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Aus der Wirtschaft in den ÖD - wer würde?

Wechsel in den ÖD für wie viel weniger Gehalt  

72 Stimmen

  1. 1. Ich würde aus der Wirtschaft in den ÖD wechseln auch für ...

    • ... gar nicht (ich will keinesfalls in den ÖD!)
    • ... 0% weniger (also nur bei mindestens gleichem) Gehalt
    • ... 10% weniger Gehalt
    • ... 20% weniger Gehalt
    • ... 30% weniger Gehalt
    • ... 40% weniger Gehalt
      0
    • ... 50% weniger Gehalt
      0
    • ... auch für weniger als 50% meines Gehalts
      0


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Hallo zusammen,

angesichts der ganzen Beschwerden aus dem ÖD, dass keine Fachkräfte gefunden werden, würde mich die Meinung der Mitforisten interessieren, für wie viel weniger Gehalt ihr in den ÖD wechseln würdet. 

Rahmenbedingungen in der Wirtschaft sind:

  • Überstunden abgegolten
  • 30 Tage Urlaub
  • Gleitzeit
  • Unbefristet
  • Kein Tarif

Aufgaben ÖD/Wirtschaft wären hingegen ähnlich. Anfahrtsweg auch. Überstunden dürfen im ÖD jedoch abgefeiert werden oder werden ausbezahlt. HO lasse ich mal weg, da das von AG zu AG und Behörde zu Behörde verschieden ist.

bearbeitet von Kwaiken

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Ob ÖD oder nicht wäre mir relativ egal aber meine Miete will ich schon noch bezahlen können, sprich aktuell eher 0%.

Wenn ich bei mein aktuellen Job allerdings das Doppelte kriegen würde, dann wäre ich bereit auf 20-30% zu verzichten, dafür das Überstunden wegfallen, man nicht groß zum Kunden gurkt und ständige Erreichbarkeit, Rufbereitschaft usw. weg fällt. Irgendwelche Vorteile müsste es halt haben.

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Ich habe in meiner ersten Ausbildung (also war nichts in Richtung IT) im öD gearbeitet...ich kenne mich deswegen was die Gesetzte angeht relativ gut aus. Ob ich bei den Regelungen zur Eingruppierung und zu den Entgeltgruppen noch up2date bin, weiß nicht.

Die erste Sache hier ist ja, dass öD nicht gleich öD ist. Bist du angestellt beim Land, einer Kommune oder gar beim Bund...das macht schon mal den ersten Unterschied. Machst du etwas mit Beamtenstatus...was bist du dann...unmittelbarer Beamter (Staatsbeamter), mittelbarer (z.B. von einer Stiftung oder Körperschaft des öffentlichen Rechts), oder bist du Stadtbeamter, Landesbeamter usw.

Für die Eingruppierungen gibt es meines Wissens nach feste Qualifikationen, deren Definition einigen Spielraum zur Interpretation lassen (war jedenfalls vor einigen Jahren noch so).

Du wirst im öD einfach nicht das Gehalt machen wie in der Wirtschaft, und wenn man in z.B. München wohnt, kann man das sowieso vergessen.

Ich bin was den öD angeht etwas...voreingenommen :D gib ich zu.

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vor 38 Minuten schrieb Kwaiken:
  • Überstunden abgegolten
  • 30 Tage Urlaub
  • Gleitzeit
  • Unbefristet
  • Kein Tarif

.... Überstunden dürfen im ÖD jedoch abgefeiert werden oder werden ausbezahlt. ...

Wenn du Gleitzeit hast, wie kommst du dann auf Überstunden?`- Theoretisch würde dein Modell ja auch zulassen, dass man weniger Überstunden pro Woche macht.

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Ich kam aus der Wirtschaft in den ÖD und bin jetzt wieder davor zu in Wirtschaft zurück zu gehen.

IMHO: Wenn du mit deiner Karriere abgeschlossen hast und einen Job willst, bei dem sich ansich nicht viel ändert und man vieeel Zeit hat, falls sich doch was ändert, bist im ÖD gut aufgehoben. Wenn du allerdings Lust hast, etwas bewegen zu wollen, Lust hast auf interessante Projekte und auch gerne Wertschätzung für gute Arbeit bekommen möchtest, dann solltest du dir gut überlegen, ob du in den ÖD möchtest.

Der ÖD hat seine Vorteile und ich habe ihn immer als attraktiven Arbeitgeber wahrgenommen - aber der ÖD macht es sich mit seinen formellen Auflagen unglaublich schwierig Fachkräfte zu finden und zu binden.

Ich persönlich würde wahrscheinlich ab 55 Jahren wieder zurück in den ÖD gehen und meine Zeit bis zur Rente entspannt verbringen - vorher eher nicht. Aber man weiß nie, was so passieren kann.

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vor 14 Stunden schrieb kylt:

Wenn du Gleitzeit hast, wie kommst du dann auf Überstunden?

Ich meine damit die Wirtschaftsgleitzeit: kannst kommen und gehen, wann Du willst, aber am Ende der Woche haben 40h auf der Stempelkarte zu stehen. Und wenn Du letzte Woche 60 Stunden gearbeitet hast, dann war das letzte Woche und diese Woche ist diese Woche. ;-)

vor 10 Stunden schrieb Graustein:

Ist denn das Gehalt bekannt?
Kein TV sagt ja wenig aus?

Ich habe extra nichts vom Gehalt gesagt. Das Problem ist, dass jemand mit einem Gehalt von 150.000 EUR in der Wirtschaft höchstwahrscheinlich auch für 120.000 EUR im ÖD anfangen würde. Aber jemand mit 30.000 EUR in der Wirtschaft hätte schon arge Probleme seine Kosten zu decken, wenn er mit 22.500 EUR nach Hause gehen müsste. Prozentual wäre beides 25%.

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Wechseln würde ich nur, wenn mindestens das gleich Gehalt oder zumindest annährend gleich ist. Allerdings nur, wenn dies eine Verbeamtung erfolgen würde. Ein Einstieg in angestellt im ÖD würde ich nicht vorziehen, da hier gerade für den IT-Bereich zu wenig im Vergleich zu anderen AGs gezahlt wird.

 

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Ich habe vor meinem Studium in der freien Wirtschaft immer wieder Diskriminierungen erlebt und wurde meistens bei den Networking-Events, wo technische Entscheidungen getroffen wurden, als Frau ausgeschlossen.

Jetzt bin ich an einer Hochschule, wo wir alle gleichberechtigt sind und unsere fachlichen Qualifikationen/ Ideen einbringen können. So etwas ist mir viel wichtiger als ein sauhohes Gehalt. Ich fühle mich akzeptiert und anerkannt. Ich kann jetzt viel mehr bewegen und der Allgemeinheit beisteuern. Momentan darf ich sogar den Studienplan neu  mitgestalten.

Ich schau inzwischen viel mehr auf das "Außen rum" und die Arbeitsbedingungen. Wenn es nicht zu viele unbezahlte Überstunden gibt und  man die Möglichkeit der Mitgestaltung hat, habe ich nichts dagegen im ÖD zu bleiben. :)

Von solchen Freiheiten kann man in der freien Wirtschaft als ITlerin (wo man permanent bei den Entscheidungen ausgeschlossen wird) nur träumen....

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Bei mir ist es eher umgekehrt - ich bin im öD und frage mich, wie viel mehr man mir zahlen müsste, um in die Wirtschaft zu gehen.

- TV-L
- Gehalt.. ist okay, aber nicht der Hit. Reicht aber, um ein inzwischen ganz nettes Polster aufzubauen, mit dem ich auch mal längere Zeit aussetzen kann, wenn ich wollte.
- 30 Tage Urlaub
- Regelmäßige Gehaltserhöhungen
- Gleitzeit
- bis dato absolut keine Kontrolle der Arbeitszeiten
- Wenn nicht gerade die wichtigsten Server abschmieren, gibt es sowas wie Überstunden nicht, außer ich möchte das
- Aufgrund des schon besonderen Arbeitsplatzes: Interessante (Forschungs-)Projekte an denen man mitarbeitet, an die man in der Wirtschaft wohl nie rankäme
- Streß ist, außer in absoluten Ausnahmesituationen, schlichtweg nicht existent

Ich habe schon finanziell Interessante Angebote aus der Wirtschaft gehabt, aber da stimme ich SaJu zu;
Es gibt so viel wichtigeres als Geld.
Ich kann von mir auch nach einigen Jahren immer noch sagen, dass ich diesen Job echt mag und morgens gern aufstehe & zur Arbeit fahre.

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vor 14 Minuten schrieb Kwaiken:

Ich habe extra nichts vom Gehalt gesagt. Das Problem ist, dass jemand mit einem Gehalt von 150.000 EUR in der Wirtschaft höchstwahrscheinlich auch für 120.000 EUR im ÖD anfangen würde. Aber jemand mit 30.000 EUR in der Wirtschaft hätte schon arge Probleme seine Kosten zu decken, wenn er mit 22.500 EUR nach Hause gehen müsste. Prozentual wäre beides 25%.

Korrekt aber genau das ist ja das Problem. Denn so vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen. Leute die ggf. auf einen Prozentsatz vom Luxus oder der Sparrate verzichten würden und Leute für die sich diese Frage um Miete und Essen dreht, um es mal überspitzt zu sagen.

Frage ist natürlich auch was für Tätigkeiten, viel gibt es im öD eben gar nicht. Für einen FISI mag die Arbeit relativ gleich aussehen, für einen Entwickler in einen spezifischen Wirtschaftszweig gibt es da wohl kein Pendant.

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vor 24 Minuten schrieb SaJu:

Von solchen Freiheiten kann man in der freien Wirtschaft als ITlerin (wo man permanent bei den Entscheidungen ausgeschlossen wird) nur träumen....

Das finde ich zu pauschalisiert. Bei uns zählt nur die Qualität deiner Ergebnisse. Da kannst Du Männlein, Weiblein, Klingone oder R2D2 sein. Wer sich aber einmal einen intellektuellen Fauxpas geleistet hat, der muss zunächst wieder überzeugen bevor seine / ihre Meinung für kritische Entscheidungsprozesse wieder die gewohnte Berücksichtigung findet.

vor 24 Minuten schrieb SaJu:

So etwas ist mir viel wichtiger als ein sauhohes Gehalt. Ich fühle mich akzeptiert und anerkannt.

Das finde ich toll. Man muss es sich aber leisten können.

Wenn ich fragen darf: Lebst Du alleine? Mit einem Partner oder einer anderen zusätzlichen Einkommensquelle, die es Dir erlaubt den Arbeitgeber sehr stark nach dem Wohlfühlfaktor und nicht nach monetären Aspekten auszuwählen?

Korrekt aber genau das ist ja das Problem. Denn so vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen. Leute die ggf. auf einen Prozentsatz vom Luxus oder der Sparrate verzichten würden und Leute für die sich diese Frage um Miete und Essen dreht, um es mal überspitzt zu sagen.

Richtig. Leider geht es aber nicht wirklich anders. Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Schreiber hier über ein Gehalt leicht oberhalb dem Durchschniuttsverdienst verfügt. In diesem Sinne wären auch die Bewertungsergebnisse zu interpretieren. Ausreißer nach oben und unten sprechen für ein deutlich geringeres bzw. höheres Gehalt.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 16 Minuten schrieb Velicity:

Für einen FISI mag die Arbeit relativ gleich aussehen, für einen Entwickler in einen spezifischen Wirtschaftszweig gibt es da wohl kein Pendant.

Kommt immer auf den Wirtschaftszweig an. Ich bin zum Beispiel aktuell Entwicklerin bei einer Firma, die sich auf Individualsoftware für den Public Sector in SAP spezialisiert hat. Entsprechend gibt es dort natürlich auch auf der anderen Seite (also dem Public Sector) Entwickler, die für die Wartung und für die Erweiterung der Software auf deren Seite zuständig sind. Auch sehe ich immer mehr Jobgesuche für z.B. Webentwicklung seitens diverser öffentlichen Stellen. Es gibt da doch relativ viel, was in den Händen des öD liegt und wo Entwickler für gesucht werden.

Was ich halt immer wieder erstaunlich finde ist, wie unterschiedlich gewisse Aufgaben im öD bewertet und entsprechend bezahlt werden. Ich weiß zum Beispiel vom Bundesverwaltungsamt, dass sie auch FIlern mind. EG10 anbieten als Software-Architekt, wohingegen das Bundesamt für Verfassungsschutz für ähnliche Tätigkeiten nur max. EG9b zahlt. Auch bei Adminstellen wird mal nur EG7 gezahlt und dann wieder EG11, obwohl die Anforderungen die selben sind.
 

Ich muss gestehen, dass ich auch schon ein paar Mal darüber nachgedacht habe, nicht vielleicht in den öD zu wechseln. Allerdings ist die Bezahlung im Vergleich zur freien Wirtschaft (insb. als SAP-Entwickler) einfach zu schlecht, als dass es sich lohnen würde. Da müsste ich schon mind. EG12 plus Zulagen angeboten bekommen. Es gibt hier in der Umgebung zwar viele Stellen, bei denen auch eine Verbeamtung in Aussicht gestellt wird(gerade bei den ganzen Bundesbehörden), was wieder verlockend wäre. Allerdings ist so etwas ja auch ein längerer Prozess und ich würde dann vermutlich aufgrund meines Alters nicht mehr dafür in Frage kommen. Auch die Rahmenbedingungen sind bei meinem aktuellen Arbeitgeber einfach besser als das, womit im öD oft geworben wird.

 

@SaJu ich finde es schade, dass du solche Erfahrungen als Frau machen musstest. Mir ist das bisher (zum Glück) noch nicht passiert. Wobei ich mich da vermutlich auch nicht von unter unterbuttern lassen würde.

bearbeitet von Rienne

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vor einer Stunde schrieb mylurid:

Ich kam aus der Wirtschaft in den ÖD und bin jetzt wieder davor zu in Wirtschaft zurück zu gehen.

Same here.

vor einer Stunde schrieb mylurid:

IMHO: Wenn du mit deiner Karriere abgeschlossen hast und einen Job willst, bei dem sich ansich nicht viel ändert und man vieeel Zeit hat, falls sich doch was ändert, bist im ÖD gut aufgehoben. Wenn du allerdings Lust hast, etwas bewegen zu wollen, Lust hast auf interessante Projekte und auch gerne Wertschätzung für gute Arbeit bekommen möchtest, dann solltest du dir gut überlegen, ob du in den ÖD möchtest.

Der ÖD hat seine Vorteile und ich habe ihn immer als attraktiven Arbeitgeber wahrgenommen - aber der ÖD macht es sich mit seinen formellen Auflagen unglaublich schwierig Fachkräfte zu finden und zu binden.

Dieses Statement unterstütze ich zu 100%.

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vor 10 Minuten schrieb Kwaiken:

Wenn ich fragen darf: Lebst Du alleine? Mit einem Partner oder einer anderen zusätzlichen Einkommensquelle, die es Dir erlaubt den Arbeitgeber sehr stark nach dem Wohlfühlfaktor und nicht nach monetären Aspekten auszuwählen?

 

Ich lebe momentan im Vergleich zu anderen Studenten eher in einer Luxus-Situation, weil ich das Aufstiegsstipendium erhalte und zusätzlich für 1 Tag pro Woche als Hiwi arbeite und somit 1.200€ Netto jeden Monat zur Verfügung habe. Außerdem kann ich kostenlos in meinem ehemaligen Jugendzimmer wohnen.

Als Fachschaftsvertreter habe ich es auch geschafft, dass die Gehälter der Mitarbeiter um 1 Stufe nach oben verlegt wurden, so dass es für Informatiker mit Bachelor-Abschluss attraktiver wird für uns zu arbeiten. Für das damalige Gehalt hätte ich auch nicht im öD angefangen. Jetzt nenne ich es "ok". ^^

Die Professoren wollen mich in der Zukunft min. als Lehrbeauftragten an der Fakultät behalten, weil ich so viel voran gebracht habe. Außerdem ist der neue Studienplan von mir abhängig geworden, so dass ich für den Master auch an die Hochschule gebunden bin.

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vor 6 Minuten schrieb SaJu:

Die Professoren wollen mich in der Zukunft min. als Lehrbeauftragten an der Fakultät behalten, weil ich so viel voran gebracht habe. Außerdem ist der neue Studienplan von mir abhängig geworden, so dass ich für den Master auch an die Hochschule gebunden bin. 

Gut gemacht

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vor 9 Minuten schrieb SaJu:

... Aufstiegsstipendium ... 1 Tag pro Woche als ... kostenlos in meinem ehemaligen Jugendzimmer wohnen.

Okay, das erklärt natürlich deine Wahlmöglichkeiten. Müsstest Du die 1.200 EUR netto zur freien Verfügung ohne externe Unterstützung bewältigen, würde Dir die Wahl zu Gunsten der besseren Rahmenbedingungen deutlich schwerer fallen.

Ich finde es gut, wenn jemand das machen kann, was er will. Die Frage ist: Klappt das auch, wenn das Stipendium ausgelaufen, der HiWi-Job weggefallen und das kostenlose Jugendzimmer nicht mehr zur Verfügung steht? Dann werden aus den 1.200 EUR ganz schnell nur noch 600 EUR und die Wahlmöglichkeiten deutlich eingeschränkter.

Aber bis dahin: Mach was Dir Spaß macht! 👍

bearbeitet von Kwaiken

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Ich würde tatsächlich auch für weniger Gehalt in den ÖD wechseln - bestimmt nicht heute und wahrscheinlich nicht morgen.
Aber wenn ich in 25-30 Jahren mal keinen Bock mehr auf Wirtschaft habe und ich in die Wohlfühloase ÖD könnte, dann würde ich dafür auch Abschläge in Kauf nehmen.

Bis dahin sind Haus, Auto(s) bezahlt, die Kinder erwachsen und vielleicht ausgezogen. Dann ist der Grund für ein hohes Gehalt - zumindestens bei mir - nicht mehr unbedingt gegeben.

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Ich bin in der selben Situation wie @RubberDog, nur dass ich im öD stets ein halbwegs marktgerechtes Angebot  erhalten habe und so bisher immer im öD geblieben bin. Der Sprung in die vergleichsweise unsichere pW war für mich stets nicht groß genug. Für nur 5k€ mehr brutto p.a. gebe ich den lebenslang sicheren Arbeitsplatz nicht auf. Zusätzlich habe ich eine sehr gute Betriebsrente, die später nur geringfügig versteuert wird. Die Betriebsrenten der pW (falls vorhanden) sind oftmals relativ bescheiden und durch den Niedrigzins aktuell eher Geldvernichtung.

Eher im Gegenteil, das Angebot im öD war deshalb unterm Strich bisher immer einen Tick besser als die restlichen Angebote aus der pW. 

Aber offensichtlich war ich bisher immer in den falschen Behörden, denn eine ruhige Kugel konnte ich nie schieben. 

Spätestens wenn es plötzlich Projektziele gab, die von höheren Stellen festgesetzt wurden, oder wenn unmittelbar Gefahr für Leib&Leben bei Dritten bestand, die sich auf den Staat verlassen (mussten), war es in jedem Falle endgültig mit einer ruhigen Kugel vorbei.

Und solche Situationen sind gar nicht mal so selten im öD.

Der Bewerbermangel tut sein übriges.

Eine EG11/12 für ein FISI/FIAE ist für mich jedenfalls kein schlechtes Gehalt. Natürlich gibt es auch im öD gute und schlechte Behörden, die sich um einen bemühen oder eben nicht. 

Für maximal 10% Unterschied zum Marktwert wäre ich bereit im öD zu bleiben. Bisher war die Spanne geringer sodass ich im öD geblieben bin.

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Am 17.5.2019 um 10:23 schrieb tTt:

Für maximal 10% Unterschied zum Marktwert wäre ich bereit im öD zu bleiben. Bisher war die Spanne geringer sodass ich im öD geblieben bin.

Der Tenor scheint recht eindeutig. Kaum jemand ist bereit für weniger Gehalt in den ÖD zu wechseln.

Ich habe auch Mandanten aus dem ÖD und wir arbeiten oft mit Consultants anderer Beratungen zusammen. Der Referatsleiter einer Behörde hat versucht den Kollegen abzuwerben, der für die Umsetzung des Konzepts größtenteils verantwortlich war, und bot E14/5 + Zulagen (~80k) an. Aber selbst das war wohl gute 20 - 30% unter seinem aktuellen Gehalt (Pi*Daumen aus seinem Tagessatz abgeleitet). Mehr war nicht machbar. 

Nehme ich die Zahlen Butter bei die Fische, so habe ich bei Steuerklasse 3 ca.:

  • E14/5 + Zulagen: 4000 netto
  • Privatwirtschaft: 5600 netto

Hier stellt sich mir die Frage, ob der ÖD bei einer solchen Gehaltsdiskrepanz wirklich konkurrenzfähig ist. Klar findet man den ein oder anderen Spezialisten, der aus welchen Gründen auch immer unbedingt (!) im ÖD arbeiten möchte. Aber dann legt man auch noch die Hürden für die Eingruppierung hoch (guter Master ohne Bindestrich und einschlägige Berufserfahrung) und will nur "die Besten", aber andererseits ist man nicht bereit, wenigstens auf Marktniveau zu bezahlen.

Und wenn wir davon ausgehen, dass die Gehaltsmodalitäten fix sind, die Rahmenbedingungen sind es weniger. Also welche Rahmenbedingungen müsste man schaffen, um ein Gehaltsdefizit von ~1.500 EUR netto auszugleichen? 80% HO? Vollständige Gleitzeit? Überstundenkonto mit unbegrenzter Ansparmöglichkeit? Betriebskindergarten? Obstkörbe? Kostenloser Kaffee und Wasser?

Alles Fehlanzeige im ÖD. Bei den meisten Behörden müssen die MA selbst für den Kaffee löhnen. Und hinter jedem Stuhl steht ein privater Wasserkasten. Mein Peer damals bezahlte mir dann quasi aus eigener Tasche das Wasser und den Kaffee ... 

Und wenn man die lamentierende IT-Leitung nach HO-Möglichkeiten fragt, wird abgewunken. Warum? Weil viele MA (O-Ton) nicht in der Lage sind, mit dieser Freiheit umzugehen und HO als Urlaubsverlängerung nutzen. Ja, ach. Wenn man mit dem niedrigen Gehalt und den - im direkten Vergleich - bescheidenen Bedingungen größtenteils nur die Leute anlockt, die eine ruhige Kugel schieben wollen (Sorry für die Pauschalisierung), dann muss man sich nicht wundern, wenn die im HO dann erst recht nichts machen. Und die motivierten Mitarbeiter sind mitgefangen, mitgehangen.

Und so entsteht ein Teufelskreis: Wir bekommen keine guten Leute, weil wir bescheidene Rahmenbedingungen bieten. Wir bieten bescheidene Rahmenbedingungen, weil wir keine guten Leute bekommen.

Wer da vom vielen Kopfschütteln kein Schleudertrauma bekommt ...

bearbeitet von Kwaiken

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Nun wir reden hier aber wieder von den Gehältern, die sich am oberen Ende orientieren in der Wirtschaft. Der öD ist aber durchaus konkurrenzfähig im Bereich der unteren, teilweise auch der durchschnittlichen Gehälter. Klar wer in der Wirtschaft am oberen Ende der Nahrungskette ist, für den ist das eine massive Verschlechterung. Für viele andere muss es das aber nicht sein. Für Leute in KMUs oder Startups könnte das gar eine deutliche Gehaltsverbesserung sein.

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vor 17 Minuten schrieb Velicity:

Für Leute in KMUs oder Startups könnte das gar eine deutliche Gehaltsverbesserung sein.

Heutzutage werden viele Startups von Konzernen gegründet, um "hip" und "fresh" zu wirken, bzw. um den MA Rahmenbedingungen zu bieten, die den Vorteil des Startups mit den Vorteilen des Konzerns verknüpft. Bei diesen wird diese Pauschalisierung genauso wenig greifen, wie für die etlichen Hidden-Champion-KMUs, die an IGM-Tarifverträge etc. gekoppelt sind. 

Ansonsten kann das natürlich gut passen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

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vor 5 Minuten schrieb Velicity:

Für viele andere muss es das aber nicht sein. Für Leute in KMUs oder Startups könnte das gar eine deutliche Gehaltsverbesserung sein

Dann stellt sich die Frage, ob jemand aus der KMU oder einem Startup bei den Hürden und Rahmenbedingungen in den ÖD gehen würde, wenn er sonst in der Wirtschaft deutlich mehr bekäme. Vor allem bei Leuten mit 5+ Jahren Berufserfahrung.

Ich denke, es ist falsch, sich nur bei den Einstiegsgehältern konkurrenzfähig zu zeigen (E14/1 mit ~55k ist z. B. durchaus attraktiv für frische Absolventen), die MA dann anzufixen und die dann aufkommende Bequemlichkeit auszunutzen, um einen Wechsel zu verhindern. Denn mit steigenden Berufsjahren entfernt sich der ÖD immer mehr und mehr von marktgerechter Bezahlung.

So ein Vorgehen führt dazu, dass man nur noch Leute in der Behörde hat, die in dem ÖD geboren sind, sonst von der Wiege auf nichts anderes gesehen und gehört haben und damit auch keine frische Ansichten einbringen könnten. Man kocht in seiner eigenen Suppe ohne wertvolle Impulse von Außen. Der ÖD wird so zu einem Targaryen-Arbeitgeber, der nur durch Inbreeding fortbesteht. Das kann es doch nicht sein.

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Stimme Dir in so weit zu, dass die oberen EG Stufen in der Vergütung nicht konkurrenzfähig zu Top Positionen in der privaten Wirtschaft sind.

Leitungspositionen werden deshalb auch im öD öfters mal AT vergeben weil sich ein Abteilungsleiter der 20-30 Leute unter sich hat sich nicht mit 80k abspeisen lässt.

 

Aber wie auch schon Velicity sagte, wenn man jetzt Leitungspositionen und Top Berater rausnimmt, können die Gehälter schon konkurrieren wenn es die entsprechende Behörde will.

Einen "normalen" IT Administrator bezahlt die private Wirtschaft auch nicht viel besser und oft auch deutlich schlechter als TVöD 11-12.

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