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Einstieg in die Arbeitswelt als Akademiker

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Hallo,

mir fehlt es schwer in die IT-Welt einzusteigen. Viele Jobs verlangen Skills die in meinem Universitätsstudium nicht vorkamen. Ich habe einen Master-Abschluss, aber nie etwas mit grundlegenden Technologien wie PHP oder JavaScript gemacht. Auch SQL kam nur am Rande bei der Datenbank Vorlesung vor, vlt eine Vorlesung. Es wurden eher grundsätzliche Probleme besprochen und weniger praktische Skills beigebracht. Ich bin mir auch bewusst, dass es viele ITler gibt, die solche Dinge in ihrer Freizeit machen und lernen, ich gehöre aber nicht zu diesen passionierten Menschen.

Jetzt suche ich einen Teilzeit-Job und so gut wie jeder Job verlangt nach Skills die ich nicht leisten kann. Klar kann ich mir alles beibringen. Das selbstständige Lernen hat mir mein Studium beigebracht, aber das kostet Zeit. Ich will jetzt euch fragen, wie ich an die Job-Suche rangehen soll. Soll ich mich einfach bei denen melden, obwohl ich die Technologien nicht beherrsche und dafür mich dann einarbeiten auf der Arbeit? Ich habe z.B. während des Studiums für ein Modul eine Android App geschrieben, die sehr stark vereinfacht war und nicht mehr konnte als eine Text Datei speichern oder öffnen / GUI / XML Handling und dieses Android Activity Handling. Wenn eine Firma jetzt einen Android Entwickler sucht, soll ich mich trotzdem bei denen melden, obwohl ich mir dann nochmal sowas wie ein "Hello World" Program für Android anschauen und mich dann darin einarbeiten müsste?

Was ich kann ist

  • Java
  • C++ (aber keine speziellen Features, sondern einfach nur Java-ähnlich programmieren mit einer anderen Syntax)
  • Python (aber nur absolut Grundlegendes, finde die Sprache jedoch sehr interessant)
  • Matlab / Octave
  • Grundlegende Java GUI-Programmierung (macht mir aber kein Spaß - zu stupide)
  • Git
  • Habe viel Erfahrung mit Scrum
  • Wissenschaftlich recherchieren, arbeiten und ein Paper verfassen
  • Englisch: reicht um wissenschaftliche Paper auf englisch lesen zu können und sich mit jemanden unterhalten zu können, ist aber ziemlich fehlerbehaftet und des Wegen würde ich es nicht als gut bezeichnen. Auf Englisch schreiben wäre auf Grund der Fehler ziemlich peinlich.

Spezielles Fachwissen

  • OpenGL ab 3.3: könnte eine kleine ineffiziente grundlegende Engine programmieren, wenn ich recherchieren dürfte (verstehe nie die Buffer-Geschichte). Beherrsche die Shader-Pipeline, Insbesondere Processing wie SSAO finde ich einfach und interessant.
  • Image Processing: einfache Dinge wie Kantenfindung, oder Fourier Transformationen usw. kann ich. Hab aber noch nie ein Mustererkennungssystem geschrieben, weiß aber wie die Idee ist. Mit OpenCV habe ich keine Erfahrung, würde jedoch gerne mehr darin sammeln.
  • Unreal Engine: benutze es immer wieder mal um Szenerien zu gestalten, kann Blueprint, verzweifle jedoch an C++ auf Grund an mangelender Informationen über die Bib, konnte jedoch eine VR GUI in C++ schreiben.
  • Ich habe noch ein weiteres Mathematik Studium absolviert

Ansonsten habe ich mich mit meinem Studium theoretisch mit Dingen wie KI und Cloud beschäftigt neben grundsätzlichen Dingen wie Algorithmen und Datenstrukturen, aber Design Patterns kamen nicht vor.

Wenn ich mir jetzt eine einfache Jobbeschreibung für einen Java Entwickler der DB anschaue, kann ich zum Beispiel nur wenig erfüllen (schwarz markiert)

  • Hochschulabschluss in (Wirtschafts-)Informatik oder eine vergleichbare Qualifikation sowie langjährige Erfahrung in Softwareentwicklungsprojekten auf Basis von Java/JEE
  • Kenntnisse aktueller JEE-Frameworks und Technologiestandards und ihres Einsatzes in hochperformanten und skalierbaren Enterpriseanwendungen
  • Umfassende Kenntnisse im Bereich der gängigen Entwicklungswerkzeuge und Laufzeitumgebungen: Eclipse, Subversion, JBoss, EnterpriseArchitect, Git, Jenkins, Docker u. a.
  • Kundenorientierung, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit
  • Erfahrung in agilen Vorgehensmodellen (Scrum, Kanban, SaFe)
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Wollen die wirklich das ein Bewerber alles erfüllt? Wie soll ich eine Stellenausschreibung verstehen und darauf antworten. Ich habe einen guten Informatikabschluss, kann mich also einarbeiten, aber mir fehlt die praktische Erfahrung, die jedoch mit der Zeit kommt. Wie soll ich an die Jobsuche rangehen? Ich bin echt ein wenig verzweifelt und hoffe ihr könnt mir Klarheit beschaffen.

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Hallo,

die meisten Firmen schreiben sehr oft viele Anforderungen an den Bewerber in der Stellenanzeige. Doch in Wirklichkeit musst du nicht alle Anforderungen beherrschen. Zumal deine genannten Anforderungen sich eher nach einer Senior Stelle anhört. Deine Skills sind für den Einstieg vollkommen ausreichend. 

Bewirb dich auf eine Junior Stelle und du wirst bestimmt genommen. (Als Uni Absolvent mit Master Abschluss nahezu zu 100% => Job Garantie). Die meisten Hochschulen / Universitäten haben übrigens einen guten Kontakt zur Wirtschaft und bieten eine interne Jobbörse an. Schau mal dort rein.

Viele Grüße

 

bearbeitet von Exception

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Du hast einen Bildungsabschluss in der Informatik, du wirkst auch so, als ob du analytisch reflektieren kannst. Somit solltest du dich auf Java Basis in viele Probleme einarbeiten können und damit auch eine Stelle finden. 

Dennoch gebe ich noch ein paar Punkte zu bedenken:

vor 8 Stunden schrieb kazi:

Hallo,

mir fehlt es schwer in die IT-Welt einzusteigen.  ... Es wurden eher grundsätzliche Probleme besprochen und weniger praktische Skills beigebracht..

... viele ITler gibt, die solche Dinge in ihrer Freizeit machen und lernen, ich gehöre aber nicht ...

... suche ich einen Teilzeit-Job ... und dafür mich dann einarbeiten auf der Arbeit? ...mir fehlt die praktische Erfahrung, die jedoch mit der Zeit kommt. ....

Von nichts, kommt nichts. Die meisten suchen Vollzeitkräfte und werden nicht begeistert sein, wenn du in Teilzeit anfangen willst. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn du schon pauschal ausschließt in deiner Freizeit in IT Weiterbildung zu Investieren, wann willst du denn dann produktiv werden? - Bei einer 25-30 Std. Woche wird das einfach sehr lange dauern. Aus diesem Grund kann es also trotz vorhandener Skills schwieriger werden eine Stelle zu finden.

- Auch für dich selbst kann dies schwierig werden, wenn du auf Grund deines Vertrags immer "eher gehst" , "später kommst" oder "nie da bist" (weil du nur drei Tage arbeitest). Leider gibt es eine Menge Unternehmen, die Überstunden als Selbstverständlich ansehen oder die Belegschaft dies einfach so lebt und wenn man nicht mitzieht schnell zum Außenseiter wird. 

Mein Rat ist daher, in jedem Fall offensiv zu kommunizieren, wie viel Stunden du dir tatsächlich vorstellen kannst zu arbeiten. Wenn dies dann abgelehnt wird, sparst du dir kostbare Zeit.

Auch wenn das jedem seins ist, solltest du dir dennoch überlegen, ob du dich nicht doch ab und zu außerhalb der Firma weiterbildest. In der Firma wirst du nur all jenes Lernen und Verarbeiten, was zum Zeitpunkt jetzt Geld bringt oder sich zum Zeitpunkt Y absehbar amotisiert. In dieser Formel wird aber gerne vergessen, dass zum Zeitpunkt Y veraltetes Wissen für den Mitarbeiter zwangsläufig eine schlechtere Verhandlungsposition bringt und du im Zweifelsfall auf Grund von diesem Gehaltseinschnitte erfahren musst.

vor 8 Stunden schrieb kazi:

... Wollen die wirklich das ein Bewerber alles erfüllt? ....

Nein, du sollst nicht alles Erfüllen. Meine Erwartungen - gerade an jemanden im Master - sind aber schon, dass er mit Grundsätzlichen Begriffen, wie "Jenkins" und "JBoss" etwas anfangen kann, wenn er sich auf eine Java-Stelle bewirbt. Auch so etwas allgemeines wie "Docker" ist schnell anzulesen, ohne es inhaltlich anwenden zu können.

So gesehen, gehört der "private Invest", alle genannten Technologien mindestens zu Googlen schon zu meinen Mindestanforderungen. - Evtl. findest du auch so heraus, dass du schon mal 'was ähnliches' gemacht hast und kannst das als Pluspunkt verkaufen.

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vor 7 Stunden schrieb NotKnown:

Keine Passion für IT, nur Teilzeit arbeiten wollen = warum hast du noch mal studiert?! Warum dann eigentlich Informatik?

Wenn jemand seinen Job gut macht, dann ist es mir egal, ob die Arbeit auf 30 Stundenbasis oder 40 Stunden stattfindet.

Um es genau zu nehmen bin ich sogar der Auffassung, dass man bei gleicher Auslastung auch mit 30 Stunden genau so viel Produktivität erzeugt wie mit 40 Stunden.  - Ich nehmen mir einfach mal heraus darüber zu Urteilen, da ich auch 70 Stunden Wochen kenne und habe Jahre mit 60 Std. hinter mir, aber nein, ich finde dass ist kein erstrebenswerter Beispielsmaßstab.

Ein Master im Bereich der Informatik bedeutet, es wurden 2 Bildungsabschlüsse erfolgreich erreicht, woran viele ausgebildete Fachinformatiker scheitern. Also pauschal mit "nur Teilzeit arbeiten wollen" arbeitsunwillen auszudrücken, halte ich für nicht angebracht.

bearbeitet von kylt

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Ich schon bei einer 20h Woche und da bin ich sicher nicht alleine. In 20h baut man kein hohes Engagement beim Unternehmen auf. Aber mir ist es egal - die Fragen stellen schon die Personaler.

bearbeitet von NotKnown

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Danke für eure Antworten und der Klarstellung. Klar googlen kann ich auch und daraus besteht ein Großteil der Arbeit von daher werde ich mich informieren wenn was verlangt wird und mich grob einarbeiten. Wenn ich ein javascript code bekomme, schaffe ich es auch mit Google es zu verstehen und zu erweitern, nur kostet das Einarbeitungszeit, a la "Ob ich Programmiersprache X kann? Ja ab nächste Woche.".

Aber ich werde nicht 8h die Woche noch nebenbei was programmieren oder wie manche bis zu 20h neben dem Job. Ich finde Informatik unterhaltsam, antreibend und beglückend wenn es endlich funktioniert, aber es gibt andere Freizeitbeschäftigungen die mir mehr Spaß machen im Gegensatz zu den "Crackern", wobei je mehr man in der Informatik kann, desto mehr Spaß macht es, weil man coolere Projekte verfolgen kann.

Was mich immer stresst ist der Erfolgsdruck. Wenn jetzt der Chef sagt, schreib mir etwas das den Samsung Fernseher emuliert (musste ein Bekannter machen), wüsste ich gar nicht wo ich anfangen müsste und würde hoffen, dass ich genügend Dokumentationen und Informationen finden würde um es bewerkstelligen zu können. Die ständige Weiterbildung ist einerseits gut für den Geist, andererseits übt es Druck auf mich aus.

@NotKnown Es war das Einzige neben Traumberufen wie Regisseur oder Künstler das ich interessant fand und das ich auch sehr gut konnte als Schüler, von daher kannte ich keine Alternative. Ich fand auch das Studium immer interessant. Es fällt mir leicht mich in theoretische Konzepte der Informatik einzuarbeiten.
Jedoch fällt mir der Sprung schwer zwischen grundlegender Programmierung und fortgeschrittener Programmierung. Häufig werden an der Uni nur die Basics besprochen , sodass Fuß zu fassen mit einer Sprache oder dem Programmieren schwer fällt. Jedoch habe ich mittlerweile ziemlich gute Online-Tuts kennengelernt auf Youtube die sich eher an fortgeschrittene Probleme richten, wie zum Beispiel der Programmierung von neuronalen Netzen oder der Umgang mit bestimmten Bibs. An der Uni dagegen habe ich zum Beispiel noch nicht mal einen Treiber geschrieben. 
Mittlerweile möchte ich in Teilzeit arbeiten um mein Lebensunterhalt zu verdienen und in der anderen Teilzeit weiter an künstlerische Arbeiten zu arbeiten, was mir bezogen auf das Feedback von Kunst-Professoren und meiner Selbsteinschätzungen nach gut gelingt, leichter fällt und auch erfüllend ist.

bearbeitet von kazi

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