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(Halb-) Quereinsteiger - Welche Fortbildungen sind sinnvoll?

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Hallo hier im Forum,

Ich habe mich gerade neu angemeldet, weil ich denke, dass ihr mir vielleicht helfen könnt.

JA, ich habe schon das Forum durchgeguckt, aber DAS habe ich nicht gefunden!

Also nun zu mir und meinem Problem:

IT-Studium musste ich noch vor dem Vordiplom abbrechen, aus finanziellen Gründen und bin dann in der Medienbranche gelandet. Mediengestalter für Bild und Ton gelernt, aber immer auf der technischen Schiene geblieben, anner Kamera nen Trottel und Ton ging wegen angeborener Schwerhörigkeit sowieso nicht! Die Postproduktion war also meine Heimat... immer mehr das technische.... Serverracks, extreme Datenserver, Renderfarmen usw.... blablabla... beispielsweise Windows Network, mit Linux und Mac clients, Rechtevergabe vom letzten Admin völlig unorganisiert.... Admin X hat nen backup eingestellt, Admin Y hats nicht verstanden und ins leere laufen lassen.... Admin z (ich) sagt dem chef: ey das backup lief voll ins leere, nicht aufs LTO.... und noch viele viele gruseligere Geschichten!

Und so gings ständig in meiner Karriere.... deswegen will ich raus aus der Medienbranche.... ich will einfach nur nen normaler Admin sein!

Das Problem scheint nur zu sein: überall wo ich mich als Admin bewerbe: "och, det is ja nur son oller mediengestalter!"

Was zur hölle wäre denn jetzt das beste als Fortbildung oder Zertifikat? Da gibts so viele, die meisten sind doof aber was is zb mit MCSE? oder gleichwertigen?

Irgendwie fühlt man sich echt bescheuert, wenn man zig Serverräume administriert hat, aber eben außerhalb der medienbranche keine "Nachweise" dafür hat, und alle Bewerbungen im Sande verlaufen

 

Mit besten Grüßen

BruderBoulette

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vor 33 Minuten schrieb BruderBoulette:

ich will einfach nur nen normaler Admin sein!

Meinst du dass es ausserhalb der Medienbranche besser ist?

Das was du vorgefunden hast ist nach meiner Beobachtung oftmals der Normalzustand im deutschen Mittelstand.

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für viele im betrieb hab ich damals ordnung geschaffen, dieses und jenes organisiert.... letztendlich den qualitätsanspruch wieder gehoben... und die schnittassistenten wieder ihre arbeit machen lassen... aber... naja... ich hab einfach keine vertragsverlängerung bekommen

und dann kam ein job, der so cool klang.... audiotechnican.... bla, ich hab nur rechner zusammengeschraubt und mir dabei nen bandscheibenvorfall geholt

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vor 49 Minuten schrieb BruderBoulette:

Irgendwie fühlt man sich echt bescheuert, wenn man zig Serverräume administriert hat, aber eben außerhalb der medienbranche keine "Nachweise" dafür hat, und alle Bewerbungen im Sande verlaufen

Würdest du jemand an (kritische) Systemen ranlassen, ohne irgendeinen Nachweis zu haben, dass diese Person auch das notwendige Know How besitzt? Früher war ein Quereinstieg noch etwas leichert, da der Beruf des Fachinformatikers noch sehr jung war. Auch begann zu diesem Zeitpunkt erst die Digitalisierung. Das hat sich nun halt alles geändert.

Zitat

Was zur hölle wäre denn jetzt das beste als Fortbildung oder Zertifikat? Da gibts so viele, die meisten sind doof aber was is zb mit MCSE? oder gleichwertigen?

Ich persönlich würde dir genauso wie @Listener zur IHK Externenprüfung raten. Anschließend kann man sich Spezialisieren. Wenn du vor allem im Windows Umfeld tätig bist bzw. tätig sein möchtest, dann empfiehlt sich natürlich das MCSA. Aber wie gesagt, ein Abschluss in einem IT-Beruf ist erstmals wichtiger als ein Hersteller Zertifikat.

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Ich sag mal so: das Problem liegt grundsätzlich darin, dass auch die Materiallieferung inzwischen digital erfolgt. "Alte Mediengurken" wie ich stehen dann doof da, ich weiß all den Technik-Kram, wie man alte Archivmaterialien nutzen kann, wie man das verkabelt usw... aber das wird heut auf einmal nicht mehr gefragt, also ist meine komplette Ausbildung in gewisser weise obsolet geworden.

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Nun hab ich aber inzwischen auch reichlich IT gelernt, virtual server, die all die massen an Daten bei Videoproduktionen handlen... dementsprechend LTO von command-line bis xy Frontend

Massenspeicher von den Avid eigenen bis zu selbst programmierten bei firma XY

Datenbanken die quer durch gehen

CMS.... die einmal installiert wurden, aber nie gewartet

UND ja, ich kenn auch das gefühl, Kabel durch glaswolle durchzuziehen!

bin ich da so fern vom Fachinformatiker?

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vor 18 Minuten schrieb BruderBoulette:

bin ich da so fern vom Fachinformatiker?

Ja.

Mein obiger Vorschlag sollte übrigens nur mit entsprechender Vorbereitung versucht werden. Auch wenn man  jahrelang als "ITler" gearbeitet hat. 

 

EDIT: Generell ist übrigens jeder für sich selbst verantwortlich. Die Schuld für seine aktuelle Situation "immer" auf andere Leute zu schieben, macht weder einen selbst glücklicher noch führt das zu irgendeiner Verbesserung der Situation. Das aber nur als kleiner Mindset-Verbesserungsvorschlag. 

bearbeitet von Listener

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Nein um gottes willen, ich will hier niemanden verantwortlich machen dafür, dass ich in einer Berufsnische gelandet bin, die nicht mehr gebraucht wird, ich mich unwissentlich als Spezialist in eine Ecke manövriert habe, die eigentlich eine Sackgasse ist.

Ich suche nur nach einem weg heraus.... und frage mich, welche Fortbildung, welches Zertifikat wäre da wohl am besten, denn Personaler schauen anscheinend sehr auf diese Papiere.

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@BruderBoulette

Ich denke soweit bist du nicht von einer Tätigkeit entfernt, die auch von einem Fachinformatiker ausgeübt werden könnte. Die Ausbildung umfasst in der Theorie natürlich noch deutlich mehr, so dass du den Stoff für die externen Prüfung erstmal systematisch aufarbeiten musst, bevor du die dann tatsächlich erfolgreich ablegen kannst. Das ist nämlich durchaus mit mehrmonatiger Arbeit verbunden. Die IHK Prüfung macht für den formalen Lebenslauf aufjedenfall deutlich mehr Sinn als ein Hersteller Zertifika, vor allem weil du den Abschluss auch als Station im Lebenslauf platzieren kannst. Aber das alles wurde von anderen ja auch schon ausgeführt. 

Ob du tatsächlich keinen Job kriegst, wegen fehlender Formalien kann sein, aber bevor du dich dann mit deinen IHK Zeugnis bewirbst, würde ich mal einen Profi aus dem IT Bereich über deinen Lebenslauf, Anschreiben und Arbeitszeutnisse gucken lassen. Die meisten Personaler schauen erstmal über den Lebenslauf und entscheiden, ob sie tiefer in die Bewerbung schauen. Auch wenn an deinen meisten Lebensstationen Mediengestalter steht, hat man dennoch die Möglichkeit mit gestalterischen Tricks die richtigen Buzzwörter im Lebenslauf  zu platzieren. Beispielsweise in dem man die Tätigkeit unter der jeweiligen Bezeichnung in Stichpunkten nochmal  darunter zusammenfasst und IT Skills linksseitig aufführt, die für die Stelle relevant sind. Es gibt für sowas auch Word Templates, die man von Gestaltern kaufen kann. 

Der Gesamteindruck ist immer wichtig. Im HR sitzen Leute die nicht sehr viel fachliche Ahnung haben und auch nicht die Zeit, sich mit den Arbeitszeugnissen von jedem in aller ausführlichkeit zu beschäftigen. Für die muss man ein bisschen selbstmarketing betreiben, damit die merken, dass sich hier jemand brauchbares beworben hat. Und das muss aus dem Lebenslauf binnen Sekunden hervorgehen. Als Quereinsteiger ist das noch mal umso wichtiger. 

Mit dem IHK Zeugnis und einen optimierten Lebenslauf sollte das aber machbar sein. Es gibt genug Firmen, die immer noch Generalisten brauchen die sich nicht zu schade sind das abzuarbeiten, was anfällt. 

bearbeitet von Konketea

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Vorab, ich habe den FIAE gemacht, aber es klingt für mich jetzt garnicht so weit vom fachlichen Wissen der Ausbildung entfernt. Was man in der Ausbildung jedoch noch dazu lernt sind organisatorische & methodische Kompetenzen. z.B. Projektmanagement -> Welche Methoden gibt es den Aufwand zu schätzen? Wie gehe ich methodisch an ein Projekt heran?

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Als Quereinsteiger zu arbeiten, dürfte heute nur noch bedingt möglich sein. Was nützt es, jemandem zu erzählen, dass man dieses oder jenes kann, wenn man es nicht beweisen kann.

Ich stimme meinen Vorpostern zu, dass ein Nachweis des Wissens auf jeden Fall hier der nötige Door-Opener ist. Mit der IHK-Prüfung würde hier ein wichtiger Grundstein gelegt. Die Prüfungsinhalte fand ich allerdings teilweise seit Erfindung des Berufes etwas angestaubt. Gerade aus diesem Grund wird ja die Prüfung auch derzeit überarbeitet. Der praktische Bezug kommt allerdings durch das duale System - der soll also dann über den praktischen Teil im Betrieb vermittelt werden. Nach meinen Erfahrungen (Umhören bei den Mitschülern) zeigt dies auch ein eher durchwachsenes Bild, denn die Qualität hängt auch stark damit zusammen, ob man einen für sich passenden Ausbildungsbetrieb ausgewählt hat. Hier gibt es also auch Fehler, den ein Einsteiger oder Wiedereinsteiger machen kann.

Auch im Bereich Softwareentwicklung gibt es zahlreiche Spezialisierungen - dito Systemadministration. Da Unternehmen aber heute auch bewertet werden und der IT-Staff mit in die Bewertung einbezogen wird (z.B. bei der Risikokategorisierung) hängt es stark davon ab, welche Skills der künftige Arbeitgeber benötigt.

Der Eingangspost kommt mir eher vor wie eine Stichwortwolke. Hier wird ziemlich  viel über Medien-Fachthemen erzählt. Dies alleine hat nichts mit Skills zu tun, die heute aus fachlicher Sicht meiner Meinung nach an den Beruf gestellt werden. Dazu zählen beispielsweise auch kaufmännische Kenntnisse, Kenntnisse in Projektlenkung und Steuerung sowie Softskills wie Teamfähigkeit.

Wenn der Themenschwerpunkt etwas mit Microsoft Produkten zu tun haben sollte, wäre eine Zertifizierung unabdingbar. In anderen Bereichen sieht das sicher anders aus.

Die IHK-Ausbildung wäre demnach der unterste Grundstein zur Arbeit in einen der IT-Berufen, darüber hinaus kommen dann entsprechende Fachqualifizierungen und ggf. noch Weiterbildungen.

Ob als Quereinsteiger noch Jobs möglich sind, würde dann von der Bewertung vorheriger Arbeitszeugnisse- und Erfahrungen abhängen. Schlecht - wenn es die letzten x Jahre nur EINEN oder wenige Arbeitgeber gab. Gänzlich wertlos ist dass nicht, aber im Vergleich zu anderen Bewerbern, die eine Palette von Auszeichnungen mitbringen, muss man sich dann die Frage stellen, wo man sich realistisch dazwischen sieht.

Auch die Externenprüfung würde ich nur mit einer professionellen Prüfungsvorbereitung angehen. Ob das in Eigenregie / Heimarbeit / alleine gelingt ? - da mache ich mal ein großes Fragezeichen.

bearbeitet von tkreutz2
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