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Hallo ihr Lieben,

jetzt ist es passiert. Ich habe leider einen kleinen aber gravierenden Fehler gemacht.. Gab natürlich Ärger, weil es Geld kostet etc...

Ich bin Azubi im 2. Lehrjahr und ziemlich fertig deswegen um ehrlich zu sein. Leider bin ich momentan ziemlich nah am Wasser gebaut (Privat viel Stress usw.).

Ich würde gerne etwas "stärker" werden.. ich liebe meinen Job und weiß, dass es öfters zu Fehlern kommen kann. Aber wenn es dann soweit ist mache ich mich immer total fertig..

Hat da jemand auch solche Erfahrungen gemacht? WIe geht ihr mit solchen Situationen um?

 

Liebe Grüße 🤔

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Fehler machen ist menschlich. Kein thema. Blöd gelaufen, beim nächsten mal wirds besser. Jeder macht fehler. es ist sogar noch zu verkraften wenn ein fehler 2x auftaucht. danach sollte man das ganze aber im griff haben.

Mir ist es auch schon ein parr mal passiert das ich nen Konfig fehler gebaut hab - zack stand das ganze netzwerk (loop gebaut :o ) und keiner konnte arbeiten. klar 5 min später direkt 10 anrufe und allemöglichen leute vor meiner tür :D peinlich ohne ende, aber passiert. Dumm gelaufen und weiter machen :) solang du nicht absichtlich fehler machst/unsauber arbeitest sehe ich keinen grund sich nen schlechtes gewissen zu machen. Vor allem nicht als Azubi. Aus fehlern lernt man und wozu ist ein Azubi da wenn nicht zum lernen^^?

 

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Gast xenofob

Ich schiebe den gemachten Fehler immer auf andere Kollegen. (also für mich, sags natürlich nicht)

Mit den Gedankengängen -> "Hätte der mich doch warnen sollen" , "Kann ich ja nicht wissen", "Die sollen mir Danken dass ich das überhaupt probiert hab". Je nachdem um was es eben geht.

Obs tatsächlich so ist oder nicht, juckt keinen. So entkomme ich immer dem Schuldgefühl. (gibt ja kaum ein schlimmeres Gefühl). Musst dir natürlich fest einbilden dass du unschuldig bist.

Beim nächsten mal reiße ich mir der Arsch umso mehr auf und mache definitiv den Fehler kein zweites Mal.

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Wir sind in einer Branche wo ein Fehler direkt Auswirkungen auf das "große Ganze" haben kann und somit gesehen wird.

Jeder der deswegen dann rummeckert sollte mal überlegen wie oft er Fehler macht (evtl in anderen Bereichen: Ein Verkäufer sendet ein falsch kalkuliertes Angebot raus, der Einkäufer bestellt eine Ware statt 10 mal 100 mal etc pp.) solche Fehler werden seltener gesehen als wenn das ganze Netzwerk steht weil du das falsche Stromkabel gezogen hast.
Oder in der Softwareentwicklung: Wie oft erscheinen Hotfixes? Bzw. was machen Hotfixes? Sie fixen fehler die entstanden sind weil jemand ggf. nicht auf etwas bestimmtes geachtet hat. Alles "ganz Natürlich".

Es ist halt nur wichtig auch die Eier in der Hose zu haben und zu seinen Fehler zu stehen (Stell dir vor dein Chef sucht Tagelang nach dem Fehler und du versuchst diesen noch zu vertuschen damit nicht rauskommt das du den Fehler gemacht hast...da ist dir ein Einlauf par excellance garantiert! für einen Fehler der ggf. innerhalb von 5 min gefixt werden könnte)

 

Natürlich sollte der selbe Fehler nicht täglich passieren und wenn du so ein derbes Problem mit einer Sache hast musst du dir eine Lösung überlegen (beim Beispiel des Stromkabels: Dieses mit einem Kabelbinder "markieren" damit du weisst welches Kabel du gar nicht erst anfassen solltest).

 

Also lange Rede kurzer Sinn:
Fehler machen wir alle, zu den Fehler zu stehen und nicht regelmäßig erneut diese Fehler zu machen gehört zur Ausbildung mit dazu auch wenn der Ton ggf. mal rauer ist.

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Ich habe mal ausversehen ~17 Tabellen in einer produktiven Datenbank gelöscht. Das waren die Schritte danach:

  • Vom Schock erholen :D
  • Chef Bescheid sagen was passiert ist
  • Kunden erzählen warum das System aktuell im Wartungsmodus ist (in dem Fall aber nicht "ich hab scheiße gebaut", eher "da ist etwas mit der Datenbank")
  • Plan machen wie die Daten wieder hergestellt werden
  • Chefs vom Plan erzählen
  • Kunden sagen wann das System vorraussichtlich wieder funktioniert
  • Problem lösen
  • Plan machen, wie man sowas verhindern kann

Am Ende hat es gut 10 Stunden gedauert bis die Daten wieder da waren und 12 Mitarbeiter des Kunden mussten sich die Zeit irgendwie anders vertreiben.

 

Wichtig ist halt, locker bleiben, nicht in Panik geraten und an einer Lösung arbeiten.

Wenn mein Fliesenleger das Waschbecken kaputt haut möchte ich nicht, dass er weinend in der Ecke sitzt oder sich 1000 mal entschuldigt. Mir ist auch egal, ob ihm der Fliesenschneider aus der Hand gefallen ist oder ob er einfach seinen neuen Hammer ausprobieren wollte.

Ich möchte, dass er schnellstmöglich dafür sorgt, dass ich mir morgen wieder die Hände waschen kann. Genauso gehe ich an die Sache ran, wenn ich es bin der was kaputt macht - oder hinter der Deadline bin oder oder oder. Am Ende geht es darum die Sache in Ordnung zu bringen.

Wenn andere mit Schreien oder Beleidigungen reagieren, joa kann passieren.. Kurz über sich ergehen lassen, und weiter arbeiten. Wenn die anderen sich gar nicht mehr einkriegen: Je nach Situation würde ich weggehen/auflegen und später wieder kommen/anrufen oder noch eine weile zuhören.

bearbeitet von PVoss

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Kann mich da anschließen. Und Zusätzlich: Aus "Hierarchiesicht" ist es vollkommen irrelevant, ob ein Azubi einen Fehler macht. Deine Arbeiten sollten von jemanden kontrolliert werden, der sowas erkennen kann (Ausbilder, Ausbildungsbeauftragter, etc). Wenn ein Azubi einen Fehler macht, der direkt Millionen kostet, kann das zwar passieren, der Azubi hat allerdings sicherlich nicht die komplette Schuld dafür zu tragen.

bearbeitet von Listener

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Mein Chef hat sogar gesagt das man ruhig eigene Verantwortung übernehmen soll und wenn dabei auch mal Fehler passieren das es nicht schlimm wäre, weil man eben daraus lernt. Also nicht, weil man mal einen Fehler gemacht hat direkt zurück schrecken und bestimmte Dinge nicht mehr machen...

Aus Fehlern lernt man und klar oft ist es peinlich aber das ist den besten schon passiert und wenn du in deiner Firma leute hast mit denen du auch gut reden kannst und die auch Verständnis zeigen sollte das kein Problem sein.

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Wow, danke für die ganzen Antworten. Ich fühle mich nun schon etwas besser.. ich weiß, dass man daraus lernt. Aber in den ersten 10 Minuten ist es für mich echt schlimm und ich habe Angst, dass das schlimme Konsequenzen für mich hat.

 

Bin aber auch echt so ein Kopfmensch und mache mir über viele Sachen Sorgen, obwohl ich mir keine machen müsste. 🙄

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Ganz ehrlich: Abhaken und weiter machen. Wer nicht Fehler macht (machen kann) der kann auch nicht an sich arbeiten. Die Annahme, dass die "Großen" keine Fehler machen ist falsch...die haben oft nur schon so viel geleistet, dass man nicht so über sie herfällt. Für den Fehler gerade stehen => ausbügeln => Mund abwischen und weiter machen

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Mein letzter Fehler hat dafür gesorgt, dass eine Aussenstelle über's WE nicht erreichbar war, vier Kollegen rausgefahren sind (ausserhalb der regulären Arbeitszeit) um festzustellen, dass ich da ran muss und ich erst am Montag den Fehler beheben konnte.

Habe mir mehrere Rüffel anhören dürfen, warum ich das so gemacht hab', Besserung gelobt und fertig.

Sollte nicht vorkommen, kann aber...

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Ich habe vor ein paar Jahren einen interessanten Denkansatz dazu gelesen. Ich weiß aber nicht mehr wo. Der Ansatz hat mir beim Umgang mit Fehlern geholfen. Demnach zeigt einem ein Fehler, dass einem im Wortsinn noch etwas fehlt (z.B. Wissen, Sorgfalt etc.). Wenn einem nichts gefehlt hätte, dann hätte man den Fehler ja nicht gemacht. Wenn man nach einem gemachten Fehler ruhig analysiert was einem gefehlt hat, dann kann man an sich arbeiten (z.B. Wissen aufbauen, Checklisten erstellen etc.) und das Fehlende ergänzen. Dann war der Fehler nicht umsonst und du kannst daran wachsen.

Der Königsweg ist es aus Fehlern anderer zu lernen. Wenn du dich mit deinen Kollegen gut verstehst, dann frag sie doch mal was sie schon alles verbockt haben. Du wirst staunen..... und kannst von ihren Fehlern lernen.

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vor 10 Minuten schrieb hendrik232:

Ich habe vor ein paar Jahren einen interessanten Denkansatz dazu gelesen. Ich weiß aber nicht mehr wo. Der Ansatz hat mir beim Umgang mit Fehlern geholfen. Demnach zeigt einem ein Fehler, dass einem im Wortsinn noch etwas fehlt (z.B. Wissen, Sorgfalt etc.). Wenn einem nichts gefehlt hätte, dann hätte man den Fehler ja nicht gemacht. Wenn man nach einem gemachten Fehler ruhig analysiert was einem gefehlt hat, dann kann man an sich arbeiten (z.B. Wissen aufbauen, Checklisten erstellen etc.) und das Fehlende ergänzen. Dann war der Fehler nicht umsonst und du kannst daran wachsen.

Der Königsweg ist es aus Fehlern anderer zu lernen. Wenn du dich mit deinen Kollegen gut verstehst, dann frag sie doch mal was sie schon alles verbockt haben. Du wirst staunen..... und kannst von ihren Fehlern lernen.

Ja, ich habe mich schon mit denen darüber unterhalten vorhin.. bin tatsächlich nicht die erste die das falsch gemacht hat. Beruhigt irgendwie enorm. Und ich denke, diesen Fehler werde ich nicht mehr machen (lag an einer falschen Doku, habe diese nun mal abgeändert).

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Toller Beitrag, @PVoss

In meiner ehemaligen Firma habe ich mal eine (Werbe) Rundmail an Kunden rausgeschickt und vergessen, die Blacklist raus zu nehmen. Ich glaube, es waren "nur" ein paar hundert Leute, die die Mail auf keinen Fall hätte kriegen dürfen, aber da kamen einige Unterlassungsklagen und wütende Anrufe rein. Da habe ich auch von der einen auf die andere Minute mein T-Shirt nass geschwitzt, aber, wie ja auch schon gesagt wurde, sowas macht man dann kein zweites Mal falsch.

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vor 2 Stunden schrieb retrieve:

Mein Chef hat sogar gesagt das man ruhig eigene Verantwortung übernehmen soll und wenn dabei auch mal Fehler passieren das es nicht schlimm wäre, weil man eben daraus lernt.

Sehe ich auch so. Ein Azubi ist schließlich in der Lernphase und kein Senior-Dev bzw. -Admin. Ich finde, ein Azubi darf Fehler machen dürfen. Überall, wo ein hohes Risiko besteht, muss jemand anderes prüfen, hier sollte nicht der Azubi verantwortlich sein und wenn er doch dafür verantwortlich gemacht wird, läuft grundsätzlich etwas schief. 

Wichtig ist auch der Umgang mit Fehlern. Zum Beispiel sollte man diese nicht auf andere schieben oder versuchen zu vertuschen sondern offen und ehrlich kommunizieren: "Cheffe, ich hab hier Mist gemacht und brauch kurz deine Hilfe". Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das genauso geschätzt wird, wie von Anfang an gute Arbeit ohne Fehler zu machen.

 

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Fehler passieren. Jeder macht sie.

Das gehört auch zum Lernprozess dazu.

Der Vorteil als Azubi ist, dass im Normalfall jemand anderes dafür den Kopf hinhalten muss. Und zwar die Person, die für dich zuständig/verantwortlich ist.

Aber jeder von uns macht Fehler. Der eine kleinere, der andere größere. Wichtig dabei ist, dass du zu deinen Fehlern stehst. Versuchen Fehler zu vertusche, bringt nie was. Und in den meisten Fällen sind die Leute nicht darüber sauer, dass jemand einen Fehler gemacht hat, sondern eher weil niemand zugibt, dass er es war.

Und versuchen aus den Fehlern zu lernen. Man sollte, wenn möglich, nicht jeden Fehler 3 mal machen, bevor man es sich merkt.

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Fehler gehören "leider" dazu. Sowohl in der Ausbildung, als auch danach.
In der Ausbildung per Schattenkopie anstatt eine Datei, den kompletten Ordner zurückgeholt.
Das Tara beim Kunden war danach groß und wir haben den Kunden deswegen sogar verloren. 
Chef war aber nicht schade drum. Hat mich eher verteidigt, als der Kunde mich angeschrien hat.
"So hat niemand mit seinen Mitarbeitern zu sprechen".

Und vor zwei Wochen im Stress mit 5 Sachen beschäftigt, vergessen das Bios-Kennwort vom GF zu notieren. Das war ein Akt :) 
Man sieht: Das kann auch mit 10 Jahren Erfahrung noch passieren.

Ehrlich sein, jedenfalls zu den Kollegen und nicht einfach abhauen und hoffen dass das niemand merkt. Solche Kollegen hatte ich schon...

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vor 4 Stunden schrieb userbig:

Keine Ahnung wie ich mit Felern umgehe, ich mache nie welche 😉

Das falsch geschriebene 'Fehlern' hat mich in diesem Kontext ziemlich zum schmunzeln gebracht.

Ich habe zuletzt nen Fehler bei einem Update gemacht, was dazu führte dass wegen einer korrupten Datenbank etwa 2000 User keinen Zugriff mehr auf ihre Daten in unserem GitLab hatten. Ruhig bleiben, Fehler analysieren, Fehler beheben.
Hat ein wenig gedauert, Datenverlust war minimal - shit happens.

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Am 19.7.2019 um 14:19 schrieb Nopp:

Fehler gehören "leider" dazu. Sowohl in der Ausbildung, als auch danach.
In der Ausbildung per Schattenkopie anstatt eine Datei, den kompletten Ordner zurückgeholt.
Das Tara beim Kunden war danach groß und wir haben den Kunden deswegen sogar verloren. 
Chef war aber nicht schade drum. Hat mich eher verteidigt, als der Kunde mich angeschrien hat.
"So hat niemand mit seinen Mitarbeitern zu sprechen".

Und vor zwei Wochen im Stress mit 5 Sachen beschäftigt, vergessen das Bios-Kennwort vom GF zu notieren. Das war ein Akt :) 
Man sieht: Das kann auch mit 10 Jahren Erfahrung noch passieren.

Ehrlich sein, jedenfalls zu den Kollegen und nicht einfach abhauen und hoffen dass das niemand merkt. Solche Kollegen hatte ich schon...

Ja das stimmt, vertuschen sollte man sowas nicht. Bin auch direkt hin und habe bescheid gegeben.

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Wer arbeitet, macht automatisch auch mal den einen oder anderen Fehler. Meist sind es entweder Konzeptions-/Denkfehler, oder aber Flüchtigkeits-/Konzentrationsschwächenfehler oder einfache Vertipper.
Wer Perfektionismus von Menschen erwartet, der hat falsche Vorstellungen von der Realität. Man kann maximal nach einem 4-Augen-Prinzip arbeiten, oder aber eine komplette Testumgebung parallel laufen haben, in der man Änderungen vorher testet - aber selbst dann ist man nicht 100%ig vor Problemen / Fehlern gefeit.

Wichtig ist bei Fehlern halt erst einmal, schnellstmöglich das Problem zu lokalisieren und es (eventuell auch mittels Workaround)  asap zu beheben, so dass die Leute wieder arbeiten können. Daran, dass ein Ausfall aufgetreten ist, kann man ja eh nichts mehr ändern. Dabei ist es auch egal, wie groß die Umgebung ist und wie viele User betroffen sind. Fehler passieren einfach und niemand ist davor gefeit. Hassen tue ich da dann nur diejenigen, die einen dann nerven, und vor denen man sich rechtfertigen soll, statt dass sie einem Zeit lassen, das Problem zu beheben. So etwas führt dann leicht zu noch größeren Problemen, wenn man in Panik verfällt und nicht mehr klar denken kann. Also sich nicht unter Druck setzen lassen. Im Idealfall einen Kollegen z.B. damit beauftragen einerseits dem Helpdesk Bescheid zu geben, dass aktuell ein Problem vorliegt. Dann den Vorgesetzten informieren, dass der sich um die Meldekette kümmern soll und er informiert ist, wenn Anfragen bei ihm ankommen und sich selber aufs Debugging konzentrieren. Am besten klappt das meiner Erfahrung nach (falls man nciht sofort schon weiß, was das Problem ist), wenn man sich mit einem kompetenten Kollegen in Ruhe dran setzt und ihm beschreibt, was genau man gemacht hat. Einerseits denkt man so selber ncoh einmal darüber nach, was man gemacht hat und zweitens findet der Kollege eventuell irgendwelche Fehler (z.B. Reihenfolge der Befehle falsch, falsche Denkweise, ihm bekannter Bug oder ein generelles Designproblem,d as bekannt ist, anhand von bestimmten Symptomen auf einen ihm bekannten Fehler schließen können, ...)
Im Nachgang kann man dann in Ruhe analysieren, wie genau das Problem zustande gekommen ist und oftmals lernt man noch etwas dabei. Sei es über Verhaltensweisen bei bestimmten Fehlkonfigurationen oder warum man z.B. eine bestimmte Einstellung so oder doch besser anders konfigurieren sollte.

Bei Switchen sehr beliebt ist bei Cisco z.B. bei der Beschränkung von trunks auf vlans das "add" zu vergessen, so dass nur noch dieses eine vlan erlaubt ist auf dem Trunk. Ich denke so ziemlich jeder, der mit Cisco zu tun hat, wird über diesen Fehler mindestens einmal stolpern.

switchport trunk allowed vlan (add) [vlan-Liste]

Ich bin der Ansicht, man sollte offen mit solchen Fehlern umgehen und auch die Verantwortung dafür übernehmen, falls notwendig, statt Fehler versuchen zu Kaschieren. Das stärkt auch die Persönlichkeit und solange man Fehler nicht zu oft macht auch das Ansehen unter Kollegen, wenn man die Stärke besitzt, auch zu Fehlern zu stehen, statt sich nur immer Lob abzuholen. Fehler kann jeder mal machen, und solange man nicht dauernd den gleichen Fehler macht, sondern im besten Fall auch noch daraus lernt, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wer den gleichen Fehler natürlich immer wieder macht, der arbeitet einfach nicht professionell oder zu unkonzentriert, oder hat eigentlich gar keine Ahnung, was er da macht.

Gemein wird es natürlich, wenn beim Copy & Paste ein "add" einfach verloren geht beim obigen Befehl (unter Zeugen!). So etwas glaubt einem doch sonst kein Schwein... 

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Das Wichtigste ist, sich Fehler selbst einzugestehen. Wenn man allerdings nur von Bösen umgeben ist und der einzige mit weißer Weste...

 

Am 19.7.2019 um 11:07 schrieb ButFirstCoffee:

Gab natürlich Ärger, weil es Geld kostet etc...

Ähm: ja und? Ein Azubi kostet Geld. Mal mehr, mal weniger. Wenn ein Fehler viel Geld kostet, ist man ein Risiko eingegangen. 

Jetzt heißt es, aus dem Fehler zu lernen. Für dich, den Risikoverantwortlichen, den Ausbilder, ... - und den Fehler so weit möglich für die Zukunft zu verhindern

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Mein Chef hat dazu mal sinngemäß folgendes gesagt:

Zitat

Wer arbeitet, macht Fehler und wer keine Fehler macht, ist wahlweise verdammt gut oder arbeitet nicht.

Derart gute Leute sind mir übrigens bis dato noch nicht untergekommen.

Auch, wenn ich ihm in vielen widersprechen muss, hier hat er Recht. Fehler passieren immer und somit ist der Umgang damit das A&O.

Falsch sind z. B. Fragen nach der Verantwortung, Schuld, Historie, Entschuldigungen, Ausreden und bis zu einem gewissen Grad sogar die Ursache. All das sind Scheingefechte, welche man zum Teil im Nachgang führen muss (um es zukünftig besser zu machen) einem aber im hier und jetzt nichts nützen.

Richtig ist, die Fehler zu kommunizieren (X ist passiert, Y ist deshalb kaputt) und mögliche Folgen sowie Lösungen aufzuzeigen (Dauert X Stunden und wir müssen Y machen). Damit bin ich bisher immer gut gefahren und ich habe ebenfalls schon wichtige Daten gelöscht, Datenbanken geschrottet und ganze Tage an Arbeit von Kollegen zu Nichte gemacht. Das bleibt nicht aus, wenn man an Programmen, Systemen und Co. arbeitet.

...

Ähnliches habe ich auch bei einem Video gesehen. Darin hieß es, dass er sich nicht mehr entschuldigt. Aus oben genannten Gründen sei das niemals konstruktiv, sondern immer nur destruktiv. Probleme zugeben und lösen? Ja. Entschuldigen und über Schuld reden? Nein, denn das löst kein Problem und man dreht sich weiter um das Problem an Stelle seine Zeit in die Lösung zu investieren. Ähnlich wie Schwarzenegger, der mal auf die Frage was sein Plan B gewesen wäre antwortete, dass es für ihn keinen Plan B gab, denn jede Minute, die er in Plan B investiert, für Plan A fehle. So ist es auch hier: Jede Minute, welche man sich mit dem Problem, der Schuld oder dem schlechten Gewissen beschäftigt ist eine, die bei der Lösung fehlt.

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Ganz "toll" finde ich ja immer die "lessons learned" danach bei Standardfehlern (Konzentration oder Vertipper).
Bei einem Tippfehler lernt man halt, dass man rein theoretisch vor Absenden des Befehls noch einmal genau drauf schauen sollte, ob er so richtig ist. Wenn die Zeile aber nicht lang genug ist und der Befehl eingerückt wird, dann kann man das aber vergessen. Genauso wird man das bei vorkonfigurierten Config-Files wohl eher nicht machen. An heiklen Stellen bei Umstellungen - OK. Aber selbst da geht man im Normalfall nach kurzer Zeit wieder dazu über, es einfach zu tippen oder per Copy & Paste reinzukopieren.

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