Software von Anfang an auf oder leitet Projekte. Was die Programmierung angeht ist es eher oberflächlig gehalten und die Arbeit kann mundan werden, weshalb viele danach Studieren gehen.

MatSe: Lernt tieferes der Programmierung und Aufgaben sind deutlich komplexer. Arbeitet viel mit Mathe und kann generell mehr.

Jetzt zu meinen Fragen.

Wie würdet ihr das sehen ? Ich möchte eine Ausbildung die mir nicht mundan wird. Wo Ich Projekte von scratch starten und beenden kann. Auch mal höhere Programmierung wie KI, wenns geht, gebrauchen. Mehr von der Programmierung lernen und allgemein gerne in einem großem Berufsfeld eingesetzt werden kann. Programmiert MatSe mehr oder verbringt er den Tag hauptsächlich mit Mathe? Mir ist aufgefallen das der MatSe nicht viele Ausbildungsstellen hat in meiner nähe. Müsste ich mir nach der Ausbildung sorgen machen das ich das deshalb nicht in jeder Stadt arbeiten kann ? Wie würdet ihr die beiden Ausbildungen/Jobs vergleichen? Wenn mir noch ne Frage einfällt, frage ich in den Kommentaren. Danke im vorraus !

 

EDIT: Wie weit geht das Wissen von beiden ca. ?

bearbeitet von usr18247

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Guten Abend,

grundsätzlich wirst du als FIAE zum Anwendungsentwickler ausgebildet. Du lernst die IT-Grundlagen, Programmiersprachen, Konzepte von Programmierung, Projektmanagment usw, sodass du später als vollwertiger Softwareentwickler tätig sein kannst. Ob nun ein neues Projekt ansteht und wann ein Projekt abgeschlossen ist, entscheidet grundsätzlich immer das Managment bzw. die Projektleiter. Ansonsten kannst du als FIAE durchaus an neuen Projekten beteiligt sein. Du kannst dich aber auch entsprechend Fortbilden z.B. als Projektleiter oder IT-Softwarearchitekt. Man braucht nicht zwingend ein Studium dazu. Kommt aber auch immer auf das konkrete Vorhaben / Thema an. Denn eine Programmiersprache ist letztendlich nur ein Werkzeug. Wenn du z.B. mehr in hardwarenahe Softwareentwicklung willst oder dich für künstliche Intelligenz, Autonome Systeme usw. interessierst, dann wird das ganze ohne Studium generell sehr schwierig werden, denn da braucht es definitv mehr Wissen bzw. Theorie als nur Programmierung. 😉

Zum Mathematisch-technische/r Softwareentwickler kann ich selbst wenig dazu sagen. Aber hier gab es bereits eine ähnliche Frage dazu. Siehe:

 

Viele Grüße

 

 

bearbeitet von Exception

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vor 11 Stunden schrieb usr18247:

MatSe: Lernt tieferes der Programmierung und Aufgaben sind deutlich komplexer. Arbeitet viel mit Mathe und kann generell mehr.

Halte ich für mehr als falsch, zumindest das man danach mehr kann hinsichtlich der Entwicklung. Du hast viel mehr einen konkreten Schwerpunkt in der Implementierung von mathematischen Modellen - lernst also mehr darüber wie man solche Modelle korrekt in Software abbildet, wie man die testet, validiert usw. Wenn man nur auf funktionaler Ebene unterwegs ist, braucht man viele moderne Ansätze aus der Softwareentwicklung nicht oder nur sehr begrenzt. Abgesehen von Instituten usw. sehe ich da kaum Bedarf, zumal man im Zweifel dann doch lieber einen Uni Absolventen soetwas umsetzen und validieren lässt wenn es ans eingemachte geht. Die Wahrscheinlichkeit, dass du danach als Softwareentwickler ohne grossen Mathe Bezug arbeitest, ist recht hoch. 

FIAE ist nicht beschränkt auf einen bestimmten Aspekt der Software Entwicklung. Lernst halt alles vom GUI bis zum Backend, vorausgesetzt, dein Ausbildungsunternehmen entwickelt auch wirklich Software im Kerngeschäft. 

Und sei mir nicht böse, wenn dir das Studium zu viel Theorie ist, dann fang doch nicht jetzt schon wieder an über KIs zu träumen. Das ist offensichtlich nichts für dich. Softwareentwicklung macht grundsätzlich spass, auch ohne akademischen RocketScience. Man muss aber auch mal über den Tellerand schauen. "Schuster bleib bei deinen Leisten" 

Und was den Arbeitsalltag angeht: Der ist vor allem davon abhängig wo du arbeitest (Branche, Mitarbeiterzahl bzw. Projektgröße, Technologie Stack, etc.). Lässt sich daher nicht allgemein sagen. 

 

bearbeitet von Liwjatan

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Fakt ist jedenfalls: Egal für welchen der Ausbildungsberufe du dich entscheidest, nach der Ausbildung kannst du mit beiden Berufen "vollwertige" Softwareeentwickler stellen annehmen.

Mit der Geschichte, dass man generell neue Software baut, kann man ganz allgemein sagen: Egal, was für ein SOftwareentwickler du bist, das wird es vermutlich eher weniger geben, egal ob MatSe oder FIAE. Deine Arbeit besteht bei beiden Berufen im Nachhinein aus Weierentwicklung, Entwicklung, Requirements-Analyse, Bugfixing, Testing und was man sonst so im Büro macht (Kaffee trinken :D )

Auch in der IT erfinden wir Räder generell nicht neu sondern passen Bestehendes an und optimieren sowas (hauptsächlich). Das wird vermutlich auch mit nem Studium nicht anders aussehen, da hat man aber (oftmals) dann noch die Chance, leitende Positionen wahrzunehmen (Egal ob Lead Dev oder Projektleitung).

 

Gruß,

Defneqon

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vor 12 Stunden schrieb usr18247:

asche und versuchte das Studium, allerdings lag mir das nicht (viel Theorie).

vor 12 Stunden schrieb usr18247:

Auch mal höhere Programmierung wie KI, wenns geht, gebrauchen.

Passt überhaupt nicht zusammen...in Sachen KI kommt genau so viel Theorie auf dich zu. Höchstwahrscheinlich lässt man dich sowieso nur an KI Sachen ran, wenn du studiert hast.

vor 12 Stunden schrieb usr18247:

Wo Ich Projekte von scratch starten und beenden kann.

Die IT ist kein Gebiet der Einzelkämpfer. Du arbeitest im Team, wenn du dich an ein Projekt beteiligen sollst, dann beteiligst du dich, wenn vom Chef kommt, dass ein neues Projekt ansteht, dann arbeitest du mit dem Team am Projekt.

 

vor 12 Stunden schrieb usr18247:

Weiß nur FIAE: wartet/erweitert Software und baut nur selten Software von Anfang an auf oder leitet Projekte.

Projektleiter sind meist Leute die sich weitergebildet haben oder eben schon sehr lange im Unternehmen sind (und evlt. schon mit den Kunden viel Kontakt hatten). Das kommt auch auf die Art und Größe des Unternehmens an.

 

vor 12 Stunden schrieb usr18247:

wartet/erweitert Software und baut nur selten Software von Anfang an auf oder leitet Projekte. Was die Programmierung angeht ist es eher oberflächlig gehalten und die Arbeit kann mundan werde

Hier verallgemeinerst du ziemlich stark. Es ist auch ziemlich egal ob FIAE oder sonst was: Wenn du an einem Projekt arbeitest, welches evtl. ein Jahr dauern wird, dann werden immer wieder Sachen über deinen Weg laufen, die du schonmal vor einem Monat gemacht hast. Die Entwicklung ist kein Abenteuer, wo du jeden Tag neue spannende Dinge machst, sondern höchstens spannende Fehler findest, die du lösen musst.

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vor 12 Stunden schrieb usr18247:

Weiß nur FIAE: wartet/erweitert Software und baut nur selten Software von Anfang an auf oder leitet Projekte. Was die Programmierung angeht ist es eher oberflächlig gehalten und die Arbeit kann mundan werden, weshalb viele danach Studieren gehen.

MatSe: Lernt tieferes der Programmierung und Aufgaben sind deutlich komplexer. Arbeitet viel mit Mathe und kann generell mehr.

Das ist absoluter Quatsch. Gerade wo viel mathematisches Verständnis benötigt wird, hat man es häufig mit alten Legacy-Systemen zu tun, da diese eben schon seit 20+ Jahren ihre Arbeit gut verrichten. Was meinst du, wieso Banken oder Versicherungen immer noch händeringend COBOL-Entwickler suchen? Die Sprache wird nicht aus Freude benutzt, sondern weil die Software so alt ist und es extrem kostspielig ist, diese gegen neue Software auszutauschen.

Als MatSe wird man wohl eher dafür eingesetzt, neue Berechnungswege und Algorithmen zu suchen, die dann in eine bestehende Software integriert werden. Firmen müssen wirtschaftlich denken und die können nicht, nur weil sich nun eine Berechnungslogik ändert, ihre Software wegschmeißen und neu bauen. Mag sein, dass das mathematisches Verständnis auf einem höheren Niveau ist aber dieses Verständnis hat in der praktischen Softwareentwicklung kaum eine Relevanz. Schon gar nicht, wenn man eine GUI entwickeln muss. Hierfür gibt es wieder UI/UX-Designer, die im besten Fall auch ein psychologisches Verständnis haben.

Du wirst als FIAE oder MatSe also sowieso mit einer bestehenden Software arbeiten und wirst sie warten und erweitern müssen. 

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vor 10 Stunden schrieb Liwjatan:

Halte ich für mehr als falsch, zumindest das man danach mehr kann hinsichtlich der Entwicklung. Du hast viel mehr einen konkreten Schwerpunkt in der Implementierung von mathematischen Modellen - lernst also mehr darüber wie man solche Modelle korrekt in Software abbildet, wie man die testet, validiert usw. Wenn man nur auf funktionaler Ebene unterwegs ist, braucht man viele moderne Ansätze aus der Softwareentwicklung nicht oder nur sehr begrenzt. Abgesehen von Instituten usw. sehe ich da kaum Bedarf, zumal man im Zweifel dann doch lieber einen Uni Absolventen soetwas umsetzen und validieren lässt wenn es ans eingemachte geht. Die Wahrscheinlichkeit, dass du danach als Softwareentwickler ohne grossen Mathe Bezug arbeitest, ist recht hoch. 

FIAE ist nicht beschränkt auf einen bestimmten Aspekt der Software Entwicklung. Lernst halt alles vom GUI bis zum Backend, vorausgesetzt, dein Ausbildungsunternehmen entwickelt auch wirklich Software im Kerngeschäft. 

Und sei mir nicht böse, wenn dir das Studium zu viel Theorie ist, dann fang doch nicht jetzt schon wieder an über KIs zu träumen. Das ist offensichtlich nichts für dich. Softwareentwicklung macht grundsätzlich spass, auch ohne akademischen RocketScience. Man muss aber auch mal über den Tellerand schauen. "Schuster bleib bei deinen Leisten" 

Und was den Arbeitsalltag angeht: Der ist vor allem davon abhängig wo du arbeitest (Branche, Mitarbeiterzahl bzw. Projektgröße, Technologie Stack, etc.). Lässt sich daher nicht allgemein sagen. 

 

Danke für dein Feedback. Ich finde nicht das solche Themen nichts für mich sind. Im Studium machte man hauptsächlich nur Theorie und zum Programmieren kam man kaum. In Ausbildungen sollte dies wohl eher nicht der Fall sein. Ich bin 23 (Ich weiß wie das klingt mit 23 eine Ausbildung zu machen, allerdings kamen gewisse Umwege zu Stande) und würde gerne auch mal etwas Praxis in meinem Leben erfahren und wenns möglich ist auch was verdienen. Da war das Studium für mich zu wenig von beidem. Ich schließe das Studium nicht aus, denke allerdings das ich später eine andere IT Richtung studiere. Brauche nur etwas Pause von reiner Theorie. KI ist erst das was mich dazu brachte in diese Richtung zu gehen, weshalb ich im Selbststudium mir erstmal die Basics von Java, Python, HTML, CSS, JS und SQL (SQL momentan nur die commands, weil vor dem Benutzen, hilft mir das iwi, keine Ahnung wieso) beibrachte, damit ich das Zuhause machen kann. Hab dann schnell realisiert wie Dumm der Gedanke war, da man sein Hobby zum Beruf machen könnte. Ich verstehe aber auch deine Denkweise, da du mich nicht kennst und mein Post das nicht verdeutlichte.

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vor 9 Stunden schrieb Whiz-zarD:

Das ist absoluter Quatsch. Gerade wo viel mathematisches Verständnis benötigt wird, hat man es häufig mit alten Legacy-Systemen zu tun, da diese eben schon seit 20+ Jahren ihre Arbeit gut verrichten. Was meinst du, wieso Banken oder Versicherungen immer noch händeringend COBOL-Entwickler suchen? Die Sprache wird nicht aus Freude benutzt, sondern weil die Software so alt ist und es extrem kostspielig ist, diese gegen neue Software auszutauschen.

Als MatSe wird man wohl eher dafür eingesetzt, neue Berechnungswege und Algorithmen zu suchen, die dann in eine bestehende Software integriert werden. Firmen müssen wirtschaftlich denken und die können nicht, nur weil sich nun eine Berechnungslogik ändert, ihre Software wegschmeißen und neu bauen. Mag sein, dass das mathematisches Verständnis auf einem höheren Niveau ist aber dieses Verständnis hat in der praktischen Softwareentwicklung kaum eine Relevanz. Schon gar nicht, wenn man eine GUI entwickeln muss. Hierfür gibt es wieder UI/UX-Designer, die im besten Fall auch ein psychologisches Verständnis haben.

Du wirst als FIAE oder MatSe also sowieso mit einer bestehenden Software arbeiten und wirst sie warten und erweitern müssen. 

Daran hatte ich nicht gedacht. Danke für dein Feedback. Hat sich gelohnt hier gefragt zu haben.

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vor 21 Stunden schrieb Exception:

Guten Abend,

grundsätzlich wirst du als FIAE zum Anwendungsentwickler ausgebildet. Du lernst die IT-Grundlagen, Programmiersprachen, Konzepte von Programmierung, Projektmanagment usw, sodass du später als vollwertiger Softwareentwickler tätig sein kannst. Ob nun ein neues Projekt ansteht und wann ein Projekt abgeschlossen ist, entscheidet grundsätzlich immer das Managment bzw. die Projektleiter. Ansonsten kannst du als FIAE durchaus an neuen Projekten beteiligt sein. Du kannst dich aber auch entsprechend Fortbilden z.B. als Projektleiter oder IT-Softwarearchitekt. Man braucht nicht zwingend ein Studium dazu. Kommt aber auch immer auf das konkrete Vorhaben / Thema an. Denn eine Programmiersprache ist letztendlich nur ein Werkzeug. Wenn du z.B. mehr in hardwarenahe Softwareentwicklung willst oder dich für künstliche Intelligenz, Autonome Systeme usw. interessierst, dann wird das ganze ohne Studium generell sehr schwierig werden, denn da braucht es definitv mehr Wissen bzw. Theorie als nur Programmierung. 😉

Zum Mathematisch-technische/r Softwareentwickler kann ich selbst wenig dazu sagen. Aber hier gab es bereits eine ähnliche Frage dazu. Siehe:

 

Viele Grüße

 

 

Danke für dein Feedback. Dein Link hat mir sehr geholfen !

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vor 10 Stunden schrieb KeeperOfCoffee:

Passt überhaupt nicht zusammen...in Sachen KI kommt genau so viel Theorie auf dich zu. Höchstwahrscheinlich lässt man dich sowieso nur an KI Sachen ran, wenn du studiert hast.

Die IT ist kein Gebiet der Einzelkämpfer. Du arbeitest im Team, wenn du dich an ein Projekt beteiligen sollst, dann beteiligst du dich, wenn vom Chef kommt, dass ein neues Projekt ansteht, dann arbeitest du mit dem Team am Projekt.

 

Projektleiter sind meist Leute die sich weitergebildet haben oder eben schon sehr lange im Unternehmen sind (und evlt. schon mit den Kunden viel Kontakt hatten). Das kommt auch auf die Art und Größe des Unternehmens an.

 

Hier verallgemeinerst du ziemlich stark. Es ist auch ziemlich egal ob FIAE oder sonst was: Wenn du an einem Projekt arbeitest, welches evtl. ein Jahr dauern wird, dann werden immer wieder Sachen über deinen Weg laufen, die du schonmal vor einem Monat gemacht hast. Die Entwicklung ist kein Abenteuer, wo du jeden Tag neue spannende Dinge machst, sondern höchstens spannende Fehler findest, die du lösen musst.

Deine Antwort war sehr detailliert. Ich finde du hast mir sehr geholfen. Ich muss definitiv noch mehr über beide Berufe lesen. Habe das im schnelldurchlauf unterwegs gemacht und hab vor Aufregung mich direkt hier angemeldet.

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vor 1 Stunde schrieb usr18247:

Danke für dein Feedback. Ich finde nicht das solche Themen nichts für mich sind. Im Studium machte man hauptsächlich nur Theorie und zum Programmieren kam man kaum. In Ausbildungen sollte dies wohl eher nicht der Fall sein. Ich bin 23 (Ich weiß wie das klingt mit 23 eine Ausbildung zu machen, allerdings kamen gewisse Umwege zu Stande) und würde gerne auch mal etwas Praxis in meinem Leben erfahren und wenns möglich ist auch was verdienen. Da war das Studium für mich zu wenig von beidem. Ich schließe das Studium nicht aus, denke allerdings das ich später eine andere IT Richtung studiere. Brauche nur etwas Pause von reiner Theorie. KI ist erst das was mich dazu brachte in diese Richtung zu gehen, weshalb ich im Selbststudium mir erstmal die Basics von Java, Python, HTML, CSS, JS und SQL (SQL momentan nur die commands, weil vor dem Benutzen, hilft mir das iwi, keine Ahnung wieso) beibrachte, damit ich das Zuhause machen kann. Hab dann schnell realisiert wie Dumm der Gedanke war, da man sein Hobby zum Beruf machen könnte. Ich verstehe aber auch deine Denkweise, da du mich nicht kennst und mein Post das nicht verdeutlichte.

Ich finde überhaupt nicht das du mit 23 zu alt für eine Ausbildung bist. Ich habe auch mit 25, nach abgebrochenen Informatik Studium, eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen und parallel ein Wirtschaftsinformatik Studium aufgenommen und erfolgreich mit 1er Schnitt (wie die Ausbildung) abgeschlossen. So geht jeder seinen Weg und viele Wege führen nach Rom.

Beim Thema KI möchte ich dich einfach auf potentiell falsche Erwartungen aufmerksam machen, die dich nicht zu sehr in der Wahl deiner Ausbildung oder einem Ausbildungsunternehmen beeinflussen sollten. KI, oder auch Machine Learning, hat grundsätzlich nur sehr wenig mit der Entwicklung von Anwendungen im klassischen Sinne zu tun. Für das Wissen, was da in der Implementierung notwendig ist, brauchst du weder Informatik noch eine Ausbildung absolviert haben. Viel hilfreicher sind da Kenntnisse im Bereich der Statistik u.a. - deswegen findet man in diesen Bereichen auch oft Mathematiker bis hin zu Biologen. Es spricht natürlich überhaupt nichts dagegen aus Spaß mal Zuhause mit kleinen neuronalen Netzen zu experimentieren, oder kleine KI's und Wegfindungs-Algorithmen mit Engines wie Unity zu verproben. Du wirst allerdings in diesem Bereich (KI, Machine Learning, und alles was da irgendwie noch mit dran hängt z. B. Bildverarbeitung etc.) zu 99.99999% keinen Fuß kriegen ohne Studium, deshalb würde ich mich darauf auch nicht zu sehr versteifen. Für die meisten bleibt das eine "akademische Spielerei" - ein nettes Hobby, aber eben auch nicht mehr. Die Herausforderung bzw. Problemdomäne von KIs etc. liegt nicht in der Implementierung mittels Programmiersprachen, sondern in der Entwicklung der dazu notwendigen mathematischen Modelle. Sprich in der Theorie - von der du ja weg willst. Abgesehen davon ist Deutschland da eh Schlusslicht. Die "interessanten" Jobs sind da alle in den USA oder China, woher auch die meisten Frameworks kommen zu diesen Themengebieten.

Man muss einfach sagen, dass viele Themen die sich von außen total spannend anhören und einen gewissen Reiz versprühen (KI/MachineLearning, IT-Sicherheit, Robotik, etc.) auf akademischen Niveau echt langweilig sein können, wenn man nicht in der dazugehörigen Theorie "aufgeht". Wenn du jetzt das  Informatik Studium Aufgrund der Theorie aufgibst, was völlig ok ist, ist das einfach ein starkes  Indiz dafür, dass diese Themengebiete nicht deinen Hauptschwerpunkt bei der Wahl deines Berufes bilden sollten.

 

bearbeitet von Liwjatan

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vor 1 Stunde schrieb usr18247:

Ich bin 23 (Ich weiß wie das klingt mit 23 eine Ausbildung zu machen, allerdings kamen gewisse Umwege zu Stande)

Mach dir da keine Sorgen! Ich habe die Ausbildung mit 22 angefangen (habe zuvor einfach das Falsche gemacht...falsche Entscheidungen getroffen). Es waren in meiner Klasse aber locker noch 10 andere Leute mit Mitte 20 in der Klasse (eine Person war sogar über 30). Dies waren vor allem Leute für die das Studium nichts war. Und dies konnte man bei allen Klassen beobachten (sieht man ja die Leute an der Schule). Mach dir also keinen Kopf ums Alter.

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Zum Thema "Wie alt sollte man sein für eine Ausbildung" kann ich auch noch mal ergänzend meinen Senf dazu geben:

Bei uns in der Berufsschulklasse waren wir 20 Leute anfangs, 4 davon waren unter 20 :D  ...also der Altersschnitt lag bei uns bei 24/25, ich mit meinem 23 gehörte da sogar noch zu den Jüngeren, die meisten waren 25/26 und eine war "schon" 32, fühlte sich aber absolut nicht so an.

Desweiteren ist der Beruf FIAE sogar berüchtigt, viele Studienabbrecher / Studienpausierer zu beherbergen. Mehr als die Hälfte bei uns war vorher im Studium^^ Du bist also absolut keine Ausnahme in diesem Beruf, mach dir da keinen Stress 😛

 

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