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Moin zusammen,

Ich hab lange überlegt das Thema überhaupt mal weiter zu bringen als nur in meinen Bekannten Kreis.

Also mein alter AG wo ich gekündigt habe aus vielen gründen, die ich hier jetzt nicht genau erläutern möchte die auch nicht ganz so richtig sind für dieses Thema, hat nun 6 .Azubis. Ja klingt ja erstmal ganz nett, aber wenn man überlegt das er, ein Anderer Fachinformatiker und ein freier Mitarbeiter die einzigen Mitarbeiter in den Unternehmen sind, wird einen schon anders.

Ich hab in meinen Ausbildungsbetrieb (Der ein Anderer war) gelernt, das ich als Azubi nicht alleine los laufe, wir hatten zwar keinen Kunden Kontakt, aber ich hab viele dinge nur unter Kontrolle und nicht ganz alleine gemacht.

Doch in den betrieb von meinen alten AG gehen die Azubis ganz alleine zu Kunden und den Kunden wird auch nur eine Azubi pauschale berechnet (keine Ahnung wie hoch diese ist).

Aufjedenfall werden die Azubis oft allein gelassen und haben nur zwei andere sehr überarbeitete Fachkräfte zur Hand, die auch helfen, wenn sie den die Zeit hätten.

Drei Azubis sind im 2. Lehrjahr und die anderen drei jetzt im 1. Lehrjahr. FISI

Der Chef hat den Ausbilderschein gemacht. Als ich den Azubis mal meine Abschluss Präsentation gezeigt habe, meinte er nur, das man dies ja nicht so aufwendig gestalten muss. Er hatte bis jetzt noch keinen Prüfungsazubi und hat dementsprechend keine Ahnung was ihn mit drei Azubis gleichzeitig in der Prüfungsphase bevorsteht. 

Ich hab den Azubis die alten Abschlussprüfungen zum lernen gegeben, als der Chef dies mitbekam meinte er nur das sie dies ja noch gar nicht brauchen würden.

 

Ich frage mich dabei, gibt es bei der IHK nicht eine Mindestanzahl die man nur an Azubis haben kann und müssen Azubis nicht immer einen Ansprechpartner in Reichweite haben?

Da ich dort nicht mehr arbeite kann ich natürlich nicht viel sagen und werde ich auch nicht, ich habe nur engen Kontakt mit drei Azubis und denen helfe ich gerne wo ich kann.

 

Grüße und Danke

bearbeitet von Yukino

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Das ist in der Tat kein guter Personalschlüssel. Drei Azubis je Fachkraft sind schon recht happig, vor allem bei so kleinen Unternehmen. In einer dedizierten Ausbildungsabteilung mag das problemlos funktionieren, neben dem beruflichen Alltag nicht.

Mir stellt sich nun die Frage, was Du nun damit bezwecken oder ändern möchtest? Du hast Deine Ausbildung dort beendet und bist nicht mehr dort. Im Zweifel kannst Du natürlich die IHK aufmerksam machen, aber erwarte dort nicht zu viel. Die Ausbildungsunternehmen sind die Kunden der IHK und bezahlen deren Gebühren, wodurch die IHK ein vitales Interesse an möglichst vielen Ausbildungsunternehmen und Auszubildenden hat. Solange die Azubis dort nicht reihenweise durch die Prüfung fallen oder Beschwerden einreichen wird sich dort wenig ändern. Daran haben weder die IHK noch die Unternehmen Interesse.

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BBiG § 27, Eignung der Ausbildungsstätte: (https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__27.html)

Zitat

(1) Auszubildende dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn (...)

2. die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, dass anderenfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird.

Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 16. Dezember 2015 zur Eignung der Ausbildungsstätten, 2.5.1  Relation zwischen Fachkräften und Auszubildenden: (https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA162.pdf)

Zitat

Als angemessenes Verhältnis der Zahl der Auszubildenden zur Zahl der Fachkräfte im Sinne von § 27 Absatz 1 Nummer 2 BBiG, § 21 Absatz 1 Nummer 2 HwO gilt in der Regel:
- eine bis zwei Fachkräfte = eine Auszubildende/ein Auszubildender
- drei bis fünf Fachkräfte = zwei Auszubildende
- sechs bis acht Fachkräfte = drei Auszubildende
- je weitere drei Fachkräfte = eine weitere Auszubildende/ein weiterer Auszubildender

 

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Die Mindesanzahl wird nur relativ beschränkt, da im BBiG folgendes zum Thema steht:

§ 27 Eignung der Ausbildungsstätte

(1) Auszubildende dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn

1. [...]

2. die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, dass anderenfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird.

 

So lange also die Ausbildung nicht gefährdet wird, kann er so viele Azubis einstellen, wie er möchte. Die Anzahl sollte (muss aber nicht) aber im angemessenen Verhältnis stehen. Es gibt aber bei den IHKs eine Faustegel:

  • ein bis zwei Fachkräfte - ein/e Auszubildende/r
  • drei bis fünf Fachkräfte - zwei Auszubildende
  • sechs bis acht Fachkräfte - drei Auszubildende
  • je weiterere drei Fachkräfte - ein/e weitere/r Auszubildende/r

Sie ist aber nicht rechtlich bindend.

Was du aber mit dem Thread bezwecken willst, ist mir auch nicht klar. Willst du der IHK dies melden? Wenn ja, dann erwarte nicht zu viel, wenn sie sich das Thema überhaupt annehmen.

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von DEM Betrieb kenne ich auch ne Handvoll fürchte ich. Fakt ist dass die IHKs froh sind wenn ein Betrieb ausbildet bzw. Azubis findet.

Die "verheizten" Azubis können sich nur während der Ausbildungszeit bei der IHK beschweren ... aber nach meiner Erfahrung macht das niemand und damit ist der iHK die Hand gebunden

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Ich finde das ganze ehrlich gesagt nicht so schlimm/ halb so wild. Mal zudem, dass du da eh nicht viel bezwecken kannst ausser dem Chef  und der zuständigen IHK vielleicht deine Meinung zu geigen.

Als Azubi braucht man nicht alles vorgekaut bekommen, ich für meinen Teil habe auch nicht viel erzählt bekommen von den Fachkräften und trotzdem mit 91 Punkten jetzt im Juni abgeschnitten. 

Wenn ich Fragen/Interesse zu einem Thema hatte war meine erste Anlaufstelle immer Google oder irgendwelche Youtube Videos, mittlerweile finde ich sogar, könnten die beiden zusammen einen Ausbilder locker ersetzen, wenn man weiß wie man damit arbeiten soll :D

Den Azubis vermitteln, das sie gut aufpassen sollen in der Schule und 1-2 Monate vor der Schriftlichen schön Prüfungen der Vorgänger durchklotzen und dann wird das schon. 

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vor 1 Minute schrieb xFiSiRaZx:

Als Azubi braucht man nicht alles vorgekaut bekommen, ich für meinen Teil habe auch nicht viel erzählt bekommen von den Fachkräften und trotzdem mit 91 Punkten jetzt im Juni abgeschnitten. 

Wenn ich Fragen/Interesse zu einem Thema hatte war meine erste Anlaufstelle immer Google oder irgendwelche Youtube Videos, mittlerweile finde ich sogar, könnten die beiden zusammen einen Ausbilder locker ersetzen, wenn man weiß wie man damit arbeiten soll :D

Das ist aber ziemlich pauschalisierend ;) Das kommt sehr stark darauf an, wie alt und reif ein Azubi ist, wie er am besten lernt (Stichwort: Lerntyp), was seine Stärken und Schwächen sind und vieles mehr. Sowas sollte ein Ausbilder erkennen und aktiv den Azubi weiterentwickeln. Wenn ich mich ganz alleine, neben meiner Arbeit, um 20 Azubis kümmern soll, ist das schlichtweg nicht möglich.

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vor 2 Minuten schrieb Listener:

Das ist aber ziemlich pauschalisierend ;) Das kommt sehr stark darauf an, wie alt und reif ein Azubi ist, wie er am besten lernt (Stichwort: Lerntyp), was seine Stärken und Schwächen sind und vieles mehr. Sowas sollte ein Ausbilder erkennen und aktiv den Azubi weiterentwickeln. Wenn ich mich ganz alleine, neben meiner Arbeit, um 20 Azubis kümmern soll, ist das schlichtweg nicht möglich.

Ja eigentlich schon, jemanden zu haben den man mal auch in Real Life fragen kann, auch über innerbetriebliche  oder aber auch private Themen sprechen kann ist natürlich auch ganz wichtig. Das kann das Internet nicht ersetzen. 

Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder Azubi es im Laufe der Ausbildung lernen sollte, alleine klar kommen zu können in Problemfällen und wie er sich zu helfen weiß(egal ob fachliche oder persönliche Problemsituationen). Dafür ist eine Ausbildung schließlich auch sehr nützlich. Das habe ich bei mir wirklich krass gemerkt. Und letzlich ist es ja auch der Azubi, der für seine Karriere und sein Leben lernt und nicht der Ausbilder. ;)

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vor 3 Minuten schrieb xFiSiRaZx:

Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder Azubi es im Laufe der Ausbildung lernen sollte, alleine klar kommen zu können in Problemfällen und wie er sich zu helfen weiß(egal ob fachliche oder persönliche Problemsituationen). Dafür ist eine Ausbildung schließlich auch sehr nützlich

Das ist ja auch genau das Ziel einer Ausbildung. Deswegen kann ich meine Azubis aber nicht von Tag 1 alleine lassen.

Vereinfacht sieht die Betreuung eines Azubis so aus (kommt u.a. aus dem Handwerk, lässt sich aber wunderbar übertragen) :

Jahr 1: Ausbilder zeigt dem Azubis etwas, der es nachmacht

Jahr 2: Etwas losgelöster. Ausbilder sagt dem Azubi, wie etwas gemacht werden soll, der es dann versucht. Ergebnis wird kontrolliert.

Jahr 3: Ausbilder gibt dem Azubi ein Problem, das er lösen soll. Ergebnis wird kontrolliert.

bearbeitet von Listener
Forensoftware schiebt mir Smileys unter

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Ich bin voll und ganz deiner Meinung, einen Azubi kann man nicht von Anfang an alleine lassen. 

Nur ich bezweifle an der Story vom TE auch ,dass der Chef das nicht bedacht hat. Dem würden doch alle Kunden abspringen wenn da die Azubis aus dem ersten Lehrjahr ankommen um Server einzurichten, obwohl sie vorher noch nie einen Server gesehen haben. Also wird das ganze bestimmt bedacht sein, es geht letztendlich alles eh nur um Geld und Kosten. Wohlmöglich auch auf die Kosten der Ausbildung der einzelnen Azubis. 

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Wieso sollten die Kunden abspringen, solange es billig funktioniert? Sobald es aber irgendwo zu Problemen kommt, wird es spannend.

Steht auf der Rechnung "Azubi war alleine draußen" oder einfach nur "Außendienst war da"? Je nachdem, WAS kaputt ging und welche Langzeitfolgen es für die Kunden hat, wird das Unternehmen haften müssen...

 

Aber mal was anderes an den TE @Yukino : wieso stört es dich noch? Willst du nachtreten?

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Ja klar möchte der Kunde, es möglichst günstig haben aber dem Chef, dem Kunden und dem Azubi bringts nichts wenn er keine Ahnung hat von dem was er machen soll und wenn ich als Kunde irgendwo eine Leistung einkaufe, will ich das alles funktioniert und nicht das jemand geschickt wird der selber keine Ahnung davon hat was er macht. Das meine ich.

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"Okay, das machen wir dann am nächsten Donnerstag. Okay, wenn ich den Azubi mit Stundensatz 50% des normalen schicke?"

vs.

"Am nächsten Donnerstag hat der frische Azubi keine Berufsschule. Hat er zwar noch nie gemacht, aber darf ich den trotzdem schicken?"

Beim einer Variante geht der naive Kunde davon aus, dass eine erfahrene Kraft kommt, die aufgrund eines fehlenden Zettelchens weniger kostet... Und woher soll dieser naive Kunde wissen, dass dieser Azubi 6h für etwas brauchte, was ein Profi in 20 Minuten erledigt hätte?

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Ich habe mittlerweile viele Azubis aus vielen Betrieben gesehen und kann Dir versichern: Du siehst nach wenigen Minuten, ob ein Azubi gut angeleitet/begleitet wurde, nur teilweise oder sich weitgehend selbst via Google und Co. unterrichtet hat.

Die Arbeit vor Ort werden wohl alle drei hinbekommen. Das, was einen Admin/Entwickler aber wirklich ausmachen sollte (Theorie, Praxis, Soft-Skills, etc.) haben die Selbstlerner bei weitem nicht so gut drauf. Spätestens beim ersten AG-Wechsel fliegt ihnen das vor die Füße, wenn sie mit den gut begleiteten in Konkurrenz treten müssen.

Nein, so eine Form der Ausbildung ist nicht gut. Ohne wenn und aber.

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