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vor 30 Minuten schrieb Velicity:

Ansonsten würde ich eben weder mein Erspartes, noch das beim Staat in Anspruch nehmen, sondern mich um neue Arbeit kümmern.

Wenn ich keine Arbeit habe und ich nicht die finanzielle Freiheit erreicht habe, dann möchte ich Arbeiten. Und wenn ich aktuell keine berufliche Tätigkeit ausübe, dann ist mein aktueller Vollzeitjob das Finden eines neuen Berufs, da bin ich komplett auf deiner Seite.

Aber je nach Branche, Qualifikationen und gesundheitlichen Einschränkungen usw. kann der Nächste Arbeitsvertrag eine Zeit lang auf sich warten lassen. Warum würdest du in dieser Situation nicht auf das ALG1 zurückgreifen? Das ist es, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Ich bin auch eher der Typ der Leute nicht oder nur sehr ungern um Hilfe fragt, wenn ich für diese Personen noch nie etwas Vergleichbares getan habe. Aber in dem Fall von ALG1 zahlst du ja jeden Monat "unfreiwillig" in die Kasse ein und hast nach 2 Jahren dann auch das Anrecht darauf und dieses würde ich dann auch ohne Probleme verlangen.

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Es ist doch nicht so schwer!

Für die meisten wird es so aussehen.
Kündigung erhalten, warum auch immer
Dann Suche nach neuem Job.
ggf. 1-3 Monate mal arbeitslos, weil eben oft Fristen einzuhalten sind und Bewerbungen halt auch dauern.
So warum dann pro Monat ~2000 Euro verschenken?
Wer sich eh bewerben will, der wird auch kaum gegängelt.

Sonderfälle wie "Ich hab selber gekündigt und bekomme kein ALG" oder "Mein alter Job war der Horror, ich brauch jetzt mal 2 Monate Kopf frei und hab eh 150.000 auf der hohen Kante" sind hier natürlich außen vor.

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vor 2 Stunden schrieb Velicity:

Es verschwindet doch nicht. So bleibt es eben da für einen echten Notfall, wenn man das nicht mehr selbst stemmen könnte. Wie gesagt die Situation das kein Geld mehr reinkommt kann ich mir so erstmal gar nicht vorstellen, außer ich falle wirklich lange, lange, lange aus. Und da sehe ich erstmal außer Krankheit die es mir gar nicht mehr erlaubt zu arbeiten keine Situation.

Klar verschwindet es. Mal angenommen du gehst von 15.000€ Puffer pro Jahr aus und hast nen Puffer für 3 Jahre. Somit hast du 45.000€ auf dem Konto. Nun denk mal an die Inflation. Bei 2% Inflation verlierst du jedes Jahr 900€ an Kaufkraft.

Solche Geldbeträge sollte man für sich Arbeiten lassen. Wenn du das Geld in einen passiven ETF ala Vanguard All World steckst, dann kriegst du alleine pro Jahr knapp 900€ Dividende und kannst den Verlust durch Inflation ausgleichen. Klar das schwankt mehr als Tagesgeld, aber immerhin lässt du das ganze nicht von der Inflation auffressen.

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vor 2 Stunden schrieb Velicity:

... dass ich keine Hilfe annehme ...

Etwas, wofür man bezahlt hat, "Hilfe" zu nennen. Nicht übel. 

Das nächste Mal, wenn Du umziehst, bezahl doch auch das das Umzugsunternehmen. Wenn die Umzugshelfer dann morgens vor deiner Tür stehen, sagst Du auch "Ne, Jungs, ich nehme keine Hilfe an. Aber setzt euch, Kaffee ist in der Küche. Ich trag schon einmal die Waschmaschine in den LWK"

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vor einer Stunde schrieb Kwaiken:

Etwas, wofür man bezahlt hat, "Hilfe" zu nennen. Nicht übel. 

Nun entweder es ist mein Geld, dann will ich da aber auch nicht in irgendwelche Systeme zahlen, sondern das selbst verwalten oder es landet in irgendwelche sozialen Töpfe, dann kommt das Geld nie bei mir an und ist für mich erstmal nicht mein Geld. Habe ich nie gesehen und auch wenn ich es im Fall des Falles nutzen würde, krieg ich nicht alles zurück. Habe also kein generelles Anrecht auf dieses Geld, es gehört nicht mir.

vor einer Stunde schrieb Kwaiken:

Das nächste Mal, wenn Du umziehst, bezahl doch auch das das Umzugsunternehmen. Wenn die Umzugshelfer dann morgens vor deiner Tür stehen, sagst Du auch "Ne, Jungs, ich nehme keine Hilfe an. Aber setzt euch, Kaffee ist in der Küche. Ich trag schon einmal die Waschmaschine in den LWK"

Das ist für mich eben auf der anderen Seite MEIN Geld, wovon ich bewusst etwas bezahle, nicht etwas wo ich an irgendeiner Stelle bettel oder mich rechtfertigen muss, warum ich diese oder jene Leistung bekommen soll. Davon ab hat mein Umzug bzgl. Hilfe annehmen usw. deshalb durchaus ungewöhnliche Züge angenommen. Ihr würdet gar nicht glauben was man alles auf einem Fahrrad transportieren kann. 🤣

Aber davon ab auch wenn ich irgendwo Services bezahle, sei es Umzug, Handwerker oder ähnliches biete ich da trotzdem meine Hilfe an. Rumsitzen und Kaffee trinken und den anderen beim Arbeiten zuschauen ist da nicht meins. Und anwesend muss ich ja eh sein.

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Es ist halt eine Arbeitslosenversicherung.
Gut das Beispiel von Kwaiken passt nicht so ganz, andere Versicherungen passen da besser:
Z.b. BU oder auch KV
Man zahlt und hofft es nicht zu nutzen. Aber wenn dann nimmt man es halt.
Gut AV ist halt Pflicht. KV auch (Gut PKV gibt es), BU ist freiwillig.

Aber es zahlt ja keiner ne BU und sagt dann im Fall: Ne lass mal mit dem Geld, ich arbeite jetzt in der Behindertenwerkstatt und schraub da Kulis zusammen (Nix gegen die Leute, Respekt), weil ich dank xyz nicht mehr in der IT kann und nehme die BU nicht in Anspruch. Macht ja kein Sinn.

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Ja wir reden hier immer wieder von Sinn. Sagte ja schon mehrfach, das ist nicht zwangsweise sinnig aber es gibt eben Leute, die so ticken und das nicht zwangsweise wenig. Ob wir es nun falschen Stolz schimpfen oder wie auch immer. Bei mir ggf. weil ich früher doch deutlich zu oft genervt wurde und anderen den Hintern hinterhertragen durfte, würde es daher nie von wen anderen verlangen. Ist nicht so als sage ich ihr habt Unrecht, bin mir meiner Macken durchaus bewusst.

Klar kann man arbeitslos werden, die Füße hochlegen, seine paar Bewerbungen schreiben und sich Zeit lassen, hat ja seine Arbeitslosenversicherung und nimmt es auch in Kauf zig Jobs abzulehnen auf der Suche nach den Richtigen. Ist auch gar nix Verwerfliches dran und im Zweifel vom Sinn her sogar genau richtig, könnte ich persönlich aber trotzdem nicht. Mag dumm sein, mag mir selbst schaden aber vielleicht komme ich ja nie in die Position.

Und wie gesagt ich finde es nun auch nicht verwerflich oder schlimm dann für den Übergang was anderes zu machen. Sag ja sofern es nicht wirklich Krankheit im Sinne von komplett Arbeitsunfähig ist, denke ich findet sich immer was und das auch relativ kurzfristig. Auf was vernünftiges kann man sich immer noch bewerben.

Leute ticken verschieden und natürlich haben Leute auch verschiedene Ausgaben und co. Ich brauch nicht viel und hätte kein Problem mit dem Gehalt eines Amazon Lagerarbeiters aus zukommen. Ist natürlich anders wenn man eine Familie als Alleinverdiener durchbringt, Häuschen und zwei Autos abbezahlt, die Kiddies auf Privatschulen sind, die Tochter nen Pferd hat und der Sohnemann Tennis spielt, noch Haustiere an Bord sind usw.

Und bzgl. der Sachen die freiwillig gezahlt werden, wie gesagt das ist in meiner Gedankenwelt was anderes. Das was Netto ankommt ist erstmal mein Geld und rechnen, planen und verwenden tue ich eben erstmal das. Alles andere sind für mich dann Sicherheitsnetze für den äußerten Fall. Davon ab sind das eben alles Töpfe die keine Finanzierung für alle gewährleisten können. Gibt sicher Leute, die es dann Beispiel oben eher brauchen als ich.

Dafür ist für mich dann im Gedanken auch ein sozialer Apparat da, für Leute die gar nicht anders können, die wirklich drauf angewiesen sind, unabhängig davon ob man vorher "Anspruch" hätte oder nicht. Das hat man auf viele Sachen. Das Schülerbafög haben die Leute damals auch verkifft, weil sie Anspruch drauf hatten..

bearbeitet von Velicity

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Zitat

Klar kann man arbeitslos werden, die Füße hochlegen, seine paar Bewerbungen schreiben und sich Zeit lassen, hat ja seine Arbeitslosenversicherung

Verstehst du es absichtlich falsch?

Zitat

findet sich immer was und das auch relativ kurzfristig. Auf was vernünftiges kann man sich immer noch bewerben.

Klar, man sucht sich dann irgendwas, damit man dann weniger Geld hat, weniger Zeit für gescheite Bewerbungen und dann noch Gespräche verschieben muss und zur Krönung noch in seinen Lebenslauf 2-3 Monat Regale bei Aldi als Job eintragen "darf"...

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Darauf läuft es da für mich einfach hinaus. Ansonsten sollte die Sache erledigt sein, bevor ich meine erste Zahlung diesbezüglich bekomme. Habe keine 20 vorherigen Tätigkeiten die ich groß filtern müsste und wo ich viel Umstellen könnte. Die 1-2 Absätze im Anschreiben ändern ist nun kein Akt. Da hat man dann in wenigen Wochen quasi alles in der Umgebung angeschrieben.

Umzug für mich persönlich auch nicht interessant, da würde ich dann vermutlich eher längere Zeit in einem anderen Bereich arbeiten, bis sich wieder was findet.

vor 52 Minuten schrieb Graustein:

Klar, man sucht sich dann irgendwas, damit man dann weniger Geld hat, weniger Zeit für gescheite Bewerbungen und dann noch Gespräche verschieben muss und zur Krönung noch in seinen Lebenslauf 2-3 Monat Regale bei Aldi als Job eintragen "darf"...

Also wenn Arbeiten im Lebenslauf ein Problem ist, dann weiß ich auch nicht.. Davon ab wären selbst diese Tätigkeiten wohl besser vergütet als meine 60%, sehe vom Geld da also überhaupt kein Problem für mich. Da müsste ich nicht mal an meine Ersparnisse ran, könnte im schlimmsten Fall eben mal ein paar Monate nicht zusätzlich sparen. Davon ab bewerben sich doch die meisten aus einer Beschäftigung heraus zwecks Verbesserung. Da ist das dann möglich, wenn man aber woanders arbeitet, dann ist die fehlende Zeit auf einmal ein Problem?

bearbeitet von Velicity

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Gut, wenn du Musteranschreiben an die 3 Firmen in deinem Dorf schickst und nur den Namen der Firma änderst hast du das sicherlich in 5 Minuten erledigt. 

Arbeit per se ist kein Problem. Nochmal es geht darum einfach die 1-2 Monate "mitzunehmen" die ggf. anfallen.
Der TE "fliegt" jetzt zur Probezeit hat also gerade mal 4 Wochen zur Bewerbung, wenn du also in der Zeit schon das passende aus dem Hut zauberst inkl. dass die Firma dich dann auch schon in Lohn und Brot hat, Respekt. Glaube ich aber kaum. Gerade weil Verträge usw auch dauern. Heute bewerben, dann dauert es je nach Firma erstmal 2-4 Wochen bis zum Vorstellungsgespräch! Dann Gespräch, ggf. Probearbeiten und dann Vertrag, der noch durch den Betriebsrat muss. Da kann man auch nochmal einen Monat oben drauf packen.
Heißt also heute beworben im besten Fall dann erster Arbeitstag 1 Oktober. Heißt September arbeitslos, heißt je nach Verdienst mal eben 2000 vor die Hunde. Von dem Geld kann man auch schön noch in den Urlaub fahren.
So, und das war jetzt nicht der öD wo es teilweise Monate dauert bis zum Gespräch.
Wer natürlich jedwede Arbeit annimmt oder eh kaum was verdient, gut, da mag das anders sein.
Und natürlich ist es mit 40h Job deutlich schwieriger sich zu bewerben.
Wer gut in Lohn und Brot ist, wird btw ja auch nicht jede Woche einen oder zwei Termine haben.
Wer aber schnell schnell irgendwo fachfremd arbeitet, der will ja wieder da weg, den sonst kommen ja auch fragen wenn man mal 3,4,5 Monate plötzlich Putzfrau ist anstatt Datenbankadmin oder Java Programmierer.
Dann viel Spaß dem AG zu erklären: Jo ich hab jetzt Dienstag um 14 Uhr und Donnerstag um 11 Uhr ein Gespräch, weil den Job hab ich ja eh nur genommen weil ich nicht mal 1 Monat ALG1 beziehen wollte.

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vor 9 Stunden schrieb Graustein:

Verstehst du es absichtlich falsch?

Ja.

 

Den Job als Lagerhiwi bekommt jeder, der einfach hin geht und fragt. Arbeitsbeginn nächster Schichtbeginn. Nach den 8h Arbeitszeit ist man ja max. 9h unterwegs, körperlich und geistig fit und kann locker noch einen Stapel qualifizierter Bewerbungen schreiben. Aufgrund der ersten beiden Bewerbungen erhält man eine Auswahl an 5 unterschriebenen Verträgen mit Arbeitsbgeinn zum nächsten Monatsersten.

Im Gegensatz hierzu ist jeder ALG-1-Empfänger faul, steht erst mittags für sein Kippe&Kaffee-Frühstück auf, wonach er direkt zum Feierabendbierchen übergeht. Nur stilecht in Feinrippunterhemd & Sandale mit Tennissocken.

 

So und nicht anders läuft der Hase!!!elfdrölf!

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Gast codeprolet

Dass immer die GRV ins Spiel gebracht wird. Wer von den unter 35-Jährigen glaubt hier denn, dass er jemals ein gesetzliches Renteneintrittsalter erreichen und eine nennenswerte gesetzliche Rente erhalten wird? Bis wir mal Greise sind, gibt es vielleicht nicht einmal mehr diesen Staat in der Form.

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vor 20 Minuten schrieb codeprolet:

Dass immer die GRV ins Spiel gebracht wird. Wer von den unter 35-Jährigen glaubt hier denn, dass er jemals ein gesetzliches Renteneintrittsalter erreichen und eine nennenswerte gesetzliche Rente erhalten wird? Bis wir mal Greise sind, gibt es vielleicht nicht einmal mehr diesen Staat in der Form.

Darum geht es nicht.

Folgende Annahme: Du erreichst das Rentenalter und bekommst eine kleine Rente von 1000 Euro. Dann würdest du diese nicht annehmen weil du nicht darauf angewiesen bist und greifst auf deine Rücklagen zu, richtig? Alles andere wäre ja nicht tugendhaft und schwach.

bearbeitet von 0x0A

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vor 10 Stunden schrieb Graustein:

Gut, wenn du Musteranschreiben an die 3 Firmen in deinem Dorf schickst und nur den Namen der Firma änderst hast du das sicherlich in 5 Minuten erledigt. 

Werden sicher etwas mehr als 3 sein und so extrem sicherlich auch nicht. Aber eben einmal vernünftig fertig machen und die zwei Absätze im Anschreiben ändern, die firmenspezifisch sind, mehr gibt es bei mir stand jetzt nicht. Da werde ich sicher auch pro Stück 30-60 Minuten brauchen, weil irgendwas zusammenlügen einfach nicht meins ist.

vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Im Gegensatz hierzu ist jeder ALG-1-Empfänger faul, steht erst mittags für sein Kippe&Kaffee-Frühstück auf, wonach er direkt zum Feierabendbierchen übergeht. Nur stilecht in Feinrippunterhemd & Sandale mit Tennissocken.

Nein trotzdem ist die Motivation eine andere. Wie war das so schön:

Zitat

If you want to take the island, burn the fucking boats.

Wenn ich in 4 Wochen Geld auf dem Konto haben möchte, um meine Miete und was zu futtern zu bezahlen, dann gehe ich eben anders vor, als wenn ich 18 Monate dafür Zeit habe. Und ja man kann die Ersparnisse genauso interpretieren aber für mich ist es ein Unterschied wenn Geld verschwindet, dass ich "besitze" oder ob zusätzliches Geld reinkommt von außen. Da motiviert mich das erste doch deutlicher.

Keine Ahnung warum ihr die Sachen immer so in übertriebene Extreme ziehen müsst, es gibt mehr als schwarz und weiß. Aber in dem einen Fall gibt es erstmal nix anderes. In dem anderen ist das immer noch eine wichtige Tätigkeit aber wenn man mal einen Tag was anderes machen möchte und sich wirklich überhaupt nicht um die Jobsuche kümmert, dann ist es irrelevant. Ich rede nicht davon Monate lang die Füße hochzulegen aber man kann eben im direkten Vergleich viel entspannter an die Sache rangehen.

Diese schwarz/weiß Geschichte ist mir hier schon ziemlich oft aufgefallen, auch wenn es um Gehälter und co. geht, ggf. eine ITler Krankheit, weil man zuviel mit Logik zutun hat? Auf Meinungen und Erfahrungen lässt sich nicht immer ein richtig oder falsch drauf drücken.

Ansonsten ist doch bei allen so und heißt nicht das man etwas absichtlich schlechter oder langsamer macht aber Stress, Angst und co. sind nun einmal Motivationen. Ist bei der Arbeit nicht anders. Wenn ich ein Feature entwickle, dass in einem Jahr fertig sein muss oder ich einen Supportanruf habe, wo beim Kunden alles steht und ich wenige Zeit später den Geschäftsführer dran habe, der mit Verdienstausfällen, Regressansprüchen und sonst was kommt, dann kannst du glauben dass ich schneller tippe, nicht weil ich sonst absichtlich langsam arbeiten würden..

vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Nach den 8h Arbeitszeit ist man ja max. 9h unterwegs, körperlich und geistig fit und kann locker noch einen Stapel qualifizierter Bewerbungen schreiben.

Nun ggf. macht man das vorher? Ich bin auch nach meiner Arbeit nun platt, daher wird alles, was mir in irgendeiner Weise wichtig wäre ab 4-5 Uhr Morgens gemacht, bevor der Alltag beginnt. Davon ab gibt es auch noch ein Wochenende. Wenn die Arbeit anfängt ist der Tag für mich eh so gut wie gelaufen.

Wie gesagt wie wild ist so eine Bewerbung? Du hast ggf. zwei Absätze, die du auf den Arbeitgeber zuschneiden kannst und leicht umstellen kannst. An mir, meiner Qualifikation und co. ändert sich von Arbeitgeber zu Arbeitgeber wenig, sprich darf ich nur was anderes zusammenlügen, warum gerade dieser AG so besonders ist und warum ich dahin will. Warum wohl? Weil ich Arbeit suche und die eine Stelle anbieten, der Bereich passt und die Arbeitsentfernung passt.

Also denke ich, dass man da vernünftige Unterlagen an einem Wochenende fertig kriegt und jeweilige Änderungen für ein einzelnes Unternehmen dann in 30-60 Minuten gebacken kriegt. Sicher mag Leute geben, die wollen Umziehen, sind vorher von Unternehmen zu Unternehmen gehoppt im Rhythmus von zwei Jahren, das über 20 Jahre, haben Familie dranhängen usw. Alles eine komplett andere Kiste. Ich kann erstmal nur von mir ausgehen. Ich sag auch nicht, dass irgendwer handeln soll wie ich es tue. Ich sage auch nicht mein Weg ist der korrekte.

vor 1 Stunde schrieb 0x0A:

@Velicity wie läuft das dann bei der Rente  bei dir? Das Geld hattest du ja auch nie und kommt aus einem Sozialentopf? Wird das dann auch verweigert bis du es brauchst?

Darauf baue ich nicht, daher lege ich aktuell gut 1/3 meines Gehalts bei Seite, was sowohl bei einer Arbeitslosigkeit oder eben zur Rente greift. Wie gesagt es geht mir nicht darum Sachen Konsequenz zu verweigern aber solange ich mit meinem Geld auskomme, gehe ich nirgendwo hin und sage hier gibt mal ein Formular, ich möchte Xy beantragen. Vermutlich werde ich schlicht solange arbeiten, wie ich kann.

Ob es in zig Jahren dann noch eine Rente gibt und ich dann noch lebe steht in den Sternen. Habe stand jetzt auch gar keine Ahnung, wie das mit der Rente läuft und solange ich genug Geld habe, will ich mich damit auch gar nicht auseinander setzen. Wenn ich wirklich bedürftig sein sollte, dann werde ich darauf zugreifen, dafür sind die Systeme da.

Wenn ich ~70 sein sollte, nicht mehr arbeiten kann und Geld auf dem Konto bis 150 habe, dann gehe ich das Risiko ein, erstmal mein Geld zu verwenden. Sollte ich dann doch 150 werden, dann geht es dann halt über in die Grundsicherung. Es geht immer nur um das solange ich kann, mache ich, was mir aus eigenen Kräften möglich ist. Das ist für mich nun einmal Option Nr. 1. Wenn das alles bis dahin automatisiert ist und das Geld automatisch auf das Konto kommt, dann ist das schön und gut, dann schicke ich das Geld nicht zurück. Ich werde aber von mir aus nix beantragen oder ähnliches, was ich nicht brauch.

Oder kurz gesagt ich behandle das ganze eben als "Bedarf" und nicht als "Anspruch". Wenn ich Bedarf habe greife ich drauf zu aber ich greife nicht aktiv drauf zu, weil ich Anspruch habe, ohne einen Bedarf zu haben.

bearbeitet von Velicity

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Unterm Strich bleibt Folgendes festzuhalten: Du wirst gezwungen in div. Sozialsysteme einzuzahlen. Für Deine Einzahlungen erhältst Du im Gegenzug Ansprüche. Im Idealfall brauchst Du diese Ansprüche nie, weil Du nie arbeitslos oder krank wirst. Dann waren Deine Einzahlungen für die Katz und deswegen heißt es Sozialsystem/Versicherung und nicht Kapitalanlage/Investition.

Kommst Du dennoch in die Situation, den Anspruch wahrnehmen zu können (genau darüber reden wir gerade), bleiben Dir zwei Optionen:

  • Den Anspruch, den Du teuer bezahlt hast, wahrnehmen
  • Den Anspruch, den Du teuer bezahlt hast, nicht wahrnehmen.

Entschuldige meine Direktheit: Da kannst Du noch so viele Argumente, Beweggründe und Texte schreiben, Option zwei ist und bleibt wirtschaftlicher Unsinn. 

Du kannst in so einem Fall machen, was Du möchtest, das steht Dir frei und kann Dir keiner nehmen. Aber versuche bitte nicht, uns wirtschaftlichen Unsinn als sinnvoll zu verkaufen, denn das war er nicht, ist er nicht und wird er nicht.

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Lasst es doch alle euch euer Arbeitslosengeld auszuzahlen wie ihr wollt, wieso müssen wir jemanden hier bekehren?

Jeder macht sein Ding. Während ich, falls ich Mal arbeitslos werden solle, mir von meinen sechzig saftigen Prozent in einem asiatischen Land einen Urlaube gönne und von meinem Erspartem on top mir nochmal Geld aus dem Automaten ziehe um es mir an dem Tag gut gehen zu lassen, sitzen andere rum und leben allein von Ihrem sauer ersparten eisernen Reserven ;) 

bearbeitet von R4zzoz

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vor 1 Stunde schrieb Velicity:

für mich ist es ein Unterschied wenn Geld verschwindet, dass ich "besitze" oder ob zusätzliches Geld reinkommt von außen. Da motiviert mich das erste doch deutlicher.

Es verschwindet doch Geld, dass du besitzt?
Gut, natürlich nicht wenn man schnell als Staplerfahrer Klaus arbeitet statt eben sich einen FI Job zu suchen und dafür eben 1 Monat ALG zu bekommen statt eben aus eigener Tasche die Miete zu zahlen.

Aber ich denke, das führt alles zu nix.
Ich hoffe ich werde nie arbeitslos, aber wenn werde ich mein ALG sicher beantragen statt hier vorne beim Aldi die Regale einzuräumen und Bewerbungen morgens um 4 Uhr zu schreiben

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Gast codeprolet

Das zeigt eigentlich wunderbar auf, warum der Staat kein guter Berater hinsichtlich nachhaltig positiver Lebensentscheidungen ist und warum man Dependencies bestmöglich vermeidet. Ich würde halt nicht sofort und instinktiv darauf zurückgreifen, sondern abwägen. Es war auch falsch von meiner Seite hier grundsätzlich abzuraten. Die Gründe für oder gegen sind individuell. Aber darauf nicht zurückzugreifen ist meiner Erachtens nach definitiv nicht pauschal als "dumm" zu beurteilen.

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vor 33 Minuten schrieb codeprolet:

Es war auch falsch von meiner Seite hier grundsätzlich abzuraten.

Es kam halt so rüber: Wer das annimmt ist ein Schmarotzer... und das lässt man sich ungerne auf die Nase binden.

vor 34 Minuten schrieb codeprolet:

Das zeigt eigentlich wunderbar auf, warum der Staat kein guter Berater hinsichtlich nachhaltig positiver Lebensentscheidungen ist und warum man Dependencies bestmöglich vermeidet.

die stehen halt auf Zahlen: die wollen einfach nur das du schnell wieder arbeitest und aus ihren zahlen verschwindest und dafür ist halt das ALG1 da. Zum Übergang damit du deine Zeit kriegst erstmal was zu finden vorallem weil es genug Leute gibt die nicht in der IT arbeiten oder mehrere Monatsgehälter als Rücklagen haben, ich pers. übrigens auch nicht da meine Lebenseinstellung eine andere ist) Ich glaube in der Vereinbarung steht sogar: Alles bis max 10% unter deinem letzten Gehalt musst du annehmen (Bei Sklaventreibern sind es sogar 15%) und du darfst einmal alle 10 Bewerbungen eine persönliche Absage erteilen.

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Ihr argumentiert stets so, als ob Ihr eine Wahl hättet, ob Ihr Teil des Sozialsystems werden wollt oder nicht. Da frage ich mich, ob Ihr Langeweile habt, ich lachen oder weinen soll. Wir sind in Deutschland und Ihr habt diese Wahl nicht. Worüber redet Ihr die ganze Zeit? 😅

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vor einer Stunde schrieb t0pi:

Alles bis max 10% unter deinem letzten Gehalt musst du annehmen (Bei Sklaventreibern sind es sogar 15%) und du darfst einmal alle 10 Bewerbungen eine persönliche Absage erteilen.

Also die Sachbearbeiterin gestern sagte mir 20%, wobei ich das noch nicht schriftlich habe.
Im Internet steht aber auch 20% in den ersten 3 Monaten, danach 30%.

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